auf dein frisch bereitetes Mitcopobett Mittag- essen im Speisewagen ist auch bestellt. 3n Derch- teSgaden erwartet dich der Hoteldiener am Bahnhof. Zimmer ist selbstverständlich längst reserviert. Bargeld brauchst du während deS ganzen Aufenthaltes im Hotel überhaupt nicht: du bezahlst nur in Gutscheinen Auch Trinkgeld ist in der „Pauschalreise" enthalten. ES ist. richtig gerechnet, nicht einmal teurer so zeitgemäß zu reisen, als ohne Hilfe deS Reisebüros.
Wirtschaft.
Oie Ernteaussichten.
Der Sommer hat seinen Höhepunkt erreicht. 3n wenigen Wochen wird der Landmann an die ersten Erntearbeiten Herangehen. Was liegt da näher, als einen Blick in die Zukunft zu werfen und sich ein Bild von den zu erwartenden Ernte- erträqnissen zu machen. Seit Beginn des Frühjahrs sind zwar von amtlichen und privaten Stellen Berichte über den Stand der Saaten hcrausgegangen, doch reichten sie nicht aus. um sich ein einigermaßen zutreffendes Urteil bilden zu können. Soweit sich aber die Dinge übersehen lassen, war die vorwiegend kühle und feuchte Witleruna dem Wachstum der Feldfrüchte nicht überall schädlich: auch etwaige Berzögerungen in der Entwicklung dürften inzwischen wieder ein- geholt sein. Dennoch wäre es falsch, mit einer über dem Durchschnitt liegenden Ernte zu rechnen. Die schnittreifen Halmfrüchte -eigen am besten, was wir bei der bevorstehenden Ernte erleben werden: die Frucht steht gut auf dem Halm, ist aber nicht körnerreich in dein Mähe, wie es zu erwarten und zu wünschen wäre. Auch der Strohertrag ist nicht sonderlich befriedigend, da die kalten Frühsommermonate das Wachstum der Vegetation ungünstig beeinflußt haben. Der gegenwärtige Stand der Halmfrüchte läßt aber erkennen, daß die Weizenernte besser ausfallen wird, als die des Roggens, der trotz der wach- fenden Vorliebe dcr Bevölkerung für Weißbrot nach wie vor die Grundlage unserer Getreidewirtschaft bildet.
Bei der für die Dolkserncihrung sehr wichtigen Kartoffel haben sich eine ganze Reihe ungünstiger Erscheinungen gezeigt. Ramentlich in Ostdeutschland ist man mit dem Stand der Kartoffeln nicht recht zufrieden. Durchweg liegen die Bevertungeii. die sich aus regelmäßigen Schätzungen ergeben, unter denen des Vorjahres, was zu Befürchtungen Anlaß geben muß. da die Kartoffelernte des Vorjahres schon recht dürftig war. Man erwartet bestenfalls eine knappe M i t t c l e< n t e. aber auch die nur dann, wenn in den kritischen Wochen der nächsten Zeit das trockene, warme uiid beständige Wetter vorherrschend bleibt. Mit den Wie'en. den Dauerweiden und den Anbauflächen für Klee und Luzerne steht eS nicht besser. Auch hier scheint der Landwirt dem Ernteertrag nicht ohne Sorgen entgegenzusehen.
Die Allgemcinwirtschaft ist sich klar darüber, daß eine ungünstige Ernte eine Verteuerung aller R a hru ngsm2 tte l im Gefolge hat. die sehr schnell ihren Ausdruck in Lohnforderungen und weiter in einer Preis- steigerung für lebensnotwendige Dinge finden wird. Dabei bleibt es jedoch nicht einmal. Eine knappe Ernte bedeutet eine Steigerung der Einfuhr von Getreide, insbesondere von Roggen, die unsere Zahlungsbilanz weiter belastet. Die Einfuhr von Weizen, die sich seit einigen Zähren entwickelt hat und die eine Folge der Bevorzugung des Weißgebäcks durch die Bevölkerung ist, hat sich recht nachteilig bemerkbar aemacht. Mehr und mehr wird der inländische ^Koggen zum Futtermittel, was natürlich nicht im Interesse der deutschen Landwirtschaft liegt. Besondere Beachtung verdient auch in diesem Jahre daS voraussichtliche Ernteergebnis in Ostpreußen. Leider hat diese Provinz nach vierjährigen Mißerfolgen toieberum eine Ernte zu erwarten, die auch bescheidene Hoffnungen weit hinter sich läßt. Hier darf erwartet werden, daß Reich und Staat ihre Politik fottfehen und alles tun werden, um bet schwer geprüften Provinz ihr Schicksal zu erleichtern.
