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kens In der Reichsverfassung, sowie die Forde­rung eines Vodrnreformgese^es. $ie Boden- reforinsrage sei die soziale Frage der heutigen Zeit, sie sei eine VoUsfrage. Mit der c ,aftung cines Bodenreformgesetzes, dessen Ent­wurf schon feit Jahren vorliege, würde die Bo­denspekulation in den Städten verschwinden. Der Redner beschäftigte sich dann mit der im Jahre t924 erlassenen Deamtensiedlungsverordnung, mit deren Hilfe über 3500 Heimftättendarlehen für abgebaute Beamte vergeben worden seien, von denen etwa 75 Prozent den früheren Gehalts­gruppen 2 bis 6 angehört hätten. Er besprach weiter das im Jahre 1927 verabschiedete Be - amtenheimstättengesetz, um sich dann eingehend mit der im lausenden Jahre von den BeamtenspitzeTwrganisationen gegründeten 2 e - amtenbausparkaffe zu beschäftigen, die vom Reich und den Ländern als Abtretungs- stelle nach Maßgabe des Beamtenheimstätten­gesetzes zugelassen sei. Diese Beamtenbauspar­kasse gewähre den Beamten gegen Abtretung eines Teils ihrer Bezüge unkündbare Heüu- stättendarlehen bei Auslosung zu 41/3 Prozent, und zwar konnten diese auch als nachstellige Hypotheken innerhalb 100 Prozent des Bau- und Dodenwertes eingetragen werden, also an

Puppenparadies.

Von Helene Schede.

Sonneberg, die schurucke mein in gische Stadt am Fuß der hochaufragenden Thüringer Berg«, ist seit zweieinhalb Jahrhunderten die unerschöpf­lich« Arche Aoah, aus der sich die Spielsachen für die Weihnachtstische einer ganzen Welt er­gießen. Nürnberger Kaufleute, die aus ihrem Weg zur Leipziger Messe in diesen Ortschaften rasteten, legten schon vor dem Dreißigjährigen Kriege den Grundstein zu der weitverzweigten Spielwarenindustrie. In diesem Paradies der Freude herrscht die Puppe als Frau Königin. Sie bleibt die Schönste im Land. Spiegelnde Wellen sagen eS ihr, Tannen, in deren Zweige die Sterne glitzern, schließen einen schützenden Wall um ihr Schloß, ihren Augen gibt der Him­mel die Dlätze, und die Sonne färbt ihre Wan­gen rot.

Ein aufschlußreiches Museum zeigt die Ent­wicklung dieser Wesen, denen in ihrer jetzigen Vollkommenheit zum Menschsein nur noch das Herz, dieses kleine, pochende, unergründbare Ding fehlt. Fast prähistorisch muten die Docken um 1730 an. Es sind Jungfrauen voller Tugend mit gotischen Leibern, steifen, hölzernen Gliedern und Gesichtern, in denen sich das Leben als ewiger Buh- und Dettag widerspiegelt. Etwas zutun- licher werden die Damen in der zweiten Hälft« des 18. Jahrhunderts unter den liebevollen Hän­den der Bossierer, die sie auS einem schmieg­samen, aus Roggenmehl und Leimwasser ge° mischten Teig formen. Doch nicht lange danach bringt die Erfindung des Papiermaches ein neues, vereinfachtes Verfahren, das den Sieg der Massenfabrikation über die individuelle Leistung bedeutet. Die Papiermasse wird in Gips- und Schweselformen gepreßt, aus denen in kürzester Zett beliebig viele und gleiche Muster fallen. Rach erbitterten Kämpfen müssen die fleißigen ./Bossierer" dieg'spahigen Farben" zur Seite legen und den verachtetenDrückern" den Platz einräumen. Die neue Industrie blüht, ins In­land und nach allen Hasenplätzen wird die Ware versandt. Jetzt nehmen die Puppen die zierlichen

