Ausgabe 
21.1.1928
 
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2 46 bis 49, C 41 bis 44, Bullen

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glichen mit den Votierungen des Hauptmarktes der vergangenen Woche waren Rinder bis zu zwei Mark billiger. Gegenüber den Preisen des Rebenmarktes der vorigen Wochen zogen Kälber eine Mark und Schweine bis zu fünf Mark an. Schafe blieben gut behauptet.

EonutanSdie-ft j. lletue u. 'Ipotbeken nm 22.1.28.

Frl. Dr. Gürtler Dr. W. Klein. Eng iavotbeke.

Zahnarzt: Dr. Baum.D

bis 45, Schweine A 60 bis 62. B 60 bis 62, 59 bis 61, D 58 bis 60, E 57 bis 59. Ver­

zinn Verkauf.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen Al 57 bis 60, 2 53 bis 53, Bl 50 bis 52, bis l"

Kunst und Wissenschaft.

Professor Hans wendl f.

Der Senior der theologischen Fakultät der Uni­versität Jena, Geheimer K.rchenrat Professor Dr. theol. et phil. Hans Wendt, früherer Vertreter der systematischen Theologie und Direktor des theologischen Seminars, ist einer Meldung aus Jena zufolge dort sm 75. Lebensjahr gestor­ben. Der Verstorbene, ein geborener Ham­burger, der seit 1893 als Ordinarius in Jena wirkte, hat y. a. folgende Arbeiten veröffent­licht:Lehre Jesu" (2. A. 1901),Apostel­geschichte" (9. A. 1913),System der christlichen Lehre" (2. A. 1920).Die sittliche Pflicht" (1916).

Verübung groben Unfugs und ruhestörenden Lärms zu 10 Mk. Geldstrafe, Hilfsweife zwei Tagen Haft, und wegen öffentlicher Beleidigung in Tateinheit mit Rötigung zu 100 Mk., hilfs- weise 20 Tagen Gefängnis, sowie zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurteilt.

Wegen Widerstandes und Verübung groben Unfugs und ruhestörenden Lärms bzw. Beihilfe zum Widerstand toaren zwei Arbeiter aus Raunheim unter Anklage. Die Angeklagten hatten ip einer Ropembernacht v. 2. in Raun- heim einen Zusammenstoß mit dem Rachtwächter, den sie dabei mißhandelten. (Sic waren im all­gemeinen geständig. Das Urteil lautete gegen den Hauptübeltäter wegen Widerstandes auf einen Mongt Gefängnis und wegen ruhestörenden Lärms auf 30 Mk. Geldstrafe, eventuell sechs Tage Haft, während der zweite wegen Beihilfe zum Widerstand mit 30 M k. Geldstrafe eventuell fechsTagenGe- f ä n g n i s und wegen ruhestörenden Lärms mit 10 Mk. Geldstrafe eventuell zwei Tagen Haft davonkam. Beiden Angeklagten wurden auch die Kosten des Verfahrens auferlegt.

stehende Frage nach der Tschechoslowakei anhält und die Provinz mit Angebot an gutem Material sehr zurückhält. Das Mehlgeschäft wies kaum 93er» änderungen auf. Am Wei.zenmarkt setzte sich für Weizen eine 0,25 bis 1,50 Mark betragende Er­höhung durch. Für Roggen konnte nur die Mai­lieferung um 0,50 Mark anziohen. Gerste in guter Brauware knapp und reichlich angeboten. Hafer für den Export weiter gefragt, sonst ruhig. Mais still, jedoch einiges Cifgeschäft. Es notierten (1000 kg): Weizen, mariischer (74,5-kg/lil-Gewichi), 233 bis 236, März 266, Mai 274,75 bis 274,50, Juli 277,50 bis 277,25 (ruhig); Roggen, mark., (69-kg/1ki-Ge? wicht), 234 bis 237, März 261 bis 260,75, Mai 266,50, Juli 257 (ruhig); Sommergerste 220 bis 270 (behauptet);Hafer, märkischer, 200 bis 211, März 227,50 (Brief); Mais, La Plata, 215 bis 217 (zoll- begünftigter Futtermais); Raps 345 bis 350 (ruhig); (100 kg): Weizenmehl 30 bis 34 (ruhig); Roggenmehl 31 bis 33,75 (ruhig); Weizenkleie 15 (still); Roggenkleie 15 (still); Viktoriaerbsen 50 bis 56; kleine Erbsen 32 bis 35; Futtererbsen 21 vis 22; Peluschken 20 bis 21; Ackerbohnen 20 bis 21; Wicken 21 bis 24; Lupinen, blau, 14 bis 14,75; Lupinen, gelb, 15,70 bis 16,10; Serradelle, neu, 21 bis 25; Rapskuchen 19,90 bis 19,20; Leinkuchen 22,10 bis 22,40; Trockenfchnitzel 12,20 bis 12,40; Soyaschrot 21,50 bis 21,80; Kartoffelstöcken 23,30 bis 23,60 Mark.

