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349 Konten und
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„Einigkeit" Lich (247 P.). _
Nachmittags gegen 3 Uhr bewegte sich der sest- 3 u g durch den Ort.
Am Montägnachmittag wird ein Volks und Jugendfest auf dem ^estplatz veranstaltet
ob die Worte flach und geistlos find Mensch steht doch da. das flache muß Ti<5
das Geistlose beleben, wenn du die Handlungen
Dies würde auch befruchtend aus Handel und Gewerbe deS Bezirkes einwirken, welche ebenfalls unter den derzeitigen Verhältnissen zu leiben haben. Trotz dieser wenig günstigen Verhältnisse war das Geschäftsjahr 1927 für die Kasse ein Iahr überaus günstiger Weiterentwicklung. Der Gcsamt-Umsatz betrug 9 540 000 Mk.. gegenüber 6 500 000 Mk. im Vorjahr. Die Spareinlagen stiegen von 1267 Konten mit einem Bestand von 598 712 Mk. auf 1616^ Konten mit einem Bestand war mithin ein Zuwachs eine Bestandsvermehrung
Reh. Darmstadt, sowie die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Zunächst wurde von dem Direktor der Geschäftsbericht des Vorstandes für das Iahr 1927 erstattet. Der Bericht weist u. a. darauf hin, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse im Bezirk im Geschäftsjahr 1927 durchaus nicht als günstig bezeichnet werden können. Wenn auch im allgemeinen durch die Belebung der Industrie mehr Arbeite- und Verdienstmöglichkeit geschaffen wurde, so machte sich das im Bezirk weniger bemerkbar und die Arbeitslosigkeit hielt immer noch am Ganz besonders aber sei es die Lage der Landwirtschaft, die als recht ungünstig bezeichnet werden müsse. Die reichliche Ernte des Iahres 1927 konnte infolge der ungünstigen Witterung nicht rechtzeitig eingebracht werden unb ein großer Teil ging zu Grunde. Für viele Landwirte bedeutete dies einen wesentlichen Einnahmeausfall. Hierzu komme noch, daß bte Preise für einen großen Teil der landwirtschaftlichen Produkte zu niedrig seien und nicht den heutigen Verhältnissen entsprächen. Es sei zu wünschen, daß es gelinge, hier eine Besserung zu cnielcn und die Kaufkraft der Landwirtschaft zu heben.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
L Wieseck. 18. Iuni. Unfcr Bericht vom Samstag über den Voranschlag für 1928 enthält einen Druckfehler. Es must rich tig beifeen: die Grundsteuer hat sich auf 20132 Mk. ermäßigt, nicht auf 10132 Mk.
(=) Lang-Göns. 17. Juni. Allmählich setzt auch hier die Heuernte ein. Es gibt zwar ziemlich viel Heu. aber die Güte lästt zu wünschen übrig; viele lange, harte Stengel, dos eigentliche gute Untergras fehlt. Wan hatte immer noch gehofft, hast wärmere Tage das Wachstum beschleunigten. leider wurden die Landwirte enttäuscht. Immerhin gibt es eine Mittelernte. — Rach Fertigstellung des Pflasters in der Früh- gaffe und Vollendung des größten Teiles unserer Friedhofsumzäunung gewährt die neue, sehr verbreiterte Skratze einen überaus schonen Anblick. Auch die alten Zäune der Rachbargärten sind verschwunden, und eine neue Einfriedigung hilft mit, dos gesamte Strahenbild zu heben. Besonders schon ist das Eingangstor des Friedhofes, das von zwei großen Pfeilern begrenzt wird. Wenn erst die angepslanzten Rotdornbäume und Platanen ihr schützendes Dach über den Eingang breiten, wird die Gesamtanlage voll und ganz wirken.