letzter Stelle stehen. Die unbedingte Sicherheit, welche das Beamtenheimstättengesetz biete, lasse auch die Möglichkeit zu, gegen Verpfändung der Abtretungsrechte vorzeitige Darlehen zu er­halten. Die Sparbeträge würden mit 3'/, Pro­zent verzinst. Zur Frage der Schaffung von Wohnungen übergehend, verwarf der Redner bie Erbauung von drei- bis vierstöckigen Häusern sowie Wohnungen mit weniger als drei Räu­men. Mtt öffentlichen Mitteln dürften keine Wohnungen mit weniger als drei Räu­men erbaut werden. Wir müßten uns in dieser Hinsicht mehr einstellen für die Zukunft un­seres Volkes. Durch die Schaffung kleiner Woh­nungen würde wohl die Wohnungsnot schneller beseitigt, aber das Wvhnungselend verewigt. Zum Schluß erörterte der Redner noch den in der Deamtenbausparkasse verankerten Fa­milienschutz. Auf Grund dieses hätten nach Gewährung des Darlehens die Hinterbliebenen beim Tode eines Beamten keine Sparbeträge, Zinsen, oder sonsttge Abgaben mehr zu leisten. Die Heimstätte würde dadurch für die Familie über den Tod des Beamten hinaus gesichert.

An den interessanten Vortrag schloß sich eine rege Aussprache, die sich teütodfe auch auf die bestehenden privaten Bausparkassen erstreckte.

Manieren der Rokokoprinzessinnen an. Sie tragen Spitzenschals, rauschende Schleppen, seidene Krinolinenröcke. Sie trinken aus vergoldeten Tassen und können schon eifrig bei jeder kleinen Sensation mit dem Kopf nicken, tim die Wende des Jahrhunderts kehren die Damen, des ge­setzten Alters müde, in die goldne Kinderzeit zurück. Dieschöne Puppe" feiert Triumphe. Sie hat blonde Locken, echte schwarze Zöpfe, himmel­blaue Augen und einen leise zwischen Perünutter- zähnen sich öffnenden, ewig lächelnden Mund, der namentlich den kleinen Mädchen jenseits des großen Wassers dashappy end aller Dinge verkünden soll. Damals und noch bis vor dem Krieg wurden dank der starken Ausfuhr nach Amerika allein in Sonneberg hundert Fabriken mit der Herstellung der Puppen beschäftigt.

Die Zahl der Firmen hat sich durch den im Ausland einsehenden Wettbewerb verringert. Immerhin arbeiten noch viele Betriebe, und die Puppe hätt ein volles Heer von Arbeitern in Atem. Mächtige Fabriken, Männer, Frauen, Maschinen, Heimarbeiterinnen gehorchen diesen sanften blauen und braunen Augen. Eine ganze Stadt von Lagerräumen, Werkstätten, Mufter- zimmern, Operationsfälen, Frisier- und Schnei- derftuben steht im Dienst dieser verwöhnten Schönen. Wohin man schaut Puppen und nichts als Puppen. Sie füllen zu Hunderten die Tische, Regale. Schränke, Vitrinen. Rackt und frierend, mit kahlen Köpfen sitzen sie eng aneinander- gepreßt in Riesenkvrben, die wie Rettungsboote an den Wänden verankert sind. Berge von Leibern. Armen, Beinen, von Kopsen, die einen Hals und Glieder, die einen Rumpf suchen, be­decken die Fußböden. An langen Tischen nähen die Operateure die einzelnen Teile zusammen, fügen die Gelenke in die Gelenklapseln, setzen mit verblühender Willkür, unter völliger Ver­kennung des anatomischen ADEs den Sprech­apparat in die Magengegend ein. Die Haarkünst­ler nehmen die Gvatöchter zwischen die Knie und leimen über die Hirnschalen, in denen nie ein Gedanke lebendig wird, Dauerwellen, Gret- chenzöpse und Dubikopfsrisuren. In den Schnei­derwerkstätten werden die Puppen eingekleidet. Maschinen surren, Zuschneidemesser ragen blank und scharf aus den Tischen und schneiden auf

Handball im Turnverein 1846 Gießen.

Das Spiel gegen Turn- und Sport 1860 Mar­burg ging 3:2 verloren. Schon nach 10 Minuten lag Marburg, das eine Reihe neuer Spieler ein­gestellt hatte, mit 2:0 in Führung. Beide Tore schoß der Linksaußen des Platzvereins, dessen Gefährlichkeit zu spät von der Hintermannschaft erkannt wurde. Gießen vermochte zwar bis Halb­zett 1 Tor aufzuholen, zum Ausgleich, der sehr verdient war, langte es nicht. Rach dem Wechsel spielte 1846 ziemlich überlegen, konnte jedoch nicht verhindern, daß Marburg zum dritten Wale einsandte. Kurz darauf stand das Spiel 3:2. Beim Schlußpfiff sah man Gießen 3:2 unverdient geschlagen.

