sichern wünscht. Unter Meter Soreusfetping ist der morgigen jtdbinrttebtrahmn besondere Bedeutung beizumessen."
Oer Kanzler an die Oeutschnationalen.
Berlin. 15. Sept. lPriv>Lel. des WT2.) Im Verlauf der Deutßhnattonalen-Altwn hatte Graf Westarp durch das Auswärtige A m t dem Kanzler mitteilen lassen, er möge vor weiteren Verhandlungen in Gens zwecks Fühlungnahme mit dem auswärtigen Ausschuß des Reichstages vorübergehend nach Berlin zurückkehren. Di« Antwort des Reichskanzlers an di« Deutsch nationale Dollspartei ist laut „B. X.“ gestern in Berlin ein gegangen. Sie besagt. baß bereit- vor Eintreffen der deutschnatio- nalen Anregung die Besprechung für den kommenden Sonntag festgesetzt worden sei und die Verabredung im deutschen Interesse nicht mehr rückaängtg gemacht werden könne. Der Kanzler werde, so wird beigefügt, selbstverständlich dem Auswärtigen Ausschuß des Reichstage- zur Verfügung stehen.
Briands Haltung vom Minifierrat gebilligt.
Paris. 14. Sept. (WB.) Der Minitzerrat beschäftigte sich heute, wie das offiziell« Kommu- niqu6 besagt, mit dem Expose des Außenministers B r i a n d über die Dölkerbundstagung und seine Genfer Besprechungen. Der nächste Äabi» nett/rat tritt <rm 20. September, der nächste HU- nisterrat am 26. September zusammen
Der ,In1ranfigeant" will berichten können, daß der Winisterrat einmütig Briands Haltung in Genf gebilligt habe. 3m Einvernehmen mit dem gesamten Kabinett habe der Außenminister die Linie festgelegt, die er bei den weiteren Unterredungen wegen der Rhein- landräumung innehalten werde. Briand wird in Begleitung Loucheürs morgen vormittag 11 Uhr die Rückreise nach Genf antreten.
Italien meldet sich.
Genf. 14. Sevt. (XU.) Ueber den italienischen Standpunkt in den gegenwärtigen Räuinungsvelhandlungen wird der Xelunion von italienischer Seite folgende Mitteilung gemacht: Italien sei an den Raumungsverhandlungen u n- mittelbar interessiert, da es an dem Versailler Vertrag, dem Locarnopakt und dem Rheinlandstatut unb außerdem mit 10 v. H. an den deutschen Reparationszahlungen beteiligt ist. Obwohl Italren keine Truppen im besetzten deutschen Gebiet unterhalte, gehöre es doch zu den vier Besatzungsmächten. Wenn die Frage der Rhernlandräumung ohne Zusammenhang mrt anderen Fragen nur vom politischen Gesichtspunkt geregelt werden sollle, so würde Italien im wesentlichen den Standpunkt vertreten, zu prüfen, ob Deutschland berechtigt sei. eine vorzeitige bedingungslose Räumung des Rheinlandes zu fordern, d. h. die Feststellung, vd Deutschland seinen Verpflichtungen aus dem Versailler Vertrag nachgekommen fei.
Wenn aber die (frage der Rheinlaadräumung mit den Reparationszahlungen in Zusammen Hang gebracht werden sollte, so verlange Italien. daß im Falle einer Mobilisierung der deutschen Reparationszahlungen Italien entsprechend seinem Gesamtanteit an der deutschen Reparationsschuld auch an dieser Summe beteiligt l würde.
Ss wird ferner darauf hingewiesen, daß gegenwärtig im Erwägung gezogen werde, für den Fall einer Mobilisierung Der deutschen Reparationsschuld die Beteiligung Italiens mit 10 v.H. von vornherein zu sichern. Ebenso verlange Italien eine entsprechende Beteiligung an den Desatzungskosten, die Deutschland auch weiterhin bis zum Iahre 1935 den Besatzungsmächten zahlen soll. Grundsätzlich verlange Italien bei sämtlichen künftigen Verhandlungen die entsprechend« Berücksichtigung der italienischen Interessen.
Das Dokument existiert.
