Ausgabe 
20.6.1928
 
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desto weingtt verträgt der moderne Mensch dos behagliche Verweilen, das Schrittmaß des ein­stigen buntausgevutzten blasenden Postillons. Eile ist die Losung des heutigen Reisens, Schnellig- kcitsrekorde werden geschäht, und eine neue Poesie macht sich geltend, die Poesie der Wollen, durch die das Luftschiff siegreich gesteuert wird.

llnb doch bleibt das Wandern schön, das Wandern durch Wald und Wiese, das Derweilen bei einer Blume, bei einem Stein; denn nirgends fühlt sich der Mensch trotz aller Technik freier und stolzer, als wenn er, nur auf sich angewiesen, in der freien stolzen Natur zu wandern vermag.

Wirtschaft.

OaS Abbröckeln der Konjunktur.

In dem Bericht der Direktion derDisconto - Gesellschaft wird Zur Wirtschaftslage" zunächst daraus hingewiefen, daß bei Betrachtung der Gesamtentwicklung ein weiteres lang­sames Abbröckeln der Konjunktur un­verkennbar ist. und sodann ausgeführt:

Die Stockungserscheinungen in denjenigen Indu­strien. die unmittelbar der Versorgung des Kon­sums dienen, geben deutlich von einer gewissen Uebersättigung des Binnenmarktes und von der reichlichen Auffüllung der Lager- bestände Zeugnis. Sie ist die Folge einer boch- gestcigerlen und lange auf dieser Höhe gehalte­nen Produktionstätigkeit, deren durch Export nur unbedeutend verringerte Produktionsmengen der Binnenmarkt mühelos aufnehmen konnte, solange er noch aus früherer Zeit große Bcdarfslücken aufwies und außerdem sich seine Aufnahme­fähigkeit mit der allgemeinen Steigerung der Ein­kommen vergrößerte. Sodann wurde die Erweite­rung des Binnenmarktes für Konsumwaren auch durch weitgehende Kreditgewährung gefordert, die nunmehr durch zunehmende Finanzierungsschwic- rigkeiten unmöglich gemacht wird.

Wenn der Prozeß der Markterweiterung also zunächst zu Ende ist, so bedeutet das noch lange nicht den Beginn einer A b f a tz k r i s e. Die Einschränkungen machen sich erst in Gestalt ver­minderter Auftragseingänge in der Produktion, vor allem in der Texlilindustric. gel­tend, während die Umsätze des Einzelhandels noch einen hohen Stand behaupten Andererseits dürfte ober der Ausfall an landwirtschaftlicher Kauf­kraft infolge der bedrängten Lage weiter Kreise der deutschen Landwirtschaft sich nachteilig auf dem Konsumgütermarkt auswirken. Der Bericht glaubt im Vergleich zu den Konsumindustrien bei den Produktionsmittel herstellenden Industriell eine entschiedenere Wider­standsfähigkeit gegenüber den abflauen­den Momenten seststellen zu können, da der Prozeß der Rationalisierung noch nicht auf allen Gebieten zu Ende gebracht sei und der Ausbau und die Fortschritte der chemischen Produktion und der modernen Verwertung der Kohle einen Mate­rialbedarf bedingen werde. Das Ausmaß der­artiger Investitionen hänge allerdings von wei­terer Kapitalbeschaffung aus dem Auslande ab. So sei die Ruhrgas-Aktiengesellschaft im Begriff, sich einen Teil der für den Bau ihrer Leitungen nötigen Mittel durch eine amerikanische Anleihe zu beschaffen.

Die Grundindustrien der Kohle und des EisenS seien neuerdings auch in die r ü cf - läufige Bewegung eingetreten. Die durch die Mehrbelastung des Bergbaues infolge der Lohnerhöhungen notwendig gewordene Kohlen- Preissteigerung habe das Eindringen frem­der Kohle in bedenklicher Weise gefördert. 69 Zechen seien zum Erliegen gekommen. Das Kohlen- l shndikat werde wahrscheinlich eine weitere Er­höhung der Einschränkungsquote vornehmen. In F-der Eisenindustrie stehe einem gesteigerten Bedarf des Baugewerbes eine verminderte Beschäfti- '» gung der Eisen- und Metallwaren-Industrie rgenüber. Auch in der M a s ch i n e n i n d u - r i e setzt sich die A b s ch w ä ch u n g des In- landgeschästs fort, jedoch sichere der vorhandene Auftragsbestand den Werken noch die Beschäfti­gung im bisherigen Umfange.

