Ausgabe 
14.6.1928
 
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Arcie Büdingen.

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1 Preis Ernst War?, Ruppertsburg: 2. Preise 21 ug. Lind 3.. Gonterskirchen, und Ruhl 5., Laubach; 3. Preis Hch. ^ecteL, Laudach

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trieben. Der Geschäftsgang war flott. Es wurden bau in den letzten Jahren im KrcUe wieder bezahlt für fechS Wochen alte Tiere 15 biS 1 bedeutend gehoben, irx^u die Errrchtong der

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2 idda. 13. 3unL Die diesjährige Haupt­versammlung des Obst- und Gartenbau- Verein» für den Kreis Du dingen fand hier im GasthausZur Traube" statt und war recht gut besucht. Der Dorsitzende. Ärei^öireltor Dr. Gähner (Bübingen) widmete den feit der letzten Versammlung verstorbenen Vorstandsmit­gliedern einen ehrenden Vachruf. Der Vorstand hat weiter durch Wegzug deS Pfarrer» Kahn von Ortenberg nach Lich ein fehr verdienstvolle» Mitglied verloren. Hierauf begrüßte Bürger- meister VingShaufen al» Vertreter der Stadt die Versammlung. Die Vechnungen von 1925 und 1926 und der Voranschlag für 1927 wurden nachträglich verlesen und genehmigt und bann zur Beratung deS Voranschlags für 1928 geschritten. Vach mesern ist die weitere Erwer­bung eines Anteilscheines der Oderheffi- fchen Obstwerke vorgesehen. Landesvbstbau- inspektor Pfeifer au» Darmstadt hielt bann einen Vortrag über .Die Arbeitsgemeinschaft der Obst- und Gartenbaimenossenschrtten in Hes­sen". 3n überzeugender Weife wies der Redner die unumgängliche Zusammenfassung aller klei­neren und grvsteren Eristenzen dieser Berufe zu einem Ganzen zum Kampfe gegen dic Konkurrenz deS Auslandes nach und forderte alle Obst- und Gemüsezüchter zur energischen Mitbils« zweck» Erreichung der Ziele bet Vereinigung auf. Zuletzt erstattete Obstbauinfpektot Metternich von Tübingen den Rechenschaftsbericht der beiden

3. Preis Hch. Hertel, Laubach. lbinn « n: Ehrenpreise -Ehr. Kircher. Laubach, und Demh. Höav. VuvpertSburg. 1. Preis Otto Zimmer 1., Villingen; 2. Preife

Obstwerke in Büdingen wesentlich beigetragen hat. weil sie den Obstzüchtern für den Absatz ihrer Erzeugnisse sorgt. Durch eine Unter Rügung von 6000 Mark aus dem Reichszuschuß konnte eine planmäßige Timveredlung mit den bewähr­testen Sorten im letzten Frühjahr durchgeführt werden. Sine grünliche und sachgemäße Dekämp- fung der Obstbaumschädlinge wurde in sieben Gemeinden des Kreises Dor genommen, muh aber unablässig in allen Gemeinden weitergeführt werden. 3n der Aussprache wurde hauptsächlich der Ruhen der Obstwerke In Büdingen hervor- gehoben und über die Erwerbung von Anteil­scheinen Aufschluß erteilt. Allseitig wurden die Verdienste de» Obst bauinsPertor» Wetter- n i ch durch die Gründung dieser Obstverwer» tungSstelle anerkannt und rhm von KreiSdirektvr Dr. Gähner in herzlichen Worten aufrichtiger Dank ausgebrückt mit dem Wunsche, dah eS Herrn Metternich vergönnt sein möge, noch recht lange seine unermüdliche Arbeitskraft dem Wohle des Obstbaues des Kreises widmen zu formen. Damit schloß der Vorsitzende die ebenso lefrr- reichen wie mtereffanten Verhandlungen.

Vidda. 13. 3unL Die von Zahlreichen Emwohnern des evangelischen Kirchspiel» ge­stifteten Preise zu einer Verlosung zum Besten de» Kirchenerneuerunas- fonds wurden jetzt verlost. Auf 2000 Lose kamen 250 Gewinne darunter waren wertvoll« Haushaltunas- und GebrauchSgegenstände. di« hiesige Handwerker und Kaufleute gestiftet hatten. Der Jtnngennrax der Verlosung wird etwa 900 Mark betragen Abends sand ein evaugeli- scher Familienabend in der Turnhalle statt, der sehr stark besucht war. Die Gesamt- cfnnahme dieser Veranstaltung betrug für den Kirchenbaufvnds rund 250 Mark. Die staatlich«

Qluf der Hauptversammlung der Ver­einigung lunstlerischcr Bühnenvorstande wurde zu dem heitzunrstrittenen Problem Regie und Technik" Stellung genommen. Unser Mitarbeiter hatte Gelegenheit, auherdem Autoritäten der Regietechnik über ihre Ansichten zu befragen.

