K*>
«»
j, der immer <w^ auseümnder auch
W
1, Itnnben „ e werden w
mb bi- v!n- Utp^ un?£lu,illi9e -r st xsr rÄs ■
•jäS z O lchon er.
■ 1 und di- *h kUb der fereS’fleruhne
Lr »; k.E kürzester >' g°b der hie. £od)er, der ^°t°chritze die D? der ' Mi. durch "rundes iftfa
en.
dem Sin. Ate ist mu ■lc ernte ist tm ■"• Sie Aus. lwnchr bis auf treten jedoch
M daß
Gilt außRlcflt 1 W geringen Kiragenach mrnen brstch:, 'ören. 6o wurde Steigerung aus Jbt>t ^geben. den Imchämen chast lieg« imb erung vvllMg
Iu3 der jüngsten t Hfl. folgender kr Döcher aus erteilt, sm den i 45 Kubidneier inbruch am Eich, dabei zur Pflicht nach j^enbißung rngsrnäßigen Zu» pro Kubikmeter Sie ©arten» he durchgefüHrk notweMgen De- -Kommission ien bett. Grund-
Lin Gesuch des rstellung der zu seinem ton inbe md oorcrst je bis die davor
Stadt zu bebaut fweiden werden nb Siunevaid i den gleichen Sachtpreis b^ ichter 1500 Mart bcr Fahrge-
c zu Ä b so gab ich w11 )den Ossizi« M Mögliche für das t du bitte« >
’fpr noch ® Sner
TTl 8*"
'ich doch Kf'
KLM,
Ld, d-r ",
*.Äi* ®ÖU •sS* denm Ar- Ite u^Listi-h
: SUmde ^Leid?
Z7K
ichtIch Ü>E
Doden er 'S»
Sß5$
mit 4«®. tftß* ÄiM
MeiM
>eL
schwindigkeit in bet Stadt Grünberg be* ichlieht der Gerneinderat, daß von einem Ein- bahnstraßenverkehr abgesehen werden soll. Das Kreisamt Sieben soll gebeten werden, dah in idrünbcrg, dem Dorsch!agc der PoUzeiverord- nung entsprechend, für Kraftfahrzeuge eine Geschwindigkeit von 15 Kilometer festgesetzt wird. — Den Landwirten von Grünberg wird das Standgeld und die Gebühr für 11 r- sprunaszeugnisse beim Austriebe von Rindvieh und Schweinen auf den hiesigen Dreh- nrärkten erlassen.
Kreis Büdn geir.
n?“ Didda, 14. Olt. Nachdem im Lause dieses wahres eine größere Zahl von Ortsnetzen durch das ülebcrlandwerk Oberhessen und einen Bautrupp der A. E. G. u m g e b a u t wurden, wird jetzt mit der Umschaltung dieser in- siandgesetzten Ortsnetze auf erhöhte Spannung begonnen. 3m Laufe der beginnenden Woche wird hier der erste Straßenzug (Bismarck- strahe—Bahnhofstraße) umgeschaltet. Gleichzeitig kommen die vorhandenen elektrischen Anschluß- neräte zur Ablieferung und tverden durch das Heberlanbtoert für die neue Spannung umgearbeitet. Die Kosten für die Auswechslung der Olühlampen sind mit Zustimmung des Provin- zialausschusses den Stromabnehmern auferlegt. Oer Dorzugspreis in Höhe von 1 Mk. für jede ouszuwechselnde Glühbirne wird von dem kleinen Manne, für den der Existenzkampf heute recht schwer ist. immer noch als starke Belastung empfunden. Weite Kreise stehen nach wie vor auf kein Standpunkt, daß durch die Umschaltung auf ebne höhere Svannung dem Stromabnehmer keinerlei Kosten erwachsen dürften.