Washington, 14. Sept. (WB.) Die .,R«w Port Times" wußten heut« morgen au berichten, im Staatsdepartement sei daS im Zusammenhang mit den Genfer Besprechungen zitierte Dokument über tri« Auslegung d« S Artikel- 4 31. daS im Juli 1919 von Elementen u. Lloyd Georg« und Wilson unterzeichnet wurde, nicht bekannt. Demgegenüber wird im Staatsdepartement von autoritativer Seite er- klärt, di« Meldung der „Times" beruh« auf einem Mißverständnis. Bei der Länge der seit 1919 verstrichenen Zeit fei e- nicht verwunderlich. daß der von der Times" befragte Beamte das Dokument gestern nicht sofort in den Akten hab« finden können, heute sei jedoch seine Existenz fe st gestellt worden. An maßgebender Stelle hätten nie Zweifel darüber bestanden, daß da« Dokument in der von den Zeitungen erwähnten Form tatsächlich von Wilson unterzeichnet worden fei. Der Philadelphia -Public Ledger" erklärt, das Xotumcnt fet zwar vorhanden, könne aber von Briand nicht dazu benutzt werden, di« Vereinigten Staaten in die Debatte über tri« Fragen der Rheinlandräumung, der Reparationen und der sranzöftschen Kriegsschulden hmeinzuziehen, denn der amerikanische Dundessenat habe weder den Vertrag von Versailles ratifiziert, noch da- angeführte Dokument gutgeheißen.
Reue französische Minister.
Paris, 14. Sept. (WD.) In dem heute in Rambouillet abgehobenen Ministerrat wurde der frühere Unterstaatsfekretär für Luftfahrt, Ab- aeordneter Laurent Synac, 3um ÖuU- fahrtMinister und der Generalberichterstatter für daS Budget ün Senat. Gh r 0 n, zum H a n d e l s m i n ift er ernannt.
Die französischen Lustmanöver.
Paris, 15. Sept. (W. X) DaS geplante Manöver der Luftflotte in bei unmittelbaren ilmg gmö von Paris, gegen das wegen der damit verbundenen De'ährdung bei Bevölkerung sich zahlreiche kritische Pressestimmen erhoben hatten, ist in die Deg.md von Chartres verlegt worden. Havas berichtet aus Chartres, daß an den nächtlichen Luftmanövern infolge bei Schwierigkeit bee SteucmS bei dem unsichtigen Himmel nut Z
Wirbelstürme in Westindien und Amerika.
Zahlreiche Menschenopfer. - Verwüstete Ofischasten. - Unabsehbarer Schaden.
pari*. 14. Sept (IDB.) lieber di« Insel Dominique und den nördlichen Teil der Insel Martinique ist ein Wirbelsturm niedergegangen, der gewaltigen Schaden ange- rxdjtet hat. Rachrichten von den Inseln schien voll- ständig, da die gesamten Verbindungen noch unterbrochen sind, vier Segelschiffe wurden von dem Sturm au Land getrieben. Bisher wurde aber nur ein Todesfall gemeldet.
Die kubanische Wetterwarte berichtete um ein Uhr nachmittags, daß der tropische Orkan. der die we st indischen Inseln heimgesucht Hal, mittags seinen Kurs von Dest- nordwesl nach Jlorbnorbroeff geändert habe. Man nimmt infolgedessen an, daß Kuba nunmehr außerhalb der Gefahrzone liegt Wie die Zeitung „(El Mundo" aus San Inan berichtet, sind die Gebäude der Universität Porto Rico schwer beschädig t worden. Der Schaden wird auf 300 000 Dollar geschäht. Die Ortschaft San Zarte bei San 3tum wurde dem Erdboden gleichgemacht. Die Piers an der IDafferfront von San Iuan wurden teils 00m Sturm nmgeweht, teils durch dl« Sturmflut hlnweggespült.
DaS britische Kolonialministerium in London erhielt drei amtlich« Telegramme über brn Orkan auf den 2 nseln unter dem Winde lAntillen). die besagen: 1. Der Orkan berührte am 12. September den südlichen Teil der Insel Antigua, wo er großen Schaden an den Regierungsgebäuden. am Telcphonnetz und an bzn Privathäusern verursachte. Die Verbindungen mit den anderen Inseln der Kolonie find unterbrochen. Opfer an Menschenleben sind nicht zu beklagen. 2. Ein starker Orkan hat die Inseln unter dem Winde heimgesucht. Don den Inseln Dominica, Saint Kitts, Rewis und Montserrat sind keine Rachrichten ein- getroffen. 3. Ein Orkan von großer He.tigkeit hat am 12. September auf der Insel Dominica gewütet. Es ist noch unmöglich, den Schaden abzuschähen. Man befürchtet aber, daß er sehr bedeutend ist. Alle Deiche undMolenwur- den zerstört. Die ganze Küste hat stark gelitten. Die Verbindungen mit dem Innern sind unterbrochen.