Letzte Nachrichten.

30000 Ml. im Frankfurter Arbeitsamt gestohlen.

Frankfurt o. M., 21. Jan. (WSN.-Drahtmel° düng.) Der Heizer Wilhelm Birx vom Städti­schen Arbeitsamt sollte gestern mit einem Am gestellten des städtischen Arbeitsamtes 3 0 000 Mark in 10 -Markscheinen zur städtischen Hauptkasse bringen. Den Angestellten lenkte Birx von seiner Aufgabe ab, indem er zu ihm sagte, daß der Direktor nach ihm verlangt habe. Während der »teilte in das Zimmer des Direktors ging, suchte eizer mit dem Gelbe das Weite. Das Geld war in einer kleinen Holzkiste verpackt. Wie heute morgen die Kriminalpolizei in Bad Homburg mitteslt, wurde dort in einer Anlage die kleine Geld­kiste und die Dienstmütze des flüchtigen Mannes ausgefunden. Birx ist ein wegen Diebstahls und Einbruchs mit Gefängnis und Zuchthaus häufig vorbestrafter Mann. (Wie man einen soschweren Jungen" mit einem solchen Geldbetrag überhaupt nur in Berührung Dringen konnte, ist doch sehr merkwürdig. D. Red.)

Verkaufsgrundpreise bleiben auch für das erste Viertel 1928 unverändert bestehen.

* Frankfurt - Mannheimer Gas - In­teressengemeinschaft. Wie aus Mannheim gemeldet wird, ist zwischen der Frankfurter Gas- gesellschaft und der Stadt Mannheim ein Jnteressen- gemeinschaftsoertrag abgeschlossen worden zwecks gemeinsamer Gasbelieferung neu aufzuschließender Gasversorgungsgebiete Südwestdeutschlands. Es be­steht die Absicht, zur gegebenen Zeit die Werke der Frankfurter GasgeseUjchaft und das Städtische Gas­werk Mannheim durch eine Fernleitung zu verbin­den. Die Frankfurter Gasgesellschüft und die Stadt Mannheim haben beschlossen, zu diesem Zwecke die Süddeutsche Gas-A.-G." mit dem Sitz in Frank­furt a. M. mit zunächst 50 000 Mark Aktienkapital zu gründen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 21.Jan. Tendenz zurück­haltend. Im Anschluß an die etwas festere Abend­börse blieb die Stimmung auch zum Wochenschlutz freundlich. Das Geschäft beschränkte sich aber auf ein Minimum, da die Spekulation erst die Außen­handelsbilanz für Dezember abwarten will. Es wur­den einige Deckungen vorgenommen, von einer Be­teiligung des Privatpublikums mar jedoch wenig zu merken. Rur aus dem Rheinlande sollen einige Kaufaufträge Vorgelegen haben. Etwas lebhafter war das Geschäft nur auf einigen Spezialgebieten, beson­ders am Elektromarkt. Hier dürsten wieder einige Auslandkäufe, besonders für Schweizer Rech­nung, Vorgelegen haben. Bis zur Kursfestsetzung wurden aber einige Abgaben vorgenommen. Gegen­über der gestrigen Abendbörse konnten sich jedoch noch überwiegend K n r s b e f f e r u n g e n von durch­schnittlich 1 Proz. durchsetzen. Am Elektromarkt tonnten Ssemens 3,5 upd Schuckert 2 Proz. an­ziehen. Hier wirkten die kommenden Bilanzsitzungen weiter anregend. Etwas beachtet wurden auch Zell­stoff Aschaffenburg, die 2,75 Proz. anzogen. Wald­hof lagen dagegen eher etwas angeboten und ein Prozent niedriger. I. G. Farben hatten nur kleines Geschäft, plus 1 Proz. Montan werte lagen ruhig und im wesentlichen nur behauptet. Gel­senkirchen gaben 2 Proz. nach. Schiffahrts- a k t i e n gut behauptet. Autowexte eher etwas schwächer. Am heimischen Anleihemarkt blieben Ablösüngsschuld für Neubesitz gefragt und höher. Bon Ausländern bestand für Türken wieder einiges Interesse. Im Verlaufe kamen kaum noch Umsätze zustande. Einige kleine Realisationen zum Wochenschluß bewirkten, daß die Kurse etwa 1 Proz. abbröckelten. Der Geldmarkt blieb un­verändert. Tagesgeld 5,5 Prpz. Im Devisenver­kehr war das Geschäft ruhig. Die Reichsmark no­tierte gegen Kabel 4,1970, gegen London 20,455- Paris gegen London 124,025, Mailand 92,15, Ma­drid 28,45, London gegen Kabel 4,8735.