Kreis Alsfeld.
ii Homberg a. d. O h m, 14. Ott. Zu dem Be- •id)t des ^-Mitarbeiters au* Homberg a. d. Ohm, 10. Oktober, im 2. Blatt des „Gieß. Anz." vom 11. Oktober ist folgende Vervollständigung nötig: hie Ob st Versteigerung am 9. Oktober an >er Provinzialstraf^ Homberg—Dannerod war tat eigentliche Fortsetzung der am 3D. September nfolge Streitigkeiten zwischen zwei Obstaufkäu- tetn von Grofzen Buseck und Luckau abgebroche- nen Versteigerung, wo noch etwa Vs ber Ernte übrig blieb. Tie Versteigerung begann bei Daum 13 am Hochbehälter der Arbeiterkolonie Reu- lllttchstein. Es waren etwa 25 Steigerer er» lchienen, darunter ein Obstaufkäuser der Obst- virtschaftsstelle des Kreises Luckau (Aieder- Laufitz), zur Zeit in Homberg. Nachdem Steigerer bi« Bäume angeboten hatten, bot der Aufkäufer mit feinem Angebot „und zwanzig Pfennig" fast dauernd auf jeden Baum. Dadurch war es ärmeren Leuten und Selbstverbrauchern von Aepfel- vrin (Wirten) gänzlich unmöglich, ihren Bedarf m Obst zu erhalten, da über U des Obstes von lern Aufkäufer erworben wurde. Di.ses rückftchts- lof« Aufkäufen loste bei den meisten Anwe'enden allgemeine Entrüstung aus. Di» un'xschränfte Zulassung der Obstwirtschaftsstelle seitens der Pro- dinzialstraßenverwaltung wurde sehr bemängelt Dei d:r früher stattgehabten Ob st versteige- rungderStadtHomberga. Ohm war die Obftstell« Luckau auch zugelas en, ihr Vertreter iDtttbe aber wegen dauernden rücksichtslo'en Kaufs turch die drohende Haltung der Hornberger Steigerer, die Versteigerung zu verlassen, 5um Aus- hören und Weggehen gezwungen.
Starkenburg.
TU. Darmstadt, 15. Ott. 3n der Frank- surter Straße 78 schoß der Schupobeamte L ch n e i d e r auf die dort wohnende Liesel 5 r a f t und verübte darauf Selbstmord durch kftschießen. Fräulein Kraft wurde in schwerverletztem Zustande ins Kranken» hius gebracht. Der Grund der Tat soll in rngellärten Liebesangeligei.h iten zu suchen fein.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
WSN. Wetzlar, 14. Oft. Wie bereits berichtet, beginnt am Dienstag der Berufungs- Prozeß gegen den ehemaligen Kassierer der Polksbanck Wetzlar, Drescher, der in der ersten Instanz zu 21/» Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Das Landgericht Limburg fcirb für die Dauer des Prozesses nach Wetzlar Kriegt, um bei dem immerhin bedeutenden Apparat von Zeugen und Sachverständigen Kosten zu
Seid fällt vom Himmel.
Roman von Paul Enderling.
Copyright by Carl Sünder, Verlag, Berlin.
17. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
„Warum kommen Sie erst heute damit?"
„Nehmen Sie an, daß ich den Raub erst heute teinertt habe."
„Das kommt vor, gewiß. Namenllich, wenn na» Diel verreist. Aber Sie müssen zugeben, daß sch in dieser Zeit die besten Spuren verwischt haben linnen."
„Spuren sind keine da. Der Verbrecher muß mit faMdschuhen gearbeitet haben."
Sieroening lächelte geringschätzig. „Es wären ton Spuren zu finden gewesen. Diese Herren trvitzen bisweilen bei ihrer anstrengenden Tätig- lit"
'Er hat nicht geschwitzt, verlassen Sie sich hrauf."
„11m was für Papiere handelt es sich?"
Blmsky zögerte. „Das ist hier gleichgültig."
„Litte. Ich muß alles wissen, wenn ich erfolgreich
•Arbeiten soll."
„’Rein", entgegnete der andere schroff. „Das müs- |m Sie nicht."
Sieroening zündete seinen ausgegangenen Zi- -irrenstummel wieder an. So fand er seine Ruhe tieber und bemerkte augenzwinkernd: „Wollen wir »chi erst die Frage des Vorschusses erörtern?"
M so." Blmsky zog seine Brieftasche und ent- »chn ihr einen Schein, den er auf den Tisch warf, »kille, quittieren."
Der Detektiv steckte den Schein sofort in seine nusttafche und quittierte. Sein Interesse wuchs. & mußte sich um eine große Sache handeln.
-3n welchem Hause hat der Raub ftattqefunben, Wnn ich fragen darf?"
