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gierung cntft>re^eflt> ben Ausführungen, die Tov- lidge am Mittwoch in keiner Rede vor der ame­rikanische Legion machte, während der Wahl­kampagne der Wählerschaft nachdrücklich die Ver­dienste ihrer Antikriegspolitik vor Au- gen führen werde.

Amerikanische Beruhigungspille für England.

Washington. 17. Aug. (WTD.) 3m Staatsdepartement wurde heute zu den gestern begonnenen Verhandlungen über den Abschluß eines Schied-- und Vergleichsver­trag eS mit Aegypten reNärt, daß Aegyp­ten schon feit Beginn der Epoche der ameri­kanischen SchiedSverträge auf der Liste der Staa­ten gestanden habe, mit denen Verhandlungen über solche Verträge «ingeleitel werden sollten, und das) die Beziehungen zwischen Großbritannien und Aegypten durch den vorgeschlagenen Vertrag zwischen den Ver­einigten Staaten und 2l«gypten nicht berührt würden, da Artikel 3 deS Vertragsentwurf- aus­drücklich vorsehe, dah Meinungsverschiedenheiten, die die Interessen dritter Mächte berühren, nicht untre den Vertrag fallen.

Befriedigende Regelung der Rüsselsheimer Frage?

Berlin, 17. Aug. (Privatmeldung.) Die neuer­lichen Schritte der deutschen Botschaft in Paris wegen des Bahnhofs Rüffelsheim, dessen Weiterbau in den letzten Tagen zunächst unter­brochen worden ist, haben ergeben, daß eine Reihe von Mistoer ft ändnilsen zu der Entscheidung der Botschafterkonferenz geführt haben. Daraus beruht auch der Widerspruch, der zwischen dieser Entscheidung und den Ankündigungen be­stand, die der Reicheregieruna eine positive Lösung in Aussicht gestellt hatten. Wie verlautet, haben die neuen Bemühungen der deutschen Botschaft nun zu dem Ergebnis geführt, daß voraussichtlich doch eine neue Entscheidung erfolgt, die die Frage in einer Deutschland befriedigenden Weise regelt.

Gerüchte um Or. Luther.

Berlin. 17. Aug. (Privatmeldung deS WTD.) Wie wir erfahren, entbehren die Meldungen der englischen Press«, daß mit der Londoner und Veuyorker Reise des früheren Reichs- kanzlerS Dr. Luther geheime Aufträge verbunden seien, die im Zusammenhang mit der Frage der Rheinlandräumung stehen, jeder Grundlage.

Reichspräsident v. Hindenburg in Nahem.

München, 17. Aug. (WTD.) Heute nach­mittag traf Reichspräsident v. Lin den bürg in Begleitung seine- Sohne-, Major v. Hin­denburg, von Bremen kommend, hier ein. Zu seiner Begrüßung waren auf dem Bahnhof u. a. Polizeipräsident Mantel, RegierungS- rat Krebs von der Reichsvertretung in Mün­chen. sowie ein persönlicher Freund deS Reichs­präsidenten. General Hemmer erschienen. Der Reichspräsident wurde beim Verlassen deS Bahn­hof S von einer großen Menschenmenge stürmisch begrüßt und setzte sofort im ÄTafttoagen die Fahrt nach DietramSzeU fort Bei der Abfahrt deS Wagens stimmte di« Menge das Deutschlandlied an.

Um die litauisch-polnischen

Verhandlungen.

Eine Note Litauens

' Kowno. 16. Aug. (QDoIff.) Die Litauische Te­legraphenagentur veröffentlicht heute die Ant- toortnotc der litauischen Regierung auf die pol­nische Ablehnung der Einladung nach Königsberg und die polnische Anregung. die lt- tauisch-polnische Plenarkonserenz m Dens ab­zuhalten. 3n der litauischen Antwort wird be­tont. daß der polnische Vorschlag, die Konferenz auf den 30. August nach Gens einzuberufen, in Abwesenheit des Außenministers von H o - lowko. dem Direktor der Ostabteilung im pol­nischen Außenministerium, ergangen fei und ixrß ein solcher Vorschlag nur vom Außenmini- ste r direkt aus gehen oder wenigsten- im seinem Flamen unterbreitet werden könne. Ohne seine Bestätigung könne er daher nicht tn Erwä­gung gezogen werden. ®in solcher Vorschlag würde auch di« litauische Delegation sehr unange­nehm berühren, denn mit dem gleichen Tage be­gännen die Arbeiten dr- Völkerbundes, die die ganze Aufmerksamkeit der Teilnehmer in An­spruch nehmen würden. Für die litauisch-polnische Äonfreeru wurde eS unter solchen Umftänben un­möglich sein, sich uneingeschränkt den lftauisch- polnrfchen Angelegenheiten zu widmen. 3n der Rote wird weiter um 'Mitteilung gebeten, ob die polnische Delegation eine rein formale Sitzung rm Auge habe, oder ob die litauisch-polnische Kvnsreenz ihrer Bestimmung gemäß Derhältirisse schassen socke. unter denen gründliche Arbeit mög­lich erscheine.