Der Bericht warnt vor einer übertrieben ungün­stigen Darstellung der Konjunkturlage, sagt aber, daß für eine noch weitergehende Aufwärtsbewc- aung und Erweiterung von Produktion und Um­satz unsere allgenreinen wirtschaftlichen Verhält- nisse, namentlich nach der finanziellen Seite hin, keinen tragfähigen Boden mehr abgegeben hatten. Die deutsche Wirtschaft müsse bestrebt sein, das erreichte Niveau zu behaupten und zu befestigen.

Zur G e l d m a r k t l a g c wird hervorgehoben, daß die ergänzende Kapitalversorgung von außen her im Monat Mai mit rund 450 Millionen Mark einen seit dem Herbst des vergangenen Jahres

| nicht erreichten Rekordstand zu verzeichnen Hal. I und in der ersten Iunidekade wurde wiederum ein Betrag von rund 200 Millionen Mark erreicht, eine Reihe weiterer Anleihen mit sehr namhaften Beträgen steht vor dem Abschluß. Daher könne am Geldmarkt eine Verknappung nicht auskommen. Der deutsche Kreditmarkt und untere Effek­tenbörsen stehen zwar wegen der weitgehen­den Abhängigkeit der deutschen Kapitalversorgung von den Vereinigten Staaten wesentlich unter dem Einfluß der Bewegung an den auswärtig cn Plätzen, namentlich, wenn sich ein Nachlassen der Auslandbeteiligung am deutschen Börsen­geschäft daraus ergibt. Andererseits werden die deutschen Börten ein gewisses Eigenleben führen infolge der besonderen deutschen Verhältnisse. Gegenüber den starken Schwankungen an den Auslandbörsen haben die deutschen Märkte wegen ihrer gesunden inneren Verfassung eine entschie­dene Widerstandskraft bewiesen. Es geht daraus hervor, daß die Masse der gekauften Effekten von kapitalkräftigen Händen. fei es des In­oder des Auslandes, aufgenommen worden ist. Das durchschnittliche Kursniveau der Berliner Börse lag Ende Mai mit 123,0 (in Prozent des Aktienkapitals) etwa 13 Prozent höher als im gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Gleichzeitig hatte sich die Durchschnittsrendite von 4.4 auf 4.8 Proz. gehoben, da die Durch'chnittsdividcnde in Prozent des Nominalkapitals bei 750 Gesell­schaften von 6,94 auf 8.26 Proz. gestiegen war.

Oie Reichsbank Mitte Zum.

Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Juni hat sich die gesamte Kapital­anlage der Bank in Wechseln und Schecks. Lombards vnZ) Effekten um 256,8 Millionen auf 2096,9 Millionen Mark verringert. Im ein­zelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 313,3 Millionen auf 1924,8 Millionen Marl abgenommen, während die Lombardbestände um 56,5 Millionen auf 78.1 Millionen Mark an- gewachsen sind. Die Anlage in Effekten ist mit 94 Millionen Mark weiterhin unverändert ge­blieben.

An Reichsbantnoten und Renten- banischeinen zusammen sind 183,1 Millionen Mart in die Kassen der Bank zurückgeflossen, und zwar hat der Umlauf an Reichsbanknoten um 178,7 Millionen Mark auf 4039.3 Millionen Mart, derjenige an Rentenbankscheinen um 4,4 Millionen Mark auf 558.4 Millionen Mark ab- genommen. Dementsprechend und unter Be­rücksichtigung, baß in der Berichtswoche 3.2 Mil­lionen Marl gn Rentenbankscheinen getilgt wur­den. sind die Bestände der Reichsbank an Renten- bantscheinen auf 48,5 Millionen Mark ange­wachsen. Die fremden Gelder zeigen mit 471.8 Millionen Mark eine Abnahme um 60,8 Mil­lionen Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen insgesamt sind mit 2353,9 Millionen Marl, im einzelnen die Goldbestände mit 2062,3 Millionen Mark, die Bestände an deckungssähigen Devisen mit 251,6 Millionen Mark ausgewiesen. Die Deckung der Noten durch Gold allein besserte sich von 48,4 Prozent in der Vorwoche auf 51,1 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 54,7 Pro­zent auf 57,3 Prozent.

