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Lich, sich an btn entfttfyenben Kosten zv beMflgen. Nach (änderen Verhandlungen bemlUigte der Stobt- vorstand einen städtischen Zuschuß zu der Ortsnetz­erweiterung in Höhe von 800 Mark. Die Neben­gebäude der Müllers chen Hofreite im Müllereck, und zwar ein Ueberbau, ein Wohn- Haus und ein Stallgebäude, müssen zum Zwecke der Eröffnung einer neuen Straße und Uebereig- nung von Geländezuschnltten an verschiedene An­lieger niedergelegt werden. Ein Versuch, diese iSe- bäubeteile ösfenUich auf Abbruch zu verkaufen, führte zu keinem Ergebnis. Der Stadtoorstand be­schloß nunmehr, die Angelegenheit der Dau- kommission zum Zwecke der Besichtigung und Un­terbreitung geeigneter Vorschläge zu übertragen. In der neuangelegten Jahn st raße ist die Herstellung eines befestigten Fußsteiges dringendes Bedürfnis geworden. In Verbindung mit dieser Frage stehen Geländeerwerbsfragen. Die Baukommission hat mit einem Anlieger der Jahn- straße Vereinbarungen über den Erwerb von Stra- ßcngelände getroffen, die vom Stadtvorstand geneh­migt wurden. 'Es soll nunmehr linksseitig ein ein­facher Fußsteig angelegt und der Straßengraben an der Gießener Straße um einige Meter verlän­gert und überbrückt werden. Auf Antrag des hie­sigen Forstamtes wurde beschlossen, den hiesigen Forstbeamten bas im eigenen Haushalt benötigte Brennholz zu vier Fünfteln der jeweiligen Brennholztaxe aus der Hand abzugeben. Diese '.Re­gelung sott auch für bas Jahr 1929 Gültigkeit Ha­ven. Gelegentlich der Umpflasterung der Orts­durchfahrt werben größere Menaen Großpsla- st e r ft e i n e frei. Die Lagerung oer Steine soll auf dem städtischen Marktplatz erfolgen. Der freie Platz von dem Bahnübergang der Bahnhossstraße nach der Hungener und Hardtbergstraße befindet sich in der schlechten Jahreszeit in einem sehr üblen Zustand. Weder eine Beschotterung noch eine gründliche Reinigung ist imstande, diesen Zustand auf die Dauer .zu beseitigen. Der Gemeinderat trat einem Vorschlag des Vorsitzenden bei, diesen Platz in den nächsten Monaten gelegentlich der Umpflaste­rung der Ortsdurchfahrt mit K l e i n p f l a ft e rung versehen zu lassen.

'reis Friedberg.

* Friedberg, 17. Febr. Das Polytech­nikum Friedberg hat den zweiten Flügen seines Neubaues vollendet und zu Beginn der Vorlesungen am 10. Januar in Betrieb Ge­nommen. Dieser, dem ersten Flügel äußerlich gleiche Bau umfaßt ein Maschinen-, ein Meß- und ein Hochfrequenzlaboratocium, einen Hoch» spannungsraum, ein Fcinmeßlaboratorium. einen Batterieraum mit 165 Akkumulatoren, eine Dunkel­kammer für photometrifche Hebungen, eine Auto- Garage mit Prüfstand, zwei Hörsäle mit 130 bzw. 60 Sitzplätzen, ein Dozenten- und ein As- fistentenzimmer, sowie eine mit den verschieden­artigsten Werkzeugmaschinen ausge'tattete Werk­statt (12x12 Meter). Das Maschinenlabvratorimn (20 <12 Meter- enthält 15 Prüfstände mit je 23 Maschinen bzw. Transformatoren und eine Hauptverteilungstasel mit 8 Feldern. Das Meß- laboratorium hat 15, das Hochfrequnzlaborato- rium 8 Prüfstände. Damit ist das Polytechnikum Friedberg in der Lage, seinen Studierenden eine allen Anforderungen entsprechende Ausbildung theoretischer und praktischer Art zu vermitteln.

