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liefet Tage fand hier ichtsratesder Deut' elungsgemer»' labt statt. zum Sor. 'Barlmann ivÄ tretenden Roriltzenden )r Werner (W Inspektor SflHjJ Sektor Softes
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(Schwanheim a.M.) ytnälfU Der Lüftichtsrat besagte sich mit einer Leihe von organisatorischen Maß- nahmen für den weiteren '.Ausbau der Denosten- schasi und beschloß eine neue Darlehensoer. gebung in fplje von rund 2 Millionen Mort für IN Darlehen Damit sind für das laufend-' 3adr Vits berei's 262 zinsfreie Darlehen mit rund 1.75 Millionen Marl vergeben. Auch auf den hiesigen Landesverband der ,,J. 8 6‘ entfallen wiederum mehrere Hauser
Preußen.
Mreifi Escylar.
ii LeftIar, 17 Juni Die Lerabjchie- Dunfl deS städtischen Haushalte» für 192 8 läßt in diesem Jahre länger als fönst auf »ich warten Wie wir hören hängt dies auf der einen Seite mit den bisher nicht sicher übersehbaren (Itnnahmcpolicn auS Steuerübenveifunaen von Leich und Staat und aus der anderen Seit? mit der Höhe von Mehrausgaben deren Ausmaß sich auch erst in letzter Zen überleben lieh, zu- lammen. Wahrend der kitat des Kreises vor einigen Wochen bereits verabschiedet werden tonnte, und zwar mit einer Senkung der Kreis- umlagepro-ente. die weniger aus eine Teduzle- rung der Ausgaben, als aus eine höhere Steuer- beredjnung<quotc zurüdzusühreii sind, stöht der städtische tliat bei Ieiner Äusbalanzierung auf gröhrre Schwierigkeiten. Dje im vorigen Jahre allgemein erhoffe Steuersenkung für 1928 konnte leider nicht in Erfüllung gehen, weit Mehrausgaben durch Besoidungserhöhung. Steigerung der Löhne und Erhöhung der Zinssätze für laufende Anleihen zu berücksichtigen waren, die erhebliche Deckungsmittel erforderten. Der Entwurf zum diesjährigen Haushalt hat für einige Zeit auf dem Rathaus offengekgen. Seine Endsummen in Einnahme und Ausgabe betragen rund 4 700000 Marl, was eine Er Höhung vost ZOO 000 Mark gegenüber dem Dorjahre bedeutet Zur Deckung des Mehrbedarfs, soweit er iiicht durch ein Mehr an Steuerüberwelsungen und anderen Einnahmen beeinflußt wird, hat sich die Stadtverwaltung entschlossen, erhebliche Abstriche an vielen Ausgabepositionen porzuneh- men und bei (Li nnahmeposi linnen Erhöhungen ein- Jusctzen So sollen die Zuschläge zur staatlichen >rundvermögcnsfteuer von 250 auf 300 Prvz. erhöht werden. Auch die Dewcrbesteuer, deren Sätze schon erheblich waren, soll etwas gesteigert werden, so bah ihr diesjähriges Soll mit 620 000 Mark in Ansatz gebracht ist. Die Gewerbesteuer wird hier nach dem Ertrag und der Lohnsurnme berechnet Weiter ist vorgesehen, daß die ftädtt- Ichen Belriebewerlc voraussichtlich einen höheren Betrag als Ueberlchuh ablicfcrn sollen. Belastet wird dec neue Etat ferner durch die notwendige Einstellung weiterer Dolizeikräfte. damit die der Stadt zugestandenc Kopfzahl von 25 Beamten erreicht wjrd, eine Zahl, die bei der immer gröber werdenden Ausdehnung der Stadt und bei der Notwendigkeit der Stellung einer gröberen Anzahl von DerkehrSpvluiften. per- hältnisrnäfzig klein erscheint. Die Besprechungen mit den Vertretern der Industrie. deS Handels unb Gewerbes haben begonnen, da diese gesetzlich vor der EtatSberatung zu Horen sind. Bei der geschilderten Sachlage dürste eS schwer halten. Abstriche von Bedeutung vorzunehmen, so daß mit