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mit Idealenzue rfüHen und zu begeistern ver­stand. Einen Führer, der dann, nach siegreicher Revolution, nicht auf seinen Lorbeeren auszu­ruhen gewillt war, nicht in persönlicher Bereiche­rung seine Aufgabe sah. sondern nur ein einziges Ziel kannte und heute noch kennt: die Gröhe des Vaterlandes.

Die Synthese zweier feindlicher Staatsauf­fassungen: .Der Staat bin ich!"Ich bin der erste Diener meines Staates!". sie glückte Musso­lini, und so schuf er den neuen Staat nach seinem Bilde. Seinem Charakter sind Halbheiten und Kompromisse fremd, die Gegner muhten sich also für ihn oder gegen ihn entscheiden. Sie taten das letztere und unterlagen infolgedessen, wie das Alter der Jugend erliegt.

Der fasztstische Staat hat bei seiner Bildung nicht nur die Entwicklungsstufen des Staats- gedonkens, sondern auch die uralten sozialen Probleme durchlaufen, ja durchschlagen, so pro- jektilhaft war sein Aufstieg. Es fragt sich freilich, ob eine Schuhbahn elementare Gcsellschastsfragen regeln, ob man auf die Dauer Probleme lösen kann, indem man sie erschieht. Mussolini tötete sie. wie sie ihm wegsperrend entgegen­traten; werden aber aus ihren Leichen nicht neue erstehen? Die Zeit muh es lehren.

Der Hauptschlag galt dem Hauptgegner, dem parlamentarischen System. Als es starb, erkannte man sofort, daß die Parteien nur Schma­rotzer gewesen waren: sie starben mit ihrem Wirt. Richt ohne sich noch in den letzten Zuckun­gen gegenseitig anzukeifen. Nachdem die Leichen aus dem Wege geräumt waren, verschmolzen Faszismus. Regierung und Führer zu einem einzigen unteilbaren Ganzen. Das Wählen kam jetzt an allen Orten und in allen Schichten auher Mode, die Gemeindeverwaltungen wurden auf­gelöst und Präfekten, Podeste, an ihrer Stelle von Rom aus ernannt. Mussolini übernahm als Innenminister die Verwaltung des Staates.

Wo der Stimmzettel Anfang einer Staatsge­walt ist, so erklärte er, da ist es auch bald zu Ende mit ihr und mit dem Staat. Jin bürger­lichen wie im militärischen Leben überwand er daher rasch die Gefahr eines Soldatenkaisertums, indem er dem Massenprinzip das Auswahl- prinzip entgegenstellte: Die Kräftigsten an die Ruder, die Treuesten ans Steuer, die Besten ans Kommando. Auslese, nicht Stimmvieh; Qua­lität, nicht Quantität. Vor allem kein Söld- n e r t u m, vor dessen Launen der Führer zittert.

Die faszistische Prätorianergorde wird also in das königliche Heer eingegliedert, das dem Kriegs- Minister Mussolini untersteht, der nicht zu be­fürchten hat, mit dem Oberkommandi^renden der Schwarzhemden, Mussolini, in einen Kompetenz­konflikt zu geraten. Webgerecht flicht sich auf diese Weise auch die faszistischeParte i", um den überlebten Ramen noch einmal zu ge­brauchen, der militärischen Struktur des Staates ein: niemand kann sich jetzt mehr in sieein- schreiben", niemand in ihr mit Stimmenabgabe oder -enthaltung manövrieren. Es ist nicht mehr möglich, Foszist zu .werden", man wird dazu geboren. Muh als Cambino in die Keimzelle ein­treten, die Kinderarmee, wächst als Halbwüchsiger in den Vortrupp, die Avantguordie, hinein und tritt dann in die eigentliche Kampfreihe über, den Kampsbund. Fascio di Combattimento, beim Ritterschlag den feierlichen Schwur ablegend: .Ich schwöre, die Befehle des Duce ohne Widerspruch ouszusühren und mit allen meinen Kräften und 'nötigenfalls mit meinem Blute der Sache der faszistischen Revolution zu dienen." Man zählt heute 9472 solche Sturmverbände mit rund einer Million Kriegern, dazu kommen die Frauen­gruppen, die Sanitäts- und Verpflegungsabtei­lungen. ilm diesen Kern der Staatsgewalt legen sich die sozialen, gleichfalls geköderten Ringe. Ein zentripetales System in dem Sinne, dah olle Kräfte nach dem faszistischen Mittelpunkt streben, zentrifugal aber wirkend in der Weise, dah es sich Gürtel um Gürtel erweitert, ähnlich, wie man die modernen Städte bauen will.

