Der Hadamarer Mordprozeß
von
und gab der S
opfert.
Kr7.5 Büdingen
tümer Gederns
f a m m l u n Vereins
verein, indem sie dem Verein für das wertvollere öelähui an bei OUetzeucr Straße einen grelleren
benachbarten
Neben oen Eltern und Angehörige-i, den Schulvor- ilcinden und Gemeindevertretungen der beiden (9e-
* Büdingen, 18. März. Auch im Seemen - bachtal, kurz vor der Stadt, wurden in den letzten Tagen mehrere kleinere Scharen von Kiebitzen gesichtet. Die hier selten festgestellten Vögel flogen später in nordöstlicher Richtung nach dem Vogelsberg.
Kreis Schotten.
aus die innerpolitischen Verhältnisse des Chinesen- reiches. Er wies darauf hin, daß die gegenwärtigen Vorgänge in dem asiatischen Riesenreich nicht nur vom religiösen und christlichen Standpunkt aus, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der kultn- rellen und wirtschaftlichen Entwicklung der Zukunft hochbcdeutsam leien. Für die Umgestaltung des chinesischen Reiches, das eben durch den jahrelangen Bürgerkrieg schwere Erschütterungen durchzumachen habe, rönne die Mitwirkung des Christentums nicht entbehrt werden, da die veralteten Religionen des Buddhismus und Konfuzianismus nicht mehr die erforderliche geistige Kraft besäßen, um die Neugestaltung Chinas aufrechterhalten zu können. G"oen- wärtig könne man noch nicht sagen, ob der Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden des gewaltigen Reiches zu einem allgemeinen Chaos, oder zur Bildung eines modernen Chinas führen werde. Auf jeden Fall spiele für diese künftige Entwicklung das Christentum eine bedeutende Rolle, deshalb müsse die Missionstätigkeit, die mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen habe, mit allem Nachdruck gefördert werden. Interessant war dabei die Feststellung des Vortragenden, daß es unter den ausländischen Missionaren gerade die deutschen am besten verstünden, in das Seelenleben der Chinesen cinzudringen. 3m zweiten Teil seines Vortrages zeigte der Redner an der Hand zahlreicher, recht guter Lichtbilder den Zuhörern Bilder aus brm chinesischen Volksleben, aus der chinesischen R-li- gion und aus der fenenfpenbenb°n Tätigkeit der Ostasienmission. Den Dank der Zuhörer für b"N interessanten Vortrag sprach Pfarrer Hechler in seinem Schlußworte aus. Um 5 Uhr nachmittags hatte ein Lichtbilder vor trag des Redners über das Thema „Kinderfreud unb Kinderleid in China" stattgefunden, der in erster Linie für die Kinder der evangelischen Gemeinde bestimmt war.
Kreis Lauterbach.
WSN. Limburg, 18. März. Samstag morgen wurde die Beweisausnahme in bem Prozeß gegen den Mörder Harth fortgesetzt. Zwei Polizeibeamte, die den Angetlagtin aus der Fahrt nach der Landeshcilanstalt in Marburg, wo er auf seinen Geisteszustand beobachtet wurde, gegleiteten, hat dec Angeklagte er lätt, er habe den Stich von der Frau Bunte erhalten. Verschiedene Zeugen machten Bekundungen über den Leumund der Frau Bunke, der in sittlicher Beziehung nicht besonders gut war. Ein günstiges Zeugnis stellte der Ermordeten ihr geschiedener Mann aus. Die Fra» sei herzensgut gewesen und habe alles für ihre Kinder getan. 3m Haushalt sei sie allerdings etwas schlampig gewesen. Drei Zeugen aus Hadamar und Elz hat der Angeklagte einige Wochen vor der Tat gebeten, ihm eine neue Frau zu beschaffen bzw. ihn mit einem Mütchen aus Riede- Hadamar lv an. t zu machen, da er mit der Frau Bunke Schluß machen wolle. Zwei Zeugen hat der Angeklante für ihre Vermittlung eine Belohnung von 500 Mk. versprochen. Bürgermeister Dr. Decher (Hadamar) unb Untersuchungsrichter, Landgerichtsrat Dan n bau = f e nv bestätigten, daß ber Angeklagte ihnen kurz nach seiner Festnahme erklärt hat, er habe mit der Bunke gemeinsam nach Verabredung aus dem Leben scheiben wollen. Als biese Aussage bem Angeklagten vorgehalten wird, wurde er ausfällig gegen die Zeuaen und beschimpfte sie Die myste- riöfen 20 000 Schweizer Franken, als deren Eigentümer der Angeklagte sich immer gegenüber Frau Bunke und andern Leuten hingestellt hat. spielten eine Zeitlang in der Verhandlung eine Rolle. Der Angeklagte will das Geld an einen Frankfurter Droschkenkutscher Hugenlchafser geliehen haben. Die 72jährige Witwe des K"tschers und dessen Enkel sind als Zeugen geladen. Beide Zeugen wissen nichts davon, daß der Verstorbene dem Anaeklaoten irgend etwas schuldete. Der Verstorbene sei auch niemals in der Schweiz gewesen, wie der Angeklagte behauptet.