Handball in Großen-Brrseck.

Tv. Großenvuseck I Mtv. Gießen I 2:2 (2:0).

Zur großen Ueberraschung des für Busecker Ver­hältnisse äußerst zahlre.ch erschienenen Publikums konnte der Mio. in Buseck ein Unentschieden her­ausholen. Das lag vor allem an der Zerfahrenheit des einheimischen Sturms, der sich scheinbar auf fremden größeren Platzen besser entfalten kann, als zu Hause. In der ersten Halbzett konnte Buseck zeitweise stark drücken. In der zweiten Halbzeit war völlig verteiltes Feldspiel, das sich zeitweise sogar in leichte Ueberlegenheit der Gießener umwandette. Das harte Spiel, dessen sich der Mtv. am vorigen Sonntag in Gießen befleißigt hatte, schien sich etwas gemildert zu haben. Beim Stand 2:2 ließen sich die Gießener jedoch, als [te mit Gewalt noch den Sieg erringen wollten, wieder gehen. Durch die nun auf» tretenden Härten und durch die davon verwirkten Strafstöße entstanden kurz vor Schluß noch zahl­reiche kritische Situationen vor dem Gießener Tor, die jedoch zu keinem Erfolg mehr führten. Durch den neuen Verlust des einen Punktes sind die Aus­sichten der Gießener auf die Meisterschaft noch mehr in Frage gestellt, da der zweite Hauptanwärter, Wetzlar, als letztes Spiel Buseck in Wetzlar hat, dessen Ausgang sehr ungewiß ist, und Wetzlar bei Gewinn einen Punkt vor dem Mtv. steht.

Handball der Gp.-Dg. 1900.

1900 I 03. f. L. Wetz'ar 11:4.

1900 II V. f. L. Wetzlar II 2:2.

1900 I. Jgb. B. f. L. Wetzlar I Jgd 4:3

ö. Die Frage der Lahnkreishandball­meisterschaft ist am Sonntag zugunsten des B. f. L. Wetzlar entschieden worden. Rach hen gezeigten Leistungen zu urteilen, ist die Wetzlarer Mannschaft dieses Titels durchaus würdig zu er­achten. Für die 1900er waren die Siegesaussichlen auf ein Minimum herabgesunken, als unerwarteter Weise außer dem linken Verteidiger noch drei Stürmer ersetzt werden mußten. Trotzdem lie­ferte die Mannschaft ihrem großen Gegner, der zweiAushelfer" in seinen Reihen hatte, ein recht gutes Spiel. Das Treffern war äußerst schnell und interessant und stand vor allem auch technisch auf hoher Stufe. Durch den fast obligatorischen Straf­wurf gingen die 1900er schon bald nach Beginn in Führung. Es hatte den Anschein, als ob sich die Platzbefitzer besser zusammenstnden würden, und die Wetzlarer Hintermannschaft konnte nur mit Müh« di« schnell vorgetragenen Angriffe abstoppen. Doch inzwischen kam der D. f. ß.-öturm unter Führung von Paulus immer mehr in Schwung und gab Proben guter Zusammen arbeit. Einen Bombenwurf deS Gästemittelstürmers konnte Gießens guter Hüter infolge der Boden­glätte nicht mehr erreichen, und kurz vor Halb­zeit mußte er sich von dem vorzüglich aufgelegten Wetzlarer Rechtsaußen zum zweitenmal geschlagen bekennen. Rach dem Seitenwechsel blieb das Spiel wetterhin verteilt. Die 1900er schafften mit Bra­vour, hatten aber das Pech, ebenso wie in der ersten Halbzeit, einen 13-Meterball nicht zum Tor verwandeln zu können und manchen anderen Ball, den man gewissermaßen schon, im Retz sah, von Wetzlars überragendem Hüter gemeistert zu sehen. Der D. f. L. hingegen verstand es, durch zwei wettere Tore (durch Paulus und Voß) den Sieg sicherzustellen. Beide Mannschaften zeigten gute Leistungen und hatten kaum schwache Punkte aufzuweisen. Das für den Spielausgang entscheidende Moment war der Mangel an flüssi­gem Spiel bei Gießens Fünferreihe. Schiedsrichter H e n tz s ch vom P. f. D. Gießen war bis auf die Vornahme der zwei Herausstellungen (Wetzlars linker Läufer und 19008 rechter Verteidiger) gut und aufmerksam.