Oie Kohleriprodukiion in Hessen.

Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Voltsstaates Hessen weist für den Monat M a i 1928 folgende Zahlen nach: An Rohbraun- kohlon wurden gefördert 37 564 Tonnen, verkauft wurden davon 11571 Tonnen; der größte Teil der Rohkohlen wurde weiter verarbeitet.

Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten 216 Tonnen Naßpreßsteine erzeugt.

Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluß absatzfähig: 11 788.94 Tonnen Rohkohlen, 30 Ton­nen Briketts. 416 Tonnen Naßpreßsteine, zu- f am men 12 234,94 Tonnen Braunkohlen und Braunkohleirprodukte im Gesamtwerte von 65 717,73 Mark.

** D i e Hess. Landesbank (Staats­bank) in Darmstadt, legt laut Bekannt­machung im heutigen Anzeigenteil reichsmündel­sichere Gold-Hypothekenpsandbriese zu 97.25 Pro­zent bei den Banken und Banliers bis zum 16. Juli 1928 zur Zeichnung auf.

* Der Erzbergbau im Lahn- Dill­geb i c t einschl. Oberhessen im Mai. Der schwedische Streik hat dem Eisensteinberg­bau im Lahn-Dillgebiet einschl. Oberhessen immer noch keine merkbaren Vorteile gebracht, weil die

Hutten infolge Mangels an hochwertigen Schwe- benerjen in erster Linie als Ersatz andere hoch­wertige LluSlandserze bevorzugen, um das Aus­bringen der Hochöfen nicht zu verschlechtern. Erst wenn eine Knappheit an Erzen überhaupt ein­tritt. kann der Lahnerzbergbau mit verstärktem Abrufen rechnen. Eine gewisse Schwierigkeit ent­stand für die über Oberlahnstein auf dem Rhein zu versendenden Erze durch den Schifferstreik. Jedoch war es bisher möglich, durch Heran­ziehung fremden Kahnraums den Erzversand auf- rechtzuerhaltcn. wenn auch mit finanziellen Opfern für die Gruben. Im Monat Mai muß­ten bereits wieder einige Gruben stillgelegt wer­den mangels jeglicher Aussicht auf irgendwelche Erleichterungen in den P roduktwnsbedingungen.

* D i e Bewilligung der städtischen Anleihegesuche. Zu der gestrigen Meldung, daß die Beratungsstelle für Auslandkredite die Genehmigung für insgesamt 198 Anträge aus Auslandanleihen deutscher Städte aus d<nn Er­trägnis der kürzlich in Neuyork ausgelegten deut­schen kommunalen Sammelanleihe erteilt hat, erfahren wir. daß es sich bei dieser Anleihe nur um die von der Girozentrale aufgelegte kommu­nale Anleihe handelt Es find dabei nicht die Sonderanleihen der Städte Frankfurt. Köln. Ber­lin. Breslau ulw. miteinbegriffen. Richtig ist. daß die Gemeinden an dieler Anleihe nur mit 46 Prozent beteiligt werden können. In welcher Form der Rest der Forderungen der Kommunen befriedigt werden kann, steht zur Zeit noch völlig dahin.