3n stummer Ergriffenheit verharren bie Be­sucher eines Opernhauses, wenn tn bet Schluß- apothevse bie Schünwerfer ih Licht auf Die Hauptdarsteller lenken, und das prächtige Bühnenbild hinterläht bei ihnen emen tiefen Eindruck. Zwar ist in Den letzten Jahren der Schlichtheit des Bühnenbildes immer von neuem das Wort geredet worden: doch bie überwiegende Zahl der Theaterbesucher will die Ausstattung nicht vermissen und ist das lehrt die Er­fahrung nur von einer Vorstellung befriedigt, an der sich auch ihr Auge ergöhcm kann. Der Laie, der nie einen Blick hinter bie Kulissen getan hat. kann sich nur schwer vor stellen, welch großer technischer Apparat Aufgeboten werden must, um die Schaulust des Publikums zu be­friedigen. Während die technischen Fortschritte sich in den letzten Jahren auf Den verschiedensten Gebieten durchsetzen konnten, haben sie jedoch bis­her auf den bühnentechnischen Betrieb allzu» wenig Wirkung ausgeübt. Selbstverständlich darf sich die Technik bei einer künstlerischen Ausfüh­rung nie in den Vordergrund Drängen, sie Darf für Den Spielleiter nur ein Hilfsmittel fein. Doch must sich jeder Regisseur natürlich Der Technik bedienen, um einen reibungslosen Ablauf Der Vorstellung zu ermöglichen und dem Publikum zugleich neue künstlerische Eindrücke zu verschaffen. Immer deutlicher haben Bühnenleiter und Re­gisseure die Bedeutung der Technik für das Bühnenwesen erkannt, und in den letzten Tagen haben sich bei einer Jahresversammlung der künstlerischen Bühnenvorstande Deutschlands die künstlerischen Leiter der meisten deutschen Büh­nen in Berlin vereinigt, um sich über das Thema Regie und Technik' auszusprechen. Alle maßgebenden Persönlichkeiten stimmten Darin überein. Dast Der moDerne Regisseur sich toeit- gehenD Der Errungenschaften Der Technik be­dienen müsse, um Durch immer neue Versuche einer künstlerischen Stagnation vorzubeugen. All- xutoeniß Gourde aber bei dieser Aussprache Die schwierige Lage der Bühnenleiter berücksichtigt, denen für technische Zwecke nur bescheidene finan­zielle Mittel zur Verfügung stehen: Doch können die Bi'chnenleiter. wie der technische Leiter Der Berliner Staatstheater. Si rett ar Linnebach, unD der bekannte Regisseur Erwin Kaiser aus­führten, selbst im Rahmen ihres bescheidenen Etats mit allerlei bühnentechnischen HilsSmitteln starke künstlerische Wirkungen erzielen, wenn sie nur geschickt in der Auswahl ihrer Requisiten sind.

Vicht jeder Bühnenleiter hat unbeschränkte Mittel zur Verfügung", so erklärte Direktor Linnebach.und die neuen maschinellen Ein­richtungen der Staatsoper mit ihrer Doppel­etagenbühne, die drei Spielzonen aufweist, bilden eine Ausnahme, sind von anderen deutschen Büh­nen noch nicht erreicht worden. Wir können zwei Dekorationen übereinander aufbauen, und in sechs Sekunden können die Dekorationen auSgewechselt werden. Während wir früher zum Aufhängen von 80 Prospektzügen sieben Stunden brauchten, kann heute dieselbe Arbeit in drei Stunden er­ledigt werden. Welche Bedeutung die Technik für daS Bühnenwesen besitzt, kann man ermessen, wenn man einem Bühncnumbau auf einer ver­alteten Bühne beiwohnt. Keuchend schleppen Ar­beiter die schweren Versatzstücke herbei, an langen Schnüren werden Prospekte herabgelassen, unter Aechzen und Stöhnen die Kulissen ausgestellt, die man mit vieler Mühe befestigen und versteifen muß, und Die langen Pausen, die für einen Umbau notwendig sind, reißen den Zuschauer aus der Stimmung. Ganz anders dagegen geht es auf einer technisch mooemen Bühne zu. Mit hydraulischer Kraft werden die Dekorationen nach unten und nach oben gerollt. Mit Grauen denke ich noch daran, wie früher ein Heer von Ar­beitern die Prospekte, die oft 13 Meter hoch und 19 Meter lang waren, mühsam aufgerichtet haben. Wog doch ein solcher Prospekt manchmal an 400 Kilogramm, und Gewichte von 380 Kilo­gramm mußten emporgewunden werden, um die Aufstellung zu ermöglichen. Heute werden diese Arbeiten auf maschinellem Wege von einem Zentralstellwerk aus reguliert, und reibungslos werden die schwierigsten Umbauten bewerkstelligt. Nehmen wir nun einmal als Beispiel die Bühne