Berlins Börse.

Berlin, 21.Jan. Der frühe Beginn der Sams­tagsbörse trug dazu bei, daß die herrschende G e - s ch ä s t s st i l l e noch stärker in Erscheinung trat. Neue Momente lagen nicht vor. Die Arbeiterkämpfe an der Ruhr und in Mitteldeutschland halten an. Dagegen verweist man auf die Außenhandels­bilanz, die Passivität hat sich gegen den Vormonat um 75 Millionen Mark verringert, wobei auch besonders die Steigerung der Exportziffer zu bewerten sei. Viel Beachtung fand auch die Bewegung des englischen Bankdiskon- tes, der nach Privatmeldungen schon unter 4 Pro­zent liegen soll, was Hoffnung auf eine Diskont­herabsetzung der Bank von England am nächsten Donnerstag aufkommen läßt. Der Geldmarkt blieb unverändert. Zu den ersten Kursen über­wogen die Besserungen um 1 bis 2 Proz. Banat, Westeregeln und Siemens lagen bis 4 Proz. be­festigt. Auch Soenska sehr fest. Heimische An­leihen weiter befestigt. Ausländer ruhig. Im Verlaufe wurde die Tendenz uneinheitlich. Spezial­werte lagen weiter fest. NAG., Berger, Kaliwerte und Soenska weiter vis 1 Proz. höher, sonst bröckel­ten die Kurse auf leichte Wochenschlußabgaben bis zu 1,5 Proz. ab. Elektrowerte uneinheitlich, aber lebhaft.

Berliner Produktenbörse.

Berlin,' 20. Jan. Da sich im Auslande die Be­festigungen bis zum Schluß nicht behaupten konn­ten, blieb von dieser Seite die Anregung für Öen heutigen Produktenmarkt aus. Die Cifforderungen waren für Weizen wenig verändert, für Roggen eher erhöht und es fanden an diesem Markte einige Umsätze statt. Da sich an der kalten Witterung nichts geändert hat, bleiben an diesem Markte die Mühlen und der Handel für gute Qualitäten zu un­veränderten Preisen weiter aufnahmefähig, dagegen sind geringe Sorten vernachlässigt und reichlich an- geboten. Die Roggenpreise zeigen dagegen eher .an­ziehende Tendenz, da die schon seit etlichen Tagen be=

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 22. Januar. 3. Sonntag nach Epiphanias.

Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr; 11: Kinder­kirche für die Matthäusaemeinde, Pfarrer Mahr; 5: Pfarrer Becker. Johanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; zugleich Militärgottesdienst; 11: Kinder­kirche für die Johannesgemeinde, Pfarrer Ausfeld; 5: Pfarrer Bechtolsheims; 8: Bibelbesorechung im Johannessaal, Pfarrer Lenz. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz. Kirchberg. 10: Kirchberg; 1.30. Lollar. Dienstag, 24. Januar, abends 8.15: Lollar, Bibelstunde. Donnerstag, 26. Januar, abends 8.15: Dauvringen, Bibelstunde. Alten- Vuseck. 10; 1. tlch. 10: Stiftspfarrer Schorlem- mer; 12.45: Kindergottesdienst. Der Nachmittags­gottesdienst fällt aus. Mittwoch, 8: Bibelstunde. Wiefeck. 9.45; 11: Kinderkirche. Watzenborn- Steinberg. 10: Kinderkirche; 1; Predigt.

katholische Gemeinden.

Samstag, 21. Januar.

Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.

Sonntag, 22. Januar. 3. Sonntag nach Epiphanie.

6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 5.30: Christenlehre und An­dacht. Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. -- Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. Cid). 7.30: Messe mit Predigt.

scheiden, da das immer noch flaue Mehl» geschäst verstimmte. Der erneut eingetretene Frost mahnte die Mühlen zu größerer Zurück» Haltung, so daß von dieser Seite die Aufträge fast vollkommen ausblieben. Rur Gerste und Mais blieben weiter fest und gefragt.

Verglichen mit den Dotierungen der ver­gangenen Woche hatten Mais für Futterzwecke (plus 1.25 Mk.) und Mais für andere Zwecke (plus 1.50 Mk.) größere Gewinne zu verzeichnen. Auch Braugerste konnte eine Mark höher notiert werden. Weizen 3 (Futterweizen) wurde 0,75 Mk. teurer. Weizen 1. Weizen 2, Hafer, Weizenmehl und Weizenkleie blieben gut behauptet. Roggen und Roggenmehl mußte je 0,25 Mk. im Preise nachgeben. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 1 25, Weizen 2 23,50 bis 23,75, Weizen 3 22,75 bis 23,25, Roggen 24.50, Sommergerste 28 bis 30, Hafer, inländ., 23,25 bis 24, Mais für Futterzwecke 21,75 bis 22, Mais für anders Zwecke 22,50 bis 22.75, Weizenmehl 35 bis 37.50, Roggenmehl 34.50 bis 35,50, Weiz- zenkleie 14,25, Roggenkleie 15,25 bis 15,50.

Wochenbericht vom Zrankfurter Schlachtviehmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Schlachtvieh­markt konnte sich in dieser Woche etwas leb­hafter gestalten. Die Märkte wurden an bei­den Schlachtlagen vollkommen gebäumt. Am Hauptmarkt waren Rinder stärker aufgetrie­ben. und der Verkauf ging hier nur langsam vonstatten, was auf die Preisgestaltung nicht ohne Einfluß blieb. Kälber waren lebhaft verlangt und auch umgesetzt; gute Qualitäten erzielten Preise über Rotiz. Am Rebenmarkt waren Schweine schleppend, trotzdem der Aus­trieb ein sehr geringer war; hier kam die starke Kaufunlust der Metzger zum Ausdruck. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1577 Rindern, darunter 315 Ochsen, 84 Bullen, 724 Kühen, 375 Färsen, ferner 1620 Kälbern, 134 Schafen und 6622 Schweinen. Im Vergleich zum Auftrieb der vergangenen Woche waren 200 Rinder, 230 Kälber und 360 Schweine mehr angetrieben. Dagegen standen 134 Schafe weniger

Amtsgericht Gießen.

' Gießen, 17. Jan. Die Frage, ob allgemein ein Züchtigungsrecht Erwachsener gegenüber fremden Kindern zur Ab­wehr von Eingezogenheiten besteht, spielte heute bei einer Verhandlung eine Rolle. Ein Schlosser hatte sich einen Jungen aus der Rachbarschaft, der angeblich schon öfter gegen ihn ungezogen gewesen sei, auf der Straßege­schnappt" und ihm den H..... versohlt", weil

