Ausgabe 
21.3.1928
 
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besondere Turbine vorhanden, da man die Dreh­richtung einer Turbine nicht u.niehren kann.

Der Vorteil der Lurbine.llow.notive liegt in der besseren Ausnutzung des Dampfdrucks, so daß etwa Vs an Brennstoff gespart wird. Da die deutschen Eisenbahnen in der Vorkriegszeit jähr'ich etwa 230 Millionen Mark für Lo omotiv- kohle ausgegeben haben, würde dies also einer Ersparnis von über 45 Millio en Mark jährlich entsprochen haben. Turvinen^olomotiven sind allerdings erheblich teurer als Kol enlolomotiven, aber tro-.dem tritt bei ihrer Verwendung mit Sicherheit eine wesentliche Verbilligung der Gr- samtiosten ein. Ein besonderer Vorzug der Tur- binenlo.omotive ist ihr stoßfreies, in jeder Stel­lung mögliches Anfahren und Anziehen, während ja bei den Kolbenlokomotiven die Anzugskraft von der zufälligen Stellung der Kurbeln ab- hängt, so daß der Zug ost wie wir es alle schon erlebt haben zunächst etwas zurückge­drückt werden muß, ehe man ansahren kann. Die Dampfturbine kommt eben darin demEle.tro- motor nahe, daß sie g'eich ei :e Drehbewegung erzeugt. Daß man diese freilich bei der Turb nen- lo.omotive durch ein hin- und herge^en es Ge­stänge auf die Räder überträgt, ist noch ein Mangel der Turbinenlokomotive, der ben ersten elektrischen 2o omotiben auch anha'tete, bei diesen aber bereits überwunden ist.

Run wird der Leser fragen, Was soll man nun machen: Die Kohlenstaub- oder die Tur- binenlolomotive? Die Antwort daraus kann nur lauten: Beides. Die Zukunft wird zweifellos der kohlenstoubg:feuerten Turf i lenlo o.notive ge­hören, bis eben die Dampflokomotive durchweg von der e eltrischen Lokomotive oder vom elektri­schen Antrieb jedes einzelnen Wagens verdrängt sein wird. Dann werden sich einstmals unsere Aach'ahren darüber wundern, warum wir die Kraftwerke in kleine Teile zerlegt auf Schienen in der Welt herumgefahren haben, statt die Be­triebsenergie in großen Werken, wo man Platz hat, die vorteilha, testen Maschinen zur Energie- crzeu-'ung aufzuitcllen im großen zu erzeu..en und sie den verbrauchenden Lokomotiven zuzu­leiten. Aber staunen wird man auch dann noch darüber, daß es gelungen ist, solche Kunstwerke von fahrbaren Kra twerlen mit dauernd steigen­dem Wirkungsgrad zu schaffen!

Wirtschaft.

Oer Stand

unserer Wirffchastöentwicklung.

Die Direktion der Discontogesellschaft beschäftigt sich in ihrem Monatsbericht mit dem augenblialichen Stand der deutschen Wirtschaft sentwicklung auf Grund der Berichte des Instituts für Konjunkturforschung und des Preußischen Handelsministeriums, die beide zum Ausdruck bringen, daß die Konjunktur ihren Höhepunkt überschritten habe, daß aber ein unmittelbar bevorstehendes steiles Abfallen der Konjunkturkurve nicht wahrscheinlich sei. 3n dem Monatsbericht wird dazu u. a. ausgeführt:

Man wird der eigentlichen Natur der augen­blicklichen Konjunkturphase Wohl damit am nächsten kommen, daß man sie als eine Atempause bezeichnet, die der ununterbrochene Aufstieg des vergangenen Jahres, oder besser noch die Gesamtentwicklung der beiden letzten Zahre notwendig gemacht hat. Wenn man sich die Höhe vergegenwärtigt, zu der dieser Auf­stieg aus den verschiedensten Wirtschaftsgebieten emporgeführt hat. so wird es verständlich, daß eine gänzlich unverminderte Behauptung der erreichten Produktions- und Absahgrößen einen Kräfteaufwand verlangen würde, dem die Auf­nahmefähigkeit des inländischen Warenmarktes und die Leistungsfähigkeit des inländischen Geld- und Kapitalmarktes nicht gewachsen sind.

