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Berlin. 17. Oktober

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Datum: | 17. 10. 18 10. | 17. 10. | 18.10.

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Telcgra

Anfang Kur»

Strafkammer Gießen

Gießen, 16.17. Oft. Zwei Lage lang dauerte die Verhandlung gegen den Kaufmann Wilh. R. von Gießen wegen Betrugs und Sachbeschädigung. Das Schöffengericht hatte ihn im Mai d. 2. wegen fortgesetzten Betrugs zu zwei Zähren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Das Amtsgericht Gießen hatte im Zuli 1928 wegen Sachbeschädi­gung und Deamtennötigung auf drei Monate Gefängnis erkannt. 21. hatte gegen beide Urteile Berufung verfolgt, und demgemäß auch die Staatsanwaltschaft. Bach eingehender Beweis­aufnahme verwarf die Strafkammer beide Be­rufungen unter Festsetzung einer Gesamt­strafe von zwei Zähren vier Wochen Gefängnis und drei Zähren Ehrverlust. Das Gericht hielt für erwiesen, daß 21. in den Zachren 1925 bis 1927 teils allein, teils mit dem schon ab­geurteilten Gg. 21. und dem flüchtigen Walter St. fortgesetzt Kreditbetrügereien begangen habe: ferner daß er im Landesgerichtsgeiängnis Ein­richtungsgegenstände demonert und die Beamten zu nötigen versucht habe, ihn nicht abzuführen. Die erkannten Strafen wurden für angemessen erachtet.

Siemens 4 £>al?te ZranStabio . . . Lahmeyer 4 Lo..

Buveru» .... Deutfche Erdöl . Essener Steinkohle Geilenkirchen« .

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags. 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Fran;ön>che Noten . . . . . Holländische Noten...... Italienische Noten ...... Norwegische Noten......

Dentsch-Oesterr-, a 100 Lroaeo Rumänische Noten ...... Schwedische Noten ...... Schweizer Noten......

Spanische Noten...... .

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten .

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Letzte Nachrichten.

Commander Rosendahl über seine Erlebnisse anBord desSrasZeppelin"

Reu York. 18. Ott. (IDIB. Funkspruch.) Com- monder Rosendahl erklärte, die Fahrt habe un­bestreitbar die Epoche des Passagier-. Fracht- und Postoerkehrs über den Ozean mit Fahrzeugen nach demLeichter-als-die-Luft-Prinzip" eingeleitet. Dem amerikanischen Volke sei dringend ans Herz zu legen, mit dem Bau von Luftschiffen zu be­ginnen. Commander Rosendahl schilderte dann die Fahrt. Jn den ersten Stunden habe das Leben an Bord genau dem geglichen, wie man es von den großen Ozeandampfern her kenne. Dann aber, als man in stürrnisches Detter geriet, habe sich das Bild etwas aufregender ge­staltet. Durch den Defekt war eine Berringe- tung der Fahrgeschwindigkeit notwendig geworden, um die Gefahr für die mit der Ausfüh­rung betrauten Mitglieder der Besatzung zu ver­ringern, anderseits muhte das Luftschiff eine gewisse Fahrt behalten, um dem gewaltigen Schiffskörper im Sturm die S t e u e r f a h i g k e i t zu erhalten. Dr. Eckener hat keinen Augenblick gezweifelt, dah er imstande fein werde, das Schiff in der Luft zu halten. Seit dem Vorfall am Samstag wagten wir niemals wieder, die Maschinen mit voller Kraft laufen zu lasten. Fast bis zum Schluß der Fahrt hatten wir dabei mit Gegenwinden zu kämpfen.