Polen antwortet sofort.

Warschau, 17. Qhig. (WB.) Wie die Pol- msch« Telegraphenagentur meldet, fand heute im Belvedere-Schloß bei Marschall Pilsudskieine Beratung statt, an der Außenminister Za lefki, der Staatsetretär im Außenministerium, Wh» f o o! i. und der Leiter der Ostabteilung im Außenministerium. Holowko, teilnahmen. Zn dieser Beratung wurde der Test der polni­schen Antwortnote auf di« gestern in Warschau überreichte litauische Rote festgesetzt. Der Leiter deS politischen Sekretariat- im Außen­ministerium und Vorsitzende der Ersten polnisch- litauischen Kommission. Marian Szumla» k o w f k i, ist heut« abend von Warschau nach Kvwno aba«reift, um die polnische Antwort der litauischen Regierung zu überreichen.

Die polnische Preffe über die litauische Note.

Warschau, 17. Aug. (DB.) Die litauisch« Note wird in der polnischenRegierungs- presse in überaus scharfem Ton kommen- tieri, und c» wird gesagt, die Gleiä-artigkcit der Einwände laß« auf eine gemeinsame Quelle schlie­ßen. So schreibt die offiziöse ,.C pok a, daß die polnische Regierung in der kommenden Völkerbund,, togung die Verzöger u ngstaktik Dolde- maras' darlegen und eine endgüliige Erledigung der Angelegenheit fordern müße Polen könne es nicht gestatten, daß Woldemara? mit Ihm und dem

Der panzerkreuzerstreii auf der Linken

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kreuzerS .A übertragen.

Kiel, 17. Aug. (WB.) Das Reichswehr Ministerium hat den Deutschen""

A.-G. in Kiel den Reubau de- Panzer

auf allein kommt es an. Die jetzig« Reichs­regierung und ihre politische Arbeit sollte die BasiS Dorbreeiten. auf der mit stärkerer Bin­dung und mit festerem Zusammenhalt di« große Koalition zu gegebener Zeit herbeizufühven war. Diese ist und bleibt die Koalition. Die Sinn und Aufgabe de- neuen Reich-tage- am ehesten erschöpft. Diesem Reichstage ist zudem in An­betracht der großen innen- und außenpolitischen Aufgaben, die vor unS liegen, die Verpflichtung auferlegt, sich durch Stabilität der Re­gierung und Festigkeit der Regie­rungsmehrheit eine der wesentlichen Chan- cen erfolgreicher Arbeit zu verschaffen. 94 sollte daher auch der Sozialdemokratie möglich sein, die Auseinandersetzung um den Panzerkreuzer auf jene Bedeutung zurück-uführcn. die ihr in diesen größeren Zusammenhängen in Wirk­lichkeit zukommt.

Auch die württembergische Sozialdemokratie warnt.

Berlin, 17. August. (Prio.-Tel. des WTB.) In der hiesigen Presie verweist man auf die Stel­lungnahme DerSchwäbischen Tagwacht", dem Landesorgan der württembergifchen Sozial­demokratie, in der sich der Landtagsabgeordnete Dr. Schumacher mit der Haltung der sozial- demokratischen Reichsminister befaßt und sich da­gegen wendet, nun etwa Hals über stopf aus der Regierung heraus zu stürzen. Es fei politisch nicht möglich, schon beim ersten Zu- sammenstoh eine so groß angelegte Stellung zu räumen. Das würde der Sozialdemokratie al# Mangel an Ernst in ihrer Regierungspolitik bi« tief in die proletarischen Masten hinein ange- kreidet werden. In der gleichen Nummer schreibt der Reichsiagsabgeordnete steil, es handle sich um einen Beschluß des alten Reichstages, den rück- gängig au machen, viel schwieriger sei, als einen noch nicht gefaßten zu verhindern. Das könnte nur mit Hilfe der Kommunisten geschehen, die aber für die Regierungsbildung nicht in Betracht kämen. Die Sozialdemokratie dürfe sich durch einen Aus­tritt aus Der Regierung nicht d e r Möglichkeit berauben, in Zukunft ähnliche Beschlüsse zu verhindern.

