Ausgabe 
16.1.1928
 
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Oie Wetterlage

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Wohl den Schluß der polU '

Die Äegierunqsbildung In Seffen.

Wiederanfuahmk derverhandlungen?

Kon unserer Darmstädter Redaktion.

Darmstadt. IS. San. 9« scheint, dah die Verhandlungen zur Regierungsbildung in Helfen eher als man erwarten konnte, wieder in .Fluh kommen. Bekanntlich hat die fo»ial- bemokratifche Fraktion in einer Entschlie- ftung am 5 Januar erklärt, daft die Lötung dieser Frage vertagt werden solle, bis der hessische Staotsgerichtshos sein Urteil über die Gültigkeit der Landtag ^wählen gefällt habe. Diese Entschlieftung hat nicht den Beifall der anderen Parteien gesunden; die Demokraten hatten sogar in einem Schreiben an die sozial- demokratische Fraktion eine Art Mihbilli- gung ausgesprochen Das würbe aber wohl kaum die Sozialdemokratie veranlassen eine Re­vision ihres Beschlusses vorzunehmen; es machen sich iedvch andere Moment« gellend, di« wahrscheinlich doch dazu führen

3n einer politischen Betrachtung von volkS- parteil'cher Seit« wirb hierzu u a folg«nbes ausge übet: Bon sozialdemokrarilcher Seite wird die Bufsasfung vertreten, als habe der Landtag vor der Entscheidung des Hefsischen Staats- gerichrshofes keine Befugnis, »usammenzu- treten. zu beraten und Beschlüsse zu lassen, weil er erst mit der Abweisung der Woblansechtun- gen mii rechtlicher Wirksamkeit auftreien uitfi handeln könne Das ist durchaus irrig. Wahl- an Achtungen haben, mögen sie sich gegen einzelne Abgeordnete oder eine ganze politisch? Körper- schalt richten, aus die Gültigkeit berBe- f ch l ü s s«. bei denen der betreffende Abaeorb- nctf mitgewirkt hat oder die von der Körper- fchast gesaht sind, so lange keinen Einfluh, bis bi« Ansechiung von der zuständigen Stelle für begründet erklärt worden ist. Diese feststehende Draris der Wahlprüsungsinstanzen hat sich schon deshalb als eine Notwendigkeit herauSgebildet,

th-e Entschliestung über die Hinauszögerung der lltegierungsbilduna einer Nachprüfung unterzieht, damit schwere Schädigungen der hessi­schen Staatsinteressen vermieden werden."

Bemerkenswert ist nun, dah der .hessische Dolkssreunb' vom Standvunkt der Sozial­demokratie aus zu ganz ähnlichen Anschauungen kommt. Auch hier wird in einem OettauHah aus di« vielen Moment« hingewiesen. die eine Enllcheidung des hessischen Staatsaerichishoss verzögern können.Unter diesen Umstünden", so wird In dem Artikel ausgesührt. .erscheint taliuchlich die Möglichkeit gegeben, dah die Bor- aussetzung. unter der die sozialdemokratische Landtagsfraktion ihren Beschlich auf Auslegung der Berhandlungen über bi? Regieruna-bildung gcsastt bat. hinfällig wird. Damit ist natür­lich eine völlig neue Situation ge­geben. die nach unserer Auffassung auch die Sozialdemokratie vor die Stdac einer neuen Entscheidung stellen wird... Wir wollen un-

volle Tätigkeit aulAu nehmen und te- tci Gesetz mit R echt-gültig kell zu verabschie­den. Ebenso sei er In der Lag«, nach dem Rück- tritt brr alten Neg^rung den neuen Staats- Präsidenten zu wählen und bte von ihm beru cncn -'-iuistt zu oestättgrn Auch bei einer Ünqull'.g- keltserüäruna der Wahl durch den Staat-- Gerichtshof oestehe für b.e neue Neg.erung reine Nottvend^keit. ihr« 21 erntet nsederzu- ICOCn.