Der Zahl nach übertrifft der gewerk­schaftliche Ring den Kern des Kampf­bundes um das Zwanzigfache: bei jeder Mobilisa­tion der Faszisten marschieren zwanzig Millionen K5pfe, also genau die Hälfte des italienischen Volkes. Die soziale Frage. Mussolini glaubt sie damit gelöst zu haben. Um die soziale Frage zu lösen, muh man nur den Sozialismus ver­nichten. Dies die einfache Formel, die sich aus dem komplizierten Experiment ergeben hat. Mit der Magna Charta des neuen Italiens, der . Carta del lavoro, dem Gewerkschafts­gesetz, war der korporative Staat auf den Trümmern des demoliberalen errichtet. Mit dem Arbeitgebern und -nehmern auferlegten Zwangs­frieden, der weder Streik noch Aussperrung duldet, hatte Mussolini nicht nur die bisher sich bekriegenden, mindestens auseinanderstrebenden Produktionskräfte ausgeglichen, sondern sie. zu- sammcnge koppelt, dienstbar gemacht im Interesse des Staates, nichts gegen den Staat.

Der Klassenkampf ist zu Ende, diese angeblich unbesiegbare Waffe des Sozialismus in die Pfluaschar des Arbeitsfriedens umgewandelt. In der Kuppel der riesigen Arbeitsstätte, die der faszistische Staat bildet, thront auf dem Richter­stuhl der Minister der Gewerkschaften Musso­lini. In seiner Hand laufen alle Fäden zu­sammen, er allein lenkt die Geschicke des Landes, im Innern wie in der Auhenpolitik. Wohl hat er, cum grano salis verstanden, eine Art Timo- kratic nach solonischem Muster aufgerichtet, ein Staatssystem, in dem der Bürger nicht nach der Kopfzahl seiner Partei, sondern: nach seinem Verdienste, hier nach seinem faszistischen W e r t e, eingeschäht wird, und einen Rat der Vierhundert an Stelle des Parlaments ge­schossen. eine Gewerkschafts - und Stände­kammer von vierhundert Männern, die zum ^.eil ernannt, zum Teil von den dreizehn Wirt- schastsverbänden der Arbeitgeber und -nehmer vorgcschlagen und von Mussolini bestätigt wer­den. aber in Wahrheit regiert wie im damaligen Athen doch der Areopag, der faszistische G r o h r o t, mit Vollmachten so unbeschränkt, dah sie bis ins eheliche Schlafgemach des Bür­gers reichen, dem diedemographische Peitsche" gegeben werden soll.

Llnd dieser Führer im Staate, den man mit Cäsar und Napoleon, mit Sulla, Catilina und Rienzi verglichen hat. ohne ein kongruentes Bild gewinnen zu können, er siegte immer und überall über sämtliche Gegner ohne Ausnahme, mochten es Parteien. Klassen oder Weltanschauungen und Ideen sein, gewann die Getreideschlacht, die Lira- schlacht. die soziale Schlacht, eroberte feiner Na­tion eine ungeahnte auhenpolltische Machtstel­lung, die den politischen Schwerpunkt Europas nach Rom zu verschieben scheint. Mehr: er errang die Zustimmung, die fast mystische Verehrung des Volkes, er ist der Duce, über den, wie der

Papst auSrief, Gott sichtbar seine Hand hält.

Dennoch und gerade deshalb erhebt sich die Frage, ob eine so unerhörte Machtfülle, ob dieser durch grandiose Führerüberlegenheit ent­standene, mit eruptiver Gewalt binnen einigen Icchren zusammengeschweißte und durch einen nahezu übermenschlichen Einzelwillen zulammen­gehaltene modernste Staat, der kein Beispiel in der Geschichte hat. von Bestand sein kann. Die Llebcrprüfung feiner Vorzüge und Schwächen sei einer Schlußbetrachtung Vorbehalten.