: —: Aus dem Busecker Tal, 17. Iuni. Das kühle, von leichten Regenfällen begleitete Wetter der letzten Woche war für unsere Landleute sehr günstig, konnte doch die oft sehr nützliche Arbeit des Dickwurzsetzens glatt erledigt werden. Hier und da hat man bereits mit dem Schnitt des Heugrases begonnen. Wie in den Vorjahre,:, so liefern auch dieses Iahr wieder die trocken gelegenen Wiesen die besten Erträge. Der Stand des Getreides kann durchweg als recht gut bezeichnet werden. Die Fruchtselder bieten einen vorzüglichen Anblick und versprechen eine gute Ernte. War das vergangene Iahr für den Imker kein ertragreiches. so ist er auch in diesem Iahre wiederum in seinen Erwartungen getäuscht. Die Frühlingsmonate bis zur Heuernte, die Zeit der Blüte, hat unfern Immen bei der kalten Witterung nicht viel geben können.
: —: Beuern, 17. Iuni. Rachdem unser allseits beliebter Forster Heinrich Koch II. nach 28jähriger Dienstzeit in den Ruhe st and verseht wurde, ist die Stelle zwecks Heu* besetzung ausgeschrieben worden. Da hier ein vom Staat erworbenes Haus als Woh- nung für den neuen Förster vorhanden ist, wird es wohl an Bewerbern nicht fehlen. Der 'Dienst wird zur Zeit vom Forstgehilfen Mohr aus Alsfeld versehen.
§ Grünberg 17. 3uni. Hier fand im Spar- laffcngebäube die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung der Bezirks- sparkasse Grünberg statt. Auster 41 Gemeindevertretern waren anwesend Oberregierungsrat Dr. Hetz als Vertreter des Kreisamtes Gietzen, der Vorsitzende des hessischen Sparkassen-- und Giroverbandes Iustizrat Dr.
schlutz der hessischen Girozentrale und der kommunalen Landesbank zu einer gemeinsamen Bankanstalt zuzustimmen. Iustizrat Dr. Reh hatte vorher über die Verhandlungen wegen dieses Zusammenschlusses, die vor dem Abschlutz fielen, berichtet. Rach Erledigung einer Anfrage über den derzeitigen Stand der Aufwertung sprach noch Oberregierungdrat Dr. Hetz. Gr äußerte sich anerkennend über die Entwicklung der Kasse und deren Geschäftsführung. Die günstige Entwicklung der Kasse käme der Wirtschaft des Bezirks zugute, und es sei zu wünschen, datz sie anhalten möge und in der nächsten Mitgliederversammlung ein weiteres Anwachsen der Bestände festgestellt werden könne. Der Vorstand des hessischen Sparkassen- und Giroverbandes Iustizrat Dr. Reh äußerte sich besonders anerkennend über die Zinspolitik der Kasse, die bestrebt sei. den Zinssatz für Darlehen möglichst niedrig zu halten. Dies zeige, datz sich die Sparkasse ihren Verpflichtungen <lls gemeinnützige Anstalt voll bewußt sei. Hierauf wurde die Versammlung geschlossen.
Kreis Büdingen.
rl. Büdingen, 17. Iuni. Seit mehr als zwei Iahren besteht im Kreise Büdingen eine Le h r l i ch t b i l d st e l le. Sie sucht durch Vor- klas-sen des Kreises die Arbeit des Lehrers zu
Ein Spaziergang um Europa.
Der Bretone Isidore ßemoroan ist nach einer fast vierjährigen Wanderung jetzt nach Paris zurückgekehrt. In der Zwischenzeit ist er um ganz Europa zu Fuß gegangen und hat seit dem 3. Mai 1924 27 000 km zurückgelegt. Er lebte während der ganzen Zeit von milden Spenden, die er auf seiner Wanderung sammelte. Er hat viele Entbehrungen durchgemacht, viele Abenteuer bestanden und ist jetzt glücklich, nach seinem HeimatSort Saint-Servan zurückzukehren, um dort wieder fein früheres Leben aufzunehmen.
