Ausgabe 
16.11.1928
 
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Nr. 271 Drittes Blatt

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) §reitag, 16. November (928

Turnen, Sport und Spiel.

s.Sezirk im TurngauHessen D.T.

Die neuen Führer.

Der 5. (Wetterauer) Bezirk hn Turngau Hessen hielt rn Butzbach eine wichtige Tagung ab, zu der auch Gauaberturnwart W. Will (Gießen) erschienen war. Sie begann mit der ersten dies- winterlichen Bez irksv or t urn e r st un d e, die der seitherige zweite Bezirksturnwart Lang (Lang-Gcns) gemeinsam mit Gauoberturnwart Will leitete und mit dem vom Gau ausgrgebenen Hebungsftosf theoretisch und praktisch vertraut machte.

Anschließend sand eine Dezirkstagung unter dem Vorsitz des Drzirksvertreters, Stu- dicnrat Schuchmann (Friedberg), statt. 90 Dereinsvorsitzende, Turnwarte und Dorturner nahmen daran teil. Studienrat Schuchmann begrüßte besonders den Gauoberturnwart und die Vertreter einiger Taunusvereine, die vom 2. Gauvertreter, Redakteur Schneider (Butz­bach), eingeladen waren, nachdem ihnen die Rück­kehr aus dem aufgelösten Feldberggau zum Gau Hessen, und zwar zum 5. Bezirk erlaubt worden ist Dem Wunsche des Dorsitzenden, daß sie sich wohlfühlen möchten in dem Gau. dem sie früher schon einmal angehörten, beantworteten die Spre­cher von Hf Ingen und Anspach mit dem Gelöbnis treuer Mitarbeit.

In feinem gründlichen Jahresbericht hob der Bezirksvertreter im Anschluß an die Deranstal- lungen 1928, vor allem im Rückblick auf das Kölner Turnfest, einige wertvolle Gedanken für die turnerische Arbeit der Zukunft hervor. Er betonte die Rotwendigkeit der Mitarbeit an der Heranbildung des neuen deutschen Menschen und tarn so zur Forderung der G e i st e s a rD e i t neben den turnerischen Hebungen. Anschließend wurden einige Vcreinsangelegenheiten besprochen. Mft starkem Befremden vermerkte man das Ver­halten des Ober-Mörler Pfarrers, der dem dor­tigen gut geleiteten Turnverein wegen der Grün­dung einer Frauenabteilung Schwierigkeiten be­reitet.

Heber 25 Jahre hat Bezirksturnwart Fritz Hartmann (Dad-Rauheim) als techmscher Lei­ter des Bezirks und Mitglied des G a u t u r n - ausschusses der deutschen Turnsache treu ge­dient. Er hat, wie schon berichtet, sein Amt nun niedergelegt. Bezirksvertreter Schuchmann dairkte dem nicht anwesenden Bezirksturnwart für seine vorbildliche Turnertreue, die wieder­holt durch schlicht-turnerische Ehrungen anerkannt worden ist. Wie bereits kurz mitgeteilt, wurde der seitherige stellvertretende Bezirksturnwart Lang (Lang-Göns) einstimmig zum Rachfolger Hartmaiins gewählt, zweiter Bezirksturnwart wurde B. W a ck (Bad-Rauheim).

Seit der Einführung der Dezirksvertreter, also seit sieben Jahren, hat Studienrat Schuchmann, der in dieser Zeit auch vorübergehend das Amt eines Wartes für turnerisches Geistesleben im Gau bekleidete, an der Spitze des Bezirkes ge­standen und in vorbildlicher Pflichttreue für die Turnsache unermüdlich gearbeitet. Aus Gesund- heitsrücksichten mußte er sein Amt leider nieder­legen. Dor der Wahl des Rachfolgers dankte der Scheidende den Dereinen des Deziris für das reiche Vertrauen, das sie ihm jederzeit entgegen­gebracht. und für die treue Mitarbeit, die er auf vielen Serien gefunden. Mit dem Wunsche für ein gedeihliches Fortschreiten der turnerischen und erzieherischen Arbeit im Bezirk nahm er Ab­schied von feinem Amte, nicht aber von der ihm liebgcwordcnen Turnsache, der immer sein Herz­gehöre. Redakteur Schneider (Butzbach) dantte dem Bezirksvertreter in trefflichen Worten für die treue Arbeit, die im Bezirk und Gau un­vergessen bleibe. Einstimmig wurde dann Stu­dienrot Thierolf (Friedberg) zum Bezirks- vertteter gewählt.