Müller und Severing stellen sich.

Berlin, 18. Aug. (TU.) An der am SmnStag- Dormittag zusammentretenden Sitzung der Reich -tagöf raktivn und des Partei- auSschusseste.Sozialdemokratischen Partei werden, wie dasD. T." erfährt, auch Reichskanzler Hermann Müller und der Reich-innenminister 6 ebc ring teilnehmen, der feinen Kuraufenthalt in Bad Ems unterbrochen hat. und Freitagabend nach Berlin zuruckge­kehrt ist.

Oer Bauauftrag erteilt.

Di« sozialdemokratischen Reich-Minister haben den Kommunisten leinen besseren Gefallen tun können, al- für di« Freigabe de- P anzer - IteuAetbaueS zu stimmen. Wie auf em Signal hin fetzte sofort nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse jener Kabinettssitzung vom 10. Au­gust ein wütende- Trommelfeuer gegen die So­zialdemokratie ein, da- in der Hauptsache auf propagandistische Eftekte abgestellt war und noch durch die sorgfältige Registrierung aller Proteste der oppositionellen Gruppen in Sachsen. Thürin­gen und Berlin selbst verstärkt wurde. Jetzt hat die Kommunistisch« Partei zu einem Dorstoh gegen di« Sozialdemokratie auSgeholt, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden darf. Don der obersten Parteiinstanz ist die Einbrin­gung eines Volksbegehrens auf Streichung der für den Panzerkreuzer vorgesehenen Stats- mittel eingebracht worden. Rach der Derfassuna ist es unmöglich. Etatstitel zum Gegenstand eine- Volksbegehrens zu machen. Lediglich der Reich-Präsident hat das Recht, mindestens einen Monat vor der Verabschiedung deS Haus­halts zu einem VolkSentschrid gegen irgendwelche Teile des Etat- aufzurufen. Einen anderen Weg gibt es nicht, infolgedessen bleibt der Haushalt deS laufenden Jahres. so tote er vom Reichstag verabschiedet worden ist. Für di« Sozialdemo­kratie ergibt sich nun aber dadurch eine unange­nehme Situation, weil aus einen entsprechenden Antrag der Kommunistischen Partei hin von dem Kabinett Hermann Müller ein ablehnen­der Bescheid erteilt werden muß. Auf diese Ablehnung, die jede andere Regierung in diesem Falle natürlich auch erteilen mutz, warten die Kommunisten aber nur. um ihre propagandistische Arbeit noch zu verstärken und die rechten gegen die linkenpanzertreuzerseindlichen" Sozialdemo­kraten auszuspielen. 3m sozialdemokratischen La­ger ist man sich der Gefahren wohl bewußt, die von der kommunistischen Seite her jetzt drohen. Dah die Partei überhaupt in diese Zwick­mühle hineingeriet, in der Sache mit den Kom­munisten, tn dre Form aber gegen sie auftreten xu müssen, um dann dafür nachher zu sehen, tote ihre Gefolgschaft in der eindeutigsten Weife mit Aussicht auf Erfolg von den kommunistischen Agi­tatoren bearbeitet wird, zeugt gerade nicht von einer guten, Führung.

Das Zentrum mahnt zur Besonnenheit.

