-note w aufjedl eWflm Woaue5prtifen IdMcgm 'jfa ter »fbcrl für da» taufende Jahr mutz tn»
Es zogen drei Burschen ttiAHl aiHAi* Sah Hhaim
vohl über den Mein
Roman von Erica Grupe-Lörcher.
B Fortsetzung
Nachdruck verboten
1 nndjiung, die sich unsere Verfahren in dem ►ninter und trüber bet Jahre» 1Mb emingee üben. £i< Käufer, die bttmol» mit eigenem (*-
unter toifräftiyi : 'S)r. litfrotl ■nbßdx Äanalt- , Vie auS fliw- »eile, und zwar « Hu wii-, um fir j zu schaff«,
wnn suheen bekommen au» biefer Zeu noch heu,« j fkreunfttgunfl bah lie sich «erkholz zu Ersatz« t len an chren Laagen in den herrschattlichen Boi-
Ladern
■>er
Hen ber tE’* ° w ss ÖÄ
L,n™e
A “'fÜ*!»
s«S und
^u* 9*oui tot. < ©emeinöe.
"LS* 8nn""
VMM trrifa
£Nnl unbtnvt dieser
1<63, die mir einer qerunben. - fr
Ddter.ÄoioBie Ütni f m letzten &*, "'ne Sterbt n wurden geboren ftonfimianbffl
l eingehende Lir ,llen nicht vergeb taSvoll angebracht,« «das W«®» 6 r. da» HjWj
Mauer» isentatd W** lebendig i® Jr
’• «Ari ^"-> «SS
b.
bach.
cheute MhmiUag «tallgebäudk dahier am Sörth ", und iatfröftige U». ae Feuer 0us fei, iö ein Umsichgreifen argebäudt vechiUei brannte voll- 'tstchmigturjache ch
mb bw fomfo* itb nun Der Aus x neu «MjMIene Ottv-Me^trahe, lenswollen Mge» tf| genommen. 5* hiesigen Dauunln- ndors. Johann letzendors <u* X-r hiesigen Ort* luM Ncanftaltriei usstellungb« brachten 2s-d- avldene Äe- Mangen echeb bie MM >
Liepotb. » iteinacker.
Dorsitzwda * acr, nvrgrnotmer b, 15. Fan. 3n er» m großen Volt'
LS"^ ,Ä5
». ."schliche £
stkierte-
<**%«• «s
ssrtej
ZN
J> nein. Mademoiselle! Ich stamme aus der Pro- tiecc! Aus dem herrlichen Süden Frankreichs. Mein ;k ‘/r ist Unioerfitäteprofesior" Cr nannte eine lodNüe im Süden Und nach einer kurzen Pause hfc er mit unoerhohienem Ingrimm hin»« .Ich 1 Ute ich sähe dort unten — und nicht biet oben fr Gebiet, da» die Preußen besetzt hakten!"
-Sie sind 6«c hierher verjchkaacn worden*" Csr deutete auf einen roten Aoffstreiien, der >hm M linken Äocfärmd sah. und den iie |d>on vorhin «irrft hatte. „Ich besuchte gerade meine Trotz- trm hier oben, al» der Äncg — und dann der stelle Vormarsch der Deutt'chcn uns hier über- i.» pelle. Ungtücklicherweije hatte ich mir beim ! rdxnfilüden den jufc verstaucht und konnte mich r^i bewegen. Konnte nicht mehr vor dem deut- fa- >Xere Nächten. So muhte ich hier bleiben MD muh mich al» sran^iischer «ilitärpfkichtiaer i< paar läge aus der Crte-tommarrbaiuur hier
Der rote Streifen bezeichnet mich ...?"
Dr junge Franzose brach ab und horchte gin- i-r. Man Härte schritte durch die Torfahn ns lu kommen. Im nächsten Moment eilte er zur !nr und rief, halb hinausgewandt. und doch mit tfihNich gedämpfter Stimme, al» gäbe es über- t inbefugte Obren jum horchen: Großmutter' p nur! Es ist Sthte do — au» dem Ll-atz! lern schnell herein! Ah. und der Großvater ist mit zurückgekommen?"
kn alle» Paar trat ein. Bier Augen musterten • s fremde junge Mädchen halb erstaunt, halb pi4 Der alte Herr trug eine Schirmmütze, frt sie hier üblich war, und ritz sich btefe jetzt 'ütertüi uom Üopfe.
