die tägliche Kleidung innerhalb und außerhalb des Berufs grundsätzlich zu den nichtcrbzugs- fähigen Haushaltsausgaben gehören. Auch ft>» weit die Stellung des Steuerpflichtigen ein standesgemäßes Auftreten verlangt, können abzugsfähige Ausgaben nicht anerkannt werden. Wer- bungskosten liegen vielmehr erst vor, soweit der Steuerpflichtige zu Aufwendungen gezwungen ist, die über das nach seinem Einkommen als standesgemäß Anzusehende hinausgehen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
CO Hörnshei.., 14. Nov. Dieser Tage fand hier in der Gastwirtschaft „Zur Traube" eine gemeinsame Sitzung der Gemeinderäte von Hochelheim und Hornsheim statt, in der über den Baueines gemeinsamenGruvpen- wasserwerkes mit Kanalisierung für oie Gemeinden Hochelheim und Hörnsheim verhandelt wurde. Kreisbaumeister F l e n d e r in Wetzlar erläuterte eingehend das von ihm aufgestellte Projekt, des'en Ausführung einen Kostenaufwand von über 300 000 Mk. erfordert. An die Erläuterung schloß sich eine Aussprache, die damit endete, daß der Gemeinderat von Hochelheim für sich allein beschloß, die gemeinsame Zuleitung von Niederkleen, sowie das Ortsnetz und die Kanalisierung für die Gemeinde Hochelheim jeweils in dem Umfange ausführen zu lassen, in welchem die Landesbank der Rheinprovinz zu Düsseldorf die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellt. Die Arbeiten, deren Ausführung beschlossen wurde, sollen sofort öffentlich durch das Kreistiefbauamt in Wetzlar ausgeschrieben werden. Zu ihrer Inangriffnahme soll zunächst ein kurzfristiger Kredit von 80 000 Mk. bei der Landesbank ausgenommen werden, der aus Grund einer persönlichen Vorstellung bei dieser bereits zugesagt worden ist. Mit diesem Gelde soll die gemeinsame Zuleitung für die Zuführung des überschüssigen Wassers aus der Wasserleitung der Gemeinde Niederkleen, mit welchem das gemeinsame Grup?enwass:rwerk b'kannt ich ge peist werden soll, gebaut werden. — Der Gemeinderat von Hörnsheim hat in einer späteren Sitzung den Beschluß gefaßt, den Bau der Wasserleitung um ein Jahr zu verschieben. Da jedoch die Gemeinde Hörnsheim an den Kosten des Baues der gemeinsamen Zuleitung von Niederkleen bis Hochelheim ebenfalls beteiligt ist, bezahlt sie an die Gemeinde Hochelh:im einen gewissen Zinsbetrag für die Mehrkosten der Zuleitung, die durch den Mitanschluß der Gemeinde Hörnsheim entstehen.
ch Ebersgons, 14. Nov. Dieser Tage fand in der Gastwirtschaft „Zum Löwen" hier die diesjährige Herb st Versammlung des Kriegerverbandes „Hü t t e n b e r g" statt, die von sämtlichen dem Verband angehörigen Vereinen gut besucht war. Die Versammlung wurde von dem Vorsitzenden des Verbandes, Förster Grasse, Oberkleen, geleitet, der herzliche Degrühungsworte an die erschienenen Kameraden richtete. 11. a. wurde beschlossen, daß sich an dem am Sonntag in Wetzlar stattfindenden 50jährigen Bestehen des Kreiskriegerverbandes Wetzlar jeder Verein durch eine Abordnung beteiligen soll. Hm die Abhaltung des Verbandsfestes im Jahre 1929 entspann sich eine lebhafte Aussprache zwischen den Kriegervereinen Dornholzhausen und Oberkleen, die schließlich durch das Los beendet werden muhte. Hiernach wird das Derbandssest des Jahres 1929 in Dornholzhausen und dasjenige des Jahres 1930 in Oberkleen abgehalten. Dem Kriegerverband „Hüttenberg" gehören die K.i.-gervereine Oberlleen, Ebersgöns, Niederkleen, Dornholzhausen, Hoche!h>im, Hörnsheim, Lützellinden, .Groh-Rechtenbach, und als einziger hessischer Verein der Kriegerverein Grohen-Linden mit einer großen Anzahl Mitglieder an.