diesem Etatsvoranschlag wohl gerechnet werden muh. Wie sich die Stadtverordneten zu der Sache stellen, steht noch nicht fest, da erst die Fraktion sbcratungen hier ÄIarbeit schassen formen und diese erst zu einem späteren Zeitpunkt einzu- ietzen pflegen. Ob bereits schon durch Kommis'ions- beratungen Vorarbeit geleistet worden ist. wird die nächste Zeit klarer erleben lassen. Was einzelne Positionen des Etats betrifft, so ist in erster Linie eine starke Erhöhung der Zinsen und Abträge auf Schulden zu verzeichnen, die besonders aber infolge der Erhöhung der laufenden Zinssätze für Anleihen cingctreten sind. Da die Stadt weiter durch eine sie stark belastende GesetzeSvor- f(fcrift Anteile von der erhobenen Lohnfummen- steuer an die Wohngemeinden der in hiesigen Betrieben beschäftigten Arbeiter zu zahlen gezwungen ist. gehen Teile dieser Einnahme, die man auf 80- -100 000 Mark schätzen kann, wieder verloren. Daß die hierdurch belastete Industrie bei weiteren Ansprüchen der Wohngemeinden des Kreifes. die hier immermehr versuchen, ihre Etats mit Hilse der Stadt auszudalanzieren erobt. die erforderlichen Arbeitskräfte aus hes-i'chen und nassauischen Gebieten zu rekrutieren, kann man verstehen.
MMMSkNWeMWklN.
Vornan von Edgar Wallace.
Copyright by Wilhelm iSolbmann, Verlag. Leipzig 33 Fortjctzung. Nachdruck verboten.
Alo der Wald hinter ihr lag. richtete sich ihr Blick empor, und sie sah eine schwache Röte im Osten. Der kommende Tag färbte bereits den Hirn mcl. Oh. wenn es nur erst Morgen wäre, betete sie in ihrem Herzen.
Diesen Weg war sie vor zwei Tagen mit Dick Martin gegangen. Eine Welt des Grauens lag dazwischen. Dick Martin! Unwillkürlich blieb sie Heben, und ein Gefühl überwältigender Lehnjucht durchbebte sie schmerzhaft. Hatte sie sich nicht auch gegen ihn vergangen, als sie sich von Mrs. Codv m‘ die Falle locken lieh? Wenn sie es sich zum Prinzip gemacht hätte, nichts zu tun. ohne ihn erst um Rat zu fragen, fic hätte diese grausige Nacht nie erlebt. Aber sie gelobte sich, von jetzt an Schutz zu juchen in seiner ruhigen Straft. Ob. sie war gar nicht mehr stolz, Sybil Lansdown. sie sehnte sich demütig nach dem Halt eines starken Arms
Inzwischen halle sie den Gutshof erreicht. Da klirrte olötzlich eine Sette, und der Hund sprang mit wildem (Bctläff in die Höhe.
Einen Moment jchrok sie zusammen. Dann ent- spannten sich ihre Nerven. Der vertraute Ton einer realen Dell gab ihr plötzlich Mut und Selbstvertrauen zurück. Sie blieb stehen, pfiff leise und sprach mit ihm wie mit einem allen Bekannten. Dann näherte sie sich furchtlos der Hülle. Das wütende Bellen des ijunbes erstarb. Durch ge krauste Nüstern sog er die Lust ein. Da streckte sie ihre Hand aus. damit er ihren Geruch in sich auf- nehmen und erkennen konnte, daß sie kein feind liches Wesen sei. Ms fic wieder mit ihm sprach, rieb der Hund zutraulich feinen Kops an ihren Anicn. Liebkosend streichelte sie sein dichtes Fell und fühlte ihn unter ihrer Hand freudig erbeben. Wahrscheinlich war er bisher nichr durch Zärtlich feit verwöhnt worden. Ruhig ließ er zu, daß fic seine Kette von der Hundehütte löste und sie ergriff. Er wedelte munter den buschigen Schwanz und zog sie. selig über die unerhoffte Areihei.». mit sich. Sie überliest sich willig seiner kundigen Fuh
turnen, Sport und Spiel.
Oer deutsche Rekord im Oiskuswerfeu.