Oie Aeichsbank Mitte Zuli.
Rach dem Ausweis be r Reichsbank vom 14. Juli hat sich die gesamte Kapitalanlage in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 46,5 Mill, auf 2380,0 Mill. Mk. verringert: im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 62,2 Mill, auf 2242,0 Mill. Ml. und die Bestände an Reichsschahwechseln um 1,0 Mill Mk. abgenommen, während die Lombardbestände um 16.7 Mill. auf 43.9 Mill. Mk. augewachscn sind. Die Anlage in Effekten ist mit 94,0 Mk. unverändert geblieben.
An Reichsbanknoten und scheinen zusammen s^nd 236.2 Mrll. m b Kassen ter Bank zurückflossen. Der Umünck an Reichsbanknoten verminderte sich um 201^7 Mrll. auf 4225,0 Mill. deriemge «n Renwn- bankscheinen um 45 Mtll. auf 551,8 Mill. Mk. Dementsprechend sind die Mante <? m?;n bank an Rentenbankschnnen auf 32,8 VtoL Mk. gestiegen Die fremben ^/der z/W, <nne Zunahme um 134,6 Mlll. auf 558.4 ™r-
Die Bestände an Go l d un& öcdunfl|- fähigen Devi.'en zusammen sind nut 2327 3 Mill Mk im einzelnen die Goldbestände mit 2127Z Mill. Mk. die Bestände an ^ckungsfahigen Devisen mit 200.1 Mill. ausgewiesem Die Deckung der Roten durch Gold allem beft ferte sich von 47.6 Prozent m der BoNvock« auf 50,3 Prozent, die D^ung durch Gold und deckungsfähige Devisen von 53.0 Prozent auf 55,1 Prozent.
• Massenkündigungen von Derg- arbeitern im Dortmunder Bezirk. Rachdem bereits vor längerer Zeit bte Zeche Schleswig" der Bereinigten Stahlwerke bei Wickede-Asseln stillgelegt Worten ist trt nunmehr seitens der Vereinigten Stahlwerke beim Demobilmachungskommissar Antrag auf Stillegung der Zeche „Holstein" gestellt worden. Von der Stillegung, die am 31. Juli erfolgen soll werden etwa 950 Mann betroffen, einschließlich Beamten und Angestellten. Die Stillegung wird mit Unrentabilität begründet. Am 25. Juli finden im Oberbergamt in Dortmund Verhandlungen nut dem Demobilmachungskommissar statt. Die schlechten Absatzverhältnisse machen, wie die Vereinigten Stahlwerke mitteifen, auch eine Einschränkung des Betriebes auf der Zeche ..Adolf v. Hansemann" in Mengede erforderlich. Auf dieser Zeche werden durch Umstellung des Betriebes auf eine Schicht rund 600 Mann in einem Zeitraum von etwa zwei Monaten zur Entlassung kommen. Ob es gelingen wird, eine Anzahl der entlassenen Bergarbeiter auf den benachbarten Zechen unterzubringen, steht noch nicht fest.
• Zement-Fusion. Zwischen den Verwaltungen der „Adler", Deutsche Portland- Zementfabrik 21.-® und der A.-G. Portland- Zementwerke „Saale" und der Sächsisch-Thüringischen Portland-Zementfabrik Brüssing & Eo., K. G. a. A.. wurde vereinbart, daß die „Adler" die bereits durch den Aktienerwerb vorbereitete Fusion mit der „Saale" durchführt durch den Umtausch von „Saale"- gegen ..Adler"-Aktien im Verhältnis von 3:4. Gleichzeitig hat ein Konsortium unter Führung der Ostwerke A.-G. und des Bankhauses Iarislowski & Co. ein ausschlaggebendes Paket Aktien der „Adler" erworben. Die Sächsisch-Thüringische Portland- Zementfabrik Brüssing & Co. wird im Zusammenhang mit der geschilderten Transaktion eine Kapitalerhöhung von 1,1 Mill. Mark Vorschlägen, welche unter Ausschluß des Dezugsrechts der Kommanditisten zum Umtausch gegen andere Zementaktien verwandt werden. Die Generalversammlungen, die diese Vereinbarungen genehmigen sollen, werden in Kürze stattfinden.
frankfurter Börse.