Da die Kabel- und Radioverbindung mit Porto r i c 0 noch nicht wiederhergestellt ist, lagen gestern in Neuyork noch keine oollständioen B e - richte überdie Ausmaße desSchadens vor, den der tropische
Orkan in IDeflinbien angerichtet hat. Unvollständigen und indirekten Berichten zufolge sind in der Umgebung von San Juan (Portorico) etwa
80 Prozent der Häuser zerstört ober beschädigt worden. Hospitäler und andere große Gebäude wurden abgebetft. Bäume wurden entwurzelt und viele Kaffee-, Bananen- und Kokosnuß-Plan- tagen find vollkommen zerstört worden. Die
Zahl der loten
ist noch unbestimmt. Thomas D e n n er, der Rektor der Universität in San Juan, hat an die Associated Preß ein Hilfstelegramm gerichtet. Denner besichtigte das verwüstete Gebiet innerhalb eine» Umkreises von 7 Meilen und berichtet, daß der dort angerirytete
Schaden allein in die Millionen geht. Laut Meldungen, öle die französisch« Ka- belgefellschaft aus Haiti erhalten hat. erwartet
man dort, baß der Otfan die Stabt Cape H eitlen heute um 1 Uhr mittag# amerikanischer Zeit erreichen werde. Man schließt daraus, bah bet Orkan über die Bahama-Inseln und über bi: Reiseroute der nach Euba fahr end« Dampfer Hinwegfegen wird. Auch der Pacific» dampser „Orcoma“, auf dem der britisch« Staatssekretär Sir Austen Ehamberlain seine Erholungsreise unternimmt, befindet stch auf der Fahrt nach Cuba und bürst« in den Orkan geraten. Wie die hiesige Wetterwarte bekanntgibt, wird die W i n d st Ü r k e , die der Orkan am Donnerstag nachmittag in San Iuan erreichte, auf 15 0 Stunbenmeilcn geschätzt. Das amerikanische Rote Kreuz hat daS Aste Kreuz in Porto Rico um einen umgehenden Bericht über die Sturmschäden und um Vorschläge für die Hilfeleistung ersucht. Der Fr acht dampf er .Edith" ist. wie gemeldet wird, gestern während des Orkans unweit von San Iuan an der Küste aufgelaufen. Bevor der Orkan Porto Rico erreichte, richtete er auch auf den Dirain Island und auf Martinique großen Schaden an.
Tornado über Aebraska und Rorddakota.
Dakota Liky sRebraska), 14. Sept (BB.) Rach den bisher vorliegenden Meldungen find bei dem gestrigen Tornado im nordöstlichen Re- btasCa dreizehn Personen ums Leben gekommen, von den zahlreichen verletzten dürften viele kaum mit dem Leben davonkommen. Aus einer Jarm wurde ein kleines Kind von dem Sturm ersaht und 800 Meter weit fort- geschleudert.
Rockford (Illinois), 14. Sept. (MTB. Junt- spruch.) Der südöstliche Teil der Stadl ist von einem Tornado heimgesucht worden. Eine Stuhl- f a b r 11, die in der Bah« des Tornados lag, der über die vereinigten Staaten dahlngebranst ist. wurde f a ft völlig zerstört. Mehr als hundert Arbeiter wurden verschüttet. Die gesamte Bevölkerung von Rockford arbeitet fieberhaft, um die verletzten ju bergen. In anderen Teilen der Stadt wurden sechs Personen getötet. Das umliegende Land ist überschwemmt: der Bahnoerkehr ist unterbrochen.
Ein« weitere Meldung aus Reuh 0 rk besagt: Zwei Tornadostürme, bi« sich quer über di« weiten Gebiete RebraSkaS und Rorddakotas verbreiteten, richteten überall in ihrer Bahn
außerordentlich schwere Schäden
an. Rach ben bis heute früh ein gegangenen Meldungen, sind zumindest
20 Personen getötet
und hundert« verletzt worden. Di« Zahl der Toten wird sich wahrscheinlich n 0 ch w e i t höher stellen, da zahlreiche Ortschaften in Mitleidenschaft gezogen wurden. In W a l th i ll im Staat« RebvaSka wurden von dem Sturm vier Landschulen, di« von den Schülern besucht waren, vollständig -vernichtet, wobei mehrere Kinder umkamen und 25 verletzt wurden. Ein Sonderzug mit Aerzten und Rettungsmannschaften ist nach den älnglücksstellen abgegangen. D.« klein« Sdadt DaviS In Süd- dakvta, Di« 250 Einwohner zählte', ist nur noch ein Trümmerhaufen.