Kreis Biedenkopf.
XX Rodheim a. d. Vieber. 14. Nov. Es war ein glücklicher Gedanke, als sich die beiden hiesigen Gesangvereine „Eintracht" und „L i e de r k r a nz" am 1. März 1925 zu einer großen Sängervereinigung zusammen,chkossen. Diese ungetrübte Verbundenheit kam am letzten Samstag bei dem Familienabend in schönster Weise wieder zum Ausdruck. In großer Anzahl waren die Mitglieder des stattlichen Sängerchores der Einladung gefolgt, so daß der Bendersche Saal kaum Platz bot. Seinem wackeren Dirigenten, Werkmeister Kümmel, verdankt der vereinte Männerchor einen wesentlichen Teil des heutigen Standes seiner trefflichen Ausbildung, die ihn vollauf befähigt, vor der Öffentlichkeit in Ehren zu bestehen. Für 25jährige aktive Mitgliedschaft erhielten die Sänger Wilhelm Bender, Wilhelm H a s s e l b a ch, Otto Höhn
und Karl Valentin je eine künstlerisch aus- gestattete Ehrenurkunde. Den musikalischen Teil des aufs schönste verlaufenen Abends bestritt ein rühriges Gießener Orchester.
Kreis Marburg.
][ Marburg, 15. Nov. Heute früh fand man auf dem Bahngeleise in der Nähe des Schülerparkes die Leiche eines jungen Mannes, dessen Kopf vom Rumpfe getrennt war. Es wurde festgestellt, daß es sich um einen 17jährigen Lehrling handelt, der allem Anschein nach seinem jungen Leben freiwillig ein Ziel gesetzt hat.
Wirtschaft.
Wertpapieremission
und Auslanvanlerhen im September.
3m September wurden im Inlande nach der offiziellen Statistik Wertpapiere im Betrage von 276 Millionen Mark untergebracht. Von dieser Summe kann aber nicht ohne weiteres auf die Entwicklung des Kapitalmarktes geschlossen werden, denn in der Ziffer für die Anleihen von privaten Hnternehmungen ist die dritte Einzahlungsrate von 75 Millionen Mark auf die Anleihe der 3^-G.-Farbenindustrie enthalten. Schu'idverschreibungen wurden im September im Gesamtbeträge von 205 Millionen Mark ausgegeben, davon entfallen auf öffentlich-rechtliche Körperschaften 16 Millionen Mark, auf öffentlich-rechtliche Kreditanstalten und Hypothekenbanken 112 Millionen Mark (122 im Vorjahre). Der Absatz von Pfandbriefen und Komnrunal- obligationen erfuhr einen Rückgang von 122 auf 112 Millionen Mark. Don privaten Hnterneh- mungen, Vereinen usw. wurden an Schuldverschreibungen 77 Millionen Mark, gegen 3 Millionen im Vormonat ausgegeüen. Die gesamte Aktienemission ohne Fusionen und Sachanlagen betrug 71, gegen 67 im Vorjahre und 186 im Juli d. 3. Eine gewisse Belebung machte sich jedoch auf dem Markte der öffentlichen Anleihen geltend, die in der Auflegung mehrerer Stadtanleihen zum Ausdruck kam. Es handelt sich hierbei um die achtprozentigen Anleihen der Städte Solingen (6 Millionen Mark), Wiesbaden (6 Millionen Marl), Koblenz (4 Millionen Mark).