Man darf aus diesen Erklärungen, die aus verschiedenen Partcilaaern stammen und hinter denen sicher m- ' - T ~

Landtages hinzielenden Wahlansechtungen der Wirtschnflspartei. der Nationalsozialisten unb her Evangelischen Volksgemeinschaft fein rechtliches finden iS an de n Beginn der Landtagsverhand- lungen Wenn man das Gegenteil annehmeq wollte, so träten die von dem Landtag bei seinem Zulammentri.t gelabten Beschlüsse ungültig; cS wäre namentlich auch der damals neugewählte Staats gerichlshof In seiner neuen Zu- saimnensetzung zu beanstanden Konsequenzen, deren Unmöglichkeit auf der Hand liegt."

Weiter wird auSgesührt, dah die Verzögerung bei Regierungsbildung gerecht,crtigt wäre, wenn bnc Urteil des StaatSgertchtshoseS in aller Kürze zu erwarten stehe. Es wird dann auf verschiedene Umstände ausmerkfam gemacht, die es fraglich erscheinen lassen, dah der Staats- gerichtshof bald eine Entscheidung sällen kann. .Unter diesen Umständen," so freistt es bann, .scheint es uns dringend ersorderlich. dah die Sozialdemokratie, falls nicht durch ganz zuver­lässige Feststellungen an den zuständtgen Stellen ble Gewchfreit einer baldigen Entscheidung

parte Jagern stammen i

aftgebenoc Persönlichkeiten stehen, x schlug zieben, bah eine Annäherung - - - -l vchen Anschauung stattgefunden bei

Otcnk» kann man wohl die Hofsnung hegen, bai bald bi« Verhandlungen zur Regierunggrnldung wieder ausgenommen werden

seterieitS eine Feststellung darüber, ob diese Situation bereits gegeben ist, nicht treffen, son­dern diese Feststelluna den zustündiaen Instanzen der Sozialdemokratischen Partei üoerlafsen."

Die olgenden Darlegungen des Artikel- be­wegen ich In ähnlichen Gedankengängen, wir die vo^sparteilichen Bctrachtungen; iir fommen zu bem Schluß. der jetzt gewählte Hessrsche Caitbtag zweifellos In der Laae ist, seine

ttinc Anfrage im Landtag.

Lda Dr. Müller und die Fraktion de» L a n d b u n bet Haden im Landtag folgend« Anfrage ein- gebracht: 3n Langen find zur Z«u 5600 0 r »'erdelose, die aut der ErVerdelosenverfiche runfl untersinp, werden. In den umliegeichen Dör­fern befinden sich «penfall» ftunbert« von erwerbs­losen Unterstustungsempfängern Trostdem bat das porfiamt Langen zedn Holzmacher aus dem ll reife Scholien kommen lasten, gibt ihnen Quartiere und iaht st« in den staatlichen Sal- düngen Holz fallen Sicherem vetnebmen nach sollen wertere Hvlrmacher au» dem Vogelsberg ncich Longen und auch nach anderen ftoiltamtsdezirken derangezogen werden, obgleich die 3ahl der au» der 0rwerb»losenoerstcherung unteritutn«n Arbeiter ir. der dortigen Gegend täglich wachst Qf» wird ange fragt, was die Staatsregierung zu tun gedenkt, um dem Einhalt zu gebieten

Oie Einstufung der Hcirfwanacfltllfen.

Berlin. 15.3an. fWB i Die milgetetlt wirb sollen die abgebrochenen Derhai-bi-ingen mn tkr: Angestellten de» Reiche» , m S ch i > ch i u n g t v t r fahren erledig« werden Brofefior Pr M o l

Not

des

tie -rage der Mindcrbezahlung der berufstätigen Krau.

Berlin. 15 3an (XU) Der sozialen

lendorss ist al» kchlichker bestellt Er ist xur Feit nicht in Berlin und kehrt erst End« de» Monat» hierher zurück. Man hasst, dah er die Verhandlungen ;u einem günstigen Abschluß bringen wird

Ott Lagt

der weiblichen Angesteltten.