Ser Glaube, da- nur Qüncr lanec. Zr.sicher und 3innen zu Wurfathlelen prädestiniert leien, well diese drei Völler fest Iahrzehnien das Monopol im Kugel ft osten und Diskuswerfen befitzen. in durch die Wettrekordleiftung von H i r f ch »c l d wanlend und durch den vo.i Paulus erzielten DiotuSwurf von 47.52 Meter weiter erschüttert worden- denn diele Leistung tlt so gut. dast fie dem Weltrekord des Qbncri- laners Hartranfi mit 47S9 Meter bedenksich nahekommt.
Vach unteren Srmitidungen ist der deutsche Rekord im Disluswerlca feit der Begründung her Deutschen Lporibehörde für Leichtathletik im Jahre 1898 wi.' folgt verdefferi worden
29.95 in Willtz Dörr iZrankfuN a.M ) 1901.
31,25 .. «urt Frank lBerttnj 1902
33,10 .. Willy Dörr (3ranltud a. M , 1903,
34.67 .. Willy Dörr «Frankfurt a.M 1933.
37,45 .. Erni! Wels («sranlhirt a. M - 1904.
37,99 ,. Willy Dörr <Zrankfurt a.TI.) 1905.
38,55 .. Wll!y Dörr < firanlfurt a. W » 1905,
38.63 .. Smtl Welz lFrankfurt a.M ) 1906.
41,62 .. Gmll Welz lScanllurt a.M, 1907. 41.84 .. OmU Welz -Frankfurt a.M, 1910. 42,28 ., Buchgeister <München) 1910,
43,71 „ Buchgeifter sMwichen) 1914.
44,16 „ Stembrenner (Frank'urt a. TI.) 1921.
44,61 „ Steinbrenner t Frankfurt a. TI.) 1921, 45.22 .. ©tembrenner (Frankjurt a. TI.) 1922, 46.66 .. Steinbrenner iFranksur! a. TI.) 1922.
47.04 .. Hoffmeister <Hannover) 1927,
47.52 ,. Paulus -Wetzlar) 1928.
Dorr, dessen Tarne am meisten genannt ist. warf im Jahre 1907 bei einem Turnfest in Worms 43,86 Meter, öoch hat diele Leistung nie Eingang in die Deu che TdtxrMiftc gefunden, weil die Veranstaltung nicht unter Aussicht der Sportbestörde staftfand.
Westdeutsche Lclchlatdleiit-AIeisterschafieü.
Die Bedeutung her westdeutschen Leichtathletik» Meisterschaften, die am 30. 3uni in Krefeld auS- getragen werden, wird dadurch gehoben, dah sie alS offizielle Leistungsprüfung der westdeutschen Olympia-Kandidaten mi betrachten sind und aus diesem Grunde der Verband Absagen, welcher Tatur sie auch immer sein mögen, nicht anerkennen wird. Die Teilnahme der beiden besten deutschen Diskuswerfer. H o f f m e t st e r -Münster und Paulus- Wetzlar. her Sprinter Hauben und Schüller. deS nach Kasiel zurückgekehrten Mittelstrecklers Walpert, fowie der anderen bekannten westdeutschen Drohen der D. S. D. und der besten Leichtathleten der D. T. wird der Veranstaltung Den Stempel eines wirklichen Droh- lampseS ausdrücken.
Leichtathletische Meistepschasten Main-Heffen.
3n Frankfurt a. M. kamen gestern die Leicht- athletik-Meisterlchaften des Bezirkes Main- Hessen zum AuStraa. Die 4 X 100 Mcter-Stasfel» der Frankfurter .Eintracht" lies, trotzdem diesmal Salz nicht bcteUigt war, in der Besetzung Gerling. Dr. Wichmann. Metzger. Eldracher wiederum die famose Zeit von 41 Sekunden. Die übrigen Leistungen litten unter dem kalten, unfreundlichen Wetter. Erwähnenswert ist der Doppelsieg von S l d r a ch e r (früher Spielvereinigung 1900 Giehen) in den Sprinterwettbewerben. lieber 100 Meter siegle er in 10.9, und über 200 Meter in 22,6 Selunden. DaS 110 Metcr-Hürdenlaufen holle sich Welscher (Eintracht) in 15.9 Sekunden.
Maraihon-Pküfungslauf der O. G. B.