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waren behauptet. Am Markte der Auslandrenten waren Anatolier gefragt und fester. 9m Verlaufe wurde die Haltung allgemein etwas freundlicher, da der Reichsbankausweis nunmehr etwas ftärfer be­achtet wurde und die Kulisse daraufhin weiteM>eckun° gen vornahm. Das Geschäft blieb jedoch minimal. 9.-G.-Farben, Bergmann, AEG. und Siemens waren je etwa 1 d. Sv höher. Kaliaktien gewannen etwa 2 v. H. zurück. Süddeutsche Zucker waren weiter etwas gefragt. Am Geldmarkt war Tagesqeld zu 7 n. Sy etwas leichter. Am Devisenmarkt schreitet die Besserung der Mark fort. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1964, gegen Pfund 20,353, London gegen Kabel 4,8502. gegen Paris 124,20, gegen Mailand 92,57, gegen Madrid 20,10, gegen Holland 12,0975.

Bcr^uer Börse.

Berlin, 18. Okt. Nach einem undurchsichtigen und zurückhaltenden Vormittagsverkehr wurde es vor Festsetzung der ersten Kurse etwas freund- l i ch e r. Gestern verbreitete 9nsolvenzberichte über süddeutsche Firmen hatten keine Bestätigung gefun­den, so daß die Spekulation eher Deckungsneigung bekundete, zumal der R e i ch s b a n k a u s w e i s per 15. Oktober eine günstige Beurteilung fand.

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Kunst und Wissenschaft.

Eine deutsche Eunda-Expedition.

Mit Hilfe der Rotgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft ist eine Limnolvgische Forschung s- expedition nach Zava und Sumatra ausgerüstet worden, die von den Professoren Thienemann (Plön-Holstein), R u t t ne r (Lunz a. ©.) und Feuerborn (Münster i. W.) durchgeführt wird. Die Expedition ist bereits in ihrem Arbeitsgebiet eingetroffen. Sie hat die Erforschung des Lebens in den seltsamen und rätselhaften tropischen Binnengewässern Zavas und Sumatras zum Ziel. Die Untersuchungen werden an Binnengewässern. Quellen usw. mit den Hilfsmitteln der modernen - Forschung vor­genommen. Während die Biologie der tropischen Meere schon früher wiederholt Gegenstand wissen­schaftlicher Untersuchungen der Expeditionen war, ist die Limnologie der tropischen Binnengewässer noch gänzlich unerforscht. Die Tlntersuchungen, die von den deutschen Gelehrten eingeleitet wer- den. können auch für Fragen der Klebertragung tropischer Krankheiten und für Fragen, die an die Bekämpfung der Malaria anschliehen, praktisch Bedeutung gewinnen. Die vor allem von der Rotgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft fi­nanzierte Expedition ist auch durch einen Beitrag der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften unterstützt worden.

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RIötfncriDerfe . Köln-Neuelfen. .... Mannesman».....

ManSselder . Oberfchlef. Eilend. Bedarf Oberfchlef. KokSwerke . .

Niebeck Montan . . . Bereinigte Stablw. . Olavi Minen . . Kall Afchersleben . . Kali Westeregeln. . . Kaliwerk 6aübctfutt|