Frankfurt ä. M., 18. Juli. Tendenz: fester. Der festere Verlauf der gestrigen Reu- horter Börse und die Erleichterung des dortigen Geldmarktes bewirkte, daß am hiesigen Markt eine gewisse De lebung ein trat und die Stimmung eine merkliche Besserung erfuhr. Die Spekulation schritt zu Deckungskäufen, während jedoch der Ordereingang' von außen her minimal blieb, so daß das Geschäft nicht wesentlich umfangreicher war, als an ben \ Vortagen. Rur einige Spezial- werte waren etwas lebhafter gefragt und dementsprechend stärker erhöht. Eine gewisse Anregung tarn auch von der weiteren, wenn auch ziemlich geringen Entspannung der Reichsbank, nach dem heute erscheinenden Ausweis. Bei den ersten Votierungen tagen die Mehrzahl der Papiere 1 bis 4 Prozent erhöht. Stärker zogen an Gesfürel mit 5 Prozent, Siemens 4.5 Prozent. Bei Karstadt bestand weiter regeres Interesse (plus 5,5 Prozent), da sich die Gerüchte von dem endgAttgen 2lbschluß der Amerika-Anleihe erhielten. Von den Zellstoff-Werten waren Waldhof plus 4 Prozent gefragt. Weiter waren Aschaffenburger 5 Prozent und Hvlzmann 3.5 Prozent erhöht. Montanwerke lagen trotz der Zechensttllegungen und Massenkündi- gungen im Ruhrbergbau fester. Rheinische Vraun- kohlen 4,5 Prozent erhöht. Banken waren vernachlässigt und nicht einheitlich. Schifjahrtswerte bis 1,5 Prozent gebessert. Am Chemiemartt lagen Farben bei etwas regerun Geschäft 3,25 Prozent hoher. Deutsche Anleihen zogen etwas an. Auslandrenten lagen vernachlässigt. Im Verlaufe ging bie Gcfchäftstätig- feit zurück, die Haltung blieb jedoch fest und
es traten neue Besserungen von 1 bis 2 Proz. ein. Am Geldmarkt trat erstmalig nach dem Medio eine Entspannung ein. Tägliches Geld 7 Proz. Am Devisenmarkt tonnte die Mark weiter etwas anziehen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1905, Pfund 20.380. London gegen Kabel 4.8637,50. Paris 124.26. Mailand 92.82. Madrid 29,24, Holland 12,08*, -.
Berliner Börse.
Berlin, 18. Juli. Die Tendenz der heutigen Börse war erfreulicher, da die günstigen Momente sich stärker hervorhoben. Der leichte Veuhorker Tagesgelbmarkt und der feste gestrige Börsenverlauf führten zu Deckungskäufen, zumal neue Entlastungsverkäufe nicht beachtet wurden. Die ersten Freigabezahlungen, die jetzt eine Bestätigung erfahren haben, lenkten die Olufmcrlfamfeit auf die sogenannten Freigabe- werte. Die Erwartung bet kommenben Reparationsoerhandlungen. der Zusammenschluß in der Zementindustrie unter Mitwirkung der Ostwerke, die Wiederaufnahme der deutsch-polnischen Han- delsoertragsverhandlungen. die angebliche Inter- essennahme der Speier-Elifsen an bet internationalen Holding Companie waten Hausse- mv mente. Der Reichsbankausweis fand geteilte Aufnahme. Bei ruhigem Geschäft lagen die ersten Kurse 1 biS 3 Proz. fester. Rebenwerte waten allerdings nur wenig verändert. Kali. Textil. Schultheis. Ostwerke und Polyphon hatten Ge- Winne bis zu 15 Proz. aufzuweisen. Anleihen lagen fester. Ausländer gefchäktslos. Der Pfand» briesmarkt wat vernachlässigt. Geld wieder eher etwas steigend. Tagesgeld 7 bis 9 Proz.. Monatsgeld 73/4 bis 83 t Proz. Warenwechsel 7 Proz. Auch im Verlaufe war die Tendenz lebhafter und festet, wobei Elektrowerte, besonders Schlesisches Gas (plus 5 Proz.) und im Zusammenhang damit Dessauer Gas 2 Proz. anftiegen. Banken. Karstadt. Berger und I.-G.-Farben lagen bevorzugt, letztere waren angeregt durch den zu erwartenden Amerika-Prospekt. Salzdetfurth und Leonhard Tietz lagen ruhig, aber bis 4 Proz. über Anfangsnotiz.
frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M.. 18. Juli. 2lm heutigen Hauptmarkt herrschte wieder große Geschäftsstille. Die Tendenz wat im Zusammenhang mit bet Witterung weiter zurückhaltend. Etwas schwächer notierten Roggen, ferner gaben Weizen unb Roggenmehl um 25 Pfennig nach. Für Futterzwecke bestaub einiges Interesse. Es wurden notiert: Weizen 25.75: Roggen 27,25; inl. Hafer 27,50 bis 28; Mais (gelb) für Futterzwecke 24,75 bis 25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 35,75 bis 36,25; Roggenmehl 37 bis 37,75; Weizenkleie 14; Roggenkleie 15,75 Mark. Tendenz: ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 17. Juli. Die Stimmung am heutigen Produktenmarkte war weiter ruhig. Umsätze in effektiver Ware kommen nur gaiu vereinzelt zustande. Die Forderungen für Auslandbrotgetreide waren ermäßigt, vom Inlande wurde Weizen und Roggen alter Ernte ausreichend zu unveränderten Preisen angeboten. In Roggen neuer Ernte bleibt das Geschäft klein, die Verkäufer sind nicht dringend mit Offerten im Markte. Weizen- und Roggenmehl blieb weiter still. Hafer geschäftslos. die Forderungen stehen nicht im Einklang mit den Preisen, die die Käufer anlegen wollen. In Wintergerste entwickelt sich nur schwer laufendes Geschäft, die Preise sind gehalten. Der Lieferungsmarkt wies für Weizen und auch für Roggen nur geringe Preisveränderungen auf. Weizen lag etwas schwächer, Roggen konnte seinen gestrigen Preisstand vollauf behaupten.
Frankfurter Pfcrdcmarkt.
WSR. Frankfurt a. M., 17. Juli. Dem gestrigen Pferdemartt wurden insgesamt rund 550 Pferde aller Gattungen und 10 Fohlen zum Verkauf zugeführt. Die Beschickung war somit besser als im Vormonat, und auch die Besucherzahl war höher. Am Tage vor dem Markte hörte man höhere Preise als am eigentlichen Markttag. Es bestand wohl Kauflust, aber bet Handel war nur schleppend, da die Landwirtschaft unter Geldknappheit leidet und diesmal einige Aufkäufer aus dem Rheinland und Süd- deutschland ausgeblieben sind. Die Preisnoticrungen deckten sich mit benen im Monat Juni; vereinzelt wurde über 2lotiz gehandelt. Der nächste Pferdemarkt findet am 20. August statt.
Buntes Allerlei.
53 Jahre als Pionier in Zentral-Aftika.
In diesen Wochen ist einer der ersten Pioniere des dunklen Erdteils. Dr. Robert Laws aus Livingstonia, wo er 53 Jahre seines Lebens in
erfolgreicher Arbeit als Missionar und Arzt zugebracht hat, in feine Heimat zurückgekehrt. Unmittelbar nach dem Tode Livingstones, als man daran ging, das Andenken dieses Mannes durch die Tat zu ehren, beschloß die schottische Kirche in bem von ihm erschlossenen Gebiete eine Mission zu errichten, die sein Werk fortführen und ausbauen sollte. Diese Expedition von sieben Mann, unter benen sich Dr. Laws befand trat nach einiger akrsogcrung jm Jahre 1875 ihre Ausreise nach dem Ryasfa-See an; nun nach 53 Jahren, die nur von drei oder vier kurzen Serienreifen unterbrochen waren, heimgekehrt. erzählt Dr. Laws einem Berichterstatter von diesen schweren Jahren des Kämpfens und Ringens. Das Unternehmen begann als ein rechter Abrnteurerzug. so ganz nach jedes Knaben Herz. Der Expedition stand ein kleines, zerlegbares Dampboot, eines dec ersten seiner Art, zur Verfügung. Mit diesem fuhren fie den Zambesi hinauf, trugen es quer über Land und gelangten schließlich an das Süd- ende des Ryasfa-Secs. Es waren tausend Mann nötig, um das Schiff und das Gepäck der fieben- köpfigen Expedition zu tragen. Eine ersten Aufgaben bestand in der Erforschung des Sees, dessen Länge von Livingstone mit 180 englischen Meilen festgesetzt worden war; aber nach einer Fahrt von ISO Meilen hatten sie nochmals k*O Meilen vor sich, unb so waren ihre Vorräte saft ganz erschöpft, lange bevor sie sich am Ziele be- fanben, mitten im See gerieten sie in einen furchtbaren Sturm, und ihr Proviant bestand nur noch aus wenigen Biskuits