Ausgabe 
19.4.1928
 
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Aus der Provinzialhauptstadt.

Sietzen. den 19. April 1928.

Dr. Friedrich Tioack 70 Jahre alt.

den Schwarzwald, wie sie vor vielen Iah schon den damals 15 Jahre alten Friedrich Ai aus den Gleiberg, an den LaunSbacker Steg die .AapoleonSnase" begleiteten, und dem Alarm in der Aollkrast deS Leben« unter der heißen

di« Redaktion der kölnischen Zeitung berufen und als deren Vertreter nach Rom entsandt. Von der italienischen Hauptstadt auS schrieb er dann für die ..Kölnisch«- unter dem bekannten Kleeblatt-eichen. 2llS römischer Ver­treter der ..Kölnischen Zeitung" war Dr. Oload von 1891 bis 1902 und von 1905 bis 1915, wo chn Italiens Eintritt in den Krieg gegen bk Mittelmächte zum Verlassen RomS zwang, ui hervorragender Weise tätig. Dr. Aoack ge­hörte ui Rom zu den führenden Persönlichkeiten iflt nationalen und kulturellen Leben der dor­tigen deutschen Kolonie. In den Iahren 1902 bis 1905 und dann wieder von 1915 bis 1917 wirkte er als Leiter deS Feuilleton- und stell­vertretender Chefredakteur in der Hauptredak- Uon der ..Kölnischen Zeitung" in Köln. Im Iahre 1918 wirkte er für Ötc ..Kölnische Zei­tung" in Wien. Im Oktober 1918 trat er in den wohlverdienten Ruhestand, den er seit 1921 in Freiburg L Dr. verlebt, um dort seine großen historischen Arbeiten über die Geschichte des römischen Deutschtums abzuschlietzen.

Im Iahre 1927 sind auS der Feder diese- glänzenden und von Tausenden gern gelesenen Schriftstellers die beiden umfangreichen Dände de- Quellenwerkes ..Das Deutschtum in Rom

seit dem Ausgang deS Mittelallers" erschienen. Al- Vorarbeiten waren vorausgegangen im Iahre 1907 ..Deutsche- Leben in Rom 1700 biS 1900 und im Iahre 1912 »DaS deutsch« Rom", neben zahlreichen Aufsätzen in Fachzeitschriften. AlS Frucht seiner di« Landschaft. Menschen und Kulturgeschichte verknüpfenden weiteren schrift­stellerischen Tätigkeit sind neben seinen viel ge­lesenen Feuilleton- in derKölnischen Zeitung" die DächerItalienische- Sktzzenbuch" (1900) und ..Die römische Campagna" (1911) besonder- zu erwähnen. ImGießener Anzeiger" er­schienen u, a. im Iahre 1875 die ersten journa­listischen Arbeiten de- damals erst 17jährigen Friedrich Aoack. über die er selbst in der Dummer vom 13. Mai 1903 desGießener Anzeigers" in launiger Weise schrieb. Dann veröffentlichte er im Mat und August 1922 in denGießener Fa- milienblätlem" de-Giehener Anzeiger-" weitere Druchstäcke au- seinen Giehener LebenSerinne- runaen.

Malkasten und Skizzenbuch begleiten heute noch den 70jährigen. verdienstvollen Veteranen der deutschen Publizistik aus seinen Wanderungen in

Sonne de- Südens eine der reichsten Samm­lungen eigener aquarellistischer und Dleistift- Aufnahmen durchwanderter Landschaften ermög­licht haben.

Dem alten Herrn seien zu seinem morgigen Gintritt in da- biblische Alter auch die herz­lichen Grähe seiner Vaterstadt Gießen entboten. Letzte Schauspiel-Kremdenvorstellung im Gießener Gtadttheater.

Man schreibt un-: Die Winterspielzeit de- ®(ebener StadtlbeaterS geht ihrem Gnde ent­gegen. Von den beiden noch statftindenden Frem­denvorstellungen bringt die erste am Sonntag, dem 22. April, 18 11 ßt. Walter Hasen­cleve r S neueste- Lustspiel .Gin besserer Herr". daS (Jrfolgflüd deS Derliner Staats- theaterS. dem unter der Spielleitung de- neuen Intendanten auch in Gießen ein einstimmiger Publikum-- und Presseerfolg beschieden war.