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Jei au* §vnner fen5 spräche

In der Tat hat die Gesamtkapitalanlage der Bank um 241 Millionen abgenommen, obwohl die Lom­bards um 55,7 Millionen auf beinahe 115 Millionen anqewachsen sind: auch die Notenabnahme um 318 Millionen, die erneute Geldabnahme um fast 20 Mil­lionen und die Besserung der Deckung um 45 v. H. regten an. Das Ausland schien aber wieder recht uninteressiert, auch das Publikum bekundete große Zurückhaltung, so daß die Spekulation schon zu den ersten Kursen wieder unsicher wurde und diese selbst dann schon wieder niedriger waren, als man vorher tarierte. Im allgemeinen sind die Veränderungen gegen den gestrigen Schlußkurs nicht als nennens­wert groß zu bezeichnen. Durch feste Haltung fielen Schlesische Gas mit plus 3,75 uSy, Polyphon plus 6,5 v f) auf. Bemerkenswert schwach notierten Bemberg mit minus 5,75 v. Sy NAG., die 4,5 v. Sy verloren. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer geschaftslos, Mazedonier fester. P f a n d b r i e f m a r l t ohne nennenswerte Umsätze. Der G c ldmarkt war im allgemeinen unverändert. Tägliches Geld war mit 6,5 bis 8,5 v. Sy gesucht, Monatsgeld 8 bis g D. Sy Warenweuisel nannte man mit 6,9 bis 7 o. Sy Auch im Verlaufe konnte sich keine einheitliche Kurs­entwicklung durchsetzen. Die letzten Werte, mit Aus­nahme von AEG. und Siemens, waren auf bedun­gen etwas höher. Polyphon gaben in Reaktion auf die anfängliche Steigerung einige Prozent nach. Bei den Brauereiaktien drückte angeblich Prämienware bis zu 2 v. Sy den Kurs. Auch Reichsbank etwa 2 dSy unter Anfang, dagegen Kaliaktien mit 1 bis 2 v. Sy erhöht. Ueberhaupt setzte sich gegen Ende der ersten Börsenstunden die freundliche Grundstimmung wieder besser durch, so daß das Anfangsniveau fast wieder erreicht wurde.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 18. Oft. Der Frank­furter Predultenmarkt verkrhr'.e in ruhiger Hal­tung. Die etwas schwächeren Auslandno ierungen blieben auf die Preisgestaltung ganz ohne Ein­fluß. Bur übte die Händlerschaft aus diesem Grunde wieder größere Zurückhaltung, so daß älnrsähe kaum zustande kamen. Die Preise blieben unveränd rt und gut behauptet. Es wurden no­tiert: Weizen 23,63 bis 23,75 Ml., Roggen 22,75 bis 23, Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 25 75. Hafer, inländischer, 23,25 bis 23,50, MaiS (celb) für Futterzwecke 21,50 bis 21,75, Weizen­mehl, süddeutsches Spezial 0 34 bis 34,50, Rog- cenmehl 30,50 bis 31,50, Wei^nlleie 14,25, Roggenlleie 14,75 Mk. Tendenz ruhig.

frankfurter Schlachtviel;markt.

Frankfurt a. M 18. Oft. Auftrieb: 64 Rinder, 859 Kälber, 614 Schafe, 473 Schweine. Cs wurden nol'ert: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 72 bis 76 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 66 bis 71; geringe Kälber 57 bis 65. Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 44 bis 49; mittlere M«st- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 43; fleischiges Schafvieh 30 bis 37. Schweine: Bollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 77 bis 80; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 75 b:.5 79; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 70 bis 75 Mk. Marktverkauf: Schweine langsam, geringer äleberstand. Kälber und Schafe ruhig, ausver- kaust.

<% Schweiz. Bunde-d.-Lnl.. . .

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4% Ungarische SlaaiSr. v 1910 .

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Schiuh- 1-Uhr- Kur»

Mg. Deutsche iHlen'^ibn . yamburg-Amerika fialel . yamb.-Süvam. Dampfsch. Hansa Dampsschtss . . Norddeutscher Lloyd . . . Wg. Deutsche Creditanll. . Barmer Banlveretn . . Berliner Handelsgeiellsch. . Lommey- und Privat-Bmu Darmst. u. Nationalbank . Deutsche Bank DiSkonw-Gesellschast Aut..

Dresdner Bank - vrirteideutsche SredULmu . .................. ii-ichrbauk ......

Aus dem Amisverkündigungsblatt.

-DasAmtsverkündigungsblattNr.75 vom 16. Oktober enthält: Straßensperre. Stra­ßensperrs-Aushebung. Schutz der Telegraphen­leitungen. Die Kreisfürsorgerinnen.

Büchertisch.

Zm Banne der Vergangenheit. Don W. Z. Kryschanowskaja-Rochest er. Aus dem Russischen übertragen von E. v. B ah - der. Preis gebunden 6 Mk. Verlag 3. Wiesike, Brandenburg. (302) .