Gieß« SiMparlanMi.

Gießen, 47. Februar 1928.

Llnsere Stadtverordnetenversammlung hatte heute eine Rekordsitzung zu verzeichnen: sie erledigte nämlich die ganze Tagesordnung der öffentlichen Sitzung in ganzen fünf Mi­nuten, und fand nach Erledigung einiger An­fragen des kommunistischen Stadtverordneten Kästner bereits nach gut 10 Minuten ihr Ende. Soweit man zurückdenken kann, hat unser Stadtparlament eine derartige Sitzung noch nicht erlebt. Allerdings waren auch die Tagesord- nungspunkle wenig bedeutungsvoll. Erwähnens­wert wäre allenfalls der Beschluß, in der Stadt eine Anzahl Richtungstaseln aufzuftellen, die der glatten Abwicklung des Verkehrs förder­lich sein werden, und schließlich noch die Ge­nehmigung eines Kredits für die Anschaffung von Rasselweckern an Feuermeldern, durch die es hoffentlich möglich sein wird, die Aufmerksamkeit der Passanten auf solche Per­sonen zu lenken, die den Feuermelder in Tätig­keit setzen. Vielleicht wird auf diese Weise der grobe Unfug des blinden Alarms unserer Feuer­wache eingedämmt werden können.

Sitzungsbericht.

Anwesend: Oberbürgermeister Dr. Keller, die Bürgermeister Dr. Seib und Dr. Frey, die Beigeordneten. Dr. Hamm und Iustizrat Dr. Rosenberg, sowie 33 Stadtverordnete.

Volkshochschule Gießen.

Der Volkshochschule Gießen wird für das Rech­nungsjahr 1927 ein städtischer Zuschuß von 1450 Mk. bewilligt mit der Maßgabe, das; der von 1200 Mk. auf 1450 Ml. erhöhte Beitrag nur für das Rechnungsjahr 1927 gilt.

Beschaffung von Bordsteinen.

Die Lieferung von 300 Meter Bordsteinen, Profil 22x26/30, wird zum Preise von 11,05 Mk. für den Meter, sowie die Lieferung von 300 Meter Bordsteinen, Profil 30x18/22, zum Preise von 10,10 Mk. für den Meter wird an die mindestsvrdernde Firma Vereinigte Odenwald- Granitwerke in Hevvenheim vergeben.

6redikbew!lligungen.

Der zur Aufstellung von 30 Wegebezeich- nungsfchildern und 10 Ortstafeln er­forderliche Kredit von 1500 Mk. wird bewilligt.

Die Erhöhung und Befestigung des Bürger­steigs vor dem Grundstück Wolsstraße 7, Ecke Kaiserallee, wird beschlossen uni) der erforderlich« Kredit von 900 Mk. zur Verfügung gestellt.

Der Einbau von zehn Rasselweckern in die Feuermelder wird genehmigt und der er­forderliche Kredit von 700 Mk. bewilligt.

Gewerbe- und Maschinenbauschule.

Der Gewerbe- unö Maschineribauschule Gießen wird zur Deckung des beim Abschluß der Rech­nung für 1926 verbliebenen Fehlbetrags in Höhe von 4415,66 Mk. ein unverzinsliches Darlehen in dieser Höhe bewilligt.

Ab 1. April dieses Jahres geht die Gewerbe- und Maschinenbauschule auf die Stadt über, die Kostendeckung regelt sich dann nach den gesev- lichen Vorschriften.

Anfragen an die Verwaltung.

Stadtv. K ä st n e r (Komm.) richtet hierauf eine Reihe von Anfragen an die Stadtverwal­tung, in denen er Auskunft wünscht über Fra­gen und Eingaben, die zum Tell schon im Som­mer und Herbst vorigen Jahres gestellt bzw. eingereicht wurden, während er hinsichtlich aktu­eller Dinge Auskunft wünscht über die Gründe, die für die Einführung der Eintrittslarten zum Stadtverordneten-Sihungssaal bestimmend ge­wesen sind. Oberbürgern>eister Dr. Keller weist darauf hin, daß nach der Geschäftsordnung An­fragen 24 Stunden vorher bei der Stadtverwal­tung eingereicht fein müssen, wenn auf Beant­wortung in der Sitzung gerechnet werde. Die Verwaltung werde die Anfragen Kästners schrift­lich beantworten.