" Die Preußische Landespfand­briefanstalt Berlin, deren Grundkapital und Reserven nach der kürzlich erfolgten Kapital­erhöhung über 26 Millionen betragen. legt in der Zeit vom 26. Juni bis 16. Juli 2 Millio­nen Goldmark 8prozentige Goldmarkpfandbriefe. Reihe XIN, zum Dorzugskurs von 97.50 Pro­zent. und 1 Million Goldmark 8prozentige Gold- mark-Kommunal-Obligationen. Reihe XU. zum Dorzugskurs von 95,25 Prozent (letzter Börsen­kurs 95.70 Prozent) zur öffentlichen Zeichnung auf. Die Einführung der Reihe XllI an den Börsen zu Berlin und Frankfurt a. M. erfolgt in den nächsten Tagen zum Kurs von voraussicht­lich 98,25 Prozent. Die Lombardfähigkeit bei der Reichsbank in Klasse A ist beantragt. Die Werte sind in Stücken von 100, 200, 500, 1000 und 5000 Goldmark erhältlich, find mit halb­jährlichen Zinsscheinen versehen und bieten, da eine Gesamtkünoigung bezüglich der Reihe XII vor dem 1. Juli 1933 und bezüglich der Reihe XIII vor dem 2. Januar 1934 ausgeschlossen ist, eine hohe Dauerverzinsung. Zeichnungsschluh ist der 16. Juli, falls nicht Ueberzeichnung den Listen- schluh zu einem früheren Zeitpunkt notwendig macht. Interessenten seien auf die heutige An­zeige hingewiesen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 20. Juni. Tendenz: er­holt. Jin Gegensatz zum vorbörslichen Ver­kehr machte sich zu Beginn der Börse eine allgemeine Erholung bemerkbar. Die schwache Haltung der Auslandbörfen und der Rücktritt der bayerischen Staatsregierung wurden kaum beachtet. Dagegen ging eine günstige Wir­kung von der in Aussicht stehenden granfen- ftabtlifierung und der gesteigerten Ruhrkohlen­förderung im Ruhrgebiet aus. Gegenüber den letzten Tagen konnte sich das Geschäft im all­gemeinen etwas lebhaf ter gestalten, da die Spekulation zu Rückkäufen schritt. Das Aus­land beteiligte sich angeblich etwas mehr am Geschäft, auch die Bankenkundschaft war stärker vertreten. Die Stimmung war zuversicht­lich: Tendenz sehr widerstandsfähig. Gegen­über der gestrigen Abendbörse wurden meistens Kursbesserungen bis zu 2 Proz. festgestellt. Bei Sp^ialpapieren konnte eine Kurserholung bis zu 10 Proz. eintreten, was allgemein anregend wirkte. So waren hauptsächlich am Kalimarkt Westeregeln 10,5 Proz. und Aschersleben 8 Proz. gefragt, da das in Aussicht gestellte Dezugsrecht mit Befrie­digung aufgenommen wurde. Salzdetfurth konn­ten auf die Kapitalcrhöhungsgerüchte 4 Proz. anziehen. Am Farbenmarkt waren Farben eher vernachlässigt, jedoch 0,50 Proz. gebessert. Scheide­anstalt gewannen 1 Proz.. Holzverkohlung gaben dagegen 0,50 Prozent nach. Am Clektromarkt bestand für Bergmann mit plus 1, Schuckert plus 1.5 und Siemens plus 0,75 Proz. vermehrtes Interesse. Lieberwiegend angeboten waren Ges- fürel mit minuS 1,5 und Licht und Kraft minus 2 Proz. Am Montanmarkt Umsätze minimal, jedoch überwogen auch hier die Kursbesserungen. Rur Rheinische Braunkohlen waren mit minus 1 Pro­zent etwas vernachlässigt. Am Bankenmarkt waren Reichsbant mit plus 3 Prozent, Danat- banf mit plus 1 Prozent bevorzugt. Commerz­bank gaben dagegen 0,75 Prozent nach. Schiff-

fahrtswertc vernachlässigt bis 0.75 Prozent. Etwas gefragt waren von Autowerken Daim­ler mit einer kleinen Besserung, Kleycr dagegen knapp behauptet. Im Verlaus wurde die Ten­denz unsicher, da die Kulisse hauptsächlich in den anfangs stark gefragten Spezialwerten zu Ge- winsicherungen schritt. Aschersleben gaben 1.5 Prozent. Westeregeln 3 Prozent nach. Farben waren mit minus 0.50 Prozent eher angeboten. Die Srundstimmung blieb freundlich, das Ge­schäft wurde icbod) sehr klein. Am Geldmarkt wurde Tagesgeld auf 5 Prozent ermäßigt. Am Devisenmarkt lag oas Pfund international schwach. Man nannte: Reichsmark gegen Dollar 4.1850. gegen Pfund 20.430. London Kabel 4.87950. Parts 124.19. Madrid 29.82. Malland 92.82. Holland 12.0990.

Berliner Börse.