3n weit stärkerem Maße hat die deutsch« Emissionstätigkeit auf den Auslandmärkten zugenommen. Nach dem fast vollständigen Stlll- stanö m den beiden Vormonaten sind im September zum ersten Male wieder größere Anleihen im Gesamtbeträge von 103 Millionen Mark im Auslande aufgelegt worden. Davon entfallen auf öffentlich-rechtliche Körperschaften 23,46, auf öffentliche Hnternehmungen 73,50, auf kirchliche Körperschaften 2,55 und auf private Hnternehmungen 3,75 Millionen Mark Auslandanleihen.
*
• Lederwerke Martin Zimmer DI -G., Offenbach a. M. Wie WTD.-Handell..ienst erfährt, hat die Gesellschaft mit der Alpina A.-G. in Bern, di« etwa ein Viertel des Aktienkapitals der Lederwerke Zimmer besitzt, einen Interessengemeinschafts-Vertrag abgesch.offen und eine gemeinsame Derkaufsorganisatio.: errichtet. Di« neugegründete Gesellschaft, die vCi Verkauf der von beiden Gesellschaften herg.'lellten Gold- und Silber-Lederwaren und der von den Lederwerken Zimmer neuerdings fabriz'.crten Ehevreau- Lederartikel betreibt, hat ihren - .^uptsih in Paris und Niederlassungen in Lon Mailand und Frankfurt a. M. Ferner ist , .e Errichtung von Filialen in Berlin und av. « großen europäischen Städten geplant. ~ derwerke Zimmer A.-G., di« erst kürzlich -r Aktienkapital auf 1,2 Millionen Mark verdoppelt hat und stark mit internationalem Kapital arbeitet, beabsichtigt ein« neue Kapitalerhöhung um 300 000 Mark, die im Frühjahr 1929 durchgeführt werden soll.
* Salzdetfurth-Konzern. Der Aufsichtsrat der Kaliwerke Salzdetfurth A.-G. beschloß, einer auf den 8. Januar 1929 einzuberu enden außerordentlichen Generalversammlung eine Erhöhung des Stammaktienkapitals der Kaliwerke Salzdetfurth von 16 Mill, auf 28 Mlll. Mark, des Vor^ugsaklienkapitals von 100 000 auf 175 000 Mk. unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre vorzuschlagen. Der Aufsichtsrat der Kaliwerke Aschersleben beschloß, bei der auf den 8. Januar 1929 einzuberusenden außerordentlichen Generalversammlung die Erhöhung des Stammaktienkapitals um 6 500 000 Mt. aus 22 000 000 Mark unter Ausschluß des gesetzlichen B^ugs- rechts der Aktionäre zu beantragen. Der Aufsichtsrat der Consolidierte Alkaliwerke, Westeregeln, beschloß, einer auf den 8.3anuar 1929
einzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung vorzuschtagen, das Stammaktienkapital der Consolidierten 2llkaliwerke, Westeregeln, von 16,5 Mill, auf 22 Mill. Mk., das Vorzugsaktienkapital von 150 000 auf 200 000 Mk. unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu erhöhen. Die Kapitaterhöhungen finden zum Zwecke des Ausbaus der Werl«, sowie der Erweiterung ihrer chemischen Interessen statt.