Berlin. 15 3cn <WB > Aus Anlast bL. Gedunstages des Retchskanzlers Tr Marr ftcticte ihm beute mittag tn Begleitung des Staate'ckretats Dr. Ulcihncr der Herr Xe t ch s- Präsident, der bereits vorher eine Blumen- spend« übersandt halte, einen Besuch ob. um persönlich ,eir< (D'.ücki un'ch« zu übermtlteln. 3m Anschluh an den Betuch des Rc^sprästbenten Üstrrb-achten ihr.- «luckwünschc N«i^-taaLLrä',-

der weiblichen Angestellten war «ine groß« östentliche Kundgebung gewidmet, die der Ge- weckscha'tsbunb der Angestellten am Sonntag im Herrenhaus in Anselenbeit von (Bertretcm der Beicht - und Staat». «Hörden sowie der politi­schen Parteien veranstaltete. Di« Hauptrebnerin. Frau Mariann« Weber, Heidelberg, hob hervor, dah der Frauenberuf dem Wesen der Frau Nechnung tragen müsse da ihr die absolute Sachlichkeit des Mannes nicht gegeben fei. Die erwerbstätige Frau müsse innere Befrie­digung in ihrem Berufe finden. Die praktifchen Berufsfragen erörtert« da- Mitglied des Neichs- wir'fchaftsrates Frau Hellersberg. Sie be­tont« dah nur ein fester Zufammenfchlust des weiblichen Angestellten ihren Forderungen ge­nügend Nachdruck verleihen könne Nach einem Schlußwort des Bundesvorftehers, Neichstags- abgeorbneten Gustav Schneider, wurde ein­stimmig eine Entschließung angenommen, ble die Minderbezahlung der berufstäti­gen Frauen als eine Ungerechtigkeit bezeich­net. Die weiblichen Angestellten leynlen es ab. auf diese Art dem Manne Konkurrenz zu machen. Sie könnten mit Recht für gleich« L«ist un - gen auch gleiche Bezahlung fordern. Ueb< Mtnderbezahlung widerspreche dem auch von Arbeitgeberseite so oft beton,en Leistungs- gedanken. An Regierung Parteien. Verbände und alle sozialen Körperschaften wird die Auf­forderung gerichtet, blefer Ungerechtigkeit ent- gegenzutreten.

Um das Neichsschulgeseh.

Eine Prokestkundgebunst des deutschen LehrervereinS.

Berlin. 15. 3art (XU.) Der Lehrerverband Berlin veranstaltete heule gemeinsam mit dem HauSausschuh deS Deutschen LehrervereinS eine Protestkundgebung gegen den Reichsfchulgesetz- entwurs. Die Redner. Vertreter der Lehrerver­bände In den einzelnen Ländern, lehnten den Entwurf tn seiner je)igen Fassung einmütig ab. 3n einer Entschliehung wird betont, dah der Entwurf durch die bi^ixrigen Beratungen deS BildungSauSlchufses. trotz aller Bemühungen ihn fachlich zu verbessern, in wesentlichen Teilen insbesondere auch durch die Ausnahmebestim­mungen gegen Sachsen noch erheblich ver­schlechtert worden sei. Die Grundrichtung de» Entwürfe- sei unverändert geblieben. Die durch die Bersafsung gegebene Vorrangstellung der gemeinsamen Schule werde aufge­hoben. Die Schule deS Staates werde an Die Weltanschauungsgemelnden aufgeteilt, die deut­sch« Bildungseinheit werde zerstört, die Lei- stungssähtgkeit der Volksschule herabgesetzt und die Gewissensfreiheit bedroht. Die zur Ueber- wachung des Religionsunterrichts und zur Schulaufsicht getroffenen Verein­barungen der Regierungsparteien lieferten die Volksschule an die Kirche ouS und brächten trotz aller Gegenerklärungen di« Wiederkehr der geift- lieben Schulaufsicht. Die für die einzelnen Ge­biete des Reiches abgeschlossenen Konkordate würden In den wesentlichen Schulbestimmungen, insbesondere in den Bestimmungen üoer Einrich­tung und Erteilung des Religionsunterrichts In den Volksschulen reich-gefetz ich gewährleistet Der Weg für die Entwicklung der gemeimamen deut­schen Volksschule müsse frei bleiben.