Hascnclever, bisher in Giehen noch nicht ge­spielt. ist einer der bekanntesten und bcgaotcflen Schriftsteller unter den Autoren unserer jüngeren Generation. Die im Iazz-RhythmuS sich ab- rollenden, von Iazzmufil begleiteten acht Dilder höben die Derulkung deS modernen Zeitgeistes

2lm morgigen Freitag. 20. April, kann der ?rivatgelehrte und Historiker Dr. Friedrich o ack in Freiburg i. Dr., ein geborener sie­bener feinen 7 0. Geburt-tag begehen. Der

H^r ist im Verlaufe seine« beruflichen Wirken- in der wissenschaftlichen und journalifti- f<ben We't zu hohem Ansehen gelangt. Cr ist im 2uSlunde herumgekvmmen. hat sich aber überall die treue Anhänglichkeit an Gießen und Oberhessen bewahrte er bat sich immer gern al-Otocrtdr bezeichnet.

Friedrich Aoad wurde am 20. April 1858 zu Dießen in dem später Kempfschen Hause a» der Marburger Strahe, gegenüber dem Pfau", geboten. Sein Vater war der Philo- sophieproseffor Dr. Ludwig Aoad. der al- Leiter der älniversitStS-Diblwthek unmittelbarer Amt-- Vorgänger von Geheimrat Profeffor Dr. Haupt war. Friedrich Aoad besuchte daS Gymnasium und die Universität in Sieben. Aus der Hoch- schul« war er Schüler de« Historiker- Wilhelm Onden. bei dem er im Iahre 1880 »um Dr. Phil, promovierte Ginige Iahre war er dann hessischer Lehramt-atzeflist, hieraus wurde er Reallehrer in Krefeld. Der junge Lehrer sand aber im Schul­dienst nicht die erwartete Befriedigung, ihn zog eS vielmchr auf den Schauplatz eine- umsaffenderen Wirkens, und so ging er zur Presse, wo et nach wenigen Iahten Chefredakteur derKre­felder Zeitung" und führende- Mitglied der liberalen St ad »verordne tenfraktion in Kre- 3m Iabre 1891 wurde Aoad in ion derKölnischen Zeitung"

al- Handlung. .Reue Sachlichkeit" ist Trumps St« sprühen von frischester Laune, von Witz oft bi- *ur Parodie gesteigert, und in btt ge­wollten Knappheit de- Dialog« nutzt Hasenclevet das Tempo unserer Zeit mit sachlichem Kalkül.

Die Titelrolle spielt Han- Tanner t. In i Hauptrollen sind ferner beschäftigt die Damen iirahmer. Daumann. Iüngling-Schu- b « r t und Scherer, und di« Herren G e s f e r S. Goll, Henntg und Gehre. Gutscheine haben Gültiglell!

Dorbestellannahmen sind eingerichtet: Krofdorf: brt Kau'man» Karl Wagner. Hauptstraße 79; L i ch: bei der Buchhandlung Hermann Hollmann; Wißmar bei der Schveibwarenband u:*g Ä. ftümmel; Großen- Duseck: bei «.Schmidt, Kaiserstrahe 27.

Taten für Krettag 20. April.

Sonnenaufgang 4.55 Uhr, Sonnenuntergang 19 05 Uhr. Mondausgang 5.22 Uhr, Mond- Untergang 19.31 Uhr.

1808: Napoleon IIL in Paris geboren (gestorben 1873); 1809: Sieg Napoleon» 1. über die Oester« reicher bei Lbenoberg, 1832: der Mediziner Emst von Leyden in Danzig geboren (gestorben 1910); 1889: Carol!., König von Rumänien, in Sigmaringen geboren (gestorben 1914); 1858: der dänische Schriftsteller Hermann Dang auf See- lang geboren: 1869: der Komponist Karl Löwe in Kiel gestorben (geboren 1796); 1875: der Pianist Joseph Pembaur in Innsbruck geboren.

Gictzcncr rsochcumarktpreise

GS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: (Butter 180 biS 190. Matte 30 bi- 35. Käse 60 biS 140. Wirsing 40 biS 45. Weiß­kraut 25 biS 30, Rot.'raut 40 oiS 45. gelbe Rüben 20 bi« 30. rote Rüben 15 biS 20, Spinat 25 bis 40. Unter-Kohlrabi 12 bi« 20. Grünkohl 30. Feldsalat 150. Tomaten 120 biS 130. Zwiebeln 25 biS 30. Meerrettich 100. Schwarzwurzeln 60 biS 90. Rhabarber 30, Kartoffeln 4 bis 5. Aepfel 12 bi« 25. Suppenhühner 100 bi« 130; das Stück: Gier 10 biS 11. Blumenkohl 60 dis 180. Salat 20 bi« 40. Dalatgurken 100 bi« 130. Lauch 5 bi« 25, Sellerie 20 bis 100; daS Dund: Radies­chen 20 bi« 30 Pfennig.