00 Nieder-Florstadt, 17. Febr. Die Decke der Straße von Aieder-Florstadt nach Reichelsheim, die erst vor wenigen Jahren gebaut wurde, ist für den Verkehr nicht stark genug. Deshalb wurde die Straße bald nach chrer Fertigstellung für den Autoverkehr ge­sperrt. Nun fo(I sie nachträglich verstärkt wer­den. Aus diesem Grunde tagten die Reichels­heimer Gemeindevertretung und der hiesige Ge­meinderat in einer gemeinsamen Sitzung unter dem Vorsitz von Kreisdirektor Gebhardt und beschlossen, die Straße so bald wie möglich zu walzen. Die Kosten von 1700 Mark sollen so verteilt werden, daß die Provinz 800 Mark übernimmt, und die restliche Summe als Darlehen

an die Gemeinden gidt. Die Bauleitung hat die Provinz, die Arbeiten werden in Florstadt öfsentlich vergeben. Die Gemeinde Aieder-Flor­stadt liefert den Kleinschlag und Dasaltsplitt, 250 cbm davon hat die Firma Kessel (Reichelsheim) zu liefern. Die Sandlieferung übernimmt die Firma Aagel & Faust in Staden.

Kreis Lauterbach.

la. Lauterbach. 17. Febr. Die hiesige G c- nossenschaftsmolkerei Lauterbach FuldaGersfeld ist als größte Molkerei in Deutschland bekannt. 3n den 80er Jahren wurde die Molkereigenossenschaft durch den Guts­pächter Oekonomierat Backhaus gegründet und die Molkerei in der alten Burg zu Lauterbach eingerichtet. Aach etwa zwei Jahrzehnten wurde am Bahnhof ein Aeubau aufgeführt und mit Anschlußgeleise versehen. Seit ihrer Gründung hat sich die Molkerei als landwirtschaftliche Zentrale gut bewährt. Täglich werden 24 000 Liter Milch verarbeitet. Aus 20 Orten der Um­gegend wird auf etwa 30 Wagen täglich die Milch angefahren. Aus größeren Orten kommen zwei, ja sogar drei Milchwagen. Außerdem führt die Bahn täglich aus dem Schliherland, aus Gersfeld und der Bebraer Gegend große Men­gen Milch heran. Als wichtigster Teil der Milch­verarbeitung gilt die Käserei. Als ein Zeichen gesunder Entwicklung muh der Umstand gewertet werden, daß die Molkerei die Geschäfts­anteile der Genossen, die je 1000 Mark betragen, mit 10 0 Prozent auftoerten konnte.

Starkenburg.

WSA. Offenbach, 17. Febr. 3n der ver­gangenen Aacht wurde die Feuerwehr zweimal nach dem Hasen gerufen. Dort waren die Lagerhallen einer Kohlenfirma in Brand geraten. Als die Löichzüge erschienen, standen die Hallen in hellen Flammen. Durch Eingreifen der Feuerwehr mit zwei Auto- mobilsprihen wurde das Feuer nach zweistündiger Tätigkeit eingedämmt. Bei dem herrschenden starken Sturm hatte die Feuerwehr einen schwe­ren Stand, die Ausbreitung des Feuers auf die angrenzenden Kohlenlager zu verhüten.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

~ Vollnkirchen, 17. Febr. Bei der gestern Im hiesigen Gemeinde Wold stattgehabten H o l z - Versteigerung wurden folgende Preise er­zielt: Eichenscheit und -knüppel 13 bis 16 Mk., Eichennutzholz (Küferholz) 28 bis 32 Mk., Eichen- stockholz 5 biS 9 Mk., Cichenschichtholz (2 Meter lang) 12 bis 15 Mk., Buchenscheit 20 bis 24 Mk., Duchenknüppel 16 bis 22 Mk. je Raummeter, Buchenwellen 21 bis 30 Mk. je 100 Stück, Kiesern- scheitholz (2 Meter lang) 3 bis 13 Mk., Kiesern- knüppel 9 bis 12 Mk. je Raummeter, Kiefern­wellen 7 bis 12 Mk. je 100 Stück, Eichenstämme la- bis 2a-ÄL 24 bis 36 Mk., Kiefernstämme la- und Ib-Kl. 30 bis 40 Mk. je Festmeter, Fichtenstangen 1. Kl. 2 Mk. bis 4 Mk., 2. Kl. 1 bis 2 Mk. und 3. Kl. 0,40 bis 0,80 Mk. Die Preise sind zum Teil höher als die vorjährigen.

Dillkreis.

< Eisemroth, 17. Febr. An Stelle des seit dem 1. 3anuar d. 3. nach Barmen ver­setzten Pfarrers Merten wird Pfarrer W e r- ner zu Höchst a. M. die hiesige Pfarrstelle zum 1. April besetzen.