Der Bericht kommt nach einer Darstellung der gegenwärtigen Produktions- und lllmsatz- zisfern im Vergleich zum Vorjahre zu dem Er­gebnis. daß die Steigerung von Pro­duktion und Umsatz, die nach den vor­liegenden Ziffern für das Jahr 1927 in ihrer Gesamtheit sicher mit mehr als 20 Prozent an­zunehmen ist, nicht beliebig höher getrieben wer­den könne, wenn man sich ihre Auswirkungen auf der Geldseite vergegenwärtige. Die Tatsache, daß das deutsche Preisniveau fast wäh­rend des ganzen Jahres 1927 eine ft e i g e n 0 e Tendenz gehabt habe, lege Zurückhaltung 'n der weiteren Ausdehnung des Zahlungs­mittelumlaufs nahe. Zurückhaltung in der Geldvermehrung bedeute natürlich in Wirklich­keit Zurückhaltung in der Kreditgewährung. Man werde annehmen können, daß sich in der Stei­gerung der letzteren zum Jahresende auf Grund des Reichsbankausweises von Ende Februar auch

Buntes Allerlei.

DierNeiskgespietten" in Berlin.

Die deutsche Reichshauptftadt hat heute 35 Theater. Bei rund 300 Abendvorstellungen er­gibt das im Jahr die runde Zahl von. etwa 10 CCO Aufführungen innerhalb von 12 Monaten. Bei einer solchen künstlerischen Massenproduk­tion inte.essiert ein Blick auf den Spielplan. In der Spielzeit 1926/27 beherrs Hten in den künst­lerisch maßgebenden Bühnen Berlins aus­ländische Autoren das Repertoire zu zwei Dritteln. Am erfolgreichsten war Shaw, der mit 261 Aufführungen fast allein eine Bühne beanspruchte. Es folgen: Bourdet (Die Gefangene) 153mal, Molnar 150, Hauvt- mann 149. Raynal 146. Sternheim 131, Kaiser 123, Lonsdale (Mrs. Cheneys Ende) 119, Goetz (Gne'.senau) 118, Wedekind 102, Derneuil 97, Reumann (Patriot) 97; von Klassikern: Shake­speare 95, Schiller 52, Kleist 52, Goethe 22, Möllere 22, Lessing 20. Von der jüngsten Gene­ration gingen HasenclevH 39mal, Unruh 30, Zuckmatzer 24, Klabund 21 und Toller fünfmal über die Bühne. Im Bereiche der Oper be­stritten Wagner (92), Verdi (87), Puccini (74) und Richard Strauß (42) fast das halbe Pro­gramm; Mozart kam nur 14mal zum Ge­hör. Die meist gespielten Opern waren Puccinis Turondot mit 31, Bizets Carmen mit 24, Wagners Meistersinger mit 22 und Beet­hovens Fidelio mit 19 Abenden.

Lernen Kinder schneller als Erwachsene?

Die vielverbreilete Annahme, daß Erwachsene weniger rasch und leicht lernen als Kinder, ist ein Vorurteil; gerade das Gegenteil ist rich­tig. Dis zur Höhe des Lebens sinkt die Fähig­keit. sich neue Kenntnisse und Fertigkeiten anzu­eignen, überhaupt nicht wesentlich. Dies ist das Ergebnis von Untersuchungen, die der Professor der Pädagogik an der Columbia-älniversität in Reuyork, E. L. T h o r n d i k e, angestellt hat. Thorndike hat zwei Gruppen von Personen, die eine 36 Jahre und älter, mit einem Durchschnitts­alter von 42 Jahren, die andere 20 bis 24 Jahre, im Durchschnitt 22 Jahre alt, mit einander ver­glichen Esperanto lernte die ältere Gruppe etwa fünf- bis sechsmal so schnell, wie die jüngere, beide Gruppen lernten es ober schneller als

Kinder. Richt anders erwies es sich aber auch bei der Erlernung der Gegenstände des elemen­taren Unterrichts, beim Lesen, Schreiben und Rechnen; und ar.cfc die Experimente an Erwach­senen mit aneignungsschwierigem wifsenscha.t- lichen Stoss, fremden Sprachen, Algebra usw., ebenso wie derjenigen von Stenographie und Ma­schinenschrei, en, unterstütz e.i das allgemeine Er­gebnis. daß die Fähigleit zu lernen bis etwa zum 20. Lebensjahr ansteigt, daß hierauf ein Stillstand und dann erst ein sehr langsames Ab­sinken eintritt, das man mit etwa 1 Prozent jährlich beziffern kann. Daß Erwachsene ver­hältnismäßig selten neue Sprachen und neue Be­rufe erlernen, liegt demnach also nicht an man­gelnder Eignung, sondern nur am Fehlen der Gelegenheit dl er des Bedürmilses.