Die Zeugenvernehmung wurde nach kurzer 'Nachmittag^"ause ausgesetzt, um zunächst einige S a ch v e r st ü n d i g e zu vernehmen. Professor I a h r m ä r ke r - Marburg hat den Ange'lag- fen auf seinen Geisteszustand untersucht. Der Sachverständige erklärte, daß sich nicht die mindesten Anhaltspunkte für das Vorliegen des § 51 Bei dem Angeklagten gezeigt hätten. Vicht einmal eine verminderte Zurechnungsfähigkeit komme in Frage. Dr. Popv- Frankfurt a. M. hat das Bettuch, auf dem die Leiche lag. untersucht und festgestellt, daß sich in dem Bett kein von dem Angeklagten her- rührendes Blut befindet. Der Angeklagte behauptet, nachdem er der Frau den Stich beigebracht, habe er mit dem Gerichtsvoll'iehcr verhandelt. habe in der Vachbarschaft die bekannten Einkäufe gemacht und sei dann an die Leiche zurückgekehrt. 3n dieser Zeit habe sich das Blut,
jedem intereffierten Landwirt die jährlich in Butzbach stattfindende Zuchtviehprämiierung. Sehr be- merkenswert sind die Ergebnisse der seitherigen s Leistungsprüfungen, die zur Zeit in 22 Beständen 1 mit 74 Tieren durchgesührt werden. Anter den I vorliegenden Ergebnissen sind die Spitzenleistungen von 2 Tieren, die 4500 Liter Jahresleistung bei 180 und 160 Kilogramm Fett ausweisen. besonders hervorzuheben. Der Gesamrdurchschnitt dieser unter Kortrolle stehenden, den allgemeinen Durchschnitt allerdings überragenden Tieren liegt bei ca. 3000 Liter. Vach der Rechnungsablage durch Oberreallehrer D i n g sha u s e n - Friedberg hielt Direktor Dr. H e l f e r t - Vidda einen sehr interessanten Vortrag übrr »Das Zuchtziel in der Fleckviehzucht, unter besonderer Berücksichtigung der Milchleistung". Seine Ausführungen fanden durch Generalsekretär Dr. Wagner- Giefen eine wertvolle Ergänzung, besonders durch Die Mitteilung von Vergleichszahlen zwischen den Leistungen von Fleckvieh und Viede.ungstieren. Die Aussprache, an der sich u.a. auch Direktor Dr. Schad (Friedberg) und eine Reihe von namhaften Züch ern, wie H ä u s e r (Vie' e .Wei er), Fauerbach (Okarben). Vies (Heuchelheim), Büreermeister Bock 'G^m^ach), Adami (R:e- derweisel) und Diehl (Münzen'srg) bete'ligten, war eine sehr ausgiebige und reichhaltige. Durch den regen Austausch wertvoller Erfahrungen, konnte jeder Teilnehmer an der Hauptversammlung manche Anregung mitnehmen, die er zu eigenem Vutzen und zur Förderung der Fleckviehzucht gut verwerten kann. Mit dem Ain» weis auf einen guten Besuch des am 22. März in Butzbach stattfindenden Faselmarktes schloß der Vorsitzende mit Worten des Dankes die wohlgelungene diesjährige Hauptversammlung.