(T: vor ihr die Hand: „Aur dem Elsaß kommen re. Mademoijeile? O, bann werden s e bald für rn?r wieder mit uns vereinigt sein!"
sekundenlange» schweigen folgte. Mekusinc rajfte mit einer plötzlich auffteigenden DuaL •*fr fern von hier lag iRapnwnb, lag ihr einziger
a einem betnmmtee Zettpuntt angemelbet fein, nn er Beruckftchttgung finden soll Bold hernach - rb oon den, gdelter nachgepruft. ob die als um auAbor ober zerbrochen gemeldeten üüagrnieile t Ata genarme Schemel. Bocke, üeuertiäume. Z ichjela auch tatsächlich der Erneuerung bedürfen, ch kN'» der Fall, so schlagt der Förster mit einem ltgebrachien Bette dos für den gemeldet.n Äeuteil .rgewiesene alte Stuck dermahen in Stücke, dah «»nie mehr vorher gezeigt werden kann, eo wird oer- ibert dah oon dem Vorrecht mehr Gebrauch ge .chi wird als Berechtigung da ist. E» hatte sich "x Jahren nämlich herau»gestellt,doh soviel Scha- m ungemeldet worden war. dah auch bte Unde • btigten durch Vermittlung ihrer Freunde zu dik- gern Werkholz gekommen waren An einem fest« -«Uten Tag«, nach veendigung de» L>olzhauen».
Men sich die Veuie in einem bestimmten Bezirk hnben und dürfen dort unter Aufstcht eines ierflbeomten soviel L>olz schlagen ale ihnen Ersatz •jeftanbeti wurde Vie -lachprüfungsgünge sind ia Försterei und Bauern aleich unbeliebt. Oester c-nmt es zu Meinuna»oerschied,nd.'itm Trotzdem Ihn die Dorier auf bk Versuche, bte Rechte durch -lae einmalige Abiinbung zu löschen nicht cingehen. 2wr Bauer gibt nicht gerne alle Rechte preis. Anher- :en haben ihn die verronnenen grohen Summen < Dörfer die sich vor dem Kriege haben abfinden 'Etzen, abge schreckt.
Meinheffen.
7VSA Mainz. 15.3an. Die ‘Xeftaurie- ■ ng»arbcilcn am Dom sind während der enien Monate rasch Dorangefdirittcn. Seit 14 ■*gtn iß der Dost türm vollständig von seinem iiWvüft befreit die äiflemblätlet der Ubr sind ei vergoldet Im Innern bee Domes geht Ha Ausmalung rasch voran Wahr chetnlich wird 11 Pfingsten der erste feierliche Gottesdienst wie» r: darin ftatthnben Aus diesem 2nlah ist für He Tage des 27 und 28. THai ein D 0 mfest ckt historischem Festzug geplant. <ium Domseft ottb ein hoher päpstlicher Tvürdeniräger. neben Nuntius fP a c e 11 i. erwartet.
SPD Aüsselsheim. 14. Ian »in Un< tlu d »f a 11 mit Todessolge ereignete sich .te vormittag in den Opelwerten infolge t p l o 11 o n von Karbidgas Ein seit meh» itien QMonaien nicht mehr im Betrieb befind- dUr Karbidgalometer sollte abmontiert werden r*r 21 Jahre alte Schlosser Georg Diebel ul DoNSkehlen bei Darmstadt sah bei der lebett auf dem Deckel des GasometerS. um lesen Verschraubung zu losen Aus noch nicht ftge,teilte» Ursache e»plädierte der Kessel mit 7 merähnlichem Schlag wobei der Deckel des t.'ometert mit dem "Arbeiter an die Decke flog, her junge Mann wurde mit solcher Wucht in ! e Äöbc geschleudert, dah er infolge voll- tänbiger Zersplitterung des 2 chä - »el» sofort den Tod sand.