Gewöhnlich ist das Leben das Vorbild der Dichtung, aber es kommt auch vor. daß das. was die Phantasie erfand, sich später in der Wirklichkeit ereignet. So wurde kürzlich aus Amerika von der Entdeckung einer jungverheirateten Frau berichtet, die ihren Mann, den sie als wohlhabenden Kaufmann geheiratet hatte, als „mißgestalteten Bettler mit blauer Drille" bei der Ausübung seines „Berufes" wiederfand. Diese tatsächliche Begebenheit ist cm .Plagiat" an der Geschichte „Der Mann mit der Hasenscharte" von Eonan Doyle. Eine englische Wochenschrift führt bei diesem Anlaß andere Beispiele dafür an. wie Dichtung Wahrheit toub. Schon Thackerey hat in .Miß Shums Gatte" die Geschichte eines Bettlers craäßlt, der in Verkleidung in der Rahe einer Bank sein Tagewerk ausübte und in seiner wirklichen Gestalt als angesehener Bürger galt. Einige Jahre nach dem Erscheinen der Erzählung wurde an derselben Stelle ein Bettler entlarvt, der sich auf diese Weise ein einträgliches Geschäft gegründet hatte. Die Annahme, datz er aus der Dichtung gelernt hat. ist nicht von der Hand zu weifen. In der Geschichte .Der verlorene Sir Massing- berb" von James Pahn wird ein schurkischer Ritter tot in dem hohlen Stamm einer alten Eiche aufgefunden. Einige Jahre nach Erscheinen des Romans entdeckte man das Skelett eines Offiziers, der ein Adjutant Washingtons gewesen war, in einem ganz gleichen Versteck im Miamital. Wie der Sir Wafsingberd des Romans war auch der Offizier, der sich in dem bohlen Baum verborgen hatte und dann nicht
zu verzeichnen. Im Kontokor- b r erhöhte sich der Umsatz um ________ gegenüber dem Vorjahr. Am Ende des Jahres Betrugen in dieser Abteilung die Guthaben der Kunden 146 219 Mk. 3m Dar- lehnsverkehr erhöhte sich der Ge amtbestand an Darlehen von 572 Posten mit 522 140 Mk. auf 700 Posten mit 812 716 Mk.. mithin Zugang 228 Posten. 290 576 Mk. Der weitckus größte Teil dieser Vermehrung entfällt auf Hypotheken. Der Bestand an Hypotheken und Kaufgelder beträgt über 40 Proz. der Spareinlagen. Die große Zahl der Schuldschein-Darlehen zeigt, daß es sich durchweg um kleine Beträge handelt und daß die Kasse bestrebt ist, auch den wirtschaftlich Schwachen zu helfen. Der Vorschende des Aufsichtsrats. Oberstudiendirektor Angel berg er, berichtete über die durch die Revisionskommission des Aufsichtsrats erfolgte Prüfung der Jahresrechnung und Revision dec Geschäftsführung. Beanstandungen hätten fich nicht ergeben. Die Versammlung erteilte daraufhin dem Vorstand und dem Rechner für das Jahr 1927 Entlastung. Dem Vorschlag des Vorstandes, den Reingewinn für 1927 mit 5783.54 Mk. in voller Hohe der Rücklage zu überweisen, wurde zugestimmt. Als weiterer Punkt der Tagesordnung wurde noch eine vom Ministerium des Innern angeregte Satzungsänderung genehmigt. ferner wurden Vorstand und Aufsichtsrat ermächtigt, dem demnächstigen Zusammen-
Rolle und Literatur.
Sine Verteidigung ohne Anklage.
Von Tilla Ourieux.
Zum morgigen Gastspiel der Durieux im Gießener Stadttheater.