:: Pohl-Göns, 18.März. Hier hielt im Rathaussaale, da die Kirche noch in Reparatur steht, der kriegsblinde Veisefekretär Ru- dolf Friedrich von der »Christlichen Vlindenmission im Orient", deren Sih in Berlin ist, einen fesselnden Bortrag über die Arbeit dieser Missionsgesellschaft an den Blinden in Persien, wobei er sehr interessante ^Schilderungen besonders der religiösen Gebräuche in Persien gab. — Ein gleicher Bortrag fand anderen Tags in Kirch-Göns in der Kirche statt, nachdem Herr Friedrich nachmittags in der Schule den Kindern in ergreifender Weise vom Elend der blinden Kinder in Persien erzählt hatte. 3n beiden Gemeinden waren die Veranstaltungen recht gut besucht und wurden für diese Missionsarbeit etwas über 64 Mark ge-
V Gedern, 18. März. Auf Veranlassung der Stadtverwaltung fand hier im Saale des Gasthauses „zum Löwen" eine außerordentlich stark besuchte Versammlung der Grundei ^en- ftatt, die sich mit ber artige ber Vornahme der Felbbereinigung beschäftigte. Bürgermeister Muller, der die Veriamm- liing leitete, betonte in seiner Einführungsansprache die Notwendigkeit ber Felbbereinigung für die Ge- bemer Gemarkung unb wies darauf hin, daß sämtliche umliegenden Gemeinden, außer Burkhards, die Felbbereinigung beschlossen oder schon durchgesührt haben. Den Hauptoortrag des Abends über diese bedeutsame Frage hielt der Landtagsabgeordnet« Jost (Bermuchshain), dessen Ausführungen jehr
der Anstalt seinen Dank abzustätten.
pb. Butzbach, 18. März. Der diesjährige F a - selmarkt, der als 50jähriger 3ubi° l ö. u m s m a r f t abyehalten werden soll, verspricht ein Ereignis von be|onbercr Bedeutung zu werden. Wochenlang sind schon Vorbereitungen im Gange, um dem Äkarkt durch einen Festzug ein besonderes Gepräge zu geben. Unter ber Devise: „Stabt unb ßan b Hanb in Hanb" haben sich bis S t a b i unb eine ganze Anzahl unserer Nachbargemeinden vereint und stellen zu bem Festzug besondere Wagen und Gruppen. So wird die Stadt die ehemalige Schützenkompagnie in historischer Tracht, die Gemeinde Griedel einen Rekrutenaushebungswagen, Rockenberg einen Erntewagen, Pohl Göns einen Hochzeitswagen, Kirch- Göns einen Wagen mit Spinnstube, die Molkerei Ostheim einen Wagen, ber ben Aufbau ber Milchwirtschaft zeigt, stellen. Weiter werben die hiesigen 3nbuftrien verschiebens Wagen im Zuge führen, so ii. a. bie Firma A. 3- T r ö ft e r brei Wagen bie historische Entwicklung des Ackerbaues, bie Firma Rumpf & Sohn einen Wagen bas Schuhge- roerbe unb die Brauerei 3hring-Melchior einen Wagen bas Brauereigewerbe darstellend. Er- roäbnenrorrt find noch der Wagen des M bl^nbe- sitzers Christ (Griedel) mit einer holländischen -Mühle, unb der Wagen des Aevfelweinfabrikan- ten Müller (Ostheim) mit einer Apfelweinschenke. Auch der Reit- unb Fahroerei n Butzbach unb Umgegend wird nicht fehlen. Zwischen ben einzelnen Gruppen werden die prämiierten Vferde, Rinder und die zur Verlosung ange'auften Rinder gefühn werden, lieber 3000 Mk. Geldprämien unb eine ganze Anzahl gestifteter Ehrenpreise kommen