Bornotizen.

TageSkalender für Donnerstag: Verein Volkshochschule: 8 Uhr. Oberrealfchule. Witglicder-Versammlung. Spiel-Vereinigung 1900: 9 Uhr, Gasthaus Doller. Mitglieder-Ver- fammlung. V. f. D.: 8 Uhr. Vereins heim. 3ugenbrx?rfammlung. Lichtspielhaus, Dahnhof- strahe: ..Die Sache mit Schorrsiegel". Astoria- Lichtspiele:Der geheimnisvolle Racher".

Aus dem Stadttheaterbure au wird unS geschrieben: AochmalS sei auf die morgen. Freitag. herauSkommende letzte Premiere dieser Spielzell hingewiesen: Langer- Lustspiel ,Da« Kamel geht durch daS Aadelöhr". ES sei besonder- bemerft, daß infolge des Endas der Spielzeit nur eine einmalige Wiederholung des erfolgreichen Stückes möglich ist. und zwar am Mittwoch 25. April.

W ege zur Dekämpfung d « S Krebse«". Heber diese« Thema hält am Mon­tag, 23. April, abend- 8 Uhr. im Katholischen DereinShauS Dr. med. Walter Malech, Gießen, im Auftrage des Dalurheilverein« einen Licht­bildervortrag. Die Krebsirage kann heute mehr denn je auf das Interesse aller rechnen, scheint doch der KrcbS stetig zuzunehmen. Früher küm­merte sich die Allgemeinheit relativ wenig um die Probleme der Gesundheit, überlieh dieS viel­mehr fast ausschließlich den Fachleuten, der Aerztewelt; heute jedoch ist die Aneignung eint« Wissen- vom gesunden und kranken Körper für jeden einzelnen nicht nur vorteilhaft, sondern geradezu notwendig; ja, di« gründliche 2e- kämpfung vieler Krankheiten ist überhaupt nur möglich bei dem nötigen Verständnis und der tätigen Mithilfe aller. Gerade die wichtigen und hochinteresfanten Ergebnisse der neuesten For­schungen haben un« dem Ziele der erfolgreichen Kreb-belämpfung bedeutend naher gebracht, und sie zeigen mit großer Deutlichkeit, welchen Ein­fluß auf die Entwicklung dieser furchtbaren Krankheit wir selbst haben, aber auch, welch« Möglichkeiten un« zur Verfügung stehen, um un- vor ihr zu schützen unb ihrer Herr zu werden. Man beachte die heutige Anzeige.

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Vorn Provinzialausschuh Ober­hessen. An Stelle deS im Ianuar verstorbenen SrsatzmitglledeS de- ProvinzialauSschusseS Ober­hessen. Bürgermeister Völker» Lich ist ein neues Erfatzmitglied zu wählen. Die Wahl fin­det durch den Provinzialtag in öffentlicher Sitzung in geheimer Wahl statt. Der Provinzial­direktor hat die Wahlhandlung auf Samstag. 5. Mai, vormittag- 11 Uhr in den Sitzungs­saal deS Regierung-gebäude- zu Giehen anbe­raumt.

D i c einmalige Reich-beihilse f ü r Kleinrentner wird am Freitag und Samstag dieser Woche ausgezahlt. Interessenten seien auf die heutige Bekanntmachung de- Wohl­fahrtsamtes aufmerksam gemacht.