Die zweiten Mannschaften machten sich daS Leben nicht ganz so sauer wie die ersten Garni-

einmal zwei Dutzend übereinanderaeleate Schnitte. Auf ab gehen di« Fäden, laufen die Radeln, Seide knistert, blaue und rosige Stoffe bauschen sich zu leichten Wolken. Als billige Massenware und teure Charakterdocken, als Dirndl und Buben, Bauern und Matrosen, Schullinder und Säuglinge verlassen die fertigen Puppen die Rähsäle und wandern in die Packräume. Hier werden sie facht in weihe Kartons gebettet, mit Erkennungsmarken beklebt und in alle Welt versandt, um am Weihnachtsabend Millionen vvn kleinen, warmen Mädchenherzen zu erfreuen.

Zi'pipo kocht Spaghetti.

Das ist ein Kunststück und eigentlich auch ein Seelengemälde, ein Stuck Bolkspshchvlogie. Zi'Pipv war ein Wontico, d. h. auf einem der sieben Hügel der ewigen Stadt geboren, und ein glänzender Koch, der mit stets schneeweißem An­zug würdevoll in feiner Küche Han irrte. Er war der Lehrmeister eines jungen Deutschen, der es ihm zu verdanken hat, wenn er ein G e n 1l e - inankoch wurde, und der im Dezemberheft von Belhagen St Klasings Monatsheften u. a. über diese seine erste und wichtigste Lehr­zeit plaudert.Signorino", begann Zi'Pipv, als er die goldgelben Stangen der Spaghetti ins kochende Wasser tat,man foefct sie fünfzehn Minuten. Die Reapolitaner freilich, diese Schweine, kochen sie zehn, aber" und nun folgte jene unnachahmliche Gebärde der empörten Abwehr, bei der die Hand mit der Innenseite nach außen und etwas gespreizten Fingern nach vorn gehoben wirdes sind halt Reapoli­taner". Der Zi'Pipv hatte völlig recht: dieReap- ter Rudeln sind saft durchgängig zu hart, wäh­rend die römischen genau die richtige Konsistenz aufweisen. Es ist, tote ich hier für alle Liebhaber der sich endlich auch bei uns immer mehr ein- bürgernden hervorragenden Speise bemerken möchte, durchaus notwendig, die Spaghetti 15 Minuten im kochenden Wasser zu lassen, und nicht, wie es leider häufig geschieht, sie etwa sieben bis acht Minuten zu wchen und dann nur ziehen zu lassen: sie werden auf diese ketzerische Manier immer matschig. Sehr wichtig ist. daß sie nach dem Garwerden in einem geräumigen Sieb

hrren und teilten sich mit 2:2, Hakbzett 1: L in die Punkte. Beachtenswert ist, daß das Spi^ 190Lersetts met nur 9, späterhin 10 Mann durch­geführt wurde, ein Beweis, daß die Gießener Hintermannschaft auf dem Damm war.

Wintersport im T. V. v. 1846 Gießen.

Wohl schrn ebensolange wie man den Schnee­schuhlauf in Deutschland vevernsmässsiz betreibt, kennt man auch in der D.T. und besonders tn> ihren Gebirgsv^inen W n e.sport-Abtcilungen. Schwer ist es dagegen, ihm ii der Ebene Eingang in die Turnvereine zu verschaffen. Nachdem aber durch geetgne e Zugoerbindungen und billige tin- terkunftsmöglichkeiten auf dem Hoherodskops uns Gießener ein so schönes Schneelausgelände erschlossen worden ist. ha auch der Tv. von 1846 eine Schneelaufriege gebildet. Gleichzeitig ist eine Eis lauf riege gegründet worden, die es sich zur Ausgabe machen wird, den sportlichen Eis­lauf in Gießen nach besten Kräften wieder auf die Höhe, wie vor dem Kriege, zu bringen. Eine Besprechung über Wintersport findet am Donnerstagabend statt. (Siehe heutige Anzeige.) Steinberg I1900Gießen II 4:4 (1:3)