er seine Kinder nicht aus dem Hose herausaelas- sen und sie habe plagen wollen. Die Verhand­lung ergab, daß die Kinder deL Schlossers vor dem Jungen flüchtig gingen, und daß dieser das eine von ihnen schlagen wollte, weil es ihn selbst vorher ebenfalls geschlagen hatte. Der Schlosser, dem dies mitgeteilt worden war, ging nun in seiner Erregung auf die Straße und schlug den Jungen derart auf das Gesäß und in das Gesicht, daß er aus der Rafe blutete. Einem an­dern Jungen schlug er eben'alls ins Gesicht und versetzte ihm noch einen Tritt. Eine Zeugin, die den ganzen Vor'all von ihrer Wohnung aus mit angesehen hat, war der Meinnng, er habe den Jungen übermäßig verhauen und hätte ihn in dieser Weise nicht schlagen dürfen. Das Ge­richt war der Auffassung, daß erwachsenen Per­sonen ein Züchtigungsrecht gegenüber fremden Kindern zur Abwehr von Ungezogenheiten zu­steht, wenn die Betreffenden Grund zu der An­nahme haben^ sie handelten im Sinne der Eltern, und wenn die Züchtigung nicht über das Maß einer vernünftigen Erziehungsmahregel hinaus­geht. In dem vorliegenden Falle könnte es da­hingestellt bleiben, ob der Angeklagte glauben konnte, er handele im Sinne der Eltern deS Jungen, da er nicht im Rahmen einer vernünf­tigen Erziehungsmahregel geblieben ist, fonbern deren Maß bedeutend überschritten hat, was schon daraus hervorgeht, daß er den Jungen blutig geschlagen hat. Mit Rücksicht hierauf wurde der Angeklagte wegen Körperverletzung und tätlicher Beleidigung zu einer Geldstrafe von 25 M k.. im Aneinbringlichkeitsfalle zu fünf Tagen Gefängnis verurteilt.

* Zur Eisenpreiserhöhung. Amtlich wird aus München gemeldet: Die von der deutschen eisenschaffenden Industrie am 12. h. M. hj Düsseldorf beschossene Erhöhung der Eisen­preise hat in Bayern lebhafte Beunruhigung hervorgerufen, die um so größer ist, als zu­gleich mit der allgemeinen Preisheraufsetzung auch besondere Abänderungen der bisherigen Bezugsbedingungen vorgenommen worden sind, die die süddeutschen Abnehmer ausschließlich pressen. Bei der Bedeutung der Angelegenheit für die gesamte bayerische Wirtschaft hat die bayerische Regierung unter Fühlungnahme mit den beteiligten Kreisen die einschlägigen Verhält­nisse eingehend geprüft und wird sich den hier in Frage stehenden bayerischen Interessen mit Rachdruck annehmen. Zu diesem Zwecke wird sie sowohl mit der Stahlwerkverband A.°G. in Düsseldorf unmittelbar in Verbindung treten, als auch sich mit dem Reichswirtschaftsministe­rium und den anderen süddeutschen Regierungen ins Benehmen setzey. Dagegen trifft die Rach- richt, daß Bayern bas Kartellgericht angerufen habe, nicht zu. Die Mitgliederversammlung Der Arbeitsgemeinschaft der eisenverarbeitenden Industrie hat in ihrer am 18. Januar abge­haltenen Sitzung zur Frage der Cisenpreiser- höhung eine Entschließung gefaßt, in der sie Einspruch erhebt gegen diese für sie in ihrer jetzigen Lage doppelt s chwere Reubelastung, die fte ihrerseits abzuwälzen nicht in der Lage fei.

OJom Erzbergbau im Siegerland. Jet den Siegerländer Gruben hat der Absatz im Dezember einen Rückgang erfahren, so daß ein Seil der Förderung auf Lager genommen werden muß. Da den Gruben die hierzu erforderlichen

P^sel nicht zur Verfügung stehen, werden Feierschichten und Arbeilerentlassungen die Folge fern. Die für das letzte Vierteljahr geltenden

Amtsgericht Wehlar.