Der magische Mensch, Abbe Da­che re. Der Wundertäter von Mirebeau und Aachen. Von Dr. Henri Birven. Halbleinen 4 50 Mk., drosch. 3 Mk. Z. Wiesike, Branden­burg. (303) Der Verfasser, der als Speziab- forscher auf dem Gebiet des Okkultismus und der Magie bekannt ist, berichtet hier, gestützt auf zahlreiche, in dem Buche wie der gegebene Ori­ginaldokumente, über den in feiner Art einzig oast^enden Fall des exkommunizierten franzö­sischen Abb6 Vachöre, den er eingehend zu stu­dieren Gelegenheit hatte. Reben einer gewissen­haften Schilderung der Phänomene, die durch die eidlichen Aussagen der zahlreichen Augenzeugen erhärtet werden, bringt das Buch eine Reihe Originalaufnahmen.

2ünft»9ioti ®nen.-atrcC- Brss.-AnNv Kbrtftianto Kopenhagen Stockholm . Helsingforü. Italien. . . London. .. Nrnpork . . TartS. . . . Sckweh .. Spanien . . Japan . . . Nto de Jan. Wien tu D-- CtR- abaell. Prag ... Belgrad . . Bndapell. . Bulaarien Lissabon Danrig. . . ffonftciitin. Alden. . . Tanada Nrncuay .

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* Maschinenfabrik Augsburg - Nürn . berg. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg wurde mitge- teilt, daß nach Abzug der ordentlichen Abschreibungen von 1 336 738 (im Vorjahre 1 235 999). Mark ein­schließlich des Vortrages aus dem Vorjahre von 1 640 842 Mark für 1927/28 ein Gewinn von 2 717 550 Mark verbleibt. Der am 18. Dezember in Augsburg ftatifinbenben Generalversammlung wird vorgeschlägen, aus dem Gewinn eine Dividende von 6 v. Sy (im Vorjahre 0) zu verteilen und den Nest von 1 517 550 Mark auf neue Rechnung vorzutragen.

* Schlechte Lage der englischen Schisfbauindustrie.Daily Telegraph" schreibt: Die Lage, die durch die heute veröffent­lich/ e Vierteljahresstatchtik von Lloyds enthüllt wird, ist zweifellos ernst. 3eht, da der künstliche

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Bergmann .... Elektr. Lieferungen. Licht und Kraft Felten & Guilleaume Gef. s. Eleltt. Untern. Hamb. Elektr. Werke Rhein. Elektr. . . .

Wirtschaft.

Oie Deutsche I8eich6bahngesellschast im September.

Der Güterverkehr der Reichsbahn war im September etwas stärker als im August. Im arbeitstäglichen Durchschnitt wurden im Sep­tember rund 7 Proz. mehr Wagen gestellt als im Vormonat und 2,7 Proz. mehr als im Sep­tember 1927. ,.=

Der Personenverkehr war bis Monats­mitte sehr stark und flaute dann langsam ab. Insgesamt wurden im September 5960 über­planmäßige Züge gefahren (Vormonat 7881. Sep­tember 1927: 3825). Die geleisteten Zugkilo- meter betragen im August 58178 000 (gegen 57 311 0C0 im Vormonat). Am 1. September 1928 ist das vorläufig versuchsweise bis zum 31. Ott. 1929 geltende Abkommen mit der Deutschen Luft- Hansa A.--G. in Kraft getreten, das den Flug­reisenden, die ihre Reise im Flugzeug unter­brechen oder nicht antreten, den Liebergang aus die Reichsbahn erleichtert.

Die Detriebsergebnisse im Aug u st stellten sich wie folgt (in Mill. Mark): Ein­nahme n im Personen- und Gepackverkeyr 152 905, im Güterverkehr 278 565, sonstige Ein­nahmen 31 583, Summa 463 053; die Aus­gaben betrugen: für Betrieb und Llnterhaltung 308 069, für Erneuerung der Anlagen 65 220, Dienst der Reparationsschuldverschr. 54 799, feste Lasten 15561, Summa 443 649. Die im August aufgefommenen Gesamteinnahmen halten sich auf der Höhe des Vormonates. Rach Deckung der entstandenen Ausgabeverpflichtungen verblieb ein Mehrbetrag von rund 19 Mill. Mk.. der zur teilweisen Wiederauffüllung des in der vorher­gehenden Zeit in Anspruch genommenen Vor­trages aus 1927 verwandt wurde.