. Am Sonntag veranstaltete die Deutsche Sport- bebörbc in Düsseldorf einen Moralhon-Prü- sungslauf. Die von ber D. S. B und der D. T. zur Tellnahme ausgrsorderten Olympia-Kandidaten waren auSnabm-los ^ur Stelle. Fast während deS ganzen Laufes, der über die normale Tiarat&on- strecke von 422 Kilometer ging, regnete es stark. Die erreichte' Zeiten sind in Anbetracht der Witterung als gut zu bezeichnen. Sieger wurde überraschenderwetse ® erbarb-6 legen in
2.33,412 Stunde» vor Hempel- äHarivttcnburg mit 2.33.47 2 Stunden. Dritter wurde Hörger» Braunschweig in 2:36.33 Stunden. Vierwr Aeich- mann- Siegen m 2:37.30. Fünfter Dan» derer- Tbarlotlenb-rg m 2 3m und Sechster Schneider- Hirlchberg in 2:43,10 Standen
Hrl. Junker, Koffel, laust 100 Meter in 12,1 Sekun-en.
Urner reger Tctcmgung des vAublil-m» wurde am Sonnrag in Leipzig die metzle Entscheidung tn der lächsifchen OänNrmetlter patt ausgetrogen. Sri Junker, Kasiel schul in einem Einla- dunaslauf über 103 Meter Jne neue 2Dc 11- höwft leiftung von 12.1 ♦dunben Frl. Totte. Kassel, sprang 1,545 Meter und stellte Damit eine n e
2m Kugelftosten erreichte r ü ‘ l. Bi chholz, 23,95 Meter Ferner stellte Stolchneck Breslau, im Speeiwur« e.ne neue D - T - Höchst- lei st u n g mit 60,18 Meter auf.
Körnig siegt in Budapest
3m Aahmen eines am Sonntag in Budapest vom dortigen F. X E. veranstalteten leichtathlc- ttfchen Spor! esteS siegte ber deutsche Meister Helmut Körnig im 2CX? Meter-Lauf in 22.4 Sek. vor Peitz. Bud.ipeft. in 22.6 Sek Körnig gewann auch den 100 Meter-Laus in 10.6 Sek knapp vor Franz Gero. Budapest.
Heuer deutscher Rekord im Hammerwerfen.
Bei den nordbayerilchen leichtathletischen Meisterschaften. die am gestrigen Sonntag in Fürth au5getragen wurden, stellte der Tegensburger Man g mit einem Wurf auher Konkurrenz mit 46,06 Meter einen neuen deutschen T e - kord im Hammerwerfen auf. Die alte Höchstleistung hatte Wenninger, Stuttgart, erst vor wenigen Wochen auf 45,59 Meter geschraubt
Lloyd Hahn läuft Rekord.
Ain Samstag kamen in Neuyork die ersten Olympia « Ansicheidungskämpse der Vereinigten Staaten zum tiustrap. Die beste Leistung des Tages erzielte der Mittelstreckenläuser Lloyd Hahn, der 800 Meter in der neuen amerikanischen Rekordzeit van 1,52- 3 Minuten zurücklegte. Den deutschen und Weltrekord über diese Strecke hält bekanntlich Dr. Pe 1 tzer (Stettin) mit 1.51’j Minuten.
Aegyptens Olympiaspieler geschlagen.
Die ägyptische Olympia-Fuhballmannschast unterlag am gestrigen Sonntag gegen eine Amsterdamer Städtemannscha't unverdient mit 0:1.
Chiles Fußballmannschaft geschlagen.
Die chilenische Olympiamannschaft trug am Freitagabend in Frankfurt a. TL ein Fuh- ballwettfviel gegen eine Frankfurt-Ossenbrcher Städteelf aus. Die Südamerikaner muhten trotz temperamentvollen Spiels und ballartistischer Feinheiten mit 6:2 (3:1) «ine in dieser Höhe nicht verdiente Ticherlage hinnehmen.
Am Samstag traten die Südamerikaner gegen den Berliner Meister Hertha-DST. in Berlin an und muhten eine zweite Ticbetlage mit 4:1 ein stecken.
Zußball in Kassel.
S. V. Kassel — 5. C. Kassel 03 3:3 (2:1).
Beide Mannschaften zeigten gestern in diesem Spiel nur mäßige Leistungen. Nach der Halbzeit war der 6. C. 03 die bessere Mannschaft.
Sport Kassel — herrnannla Kassel 4:1 (2:1).