Berlin, 17. Aug. (Priv.-Tel. deS WTB.) Di« .©ermania beschäftigt sich in ihrer heu­tigen Abendausgabe mit der Panzerkreu- xerfrage. Das Blatt schreibt: Die Haltung Der sozialdemokratischen Reichsmini- ste r in der Frage des Panzerschiffes hat in der Sozialdemokratischen Partei eine Erre­gung ausgelöst, die einen tlnsicherheitS- f aktor darstellt, der leicht jju folgenschweren äleberraschungen fuhren kann. ES wird Sache der Sozialdemokratie selbst sein, zwischen dem mm einmal Geschehenen und den Ausgaben der Zu­kunft den notwendigen Ausgleich zu finden. Dar-

Genfer Areopag, der sich schon so lange mit dem Kownoer Problem beschäftigt habe, Spaß treibe. Sofern Woldemaras sich nicht mit Polen unter vier Augen verständigen wolle, müsse er sich der Autori­tät der Weltorganisation beugen, zu der er gehöre und deren Urteil er achten müsse. Genug der Der- schleppung! Die Herbstsession des Dölkerbundsrates müsse die Angelegenheit resllos erledigen.

Gazeta Poronna" vertritt die Ansicht, daß der schlechte Wille Woldemaras' über- Haupt nicht mehr bewiesen zu werden brauche. Der Völkerbund habe das Wort. Das polnische Militär­blattP o l s k a Zbrojna" bezeichnet die letzte litauische Rote als neuen Beweis der Sch w Intel- Fünfte Woldemaras', der ein Besprechung des Standes der polnisch-litauischen Verhandlungen vor dem Völkerbund vermelden wolle. Der die Re­gierung unterstützende .Kurier P o l s k i" sieht ebenfalls in der litauischen Rote einen Der- schleppungsvcrsuch und ein Zeichen unreinen Ge- wisiens Woldemaras'. Seine Argumente könnten wohl niemand überzeugen mit Ausnahme jener, die ihm diese Gedanken eingestößt haften.

Das Flugzeug »-Hermann KShl^ in Prag beschlagnahmt.

Aus Prag wirb gemeldet: Das breimotorige Junkersflugzeug dre Deutschen Luft­hansa »Hermann Köhl", da- vrn Verkehr zwischen Wien und Berlin versiebt. muhte am Freitag in Prag notlanden. DaS Flugzeug wurde dort beschlagnahmt. Da die tschecho­slowakischen Behörden für die Verkehrsflugzeuge, die die Tschechosiowakei überfliegen, eine Zwi- schenlandung in Prag verlangen, wird die Strecke Wien Berlin stets untre Umgehung der Tschecho­slowakei beflogen. Der Pilot deS »Hermann Köhl" hatte sich verirrt imd war zu dieser Rotlandung gezwungen.

Kämpfe

in der Rord-Mandschurei.

London, 18. Aug. (WTB. Funkspruch.) ..Tim«-" meldet auS Peking, daß in dre Rordmandschurei Beunruhigung ent» standen ist wegen dre Tätigkeit mongolischer Truppen im Gebiet Halia (Mandschurei). Der Gouverneur von Heilungkiang hat Mukden um Verstärkungen ersucht. Dre internationale sibirische Eifenbahnzug, der Mandschuli am 15. verlieh, wurde von den CQlongolen an gehalten und durchsucht. Di« chinesische Oftbahn tft an mehreren Punkten beschädigt. Der sibirische Zug, der von Eharbin am 19. noch Westen gehen sollte, ist troch nicht abgefahren. ES wird gemeldet, daß 5000 Mann unter einem Sowjet-Offizier im Felde stehen. Eine Bestätigung dieser Aachrichi liegt nicht vor. aber irgendeinerote Bewegung ich entschieden im Gange. Ob Moskau dahinter steckt, ist fraglich. 9k* Lag« in ber Man­dschurei ist bereit- heikel genug, und «- ist unwahrscheinlich, daß die Sowjetregireuvg Be­wegungen bervvcruien sollt«, die geeignet wären, den Status quo zu stören und Japan emen Anlaß zu geben, ferne Stellung tn ber Man» dichure noch mehr zu befestigen.

.Mominapost" meldet au- Eharbin Di« 1 mongolischen Feindseligkeiten gegen

den Staat Baraa dauern fort Abteilungen der mongolischen So wirt Waffe beun­ruhigen Darga mit) zwingen die Einwohner, sich der Unabhängigkeitsbewegung an'.uschliehen. D.e Stärke dre mongolischen Abteilungen steht noch nicht sest. Thinesische Panzerzüge und Truppen haben den Kamps gegen sie eröffnet

Aus aller Welt.

Kommissar LraS über daö Schicksal derLatham".