Flugzeuge teiln:fernen. Die Hebungen fanden unter Einsetzung zahlreicher Scheinwerfer und Flugabwehrgeschühe statt. Zwei Flugzeuge wurden von bm Schiedsrichtern als abg schossen erklärt Einig? von den Apparaten abgeworfene Leuchtbomben explodierten, und es wurden Vorkehrungen getroffen, daß sie beim Ausschlagen auf den Boden sofort beseitigt wurden. Um 22,30 älhr waren die nächtlichen Lustmanöver zu Ende. AIS Abschluß der Luftmanöver findet heute in Anwesenheit des Kricgsministers Painlevs in Fontainebleau ein Üebung3'llug statt.
Russische Besuche.
Baden-Baden, 14. Sept. (WTD.) Der Botschafter der 11. S. S. R., Dr. Krestinski, der sich auf der Rückreise von Kissingen derzeit in Baden-Baden befindet, stattete heute dem Reichsauhenminister Dr. Stresemann einen freundschaftlichen Besuch ab.
Berlin, 14. Sept. (Priv.-Tel.) Die _Boss. Ztg." meldet auS Stettin: Der auf feiner Urlaubsreife in Deutschland befindliche russische Außenkommissar Tschitscherin ha! heut« mittag Stettin, wo et sich seit Maickag aufhiekt, im Auto verlassen und wird am Spätnachmittag in Berlin emtreften.
König Alfons
Über das deutsche Volk.
Berlin. 14. Sept. (WTB.) König Alfons von Spanten richtete bei seiner Ankunft in Kiel an den Reichspräsidenten nachfo.g.ndes Telegramme .Rach langen Iahrrn gereicht es mir zu besonderer Genugtuung, auf meiner jetzigen Durchreise Eurer Exzellenz Vaterland wicdetzu'ehen und den regen Geist und die mustergültige Organisation sc nes urLxitfamen Volkes gewah. zu w.r^en. Zu herzlichem Sank bin ich Euer Erzellenz verpslich.et für den mir freundlichst übermittelten Gruß auf deutschem Gebiet, auch würdig« ich ganz besonders das mir errufene Entgegen- tommen seitens der Reichsbehörden aus dem Rord-Ostseelanal und grüße herzlich Eure öf- tellenz auS diesem willkommenen Anlaß.
Alfonso. König von Spanien."
Ser Reichspräsident dankte mi: fragenden Dorten: .Eure Majestät bitte ich meinen aufrichtigsten Dank für die ®rü’,« cnlgeg nnehmen zu wollen, die Sie auS Anlaß Ihrer Reise durch deutsches Reichsgebiet an mich zu richten die Güte batten. Daß Sure Majestät bicrbti so I ehrende und warm« Worte der An - 1 eHcnnung für das Dirken des deut
schen Volkes gefunden habm. gereicht mir zu besonderer Freude. Meine herzlichsten Wünsche begleiten Eure Majestät auf bem w iirren Verlaufe Ihrer Reise.
Reichtz^rä ident v. Hindenburg."
Zn Schweden.
Stockholm, 14. Sept. <WB.) Der spanisch« Kreuzer „Principe Mfonso" mit König Al- fonsvonSpanien an Bord, ging beute vormittag um 11 älhr feier vor Anker, linier dem Salut der Kriegsschiffe und der Canbbaitcn?n begab sich König Gustaf an Bord, um den hohen Gast zu begrüben. Die beiden Könige und ihr Gefolge fuhren auf der königlichen Schaluppe zum Landungsplatz, wo der Vizevorsitzende der Stadtverordnetenversammlung ben König im 21 amen der Stadt Stockholm mit einer Rede in spani cher Sprache begrüßte Im offenen Wagen begaben sich die Köitge mit Gefolge unter den Beifallskundgebungen der Menge zum Schloß.