Preußen.
Oer Mädchenmord in Uebernthal.
a l, < m r 0 t b , 18. Ian (Eigener Drahtbericht kc« OHehcner Anzeiger» ) Ende August v. I. wurde r Dem benachbarten Uebernthal der Maurer heft Peter unter der Anschuldigung verhaftet.
■i-.t Geliebte, Paula Pfeiffer oon Uebrm- Irl ermordet au haben Der Täter, der nach '-»bürg in da» Qc.nbibnd;i qetängni» überführt i« rbt. leugnete die Tat mit aller i)artnäckigkeit. < k voriger Woche hat er nun einem fingierten ! gefangenen gegenüber, den man in seiner Zelle 1 Verbrachte, der aber in Wirklichkeit gar kein (Be- . »jener war, eingeftanben, daß er die Paula ■ Irr i f ( » r tatsächlich ermordet habe. Die- 1. Geständnis würbe oon der Mordkommission am »sMigen Lonnlagnochmitlag in Uebernchal nochge- lüft und al» richtig befunden Die Verhandlung Peter wird voraussichtlich im März stall-
Oos SWarer HotelpDojett.
I Wetzlar. 14. Oon. «etzwe hat über «acht eine kleine kommunalpolttische Sensation bekommen, und an de« Biernichen nxrb webet einmal rege bebathefi. E» handel! sich um bte f) otel frage bte oon her ©tobt oer mal i-ing auf bte Tagesordnung der letzten nichtsiferuttchen Ltabtoerordnetensitzung tzesepi war, jedoch würbe bee Poesie bei den Verhandlung.n zu gefasten. Bedauert werb allgemein dost bei jo wichtigen fragen nicht auch bet weitere Def feie di rh- feil bet den Verhandlungen anxx>ejenb K'" darf. Ächer hatte diesmal der biyungosaal einen Massenbesuch au zu werfen gehabt.
Dee Sache selbst ist sehr einfach. Wetzlar defitzl bi» auf wenige Zimmer keine modernen UBterfuBfieraume für den Keife- verkehr Die der Stadt gehörigen beiden häufet „Hotel /-erzogtiches Hau»' und ..Sasthos >um Dom* sind in ihrer baulichen Verfassung nicht mehr auf der fr-ähe Da» „r-olel zum Dom* war früb?r wohl eine Kapelle oder ein Teil eine» kirchlichen Gebäude», wenigsten» beulen seine mehr al» einen Meter starken Mauern auf eine wohl im Mittel, aller vorhanden gewesene kirchliche Bemittung hm. Um den dringenden Bedürfnissen de» Reiseverkehr» gerecht yi werden. Hane die Stadt Verhandlungen m,t führenden Männern au» Handel und Industrie angeknüpft, um — ine schon gemeldet — mit deren Hilfe und Beteiligung durch Gründung einer f) 0 te l - 'S. • (B. eme Seflcrung der Wetzlarer Unterkunitsverhälmisse herbeizuiühren. Rach den nunmehr bekanntgewordenen Planen war eine Ir 0 he Sache gepinnt, die in ihrer Endsumme *n Betrag von zwei Millionen über- chritt und den großen Grundbesitz stomplex um* al,'.-, der zwischen Dom platz, Bla-.monnena.isse, L:edsrattenberg und Brotschirm liegt, vorgesehen roar der Abbruch der fetzigen, obengenannten Hotels und mehrerer alter kleiner L)äuser, die sich teil» tn einem sehr baufälligen Zustande befinden. Die Bürgermeister Dr. Äühn in der 6 labt oer- ordnetensitzung erklärte sollte da» ganze Bauprogramm in mehreren Etappen und nach den Bedürsnissen der Zeit ausgesührt werden. Der erste Bauabschnitt sollte den Abbruch des dotel " c r 10 ti 1 . du . f)an•"*
Nehenhausc» bringen, mit einem Hofelneudau auf moderner fflrunblaae, mit Nestau - rationoräumen im Erdgejchost und etwa 80 Betten in den oberen Stockwerken. Weiter war die Erstellung einer größeren Anzahl non Auto ga ragen geplant. Im späteren Abschnitt mar u. a. noch an die Errichtung eine» Saatbaues gedacht mit einem ^afiungsoermögen oon 50A Per Tonen Der erste Bai.'.chfchnitt, d. h. der richtige Hotelbau war mit einer Million Mark veranschlagt. Die neue Aktiengesellschaft sollte mit einem Kapital oon 300 000 Mark gebildet werden, von denen die hiesigen Buderus- schen Eisenwerke 100 000 Mark zeichnen wollten. Die Stadt selbst wollte Gründ und Boden ujw. im Betrage von 80 000 Mark einbringen und weitere 200 000 Mark Aktien zeichnen, oon denen jedoch ISOOttO Mark zum Berkaus gestellt werden sollten. Weiter wollte die Stabt für die notwendig werdende Anleihe bis 3ifm B- trage von 1,7 Millionen die selbstschuldnerische Bürgschaft übernehmen, »edoch in den vorgesehenen Etappen.