Wieder zauderte Blinsky. „Es ist wohl nötig, daß das wissen", sagte er nachdenklich.
-Allerdings", höhnte Kiewening, über soviel An- Mverschaft lächelnd.
„3n einem Hause der Altstadt, nicht weit von der «parkasse. Obere Flußstraße."
„Stummer?"
sparen. Man rechnet mit einer Prozeßdauer von vier Tagen.
Dillkreis.
WSN. Dillenburg, 14. Oft. 3n dem benachbarten Dorfe Sechshelden fielen in der vergangenen Nacht einem Großfeuer fünf Scheunen zum Opfer. Da Verdacht der Vrandstiftung he"7 bt. w:rde die Limburger Staatsanwaltschaft noch in der Nacht benachrichtigt, die sich sofort im Kraftwagen an die Brandstelle legab und bis zum hiuügen 2lbcnd umfangreiche Ermittlungen vornahm.
MuiNäQU.
WSN. Frankfurt a.M., 13.Oktober. Heute um 18.17 Uhr wurde bei der Begegnung des Person e n z u g e s 781 mit dem O-Zug 28a zwischen Groß-Karben und Okarben eine offen- stehende Tür des Persone nzuges 7 81 0 b c r i | f e n. Bis jetzt konnte nicht festgestellt wer- den, ob die Tür sich selbst öffnete, oder geöffnet wurde. Ein 12jähriger Junge erlitt durch Glas- splitier leichte Kopverletzungen.
Kreis Limburg.
Limburg, 13. Oft. Ein im Alter von 12 wahren steßerrdes M ('• dchen lam dem H e r d- feuer zu nahe. Die Kleider fingen Feuer und das Kind wurde mit schweren Verletzungen mä Krankenhaus gebracht, wo es unter großen Qualen starb.
Forderungen der süddeutschen Landwirtschaft.
WSN. Darmstadt, 13. Oft Auf der hier abgehaltenen Konferenz der süddeut- sch en Landwirtschaftskammern tour» be eine Entschließ ung zur allgemeinen Lage der Landwirtschaft gefaßt, die u. a. besagt: „Die anhaltend ernste Wirtscha'tZlage der £anbtoiit»
schäft veranlaßt die süddeutschen Lcmdtoirtsch<»fts- kaminern, die AeichS- und Landesregierungen auf den drohenden Zusammenbruch vieler Betriebe hrnzuweifen und baldige wirksame Abhilfe zu fordern. Das Mißverhältnis der Preise sür landwirtschaftliche Erzeugnisse und Bedarfs ar tikel, die ständig steigenden Steuern und sozialen La st en und die mißlichen Arbeitsverhaltnisse müssen zwangsläufig zum '.Ruin unserer landwirtschaftlichen Betriebe führen. Wir halten es für untere Pflicht, in ernfteter Stunde auf die Anhalt- barfeit der jetzigen wirtschaftlichen Zustände der Landwirtschaft und auf die im Hintergrund stehenden Gefahren mit größtem Nachdruck bin* zuweisen und die Reichsregierung auf die ernsten Folgen aufmcrlsam zu machen, die mit einer weiteren Verschleppung von toirifamen Abhilfemaßnahmen verbunden wären.'' Ferner wurde eine Entschließung zur Durchführung des landwirtschaftlichen Notprogramms gefaßt, m der eine beschleunigte Abwicklung des Notprogramms, insondech.il zur Verbesserung der Produltioirs- und Abfatzverhältnisse. sowie weitere Mittel aus den tommenben Neichsetats zur Fortführung dieser Maßnahmen gefordert werden. In einer Entschließung zu dem Entwurf eines Gesetzes über den endgültigen Reichswirtschaftsrat vertreten die süd- deutschen Landwirtschastskammern den Stand- punft. daß sowohl in der bisherigen Zusammensetzung, als auch in der des neuen Gesetzentwurfs den berechtigten Interessen der Landwirtschaft zum größten Seil nicht Rechnung ge- tragen wird. Die Landwirtschaft müsse angesichts der Produktionsbedeutung der deutschen Landwirtschast iimerhalb der deutschen Volkswirtschaft die Mindestforderung stellen, daß ihr einDrittel derSitze im endgültigen ReichS- wirtschastsrat zugeteilt werden.
ohne besonderer Temperament spielte. Wider Er» roatten acroanh das dritte Vorrundenspiel Nord- deutschlaqd gegen Mitteldeutschland nach Verlängerung mit 2:1 (1:1). Die Norddeutschen erwiesen sich als wesentlich schneller, zeigten ein viel genaueres Zqspiel und verdanken ihren Sieg allein ihrer Ausgeglichenheit.