Am Sonntag weilte die Ligareserve don 1900 in Steinberg zu einem Propagandaspiel. Die Gießener traten nur mit zehn Mann an und konnten doch in der ersten Halbzeit das Spiel führen. Bis zehn Mi­nuten vor Schluß der ersten Halbzeit stand dar Resuttat 3:0. Als Steinberg sein erstes Tor schoß, kam großer Eifer in die Steinberger Mannschaft. In der zweiten Halbzeit konnten die Steinberger den Ausgleich, ja, sogar ein viertes Tor erzielen (4:3). Ein Gluck für die Gießener, daß fünf Minuten vor Schluß durch einen Elfmeter das Resultat auf 4 4 gestellt wurde. Bei der Gießener Mannschaft wirkten zwei Ligisten mit.

Arbeiier-Tunr- und Sportbund.

Dehlarl Heuchelheim I 3:1.

Zu einem Freundschafts p el trafen sich beib4 Mannschaften am Sonntag in Wetz'ar: Wetzla» komplett, Heuchtlheim mit Ersatz. Die Einheimi­schen legten sofort ein flottes Spiel vor. Schon nach 10 Minuten konnte Wetzlar in Führung gehen. Es folgte dann flottes Spiel, bi dem sich beide Mannschaften als geichwertig zeigten. Kurz vor Halbzeit konnten die Gäste durch Hand­elfmeter den Ausgleich erzielen. Rach Sei en- wechsel kam Wetzlar wieder gut durch und konnte das Rcfultat auf 2:1 fielen. Run war eS Heuchelheim, das mit aller Macht auf Aus­gleich spielte, es behauptete eine Zettlang daS Feld, formte jedoch nichts erreichen. A lmähsich drückte sich auch Wetz'ar wieder durch und konnte das Resultat auf 2:1 stellen. Run war «s Heu­chelheim, das mit aller Macht auf Ausgleich spielt«, es behauptete eine Zeitlang das Feld, konnte jedoch nichts erreichen. 2ll'.mählich druckte sich auch Wetzlar wieder durch und konnte kurz vor Schluß das Resultat auf 3:1 erhöhen.

Hanau 1 (kreisklasse Meseck 1 7:1.

Mit wenig Siegesaussichten trat die erste Mannschaft Wie secks die Fahrt nach Hangu an. Auf vereistem Spielfeld? stellte sich Hanau kom­plett, während Wieseck mit reichlichem Erl atz erschien. Dementsprechend war auch der Spiel­verlauf. Hanau, das ein wundervo'les Flach- spiel zeigte, lag bereits bei Halbzeit mit vier Toren in Führung. Rach Seitenwechsel konnte Wieseck sich etwas besser behaupten und konnte den folgenden drei Toren wenigstens das Ehren­tor entgegensetzen. So mußte Wieleck mit einer Z: 1-Niederlage dl« Heimr.ttle antreten.

Daubringen I Grünberg I 8:3.

Grünberg stellte sich eme.u stärkeren Gegner im Freundschafkss Piel. Obwohl ein Klassenunter­schied herrschte, der auch scheinbar im Resultat! sich ausdrückte, war die tieberlegenheit Dau- bringens nicht so überzeugend, wie das Resultat es sagt.

Watzenborn I Gießen Jugend 3:3.

In Wazenoorn, dem R.uling oes 3. Bezirkes, stellten sich diese Mannschaften zum Freund-' schaftsspiel; Watzenborn war komplett, Gießen mit nur neun Mann, In flottem Spiel konnte Gießen bald in Führung gehen. Dis Halbzeitt stellten jedoch die Einheimischen das Resultat auf 2:1. Rach Seitenwechsel folgte weiter flotte« Spiel. Gießen konnte bald den Ausgleich und weiter auch fern drittes Tor erzielen. Erst kur, vor Schluß gelang es Watzenborn, das Resultat unentschieden 3:3 zu gestalten.

knochentrocken geschüttelt werden, ja, es schadet nichts, sie ganz kurz mit kaltem Wasser abzu­schwenken. Alle schmierigen Mehl rückstände, welche oft in unseren Restaurants die Rudeln so unappetitlich und das Gericht schleimig machen, verschwinden auf diese Weise vollständig. Don Wichttgkeit ist, daß in der Servierschüssel «ine tüch ige Por ton Butter auf bie Spaghetti wartet, die in diesem Gesäß nun tüchtig durch- einandergemengt werden müssen, damit sie die Butter annehmen. Dann kommt eine zweite Por­tion derselben Materie oben auf die glänzenden Mehlschlangen, die dann von alleine zergeht, und die Schmackhaftigkeit bedeutend steigert. Muh ich hinzufügen, daß mit Parmesankäse nicht ge­spart werden darf? Es kann gar nicht genug, natürlich in geriebenem Zustande, zu allen nicht fußen Rudel- und auch Reisgerichten serviert werden!