hatte der hiesige Arzt Dr Haeberlin bas medizinische Referat übernommen, daS in philo­sophischer GrundlegungDie LoSlösung des Men­schen aus den ewigen Lebensgesehen als Ver­hängnis' besprach und die Forderung erhob, daß der fortschreitenden (Sntfeelung De» Menschen ent* gegcnzuwirken fei. Don Der theologischen Seite faßte Tirektor Dr. Schweitzer von der Apo­logetischen Zentrale in Spandau da» Thema an; er trat warm für das Zufammenarbeifen von Aerzten und Seelsorgern ein.

Am Montag folgte einer Morgenandachl im Gemeindehaus, bei der Pfarrer Knodt sprach, eine Sitzung der Vereinigten Aus­schüsse, in ter eine sehr anregende Aussprache zu dem ThemaDie Auswirkungen deS Gesetzes zur Bekämpfung von Schund und Schmutz" statt­fand. Anschließend war der öffentliche Vortrag von Direktor TönjeS (Wihenhausen) überWas schuldet die Kirche den deutschen Auswanderern?" ein Höhepunkt der Tagung Deren Abschluß Be­sichtigungen der Kinderßeilanstalf Slllabethenhaus unb b< s ZanbrrinstitutS waren, bie den Nach­mittag auSsüllten.

Interessant sinb einige Zahlen aus dem Ar­beitsbereich b e r Inneren Mission, bie im Laufe der Tagung bekanntgegeben wurden. In der gesamten deutschen Inneren Million haben toir: in der Gesundheitsfürsorge 2200 Anstalten mit rund 114 000 Betten; in der Erziehung»- und Iugenbfürsorqe 1200 Anstalten mit 56 000 Betten und 2850 Krippen unb Kindergärten mit 185 000 Plätzen: in der Wirtschaftsfürsorge über 600 Heime mit 26 700 Betten und 350 Bahnhofs­missionen und Bahnhofsdienste. In ganz Deutsch­land find 41 000 Schwestern, über 4200 Diakonen unb Theologen. 12 000 anberc Berufsarbeitrr unb etwa 17 000 Hilfsarbeiter im Dienste der Inneren Mission, ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Mit­arbeiter.

Aus der Geschichte der Inneren Mission in Hessen sind folgende Gründungen hervor­zuheben : 1847 gab der sog.Blindrnfchafer" (Di­rektor Schäfer von der Blindenanstalt in Fried­berg) Die Anregung zur Gründung be» ersten Rettungsbause» in Hessen zu Kloster Arns° bürg; 1850 ries er bie Friebberger Blinben» anftalt ins Leben. 1851 und 1852 entstanden bie Rettungshäuser in Hahnlein unb Jugenheim (Rheinhessen). 1858 wurde bas Hellllche Diako­nissenhaus Eliiabethsiist in Tarmstabl gegründet, das heute 369 Schwestern zählt unb in diesem Jahre seine 70. Iahrseier beging. Die Hessen, Baden. Württemberg und die Pfalz zusammen- faffenbe Sübwestdeutsch« Konferenz für Innere Vkission wurde 1865 gegründet. 1'68 die erste hefsifcheHerberge zur Heimat" mit 52 Betten in Darmstadt. 1878 trat der Oberstes f if che Verein für Innere Mission ins Leben. Der 1879 die Gründung der Kindersteilanstalt Esisabcthbaus in Bad-Vauboim veranlaßte und heute noch Dic 1836 eröffnete GießenerVer­berge zur Heimat" betreibt 1888 wurde von Kreisen der Inneren Mission dasHessische Sonntagsblatt " herausgegeben; 1898 unser hessi­sches Bethel, die Epileptischen-Anstalt in Vieder- Ramstadt eröffnet, die heute in einem Neubau über 250 Pfleglinge ausnehmen Fann. 1900 wurde ein Krüppelheim dort angegliedert und am 18. April 1928 ein dreistöckiges Krüppelheim feierlichst eröffnet Das sind Zahlen unb Daten, die außerordentlich viel sagen und jedermann zur Mitarbeit am Werke der Inneren Mission an- regen sollten.