Die Begründung der Dorlaac erfolgte durch Bürgermeister Dr. Kühn und durch den ®c- neralblrcftor der BuderuSschen Eisenwerke Dr. Köhler, welch letzterer auch an der Vorbereitung der Vorlage mitbeteiligt war. Aach den bekannt gewordenen Verhandlungen stieb die Dor- läge jedoch bei saft allen Fraktionen auf mehr oder Weniger Widerstand, der sich auf den ilmfanp de» Projekts, die Aotwendigkett des Bauen-, bte Gefahren einer so hohen Türg- fchoftsübernahme durch die Stadt ufw stützte. Auf der ankeren Seite Wurde wieder die Aot- Wendigkeit des Handelns nach irgendeiner Äich- tunq hin anerkannt, aber auch hter waren die Ansichten sehr geteilt. Die Vorlage wurde ichlieft- lich an den Bau - und Finanzausschuft zurückverwlesen. (Hiernach ist also die Vorlage »och nicht abgekehnt. wie ein auch von un» wiedergegebener V)SA.-Bericht vom Samstaa meldete. D. Aed) Ob dies ein sog. Begräbnis erster Klaffe bedeutet, oder ob die Stadt mit neuen Vorschlägen aufwartet, ist zur Stunde nicht bekannt
Da Me VerhÜltnifse besonders im ^Herzoglichen Haufe", Wie allgemein bekannt, dringend zur Löfung drängen, bürste mit neuen Ver -
Bruder, der unter den französischen Äugeln sein Leben in einem Kampfe aufs Spiel gesetzt, der in der Hauptsache bem Besitz be» Elsasses galt. Durfte he hier fetzt in eine Hand einschlagen, bte burch- giuht vom französischen Siegeswillen, als den Preis dieses ftampfes die Rückgewinnung der verlorenen Provinzen an Frankreich sah?
Für Momente rief eine Stimme in ihr: den Fuft aus diesem Haufe ui setzen unb es nie wieher zu betreten, damit ihr zukünftiges Leden eine einzige klare Linie einhalten konnte. Und diele führte zu Di etwa rt, bem sie das Dort ihres Der- löbnisses gegeben, e» sühne zum Deutschtum, zu dem ihre Mutter sich einst durch Neigungsheirat bekannt, und zu bem auch Naymonb klar unb entschlossen getreten war.
Ader eine eigene Stimmung lag in dresem Haufe, in den kaum verhallten «längen bes fübfronzösi- scheu Botksliedc» hier, es lag cm Bei; in dieser ganjen Situation, der sich Melusine nicht zu ent- ziehen vermochte!
..Ja. Mademoiselle, — Sie werden bald wieder für immer mit Frankreich vereinigt sein!" sagte plötzlich der alte Monsieur Louoier in die Solle hinein. In seiner Stimme lag etwas vom französischen Pathos.