Hochschulnackrichien.

Der auherordenttiche Profesior für römische« Recht und Arbeitsrecht an der Grazer tini* verfität, Dr. Julius Georg Lautner (ein ge­borener Wiener) hat einen Ruf als ordentlicher Professor für Bürgerliches und Arbeitsrecht an die Handelshochschule Mannheim zum Svm- mersemester 1929 erhalten.

Zum Aachsolger des Geh. Rats Prof. Hans von Schubert auf dem Lehrstuhl der Kirchengeschichte an dec Heidelberger Universität ist Pro­fessor D. Dr. Walther Köhler von dec tini» versität Zürich in Aussicht genommen. Zur Wiederbeietzung des durch den Rücktritt des Ge­heimen Rates Deckenkamp an der tiniversi.ät Würzburg erledigten Ordinariats für Mine­ralogie und Kristallographie ist ein Ruf an den o. Professor Dr. Kurt Spangenberg in Kiel ergangen.

Das durch den Rücktritt deS Geheimen Rates Ed. Schwartz an der tiniversität München sreiwcrdende Ordinariat der klassischen Philo­logie ist dem ordentlichen Professor Dr. Rudolf Pfeiffer in Freiburg t D. angeboten worden.

Tumen, Sport und Spiel.

Herbstwaldlauf des Gaues Hessen D. T.

-o- tinter der Leitung VON Gauoberturnwart W. Will, Gießen, sammelten sich am Sonntag auf dem tiniversitätZsportplatz zu Gießen Lang­streckenläufer aus dem He sengcm zu dein Herbst­waldlauf, der diesmal, durch timstände verspätet, zu einem Winterwaldlauf wurde. Die technische Durchführung lag in den Händen des Turn­lehrers Willi Mohr vom Tv. 1846 Gießen.

Don den Turnern (1910 und früher geboren) belegte nach einem Lauf von 5000 Meter den ersten Platz Hans Koch vom Mtv. Gießen, den zweiten Heinrich Kreutzer vom Tv. Schlitz, den dritten Karl Schaaf, den vierten Albert L a u r i s ch a t beide vom Tv. Dernsfeld, den fünften Otto Schmidt vom Tv. Langsdorf.

Die Jugend-Oberstufe (1911 und 1912 geb.) lief über eine Strecke von 2500 Meter und fah auf hem ersten Platz Gustav Koch vom Mtv. Gießen, dem zweiten Heinrich Grün vom Tv, Dernsfeld, hem dritten Willi Bollmüller vom Tv. Schlitz, dem vierten Fritz Weber und Karl Eckhardt vom Tv. Schlitz.

In der Jugcnd-tinterstuse (1913 und 1914 geb.) errang den ersten Platz über 1500 Meter Willi Dehnen vom Tv. Dernsseid, den zweiten Hans Steuerwald vom Tv. 1846 Gießen, den drit­ten Walter Hällmayer vom Tv. 1846 Gießen.

Auf jeder Strecke wurde ein Mannschafts­lauf durchgeführt: in der Turnerstufe errang die Urkunde die Mannschaft des Tv. Dernsfeld in der Besetzung: Karl Schaaf, Albert Laurischat und August Glatthaar: bi der Jugendoberstufe di« Mannschaft des Tv. Schlitz mit Willi Bollmöll«r, Fritz Weber und Karl Eckhardt: in der Jugendunterstufe di« Mannschaft deS Tv. 1 8 4 6 Gießen mit Hans Steuerwald, Walter Hällmayer und Willi Hanke.

Aus -em Gau Hessen O. T.

Frauenturnen.