LPD. Dillenburg, 17. Febr. 3m Wester- waldgebiet haben im Laufe des Freitag heftige Schneestürme getobt, so daß die höheren Gebirgszüge wieder in eine Weiße Schneedecke gehüllt s ind.

Kreis Biedenkopf.

# Holzhausen bei Gladenbach, 17. Febr. Hier hat sich unter dem Vorsitz von Pfarrer

Trautmann ein Frauenverein gebildet, dem eine große Anzahl Frauen und Mädchen angehören. Nachdem der Vorstand gewählt war, wurde das Dors unter die Vorstandsmitglieder in Pflegschaften eingeteilt. Ebenso wurde die Einrichtung der demnächst zu gründenden Schwesternstation besprochen.

Maingau.

WSA. Frankfurt a. M., 17. Febr. Die Direktion der Straßenbahn hat unter künst­lerischem Beirat eine Anzahl von Straßenbahn­wagen mit neuem A n st r i ch versehen lasten, der in der Richtung möglichster Vereinfachung und damit auch erwünschter Aattonalisierung und Verbilligung der Herstellung von dem seit­herigen Schema abweicht. Der Glfenbeinton deS Gesamtanstrichs wurde unverändert beibchalten, dagegen wurde auf die rote Liniierung der einzelnen Felder verzichtet und das schattierte Gold der seitlichen Ausschrift durch eine farbige klare Blockschrift erseht. Der städtische Omnibusbetrieb in Frankfurt hat sich so gut eingeführt, daß sich die Aotwendigkeit einer erheblichen Erweiterung des Omnibus­betriebs ergeben hat. Zu den 43 vorhandenen Omnibussen sollen jetzt noch 20 Wagen im Ge­samtbetrag von 540 000 Mark beschafft werden.

Rundfunkprogramm

deS Frankfurter EenderS.

(Aus derRadio-Umschau".)

Sonntag, 19. Februar.

8,30 bis 9,30: Morgenfeier. 11 bis 11,30: Die E'.ternstunde. 11,30 bis 12,30: Ein Gang durch eine große Brotfabrik. 12,30 bis 13,30: Konzert der Ungarischen Kapelle vom Cafs Rumpelmayer. 15 bis 16: Die Stunde der 3ugend. 16 bis 17,30: Konzert des Rund­funkorchesters: Karneva's-Operetten und Walzer. 17,30 bis 18:Fasching in München", Vortrag von Friedrich Püh. 13 bis 19: Vortragszyklus Gedanken zur Zeit", 2. Teil: 18 bis 18,30: Mensch und Technik", Vortrag von Professor Dr. Matschoß: 18,30 bis 19:Kritik der Tech­nik", Vortrag von Dr. Busse. 19 bis 20: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volks­bildung:Heitere Stunde", veranstaltet vonHerm Dr. Herbert Kranz und Herrn Peng. 20,30 bis 22,30: Konzert des Harmonieorchesters des Frankfurter Orchestervereins. Darauf bis 0,30: Tanzmusik.

Montag, 20. Februar.

13 biS 15: Don Mainz: Der Mainzer Rosen- montagszug. 15,30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16,30 bis 17,45: Konzert des Rund­funkorchesters. Die Oper der Woche. 17,45 bis 18,05: Die Lesestunde. 18,30 bis 19:Mittelalter­liche Glasgemälde im Städelfchen Kunstinstitut", Vortrag von Dr. Oswald Götz, Assistent am Städelfchen Kunstinstitut. 19 bis 19,30: DieSchach- stunde. 19,30 biS 19,45: Englische Literaturproben. 19,45 bis 20,15: Englischer Sprachunterricht. 20,15: Don und nach Stuttgart: Gemeinsamer Rosenmontag-Abend der Sender Frankfurt und Stuttgart. Anschließend: Schallplatt en-Konzert Fastnachts-Kehraus".

Dienstag, 21. Februar.

12,30 bis 13,30: Von Kastel: Mittagsständchen der Kasteler Hauslapelle. 15,30 bis 16: Die Stunde her Jugend. 16,30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Reue Tanzmusik. 17,45 bis 18,05: Die Lesestunde. 18,30 bis 19: Funkhoch- schule:Ansteckende Kinderkrankheiten", Vortrag von Dr. Lands- 19: Vom Frankfurter Opernhaus (nach Stuttgart): Der Zigeunerbaron, Ope­rette in drei Akten von I. Schnitzler. (Rach einer Erzählung von M. Jolai.) Musik von Johann Strauß. Anschließend bis 0.30: Tanz­musik.