Die Mannschaften spielten sehr eifrig und in sehr flottem Tempo. „Sport" war in der zweiten Hälfte die absolut bessere Mannschaft und hielt den Gegner in seiner eigenen Hälfte allein dreißig Minuten fest. Trotzdem „Hermannia" das erste Tor erzielte, nmßte er sich im weiteren Verlaus dem besseren Gegner beugen.
Wacker München — Kußballsporiverein Zrantfurt 3:2 (1:1).
Bor etwa 20 000 Zuschauern kam gestern in München das wichtige Treffen zwischen F. Sp. B. Frankfurt und Wacker-Miinchen zum
lUishna. Wacker war in der 3ffemfirffhi»g ebnen besser als sein Gegner und hol knapp aber t>em bient mi: 3:2 iKmonnen.
Wacker Halle
in Gübdeusschland geschlagen
Der mittel deutsche Fuhballmeister. Wacker Halle, trug am Lo.ne:ag und Sonntag zwei Wetttp c.e In Lübdcu:schland aus. die beide verloren gingen 3n ünchcn i'urdc Wacker am SomStag von dem silddcutfchen Meister, Bayern München, mit 6:0 und am Sonntag in Nürnberg von dem Fuhballlpvrt- verein Türnberg mit 2.1 geichlagen.
süddeutsche Zußballsiege in Mitteldeutschland.
Die am Samstag und Sonntag in Thüringen gastierenden silddc^i'chcn Vereine lonnkn ihre Spiele durch.veg erfolgreich gestalten. Der 1. Z 6. Türnberg chtug den 1. Sportverein Vera mit 3 I und blieb auch mit dem gleichen Ergebnis über den Sportverein Lövtha siegreich. V. f. A. Fürtb fertigte Wacker Dera tmt 3:2 ab. und die Würzburger Kickers behauptete:', sich gegen Sportklub Freiburg knapp mit 3:2. Die eptcl Bereinigung Fürth trug am Wochenende zwei Spiele in Mitteldeuttchland aus Am Samstag wurde der Dresdner Sportklub mit 7:4 (3:4) besiegt Am Sonntag konnten die Süddeutschen Fortuna Leipzig nur ein Unentschieden von 4:4 herauSholcn
Um die deussche Wafferballmeisterfchast.
3m Vorrundenspiel um die deilljche Wasserball- rneisterlchast stieß gestern Westsalen (Dortmund) auf Hellas (Magdeburg). Die Magdeburger siegten mit
Ole Berliner Wasserballmannschaft geschlagen.
3n dem B^isserbaU-Stadtekamos Budapest-Berlin, der am gestrigen Sonntag in Budapest zum Au»- trag kam, erlitt die Berliner Mannschaft eine einv- sindliche Niederlage Die Budapester Wasserbau- Sieben, die gleichbedeutend mit der ungarischen Na- lionalmoimschast ist. siegte mit dem hohen Ergebnis von 11:0 (5:0).
Buder Bcflotta
der Gießener ^Buder.Gesellschaft 1877.
3n dem Bericht über das Mcldeergebnis zur Regatta in der samstag-Nummer unseres Blattes ist ein Druckfehler unterlaufen: Es stehl dort versehentlich UL: es muß richtig heißen: XXIII. Ruder-Regatta der Gieftener Ruder-Gesellschaft 1877.
Kasseler Ruderregatta.
Aus der gestrigen Kasseler Tuberregatta wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Preis vom Herkules: 1. Tuberriege des Essener Turn- und Fechtllubs (Alleingang).
Preis von der Löwenburg: 1. Tuberücrem Teumünstcr 1882.
Preis von Hellen: Offenbacher Aubervcrein von 1874 (Alleingang. 1. Achter).
Preis von ber Hanflaue: 1. Tuberklub Hanf«, Dortmund
KlubpreiS: 1. Hannoverscher Tuberklub von 1880
Preis vom Habichlswalb: Tuberverein Deutseb- lanb-Hannoder.
Ostmarkenpreis: Akabemlsch« Tuberverbinbung llnaaria-Hannover.
Kaiserpreis. Offenbacher Tuberverein von 1874. (Alleingang 1. Vierer.)
Preis von Wilhelmflhöhe: Tuberriege b«S Turn- unb Fechtklubs Essen
Luckner-Preis: Tuberverein Deutschlanb-Han- nover.