Die alte Dame jedoch, die den jungen Betuch mit weiblichem Scharfblick genau gemustert Halle, iepte schnell hinzu: „D, sie ist bereits eine oon ben Unseren! Ich 'ehe es chr auf den ersten Blick an, dah sie keine Deutsche ist! Heine von diesen großen, plumpen Preuftentrauen, mit ihrem Paradeschritt und ihrem unglaublichen Geschmack! Sieh, Charles, glaubst du, eine Deutsche verstünde es, sich mtl einer io vollendeten diskreten Eleganz anzuziehen. -Die diese Demoiselle es ist?"
Der junge Jean Paul Bouvier stand nut dem Nucken gegen das «lavier gelehnt und betrachtete jetzt die junge Fremde cbcnlal!- mit wacher Aufmerksamkeit. Er sagte sich. Die Großmutter möge recht haben. Aber ichtzeftüch wäre Ne ganze Kunst bes Schneiders, die Qualität des sicher kostspieligen Materials und auch der offenbarte Geschmack nicht io jur Geltung gekommen, wenn die Trägerin nicht eine fo_ vollendet elegante mitteigrohe Figur be= feffen hätte und überhaupt ebenso pikant wie hübsch gewesen wäre!
bowblinge« wechl lech« zu rechnen fein, be» londers da eine Beteiligung der Eisenindustrie in solcher Höhe für die Stadt doch lehr wertvoll erscheint. Dabei war die MitteUung neu. daß bte Buderussche» •ifeiwe tlc gegebenenfalls beabsichtigen ihr grvftes Hausgrund» stück in bet Haulergaffe das in einem von alten Bäumen schön durchlebten großen 'Jiarfc liegt. In ein eigenes Kasino mit Heber» nachtungsgelegeaheit umzubauen. Bei der Behandlung der Vorlage scheint c» fast fo. als ob zur Jett leine der Parteien sich vor den Dahlen festlegen will, um der Kritik aus den Kreisen de» Bürgertums aus dem Dege zu gehen, auf der anderen Seite must oder auch zugegeben werden, dah die Bürgschafteübernabme durch die Stadt bei einem lolchen Projekt immerhin eine gewisse Gefahr bedeutet die eine ablehnende Stellungnahme begründet Dian ist sich aber auch klar, dah bei einer Aenovierung bcs .Herzoglichen Hauses" ganz erhebliche Summen durch die Stadt aufgebracht n erben müllen, die auf 100 000 Mark kommen dürften Äuf den Ausgana der 'Angelegenheit ist man in der Stadt allgemein gespannt.
«reist Veylar.
—<5— Detzlar, 15 Jan In den Lsuldungen der Gemeinde 'Jtieber-Duembad; ereignete sich em schwerer Unglücksfall. Jatel dort dejchn tlgte Holzhauer wurden beim Fallen einer Tonne, bie in der falschen Dichtung siel, von dem Baume ersaftt und erlitten hierbei solche Lerlegun aen, daß sie fofort in ärztliche Behandlung über- führt werden mutzten
4 Be tzberg , 15. Ian. Maum sind vierzehn Tage ocrflofkn, dotz wir in das neue Jahr em getreten sind, und schon hat der lob in unterer zirka 450 Einwohner zählenden Gemeinde drei Opfer gefordert Mit diesen drei Peefonen ist auch einer unserer ältesten Einwohner. Christian Staffel im Alter von 7K Jahren von uns geschieden. Unser ältester Eimvohner. Frau Elisabeth Bellos steht im 81. Lebensjahre
3 Krofdorf, 15. Ian. Dem IagdMisteber W. «dhrsbeim oon hier gelang es dieser Tage, im hiesigen Wald einen kapitalen Fuch» zu eriegen.
3 Lounsboch. 15. Ian Der zu unseren ölte ft en Einwohnern zahlende Schäfer Heinrich Winter kann am 17. d. M. seinen 77. (tz e - burtstag begehen. Winter hat vom 22. Hebens- fahre ab jelbständia die Herden der Schäferei genossenschaften (tzietzen, Launsdach. Krofdorf und Witzmar gehütet.
tlflfrrw.