Abgang von der Schule die Beziehungen zwischen Schülern und Lehranstalt nicht abrcißen inöchten, sondern daß die Schüler auch in ihrem ferneren Leben sich eng verbunden fühlen mögen mit ihren früheren Lehrern. Er wies darauf hin, daß der Verein ehemaliger Schüler dazu geschaffen fei. das Band zwischen Schule und Schülern auch im ferneren Leben aufrechtzuerhalten. Erfreulicherweise sind fast alle Schüler der Oberklasse dem Verein ehemaliger Schüler beigeire- ten. Zum Schlüsse der Feier ergriff noch der Schüler der Oberklasse W eil aus Echzell das Wort, um im Vamen der Schüler den Lehrern
von dem man bekanntlich auf dem ganzen Wege keine Spur gefunden hat. in seinem Leibgurt, wo es zurückgeyalten worden fei, gesammelt. Als er sich dann über die Frau gebeugt habe, sei das Blut herausgeschossen und zwischen Bettstelle und Matratze auf ben Boden gelaufen. Der älntersuchungsrichter hat auch an dem Bettgestell und aus dem Fußboden keine Dlutsvuren feststellen tonnen. Die Aerzte Dr. Anthen - Hadamar und Dr. Weinhold machten Bekundungen bezüglich der Wunde des Angeklagten. Es handelte sich um eine 1—-IV» Zentimeter lange und etwa 1 Zentimeter tiefe Wunde an der linken Brust. Die Wunde fei sehr oberflächlich und mit geringer Gewalt beigebracht worden. Dr. Anthen. Der die Sezierung vor- genommen hat, erklärte, daß der Stich der Frau in l i e g e nd e r Stellung mit großer Wucht beigebracht worden ist. Der Angeklagte will die Frau bekanntlich stehend zusammengestcchen haben.
Rachdem noch einige Zeugen teilweise unter Ausschluß der Oessentlichkell vernommen waren, wurde die Verhandlung um 7 Tlhr abends auf Montag morgen vertagt. Es sind noch einige Zeugen zu vernehmen. Man rechnet mit dem Urteil für Montag abend.
Oer neue Mord auf dem Westerwald.
WSV. Limbu-rg, 18. März. Die Ermittlungen der Todesursache der am Mittwochabend in Viederzeu'beim im Kuhstall t v t aufgefundenen Frau S) i r n haben ergeben, daß die Frau durch fünf <)iebe mit einem scharfen Gegenstand auf den Hinterkopf getötet worden ist. Die intensiven Vachsorschun- gen der Staatsanwaltschaft haben zu dem Ergebnis geführt, daß nach stundenlangem Kreuzverhör der 18jährige Sohn der Ermordeten, Anton Horn, am Samstagfrüh unter dringendem Tatverdacht verhaftet und in das Limburger Landgerichtsgefängnis eingeliefert worden ist. Der Verhaftete bestreitet einstweilen mit aller Entschiedenheit die Tat. Er hat sich jedoch an dem fraglichen Abend mit '"'-er Mutter zusammen in den Stall begeben. Fün M nuten blieb er m t der Ermordeten zu- juuimen. dann suchte er sein Zimmer auf und ging ins Dorf. Kaum hatte er das Haus verlassen, da sand man die Frau tot vor. An seinen Kleidern hat man D l u t s P u r e n entdeckt. Der Angeklagte behauptet, diese rührten von einer Kuh her. deren Wunde er behandelt habe. Das Ergebnis der Untersuchung Dr. Popps wird zeigen, wie es sich mit d'eser Behauptung des Verhafteten verhält. C er Ver astete hatte eine Bekannischast im Sor,. die von seiner Mutter nicht geduldet wurde. Es ist öfter abends, wenn der junge Burs che ins Dorf zu seinem Mädchen gehen wollte, zu Auftritten mit der Mutier gekommen.
