Ausgabe 
19.3.1928
 
Einzelbild herunterladen

werden im allgemeinen zu zwei Dritteln von den Teilnehmern, zu einem Drittel von den Beschäfti­gungsbehörden getragen. Auf den einzelnen Teil­nehmer entf. 'Jen etwa 100 Mark. Der Unterricht ist in voriger Woche ausgenommen morden. Als Do­zenten sind zunächst Regierungsassessor M o l s e n und Rechtsanwalt Dr. Hecker tätig.

Kreis Biedenkopf.

T Waldgirmes, 18. März. Der R a i f f - eisenverein hielt dieser Tage in der Weimer- schen Wirtschaft seine Generalversammlung ab. Rach dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden, Buchhalter Schmidt, hat der Verein in dem ver­flossenen Geschäftsjahr gute Fortschritte gemacht. Der Rechner Schmitt trug die Bilanz vor, die einen Umsatz von 211000 Mk. aufweist. Die Spar­einlagen haben sich auf 39 000 Mk. erhöht, der Warenverkehr ist durch die fünf gleichartigen Ge­schäfte, die in letzter Zeit sich hier'aufgetan hoben, auf 21 000 Mk. zurückgegangen. Die 10 Prozent Aufwertung ist teils ausbezahlt, teils als Sparein­lage gutgeschrieben worden. Der Reingewinn von 850 Mk. wurde dem Reservefonds überwiesen. Dem Rechner und Vorstand wurde Entlastung er­teilt. Das Vorstandsmitglied Lehrer Schrupp be­richtete über den Verbandstag der Hauptgenossen­schaft in Frankfurt. Bei der Neuwahl des Aufsichts­rates wurden die seitherigen Mitglieder Jakob Schäfer, Georg Drescher und H. Kraft IV. wiedergewählt. Unter Verschiedenem kamen Wünsche

und Anregungen aus der Versammlung zur Sprache.

Kreis Ma.bürg.

js M a r b u r g , 17. März. Im Alter von 8 5 I a h° ren verschied heute der langjährige frühere Di­rektor des Chemischen Instituts, Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. Th. Z i n ck e. Der bekannte Gelehrte, der in Uelzen (Hannover) beheimatet war, habilitierte sich 1872 in Bonn und kam 1875 als Ordinarius nach Marburg. Im Jahre 1913 wurde er von seinen amt­lichen Verpflichtungen entbunden.

Unterwcstcrrvaldkreis.

WSN. Montabaur, 18. März. Der Landrat des Kreises Unterwesterwald macht in einer amtlichen Bekanntmachung darauf aufmerksam, daß die Er­krankungen an Typhus in letzter Zeit be­denklich zugenommen hätten und er deshalb die Ortspolizeibehörden um umgehende Vorlage der Krankenanzeigen erinnern müsse. Der Landrat warnt besonders vor dem Genuß nicht ab­gekochter Milch und nicht einwandfreien Wassers.

Maingau.

WSA. Frankfurt a. M., 18. März. Der Magistrat ersucht die Stadtverordnetenversamm- tung, der Frankfurter Universität einen einmaligen außerordentlichen Zuschuß von 50 000 Mk. zur Beschaffung von Lehr- gegen ständen zu gewähren in der Voraus­setzung, daß die preußische Staatsregierung einen

gleich hohen Zuschuß zur Verfügung stellt. Sinter Teilnahme der ganzen katholischen Ge­meinde fand heute die feierliche Grund st ein- legung der Heilig-Kreuz-Kirche am sog. Bornheimer Hang durch den Päpstlichen Hausprälaten und Bischöflichen Kommissar Stadt­pfarrer Dr. Herr statt. Die Kirche wird in einer der schönsten Gegenden Frankfurts erbaut und soll der Kirchennot in der Bornheimer Gemeinde abhelfen, für die die alte St.-Iosef-Kirche sich schon seit Jahren als zu klein erwiesen hat. Heute vormittag fand die Einweihung des neuen St. -Markus-Krankenhauses in der Falkstrahe in Bockenheim statt. Mit dem Bau wurde im August 1926 begonnen. Die Bau­kosten es handelt sich um einen Tim- und Erweiterungsbau belaufen sich auf 600 000 Mark, von denen die Stadt als hypothekarisches Darlehen 500 000 Mark gegeben hat.