Stavanger, 17. August. (WB.) In einer Un­terredung erklärte der an Bord desKrassin" besindliche Kommissar Ora», daß seiner Ansicht nach di« Besatzung desLatham noch am Leben sei. Guiibaud und Dietrichson seien außerordentlich tüchtige Piloten, und auch da» Wetter fei seit dem Start Amundsens In Trornsoc nicht ungünstig gewesen. Es bestehe also kein triftiger Grund zur Annahme, daß sich ein Unglück ereignet habe. Vielmehr sind wir der An­sicht, fuhr L> r a s fort daß A m u n d f e n die A u f finduna der Robile-Gruppe dem Italienl- schen Flieger Maddalena üderlasfen wollte und erst wieder nach Kingsbay zurück- Sufliegen beabsichtigte, wenn er irgend etwas Po- Itioes über das Schicksal dre Ballon-Gruppe in Erfahrung gebracht hätte. Der Benzinvorrat der Catnam" war vollständig ausreichend für einen Flug zur Ballongruppe und für den Rückflug nach Kingsbar). Wenn man aber berücksichtigt, daß dieLatham" bei ihrem Start mit Gegenwinden xu kämpfen hatte und dementsprechend mehr Brenn- stoss verbrauchen muhte, so ergibt sich die Möglich­keit. daß das Flugzeug nach Erreichen der Ballon- gruppe gezwungen war, wegen Mangels an Betriebsstoff zu landen. Wir sind der Ansicht, daß die Funkanlage derLatham" beschä­digt wurde, daß aber das Flugzeug trotzdem den Flug zur Ballongruppe fortsetzte. Der französische Admiral auf KreuzerStrasbourg" teilt unsere An­sicht. daß A m u n d s e n einen direkten Flug zur Ballongruppe unternommen hat. Der Flieger T s ch u ch n o w s k i erklärte, er glaubt nicht, daß dieLatham" in» Meer gestürzt sei. wenn auch die Möglichkeit dazu besteht. Das Flugzeug könne ebensogut bei der Ballongruppe oder sonstwo auf dem Eise ntebergegonge n fein. Jedenfalls habe die Besatzung berLatham" Waffen und ge­nug Munition bei sich, um durch Erlegung von Eisbären ihr Leben mehrere Monate lang zu fristen.

JrlMjof Nansen glaubt an den lod Amundsevs.

Oslo. 18. Aug (WTB Funkspruch.) In einem Interview mit einem Vertreter der ZeitungTidens legn" sagte Fridtjof Nansen, die Möglichkeiten, daß Amundstn am Leben geblieben sei, seien sehr gering. Nach feiner eigenen Meinung fei Amundstn nicht mehr am Leben.

ISTodesopfer eines Wirbelsturms inAlflier.

Paris, 18. Aug (WTB Funkspruch.) Die au» Algier gemeldet wird, ist in der Gegend von Djaelli ein heftiger Wirbelsturm dtrtinge- brodjtn. der großen Schaden angerichtet hat. Nach demPetit Parisitn" beträgt die Zahl ber bei dem Unwetter um» Leben gekommenen Per­sonen 15. Ein mit 7 Mann besetzte» Boot ist un weit de» Hofen» von Bougit gekentert. Nur irnri Mann der Besatzung konnten gerettet werben.

Frauen al» Frieben»richtre.

Diesächsifche Regierung hat eine neue Rrie- denrrichterotrordnuna erlassen. Danach können auch Frauen zum Amt« eines Friedens­richters berufen werden.

Da» Berliner Jugendamt erbt eine halb« Million Mark.

Der in Nassau Country bei Rcuyork kürzlich in hohem Alter verstorbene Deutschamerikaner Her­mann Rausch hinterließ, wie der ^Lok.-Lnz." be­rietet, dem Berliner Jugendamt ein Fünftel feine» rund 600000 Dollar betragenden Vermögens. Es ist onzunehmen, daß da» Te­stament von den Hinterbliebenen angefochten wird.

lyphnsfällc in der Potsdamer Gegend.