Schluß der ösfentlichen Sitzung.

Oberheffen.

Landkreis Gieszen.

* Klein-Linden, 17. Febr. Der hiesige K r le­ge r v e r e i n veranstaltet am Samstag, 25. Februar, ein Militärkonzert, ausgesührt von der Ka­pelle des 1. (bessischen) Grenadierbataillons 15. Znf.- Regts. aus Gießen unter Leitung des Obermusik­meisters W. L ö b e r. Das Programm bringt Blas­und Streichmusik und schließt mit dem großen Pot­pourri von 1870/71 von A. Saro.

ltz Lollar, 18. Febr. Die kürzlich gebildeten Au s s ch ü s s e für die Vorbereitung des am 30. Juni, 1. und 2. Juli hier stattfindenden Gauturnfestes haben mit ihren Arbeiten begonnen. Als Festplatz wurde vom geschästs- führenden Ausschuß die sog. Festwiese gegen- Über dem Zimmcrge)chäst Nuhn bestimmt. Die Vergebung der Dcrgnügungsplähe wird nun­mehr ausgeschrieben. Man beachte die heutige Anzeige.

' Lollar, 17. Febr. Dieser Tage hielt die Sängervereinigung im ..Schwanen" einen Familienabend ab. Zur Verschönerung des Abends wirkten Frau M a r k o f f, Marburg, (Tochter des Dirigenten Rohde), sowie der Heimatdichter Georg Heß, Leihgestern, mit. Die musikalische Unterhaltung hatte die Kapelle L y n k e r übernommen. Auch Frl. Seipp, Lol­lar. hatte sich in den Dienst der guten Sache gestellt; sie siihrte einige mundartliche Zwie­gespräche mit Georg Heß. Das reichhaltige Programm berei ete einige schöne Stunden. Frau Markoff erntete mit ihren schönen Liedern reichen Beifall und mußte sich zu einer Zugabe entschließen. Georg Heß verstand es außer­ordentlich, die Zuhörer durch seine in ober- hessischer Mundart vorgetragenen Gedichte zu fesseln. Jeder Vortrag löste bei den Zuhörern spontane Begeisterung aus. Georg Heß gab eben­falls noch etliche Zugaben. Die Chöre wurden gut vorgetragen und sanden reichen Beifall. Der Besuch war zufriedenstellend.

Rätsel-Ecke.

Kreuzworträtsel.

Don links nach rechts:

3. Badeort in Belgien; 8. marokkanisches Gebirge; 10. weiblicher Personenname; 12. Papstname; 14 Abschiedswort: 15. berühmter deutscher Kreuzer; 16. Aggregatzustand des Wassers; 17. Gartenhäuschen, 19. Geschäftsfreund; 21. Hersteller eines Gebäudes; 24. Genußmittel: 27. weiblicher Personenname; 31 Heilpflanze; 32. Ausschank; 34. Opernkomponist; 35 andere Bezeichnung für Oeffnung; 36. Teil des Wa­gens; 37. junges Haustier; 38. Stadt in Baden; 39. Stadt in Südtirol; 40. Zahl.

Don o bze n nach unten:

1. Grenzgebirge; 2. Schlingpflanze; 3. biblische Person; 4. Stadt in Italien; 5. Göttin des Unheils; 6. Edelwild; 7. Blume; 9. weiblicher Personenname; 10. Frucht; 11. Verwandter; 13. feierliche Verficht rung; 18. militärischer Auftrag; 20. unkultivierter Baumbestand; 22. Eisenbahn-Knotenpunkt in Hessen- Nassau; 23: Roman von Georg Ebers; 24. Bin- dungsmittel beim Häuserbau; 25. wie 31, wagerecht; 26. französischer Marschall aus dem Weltkrieg; 28. Stadt im Hunsrück; 29. Bezeichnung für etwas; 30. weiblicher Personenname.

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Silbenrätsel.