Imbusch gegen Marx.

Richtungösircit im Zentrum.

Oberhausen, 15.San. (WB.) 3n einer Der- sammlung der 2kbcilearofrier De» Zentrums in Oberhausen machte freute der 3entrumsabflcorbnet« und Vorstand Des Kewerkschaflskartell» christlicher Bergarbeiter, 3m dusch, bemerkenswert« Au-füh- rungen üb«r verschiedene Zustande in der Zen- trumopartel und richtete heftige Angriffe gegen den Reichskanzler al» Partei­führer. (Er führte aus heute Men so manche Kreise, wie Akademiker, Beamt«, Wirtschafter usw. die innerltd) dem Zentrum femflefren, Aur Partei gekommen, um nur durch sie einen Posten zu er­reichen. Den Arbeitern käme der ihnen gebüh­rende Clnflufj in der Partei nicht zu. 3n der Zen­trums! raktwn leien zu viel Beamte vertreten. Bei der Lesoldungsrekorm hab« man matzlvse Dumn.beiten gemacht ..War eo notwendig/ fragte Vmbulch. .daß die Minister 6000, der Reich-kauz- ler lKX>n Wlart, die Oderprasidenien 50 Prozent 3uh9< «rbalten. In einer Zeit, in der mancher nicht htt zu essen bat?* 3n der letzten Zeit habe er. fuhr 3md isch fort. ..zahlreiche Briefe erhalten, mit der Aufsorderung. eine neue Arbeiterpar­tei -u gründen. Diesen Weg hält Ombirfcfr nicht für den richtigen, tt» müsse oidnwfrr in der Zen- trums)partel wieder der richtige Deist geweckt werden. 3n weiten Äreifen hält man manchen un- lerer Führer nicht mehr für da», für da» man chn vor drei Jahren gehalten hat und damit habe man r*'tt. Marz ist Innerlich etwa» andere» geworben. Der Weg vom Äantnbaten de» Dolküblock» dis zum Kanzler der Rechtsregieruna isi weit. Di« Aeutze- rung. di« ZentrumsoaNel fei kein« republikanische Bartei. lass« tief blicken. Dah man ohne Anhören der Fraktion Vorlagen einbringe, die die (Erhöhung der THn<ft«rpd)ülicr xum Ziele haben, während man die tErhüfrung der Renten und Onoahben- bezug« al» unmöglich hinstelle, s«, bcyufrnenb. Sei­nen Kollegen sei c» um Abhilfe zu tun. Man brau.'K eine christliche Partei tme da» Zentrum unb triorterllchenfaa» mufk man gewiss« 2knrt:er unb Führer in der Partei so lanae wegf chicken. bi» btt ihnen die Scfinnung wieder zu ruckgekehrt fei.

Oer 65. Geburtstag bes Reichskanzlers.

Die panamerikanische Konferenz.

Präsident Loolidge in Havanna.