Das Realgymnasium Giehen im Schuljahr 1 9 2 7 2 8. Wie au« dem IahreS- bericht deS Hessischen Realgymnasiums zu Gießen über daS Schuljahr 1927 28 ersichtlich ist, belief sich die Schülcrzahl am 15. Mai 1927 auf 369. Im Laufe deS Schuljahres traten 7 Schüler hinzu. 26 schieden au- der Anstatt auS. so daß am Ende des Schuljahres ein Gesamt-Schüler- bestand von 350 vorhanden war. Am 15. Mai 1927 wurden nach dem Glaubensbekenntnis ge-

6eM-6mö!*65tnwiflen erfordern Hei» eine sorgfältig« Ie$iqebung uni Satjaushaituiig. (Butt Satzlclnungen find nm erreich dar, wenn bi« 71 iq eigen slützzkilig genug nnfgegeöen werden. Der Annaßmeschluß für alle Anzeigen Im Gießener Anzeiger entlädt ans den Nach­mittag vor der Ausnahme. (Empfehlung« anzeigen müssen, je nach Umiang und Satz, schwterigdeiten, zwei di» drei läge vorher bestell« sein. Nur mit Sorgfalt und dem not­wendigen 3et1aafwanb gesetzte Empfehlungen

IWrn Den rösten W!

zahlt: 322 Gpangellfche, 25 Katholiken, 18 Israe- Citen, 4 Sonstige. Davon waren 218 von G ehen. 92 aus anderen hessischen Orten, 59 au« nicht- hessischen deutschen Orten. Im normalen Atter wurden 170 Schüler sestgeftellt, 147 waren ein Iahr. 43 waren zwei Iahre und 9 waren drei unb mehr Iahre älter als normal. Di« Reifeprüfung bestanden insgesamt 20 Schüler. AuS den weiteren Mitteilungen des Jahres­berichtes ist u. a. hervorzuhcben, daS 285 Schüler als Mitglieder der Schulgruppe dem Verein für daS Deutschtum im Auslande gezählt wurden. An dem Stenographen-51ränzchcn beteiligten sich 61 Schuler der Klassen II Io biS la. Die im Winterhalbjahr 1926 27 gegründete Schülerfapelle wurde von Oberstudienrai Seiler neu organi­siert. Die musikalische Leitung hat in uneigen­nütziger Weise ftuo. chem. Dackhau » auS Mainz übernommen. Die Schule hat, um die dem Orchester fehlenden Instrumente zu ersehen, ein wertvolles Harmonium erworben. Die Schul­sparkasse konnte auch in diesem DerichtSjahre von vielen Schülern Einlagen verzeichnen, einzelne Schüler haben bereits 400 Mk. gespart. Die Oberprimaner besichtigten im DerichtSjahre zu ihrer weiteren Ausbildung die bühnentech­nischen Einrichtungen unseres TheaterS und eine Anzahl industrieller Betriebe. Der Iahrcflbericht enthält neben diesen kurzen Auszügen eine große Anzahl weiterer beachtenswerter Mitteilungen, die der Aufmerksamkeit der Eltern empfohlen seien. Studienrat Dr. Heuhel hat da- Berichts- heft mit einem Aufsatz über .Aufgabe, Stofs und Methode des Unterrichts in der Elektrizitäts­lehre bereichert.

Personal««. Ernannt wurde der Stu­dienrat an der Oberrealschule in Grünberg Otto Steuernagel, zum Studienrat an der Lie- bigS-Oberrealschuie zu Darmstadt mit Wirkung vorn 30. April ab.

' Ausbrecher. Sin Leser schreibt unS Der vorgestern im .DiehAnz." gemeldet« AuSbruch des Einbrechers S a l u b s k i auS dem hiesigen GerichtSgesängniS erinnert an einen ähnlichen Fall, der llch vor längeren Iahren, eS mögen 25 bi« 30 Iahre her fein, zutrug. Wenn ich nicht irre, hieß der damalige Ausbrecher K e 11 e t, ein schwerer Iunge. Sr hatte die Decke seiner Zelle durchbrochen. gelangte von da auf da« Dach und hier durch den Schornstein in die um diese Iahrcszett (eS war PfingstsamStag) nicht benutzte Lustheizung. Die sofort aufgenommene Verfolgung deS Ausbrechers blieb aber deshalb erfolglos, well Ketter die beiden Feiertage über In dem engen Raum verblieb und erst in der dritten Rächt mit Hilfe einer Stange die Mauer deS Gefängntshofe- überfütterte und Infl Freie gelangte. Der wiedergewonnenen Freiheit er­freute er sich allerdings nicht lange. Gr wurde von einem Gendarm m Zivil im Walde nahe bei Rockenberg festgenommen. Dach feiner Aus­lage hatte er Tid> In dem Wald« aufgehalten und lediglich mit Rabeneiern feinen quälenden Hun­ger gestillt.