Ein dankbarer Dickhäuter.

Ein Vorkommnis, das Zeugnis ablegt von der Intelligenz und zugleich von rührendem Dankbar­keitsgefühl eines Elefanten, hat sich kürzlich in der Ruheschen Tierhandlung in Alfeld (Leine) ereignet. Ein riesiger indischer Dickhäuter, Sambo mit Na­men, hatte vor einigen Jahren eine große, stark eiternde und jedenfalls auch recht schmerzhafte Ver­letzung an einem Bein und wurde von einem hiesi­gen Tierarzt sorglich behandelt, so daß allmählich völlige Heilung eintrat. Der Elefcint hatte sich auch sehr willig der Behandlung unterzogen und reckte dem Tierarzt das verletzte Bein entgegen, sobald dieser nur in die Nähe seines Patienten kam. Nach seiner Heilung ging Sambo mit anderen seines Ge­schlechtes und den indischen Führern auf Reisen, um im Zirkus zu arbeiten. Nach einiger Zeit kehrte er wieder nach Alfeld zur Firma Ruhe zurück. Als am Morgen nach Sambos Rückkehr der oben er­wähnte Tierarzt den Elefantenraum betrat, tönte ihm sofort ein lautes, freudiges Trompeten ent­gegen. Sambo stößt es aus, und als der Tierarzt in seine Nähe kam, wurde er von dem Rüssel des Elefanten mit einer Zärtlichkeit umschlungen, die man dem plumpen Tiere kaum zutrauen würde. Mancher Mensch, der höchstens noch knurrt, wenn er von seinem Arzt die Rechnung für ärztliche Be­mühungen bekommt, könnte sich an dem Dankbar­keitsgefühl dieses Dickhäuters ein Beispiel nehmen.

eine gewisse Verminderung des konjunkturmähig bedingten Kreditbedarfs äußere. Dagegen weise der Geldmarkt in seiner Gesamtheit keinerlei Anzeichen fühlbarer Entlastung auf. Auch auf dem Kapitalmarkt seien noch keinerlei Anzeichen erweiterter Aufnahmefähigkeit festzustellen. Ob mit einer starken Ergänzung unserer Kapital- ausstattung vom Auslande her g?rechnet werden könne, sei im Augenblick schwer übersehbar und werde nicht zuletzt von den bevorstehenden Ent­scheidungen der Beratungsstelle für öffentliche Auslandanlechen abhängen.

Es sei anzunehmen, daß die Jahreszeit durch das Frühjahrsgeschäft auch dem Geld­märkte in den kommenden Wochen eher eine erneute Mehrbeanspruchung bringen werde. Eine fühlbare Entlastung des Arbeits­marktes durch die Auhenberufe fehle noch. Ab­gesehen von dem Einfluß der Witterung fei die Zahl der registrierten Bauvorhaben rückgängig. Was die Beschäftigungslage der Industrie betreffe, so werde gerade für die kommende Zeit außerordentlich viel von der Exportentwick­lung abhängen. Recht günstig schienen hier die Aussichten für die Eisenindustrie zu liegen. Für das Exportgeschäft in Fertigwaren würden die Ergebnisse der Leipziger Messe, die überwiegend recht befriedigend lauten, für die nächsten Monate günstige Aussichten eröffnen.

Die Börse habe auch in den letzten Wochen in ihrer lustlosen Haltung und weitgehenden Geschäftslosigkeit verharrt, besonders in­folge der zögernden Entspannung am Geldmärkte. Die von der endgültigen Annahme des ameri­kanischen Freigabegesehes erhoffte festere Ten­denz blieb völlig aus. Es sei aber zu erwarten, daß der mit dem 1. April bevorstehende Z i n ä t e r m i n^öem Anlagemarkte größere Mit­tel zuführen werde. Aus der Zunahme der in­ländischen Kapitalbildung, die an den Emissions- ö'ffern der letzten zwei Jahre abzulesen sei, ergebe sich ohne Zweifel, daß sich inzwischen auch das Renteneinkommen in Deutsch­land stark vermehrt habe. Cs sei eine Tatsache, daß dieses stärker als das Arbeits­einkommen die Anlage suche und so zu neuer Kapitalbildung führe, die nicht auf Kosten des Konsums erfolge. Schließlich werde die laufende Kapitalbildung, die in der deutschen Wirtschaft trotz aller Belastung erfolge, früher oder später

wieder mehr als heute auf dem eigentlichen Kapitalmarkt in Erscheinung treten und damit auch der Börse zugute kommen.