LPD. Frankfurt a. M., 17. März. Der Familienmörder Wichmann ist belannt- lich seit einigen Tagen im hiesigen Gerichts­gefängnis untergebracht. Donnerstag fand die erste Vernehmung vor dem ^Intersuchungsrichter statt, die am Freitag fortgesetzt wurde. Am Samstag sollte die Vernehmung zu Ende ge­führt werden; sie mußte aber abgebrochen wer­den, tveil Wichmann dieAerven inStich gelassen haben, so daß der llntersuchungs- richter von einer weiteren Vernehmung bei dem Zustand des Angeklagten Abstand n hm. Aus zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß

die Staatsanwaltschaft den Journalisten C., der eine Zeitlang unter falschem Aamen hier gelebt hat. und am Freitag verhaftet wor­den ist, aus der H af t e n t l asse n hat. weil weder Fluchtverdacht, noch eine Begründung für die Annahme eines Verbrechens vorliegt. C. soll in einem Offenbarungseidverfah­ren unter falschem Qiamen einen E i d geleitet haben. Dabei könnte es sich, wie uns von juristischer Seite versichert wurde, allenfalls um eine Fahrlässigkeit handeln. Die Beilegung eines.Titels, den E. tatsächlich geführt hat. ist nur eine ile&ertretung. Bei dieser Sachlage hat die Staatsanwaltschaft Fluchtverdacht nicht ange­nommen und C. auf freien Fuß gesetzt. Als nach Schluß der Abendvorstellung in dem zur Zeit in der Festhalle gastierenden Zirkus Gleich der Tierwärter Kühn den Löwen­käfig betrat, wurde er von dem LöwenSul- tan" angefallen und so schwer verletzt, d tz er in bedenklichem Zustand ins Krankenhaus ge­bracht werden mußte.

Berliner Börse.

Berlin, 19. März. (WTB. Funkspruch.) Im heu­tigen Frühverkehr scheint sich der Kreis der Spezial- werte eher zu vergrößern, für Montanpapiere be­steht Interesse. Stark abhängig sein dürfte der Ver­lauf der heutigen Börse von der ersten Notiz des Farbenbezugsrechtes. Am Devisenmarkt nennt man Paris gegen London 124,02, Mailand 92,40.

tener

[*

/! ei

X&llkommenste Reinigung ......... jeaes Fädchen unversehrt!

wirlkS'raSk

ein Waschmittel, das nichts Scharf es enthält und doch den hartnäckigsten Schmutz entfernt.

Ein solches Waschmittel ist Suma! Oeffnen Sie ein Paket, beachten Sie, wie samiaetweicfa das Pulver ist und wie erfrischend seifig es riecht Dies sind die untrüglichen Merkmale eines reinen Produktes von ungewöhnlich hohem Seifengehalt, das nichts Schar­fes enthält - Prüfen Sie die Suma- Lauget Wie prächtig sie schäumt; prüfen Sie auch die mit Suma ge­waschene Wäsche: wie blütenrein und duftig sie ist und wie weich und griffig sie sich anfühlt! Jedes Fädchen unversehrt!

All das kann nur Suma, das neuar­tige Waschmittel, das die Wäsche besser und schonender reinigt als alles bisher Dagewesene. Mit Suma wa­schen heißt Wäsche, Arbeit und Geld sparen. Waschbrett und Bürste sind überflüssig. Suma löst durch bloßes Kochen allen Schmutz; Sie selbst brauchen nur leicht nachzuwaschen und gründlich zu spülen. - Scharfe Waschmittel gefährden Stoffe und Farben. Suma schont sie vollkommen. Lassen Sie also Suma Ihre nächste Wäsche besorgen. Preis 50 Pfennig.

SUNLICHT - MANNHEIM

a®toe.

SUMA

Bekannt­machung.

In dem Konkurse über das Vermögen der Hessen Nassau­ischen Handels-Ge­nossenschaft, e. G. m. b. H. zu Gießen, soll ei e Abschlags- verteilung erfolgen. Hierzu sind verfüg­bar Mark 24 400.- oder 55 u/0 der bis jetzt sestgeflellten

Forderungen. DaS Schlußverzeichnts der zu berückfichti- genden Ansprüche liegt auf der Ge° schäfkßstellehefsischen AnilsgertchtsGteßen zur Einsicht aus.

Gießen, den 19. März 192s. - "O

£. Althoff,

Konkursverwalter.

Inserieren Dringt Gewinn

Ein noch qt» n gut er- XjKII erbalien. 'VVWW billig au verk. 05136

Fi nnktnrter Str. 98.