aufschlußreich waren. 3m Anschluß an ben Vorlrah and eine u.,.fastende Aussprache statt. Das E r • ; ebnis ber Versammlung wurde in einer c i n - timmig angenommenen Entschließung an die Staatsregierung wie folgt zusammen- gefaßt: „Die im „Gasthaus zum Löwen" Derjanv
ihren Söhnen möglich gemacht hätten, die Schule zu besuchen. Direktor Dr. Schad gab sodann einen Rückblick für die Geschichte der Anstalt während des letzten Iahres. Insbesondere hob er die großen Verdienste seines am 1. Vovember 1927 in den Ruhestand getretenen Vorgängers, des Direktors Spieß, hervor. Auch er richtete warme Abschiedsworte an die abgehenden Schüler Hoffnung Ausdruck, daß durch den der Schule die Beziehungen zwi-
mellcn Grundeigentümer, die ben weitaus größten Teil bes Grundbesitzes ber Gemarkung Gedern ihr Eigentum nennen, jinb bereit, bie Felbbereinigung durchzufühlen, falls der hef-
- Friedberg, 17.März. Ueber die Ar- öeitsmarrtlage ist folgendes mttzutei.en: 3n der ersten Märzhälche sind 812 Haupiuntec- -lützun-sen.p ängec aus der Fürso.ge ausgesch e- 9en. Dem stehen 275 Aeuanträge auf Ar.eiis- wsenunterstützung gegenüber, so daß insge.amt ein Rückgang von rund 500 Haupt- unterstühungsempfängern zu verzeichnen ist. Bon diesen wurden etwa 80 in Ro.- standsarbeiten uniergebracht. Die Zählung am 15. März hatte folgendes Ergean.s: ImKrers Friedberg wurden unterstützt 1725, im Kreis Büdingen 542, zusammen 2267 Per» sonen. Zu diefen kommen in Friedberg 157, m Büdingen 5 K.iiemürsorgeempfänger. Die Zochl der Rotstandsarbeiter bet.ägt zur Zeit 288. Es ist dem Arbeitsamt gelungen, zahlreiche Arbeitslose bei Drainagearbeiten unter- »ubringen. Der Vermittlung standen zuerst Schwierigkeiten entgegen, weil bei den Drainagearbeiten Löhne gezahlt wurden, die nach Meinung der zu vermittelnden Arbeitslosen unter Tarif liegen. Rach mehrfachen Verhandlungen ist es gelungen, eine einigermaßen beliebigenZ>e Einigung herbeizu ühren. Die Arbeiter kommen auf einen Verdienst, der dem Tariflohn für Kulturarbeiter entspricht, also einen Stundenverdienst von mindestens 65 Ps. Ein großer Teil der Leute erreicht, da sie im Akkoro arbeiten, einen wesentlich höheren Lohn. Die Spitzenlöhne bewegen sich zwischen 9 biß 10 Wt arbeitüiäglich Von feiten der Gewerk,cha.ten ist die Forderung erhoben worden für sämtliche Drainagearbeiten, auch die die Landwirtschait aus ührt, den Tiefbauaroeilerta.is zu Grunde zu legen. Arbeitgeber und die gesamte Landwirt- fchast sträuben sich energisch gegen eine Derartige Lohnerhöhung mit dem Hinwegs, daß zur vünt Die Drainagen gerade noch rentabel gestaltet würden. Rach einer Lohnerhöhung könnten die unbedingt notwendigen Kulturarbeiten nicht mejr Durchgeführt werden Das Arbeitsamt hofft, auch hier ku einem allgemein befriedigenden Ergebnis zu kommen. _ , .
• ,, r i e b b e r g . 18. März. Dieser Tage fand die Schlußprüfung des diesjährigen landwirtschaftlichen LehrgangsderHess. Lehranstalt für Obstbau und Land- wirtschaft zu Friedberg statt Als Regierungsvertreter war Oberlandwirtschaftsrat B a u e r vom Ministerium für Arbeit und Wirt- schäft erschienen. Dieser begrüßte eingangs der Feier die zahlreich erschienenen Eltern. Es prüf- ten sodann Direktor Dr. S ch a d über Boden- funbe. Stubienrat Dr. Heßler über Getrnde- kranlheiten, Landwirtschaftsrat Dr. G o r l a ch über die Verdauung. Oberreallehrer Rings- Haufen über Raumlehre. Rach Ablegung dieser Lehr rot en sprach Oberlandwirtschaftsrat B auer Den Schülern in warmen Worten Der Anerkennung für ihre Leistungen seinen Dank aus. Er wies besonders auf den großen Wert einer gründlichen Fachausbildung hin und gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese Erkenntnis immer weitere Fortschritte machen möge. Ferner wies er daraus hin, daß eine so große Anzahl von Eltern auch in der heutigen Zeit der Rot es
$ Lauterbach. 16. März. Der Führer- kursus der Feuerwehren wurde gestern unter dem Vorsitze des Kreisdirektors Dr. Michel fortgesetzt: Es wurden Vortrage gehalten von Krnsfeuerwehrinsvektor Ruß (Veu- Iserburg), Ehren kommon dank Damm (Friedberg), F merwehrinspektor Bechtold (Laut r- bach). Während der Mittags' ause fand ei e Uebung der Freiw. Feuerwehr statt, bei der die Motorspritze in Betrieb gesell wurde. Rach Schluß der B rha-dlunge.r veranstaftete die Lauterbacher Wehr einen Komm'rs uiter Mitwirkung der Feuerwehr a elle. Komma-da t Krömmelbein (Lauter ach) s rach deb i der Drandversich'rungskammer den Dan' der Fue- wehrsührer für die Beransta llrng der Kurs' aus. Ehrenkom-'andant Finger brachte e'.ncm Toast auf den Ehcenkom a dant Damm, den Vorsitzenden des Landesverbandes der freiwilligen Feuerwehren, aus.