Havanna, 15. Ian. (DB. Funkspruch.) Präirdeitt Evolidae ist xur Teilnahme an der pan- amerikani'chen Konierenz an Bord des Schlacht» schiises ..Teras' hier angekommen. Eine riekiae Mcn'chenmeng« bereitet? ihm einen 6 c- Seifterten Empfang In der Umgebung eZ Präsidenten wurde betont, die Delegation der Bereinigten Staaten werde auf der pan­amerikanischen Konferenz erklären, dah d:e Ver­einigten Staaten für sich kein« besondere n Vorrecht« auf der westlichen Halb- Euael in Anspruch nehmen kein« ego.sttschen Ziele verfolgen und das gegenwärtige Ein­greifen der Vereinigten Staaten In Nicaraaua sich nicht gegen die bortlge Re­gierung richte, sondern im Sinverständnrs mit beiden Parteien erfolge und lediglich der Stabilisierung deS RegierungS- fh st em es In Nicaragua bienen solle. Diese Au'gob« sei den 0)ereinigten Staaten durch den Fün'-Mächte-Dertrag von 1925 zur Pflicht ge- macht worden. Hughes, der frühere Staat-- fekretär. äuherte sich befriedigt über die Er- fiärung des kubani chen Pröfidenten Ma cha do der geäußert hatte, die Konferenz sei nicht befugt, über die Politik der 2kreinigten Ctaa- ten in Nicaragua zu Gericht zu sitzen. HugheS örnherte in gleicher Weife ferne Genugtuung übet die versöhnliche Haltung deS Präsidenten von Meriko. SalleS. Hierrmrch fei di? Ge­fahr einer Opposition Mexikos und der zentral- amerikanischen Staaten ausgeschaltet.

benf Löb« unb Vizepräsident Dr Rieh « r für den Reichstag. Vizekanzler Eeellenz Hergt mit dem Gefamtkabinett für ble ReichSregierung. di« Staatssekretäre Weismann. E« von P r « g e r und Er Boden für den Reichsrat und Geireraldirektor D o r p m ü l l« r für di« Reichsbahn. Dem Reichskanzler gingen ferner Glückwunschtelegramme zu u a. von Reichs­gericht rrrriideni Dr Simons. Kardinal Fürst­bischof Bertram von BreSlau. von der h e f - fischen Regierung, vom Reichsminister a. D. Dr St i ngl und dem Botschafter der Vereinigten Staaten. S h u r m a n.

Aus aller Welt.

Hochofenerplosion.

Völklingen (Saargeblel), 16. Jan (WIL. Junffprud).) heute früh gegen 5 Uhr entstand auf der Völklingcr hülle eine schwere Hochofen- Explosion. Die glühenden Massen de» explodlerlen Hochofen» ergofien sich Im Umkrei» mehrere Meter weil, wodurch eine Anzahl Arbeiter teilweise sehr schwer verletzt wurde. Bl» acht Uhr vormittag» waren die ble zur Unkenntlichkeit verbrannten Leichen von Zweihochofenarbeitern ge­borgen. Die Zahl der verletzten wurde um die ge­nannte 3eil mit 15 bi»! angegeben. Zwe> Arbeiter werden noch vermlht. Die KufraumungearbePen ge­stalten sich sehr fchwlerig. da die gehenden Styutl- massen noch ständig nachrutschen.

Günstige Jahrevbllanz de» deutschen Fremdenverkehr».

DaS Jahr 1927 hat dem deutschen Frem­denverkehr einen erfreulichen, wenn auch nicht übermäßigen. Aufschwung gebracht. Rach den vorläufigen noch nicht ganz abgeschlossenen sta­tistischen Feststellungen haben die Steigerungen durchschnittlich 20 Pro-ern betragen, an denen die Ausländer einen nicht unerheblichen An­teil haben. Insbesondere sind c8 Im Vergangenen Safrrc kleinere und unbetontere Orte gewesen, die einen Zustrom d?s Frem­denverkehrs verzeichnen konnten, eint Tatsache, di« ihren Grund darin haben dürfte, dah all­gemein die Aufsasfung herr'chl. dah man in fieincren Orten billiger und preiswer­ter lebt.

Geschäftsjubiläum Geheimrat Elschner».

Am 15. Januar beging einer d r bekanntesten unb bedeutendsten Hotelfachmänner, der Geheime Kommerzienrat Dr. h. c Kurt Elschner. sein 25jähri-reS De chäftsjubiläum. Der Jubilar ist die Inkarnation des amerikanischen Selfmade­man-, der e- auS lleinsten Anfängen heraus zu einem Millionenvermögen gebracht hat. Er flammt aus einem kleinen Thüringer Dorf unb ist der Sohn eine- dort anfällig getretenen Gast­wirts. Seine Lauibahn begann Elschner als Kellnrrlehrling. arbeitete sich Stück für Stuck empor, und brachte eS nicht nur zu einem großen Vermögen, sondern auch zu großen Ehren und Auszeichnungen. Heut« gilt Elschner als einer der ersten und sührend'ten europäischen Hotel- fadbleute. Sein? zahlreichen Unternehmen sind Musterbeispiele für das Hotelfach und die Hotel­technik.