M. Dr 1« d » rs. 15 Jar Sch»« fett Itagnvt dell schweben Verhandlungen zwecks Errichtung oon Autobuslinien im DI 11 kreis, ins- besondere vom TD c H e t w a l b herab ins Dik l- t a L Die Verbindungen sollen als Iubringer- linien zu der HaupttxrbindungAstrrcke Gtesten Köln bienen, andererseits aber auch die von den Bahnen weit abgelegenen Ortschaften durch Verkehrsmittel erlchliePen G# kommen eine Beide von Autolinien in Frage. So eine, die die On- -chotten Gusternhain-Brritscheid, 2a n- genaubach berührt unb in Haiger münket. eine wsuere über die Gemeinden Horbach- H i r f ch b e r g nach Herborn. Gerade in dielen Gebieten fehlt jegliche andere Derkehrsmdglich- kett Daft bie leoMkruna dem Vorhaben günstig gegenübersteht, bedarf klnet bef anderen Gr- wäbnui'g. da für sie msbef andere für die Arbeiterschaft, der bie beste Möglichkeit gegeben Wäre, zur Arbeitsstätte zu gelangen Wie verlautet stoften «edoch die Verhandlungen aul Schwierigkeiten bei den Gemeinden hinfichtftch der ftnanziellem Beteiligung.
Krcio Wefterdurst.
CO Westerburg, 15. Ian Wie uu WiMei iU25 26, so bat auch in diesem Wmier die Stein- i n b u ft r i f de» Desterwaltzes unter Mangel an Auftragseingängen zu leiden Aus diefem Grunde sahen bzw. sehen sich solgende Betriebe zu Stillegungen gezwun gen 1. Der Betrieb Hundsangen der Firma Oben- wälder Hanstein Industrie - 2. Betrieb k'angenbern- bach der Statu Ha nun; X Betrieb Bothenbach der Eisenseider Sieinwerke. 4. Betrieb He»genroth brr Firma Adrian. 5. Betrieb Schonberg der (tzcwerk ichau Albert: 6. Betrieb Bolbmgen Ker Firma Uhrmacher: 7. Betrieb Luckenbach der Firma Men^ und Oeivenich. Auch ernt Reihe größerer Betrieb, in den Kreisen Marienberg unb Altenkirchen mutz ftiUcflen. Sind bie Stillegungen auch noch nicht alle darchgesuhri. so stehen die restlichen doch uninirtelbai bevor. Roch völliger Durchsilhning fallen rund 15UH bis 1800 Arbeiter der Arbeitslosensiirjorge zur Last. Die Ursache bieser Verhältnisse ist in der Hauptsache darin zu Indien, daft die (tzrotzabnehmei der Pslasterstein- unb Schotterinbustrie Ihre Aui trage im Somgier fur^friftig vergeben. Die» hat zur Folge, batz bie Steinlndustne im Sommer stark be Idläftiflt ist unb im Winter keine Beschostigung für ihre Arbeiter hak. Abhilfe könnte dadurch geschof en werden, datz bte (tzratzabnehmer, besonders Rem»s bahn und ÄommunalDerbänbe, ihre Aufträge auf bas ganze Jahr oertrilten.
Tumen, Spott und Spiel.
Oie Fußball-Entscheidung in Heffen-Kannover.
Im Enljchcidungsspiel um bie *11 e i ft « r | (faa f t Hessen-Hannover siegle gestern in Kassel oor annähernd H000 Zuschauern Hur hessenllassel über den technisch reiferen 6.6. 03 Haffe! durch bessere Ausnutzung der sich bietenden Torgelegenheiten mit 3:0.
Oie Jußballmeisterschastsspiele in Süddeutschland.