Jßie aus Berlin gemeldet wird, sind In den letzten Tagen in Potsdam und Umgebung meh. rere Typhusfälle festgestellt worden Die Zahl der Erkrankten ist nach den letzten Er­mittlungen auf achtzehn gestiegen. Die neuen Fälle wurden in C a p u t h bei Potsdam sestgestellr Dieser Ort Ist auch, wie die (Ermittelungen ergeben haben, der Herd der Typhusfälle. Dort hat ein Händler Milch verkauft, in der Tpphusbazillen enthalten waren. Die Nachforschungen nach der Quelle ber Erkrankungen erstrecken sich gegenwärtig auf die Frage, auf welchem Wege und Booher der betreffenbe Kaufmann bie verseuchte Milch erhalten bat. Sämtliche Erkrankungen sinb leichterer Art, so daß bei keinem der Patienten ßebenegefnbr besteht.

Der Flieger Marien» in Köln.

Der Pilot Arthur Martens ist auf fernem Europa- und Werbeflug am Freitag 13.45 Uhr, von Hannover kommend, auf dem Kölner Flugplatz einytroffen. Er wird heute den Flug nach Paris fortsetzen.

Aufklärung umfangreicher Eiscnbahndledstshl«.

Aus Bochum wird gemeldet: Bei einer von Kriminalbeamten durchgeführtenHaussuchung bei einer Familie, deren Söhne im Verdacht stan­den. an einem E i n b ru ch di «b st a h l in Herrw- beteiligt gewesen zu sein, wurde umfangtei» cheS DiebeSgut, inibeforfber« Lebens- und Denuhmittsl, Lackfarben. Turnhosen. Dadeanzüae. Anzug- und Äle-iberftoffe. zutage gefördert Di« crngestellten Ermittlungen über die Herkunft bet Ware haben ergeben, occh das Gut aus E i s e w- bahnoieb stählen herrührt. Richt u?eiliger alS 34 Eisenbahnberaubungen finden hierdurch ihre Aufklärung. Drei der an den Dieb- stählen Beteiligten sind bereits verhaftet. Die Diebe beraubten seit längerer Zeit auf offener Strecke stillende Güterzüge.

37 Gehöfte niedergebrannt.

Aus K a 11 o to i t) wird (ymulbct 3n einem Dorfe bei Bitgoraj bracy. wahrend bee Ein­wohner fick in der Kirche befanden, ein Brand aus, dem bie halb« Ortschaft zum Opfer fiel. 3 7 Gehöfte sind niedergebrann tt ein sechsjähriger Junge kam in den Flammen um. Da- Feuer ist durch spielende Kinder verursacht worden.

Zusammenstoß cnglijchrr Militärflugzeug«.

Bei einem Zusammenstoß von zwei Mi­litär-Flugzeugen bet Diaby (Grafschaft Lin­coln) wurden, einer Londoner Meldung zu­folge. zwei Flieger getötet und einer «rnstkich verletzt.

Jfinf lot« bei einem Bcrgrocrftnnglüif.

Aus Moskau wird gemeldet: In einem Berg­werk inGorlowkc> im Donezgebiei ft ü r z t« « i n Schacht «In. Fünf Arbeiter kamen dabei ums Leden.

Oie Wetterlage.

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17. August 1928,7*aDds.

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DaS skandinavische Tief hat sich abgeflacht, ein kleiner Wirbel liegt noch über Dänemark. Unsre Gebiet liegt heute Im Bereich de- Hoch­druckgebietes. da- vorübergehend unser Wetter beherrschen wird. Dom atlantischen Cxean her bringt jedoch ein neuer Zyklon vor Heber den westlichen Teil der britischen Inseln und Frank­reich hat schon erheblicher Barometerfall eirr- gesetzt. Späterhin wird sich auch bei unÄ fein Einfluß geltend machen. Temperaturen werden dann wieder zum Steigen gebracht.

Dorausfage für Sonntag: Teil-heiter, teils wolkig. Temperaturen etwas ansteigend, meist trocken.

Vvrau-sage für Montag: Bewöltungs^ zuna-me, weitere Erwärmung und Riederichlag-- netgung.

Lufttcmveraturcn am 17. August: mittag» 17,7 Grab Celsius, abends 13 Drob Celsius: am 18. August morgen» 12,8 Grob Celsius. Maximum 18,4 Grad Celsius, Minimum 7 Grab Celsius. Crdtemperu- turen In 10 Zentimeter Tiefe am 17 August: abends 18^ Grab Celsius: am 18. August: morgen» 14,2 Grob Celsius Rieberjchioq 0,1 Millimeter. Sonnenscheindauer 8 Stunden.