*

* 20 Millionen Frankfurter Stadt­anleihe. Die Stadtverordnetenversammlung genehmigte auf Antrag des Magistrats am Dienstag in geheimer Sitzung Die Aufnahme einer neuen Inlandanleihe bis zu 20 Millionen Reichsmark.

Reform bund der Gutshöfe e. V., Friedberg. Im Geschä'tsbericht für 1927 wird u. a. mitgeteilt: Eine weitere innere Konsolidie­rung ist festzustellen. Die Mitgliederzahl hat zwar abgenommen, weil es infolge der beschränkten Mittel nicht möglich ist, in den außerhessischen Gauen eine intensive Verbandstätigkeit zu ent­falten. Trotzdem ist der Konnex mit den Mitglie­dern enger geworden. Die Kassenverhältnisse sind in Ordnung. An Bestand waren am 31. Dezember 1927 2881,10 Mark vorhanden. Der günstige Ab­schluß (Einnahmen 17120,18 Mk., Ausgaben 14 239,08 Mk.) ist auf Einsparungen gegenüber dem vorsichtigen Voranschlag 1927 zurückzu­führen. Die Herabsetzung der.Beiträge hat sich gerechtfertigt.

* Deutsch-AtlantifcheTelegraphen- Gesellschaft. Der Ausjichtsrat der Deut'ch- Atlantischen Telegraphen-Ges l schast schlägt eine Dividende von 7 Proz. (i. V. 0 Proz.) vor. Der Verkehr auf den Kabeln der Gesellschaft hat seit der Inbetriebnahme des neuen Azorenkabels eine starke Steigerung erfahren.

* Dividendenerhöhung der Ge­meinschaftsgruppe. In der letzten Di- lanzsitzung der Gemeinscha'tsgruppc deutscher Hypothekenbanken wurde beschlossen, den Gene­ralversammlungen der zu der Gruppe gehörigen Banken eine Dividende von 9 (8) Proz. vorzu­schlagen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 21. März. (Eigener Drahtbericht des Gie'ener Anzeigers.) Tendenz: freu dlich. Zu Beginn der heutigen Börse war die Stimmung zwar weiter zurückha llend, aber im Grundton doch etwas freund­licher. Von einer B.'teiligu rg d s Privatpubli­kums war aber kaum etwas zu bemerken. Eine gewisse Anregung ging von dem verhältnis­

mäßig leichten Geldmarkt aus, an dem um- fa. g.eiche Vorbereitungen zum Quartatsultimo getroffen worden sind, so daß die am Vortage geh gten Befürchtungen Hinsicht ich seiner lieber- wi: düng zurück traten. Vor allem regten aber die günstigen Ziffern der Außenhanvelsbita -z an. Die Umsätze waren im allge nebten wieder minimal, doch überwogen heute die kleinen Käufe, so daß bei den ersten Votierungen auf den meisten Märlle i 1- bis 2prozentige Kurs- befferungen ei., traten. Am M ontanmarft Sogen Mannesmann 2 Prozent an, auch Gelsen­kirchen plus 1,25 Prozent bevorzugt, während Rheinstahl nur knapp behauptet blieben. Von Elektrowerten waren Ges.ürel 2,25 Prozent und Siemens 2,5 Prozent befestigt. Zellstoff Waldhos eröffneten 1,5 Prozent höher. Farben­werte lagen sehr still. J.-G.-Farben, BondS und Bezüge fast unverändert. S ch i f f a fj r t S - wert eher etwas schwächer, ebenso Autoaktien. Am Bankenmarkt gewannen Commerz und Danat je 1 Prozent. Von heimischen Ren­ten lagen Ablösung für Reubesiy- etwas fester. Ausländische Renten fast umsah'.os. Im Freiverkehr waren Russen wieder etwas gefragt. Gulden-Russen 3,75 Prozent. Im weiteren Ver­laufe konnte sich die Stimmung weiter erholen, wobei die Anregung vom Farbenmarkte ausging, an dem J.°G.-Bezüge bis 10.15 bis 10,20 Prozent erhöht waren. Bonds 137.75 bis 138. J.-G.-Farben plus 1 Prozent. Am Geld­markt stellte sich Tagesgeld auf 6 Prozent. Im Devisen verkehr lag das Vsund weiter fest, dagegen der Dollar a'bgeschwächt. Reichsmark gegen Kabel 4,1802, gegen London 20 417. Lon- don°Kabel 4,8825. Paris gegen London 124.02. Mailand 92,40, Madrid 29,00.