Mit einem Gruß an die neuen Führer und dem Wunsche, daß der Bezirk während ihrer 'Amtszeit gedeihen möge, beschloß Studienrat Schuchmann die in echtem Turnergeiste verlaufene Tagung.

4. Bezirk Gau Hessen D. T.

-- In Alsfeld fand unter Leitung von Bezirksturnwart B a st i a n die erste Bezirks- vorturnerstunde des Turnjahres 1928/29 statt. Von 25 Bezirksvereinen waren 22 mit 25 Vorturnern vertreten. Eingeübt wurden Stil­lauf, Hopserschritte und die Frejühungen für die nächstjährigen Gau- und Bezirksveranstaltungen. Auch die Hebungen an den Geräten wurden nicht vernachlässigt. Bei der sich anschließende^ Beratung wurde beschlossen, daß das Winter­geräteturnen am 10. gebruar in Greben­hain stattfindet, während das vollstümllche Dezirkssest für den 16. Juni dem Turnverein Romrod übertragen wurde.

Handball-Verbandsspiele im Turngau Hessen.

Tabellenstand der Meisterklasse am 11. Rodember:

Spiele gew. Verl.

1. Mw. Gießen 6 4 1

2. Tv. Wetzlar 6 4 1

3. Tv. 18-16 G eßen 6 2 2

4. TV. B.Rauheim 6 2 3

6. Tv. Marburg 5 0 4

6. Tv. Gr.-Buscck 1 0 1

unentsch. Punkte

1 9

1 9

2 6

1 5

1 1

0 0

Handball im Turnverein 1846 Gießen.

Am nächsten Sonntag hat die 1. Handball- mannschast Grohen-Duseck zum Gegner. Duseck. das erst vor fur^er Zeit in die Pflichtrunde ein* gereiht wurde, hat anscheinend an Spielstärke eiugebüht. Es muhte auf eigenem Platze am vorigen Sonntag dem Tv. Wetzlar Sieg und Punkte überlassen. Doch darf dies kein Grund für die Gießener sein, das Spiel leichtzunehmen.

Die 2. Mannschaft fährt nach Riedergirrnes. Das Vorspiel konnte Gießen gewinnen. Doch haben sich die Stärkeverhältnisse so verändert, daß für dieses Spiel eine Voraussage schwer zu treffen ist.

Handball-Verbandsspiele

im Männerturnverein (O. T.)

Die erste Mannschaft spielt am kommenden Sonntag in Marburg. Die Stärke der Mar­burger auf eigenem Platze ist allgemein bekannt;

die Männerturner müssen sich vorsehen, daß sie keine Heberraschung erleben. Dor allen Dingen darf das Spiel nicht leicht genommen werden, denn auch ein schwächerer Gegner vermag wie dies die letzten Spiele zeigten - einen Stärkeren zu besiegen.

Die zweite Mannschaft spielt gegen die erste Mannschaft des Tv. Ridda. Die Männerturner werden keinen allzu schweren Stand haben, denn Ridda hat an Spielstarke eingebüßt; aber es gilt auch hier das Obengesagte. Die Mannschaft kann nur dann gewinnen, wenn sie ein geschlos­senes Ganzes bildet.

Handball in Großen-Buseck.

Grohen-Duseck I Dehlar l 2:6 (0:4).