Aus den 36 Silben:

bat be den de de dra e e eb ed ef erb foe go har in küm lau ler li mel mir mund nar ne ner pi pu rat

re roß ru se fe te zis

sind 14 Wörter mit folgenber Debeutung zu bilden: 1. englischer Schriftsteller; 2. Adelstitel; 3. afrika­nische Münze; 4. Gewürz; 5. Teil der Zeitung; 6. Blume; 7. militärische Truppe; 8. Naturerschei­nung; 9. erhaben ausgearbeitetes Bild; 10. orien­talischer Fürst; 11. Fischfanggerät; 12. Industriestadt in Anhalt: 13. männlicher Personenname; 14. par­lamentarischer Redekampf. Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben die Anfangs- und Endbuch- staben, beidemal von vorn nach hinten gelesen, ein Sprichwort.

Rösselsprung.

Rätsel.

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Wenn ich bin, ist mein Bruder nicht, Niemals zusammen sind wir beiden; Sowie ich sterbe, kommt er an das Licht, Sowie ich aufersteh', muß er den Tod erleiden.

Berwandlungsaufgabe.

Pote Tour Reise Peter Profit Talar Sporn Borke Wiese.

Aus jedem der vorstehenden Wörter ist durch Aendern eines Buchstabens ein neues Wort zu bilden, während die Buchstaben selbst, aneinander­gereiht, einen Kalendertag im Februar ergeben.

Berbindungsaufgave.

ar da da di en geh in le hi ma mel mer rtum pri rock san sta to tio -- oa

Aus vorstehenden zwanzig Silben sind acht Wör­ter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. Klei- dungsstück; 2. von Philipp II. gegen England ausge- sandte Flotte; 3. andere Bezeichnung für Zahl; 4. asiatisches Reich; 5. Fußbekleidung; 6. Gestell; 7. kaufmännische Wertbezeichnung; 8. Blume. Die Endbuchstaben dieser Wörter ergeben, miteinan­der Derbtmben, einen Kalenderabschnitt.

Auflösungen.

Scharade.

Drautschatz.

Vexierbild.

Bild auf die linke Seite stellen, dann ist der Lappe an der rechten Seite, aus Strauch und Paketen ge­bildet, zu sehen.

Kreuzworträtsel.

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Aapselrälsel.

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Rätsel.

Schlemmer schlimmer Schlummer.

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Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Redattioasttsch.

Feinfühlig.

Im Opernhaus sitzt zum erstenmal ein Fischer mit seiner Ehehälfte. DerFreischütz" wird ge­geben. Während der Wolfsschluchtszene, als Donner und Blitz sich ablösen, sagt der Seemann zu seiner Frau:

»Dat Wedder halt' ich all lang in de Knochens"

(Luft. Dl.) Unbegrenzte Möglichkeit.

Meyer, au5 Amerika heimgekehrt, berichtet: .Riesig schnell geht dort das Bauen. Früh wurde der Grundstein zum Restaurant gelegt und abends flog der erste Gast wegen Zechprellerei hinaus^

CD Lollar, 17. Febr. Die gut besuchte Jah­reshauptversammlung des Vetera­nen- und Kriegervereins fand dieser Tage im .Schwanen" statt. Der Jahresbericht zeigte eine rege Tätigkeit auf allen Gebieten während des letzten Jahres. Besonderer Er­wähnung wert ist, daß der Verein durch eine Mordnung von drei Kameraden, dazu zwei Iungmannen der Hassia-Iugend Lollar, am 2. Reichskriegertag in Berlin teilnahm. Hier er­regte insbesondere die altehrwürdige Fahne des Vereins, aus dem Jahre 1742 stammend, leb­haftes Interesse. Unter etwa 6000 Fcchnen und Standarten, die im Stadion zur Ehrung des Ehrenvorsitzenden des DeichskriegerbundesKyff- häuser", des Generalfeldmarschalls von Hin­denburg, versammelt waren, war die hiesige Fahne die älteste. Mit Befriedigung konnte im Geschäftsbericht darauf hingewiefen werden, dah der Verein in diesem Jahre kein Mitglied durch den Tod verloren hat. Die Mitgliederzahl ist durch vier Neueintritte auf 132 gestiegen, dar­unter befinden sich sieben Ehrenmitglieder; zwei Altveteranen sind noch vorhanden. Der Kassen­bericht schließt mit einem Barbestände von 184 Mark ab, was angesichts der Erbauung einer Schichstandanlage als gut zu bezeichnen tft. Am diesjährigen Dollstrauertag beteiligt sich der Verein in hergebrachter Weise durch Kirchgang und Kranzniederlegung am Gefallenendenkmal. Am Nachmittag dieses Tages (4. März) wird auf Anregung des Vorstandes ein auswärtiger Herr über das zeitgemäße Thema .Voll ohne Raum" im Vereinslokal einen Vortrag halten. Dem Verein angeschlossen sind eine Ortsgruppe der Kriegsbeschädigten- und Kriegerhinterblie- denen und eine Hassia-Iuaendkameradschaft. Im übrigen beschäftigte sich Die Versammlung mit der Regelung interner Angelegenheiten.