* Vom Bürbach- und Gumpelkon- zern. Die Aufsichtsräte und Grubenvorstände der gum Bürbach- und Gunrpelkonzern gehörenden Kaliwerke — davon vier Aktiengesellschaften und 23 Gewerkschaften — beschlossen die Zusammenfassung dieser Werke. Die Hmstellung soll auf die A.-G. Krügershall erfolgen, deren Firma in „Burbach-Kaliwerke-A.°G." geändert wird. Als Träger der Majorität dieser A.-G. Bürbach und damit als Spitzenwerk soll entsprechend ihrer bisherigen Stellung die Gewerkschaft Bürbach dienen. Durch den Zusammenschluß können die Schulden beider Konzerne bis auf die fundierte englische Kalisyndikats-Anleihe einschließlich des Disagios restlos abgetragen werden. Darüber hinaus werden noch durch die Verwertungsaktien größere flüssige Mittel geschaffen, so daß die neue A.-G. mit einer vorzüglichen Bilanz die höchst erreichbare Kredit- und Aktionsfähigkeit besitzen wird. Der Zusammenschluß bedeutet den Schlußstein in dec Rationalisierung im Bürbach- und Gumpellon- zern. Die Durchführung der Transaktion geschieht durch eine Kapitalserhöhung des Kaliwerks Krügershall, durch Hebernahme der Aktienmajorität seitens der Gewerkschaft Bürbach und durch Austausch aller anderen Konzernwerte gegen Aktien der Krügershallgefellschaft. Bei der Transaktion soll nicht nur den alten Krügershall-Aktionären, sondern auch den durch den Aufkauf ihrer Werte neu hinzu kommen den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt werden. Die Bedingungen für das Dezugsrecht sowie das Abstellungsverhältnis können erst bekanntgegeben werden, nachdem die G. D. des Kaliwerks Krügershall die Kapitalerhöhung beschlossen hat.
* Kabelwerk Dortmund, 21. >0. Nach Genehmigung der Regularien beschloß die gestrige chauvtversammlung der Kabelwerk Dortmund A.-G. die Auflösung der Gesellschaft. Maßgebend für diesen Beschluß war die Erwägung, daß ein Ende des seit Jahren anhaltenden Preis- und Kartellkampfes unter den Kabelwerken für Leitungsdrähte zurzeit noch nicht abzusehen ist. Nach dem gestrigen Beschluß ist die Gesellschaft in der Lage, die Liquidation ohne jeden Verlust durchzuführen. Wie mitgeteilt wurde, liegen genügend Aufträge vor, die es ermöglichen, den Betrieb noch für längere Zeit aufrechtzuerhalten. Das Geschäftsjahr 1927 schließt nach Vornahme der üblichen Abschreibungen und nacy Deckung sämtlicher Unkosten mit einem Reingewinn von 787 Mark, der auf neue Rechnung vorgetragen wird.
Frankfurter Börse
Frankfurt a. M., 16. Nov. Tendenz: fester. — Nach der gestrigen Unsicherheit konnte sich zu Beginn der heutigen Börse eine feftere und zuver - sichtlichereTendenz durchsetzen, da man nach der neuerlichen Entwicklung der Dinge eine Bedrohung der Regierungskoalition nicht mehr befürchtet. Dazu kam die lebhafte Nachfrage, die wieder nach Spezialwerten, vor allem nach Elektrowerten, angeblich auch von Auslandseite, einsetzte. Im allgemeinen war die Geschäftstätigkeit nicht bedeutend, doch scyritt die Spekulation auf den meisten Marktgebieten zu Deckungskäufen. Durchschnittlich waren gegen die gestrige Abendbörse 1- bis 2-v. H.-Kursbesserungen zu verzeichnen. Bei größeren Umsätzen stärker anziehen konnten am Elektromarkt Bergmann mit plus 3 v. $)., Licht & Kraft mit plus 2,5 v. $). und vor allem Schuckert, die in großen Poften aus dem Markt genommen wurden und um 4 o. 5). im Kurse erhöht waren. Später setzte sich die Kurssteigerung in einigen Papieren fort. Siemens lagen 3,25 o. $)., AEG. 1,5 v. S). und Gesfürel 2 v. S). höher. Lebhafter gefragt waren wieder Deutsche Linoleum mit plus 3 v. H. Etwas regeres Interesse bestand ferner für Reichsbankanteile, die 3 v. Sj. gewannen. Am Bankenmarkt waren ferner Danat« bank mit plus 2 v. S). etwas gefragt, während Commerzbank und Dresdner Bank nur knapp behauptet blieben. Montanwerke blieben infolge der immer noch wenig erfolgreichen Einigungsverhandlungen vernachlässigt, doch gab es auch hier überwiegend kleine Kursbesserungen. Am Chrmiemarkt konnten I.