Zu seinem ersten Vcrbondsspiel hatte Großen- Buseck den Tv. Wetzlar zu Gast. Großen-Buseck mußte für seine beiden Halbstürmer Ersatz einstel­len, infolgedessen waren einheitliche Aktionen im Sturm fast nicht wahrzunehmen. In der ersten Halbzeit war Wetzlar etwas überlegen, während Großen-Buseck in der zweiten Halbzeit merklich aufkam und sogar manchmal überlegen spielte. Der Sieg der Wetzlarer war verdient, doch ist das Re­sultat zu hoch. Hieran war allein Großen-Busecks Tormann schuld, der sich zwei grobe Schnitzer leistete.

Handball im Lahn-Dünöberg-Gau.

Tv. Kinzenbach I Tv. Vieseck I 3:3 (3:2).

To. Garocnleich I Tv. Londorf I 3:1.

Das am Sonntag in Kinzenbach zum Austrag gekommene 1. Verbandsspiel endete wider Er­warten mit einer Punkteteilung, und trug den Charakter eines mit großer Härte durchgeführten Punktespiels. Der Platz ließ durch den vorher niedergegangenen Regen ein reguläres Spiel nicht aufkommen; hierzu kam noch, daß Kinzenbach mit Ersah für seinen Rechtsaußen spielen muhte. Rachdeni Wieseck nach einem überraschenden Durchspiel oerells in den ersten Minuten in Führung gegangen war, glich Kinzenbach durch einen 13-Meterwurf aus. In weiterem Verlauf des Spieles kam Kinzenbach durch seinen Halb­rechten zu weiteren zwei Toren, denen Wieseck bis zur Pause nur eins entgegensetzen konnte. Rach der Pause spielte Wieseck mit aller Macht auf den Ausgleich, erreichte ihn aber erst kurz vor Schluß durch einen schwach aufs Tor ge­gebenen Ball, welcher dem Torwart durch die Hände ins Tor glitt. Der Schiedsrichter leitete zur beiderseitigen Zufriedenheit.

Die Fortsetzung der Derbandsspisle führt kom­menden Sonntag folgende Gegner zusammen in Wieseck: Garbenteich I. gegen Wieseck I.; in Lon­dorf: Allendorf a. d. Lda. l. gegen Londorf 1. Während im Spiel zu Wieseck Garbenteich als Favortt gilt, ist in Londorf der Sieger nicht im Voraus zu bestimmen, da Allendorf a. d. Lda. in ihrer Spielstarke etwas zurückgegangen ist.

V, f. B. Handball.

Rachdem die' erste Handballelf am vorigen Sonntag das Verbandsspiel gegen die zweite Mannschaft der hiesigen Spielvereinigung kampf­los gewonnen hat, tritt sie am kommenden Sonn­tag im fälligen Punktspiel auf eigenem Platz der Zweiten des V.f.L. Wetzlar entgegen. Die erst vor kurzem neu zusammengestellte V.f.B.-Elf hat sich unter der Leitung von Sportlehrer Fischer überraschend gut entwickelt und im Spiel gegen die Erste der Spielvereinigung bewiesen, daß sie fähig ist, noch manchen achtbaren Erfolg zu er­ringen. Trotzdem sie gegen Wetzlar mit zwei Mann Ersatz anzutreten gezwungen ist, darf man ihr einen knappen Sieg über die D.f.L.-Leute. zutrauen.

Vor dem Spiel der Mtiven hat die Schüler-- mannschaft die Schüler der Gießener Spielvereini­gung im Pflichtspiel zum Gegner. Das Dorspiel verloren die ersatzgeschwächten D.f.B.er knapp mit 1:2, stehen aber diesmal in kompletter Aufstel­lung und sind in der Lage, durch einen knappen Sieg die Scharte wieder auszuwehen.

Handball der Sp.-Vg. 1900.