Berlin, 20. Juni. Die heutige Börse zeigte im Gegensatz zu der internationalen Flaute eine Der- haltnismaßige Widerstandsfähigkeit. Der hiesige Platz wird bei seinen stark verringerten En­gagements wesentlich günstiger beurteilt, als die Verhältnisse in Neuyork und Brüssel. Am letzteren sind in den letzten Tagen Insolvenzen cingetreten; die angeblichen Schwierigkeiten der Löwenstein- gruppe hält man jedoch für stark ffbewieben. Bei dcr herrschenden G e s ch ä f t s ft i l l e und der wei­teren Zurückhaltung außenstehender Kreise waren kleinere Kursverluste nicht zu vermeiden, zu- mal besondere Anregungen nicht Vorlagen. Zu den ersten Kursen überwogen, soweit überhaupt Notie­rungen zustande kamen, 1 bis 2-v H.-Abschwächun­gen. Stärker angeboten waren Voigt 8: Haeffncr mit minus 12,5 v. $)., Stöhr auf die Erklärung der Verwaltung, daß mit einer Extraausschuttung nicht ZU rechnen fei, minus 10 o. H. Bemberq minus 12 o. f). Deutsche Erdöl notierten heute exklusive Dioi- dende. Etwas höher lagen Westeregeln, plus 3,5 vH,' Eisenbahnverkehr plus 3 o. f). Deutsche Ton- und Steinzeug plus 2,75 o. h Bei letzteren scheint die starke Dioidendensteigerung der Domnitzer Ton auf 18 v. f). noch 10 v. S). angeregt zu haben. Auch der Montanmarkt fand einige Beachtung. Deutsche An­leihen behauptet Ausländer überwiegend etwa» schwächer Pfandbriefmarkt geschäftslos. Dcr Geld­markt ist »eiter versteift. Tägliches Geld mit 6 bis 7,5 o. H. etwas gefragt. Im Verlaufe wurde es in einigen «pezialpapicren etwas lebhafter. Bei Feld­mühle und Schubert & Salzer regte angeblich ble baldige Termineinführung an. Orenftein lagen in Erwartung einer günstigen Bilanz etwas höher. Kaliwerke fanden stärkere Beachtung. Chadeaktien konnten 2,50 Mark anziehen. Banken hatten etwas größere Umsätze bet 1 bis 2 o. j). höheren Kursen. Später wurde es, vom Kunstseldenmarkt ausgehend, wieder schwächer. Die Kurse gingen darauf etwa 1 o. h. unter Anfang zurück. Glanzstoff minus 10 o. h., Bemberg minus 5 v. h.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 19. Juni. Der heurige Frankfurter Probuktenmarkt verkehrte auf Grün­der etwas festeren Auslandnollerungen in stetiger Haltung. Die Preise waren im allgemeinen gut behauptet. Es wurden notiert: Weizen 26,50 Mk.. Roggen 28,50. Hafer (int) 27.50. bid 28 25. Mais (geÖ>, für Futterzwecke) 24,50. Mais (gelb für andere Zwecke) 25. Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 36,75 bis 37. Roggenmehl 38.75 bis 39,25, Weizenkleie 14 bis 14,25, Roggenkleie 16,50 Mk. Tendenz: stetig.

Letzte Nachrichten.

Die23remen*=$tieger unterwegs nach Berlin.

Bremen, 20. 3uni. (IDIB. Funkspruch) Die Btemetr-Jüeger setzten heule morgen um 10.15 Uhr im JunfetfflugjeugEuropa ihre Reife nach Berlin über Hamburg fort DieEuropa , die Hauptmann stähl st euer! e, startete um 10.10 Uhr und machte noch einige Schleifens lüge Über dem Flugplatz. Das Flugzeug wurde begleitet von einer vorstaffel von sechs bis acht Flugzeugen und einer Nachstaffel in gleicher Größe. Fünf Minuten später erhob sich das große VerkehrsflugzeugHermann stähl" der Lufthansa, mit den Angehörigen der Jlie- ger an Bord, zur gleichen Fahri nach Hamburg. Die zusammengeslrämte Menge brachte den Fliegern schon bei ihrer Ankunft auf dem Flugplatz die herb­lich st e n Ovationen dar. Vie Flieger gingen sofort zum Flugzeug und bestiegen es nach kurzer Untersuchung, stähl und Fihmaurlce waren vorn, von hünefeld hinten im Flugzeug. DieEuropa" flog zunächst nach Hamburg, wo um 10.45 Uhr eine Zwischenlandung erfolgte, die auf etwa drei Viertelstunden berechne! ist. Da» Meller ist warm und freundlich.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. ReichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinssuß 8 Prozent.

Frankfurt a. M

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