Oie Kußballverbandsspiele in Güddenischland.
Im Hinblick aus das Vorrundenspiel um den DFB.-Pokal fielen im gesamten Bezirk Main Hessen die-Derbandsspiele der Bezirksliga aus.
Im Bezirk Bayern gab es in der Gruppe Nordbayern eine große Ueberraschung, da der F. V. 04 Würzburg, allerdings auf eigenem Platze, der Sp. Vgg.' Fürtb mit 1:1 Toren einen Punkt abnehmen konnte. Auch der 6:2-Sieg des D. f. R. Fürth über den 1. F. E Bayreuth kommt oolllom- men unerwartet. Nur der 1. F. C. Nürnberg ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und schlug Bayern Hof 6:1.
In der Gruppe Südbayern scheint sich Wacker München 'von dem jüngst erlittenen Schreck schnell wieder erholt zu haben. Er schlug Schwaben Ulm mit 8:2 Toren. München 1860 erwies sich gegen den D. S. D. München nicht stark genug und verlor 1:4, Teutonia München rang den Bayern München immerhin ein 3:5 ab.
Fuß-all in Hessen-Hannover.
Grupp« Nv«d.
Spielvevein Kassel—Hesse-n 09 Kassel 4:1.
Spiel und Sport Northeim—S.C. 03 Kassel 0:2.
SC. Göttingen. 05—Tura Kassel 0:1.
Grupp« Süd.
Kurhejien Marburg—Borussia Fulda 1:6.
Kurhessen Kassel—Hermannia Kassel 4:3.
Handballresuttate.
Gruppe A :
Sp- D. 96 Darmstadt gegen Polizei Sp. D. Butzbach 22:1.
F. Sp. D. Fsm. gegen Spiel-Vg. Arheili- gen 5:2.
Polizei Darmstadt gegen HSV. Fsm. 20:1.
D. f. B. Friedberg gegen D. f. L. Rot-Weiß Darmstadt 3:5.
Gruppe B:
Polizei Wiesbaden gegen Hakoah Wiesbaden 4:4.
Germania Wiesbaden gegen Kastell 06 ausgefallen.
F. Sp. D. Mainz 05 gegen Sp. D. Wiesbaden 3:1.
Worinatia Worms gegen Wiesbaden S. C. 6:2.
Alemania Worms gegen Polizei Worms 2:4.
Fußball-Länderkampf Schweiz — Italien 2:3.
Dor 20 000 Zuschauern standen sich am gestrigen Sonntag in Zürich di« Länder Mannschaften der Schweiz und Italien gegenüber. Beide Mannschaften zeigten «in hervorragendes Spiel, und durch die überlegener« Technik gelang es den Italienern, einen 3:2-Sieg zu erringen.
Nademacher in Japan.
Nach lagelanger Eisenbahnsahtt ging der deutsche und Weltrekordmann im Brustschwimmen Erich Ra de macher (Magdeburg) am Samstag in Tokio zum erstenmal an den Statt. Sein Hauptgegner war natürlich der Olympiasieger T s u r u t a, der üher 100 Meter in 1:17,4 knapp vor Rademacher, der 1:18,4 benötigte, als Sieger einfam. Im 400-Meter°Brustschwimmen schlug jedoch Rademacher den Japaner Überlegen in 6:20; Tsuruta benötigte hier 6:24,5.
Tsuruta wieder vor Rademacher.
Auch in der neuerlichen Begegnung mit dem japae Nischen Olympiasieger Tsuruta mußte Ericlt Rademacher sich in Tokio gestern geschlagen bekennen. Diesmal trafen sich die besten Brustschwimmer der Welt über 200 Meter. Tsuruta übernahm infolge seiner größeren Anfangsgeschwindigkeit sofort die Führung, während Rademacher in einem Abstand von etwa fünf Meter folgte. Bei 150 Meter setzte der Deutsche zu einem fabelhaften Endspurt ein, aber, wie in Amsterdam getan" es ihm nicht, den in 2:52,6 siegenden Japaner ganz einzuholen.
du etwa meine Geschäftsgeheimnisse?" Er drohte mit geballter Faust.