ö. Am kommenden Sonntag hat sich die 1. Hand­ballelf der Spieloereinigung 1900 ihres letzten Ver­bandsspiels der Vorrunde zu entledigen; sie trifft dabei auf die gleiche Mannschaft des V. f. L. Wetzlar. Diese Paarung erhall eine besondere Note dadurch, daß beide Gegner bis jetzt ohne Punktoerlust da­stehen. Der Spielausgang wird somit als eine Vor­entscheidung für die Lahnkreismeisterschaft zu werten sein. Es läßt sich kaum voraussagen, wem der Sieg zufallen wird. Die allgemeine Stimmung dürfte zu dem V. f. L., als der routinierteren Mannschaft, neigen. Die 1900er werden jedoch wohl alles daran­setzen, um den Lahnkreismeistertitel erfolgreich zu verteidigen. Allerdings wird i auch eine wesentliche Nolle spielen, ob beide Parteien ihre stärksten Be­setzungen in den Kampf schicken können. Die Spiel­vereinigungsleute werden wohl noch einmal auf ihren bewährten Mittelläufer verzichten müssen. Auf­gabe der übrigen Mannschaftsteile wird es daher fein, durch erhöhte Aktionsfähigkeit evtl. Schwächen der Läuferreihe auszugleichen. Bei den Wetzlarern wird das Mitwirken von P a u l u s von großem Ein­fluß auf die Durchschlagskraft der Mannschaft sein.

Mit der 1. aktiven Mannschaft fährt die 2. Jugend­mannschaft nach Wetzlar. Sie wird bei der 1. Gar­nitur des V. f. L. nichts zu bestellen haben.

V. f. B.

Am fommenben Sonntag sind es nicht weniger als zehn Mannschaften (also insgesamt 110 Spie­ler), die der Derein für Bewegungsspiele teils in Privat-, teils in Verbaudsspielen beschäftigt.

Dem Verbandsspiel-Terminkalender nach ist die Liga Mannschaft spielfrei. Da in Gießen sonst kein Fußballspiel von Bedeutung statt­findet, hat der Spielausschuß die Liga des Fuß- ballvereins Marburg-Ockershausen zu einem Gesellschaftsspiel nach hier verpflichtet. Die Gäste gehören feit der Reueinteilung dem Gau Marburg an; sie stehen dort, ebenso wie D. f. D. im Gau Gießen-Wehlar, ungeschlagen an der Spitze der Tabelle und können als voraus­sichtlicher Meister angesehen werden. Der stärkste Teil der Mannschaft ist die -Angriffsreihe, die schon geschlossen m Gaumannschaften Verwendung

fand und auch in Gießen bereits Proben ihres Könnens gab. Das Treffen gewinnt dadurch an Bedeutung, daß auch D.f.B. sich aller Voraus­sicht nach den Gaumeistertitel holen dürste und dann später mit Ockershausen um die Meister­schaft des Kreises zu kämpfen hätte, so daß der Verlauf und Ausgang der Begegnung am kom­menden Sonntag Ausschluß geben wird über das derzeitige Kräfteverhältnis der zukünftigen Gegner. D. f. B. tritt in stärkstmöglichster Be­setzung an und wird versuchen, seinen bisherigen Erfolgen einen weiteren anzureihen. Dies wird ihm nur dann gelingen können, wenn sein Sturm erheblich bessere Leistungen auf bringt als bisher und sich besonders schußsreudiger und sicherer zeigt. Läuferreihe und Hintermannschaft dürften denen Ockershausens mindestens ebenbürtig, viel­leicht sogar überlegen sein.

Die Ligareserveelf ist spielfrei. Die Dritte hat bisher ihre sämtlichen Derbandsspiele ge­wonnen, hat aber am kommenden Sonntag in der zweiten Mannschaft Lichs einen Gegner, dec ihr die ersten Punkte abzunehmen in der Lage ist. Die erste Jugendmannschaft hat auf eigenem Platz die gleiche vonTeutonia", Lau­bach, im fälligen Pflichtspiel zum Gegner. V.f.B. hat in letzter Zeit von seiner früheren Form sehr viel eingebüßt, sollte aber trotzdem die nicht be­sonders spielstarkenTeutonen" schlagen können.

Die zweite Jugend trägt gegen die erste Jugend Großen-Busecks auf dortigem Platz eben­falls ein Pflichtspiel aus und wird Mühe haben, sich zu behaupten.