König Alfons feat heute nachmittag im königlichen Schloß die Efeefs der hiesigen biplo- matifchen Missionen empfangen. Heute abend fand im Schloß ein Daladiner statt, an dem der Ministerpräsident mit den Mitgliedern deS Kabinetts, die Witglieber des Diplomatischen Korps mit ihren Damen unb Gefolge, die Spitzen der Behörden und führende Persönlichkeiten des intellektuellen unb wirtschaftlichen LebenS teilnahmen. Während des Mahls wechsellen die Monarchen herzlich gehaltene Reden und tranken auf bas Wohl bet beiden befreundeten Völler.
Geheimrat v. Grimm f.
Berlin. 14 Sept. (III.) Das Mitglied des ReichsbankdirektoriurnS, Geheimer Oberfinanirat Dr. (San v Trimm, ist heute im 62. Lebensjahr gestorben.
Geheimrat v. Grimm erlangte im Iahre 1893 bi« Befähigung zum Richteramt. Im Iahr« 1894 wurde er zum Amtmann am Bezirksamt in Mannhe.m ernannt. R«h längerer Beschäftigung als H.lfsarbe t:r im Ewbifcften Innenministerium wurde er Mllte des Jahres 1899 zum Oberamtmann unb Amtsvorfd^nd in Schopfheim befördert. 19C3 kam v. Grimm als kommissarischer Hilfsarbeiter an das Reichsamt des Innern. Anfang 1906 wurde er zum Geheimen Reaie- rungSrat unb Vortragerchen Rat «mannt. Im Jahr« 1907 tourbt er als ordentliches IBitglieb in bas Reichsbantdirektorium berufen. Im Jahr« 1909 erhielt er den Xitel eine» Geheimen Ober- fmanAiat«4. v. ®nmm war lang« Zeit Perfonell- chef der Rechsdant und hatte daneben das D*
zemat der Unterbringung der Anleihen, an denen bi« Reichsbank mitwirkte, so auch der Kriegsanlechen. Autzerdem bearbeitete er die ftttbit- unb sonstigen Angelegenheiten von Baden. Württemberg unb Hefnrn.
Oer Mord im Eilzug.
Dcr Täter ist identifiziert
fc« Harburger Canbesfrtminalpdljrl Ist es. afie die „B. 3.“ berichtet, gelungen, die ve r sö a l lch- kcit des mutmaßlichen Mörder, de» Direktors Jlorbmann fesiznstellen. 4# Han beit sich bei dem Verdächtigen am einen ZHährigen Albert h 0 p p, der sich feit einigen Wochen bei ent fcrnten Verwandten in ftarburg aufgrhattrn hat. dort aber seit Dienstag verschwunden ist. hops, auf den die Personalbeschreibung gan$ genau paßt, ist wegen schweren Diebstahls und Raube, bereite mehrfach und auch mit Zuchthaus ootbe- straft. Am Dienstag hatten feine Verwandten bei »hm eine Zigarrentasche gesehen, die nach der Beschreibung mit der des Ermordeten identisch zu sein scheint.
Rach Mitteilung der Hamburger Polizei dürft« sich bit des Mordes an Direktor Rorbmann bringenb verdächtige Person, bk von einem Reisenden des Schnellzuges beobachtet wurde unb in Rotenburg den Zug verließ In Hamburg aufhalten. Der m Frage fom* menbe Matrn feat, tote festgestellt werden konnte, die Dotenburger 'Bafenfixnx nt* valliert, dann aber 38 Minuten nach 12 Ufer imchls ben Bahnhof mU dem Zug nach Hamburg wieder vev- lassen. Der Mann, der etwa 35 Iahre alt beschrieben wird, soll in Rotenburg erfl&rt haben, er verrichtete Malerarbeiten, um sein Studium fortfetzen zu können.
Zu dem Morde unb über die Persönlichkeit des mutmaßlichen Täters, des Kunstschülers Albert Hopp, erfährt eine Berliner Korrespondenz- Wegen Betrügereien unb Diebstähle war Hovp zu einer Zuchthausstrafe verurteilt worden, die er in Lanaerhof bei Lübeck verbüßte. Am 12. Ianuar b. 5. entwich er aus der Anstalt in ‘Begleitung eines gewissen Ä r a a t fe . der 1901 in Wandsbek geboren ist. Seine Verwandten in Harburg, von wo er häufig »Wochenendfc hTten ' untern ahm trauten dem Du» schen nicht viel Gutes zu. Obwohl auS guter Familie stammend — fein Vater war Guksdefttzer in Asche berg bei Plön — ist Hopp bald auf Die schiefe Ebene geraten. Als er sich am Freitag voriger Woche wieder auf eine seiner Reisen begab, stahl er der Hausfrau 5 Mark. Bei der Rücll^r am Dienstag trug ein ein unruhiges und scheues Wesen zur Schau.