Vorn Schlage getroffen.

In Tann (Rhön, geriet der 75jährige Kirchen- älteste und Htri)enifleger Schleicher, der in einer Sitzung des K rchenvorstandes in Aner­kennung feiner Verdienste um das kirchlich« Leben durch Ucberrtidbung eines Bildes geehrt wurde, in eine derartig freudige Erregung, daß er plötzlich vorn Herzschlag getroffen tot zu Boden sank.

Ueberfchwemmung in Belfast.

In Belfast find freute die niedriger gelegenen Stadtteile überflutet worden 3n Den Häusern steht das Wasser etwa 30 Zentimeter hoch.

Der falsch« Recht»«'.wall.

Ein geriebener Gauner wurde von der Berliner Polizei unschädlich gemacht. Chn 'tiüfrtlm Ung«, mach aus Ülberitlb. der unter bitfem «amen be­reits vorbestraft ist, frai sich in der Irrten 'Zeit in Berlin al» falscher Rechtsanwalt fr e r umgetrieben und zafrlreicv« Leu» .rhedi.ch geschabigt. Pericmen. bi« Zivilprozeste zu fuhren hatten, unb stn Geria>tswescn wemg bewonber: »aren. stellte sich Ungemach al» . Rechwanwall Dr. jur. et rer. pol. George de Greif vor und bot sich ^l» A«cht»bti,tand an. Sobald er die Vollmacht der Mandanten In itemfren hatte, verzogene er die Erledigung de» Prozesse» von Sodv zu Woche, lieft ich aber neu« Vorschüsse zahlen. War die Lage für feine Mandanten günstig, jo schioft er einen vergleich mit dem Gegner, betrog oder feinen Klienten um den arofttrn Terl der 6umm«. Der cchaxnbter unterfriet: foaor ein« Öettiang ein ,.R . cht » bur« au" in Lentn Die» fnuftte er leboeh bald auigeben. da bi« Pol, ri au- fbn aufmerksam »wortzrn war. Al» er nch 3m Sam»iagab«r3 mj en em. neuen Mandanten m «mrm ttaft j < «t De*preÄirg traf nehm «br

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Wcttcrvorauosagc.

3® Gegensatz zu den Klärungen der letzten luge, di« fahr ralch oftmärt* weiter wanderten, bewegt stch do» norruropäische Liss langsam oorwarl». Unter Abflachung lag fein üemgebwi heute morgen über der Rordsee. Insoigedeften dürft« auch oer Linflutz der Rucks eiten Wirkung ema» mehr zur 3eüung kommen, so öaft zunächst dte Tempera« luven weiter zurückgehrn werden.

Betteroorau»|agc für Dienstag: D?lNg mit 3ufb«llerung. zu^^chst küfricr, nur ocr* «inzelt RieLerichläge

iltterunflsausfidjtcn für TtittDOdfr: Wetter, "f.ederichlaae wcbrichetnlsch

die Polizei fest. Er btftrrttet lebe» verlchuDer Der Erkennungsdienst stellte sedoch fest, dost der Schwindler in Reu-Etrelitz. wo «r ebemafl» al» falscher Rechttonwalt ou*trat. unter dem Ka­men ,Heydt" a b g tu r t«Ht worden war.

Aos ber 3agb erschossen.

Der rifchlermeisttr Xschdrtner aus Berlin wurde auf der Jagd bet Xrtucnbrigen von dem Ee'chost dnei anderen Iagdteilnefrmers. der ebenfalls aus Berlin stammt während des Xrei- bens getroffen unb fo schwer an Brust und Kopf verletzt, datz er nach wenigen Augen­blicken starb. ,

Der gebacken« Dieb.