Die Kampfe um die Futzballmeiß-r- fchaft von Süddeutschland sahen gef?m alle Mannschaften auf bem Plane In der
Runde der Ersten schlug die Frankiurler Eintracht den Anslvnn deS Karlsruher Fuftballvereins glatt ab und gewann mit besserem Spiele zwar reichlich hoch aber verdient 4:1. Bayern München fertigte den FuhboNvcrein Saarbrücken, wie erwartet, ganz mühelos ab. Mehr al- ein Klasieunterlchicv kommt In dem Dorunterschied ton 10:2 zum Ausdruck. Auch die Stuttgarter rechksertlgten da- allgemeine Vertrauen unb gestalteten iyr dritte- Meisterschaftsspiel zu einem Siege über den gefürchteten Sportverein M0 n n h e i rn-V) a l d h 0 f. Allerdings ist der Sieg derStuttgarterKickerS mit 1: 0 Toren nur sehr fno^p auSge'a'len 3n der Runde der Zwettev und DrtUra schob in der Gruppe Lüd 0 st der l.Fuft» ballklub Vürnberg den Vogel ab. Gr schlug den Sportverein 1 8 60 München mit 7:0 überlegen. Die beiden anbernt Tressen
endeten unentschieden Sehr gut hielt sich der D. s. A. F ü r t h gegen den V. s. B. S t u 11 g a r 1 dem er mit einem 2:2 zeigte, daft auch er bie Dürnberg-Fürther Fuhballkunft würdig zu vertreten versteht. Mit dem gleichen 2:2 trennten sich der Sp. 61. Freiburg und Union Bückingen. Beide Mannschaften waren also Zu Recht für gleichwertig gehalten worben.
Gruppe 2 0 rd 0 st. Der Frankfurtei F. SP. D.. der sich Im Borjahre den Mainzern beugen mutzte, erftritt diesmal dort einen knappen 6ieg über den 6p. 2. 19 05 Mainz. Mit 3:2 brachten die Frankfurter Me Punkte an sich Dei B s. L. 2 eu - Isenburg erwies sich auf eigenem Platze alS gefährlicher Gegner. Gegen 2 0 l- WeiD Frankfurt hatte man sogar mit einem Siege der Hessen gerechnet. Daft Rotweift ein 0:0 halten konnte, bedeutet für ihn einen Achtungserfolg. Einen schönen Kamps lieferten sich 2 0 r u ff la Reunkl rchen und Sp. V. 1903 LudWigShasen, in dem die Borussen troll geringer Ueberlegen&elt knapp mit 1 2 unterlagen. Einen um so höheren Sieg feierten die Deckaraucr. da der V. s. L. über Saar 1905 Saarbrücken mit 6 0 siegreich blieb.
tigaoerbanbsfpiele in Süddeuffchland
Als rückständiges Verbandrfptel kam in Bingen das Tretten H a f f t a Bingen gegen Germania Wiesbaden zum Auotrog. das für ben Abstieg in der Gruppe Hesiev von Bedeutung war. Hafsia war bis dahin mit bem Cp V. l698 Darmftabt punttgleich Da Bingen gegen Wiesbaden 2:0 verdient gewann, steigen bie Darmstädter gemeinsam mit den Wiesbadener Germanen zur Kreisliga ab.
Cr fand diese urplötzliche Begegnung um so entzückender, als er ohnehin in der Langweile dieser kleinen Promnistadt. die fett Jahren oon den Deut- ichin em^ejchlosicn war, zu sterben drohte! Die bei- den Grotzelicrn hätten zu gar keinem besseren Moment eben wieder nach Houjc kommen können! Mit Vergnügen verfolgte cr, wie die junge Fremde nvch. mals einen Matz am runden Tisch emnahm und mit den alten Mrichaften sofort in ein intenessiertes Gespräch geriet.
Monsieur und Modainc Soupier waren oon denjenigen Elsässern, die nach dem Frankfurter Frieden grollend für immer ihren Wohnsitz in Straft- bürg aufgegeben hatten, und nach Frankreich über- gesiedelt waren, um nicht unter den verhaßten preußischen Pickelhauben leben zu muffen. Seit siebenundmerz g Jahren warteten sie auf den Tag, an dem Frankreich seine entriffencn Töchter wieder in jrine Arme nehmen konnte, an dem Eisatz unb Lochringen wieder bie Trikolore hitztenI 7lur mit einigen Sätzen schilderten die allen Leute ihr Dar- ten, ,hr gläubiges Hoffen an die Zukunft. Aber in Ifbem Worte lag eine (Mut oon lieber Beugung, die Melusine erfdjüttertc.