Di« Hausfrau gab ihm zu verstehen, daß sie es gern sehen würde, wenn er das Haus verstehe. Hopp beschwichtigte sie mit dem Bemerken, daß er ihr für die entwendeten fünf Mark da» Doppelte in die Tasche zurücklegen werde unb zog eine braune Z i a a r r e n t a s che hervor, die vorher niemand bet ihm gesehen hatte Aus ihr entnahm er da» Geld, das di« Verwandte aber ablehnte, da ihr die Herkunft zweifelhaft vvrkam. Bei früheren Gelegenbeiten hatte Hopp von seinen Fahrten größere Summen heimgebracht unb manchmal auch Schmucksachen. Am Dienstag verliest er feine Harburger Verwandten. Den Verwandten war aufgefallen, daß an der Vorderseite seines grünen Lodenmantels sich dunkle Flecken geigten, die Hopp zu verbergen bestrebt war. Man vermutet jetzt, daß es Blutflecken gewesen sind. Da anzunehmen ist, daß der nunmehr verschwundene Hopp der Mörder des Direktors Tlorbmann ist. ist eine umsasfend« Fahndung eingeleitet worden. Hopp beherrscht mehrere fremd« Sprachen, darunter russisch, englisch und holländisch.
Aus aller Well.
höhenwelkrekord eines Junkers-Ilugzevges mlf 1000 Kilogramm Rutzlast.
Die IunkerS-Werke haben, toi aus Berlin gemeldet wirb, bdm Deu.schen Luftrat einen neuen Höbenweltrekord zur Anerkennung durch bi« F. A I. (F£d6ration Aeronautique Internationale) ongemcltkl. da Dipl omi ngenieur Schin- zinger am 5mtag mit einem Iunlers-Mug- zeug der Type W 34 mit 1000 Kilogramm Nutzlast ben bisherigen Rekord von 6805 Meier um rund 1000 Meter in die Höhe zu schrauben vermochte.
Da» pof!flag)eug der *3st< de Jrante" grfunbre.
Pari s. 14. Sept. (WD.) Der Compaaie Gerate Transatlantique ist aus London die Nachricht zugegangen, daß da» vermißte P 0 st fl u g • zeug des Dampfers ,Lsle de France" 28 Meilen südwestlich von Bifhop-Nock von einem Dampfer ins Schlepptau genommen worden tft Der Pilot und jein* beiden Begleiter sind n n • verkehr 1. — öAnt spätere Meldung besagt: Da» T'üftilunjcug, das bald nach dem Start südwestlich von Bishop-Rock hatte auf See niedergehen muffen, war von einem englischen Dampfer treibend ausgefunden uno ins Schlepptau genommen worden. Zwei Stunden später risten wegen be» hohen Seeganges die Trossen, mit denen bas Flugzeug geschleppt wurde, unb alle Versuche, c» wieder aufzusinden, blieben vergeblich. Während die Besatzung mit den postiäcken an der englischen stufte abgesetzt wurde — ein Mann der Besatzung bat übrigen» Verletzungen erlitten unb mußte in» Krankenhaus übergefuhrt werden — gelang e» einem französischen Dampfer, da5 Wasserflugzeug auszusischen unb nach Brest einzufchleppen.
Schwerer KohlensänreMisbruch in der Grube
Wie aus Waldenbur g iSchlesien) gemeldet wird, erfolgte am Donnerstag nachmittag auf ber .Slückhils-Friebenz-H^lnui gs-Drube" In Rieberfeermsborf ein schwerer Kofe- lensäureausbruch. von dem 26 Arbei- ter betroffen wurden. Mit ungeheurer Gewalt erfolgte die Expl osion. durch die etwa 600 Wagen Kohlen gelöst wurden. Die Vorort arbeitenden drei Le u t« wurden verschüt- t e t und konnten bisher nicht geborgen werden. Die Kohlensäure verbreitete sich schnell In ben benachbarten Arbeitsorten, wobei weitere 23 Mann in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Rettungsmannschaften wurden sofort eingesetzt. 23 Mann konnten nach kurzer Zeit zuTaaege- fördert werden, von denen zwei In bas Kn a ppf ch aj_t -lazorett übergeführt werden mußten. An der Bergung ber drei Derfchüte teten wird fortgesetzt gearbeitet.