Der Personalbestand betrug im Iuli 662 666 Köpfe. Außerdem 61 461 Zeit- und Aus­hilfsarbeiter, insgesamt also 724 127. Zm August 662 8.5 bzw. 66 275, insgesamt 729 050. Der Mehr- bedarf gegenüber dem Vormonat ist auf ver­mehrte Einstellung von Zeitarbeitern bei der Dahnunlerhaltung zurückzujühren.

Oie Reichsbank Mitte Oktober.

Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Oktober hat die gesamte Kapi­talanlage der Vank in Wechseln und Schecks, Lombards und Ef.elten um 211,2 Mill, auf 2270,8 Mill. Mark abgenommen, und zwar hat sich der Bestand an Wech ein und Schecks um 283,5 Mill, auf 2062,3 Mill. Mark und der Bestand an Reichsschahwech ein um 13,5 Mill, auf 0 Mill. Mark vermindert, während derjenige an Lombards um 55.7 Mill, auf 114,9 Mill. Mark angewachfen ist. Die Anlage in Effekten ist mit 93.5 Mil:. Mark weiterhin unverändert geblieben.

An Reichsbanknoten und Rentenbank- scheinen zufammen sind 318,8 Mill. Mark in die Kasfen der Bank zurückgeflosfen; im einzelnen hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 298,2 Mill. Mark auf 4293,8 Mill. Mark und der an Rentenbankscheinen um 20,5 Mill, auf 521,5 Mill. Mark verringert. Dementsprechend und unter Berücksichtigung, daß in der Berichts- Woche 7,6 Mill. Mark an Rentenbankscheinen getilgt worden sind, hat sich der Bestand der Reichsbank an Rentmäankfch: inen auf 40.0 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 606,1 Mill. Mark eine Zunahme um 94,9 Mill. Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen insgesamt haben um 19,3 Mill. Mark auf 2653,3 Mill. Mark zugenommen. Zm einzelnen sind die Goldbestände mit 2508,7 Mill. Mark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 149,6 Mill. Mark ausgewiefen. Die Deckung der Roten durch Gold allein .besserte sich von 54.2 Proz. in der Vorwoche auf 58.4 Proz., diejenige durch Gold und deckungs­fähige Devisen von 57,5 auf 61,9 Proz.

17. io. 118. io.

133 1132,75

Philipp Hoi-mmm . . Heidelberger Zement . Ccment ftatlitabt . . ®at)6 4 Jreirag . . .

TchulHeiS Patzenhoser Lstwerke......

2er. Glanzstoy . . . Bemberg......

Zellstoff Daldlw, . . Zellstoff Aschaffenburg Charlottenburger Wall« Dessauer Gas . . . Daimler Motoren . . Demag ......

Adlermerke Kleoer . .

Luvw. Loewe . . . . Nat.AutomobU . . . Orenstetn 4 Koppel . Leonhard Tietz . . Bamag-Meguin . . « Frankf. Malchine« . « Gritzner ...<« Hehliaenstaedt « &han§. . , e « oerkr. . . « Mainkrastweri« . . < Mag...... «

Wefariulmet . . . < Beiers Union . . < Gebr. Roeder . . . < Boigt 4 Haeffner . < Südd. Zucker . . . <

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzrnsfuh 8 Prozent.