Etwas mehr Si^gesaussichlen sollte die dritte Jugend haben, die sich die erste Jugend Gar- bentcichs zu einem Gesellschaftsspiel eingeladen hat, vorausgesetzt, daß ihr der Gegner körperlich nicht allzu sehr überlegen ist.

Die erste Schüler Mannschaft steht im Pflichtspiel der gleichen des Wetzlarer Sport­vereins gegenüber, die mit zu ihren schwersten Gegnern zählt. Trotz deren Spielstärke und des fremden, in schlechter Verfassung befindlichen Platzes darf man den in vorzüglicher Form befindlichen V.f.B.ern einen knappen Sieg zu- sprechen.

Auf hiesigem Platz trägt die zweite Schü­lermannschaft ein Gesellschaftsspiel gegen die ersten Schiller Garbenteichs aus. Sie sollte im günstigsten Falle ein Hnentschieden heraus­holen können.

Die vierte Mannschaft tritt nach einer kurzen Ruhepause wieder in Aktion. Sie hat im Verbandsspiel gegen Steinbergs Erste den Vor­teil des eigenen Platzes und dürfte mit ziem­licher Sicherheit das Spiel für sich entscheiden.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

o. Wider Erwarten war auch am vergange­nen Sonntag Gießen ohne ein gröberes Fuß­ballspiel. Die von der Spielvereinigung 1900 angekündigten Meisterschaftsspiele der Liga- und Ligareservemannschaft gegen die Sportvereini­gung 1911, Dillenburg, wurden, im Einverständ­nis beider Parteien, noch im Laufe des Sams­tages abgesetzt, da durch den plötzlichen Todesfall eines Ehrenmitgliedes Dillenburg verhindert war und deshalb eine Verlegung nachsuchte.

Die 3. Seniorenmannschaft fertigte vormittags Queckborns 1. Mannschaft mit dem hohen Re­sultat von 7 : 1 ab. Bis zur Pause hielt sich der Verbandsneuling noch ansprechend (2:1 für 1900), mußte sich aber späterhin der größeren Wettspielerfahrung der Gießener beugen, die trotz zahlreichem Ersah eine recht ansprechende Partie lieferten.

Die Pflichtspiele der Jugendabteilung brachten schöne Erfolge der 1900er.

Vormittags blieb die 1. Jugend der Ein­heimischen auf dem Sportplatz an der Liebigs- höhe über die recht spielstarke 1. Jugendmann­schaft des Sportvereins Wetzlar mit 1:0 (Halb­zeit 1:0) siegreich. Auch die 1900er 2. Jugend konnte aitä dem Rückspiel gegen D.f.B. Gießen 2. Jugend auf dem Waldsportplatz als 1:0- Sieger hervorgehen (Halbzeit 1:0).

Ausgezeichnet hielt sich im Gesellschaftsspiel die 3. Jugend der Blauweihen gegen die durch Senioren verstärkte 1. Jugend Queckborn. Das Treffen endete 1:1, nachdem bei dem Seiten­wechsel der Plahverein noch 1:0 in Führung gelegen hatte. Das Schülerpflichtspiel in Heu­chelheim tarn nicht zum Austrag, da Heuchelheim keinen Spielbeginn bekanntgab.

Am kommenden Sonntag muß die Spiel* Dereinigung 1900 mit der Liga- und der Ligareservemannschaft zum Meister­schaftsspiel nach Wehlar-Rd. - Girmes. Sie sollte dort, evtl, auch erst nach vielleicht hartem Kampf, Sieger bleiben, wenn es den Blau- weißen gelingt, eine einigermaßen kampfkräftige Elf ins Feld zu stellen. Dor allen Dingen muh der Sturm über gutes Schußvermögen verfügen, denn im Rieder-Girmeser Tor steht ein ausge­zeichneter Hüter.

Die 3. Mannschaft spielt voraussichtlich in Großen-Buseck und wird es dort auf dem unebenen Platz nicht allzu leicht haben, insbeson­dere, da die Vereinigten nicht in stärkster Be­setzung fein werden.