Rheinhessen.
LPD. Mainz. 17. März. Die Restau - rierungsarbeiten am Mainzer Doni schreiten rüstig voran. Seit etwa 14 Tagen befindet sich das Wahrzeichen des Domes, die Statue des hl. Martinus, hoch zu Roß, v"ll- ständig neu hergestellt, wieder auf ihrer hohen Warte neben dem Westturm. Im Innern ist auch schon ein Teil der von den Malern Hermann, Lasinsky und Settegast in den Iahren 1859'64 über den Arkaden des Mittelschiffs nach den Entwürfen Philipp Veits ausgeführten Wandmalereien restauriert worden.
Vier Personen durch Gas bewußtlos.
LPD. Worms, 18. März. Als gestern morgen die ersten Kunden in dec Metzgerei Leopold Reinheimer in der Värengosse Einkäufe machen wollten, fanden sie das Haus noch verschlossen. Der gleich danach eintreffende Metzger- bursche öffnete darauf den Laden, in dem man einen starten Gasgeruch feststellte. Dec Metzgermeister Reinheimer nevst Ehefrau unb Tochter wurden in dem Schlafzimmer bewußt- los vorgefunden, das Dienstmädchen lag ebenfalls bewußtlos im Vorplatz. Die Ehefrau Reinheimer, ihre Tochter und das Dienstmädchen wurden in das Krankenhaus gebracht, während der Ehemann Reinheimer wieder zum Bewußtsein gelangte und in seiner Wohnung bleiben konnte. Es wird vermutet, daß einer der Hausbewohner vor dem Schlafengehen den Hahn des Gasofens versehentlich offengelassen hatte, wodurch ber Unfall entstanden ist. der leicht zu einer entsetzlichen Katastrophe hätte führen können.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
3 Wetzlar, 18. März. Auf Antrag der Kreis gruppe Wetzlar des Verbandes der Kommunalbeamten und Angestellten Preußens hat die hiejige Stadtverwaltung eine Berwaltungs- beamtenschule eingerichtet. Durch die Einrichtung soll den bei der Stadt- und Kreisverwaltung sowie den Aemtern des Kreises beschäftigten An- geftelüen und Beamten die Möglichkeit zur einheitlichen Aus- und Fortbildung gegeben werden. 3m Anschluß an die Unterrichtsbeendigung ist ^en Teilnehmern Gelegenheit gegeben, die erste (Sekretär-) dzw. zweite (Obersekretär-) Verwallungsprüsung ab- zulegen. Die Kosten der Berwaltungsbeamtenschule
:Mnb-rg b. ab> L das °us d iem og eine in Dem
Fenster $ gnlelin6cI und verletzt " bzre ffleu
«tfÄ** "4.
»Säs
t von 9 ' elnffl i l4lie, $64ii M-LSf -
Nlelt .s.j^nden fe
MKAr
zur Verteilung.