-G.- Farben 1,5 v. H. anziehen, Scheideanstalt nach den gestrigen Tauschoperationen für alte gegen junge Aktien 3 v. 5). erholt. Von den Autoaktien lagen Daimler nach der Abschwächung an der gestrigen Abendbörse 2,75 v.H. fester. Adlerwerke erneut 1 v.H. anziehend. Am Markte der Bauunternehmungen waren Hoch- und Tiefbau weiter gefragt und erneut 1,5 v. H. fester, angeblich auf günstigen Geschäftsgang. Schiffahrtswerte waren gut behauptet. Deutsche
Anleihen waren vernachlässigt. Auch' knislandischr Renten weiter still. Nach den ersten Kursen konnte sich die Tenoenz zunächst weiter etwas bessern, später wurde das Geschäft recyt still, bei verschiedentlich abbröckelnden Kursen. Der Geldmarkt war im Zusammenhang mit den Steuerterminen angespannt. Ta- gesgeld 7,5 v. H. Arn Devisenmarkt zog der Mark- kurs etwas an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1977, gegen Pfund 20,351, gegen Paris 124,09, London gegen Kabel 4,8480, gegen Mailand 92,55, gegen Madrid 30,08, gegen Holland 12,0775.
Berliner Börse.
Verl in, 16. Nov. Schon am Vormittag tonnte man beobachten, daß die Stimmung, die sich gestern zum Schluß verschlechtert hatte wieder besier wurde. Zu Beginn der Börse blieb die Grundtendenz freundlich. Die innerpolitische Lag« scheint eine gewisse Entspannung erfahren zu haben, und d'.e Börse war der Ansicht, daß sich neue Schwierigkeiten in der Panzerkreuzerfrage wohl ncht ergeben dürften. Trotz der vielen Gerüchte, die von einer gewissen Verständigung im Ruhrkampf wissen wollen, war doch nichts Neues von den Verhandlungen zu ersahren. 3n der märkischen Eisenindustrie sollen am Samstag bi« Schlichtungsverhandlungen beginnen, eine Tatsache, die von dec Börse mit Befriedigung ausgenommen wurde. Das Geschäft war heute wieder ruhiger als gestern, unb die Kursgestaltung infolgedessen nicht ganz ein* hertlich, doch überwogen eher Keine Besserungen, die sich im Rahmen von 1 bis 2 Prozent hielten-, nur vereinzät gehen die Schwankungen hierüber hinaus. Der Elektromarkt hatte etwas größer« Hmsähe, als die anderen Märkte aufzw- weisen. Hier regte der Auftrag an Siemens zum Vau des West-Kraftwerkes an, ohne jedoch den Kurs zu beeinflussen. 3n Reichsbank fanden, wie schon in der letzten Zeit, lebhaftere Hmsätz« statt, so daß der Kurs sich etwas befestigen konnte. Kaliwerk« waren vernachlässigt und etwas schwächer. Für Spritwerte zeigte sich einiges Interesse. Svenska konnten sich leicht erholen, dagegen lagen Kunstseidenwerte schwächer. Deutsche Waffen waren auch heute gefragter, da di« Pressemsldungen über eine wahrscheinliche Erweiterung des Aussichtsrates anregten. Deutsche Anleihen waren befestigt. Ausländer fast unverändert. Der Pfandbriesmarkt lag uneinheib* lich. Am Geldmarkt zeigte sich noch keine Entspannung. Tägliches Geld war mit 6.5 bis 8,5 Prozent gesucht, Monatsgeld 7,75 bis 8,75 Prozent, Warenwechsel etwa 6,9 Prozent. Nach den ersten Kursen wurde es, ausgehend vorn Glektromarkt (Schuckert befestigten sich um 4 Prozent, Siemens um 3 Prr^ent), allgemein fester, doch war das Geschäft hier bedeutungslos.