Die Spiele der Jugend am kommenden Sonntag sind:

1900 1. Jgd.Butzbach 1. Jgd

1900 2. Jgd.Riederweisel 1. Jgd. dort.

1900 3a-Jgd.V. f. B. Kurhessen Marburg

3. Jgd.

1900 3d°2ugendD. f. B. Marburg Kurhessen

4. Jgd.

1900 1. Schüler (unter 15 Jahre)Großen- Busecks Schüler.

Das Spielermaterial 1900s ist zur Zeit recht gut, so daß man auch am kommenden Sonntag mehrfache Erfolge erwarten kann. Wtt Ausnahme der 2. Jugendmaimschaft genießen alle Wann- fchaften den Vorteil des eigenen Platzes. Zu be­mängeln ist bei den Jugendspielen die Schieds­richtergestellung. Hoffentlich schafft auch hierin die zuständige Sportbehörde recht bald Wandel, denn die besten Schiedsrichter gehören zur Ju­gend.

Iußball in Heuchelheim.

Nächsten Sonntag spielt die Erste des Sportver­eins Heuchelheim auf eigenem Platz gegen den F. C. 26 Grünberg. Die junge Grünberger Mann­

schaft wird bei der augenblicklichen Form der Henchecheimer wohl kaum auf ein gutes Abschnei­den rechnen können.

Die Jugend trägt in Watzenborn-Steinberg ein Verbandsspiel aus, das sie aber wohl kaum ge­winnen dürfte.

Kußball in Großen-Buseck.

Die Begegnung des Sportvereins Ettingshausen und des F. C. 1926 Großen-Buseck auf dein Ge­lände in Ettingshausen am nächsten Sonntag dürste recht spannend werden. Ettingshausen hat sich in dieser Runde gut behauptet und bewiesen, daß beachtliches Fuhballkönnen in der Elf steckt. Der F. C. 1926 Großen-Buseck, der durch die Hn* gunst der Plahverhältnisse sein letztes Spiel Der* Loren hat, muh sich diesmal durchzusehen ver­suchen, um seine Tabellenstelle zu verbessern. Für die zweite Mannschaft ist der zum Oaii Gießen-Wehlar neu zugeteilte Sportverein Rie­der-Gemünden als Derbandsspielgegner ver­pflichtet. Der gegnerische Verein ist noch zu unbekannt, als daß man sich ein Hrteil über die Slärkeverhältnisse bilden könnte. Die Jugend­mannschaft hat den V. f. B. (2. Jugend), der eine recht spielstarke Jugendelf mitbringen wird, zu Gast und muß sich sehr dahintermachen, um einigermaßen zu bestehen. Lluch die Kleinsten kommen zu ihrem Recht, sie werden ihre Kräfte nach bester Möglichkeit messen. Pslichtgegner ist diesmal die Schülermannschaft des Wetzlarer Sportvereins.

V. f. 2R. Lich.

Am nächsten Sonntag empfängt die erste Mannschaft die gleiche vom Sportverein Laubach zum fälligen Punktspiel. Aus den bisherigen Begegnungen konnte Loubach stets als Sieger hervorgehen; ob es ihnen auch diesmal gelingt, ist eine Frage, denn Lich wird alles daransehen, um ehrenvoll zu bestehen.

Die Zweite spielt gegen die spielstarke Dritte vom V.f.B. Gießen und wird wohl wenig Aussichten auf einen Sieg haben, da Lich mit Ersah spielen muh.

Fußball in Güddeutschland.

Don den süddeutschen Fußball-Verbandsspielen sind bereits zwei Drittel erledigt. Die Ereignisse gewinnen nun immer mehr an Wichtigkeit. So sieht man am kommenden Sonntag namentlich im