Bcrlinc Börse.

Berlin, 21. März. Vormittags noch sehr still, konnte sich zu Beginn der heutigen Börse auf den meisten Märkten eine Befestigung durch­setzen. Das Geschäft war nicht sehr umfangreich und in erster Linie auf den Montanmarkt beschränkt. Eine Anregung boten die im Ver­laufe bekannt gewordenen Ziffern der Außen­handelsbilanz für Februar, die mit einer Passivität von 303 Millionen gegen 493 Millionen im Vormonat eine Besserung um 190 Millionen Mark zeigt (Zunahme des Exportes um 80 Mil­lionen. Abnahme des Importes um 110 Mil­lionen). Die Stimmung blieb günstig. Für Spezialwerte bestand weiter Interesse. Am Elektromarkt wollte man belgische Käufe beobachtet haben. Stärker erholt waren Glanzstoff, Bemberg, Polyphon usw. Essener Steinkohlen konnten um 4,5 Proz. anziehen, da sich die Befürchtungen einer Dividendenreduzie­rung nicht bewahrheiteten. Die K u r s e n t - Wicklung war sonst nicht einheitlich, es überwogen aber die Besserungen von 1 bis 2 Proz. Heimische Anleihen behauptet. Ausländer geteilt. Mexikaner etwas fester, dagegen Mazedonier und Anatolier angeboten. Pfandbriefe ruhig, aber nicht unfreundlich. Far- ben-Bonds 137,50 bis 138 Proz., -Bezüge 10Vs Proz. Geld. Das Angebot soll nicht erheblich gewesen fein. Geld ist unverändert. Tagesgeld zeigte eine Erleichterung auf 51/2 bis 71/, Proz. Rach den ersten Kursen wurde es zunächst etwas belebter, später aber wieder ruhiger. Die Kurse lagen meist 0,5 bis 1 Proz. unter Anfang. Dessauer Gas blieben gefragt.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 21. März. Die Markt­lage ist sehr fest. Getreide, Futtermittel und Mehle steigen im Preise. Roggen ist besonders knapp und fast kein Angebot vorhanden. Sehr gesucht sind auch Futtermehle. Cs wurden no­tiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs, 26,75, Roggen 27 bis 27,25, Sommergerste für Brauzwecke 30 bis 31,50, Hafer, inländischer, 27 bis 27,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 24,50 bis 25, Mai« (gelb) für andere Zwecke 25,50 bis 26, Weizenmehl, süd­deutsches, Spezial 0, 38 bis 38,50, Roggenmehl 37,50 bis 38, Weizenkleie 14,60 bis 14,75, Rog­genkleie 15,50 bis 16 Mk. Tendenz: Fest.

Letzte Nachrichten.

Schweres Ltnglück in einer Braun» ohlengrube. Bisher 6 Tote.

Mückenberg b. Liebenwerda, 21.März. (MTV. Funkspruch.) heute vormittag um die zehnte Stunde stürzte infolge des hefttgen Sturmes die bei der Vrannkohlen- und Brikett-Jn- d u st r i e - A.-G. im Bau befindliche Abraum- Förderbrücke zusammen. Bisher sind 6 Tote und 2 Schwerverletzte geborgen. Die Unfallstelle ist abgesperrt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter dcn Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

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Nuinsinische Noten......

2.58

2,60

Schwedische Noten......

111,88

112,32

Schweizer Noten ......

Spanische Noten ......

80.33

80.65

70,26

70,54

Ti'chechoslowalrsche Noten . . Ungarische Noren

12,34

12,40

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Telegraphische Auszahlung.

20 März

21 Mär»

Amtliche Geld

Notl rung

Brie'

Ärmliche Notierung

")elo

1 Brie

ÄMU-. Nori

168,18

168,52

168,21

>68.55

Bu.m.-Aires

1,788

1,792

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