Mittwoch, 22. Februar.

13,30 bis 1430: Von Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauskapelle. 15,30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16,30 bis 17,45: Konzert: Zrederic Ehopin (geb. 22. Februar 1810). 17,45 bis 18,05: Die Bücherstunde. 18,30 biS 19:Der heilige Teufel Rasputin", Vortrag von Rens Fülöp-Miller. 19 bis 19,30: Hermann Kasack, Vortrag auS eigenen Werken. 19,30 biS 20: Stenographischer Fortbildungskursus für An­fänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Sil­ben aufwärts). 20 bis 20,15: Senckenberg-Viertel­stunde:Riesenwarane der Insel Komodo", Vortrag von Dr. Robert Mertens. 20,15 bis 21,15: Von Stuttgart: Sinfonie-Konzert. 21,15 bis 22,15: Von Stuttgart: Mutter und Kind.

Berliner Börse.

Berlin, 18. Febr. (WTB. Funkspruch.) Aach­dem schon gestern nachmittag und im Frankfurter Abendveriehr die Tendenz als nachgebend zu be­zeichnen war, ist es heute früh noch sehr still und auf dieser Basis etwa gehalten. Die Speku­lation verhält sich reserviert. Regierungskrilis, Metallarbeiterverhandlungen, undurchsichtige Lage des Geldmarktes (heute erscheinender Reichs- bankauSweis) und die erst für Montag zu er­wartende Abstimmung im amerikanischen Senat über die Freigabebill sind hemmende Momente. J.-G.-Farben 263 gesprochen. Am Devisenmarkt nennt man Paris gegen London mit 124,02, Mailand 92,04, Madrid 28,80, London gegen Kabel 4,8755 und die Reichsmark gegen Kabel 4,1913.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 19. Februar. Estomlhi.

Slablkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr: 11: Kinder­kirche für die Matthäusaemeinbc, Pfarrer Mahr: 5: Pfarrer Becker. Johanneskirche. 9.30: Pfarrer 'Ausfeld: zugleich Militärgottesdienst: 11: Kinder­kirche für die Iohannesgemetnbe, Pfarrer Ausfeld: 5: Pfarrer Bechtolsheimer. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz. wieseck. 9.45; 11: Kinderkirche. Allen-Duseck. 10; 1. Kirchberg. 10; Kirchberg; 1.30: Daubringen; 1.30: Lollar. Lich. 10: Pfarrer Gerich (Bellersheim); 12.45: Kin­dergottesdienst; 2: Stiftspfarrer Schorlemmer. Hausen-Garbenleich. Kirchenvstitation 9.30: Garben­teich; 1 30: Hausen. Watzenborn-Steinberg. 10: Kinderkirche; 1: Predigt (Land. Borngösser, Gießen).

Dienstag, den 21. Februar.

Kirchberg. Abends 8.30 Uhr: Dibeistunde in Lollar. Mittwoch, den 22. Februar.

Stadttirche. Abends 6 Uhr: 1. Passtonsandacht, Pfarrer Bccker. Lich. Abends 8: Passionsandacht.

Donnerstag, den 23. Februar.

Kirchberg. Abends 8.30 Uhr: Bibelstunde in Daub­ringen.

Katholische Gemeinden.

Samstag, den 18. Februar.

Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 19. Februar. Sonntag Quinquagcflma.

Gießen. 6.30 Uhr: Deichte; 7: Meße; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt: 11: Meße mit Pre­digt; 4.30: Versammlung der Iungfrauenkongrega- tion; 5.30: Christenlehre und sakramentalische Bru- derschaftsandacht. (Brünberg. 9.30: Messe mit Pre­digt. Hungen. 8: Messe mit Predigt. Laubach. 10: Messe mit Predigt. Lich. 10: Hochamt mit Predigt.

Gießen. Am Aschermittwoch wird um 7 Uhr die geweihte Asche ausgeteikt. 9i:nFUhr

geweihte Asche ausgeteilt. Freitag abends 6.30 Uhr ist Fastenandacht.

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Lich, den 2. Februar 1923.

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