Fulba-Preis: Tuberklub Hansa-Dortmunb.
Preis von Kassel Offenbacher Tuberbereln von 1874.
Preis von ber Teuen Mühle Tuderverein Deutschlanb-Hannover.
Preis von Freienhagen: Tuberverein Deutfch- lanb-Hamwver.
Arbeiter'Turn- und Gportbund.
Gestern fanb in Wiefeck der diesjährige Teichsarbeiterfporttag statt. Um die Mittagsstunde trafen sich die teilnehmenden Sportler und Sportlerinnen in Wicfeck Unter
rung, unb je näher sic dem Herrenhaus kam, desto mehr schmolz die Eiskruste des Grauens von ihrer Seele.
Sic stieß zunächst auf den Seitenflügel des Schlosses, das mit dunklen Fenstern schweigend im Morgengrauen lag. Ein gepflasterter Weg, den zu beiden «eiten Blumenbeete einfoßten. lief an der Front entlang. Als sie ihre Schritte auf den öementplatten lHirschen horte, ging sie am Rande bös Beetes entlang, um jedes Geräusch zu vermeiden. Der Hund lief neben ihr her. Zuweilen grub er die Schnauze neugierig schnüffelnd in die gehäufelte Erde Doch plötzlich hob er den Kopf und witterte argwöhnisch. Dann ließ er einen dunklen knurrenden Laut vernehmen und fletschte zornig die Zahne. Seine Augen funkelten, seine Nase richtete sich drehend gegen das Hous, während die gespitzten Ohren senkrecht am Kops standen.
3m felbc. Moment erhellte sich ein Fenster des Erdgeschosses. Sybil packte dcn Hund fester. „Still", Hüftertc sie. ihn befehlend anblickend, -sie trat auf das Beet, das sich zum Haus hin erhöhte. Sie ■ konnte bequem durch das Fenster blicken, das durch j keinen Vorhang verdeckt war.
Sie schaute in einen hohen, bis zur Decke geiäfcl- | ten Raum, in dessen Mitte ein schwerer eichener ; Tisch stand. Und aus dem Tisch ... ihre Hand flog wm Mund, um den Schrei des Staunens zu er sticken ... blakte die Petroleumlampe, die noch eben — wie lange mochte es her fein — doch kaum fine Stunde? — die Tolengrun der celforbs schauerlich erhellt hatte. Erst schien dos Zimmer leer zu sein, bann bewegte sich etwas in ber Nähe bes offenen Stamms aus geädertem Marmor, unb plötzlich trar ein menschliches WcLn, anzuseHen wie ein Höhlenmensch der Troglobytenzeit, m den Lichtkreis ber Lampe. Er war überlebensgroß, aber in vollkommener Symmetrie gebaut, unter seiner bronzenen Haut spielten btc Muskeln, die cuf sei nen Armen wie Taue standen. Langes gelbes Haar floß ihm wie eine Löwenmähne über die Schullern. und ein dichter blonder Bart fraufte sich über seinem Kinn. Er trug ein Paar heller Leinenhosen. die oberhalb feiner Knie enbeten. Jetzt trat er an den Tisw unb hob die Lampe, um in das Zimmer zu spähen. 3n diesem Augenblick sah iic jein Gesicht. Es war bei aller wuchtigen Größe der Form beinahe edel geschnitten, kwch die grth
ßen blauen Augen starrten bumm und glanzlos ins Leere. Das ganze Gesicht war ausdruckslos wie bas eines hochgrobig Schwachsinnigen, unb Sybils erster Widerwille erstarb in tiefstem Mitleid.
War dos der Riese, vor dem fie geflohen war? Der arme Mensch ... er war ein harmloser Idiot. Das erste ruhige Wort hätte ihn gewiß besänftigt. Sie umklammerte die Schnauze des knurrenden Hundes, bamit er sie nicht verrate. Aber schon traf sie ein trauriger Blick feiner leeren Augen. Er stutzte unb blies bann rasch bie Lnmpc ans. So fort versank bas Zimmer in undurchbringllchc» Dunkel. Sybil trat auf ben Weg zurück. Sollte sie den Verwalter wecken? Nein, es war bester, sie lief zum Pförtnerhaus. Von dort halle iic nur wenige Schrille bis zum Dorfe. Doch kaum hatte sie die Allee cingefchlagen. bi? zum Parklor führte, da hörte sie Schritte. Männerschritte, di? rasch auf sie infamen. Der Hund zog die Rette an, und jein wütendes Gellöff durchichnitt die TotenslMe des grauenden Tages. Zwei dunkle Gestalten kamen rasch auf sie zu.