Die lebhaft stand chr Gedanle an ihre eigene (tzrotzm.llNer auf! Saft nicht dort unten im Süden, oor den Toren Sttatzburgs bie greise Schlotzhe-rin oon Harnmerichlag lag um Tag am Fenster and harrte der Zukunft entgegen, tue chr Vergeltung. Entschädigung für dieses bald ein halbes I.ihrhun- tteri lange Starten bringen sollte? Bringen mutzte! Hielt nicht auch sie sich durch diesen unerschütter- lichen Glauben trotz ihrer immer schwerer zuneh menben körperlichen Lähmung aufrecht?
Noch einmal klang biete Frage urplötzlich in chr auf, wie sie sich zur Buhe gelegt unb sich, körpernch müde unb noch von ber Serie erschöpft, in die Kiffen behMe.
Der Nest des Abends war chr ohne besonderen Eindruck vergangen. Sie hatte rmt den drei Sou- wers geplaudert, bis der junge Herr, etwas zum Fenster geneigt, in bie Unterhaltung die Aeiitzerung hinein warf, datz bie Pflege ichwe sie rn des Lazarettes soeben nach Haufe kämen. Da war es für Meluiine geraten, aufzubrechen und fiH mit einiger Lorficht in bas nebenan befindliche ^chwesternheim zu begeben, daBüt man dort nichts oon ihrem Aufenthalt
bei der franzöfifchen Nachbarfamilie entdeckte. Der alte Monsieur Bvuoier unteriietz e» auch nicht, ihr Voriicht anzuempfehlen. Dann Hane man sich mit dem versprechen getrennt, dah Melusine am andern Zage unter Beachtung von Vorsicht, abermals iich ju einem Plauderstündchen emsinden würd«-.
^Bei der Abendmahl zeit, d,e He mit etwa zehn Schwestern des Lazarettes vereinigte, blieb Melu fine schweitzfam und zurückhaltend. Sie schützte strotze Ermüdung nach der langen und eiligen Reise vor.
Selbst einer Unterhaltung, die Schwester Wen- dula noch mit Melusine nach der Abendmahlzeit hatte anknüpfen wollen und bei ber sie noch ein« gehender« Fragen über Naymonds Krankheit erwartete, war sie nach kurzer Leit entwichen. (Bon fei Dank, sie besaß dn Zimmer für sich allein, mäh reich sich die andern Schwestern meist zu Zweien in rin Zimmer teilten.
Es war ein langer bommerabend in köstlichster Milde. Durch die Nitzen der geschlossenen Fensterläden drang ein verdämmernder Tagesschein. Ziem lich deutlich ließ sich noch do» Bild erkennen, bas in schmalen Goldiriften an ber ettva- altmodischen Tapete satz. Ein wundervoller Frauenkoos in ausgeschnittenem Staatsgewande fah herab, der Nacken oon einem Reichtum blonder 1)0are in kunstvoller Frisur überwallt, ein schmales Diadem über der Stirne. Am schän geformten Halft rin Perlenkoll cr von großer Kostbarkeit. „Lugteie imp^ratzice“ los Melusine, als sie sich nochmals etwas aufrichtet«.
Dann lenkte sie ab. Nicht die südfranzösischen Lie- der, wie Moniieur »outner sie vorhin gespielt, 'ondein eine deutsche Seife, die irgendwo in der W ein deutscher Soldat im Quartier sang. INI Heimweh ...
„Es liegt eine Krone in ber Tiefe vom Rhein, Sie diitzet oon Golde unb Edelstein."
Umluft gegenüber mochte es wohi sein, dah rin ikuier tjranpjCTibabp sich heulend in den Schlaf weinte. Vielleicht war es oon Zahnweh geplagtv Denn die Stimme ber Mutter hallte im einlö:i gen Singsang das Schlostied:
-Xt voili mon p’tit chlrie — Le channant et Hane brdbis?“
(Forrsetzung folgt)