,Lch verbitte mir das Du", tagte sie frech. „Wir haben nicht zusammen Schweine gehütet. Und vielleicht ist mein Gewissen reiner als Ihres." Den Besen als Schutzwaffe vor sich haltend, verließ sic bas Nebenzimmer.
„Sie wird noch heute rausgeschmissen", stöhnte Kiewening. „Aber vorher kriegt sie den Buckel voll- geschlagen."
-.Davon würde ich abraten. Aber in Zukunft besprechen wir uns anderswo, nicht in diesem Idyll."
Es läutete in bestimmten Abständen dreimal.
Kiewening verließ das Zimmer und kam gleich danach mit Martha Rebmann zurück. Sie begrüßte den Fremden flüchtig und fragte Kiewening, was denn vorliege.
Kiewening stellte vor: „Herr Brod — wenigstens für uns. Fräulein Rebmann, meine tüchtigste Kraft."
Blinsky musterte sie ungeniert. ,,Sie fuhren im Auto zum Wald hinauf, nicht wahr? Wann war es doch gleich?"
Sie sah ihn verblüfft an.
„War das auch eine Geschäftstour? Ich meine: steht der betreffende Herr unter Beobachtung des Okulus?"
Ein scheuer Blick Matthas flog zu Kiewening hinüber. „Nein", sagte sie fest..
„Schade. Das hätte mich interessiett". meinte er mit verkniffenem Lächeln. „Na, es ist ja auch so ^anz wertvoll. Aber nun zur Sache. Erftären Sie."
Kiewening nahm wieder Platz und setzte Martha die Sachlage auseinander. Er schloß: „Sie haben doch Verbindung mit dem Arbeitsamt?"
„Verbindung? Höchstens durch meinen Witt, der dort vorübergehend in der Schreibstube arbeitet."
„Richtia. Dekepper ist dort. Ausgezeichnet. Sie werden ihn sofort in feiner Arbeitsstätte besuchen. Ein Vorwand wird sich schon finden. In welchem Stockwerk ist die Schreibstube?
,Lm vierten. Es ijt bas oberste. Don dort dürfte man den besten Ausblick auf die Nachbarschaft haben."
Kiewening meckerte. „Und den Einblick. Vcrgeffen Sie den Einblick nicht!"
(Fortsetzung folgt)
Turnen, Sport und Spiel.
Die deutschen Olympiasieger beim Reichspräsidenten.
Zu Ehren der deutschen Olympiasieger fand am Samstag im Sjaife des Reichspräsidenten e n Tee Empfcnz statt, zu dem sämtliche deutschen Prttsträger der diesjährigen Olympiade, der 2keichSkmrzler, der Reichswehrminisier und der Reichsminister des Innern, der deutsche Gesandte im Haag, Graf Zech, die Vertreter der beteilig'.en Ressorts, der Vorstand des Deutschen Reichsausschus'es für Leibesübungen und der Deutsche Olympi che Ausschuß geladen waren. Nachdem der Herr Reichspräsident die Vorstellung der Sieger und Siegerinnen entgegengenommen hatte, dankte dec Vorsitzende des DRA., Staatssekretär a. D. Dr. Le - Wald, dem Herrn Reichspräsidenten für die Einladung. Der Herr Reichspräsident erwiderte hierauf, daß es ihm eine besonde-e Freude bereite, die Olympiasieger und -siegerinnen zu sehen und ihnen persönlich seine Glückwünsche aussprechen zu können. Die großen Erfolge, die die deutsche Olympiamannschaft in Amsterdam errungen hat, fanden im deutschen Volke freudigen Widerhall, und er sprach namens des Reichs Dank und Anerkennung den Olympiakämpfern und dem Deutschen Olympischen 2lus- schuh, sowie dem Vorstand des Deutschen Reichs- ausschufses für die Arleit der Dordereilung und Durchführring der deutschen Beteiligung an der diesjährigen Ol-mpiade aus. Den «^ten Siegern und Siegerinnen überreichte dann der Reichspräsident mit herzlichem Handschlag die Ehren- plakett« der Reichsregierung. Diese erhielten: Frhr. v. Langen, Oberft. Kahl, Hensel, Helbig, Sttaßberger, Leucht, Frl. Ma^er, Moesch- ter, Mütter, Frl. Schrader, Erich Rademacher, Frau Radke, Engelhard und Hirschfeld. Im Anschluß hieran vereinigten sich die Teilnehmer an dem Empfang zu zwanglosen Gruppen und verblieben noch längere Zeit in angeregter Unterhaltung, wobei der Reichspräsident Gelegenheit nahm, die deutschen Sportsleute persönlich näher kennenzulernen.