Ein Bäckermeister wurde durch daß unruhige Benehmen seines Hundes nachts aus dem Schlafe geweckt. Er Ile» mit feinem Hunde durch das ganze Haus, fchliehlich auch in di« Backstube Dor dem Backofen gebärdete sich der Hund wie toll, doch der Ofen war noch ziemlich warm. .Dummes Dler.' sagt« der Bäcker zu feinem Hund, .da ist doch niemand drin.' Doch als er an die Ofentür kam. lag tatsächlich «ick Dieb drin, der sich krümmte. Er hatte sich tn den Backosen geflüchtet, wo er eine schwere Schwitz­kur durchmachte Der Kerl bekam fechs Mo­nate. der Hund eine Wurst, und der Bäcker­meister «rzäblt mit Behagen die Geschichte von dem Dieb, der sich vor Schrecken fcCS-r backen wollte.

Einsturzgefahr für einen Berliner Häuserblock

Die Berliner Feuerwehr wurde nach einem Häuserblock In S h a r l o t t e n b u r g gerufen, da die Bewohner dieser Häu'er befürchteten, bett die Gebäude etnstürzen würden Diese Befürch­tung war dadurch verstärkt worden, datt di« Städt. Gaswerke di« Gaszufuhr zu diesem Block gesperrt hatten, damit sich bet einem Einsturz eine Erplosion nach menschlichem Er­messen nicht ercLiren könne Die Feuerwehr stellt« fest, dah eine Veranlassung zur äugen« blicklichen Räumung nicht vorlag. Sie beruhigte die Bewohner der betroffenen Häufer. die sich schon auf bi« Strafte begehen batten und veranlagte sie. In ihre Häu'er zurückzu 'dren. Vor einigen Jahren war ein Deil dieser Häuser von der Baupoltzei geräumt worden Nach­dem StützungSarbeifen ausge ührt waren, wurden dte Häuser jedoch dann wieder als bewohnbar erllärt.

ftlnbeemorb bei Brandenburg.

Ein furchtbare» Derboechen hat sich In Kl«inkr?uz bei Brandenburg ereignet. Tort hat der Arbeiter Steuer, der mit einer Frau Suhl -usanunenleb:. in der Ractz da» uneheliche, sech» Monate alle Stint) der Frau Suhl, da» ihn durch Schreien störte, r mordet, indem er es an den Beinen saftte und mit dem stopfe auf den Baden schlug. Seeger und Frau Suhl wurden oerhastet.

Schwerer Autozufammenstosz.

Lin schwerer Zusammenstoft ereignete sich auf der n zwischen Mahlow und Clnbenberg bei Ter- r Chauffeur stehrdero befand sich mit einem Autozweirad mit Anhänger auf dem Weg« nach Lindenberg, um die Briefschaften vom Postamt Deiftensee wie gewöhnlich dorchln zu bringen. Ungefahr in der Höhe der Lindenberger Mühle versuchte Äefrrttrg, ein Lastauto vor» fchrif » widrig r e ch t » z u Überholen, wäh­rend mehrere Frauen auf dem Weg« zur Arbeit nnr ihm ber radelten. Da» kleine Postauw fuhr den Last» iDOflen an, dessen Steuerung versagt«. Der schwere Wagen rannte gegen einen Baum, über» schlug sich und stürzt« tn den Gfranfkfgraben auf da» Poft.'.uto, da» sich e b « n f a l k » überschlagen hatte, stehrberg wurde der Schädel zertrümmert, so das, tr aus der Stelle seinen Tod fand. Durch die Erplosion de» Benzintank» gerieten di« Wagen und di« Ladungen in Brand Die Feuerwehren von Lindenberg und Mahlow, die zu Hilfe gerufen wurden, muhten lang« Schtauchle tungen nach d.rn Rieselsekdern legen, um da» Feuer (6|dxn zu fönren.

Sonntag den t*orm