Bezirk Main-Hessen

Eveignissen von besonderer Bedeutung entgegen. In der Gruppe Main soll vor allem die Frankfurter Einttacht beweüsen, daß ihr 1:1 im Vorspiel gegen Germania Bieber fein reguläres Ergebnis war. Auch der F. Sp. D. Frankfurt scchrt nach Hanau, um gegen den F. C. 1893 eine alte Rechnung zu berichtigen. Die erste Begeg­nung endete mit 3:1 zugunsten der Hanauer. Besonders lebhaft wird es an der Festhalle zu­gehen, wo Rotweih das frühere 4:1 und seinen zweiten Tabellenplatz gegen die an stürmen de Union Riederrad zu verteidigen hat. Dor eine leichte Aufgabe sind lediglich die Offenbacher Kickers gestellt, die immerhin nicht vergesseir sollten, daß ihnen Victoria Aschaffenburg be­reits einen Punkt ab genommen hat. Sp. Dgg. 60/94 Hanau hat die F. Dgg. 03 Fechenheim bei sich. Zur Zeit beftnden sich die Fecheicheimer in so guter Form, daß es wohl mehr wie das 3: 2 des Vorspieles geben wird.

In der Gruppe Hessen gilt Hasfta Bingen auf eigenem Platze stets als gefährlicher Gegner. Trotzdem sollte Wormalia Worms gewinnen. Alemannia Worms hat gegen die Sp. Dgg. Ar- heilgen wohlbegründete Aussichten, und ebenso darf man den F. Sp. D. 05 Mainz dem F. C. 03 Langen vorziehen. An eine Siegesaussicht der Sp. Gern. Höchst in ihrem Kampfe gegen den S. V. Wiesbaden ist kaum zu denken. Der D. f. L. Reu- Jsenburg ist ohne Gegner.

Bezirk Bayern.

In der Gruppe Rordbayern kämpfen vor allem der 2l. S. V. Rürnberg und der D. f. R. Uirth um den 3. Tabellenplatz. Vielleicht gelingt es hierbei den Rürnbergern. dis Fürther Kon­kurrenz endgülttg abzuschütteln. Die Sp. Dgg. Fürth wird den F. V. 04 Würzburg nicht leicht nehmen dürfen, ebenso muß der 1. F. C. Rürnberg etwas Vorsicht gegen Bayern Hof walten lassen. Man darf annehmcn, daß der 1. F. C. Bayreuth seinen letzten Tabellenplatz an den F. C. Franken Rürnberg abzutreten vermag.

In der Gruppe Südbayern finden nur zwei Spiele statt. Hierbei sollte das Spiel S. D. 1860 gegen Wacker München von letzterem ge­wonnen werden, dagegen wird Schwaben Htm nicht einmal gegen Jahn Regensburg Hoffnungen auf den ersten Punktgewinn besitzen.

Arbeiter-Turn- und Gportbund.

Am kommenden Sonntag hat die 1. Mannschaft der Freien Turnerschaft Gießen zum Rückspiel in der Kreisklassenserie Reu-Isen­burg I zu Gast. Die Gäste stellen eine sympa­thische Mannschaft ins Feld, die im Vorspiel auf eigenem Platz mit 5:1 Sieger blieb. Auch im kommenden Spiele wird ihnen der Sieg nicht zu nehmen sein. Gießen wird sich, trotz der Chancen des eigenen Platzes, sehr anftrengen müssen, wenn es eine hohe Riederlage vermeiden will.

In Wieseck treffen sich zum Freundschaftsrück­spiel Wieseck H und Heuchelheim 11. Hier werden die Platzbesitzer Die Chancen des eigenen Platzes auszunühen wissen und im Spiel Sieger bleiben.

Vorher spielen die Jugendmannschaf- t e n beider Vereine. Auch hier wird die Jugend der Einheimischen als Sieger den Platz verlassen.

Berufskleidung ist nicht steuerfrei.

Rach einem Hrteil des Reichsfinanzhofs Dom 7. Sept. 1928 gehören gemäß 8 18 des Ein­kommensteuergesetzes Aufwendungen für die tägliche Kleidung innerhalb und außerhalb des Berufes grundsätzlich zu den nichtabzugsfähigen Haushalts­ausgaben. Der Reicl^finanzhof begründet das folgendermaßen: Die Ausführungen der Dor* instanz geben zu Bedenken feinen Anlaß. Zu­treffend ist gesagt, daß die Aufwendungen für