ß Zwei Arbeiter aus Dutenhofen hatten sich wegen gefährlicher Körperverletzung zu ver­antworten. Ihnen war zur Last gelegt, ge­legentlich einer Hochzeitsfejer im Oktober v. I. in einer Wirtschaft in Dutenhofen gemeinschaft­lich einen dritten schwer mißhandelt zu haben, indem sie diesen mit Biergläsern mehrmals auf den Kops schlugen. Der Verletzte trug seinerzeit mehrere Kopfverletzungen und eine Gehirner­schütterung davon, wodurch er längere Zeit ar­beitslos und in ärztlicher Behandlung war. Die Verhandlung ergab einwandfrei die Schuld der Angeklagten. In Anbetracht der bei der Tat an den Tag gelegten Roheit schloß sich das Gericht den Ausführungen der Staatsanwalt­schaft an, die auf drei bzw. zwei Monate Gefängnis plädierte und verurteilte die An­geklagten antragsgemäß unter Auferlegung der Kosten des Verfahrens.

Die Verkündung des Urteils in der Strafsache (Kirmesaffäre in Krofdorf) gegen den Ge­richtsreferendar Dr. Sch. aus Lollar ergab folgendes: Der Angeklagte wurde wegen

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1285

30

90

124.25

121,75

113 75

113

144.5

179,5

knoten.

142,5

261 183:75

89,4

90,5

144.75

147,5

405.5

355

576,75

447

259,5

128.5

179

88 69

90

272 98.75 135.5

200 5

29.5

74

130

88.6

142.75

>03,25

113

180 142.5

2 1 1 SZZ'gIIS l 1 1 1 1 i 1 1 1 l 1 l 1

Berlin, 20 Jan.

| Äcld

tfrir

Amerikanische Roten.....

belgische Noten......

Tonische Noten ......

Enaktsche Noken .......

1 4,173

58,28

112,08 | 20.405

4,193

58.52

112,52

80.485

Lombardzinsfuß 8 Prozent.

DevilenmarU Berlin -Frankfurt a. JR.

Berlin 20. Han.

Geld

Brief

Hranzchische 'flöten.....

16,505

ÜTMö

Holländische Noten ....

168,83

169,51

Italienische Noten......

22,17

22,25

Norwegische Noten......

111,40

111,84

Deutsch Ccfterr .äioo Kronen

59,01

59,25

Rumänische Noten......

2.595

2,615

Schwedische Noten......

112,33

112,79

Schweizer Noten .......

80,74

81,06

Spanische Noten.......

71.58

71.86

Tschechoslowakische Noten . -

12,39

12,45

Ungarische Noten

73 10

73.40

Telegraphische Auszahlung.

20. Jan

21 Jan.

Amtliche flott.runp

Amtliche Notierung (Selo Brief

öclb

Brtci

«mn.« Nolt

169,15

169,49

169,16

169,50

1,795

Buen.-Aires

1,792

1,796

1,791

Brss.°Äurw

58,41

58,53

58, #2

58,54

Ebrisiicmia

111.62

111,84

111,57

111,79

«opcndagen

112,30

112.52

112,29

112,51

Stockholm

112,57

112,79

112,51

112,73

HelstngforS.

10,552

10,572

10,552

10,572

Italien . .

22.185

22,225

22,18

22.22

öonbon. . .

20.44

20,48

20,232

20,472

fleuairf . . *Barl3.... Schweiz . .

4,1915

4,1995

1,193

4,201

16,475

16,515

16,47

16.51

66,74

80,90

80,755

.0,915

71.99

Spanien .

71,73

71.87

71 82

Japan

1.967

1,971

1,933

1.967

X:o de Jan Wien in D -

0.505

0,507

0.5045 .

0.5065

Ceft oboeit

^9,07

59,19

»9,075

59.195

Brno

12,421

12,441

12,427

12.447

Belirad

7,383

7,397

7.375

7.389

vudavest. Bul arten

73,28

<3.42

3.28

78,42

3,027

3,033

1.032

3,038

'.'tfiabon

20,43

20,47

20.43

20,47

Tan<ifl

81,72

81,88

81,711

81.86

flonft nrin.

2,170

2,174

2,166

2,170

«tuen

5,544

5,556

5,544

5,656

Eanada

1,183

4,191

1,184

4,192

Um md

4,276

4,284

4,266

4.274

eeä»

20.962

21.002

20.956

20.926