und Sardinen. Wenn \ man heute die Karte Zentralafrikas betrachtet, so kann man deutlich die Spuren dieser Forscherreise verfolgen: da sind die Livingstone-Berge, die von der Expedition nordwestlich des Sees entdeckt und benannt worden sind; viele Orte tragen schottische Ramen. entsprechend der Rationalität der Reisenden, und der Löwengipfel erinnert an - den ileberfall eines Löwen, bet den schlafenden Dr. Laws heimsuchte unb eine ganze Zeltwand wegrih. Dieser Pionier deS schwarzen Erdteils konnte wie kein anderer die Entwicklung Afrikas von seiner ersten Erschließung durch die Weißen bis zum heutigen Tage Verfolgern Er war der erste, der Geld bei den Eingeborenen einführtr. Im Jahre 1879 war er. wie er erzählt, müde, seine Rechnungen mit „15 Meilen Baumwollstoff und soundsovielen Tonnen von Glasperlen" zu belasten, und er reifte deshalb an das Kap. von wo er 25 Pfund in Kleingeld zurückbracht?. Dann wurde ein kleiner Laden in der Missionsstation errichtet, wo die Eingeborenen das Geld wieder gegen Ware eintauschen konnten. Diese 25 Pfund waren durch viele Jahre das ganze Geldkapital dieser Ansiedlung. Aber seither haben sich die Dinge sehr verändert, und beute ist man auch schon in jenem Gebiet zum bargeldlosen Scheckverkehr übergegangen. Freilich in Livingstonia hat sich diese Wandlung, wie auch sonst alle Veränderungen, nur sehr langsam vollzogen. Einige der früheren Gefahren sind verschwunden. Als Dr. Laws dahin kam, tauchten häufig arabische Sklavenhändler auf dem See auf. es herrschte ein beständiger Krieg aller Stämme gegeneinander, und die Gefangenen wurden als Sllaven verkauft. Heute lebt hier eine friedliche Ration von Ansiedlern. Auch die Art ihrer Landbestellung wird allmählich immer weniger primitiv. In den Schulen, die von den europäi- V schen Missionen errichtet wurden, lernen die Gin- * geborenen auch europäische Handwerksarten, die Erzeugung von Ziegeln, daS ZimmermannShanb- werk und das Behauen der Steine. Viele von diesen jungen Handwerkern gehen dann nach Südafrika oder Rhodesien, um dort ihr Glück zu machen, und kehren dann mit genügenden Mitteln zurück, um sich einen Pflug zur Landbestellung zu kaufen. Die in Südafrika unter der Bevölkerung heimische Unrast greift nun auch nach Zentral- afrifa über, und sie bedeutet nach Dr. LawS Meinung eine Gefahr, mit der sich der weiße Mann früher oder später wird auseinandersetzen müssen.
Rundfunkprogramm
des Frankfurter Sender«.
(Aus der „Radio-Umschau".)
SamStag, 21. Juli.
13 bis 14 Uhr: Schallplatten-Konzeri, au« Opern. — 15.30 bis 16: Die Stunde der Jugend. — 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters. — 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. — 18.30 bis 19: Der Briefkasten. — 19 bis 19.30: Stunde des Frankfurter Bunde« für Volksbildung: „Der Schweizer Dichter Conrad Ferdtnanb Meyer". Vortrag von Lilli von Baumgarten. - - 19.30 bis 20.30: Konzert der Holleschen Madrigal- vereinignng, Stuttgart. — 20.30 bis 22.30: Bunter Qlbcnb. — Anschließend bis 0.30: Tanzmusik.
Kurszettel der Berliner und Frankfutter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Prozent.
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Holländische Noten......
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Tschrchoilowaktsche Noten .. Ungarische Noten.....
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Telegraphische
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12,39 72.82
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73.12
a. M.
Inna-
17. aalt
18- Juli
Amtliche Notürung Seid Betet
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2,133 5.415
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112.01
112,14
112,27 10,55
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20, -2
4,1933
16,42
80,76 61.03 1,921 0.503
59.75
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