* B n h b a ch, 18. März. Anläßlich der Zuchtviehauktion in Butzbach seitens des Landwirt- schaftskamnierausschus'es Gießen sand nachmittags im „Gambrinus" die diesjährige Hauptver» g des Kretsrinderzucht- ....____ Friedberg statt. Der Vorsitzende,
Landw.-Rat Dr. Dienst, konnte eine stattliche Anzahl von Züchtern und interessierten Landwirten, sowie prominente Gäste begrüßen. Aus dem Geschäftsbericht ging hervor, daß die Zuchterfolge der letzten Iahre und besonders des abgelaufenen Geschäftsjahres sehr erfreulich find und den Bc.veis da'ür erbringen, daß bei richtiger Aufzucht und Fütterung, Haltung und Pflege die hessische Fleckviehrasse unter den gegebenen Verhältnissen durchaus am Platze, ja sogar jeder anderen Rasse in der Summe ihrer Leistung überlegen ist. Immer mehr Landwirte, besonders der bäuerlichen Betriebe, gehen wieder zur Haltung dieser Rasse über. Einen sichtbaren Beweis für die Fortschritte dieser Zuchtrichtung bietet
meinben waren ber Vertreter des Kreisschulamls '-ließen, Schulrat Fischer, unb Oberregierungs- rn[ Dr. Heß vom Kreisamt bzw. Kreisausfchuß (.ließen erfchienen. Die Prüfung, cheoretifche wie praktische, fanb im Schulsaale statt unb erstreckte sich auf Hanbarbeit, Bügeln, Kochunterricht, Krankenpflege, Haushaltungskunbe unb Wäsche- unb Kleideranfertigung. Die im Saale ber Gastwirtschaft von Karl Scherer sinnreich angeorbnete Ausstel - [ u n g von Handarbeiten unb Wäschestücken zeugte non tüchtigem Können, emsigen Fleiß unb seiner pra'ttschen ©efamtausbilbung. Bei einem nadjfob geaben Kafseelränzchen. wobei Gelegenheit geboten ioar, bie vorzüglichen Backproben zu versuchen, begrüßte Oberrcgierungsrat Dr. Heß bie Gäste, wies auf bie Bebeutung solcher Lehrgänge hin, bie Anregung geben unb Geschmack bilben sollen unb fanb «reffende Worte für bie erfolgreiche Arbeit der Lehrerin 5'4. Mutscher, bie nun schon nahezu 25 3ahre segensreich gewirkt habe. Kreisschulrat Fischer setzte in beredten Worten, ausgehend von der Not ber Zeit, bie Notwendigkeit der hauswirt- ichaftlichcn Ausbildung ber Möbchen aller Schichten der Bevölkerung auscinanber unb unterstrich besonders bie segensreichen Auswirkungen einer tüchtigen Haushaltsführung für die Familie, als ber Grunb- ,elle ber ftaatlidjen Gemeinschaft. Mehrstimmige Mäbchenchöre, ernste und heitere Gebichtvorträge unb bramnti|dje Darstellungen der Schülerinnen, non Lehrer Pfeifer dahier eingeübt unb geleitet, beschloßen bie stimmungsvoll verlaufene Feier.
Grünberq. 17. März. Di; jüngste Gemeinderatssitzung unter dem Vorsitz des Bürgermristers Iöckel brachte il a. folgendes: Im Anschluß an den Ge neinderatsbeschluß vom 25. Mai 1926 wird beschlossen, daß dem Iohann Heinrich Krumm, früher in Ahenbain. je t in (Arünberg woh-haft. für das voi Dr. Koch erworbene Gru rdstück (3169 Quadratmeler groß) auf dem Ga'lusmar't 3000 Mk. erhält. Au wr- dem erhält Krumm die ihn bnm Ankauf dieses AckerS e.ttstandenen Rotariats- und Gerichtskosten. sowie die Grund'rwerbssteuer ersetzt. Die auf dem Grui dflück noch ruhende Hypothek von 1Q00 M(. wird mitübernommen. Gin Gesuch der Firma Haas & Comp. um Regelung der Extra ä l tun n vom Frühjahr 1927 wird zurückgestellt, da der Gemeind'rat nicht beschluß- -ahig ist. — R e u b a u t e n f ü r W o h n u n g s- zwecke. die im Iahre 1928 begonnen werden, sollen außer dem Iahre 1923, noch weitere drei Jahre von der Grundsteuer für die Gemeinde befreit bleiben. — Diejenigen Holz- • nufer, die bei der Stadt bei Der letzten Ho zversteigerung Holz gnauft haben, erhallen "em Kaufpreis 3 Prozent Rach' aß, wenn das Hol.grld bis 15. A rii D. I. b<ai)lt ilt
L^rers ^ricvderg.