Aufschwung, der der Regelung bes Bergwerks- streiks folgte, vorbei ist, leidet die brattsc^ Schisf­bauindustrie an einem solchen Maiigel an Be­schäftigung. daß die Aussichten für, den kommen- den Winter ernst sind. Die Statistik für das am 30 September zu Ende gegangene Vierteilayr zeigt, daß sich gegenwärtig in Großbritannien 1 089 760 Tonnen Schiffsraum un Bau befinden. Tas bedeutet gegenüber drm voraufgegangenen Vierteljahr eine Verminderung um 112 8d0 L,on- nen Roch ernster aber ist ÖL Tatsache, daß die englischen Werften j-tzt 446 653 Tonnen weniger bauen als vor einem Zahre. Lloyds Register zu­folge befinden sich gegenwärtig außerhalb Eng­lands 1 431 582 Tonnen un Bau d. h. 26 270 Tonnen weniger als Ende 3uni; davon entfallen auf Deutschland 423 375 Tonnen auf Holland 191 290 Tonnen, auf Frankreich 138 362 bannen und auf Italien 132 739 Tonnen. Die Gesamt- tonnage, die sich in der Welt im Bau befindet, beträgt 2 521 342 Tonnen. ,

* Gründung einer belgischen Gas - aejellschaf t unter Frankfurter Be­teiligung. Wie WTB.-Handelsdienst von maß- nebenher Stelle erfährt, ist in diesen Tagen von einer deutsch-belgischen Gruppe, der auf deutscher Seite das Frankfurter Haus Baß 8-Herz, auf der belgischen Seite die Firma Deelercq 8-Costerrnans und I. Roger, in Brüssel, angehören, hie Sockte Anonyme des Gaz Industnels gegründet worden. Die Gesellschaft wird sich, wie der Name schon sagt, in der Hauptsache mit der Erzeugung von Gasen für industrielle Zwecke befassen. Das Bankhaus Baß & Herz^ das von dem Gesamtkapital von acht Millionen Francs zwei Millionen Francs fest über­nommen hat, ist durch Bankier Bernheim im Auf­sichtsrat vertreten. Die Beteiligung der Firma Declercq & (Toftermans beziffert sich auf etwa 4,5 Millionen Francs und die 9. Rogers auf eine Million Francs. Die Fabrikanlagen werden in der ( Nähe von Brüssel errichtet, der Bau soll in der allernächsten Zeit erfolgen, so daß der Betrieb im kommenden Frühjahr ausgenommen werden kann. Vorläufig werden vier Millionen Francs in­vestiert.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 18. Okt. Tendenz: lustlos. Auch heute konnte sich die allgemeine Börsenlage zu­nächst nicht bessern. Die Stimmung war wieder l u st - los und zurückhaltend, da die Spekulation infolge der anhaltenden Interesselosigkeit der zweiten Hand sich weiterhin nick;t von der unverändert festen Haltung der Neuyorker Börse und der. dort fort­schreitenden Geldmarkterleichterung zu neuen Käufen anregen liefe. Auch die weiter recht befriedi­gende Reichsbankentlastung vermochte das Geschäft nicht zu beleben, anderseits wurde die Stimmung ungünstig beeinflußt durch die Fort­dauer der Arbeitskämpfe im Rheinlande, die Unter­brechung der deutsch-polnischen Wirtschaftsverhand­lungen und die zunehmende Arbeitslosigkeit. Die Umsätze waren wieder denkbar gering. Ver­einzelt wurden kleine Deckungen vorgenommen. Die Abgabeneigung überwog jedoch wieder, so daß bei uneinheitlicher Kursentwicklung für die Mehrzahl der Papiere Kursrückgänge bis etwa 2 v. Sy zu ver­zeichnen waren. Wieder einiges Interesse bestand für Karstadt, Süddeutsche Zucker, die je 1,5 v. H. an­ziehen konnten. Ferner waren Reichsbank auf Deckungskäufe 2 v. Sy erholt. J.-G.-Farben eröffneten gut behauptet, Scheideanstalt leicht gedrückt. Am Elek­tromarkt gaben AEG. 0,75 v. H., Bergmann 0,5 v.H. und Licht und Kraft 2,5 vH. nach, während Gesfürel, Schlickert und Siemens sich behaupten konnten. 1 bis 2 d. Sy abgeschwächt waren Nord- deutscher Lloyd, Gelsenkirchen, Rheinische Braun­kohlen und Kali Aschersleben. Stärker gedrückt lagen Adlerwerke mit minus 3,5 v. Sy Deutsche Anleihen

Phönix Bergbau - .

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