AuS dem DiehenerStandeSamtS- register. In Giehen verstarben in der Zeit vom 1. biS 15. April: 1.: Philipp Horbach, P'arrer i.R., 73 Iahre alt. Im Gartfeld 7; fiuife Gllfabethe Äermann, geb. Schaub. 41 Iahre alt, Wilhelmftratze 46. 2.; Anna Slifabetha Döcher, geb. Fischer, 67 Iahre alt, Sonnen- straße 3. 3.: Martha Zimmermann, 9 Monate alt. Ederstrahe 6. 4. Adolf Karl Zimmer. 2 Iahre all. Liebigstraßc 72; Anna Margarete Weil. geb. Grieb, 74 Iah« att, Deuenweg 6. 6.: Edith Käthchen Aclcnc Reuter, 3 Iah« alt, Walltorstrah« 34. 7.: Rudolf Duchacker, ohne 'Beruf, 70 Iahre alt, Sicher Straße 74. 9.: Kafpar Klein. Kaufmann, 31 Iahre alt. Frank­furter Strahe 115. 10.: Philivpine Karoline Marie Huhn, ohne Deruf. 81 Iah« a't, Bleich­st r ah« 16. 11.: Elise Eichenauer, geb DvvS, Witwe. 63 Iahre alt, Sicher Straße 74. 14.: Heinrich Dies, ohneBeruf. 81 Iahre alt. Sicher Straße 74; Emma Klingelhöfier geb. Schuster, 63 Iah« alt, Georg-Philipp-Gallstrahe 5; Lina Heller, geb. Lippert. Däherin. 64 Iah« alt, Alicestrave 19.

Darmstädter Pserdemarkt-Lot- teri«. Bei der In Darmstadt jetzt vorgenom­menen Verlosung fielen die lebenden Gewinne in der Reihenfolge auf folgende Hummern: 23 792 . 4453. 23 918, 1142, 12311. 9909, 2120. 13 791. Die Gewinne sind innerhalb sechs Tagen gegen Vorzeigung deS Lose« in Empsang zu nehmen.

"Schweinemarktin Diehen. Auf dem gestrigen G.ebener Schweinema.kt tixnt.i 121 Fer­kel, zum größten Teil von Landwirten, autge-

trtebew Da bet Schweinemarft monarfich nut einmal HatttmbtX, war der Besuch besser a.e seither. Der Handel war anfang« mäßig, lebte aber später etwa- auf. Bezahl« wurden für lechS bu ach« Wochen alte Ferkel 20 bi« 24 Mk.. ach: bifl breizchn Wochen alte 25 bi« 30 Mk. Der nächste Schwctnemarf« indet am 2. Mai statt.

Di« Schädlingsbekämpfung mit hochgiftigen Mitteln. Da» Hess. Mini- fteriur,. bei Innern gibt bi« Reichs.Verordnung vom 29. Mär« 1928 bekannt, wonach c* ver­boten ist. dleibaltig« Verbinbungen und berat Zubereitungen zur Dekämpfung tierischer und psianzlicher Schädling« Im Weinbau zu ver­wendet«. Vergehen werden mit Gefängnisstrafe geabnbet Da« Verfol erstreckt sich jedoch nicht auf die wiffenfcha t.iche Forschung in den An­stalten des Reich- und der Länder. Die Der- ortmung ist am 15. April in Kraft getretet

** Zuchtdiebversteigerung In Lau­terbach Der Landwirtfchaf i s k in mer-Au-schuß für die Provinz Obcrbeflen hält die nächste große Zuchtviehversteigerung am 25 April in Lau­terbach ab. Gemeldet sind 80 Dullen, di« sämtlich der Dass« de« Hess. Fleckvieb»« angt- hören. Di« Kreise Lauterbach und AlSseld stellen naturgemäß die größte Zahl der zum Verkauf * gemeldeten Dullen, aber auch die fonfttgen be­kannten Zuchten der Provinz sind vertreten. Die Züchter der Gemeinde Angerflbach, die 6 Tie« zur Landeflauflstellung In Darmstadt brachten und dort vier erste und einen dritten Prei« erhielien. stellen allein 25 Dullen. Maar Ift mit 7. Leihgestern mit 5 Dullen vertreten. Die Ver­steigerung wird weiter noch mit 'Bullen aus Sickendorf. Allmenrod. Heuchelheim. Windhausen. Wallenrod. Dieder-Gemünden, Dieder-Breiden­bach, Willofs und ant>e«n Orten mit gutem Klang beschickt. Dci 19 Dutten liegen amtliche Konlrollergebnisse der Mütter vor.