-o Am Sonntagnachmittag sah der Männer- lurnverein Gießen die F ra ue n ab t eN un ge n aus dem Gau zu einer planmäßigen Uebungs- stunde bei sich zu Gast. Reue Abteilungen sind aufgeftellt von den Turnvereinen zu Homberg an der Ohm, Cappel und Rieder-Wöllstadt, so daß der Gau zur Zett 42 Abteilungen zählt. Der Gauwart Rudolf Paul, Gießen, lieh einleitend alle erneut an sich selbst die Erfahrung machen, wie schon durch einfache Hebungen in entsprechender Auswahl und lebhafter Ausfüh- rung in kurzer Zett der Körper turnerisch um­fassend burchgearbettet und damtt für höhere Leistungen vorbereitet werden kann. Bon den Stabübungen wurde die erst« Gruppe mit Zwi- schenübung bis zur rhythmischen Wiedergabe nach Musik entwickelt, während die beiden anderen Gruppen von Turnerinnen des Tv. 1846 Gießen

in mustergültiger Darstellung zu vorläusiger An­schauung gebracht wurden. Die Gruppen sind in ihrem Aufbau vom Gauturnwart entworfen und vom Gauturnausschuß in die Pflichtübungen für den Wettkampf ausgenommen worden. Frl. Luise Schwarz, die Leiterin in der Tgde. Friedberg, führt« in zwei neue Volkstänze ein. Grundlegende Formen für die späteren Pflichtübungen am Pferd leitete der Gauwart, solche am Darren der Ab­teilungsleiter Heinrich Schneider vom Tv. Wetzlar,

Kunstturnen in Großen-Linden.

D Großen-Linden, 17. Dez. Zum zweiten- male trat der hiesige Turnverein (D. T.) mit einem Kunstturn « und Werbeabend größten Stiles am Samstagabend an die Oeffent- lichkeit. Zu dem Kun st turnen am Darren, Reck und Pferd traten folgende Turner an: Turn­lehrer Willi Sin newell (Dad-Rauheim), Ernst Winter, Herbert Müller und Richard Jan ns en von der TurngemeindeEintracht" (Frankfurt a. M), Fink und G o e t s ch (Mar­burg), Eckhart (Ridda) und vom Turnverein Großen-Linden Weiß, Keßler. Leun, Wei­te r s h a u s und Seth. Pfeiffer (Frankfurt a.M.) und Reuter (Gießen) waren ant Kom­men verhindert. Die Leistungen sämtlicher Glie­der dieser Riege waren Spitzenleistungen. Auch die Darbietungen einzelner der Turner in Fall-, Doden- und Stabübungen waren Musterleistun­gen und wurden von den vielen Besuchern, unter denen sich zahlreiche Turner aus Rachbarvereinen befanden, mit stürmischem Beifall ausgenommen. Die Vorführungen der einzelnen Riegen des hiesigen Turnvereins fanden allgemeine An­erkennung. und zeigten, daß in dem Verein, der allein zwei Sieger beton Deutschen Turnfest tn Köln gestellt hatte, bester turnerischer Geist herrscht. Allerdings stehen dem Verein Führer zur Verfügung, die mit ganzem Herzen der Tum- sache ergeben sind. Die Leistungen der Schüle­rinnen in Freiübungen und Keulenschwingen, ein» aeübt von Turner Klingelhöfe r, und die tiebungen der Zöglinge am Riederveck unter Lei­tung von Turner Hofmann fanden all gemeine Anerkennung. Bssoniere Grwäh. u ig gebührt noch der Schulen.iegc, die unter ihrem Sumtoart Grimmel (Leihgestern) mustergültige und streng disziplinierte Pferd- und Reckübungen vorführte. Im Auftrag des Vereinsvorstandes dankte der erste Sprecher, Steinnagel, allen, die zum guten Gelingen der Feier beigetragen hatten. Redakteur Schneider (Butzbach), der zweite Bertreter des Gaues Hessen, sprach in begeister­ten Wvrten Von dem hohen Wert der edlen Turnerei: feinGut Heil" galt dean Deutschen Baterland. Eine aus Mitgliedern und Freunden des Vereins zusammengestälte Musikkapelle füllte die Pausen mit dem Vortrag guter Musikstücke aus. Dis Veranstaltung war eine sehr bedeutsam« Förderung der Turnsache. Der Turnverein kann mit berechtigtem Stolze auf dieses turnerische Ereignis zurückblicken.