Lahnfeier in -er Walhalla.
In der Walhalla bei Regensburg wurde gestern die Düste Friedrich Ludwig
Jahns feierlich enthüllt. Auf den breiten Steinstufen zur Walhalla hatten bei Beginn des Festaktes Abordnungen der Turner und Studenten mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Mit Fanfarenklängen wurde die Feier «ingeleitet. Unter dem weihevollen Gesang der Sängerriegen des Bayerischen Turneroundes zogen di« Ehrengäste, an ihrer Spitze Ministerpräsident Dr. Held, in_ den Marmorprachtbau ein, wo sie vor der Büste Jahns Krärrze niederlegten. Unter den Ehrengästen befanden sich der Vertreter der Reichsregierung, Gesandter v. Ha n iel, für die preußisch« Regierung Minister a. D. Denk, für den Reichstag Vizepräsident v. K a r d o r f f, die Vertreter der Länder und die führenden Persönlichkeiten des deutschen Turn- und Sportwesens, darunter auch Führer der Turnerschaft Oesterreichs und der Tlch<^Hofliowalci. Rach Ansprachen des Kultusministers Dr. Goldenberg«r, des Iustizrctts Dr. Fritz Thoma, München, und des Professors Dr. Oskar Berger, Berlin, des ersten Dottihenden der Deutschen Turnerschast, wurde die überwältigende Feier mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes und des Iahnmarsches geschlossen.
Fußball-Lokalkämpse in Gießen.
Das gestrige Lokaltresfen der Ligamannschaften der Spielvereinigung 1900 Gießen und des V. f. D. Gießen endete mit dem Ergebnis von 1:0 (Halbzeit 0:0) für V. f. B. Das Spiel der Ligareserven schloß mit 3:2 für D. f. D. Näheren Bericht werden wir morgen bringen.
Lim den O.F.B.-Pokal.
Die gestrige Vorrunde um den Pokal des Deutschen Fußball-Bundes brachte folgende Ergebnisse: In Stettin wurden die Vertreter des Balten- Verbandes von Westdeutschland mit 6:1 (2:1) leicht geschlagen. Die Balten konnten nur teilweise gefallen und waren nie imstande, Westdeutschland zum Letzten zu zwingen. Der Pokalverteidiger Südostdeutschland mußte sich in Frank- f u r t a. M. ebenfalls überlegen von den Süddeutschen mit 5:1 (2:0) als geschlagen bekennen. Das Resultat dieses Spieles entspricht vollauf dem Spielverlauf; die Leistungen der Südostdeutschen befriedigten wenig, während auch Süddeutschland
„Nummer sieben. Zweiter Stock. Hinterhaus. Es ist dott eine Lichtpausanstalt, wo auch künstlerische Steindrucke gemacht werden. Nach einer neuen Erfindung. Es handelt sich übrigens mehr um Experimente."
„Breite Lichtfenster also?"
Blinsky bestätigte überrascht.
„Mit Vorhängen?"
„Natürlich."
rfGs handelt sich nämlich darum, Herr Brod, ob die Wohnung von einer andern Stelle einzusehen ist. Sie roisien ja, daß die unterschiedlichen Höhenlagen unserer Straßen das bisweilen ermöglichen."
„Eine gute Bemerkung." Es klang wie: du bist gar nicht so dumm, wie du aussiehst. „Geben Sie einen Stadtplan her. Da Sie die Stadt sicher besser kennen als ich, müssen Sie überlegen, von wo bas Haus eingesehen werden kann."