Fahrgelder st attung auch bei den Fahrkartenausgaben. Sehr häufig kommt es vor, daß Reisende, die sich daS bereits ge­zahlte Fahrgeld für eine nicht durchfahre«»« Strecke erhalten laffen wollen, den umständ­lichen Weg über die Reichflbahn-DerkehrSämter einschlagen, ohne zu wissen, daß auch die Fahr- kartenauSgabestellen in bestimmten Fällen zur Rückzahlung defl Fahrgeldes ermächtigt sind. Unmittelbar im Anschluß an ein« Reise können nämlich sowohl mündliche, wie auch schriftlich« ErsiattungSanträge bi« zu cin«mBetrage von 30 Mk. an Ort und Stelle durch die Fahr­kartenausgaben größerer und mUtlcoer Dahn- Höfe sofort erledigt werden. Voraussetzung ift nur. daß feine Erhebungen anzusteUen find, oder für die Entscheidung kein besonderer Schrift­wechsel ersorderlich ist.

Filmvortrag. In den Palastlichtspielen fand Dienstagabend ein gut besuchter Filmvortrag statt, bei dem der Vortragende. Kapitän Dre it- Haupt, an Hand eines außerordentlich ein­drucksvollen DildstttifenS mit den zahlreichen Besuchen. im Geiste eine Reis« nach der tro­pischen Heimat de- GolfstrvmeS nach West- l n 6 len anlral. In einer Einleitung sprach Kapitän V«ithaupt für* über da» Programm der diesjährigen GefelllchastS«ts«n der Ham­burgAmerika-Linie und führte verschiedene moberne Hapag-Dampfer Im Bilde vor. Dach einem kurzen geschichtlichen HirnveiS aus die Entdeckung WestindienS führte di« Reise an Hand deS ZilmS zunächst nach dem bedeutenden englischen S«h«sen Trinidad. 81 ne eigenartige Daturerfcheinung bildet hier der Pechs«, dessen Oberfläche Immer wieder erstarrt. Diese starre Masse wird abgeschlagen und in festem Zustand« al« Asphalt verwendet Interessante Bilder zeig­ten den Transport de« Asphaltes biS »um Dampfer. Besonder- eindringlich traten die sub­tropischen Daturschönbeiten bei der Dahnsahrt nach Valencia vor Augen, hier gewann man gute Eindrücke von der ungemein reichen Vege­tation deS seuchttvarmen Klimafl. In zabl«ich«n weiteren Bildern, die hier nur zum Teil er­wähnt toerben können, sah man Kaffee-Plan­tagen. Oelquellen und Siedlungen in Maracaibo, die Verladung de« Kaf'eefl in Puerto Columbia, Dilder der deutschen Flugstation Cartagena (Iunkers - Flugzeuge > Wetter s ährte dann die Reise nach den Indianer-Inseln von San Dlafl: hier wohnen noch Indianerstämm«. die bifl auf den heutigen Tag jede Kultur ab» gelehnt haben. Eine Reihe recht eindrucksvoller Bilder zeigte die Großleistung amerikanischer Technik, den Panama-Kanal. An Ha««d von Trickbildern erläuterte der 'BorttagenZte, wie durch eine Anzahl großer Schleusen die Schiffe, selbst die größten amerikanischcn Schlachtkreuzer von 45 000 Tonnen, um je 10 Meier gehoben werden, um den Kanal zu passieren. Der letzt« Teil deS Bilderstreisens zeigte dl« Fahrt nach Port filmen, dem Seehasen von Costa Rica. Hier sah man auch den Dananen-Exporf In Puerto BarrioS. Schließlich folgte die Einfahrt in Ha­vanna. Prächtige Aufnahmen der großen Taoak- unfc Ancmas-Plantagcn gaben wieder ein eln- drucksvelleS Bild subtroNfcher Degetatton. Den Schluß bildete eine Anzahl Trickbilder, an denen der Redner die Gntitehung deS GollstromeS zeigte. Man sah. wie dies« außerordentlich be­deutungsvolle Meeresströmung Ihren Weg durch die Meerenge von Florida nimmt, um dann den ganzen Atttmtischen Ozean biS an bi« West- ttiste von Irland zu durchströmen und selbst bi« in die Dordfee vorzubringen. Der Bortrag fanb lebhaften Anllang.

Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 1000 Kälber. 110 Schafe und 511 Schwein«.

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