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M. 16. Nov. Zum Wochenschluß war die Haltung am hiesigen Markte außerordentlich still. Das Geschäft beschränkte sich tm wesentlichen auf einige Hmsätze am Brotgetreidemarkt, an dem das Inland angebot unbedeutend war. 3m übrigen tarnen Hmsätze kaum zustande. Die Preise bleiben vollkommen unverändert. Es wurden notiert: Weizen 23,10 bis 23,25; Roggen 22; Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 24,25; inL Hafer 22,75 bis 23,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25 bis 22,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33,50 bis 34,25; Roggenmehl 29,25 bis 30; Weizenklei« 13,50 bis 13,60; Roggenkleie 13,75 bis 14 Mark. Tendenz: ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 15. Nov. Unter denn Eindruck der festeren Eröffnungskurse an den überseeischen Terminbörsen hatte sich gestern abend eine etwas festere Stimmung am Produktenmarkt geltend gemacht, und es teeren etwa 1 Mark höhere Preise als an der Börse zu erzielen. Obwohl sich das Angebot von Inlandbrotgetreide kaum verstärkt hat, gingen die Preise zu Beginn der heutigen Börse, beeinflußt von den enttäuschenden Schlußmeldungen von Hebersee, wieder zurück und |ent- len sich zum Teil unter das gestrige Mittags - Niveau. Exporteure und Mühlen, di« noch immer nicht zur Genüge versorgt sind, toaren auf um 1 Mark ermäßigter Basis als Käufer im Markte. Am Lieferungsmarkt Zeigten sich gegen gestern mittag nur geringe Preisveränderungen, lediglich Dezemberweizen mußte um 1 Mark nachgeben. Weizenmehl hatte gestern nachmittag unter dem Eindruck der 5eftigteit am Brotgetreidemarkt etwas besseres Geschäft zu unveränderten Preisen, heute war die Marktlage wieder ruhiger. Für Roggenmehl ist von einer Belebung nichts zu berieten. Hafer hat bei unveränderten Preisen und keineswegs dringendem Angebot am Platze kleines Geschäft, für den Export ist das Angebot nicht immer ausreichend, und es müssen höhere Preise bewilligt werden. Gersten ruhig.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — ReichSbankdislont 7 Prozent, Lombar^zinsfuß 8 Prozent.
Jraukfurt a. M
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Frankfurt a. M
Berlin
Frankfurt a. M
Berlin
Berlin, 15. November
(Äeld | Brief
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(italienische Noten......
Norwegische Noten. ....
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Rumänische Noten......
Schwedische Noten ......
Schöner ...........
Spanische Noten.......
Tschechailoioakische Noten • •
Ungarische Noten
Devisenmarkt Berlin-
Telegraphische
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21,90 111,48
58,78
2,52
111,83
80,54
67.38
12,39
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-Jranffurt Auszahl
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15. November
Amtliche Notierung
Geld 1 Briet
16 Novemb r
Amtliche Notierung
Geld | Brief
2ünft-9iott. Bnen-SlireS Brsk-Antw- Chftstiania Kopenhagen Stockholm . HeliingsorS. Italien. . . Loudon. . . Neovort .. Paris.... Schweiz .. Spanten . . gapan . . . Nio de Jan. Wien in D-- Ctil adg est Prag .... Belgrad . . Blldavefl. . Bulgarien. Lissabon . Danzig. . .
168,27 1,768
58,265 111,74 111,77
112,09 10,55 21,97
20,332 4,1940
16,37 80,725
-7.57 1,950 1.501
58,i-2
12,427 7,369
‘3,105 ^,029 18,88 81,29 2,107 5,425
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",035 18.92 31,45 j,lll 5,435 4,198 4/291
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18.92
81,445
2,110
5,435
4,198 4,294
20.89*
Berlin. 15. November
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