Der Schauspieler, vor die Wahl eines Stückes gestellt, entscheidet sich in den meisten Fällen für die Rolle und nicht für das Stück. Eine Handlungsweise. die ihm viele Fragen und Vorwürfe cinbringt. Das Publikum mochte Ernstes sehen. Reues erleben und möchte der Mühe enthoben werden, sich zu Hause in feinen vier Wänden mit den üleuerschcinungcn der i iteratur bck^nntzu- machen. Das Theater soll Bildung und Unterhaltung au gleicher Zeit sein, und niemand ahnt, daß diese Forderung nur in den allerseltensten 'Süllen erfüllt werden kann. Die Zahl der guten neuen Stücke ist so gering, datz ungefähr alle drei Jahre ein Stück aufgeführt werden kann. i-aS dem Publikum gefallt und das auch literarischen Wert besitzt. Diese geringe Ausbeute aber verweist die Schauspieler immer wieder auf alte, bekannte und erprobte Stücke, und der Zuhörer muß sich damit begnügen. Bekanntes zu sehen, neu durch die Kraft der Darstellung und die Individualität des Künstlers, der sich ferne .Rolle" wählt.
WaS ist eine Rolle? Ein Stab der Eitelkeit, meinen die einen, ein bequemer Stuhl, in dem sich gut riijft. meinen die andern. Faulhell und Gedankenlosigkeit die dritten. -- Ich aber sage, es ist ein ferner Klang, eine geheimnisvolle Macht, die unwiderstehlich lockt. Die Rolle ist das Skelett eines Menschen. und nun gebe hin nimm dein Fleisch und füttere das Skelett, nimm dein Blut und gieße cs hinein in diesen unersättlichen Vampir, ströme alle deine Kräfte aus und zu ihm hin. dann wirst du wissen. was eine »Rolle bedeutet. Der ferne Klang bat dich beim Lesen erreicht, an was erinnert er? An Erlebtes ? Erträumtes? Gewolltes? Was Tünu.icrt eS dich
so tief empfindest, als hättest du sie gelebt, geträumt. gewollt. Das Stück an sich weiß man nicht mehr, empfindet man nicht mehr. Weitz denn ein lebender Mensch wirklich, in welcher Umgebung er lebt? Ist das Stück gut. um so besser, dann ist das Können leichter, ist cS schlecht, altmodisch, um so größer die Kraft, alles zu überbrücken und die Handlungen einer Gestalt zur zwingenden Rotwendigkeit zu machen, einer Gestalt, die man liebt, weil sie von Fleisch und Blut, von eigenstem Fleisch und Blut ist. Das ist das Geheimnis der Schauspieler, die zu Kran. Kameliendame ufto. greifen. Wer kann sagen, daß diese Stücke, diese Rollen wertlos sind, wenn sie das Gerippe für wertvolle Gestalten seit jeher waren? Ist nicht die Tatsache, daß sie immer wieder zu Versuchen reizen, eine Bekundung, daß sie irgendeinen Wert besitzen, datz ein Reiz in ihnen lebt, den Jahrzehnte nicht konnten verblassen machen? Das Theater hat seine unerbllllichen und unbezwinglichen Gesetze. Richts nützen die schönsten Worte, die herrlichste Sprache, wenn die Gesetze des Rampenlichtes nicht erfüllt werden. Der Sah voll der tiefsten Gedanken, den du nochmals und nochmals liest, verschwebt ungehört und unverstanden, weil er zu langsam und zu schwierig inS Bewußtsein tritt. Wo sind die Dichter. Die mit einem klaren, schonen Wort das auSdrücken. was verstanden werden kann in dem weiten, von Menschen besetzten Raum, in dem jeder Rachbar der Antipode des Rachbarn ist. in dem in einer Reihe ein Satter, ein Hungriger, ein Armer, ein Reicher, ein Guter, ein Böser sitzen? Und nun fprich's so menschlich, daß alle dich verstehen, so schon, daß alle den Feiertag fühlen, datz jeder ein Zipfelchen von deinem Gewand zu fassen bekommt. Wie wenigen ist das gegeben, und wie dankbar muß man fein, wenn es seltene Stücke gibt, die diese Forderungen erfüllen. Das andere, was geboten wird, nehme man hin als Stückwerk, wie fast alles im Leben Stückwerk ist und bleiben mutz. Man verstehe den Schauspieler, der sich, wenn er nicht eines der seltenen Dichterwerke aus äußeren und inneren Gründen Wählen kann, eine .Rolle" nimmt und hier sein 'Bestes und Innerstes zeigen will weil er das Leben der Gestalt geträumt, gelebt, gewollt hat.