Kiewening holte die Karte, breitete sie aus und fuhr mit einem unsaubern Zeigefinger bis zur oberen Flußstraße, wo er stehenblieb. „Nummer sieben kann eigentlich nur von der Kaiserstraße eingesehen werden, etwa von dem Warenhaus aus oder einem Bureau. Wohnungen sind ja dott keine. Allerdings auch hier vom Arbeitsamt der Schmelzstraße. Es ist das höchste Gebäude der Gegend und dem Warenhaus zum Teil vorgelagert/
„Schön. Dann hätten wir ja eine Spur."
„Tausend, mein Herr. Leiter. Wer verkehrt nicht alles in einem Warenhaus' und einem Arbeitsamt?"
„Es kann sich nicht um einen zufälligen Einblick handeln. Der Tater muß die GelegenheÜ genau geprüft Haden."
„Vielleicht. Haben Sie die Kriminalpolizei benachrichtigt?"
„Nein", antwortete Blinsky schnell. „Ich wünsche auch nicht, daß das geschieht." In dem Gefühl, seine Worte erklären zu müssen, setzte er hinzu: ,Hch halte nicht zuviel von ihr."
„Bravo!" schrie Kiewening. „Sie sind mein Mann. Sie sind vor die richtige Schmiede gekommen. Wir haben Fälle entdeckt, Fälle, wissen Sie! Da war hier eine alte Dame ..."
Blinsky schnitt die Geschichte mit einer energischen Handberoegung ab. „Interessiert mich nicht. Bleiben wir bei der Sache. Es handelt sich für mich nur darum, wer an jenem Mittwoch die Papiere geraubt hat. Alles andre ist meine eigne Sache."
„Es sind also wichtige Papiere? Diskrete, sozusagen?"
„3a."
Kiewening gab das weitere Ausfragen auf und griff zum Telephon. „Einen Augenblick, bitte." Er rief eine Nummer an und wartete, mit den Fingern ungeduldig auf dem Aktenbündel trommelnd.
Endlich horte Blinsky ihn in den Apparat sprechen: „Sind Sie es selbst, Fräulein Rebmann? Gut. Sie müssen gleich zu mir kommen. Quevedo wird es nicht erlauben? Sagen Sie ihm, er kann mir gut sein. Wie? Ja, sofort."
Er hing ab. „Es ist natürlich nicht Neugierde, wenn ich nach den Papieren fragte. Es wäre nur wichtig, ob es sich um Geld handelt. Man könnte bann auf Personen achten, die sich durch große Geldausgaben verdächtig machen."
„Ich glaube, das tut heutzutage nicht einmal der blutigste Anfänger. Wen riefen Sie eben an?"
„Erne Hilfskraft meines Instituts."
„Eine Dame?"
„Ja. Ein Fräulein Martha Rebmann."
„Kann sie schweigen?"
„Ich habe gefunden, daß Frauen zuverlässiger sind als Männer: sie trinken wenigstens nicht."
Blinsky entzündete eine neue Zigarette, erhob sich und ging im Zimmer auf und ab. Plötzlich blieb er an der Portiere stehen, lüftete sie, hob die Ausguckklappe und sagte mit eisiger Verachtung: „Dadurch glaubten Sie mich prüfen zu können?"
Kiewening stammelte bestürzt: „Es ist so meine Methode. Es sollte keine Beleidigung fein, Herr Brod."
Blinsky ließ die Klappe zurückfallen. ,Lst es auch nicht. Es ist nur eine Narrheit, eine Idiotie, ein veralteter, lächerlicher Kniff. Natürlich habe ich Ihr Gesicht drinnen bemerkt. Ich hatte nicht übel Lust, Ihnen die Zunge auszusttecken."
„Erregen Sie sich doch nicht über solche Kleinigkeit ..."
„Guckt man auch durch diese Tür da?" fragte Blinsky leise. „Belauscht uns dort irgendein blöder Teufel?"
Im nächsten Augenblick war er auf Zehenspitzen an der Tür angelangt und riß sie auf. Die Haushälterin fuhr aus gebückter Stellung auf.
Kiewening war mit einem Satz an der Tür. „Geh zum Kuckuck, hu dummes Luder! Belauscht