fische Staat ben neuen Generalkulturplan im oberen Vogelsberg zur Durchführung bringt, unb wenn Die Regierung gleichzeitig größere Mittel zur Durchführung bereiistellt. Es wirb ferner verlangt, daß die Gemarkung Gedern z» dem großen Projekt bes neuen ®en<ralful- tur planes im Vogelsberg ganz zu gezogen wird."
Kreis Alsfeld.
Alsfeld, 17. März. Auf Einladung des Evangelifchen Bunbes Alsfelb fand am Freitagabend in Der hiesigen Turnhalle ein G e - meinbeabenb statt, in welchem Mijj'.onsinipek- tor Schulze (Berlin) vom Allgemeinen eoange- lijch protesta.ltischen Missionsvercin (Ostasienmifjloii) über die Frage sprach: „Was gehl in China vor? China an ber Schwelle einer neuen Zeit." Der Rebner gab zunächst einen Ueberblick über bie geschichtliche Entwicklung ber Nieberlassungen Der Ausländer in Ehina unb bereu Auswirkungen
"«ÄS'
1
M4
SW ist
r tunb u T "h du
»Nr
Hal |ein alt«« V'«
drSZG tern, gelten.
18. M, stiert ßi
ratgheDer, auherdea, erfreut unserem trauten Mendorf ' T vtandesamtlich unserem Dorfe zu be-
r Geburten betragt 19 ölt igen 8. der SlerbesAle 12, 3 in btt Stlinit unb eint
^-tzvhital.
■ 18. Dem bichari! fteinrid) Flach wurden jir Dienstzeit bei der Reichsdah. ihre als Vorstand des hiesig , Anerkennungsfchreiben bis Hindenburg und des Te ^ichsbahn, Dr. Dorpmül- ich ist Präsident des HIesW l a^emein beliebt .Marz. Der hiesige Tefang- ranz" veranstallete zur Feier !estehens ein wohlgelungenes Wirkung einer Elreichorchelier». die Ghöre mit feinem mufifa- ib edler Tongebung zu Gehör, n Mbenb durch flott gespielte ndichter oerlchönen, und ein ßen Beifall aus. Die Leitung . der instrumentalen Tarbk- Men Händen der Mgcnleo m.
cz. Um Eichungen und cen- ahndamm der Oiefeen- etrede vorzubeugcn, Vieler Rigole und Stutz- Damm nabe des Wdi'kter an : &e geplant. Mt Mb hn- I erind-lMME i ongelahrcn, öif & ' bcn ™ moenbung staden l°aen- .
n w 'N sruhcren l Mind empfunben, bafe JJ ciinM Turngarten st l iä-e vebunaen unserer 6* frmies. A"Ä bei turnens«
m Freien abgehollen ; SeobaW. W rlta T.rng°rtM.zuL
Platz Hutter ber neuerweiterten Turnhalle zur Ver- iügung stellte. 3n ben lebten Wochen wurde der etwa 1 Morgen große neue Pl-.tz mü einem lajönen Zaun versehen unb kann nun als Turn.pielplatz li.r unsere 3ugenb benutzt werben. Unsere turnende Fugend begrüßt die Neuerung mit Freuden.
I Rabertshausen, 18. März. Der Haus- wirtschaftliche Kursus ber Wanber- haushaltungsfchule des Kreises Gießen beendete dieser Tage den sechswöchigen letzten Wm- itrlel)rgang mit einer in allen Teilen wohlgelun i.enen Schluhseier. Insgesamt nahmen 15 Schüle- rinnen an bem Kursus teil. Von ben hiesigen elf Teilnehmerinnen waren 6 jortbilbungsjchulpslichtig, ben übrigen fünf waren 2 verheiratet. Aus bem , ichbarten Ulfa beteiligten sich 4 Schülerinnen. I