unterstützen und zu ergänzen. Darüber hinaus aber auch noch freie Volksbildungsarbeit zu leisten. Sie will ferner alle Lehrer des Kreises in den Fragen des Lichtbildes als Unterlid)tS- mittel beraten. Zur Verfügung steht ihr eine große Hahn-Goerz-Theatermaschine Ufa III, sowie einige moderne Stehbildwerfer. Bier geprüfte Vorführer teilen llch in die Arbeit. Es bestehen, damit für die Kinder allzugrvtze Weg- schwierigleiten vermieden sind, im Kreise fünfzehn Dorführungsorte Der Transport geschieht feit einem Jahre mittels eines Kraslwagens. Die Bildstelle hat nun schon neun VvrführungS- reisen hinter sich. Ihr rühriger und sehr verdienstvoller Gründer und Leiter. Lehrer Kochhafen in Millelgründau. hat bamit eine vorbildliche Einrichtung geschaffen. Leider scheidet er in diesem Monat ruxb aus dem Kreise infolge Versetzung. Die weitere Leitung der Stelle Hot Lehrer S ch n i e r l e in Dleichenoach übernommen.
Kreis Schotten.
Schotten. 17. Iuni. Infolge der Mißernte der letzten Jahre hat sich in dem hoher gelegenen Teil unseres Kreises mehr und mehr die Ucbcr3cugung Bahn gebrochen, daß die besonders gearteten Boden- und Kl-^m aVerhältnisse des Vogelsbergs keine günstigen Bedingungen für einen ausgedehnten Ackerbau zu bieten vermögen. Man kommt zu der Einsicht, daß die lohnendste Ausnutzung der Dodenfläche der G r a S b a u ist, der eine starke Viehhaltung zulätzt. Eine Anzahl von Gemeinden ist bereits dazu übergegangen, 3 u n g - Viehweiden anzulegen, um einen gesunden, abgehärteten RachwuchS des VieheS sicherzustel- leiu «Gedern. Ober-Seemen. Hartmannshain. Ulfa. Ulrichstein uno Schotten > Andere Gemeinden. tote Herchenhain. Vollartshain. Michelbach und Rebgeshain haben die Schaffung von Weide- anlagen beschlossen, um an der Hebung der Viehzucht zu arbeiten. Die von dem hessischen Staat vorgesehenen BeisvielSwirt schäften, von den LandwirischaftSämtem beaufsichtigt und geleitet. sollen im Lause des Herbstes in mehreren Gemeinden eingerichtet werden.
}' Gedern, 17. Juni Dieser Tage wellte eine Kommission des Moin-Lahn-Fulda- Jugendherbergenverbandes hier, um einen geeigneten Batiolatz für die neu zu errichtende Jugendherberge auszuwählen. Weil eine Kündigung der jetzigen Räume bevorftcht, soll keinerlei Geld mehr für Reparaturen dieser Herberge ousgegebcn werden. Zudem reichen deren Räume bei weitem nicht mehr aus, um die Wanderer alle zu beherbergen, die gerne hier weilen mochten. Bis jetzt sind in diesem Jahre bereits 25 Uebernachtungen mehr zu verzeichnen, als am gleichen Tage des Vorjahres. Der neue, einfach gehaltene Barackenbau wird voraussichtlich in der verlängerten Marktstratze erstehen. Er wird einen Schlafraum mit 15 bis 20 Betten, einen solchen mit 10 Betten, sowie einen Tagesraum enthalten. Bauplatz und Baumaterialien stellt die Stadt Gedern zur Verfügung, 300 Mark der Kreisausschutz, während für die gesamte Jnnenausstallting Der Mllin-Lahn-Fulda-Jugendherbergenverband auf- kommt.