V Mainzlar, 17. Febr. Zur Zeit werden die Hausanschlüsse an unsere Kanali­sation durchgeführt. Laut Beschluß der Ge­meindevertretung wird sämtliches Abfallwasser in den Höfen der Anlieger abgefaßt. Dadurch erhält ein großer Teil ter Höfe einen oder meh­rere Hofsinllasten, die für sie nicht unerhebliche Kosten bedeuten. Dennoch scheinen viele Unklar­heiten über diefe Abfassung zu bestehen, denn zum Teil weigern sich etliche Anlieger, diese Ar­beiten ausführen zu lassen. Nach dem zur Zeit auf bet Bürgermeisterei offenliegenden Ortsstatut '

muh der Anlieger diese Arbeiten ausführen las­sen, es wird ihm aber, falls er sie nicht gleich durchführen läßt, vom Tage der Fertigstellung der gesamten Arbeiten ab gerechnet eine Frist von 12 Monaten gewährt, während der die Abfassung des gesamten Abfallwassers im Hofe hergestellt fein muß. Im Falle der Nichtaus- sührung innerhalb der gesetzten Frist ist die Ge­meinde berechtigt, den Hofsinttaften Herstellen zu lassen und den Betrag von dem Anlieger zu er­heben. Als Opfer der Kanalisation wird Wohl eine Anzahl schöner Lindenbäume in der Bahn­hofstraße beseitigt werden müssen, doch ist zu hoffen, dah die Provinzial-Strahenverwaltung einige der Bäume direkt vor der Lumdabrücke stehen läßt.

L i ch, 17. gebt. Die neuzeitlich eingerichtete Brauerei Ihring-Melchivr wird neuer­dings des öfteren zu Studienzwecken aufgesucht. Dieser Tage weilte die Oberprima der Bad-Nauheimer Oberrealschule unter Führung von Studienrat Dr. Decker hier, um den Betrieb und die Einrichtungen der Brauerei fennenxuternen. Die Schüler nahmen mit großem Interesse an der ihnen gern gewährten Füh­rung durch den Betrieb teil und waren nach der lehrreichen Be.'ichtigung Gäste der Brauerei.

gck. Großen-Buseck, 17. Febr. Die Frage der Errichtung eines Kriegerdenkmals in unserer Gemeinde ist nunmehr in ein neue- Sta­dium getreten. Gemeindevorstand, Kriegerverein und der Verein der Kriegsbeschädigten haben erneut gemeinsame Sitzungen abgehalten. Bereits nächsten Sonntag werden Beauftragte dieser Ver­einigung eine Haussammlung vornehmen. Die Gemeinde stellt einen nennenswerten Be­trag ihrerseits zur Verfügung. Auch vonseiten der Vereine hofft man Zuschüsse zu erhalten. Die vielumstritlene P'atzsrage und die Aus ührung des Ehrenmals sind allerdings immer noch nicht als endgültig entschieden anzusehen. Doch gibt man sich der Hoffnung hin, daß die Einweihung noch in diesem Jahre vorgenominen werden kann.

A L i ch, 17. Febr. In der jüngsten Sitzung des Stabtvorstanbes die unter Dorsitz des stellv. Bürgermeisters, Brauereibefitzer H. Heller IV. statifand, kamen folgende wesentliche Dunkle zur Beratung: Das Ueberlanbwerk Ober­hessen in Friedberg beabsichtigt, das elek­trische Ortsnetz im Gebiete der Hungener Straße zu erweitern, und ersucht die Stadt