„ißer ist da? Wenn Sie nicht an Sorten, lasse ich meinen Hund auf Sie los", drohte Sybil mit ichwankendcr Stimme.
..Großer Gott — Sybil Xlansbrion" Hang cs hell zurück, und im nächsten A- genblitf log sie ichluchzend an Dick Martins Br v ivährend der Hund sie ttiumphierend umtob'
26.
..still, still, geliebtes Kind." flüflenc Dick, als iic m abgerissenen Worten zu jprechcn anhud. „ich will fetzt noch nichts hören. Erft müssen Sie sich ausruhen. Unb wie lange ist es her. feit Sie etwas gegeßen haben?"
„Seit gestern mittag", gestand Sybil kleinlaul. „Nun 'chen Sie — ich badjtc es mir schon, kommen Sie jetzt. Wir klinaeln den Verwalter aus dem Schlaf. Er soll heranfahren, was bas Haus Sdforb so unerwarteten Gästen zu bieten hat."
Er schlang seinen Arm um sie unb zog sie mit sich unbekümmert um Sneed. ber bisfret folgte.
Aber Sybil faßte ängstlich nach Dicks Hand. „Um Gottes willen nicht ins Haus", bat fie. „Ich habe gerade jetzt einen unheimlichen Menschen in einem Zimmer gesehen. Er ist ungejchlacht wie ein Riese ... « muß ein Wahnsinniger fein!"
Sie schwieg überwältigt. Alles fiel ihr ein, was sie feit ihrer leeflunbc rrtit Eoby erlebt hatte
»Ein — Riese?", fragte Dick betroffen. Seine Augen juchten Sneed. ver nickte unmertlld).
Dann bat er Sybil, ihn zu beschreiben. Sie tat cs in stockenden Worten. Dick hütete sich, ihr feine Bestürzung au zeigen.
„Ein Landstreicher oermullich, einer jener seltsamen Heiligen, die wie 3ohannes der Täufer Herumlaufen und von wilden Heuschrecken leben. 3d) habe ähnliche Burjchen schon im Hydepark gesehen Haben Sic keine Sorge, Sybil, wir sind zwei Iräftiae, gutbewcnfnetc Männer. Wir sürchten uns vor Ihrem Simson nicht!"
Sie ließ sich gehorsam miuiehen.
War eines ber Fenster offen , fragte Dick nach iner Pause bes Nachdenkens.
Sybil schüttelte ben Kops. „3d) habe kein Fenster offen gesehen!"
„Vielleicht ist er ein Schützling bes Verwalters", 'uchte Dick fie zu beruhigen. „Wir werben gleich hören!"
i Er jetzte den langen stählernen Klingelzug mit heiligem Ruck in Bewegung Der hohle Slang brang abgeschwächt zurück.
Dick streichelte sacht Sybils idjmale eiskalte Hand, und als er fühlte, wie fie zitterte, preßte er fie sanft an sich
Dann gab er sie frei. Er haue Irinnen auf ben Steinfliefen ben fdgürfenben Schritt bes Verwalters gehört.
_ Die Schritte hielten vor ber Tür. Eine grollenbe Stimme fragte: „Wer ist ba9 Was wollen Sie*'" __ „Machen Sie bitte auf", tagte Dick, ber die Stimme bes Verwalters erkannte, „hier ist Mr. Martin."
Ketten rasselten. Ein Schloß krachte, knarrend öffnete sich die Tür. Der Verwalter trug eine schief geknöpfte Hofe über dem Nachthemd, seine Hand ichützte die flackernde Kerze. Das Acht wurde auf fein Gesicht zurückgeworfen unb traf ferne blin- zelnben Augen.
„Mein Gott", jagte er, „woher kommen Ste denn? Ist etwas passiert?"
„Genug." erwiderte Dick, „um alle Morgen- zeilunaen zu füllen. Sagen Sie mal zuerst, haben Sie Besuch?"
(Fortsetzung folgt.)