Kreis Alsfeld.
(») Groh-Felda, 17. Juni. Der hiesigen Gebirgsmolkerei (Besitzer fjeinr. Römer) wurde auf der großen landwirtschaftlichen Wanderausstellung zu Leipzig für hervorragende Leistungen in der Camemberikäse-Fabrikation ein zweiter Preis, die silberne Medaille, zuerkannt.
L_ Ruppertenrod, 17. Juni. Dieser Tage ereignete sich in unserem Dorfe gegenüber der Bürgermeisterei ein A u t o u n f a 11, der leicht schlimme Folgen hätte nach fich ziehen können. Ein in Richtung nach Alsfeld passierender Opel-Zwei- fitzer erlitt einen Achsenbruch. Rur dem Um» stände, datz der Fahrer unser Dorf in langsamem Tempo durchfuhr, ist es zuzuschreiben, datz gröberes Unheil verhütet werden konnte. Der Wagen wurde zur Scheune des Gastwirtes Karl D ö 11 abgeschleppt.
Starkenburg.
* Darmstadt, 17. Juni. Dieser Tage fand hier die erste Sitzung des neuen Aufsichtsrates der D e u t- fchcn Bau- und Siedclungsgemein- schäft e G. m. b. H. zu Darmstadt statt. Zum Vorsitzenden wurde Landrat a. D. Hartmann (Bad .Homburg v. d. £).), zum stellvertretenden Vorsitzenden ßanbtagsübgcoroncicr Professor Werner (Butzbach), zum Schriftführer Justizinspektor Walter (Darmstadt), zu dessen Stellvertreter Rektor K o st e r
wieder heraus konnte, verhungert. Eine andere Erzählung von 3arnes Paint, „Murphys Herr", bringt eine Anzahl fragwürdiger Gestalten auf einer Insel im Indischen Ozean zusammen und läßt sie dann mit der Insel untergehen. Zwei Iahre danach verschwand eine Insel in der Dai von Bengal in ganz derselben Welle, die in dem Buch ausführlich geschildert war. Roch merkwürdiger waren die Folgen, die eine in einem Magazin veröffentlichte Geschichte hatte. Es wurde darin erzählt, wie ein Mann und eine Frau sich in ein elegantes Hotel eine Anzahl Juwelen zur Besichtigung bringen ließen, wie sie dann den Angestellten des Juwelengeschästes betäubten und mit der Beute entkamen. Diese Art des Juwelenraubes war damals iroch unbekannt, aber ein Iahr später wurde sie in London ganz nach der Angabe der Geschichte tatsächlich ausgeführt. Der Geschädigte, ein bekannter Juwelier, bcilagtc sich darauf bei dem Herausgeber der Zeitschrift. daß deren Inhalt offenbar dazu beitrage, ehrliche Kaufleute durch raffinierte Tricks ausrauben zu lasten. Liber der Herausgeber erwiderte, daß diese ehrlichen Kaufleute sich am besten schützen würden, wenn sie seine Zeitschrift aufmerksam läsen Als GalSwor- t h v s Drama _ Flucht" auf einer Reuyorker Bühne aufgeführt wurde, wiederholten fich die Vorgänge der Bühne mit einem eigenartigen Unterschiede im Leben. In dem Stück kriecht ein entkommener Verbrecher unter einer Bettstelle hervor, borgt sich ein Rasiermesser, rasiert fich selbst unb unterhält habet seine unfreiwilligen Gastgeber, ein Ehepaar, durch die Erzählung seiner Flucht In der Wirklichkeit drang der Verbrecher, mit einer Flinte bewaffnet, in daS Schlafzimmer ein. Als das Ehepaar von dem Geräusch erwachte, sah es den Eindringlich mit der Waffe in der Hand an der Tür lehnen. Da aber geschah etwas, was der Dramatiker nicht vvrauSgesehen hatte. Die Flinte fiel auf den Boden unb entlud sich und der wehrlos gewordene Einbrecher war nun geistesgegenwärtig genug, durch feine Unterßaltung8gabc das Ehepaar davon abzuhalten. die Polizei herbeizurufen. — Für die Echtheit dieser letzten ^wirklichen" Episode vermögen wir keine Gewähr zn übernehmen. Aber in Amerika ist alles möglich.