Gebrauchte

Nähmaschine

billig abzugeben.

Bufs. Grabenür. 4, I. r. Zu sprechen um 13 und 19 Uhr. """

| Verkäufe | 2 Hannoveraner braune Wallache, gar. 6» und Tiiibr, eleg. Wagen-, Reu- u. Gebrauchsvferde, 1.74 u 1.76 Bandmaß, bat abzugeben 3D1,D Merförflerel Dolf gang bet Hanau a.Main.

Gut erhaltener

Opel- Dreisitzer tadelloser Läufer und Bergsteiger, preiswert zu verkaufen. Schriftl. Angebote unter 3022V an den Gieß. Anz.

Gebrauchter Wien älteres Modell, billig zu verk. Näh.

Braunfels, Belzgasse 20.

die aufsparsameWeise ein

KaflFeegefränk bereiten, wollen, das in Aroma, Geschmack und Farbei ausgezeichnet ist und die Anerkennung der-ganzen Familie finde);empfehlen wir als Zusatz zu jedem Bohnen-oderGeFreidekafFee Aeeht Franck mii der Kaffeemühle seiHliO Jahren dasanerkanni Beste auf dem GebieF der Zichorienkaffee-Erzeugung.

Krästiger Flennfahrer angekommen August Deibel und Frau Emma geb. Friedrich

Gießen, den 19. März 1928

3028V

Deutfdie Frauenkleidung und FrauenkuStur

Dienstag, 20. MÄrx, im Cale Leib %5xllhrffTee mit gymnaft« Vorführungen der Bodefdiule

Eintritt 60 Pf. Eintritt 60 Pf. _______ 3012D

Ortsgruppe fließen

Drucksachen aller Art XflffiffWÄS

Me Srübl'schr Unioerfiiätr-Vruckerei. B. Lange. Gießen. Schulstr. 7.

Bekanntmachung.

Die städtischen Tennisplätze (Liebigshöhe und am Schützenhaus) sollen für die Spiel­zeit 1928 vermietet werden. Anmeldungen sind unter «n§abe der gewünschten Tage und Zeiten tm Stadthaus Bergstraße, Zimmer 29, einzureichen.

Die vorjährigen Mieter erhalten tunlichst ihre alten Plätze wieder zugeteilt, falls sie bis zum 24. März 1928 entsprechenden Antrag stellen. 28798

Gießen, den 13. März 1928.

Der Oberbürgermeister. J.B.: Dr. Seid.

Dienstag, den 20. März I. Z., nach­mittags 2 Uhr, versteigere ich imLöwen", Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung:

2 Kleiderschränke, 1 Eisschrank, 1 Bücher­schrank, 2 Schreibtische, 1 Schreib­maschine, 1 Kommode, 1 Regulator, 24 Bände Meyers Konversationslexikon, 1 Küchenuhr, 2 Büfetts, 1 schm. Ma- rengopaletot, 1 Stahlstanze, 1 Kopier- presse mit Tisch, 8 Paar Fußballstiesel, 8 Paar Schneeschuhe, 1 Nähmaschine, 1 Sofa, 3 Warenschränke, 1 Ladentheke, 1 Chaiselongue, 1 Klavier, 1 Trumeau- spiegel, 1 Oelgemälde, 1 Läuserschwein.

Nlöll, 3026D

Gerichtsvollzieher kr. A. in Gießen, Jheringstr. 7. Telephon 1239.

Volkshochschule.!

Dienstag, 20. März, 20 Uhr

Singsaal der Oberrealschule? 2897D

Vortrag von Ludwig Vössinger, Leiter der

Spielschar des Frankfurter Zugendrlngs:

Bcrelnsöüfine. Menü- und Eaieefpiei

Beiufsteealet, mii fWöilöetn.

Alle an der Jugendbewegung und Jugend­pflege und an der Theaterkultur Anteil

nehmenden Kreise sind freundlichst eingeladen.

Eintritt 20 pf. Eintritt 20 Pf.

Bekanntmachung.

Angebote über den Bezug von Lum- pen (einschließlich alter Strümpfe), altem Eisen, Zinkblechabfällen, Mefsinghülsen und Küchenabfallen für das Jahr 19 8 find bis zum 3017D

Donnerstag, den 29. März 1928, vormittags 10 Llhr verschlossen und mit der AufschriftAn­gebot über den Bezug von Abfällen" einzureichen.

Butzbach, den 17. März 1928.

Die Direktion

der Hessischen Zellenftrafanstalt.