(320 33 ); je einen ersten Hauptehrenpreis Männerchor Reu-Isenburg, Mannergesangverein Ober-Dres- sendorf (108 P); den zweiten Hauptehrenpreis Män- nergesangocrein Lützellinden (107 P).
Klosse IIIA (aufgegebener Chor „D, kotzt mir meine Heimat". Gedicht von TV). Lange): 1. Preis Mannergesangverein „Einigkeit" Geisweid (207 Punkte); 2. Mannergesangverein Höchst a. d. N. und öuthfd)t’r Sängerchor „Melitta" Groß Auheim (je 204 P), 4. Mannergesangverein Horrweiler (202 P.); 5. Gesangverein „Germania' Kirchvers (190 P.). 1. Ehrenpreis Mannergesangverein „Einig- leit' Geisweid (104 V), 2. Guthscher Söngerchor „Melilla' Grotz-Auheim (103 P>. 1. Hauptehrenpreis Guthscher Sängcrchor „Melitta" Groß-Auheim (10* P.); 2. Haliptehrenpreis Mannergesangverein „Einigkeit" Geisweid (107 V ); Dirigentenpreis Man nergefangoercin „Einigkeit^ Geisweid (314 P )
Klosse 1B (aufgegebener Chor „Wanderlust", komponiert von R. Pracht): 1. Preis „Einigkeit" Lich (151 Punkte); 2. .Harmonie" Fauerbach v. d. H. (147 P.). Beide Vereine erhielten je einen ersten Ehrenpreis mit je 76 Punkten, den Hauptehrenpreis „Harmonie" Fauerbach (98 P.); Dirigentenpreis
Sängersest in Wahenborn-Gieinberg.
Watzenborn-Steinberg. 17. Iuni.
Schon seit Jahrzehnten wird die Pflege des deutschen MannergesangeS in unserer Gemeinde durch eine zahlreiche Anhängerschaft in eifrigster Weise betrieben. Dres führte im Laufe der Jahre hier ^uf Gründung von fünf Gesangvereinen. An gegenseitigem Ansporn fehlt cs somit nicht, und cs kann ohne Lieberhebung gesagt werden, daß die hiesigen Vereine in ihren Leistungen durchweg auf einer beachtlichen Höhe stehen. Auf so manchem Wettstreit haben die einzelnen Vereine gezeigt. daß sie ein nicht zu unterschätzender Mitbewerber waren unb sich auch ebenbürlluen Vereinen gegenüber ehrenvoll behaupten und sie zum Teil überflügeln konnten.
Im Vorjahre konnte der hiesige Gesangverein „Germania" die 60. Wiederkehr seines Grün- dungstoges feiern, mit dem ein GefanoSwettstreit verbunden war. In gleicher Weise beging der Gesangverein „Sänger kranz" im Iahre 1926 seine ZOjahinge Jubelfeier. Sein 60jähriges Bestehen gedenkt der Verein „Eintracht" im nächsten Iahre in festlicher Weise zu begehen und ebenfalls damit einen Gesangswettstreit zu verbinden.
Seit gestern tragen die Häuser unserer Gemeinde reichen Fahnenschmuck. Ehrenpforten sind errichtet, Tannen gepflanzt. Die in per näheren und weiteren Umgebung allgemein bekannte „Mockswies" ist zum Festplotz hergerichtet. Der Gesangverein „Jugendfreund" feiert sein 40jähriges Bestehen im größeren Maßstab. Ein S ä n o e r s e st. mit dem ein Gesangs- toc 11 ft r c 11 verbunden ist. wird von ihm veranstaltet.
Schon am Samstagnachmntag trafen auswärtige Vereine ein, die am Wettstreit teilnahmen. Abends gegen 8 Übt fand eine Gedächtnisfeier an Dem Denkmal der Gefallenen des Weltkrieges statt, dessen Umgebung fast ausschließlich von den Angehörigen der Gefallenen seit Jahren in mustergültiger Weise angelegt ist und in« standgehalten wird. In der Feschalle begann Dann abends gegen 9 Uhr der Festkommers. Rach dem durch den festgebenden Verein vorgetragenen Festgruß begrüßte der 1. Vorsitzende Ernst Schmitt die zahlreich erschienenen Gäste, alsdann beglückwünschte Bürgermeister Schäfer im Romen der Gemeinde den Verein zu seinem Jubiläum uno begrüßte die bereits von auswärts erschienenen Vereine. Lieder- und Konzertvorträge füllten den übrigen Teil des Programms aus. Recht beifällig ausgenommen wurde Die Aufführung der Liedersammlung. Südslawische DorfbllDer mit Orchesterbegleitung (von Jüngst).
Am Sonntagvormiltag 9 Uhr begann das Klassen- und H a up t e h r e np re i s s i n- gen in der Wirtschaft „Zur Krone:' und „Zur Ludwigshöhe".
Das Ergebnis des Wettsingens:
Klasse I (aufgegebener Chor „Morgenhymue" von Heinrich Wagner): 1. Preis „Concordia" Hofheim (201 Punkte); 2. „Taunusklang" Ober-Reifenberg (184 P ); Ehrenpreis (93 P.), Hauptehrenpreis (101 P.), Dirigentenpreis (802 P.) „Concordia" Hof- heim.
Klasse IA (aufgegebener Chor „O leuchte Tag" von Ant. Aug. Raas): 1. Preis „Liedertafel Haiger (223 Punkte); 2. Gesangverein „Brüderlichkeit" Neuenhain (222 P.); 3. „Frohsinn" Lana-Göns (221 P.); 4. Mannergesangverein Wetzlar-Nieder- GIrmes (213 P.); 5. „Sängerlust" Somborn (208 P ). Jb einen ersten Ehrenpreis erhielten „Liedertafel" Haiger und „Frohsinn" Lang-Göns mit der gleichen ^Punktzahl 104. Den zweiten Ehrenpreis Gesangverein „Brüderlichkeit" Neuenhain (102 P); den ersten Hauptehrenpreis Gesangverein „Brüderlich- -.keit" Neuenhain (106 P.); je einen zweiten Hauptehrenpreis „Liedertafel" saiger und „Frohsinn" Lang-Göns (je 105 P); Dirigentenpreis „Liedertafel" Haiger, „Frohsinn" Lang Göns, Gesangverein „Brüderlichkeit" Neuenhain (je 320 P.)
Klasse HA (aiifgcgebcncr Chor „O herrliche Jugend"): 1. Breis Mannerchor Neu-Isenburg (212 Punkte); 2. Männergesangverein Ober-Drefsendorf (211 P); 3. Männergesangverein „Harmonie" Rödgen, Mannergesangverein Lützellinden (je 210 P), 5. Männergesangverein Mainzlar (206 P.). Je einen ersten Ehrenpreis Männerchor Neu-Isenburg, Man- neraesangverein „Harmonie" Rödgen (je 106 P); 2. Ehrenpreis Männergesongverein Ober-Dressendorf (105P.); Dirigentenpreis Männerchor Neu-Isenburg