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LU6r «H WntDeq 9e^ Sari fSM.

Der Kamps um die Bühne Oer Zukunst

Äon Siegfried Ascher

Obecheffen.

Landkreis Gietzeu.

* D Collar, 12. Juni. Bei dem siebenten Sohne des Steinbrucharbeiters I. R., der in e zweiter Ehe lebt, au» bet breizehn Riebet her- vorgegangen sinb ein für heutige Verhält- niffc gewiß nicht alltägliches Ereignis . hat bet Herr Reichspräsibent v. Hinbenburg auf Dntrag Ehrenpatenschaft übernommen unb gestattet, baß sein Name in ba» Taus buch bet Gemeinde eingetragen werde.

Leihgestern, 13. Juni. Die dank­baren Sänger au» Westfalen brachten am Montagvormittag dem Bürgermeister und dem Heimatdichter Georg Hetz ein Ständchen. Um 11 Uhr marschierte der Gesangverein R h e i n g o l b" aus Hagen zur Wohnung be» Bürgermeisters Hetz. Hier sprachen sie bem Bürgermeister ben Dank bet Hagener bafür auS, batz Hagener Kinder wteberholt In Leihgestern gastliche Ausnahme gefunden unb batz auch bie Sanger beim Sänger- unb Trachtenfest bie Gast­freundschaft der Einwohner Leihgesterns ange­nehm erfahren hätten. Bon hier ging der Zug zu bem Heimatbichter Gg. Hetz, ben bi« Sänger ebenfalls für di« herzliche Aufnahme dankten: zu- fleich sprachen sie die Hvsfnung aus, datz die reundschaftlichen Beziehungen weiterbestehen möchten. Dg. Hetz gab seiner Freude über Die Ehrung Ausdruck unb wünschte, batz bet goldene SiegeSkranz mit seiner rotweitzen Schleife bie Gäste allezeit an ben Hüttenberg erinnern möge. Mit Festmufik wurden dann die Hagener zur Station Droßen-Linben gebracht. Nachmittag» fanb «in festlicher Umzug statt, unb bann wurde auf bem Festplatz bie bieSjähritz« Kirin«», die mit dem Fest verbunden ist. gefeiert.

C o n g (S ö n 9, 14. 3uni. In Ergänzung Dos Berichtes über Den Gesangswettstreit in Leihgestern am vorigen Sonntag ist noch mitzu- teilen, bog der hiesige GesangvereinGer­mania" unter Der vortrefflichen Leitung seines Thormeisters, Musiklehrer Fritz Leib, nut 155 Punkten auch ben Dirigentenproi» errang, lieber bie anderen bei bem Wettstreit erlangten Preise des Vereins ist schon berichtet narben.

0 Göbelnrod, 13. Juni. Den hiesigen Land­wirten wurde am Sonntagabend ein sehr anregender S3 o r t r a g über bas ThemaDie Aufzuwt des Jungviehs , geboten. Der Redner, Landwirtschaft»- rat Trautmann, Direktor des Landwirtschafts- amt» (Brünbrrg, entschied zunächst die Frage nach der besten Zuchtmethode Dabin, daß er Den Landwirten bie Reinzucht al» den besten und billigsten Weg empfahl Sodann wurden di« Faktoren besprechen. Die da» Jungtier vor unb nach der Geburt bestim menb beeinflussen, unb gezeigt, wie sie berücksichtigt werden müssen, will man einen leistungsfähigen und damit rentablen Liehbestand heranzüchten Nachdem noch einige aus Der Versammlung gestellte Fragen beantwortet waren, bnnfte der Leiter der Versamm- lung. Bürgermeister Weber, dem Vortragenden für seine klaren Ausführungen

Kreis Kriedberg

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I Beihilfe zur inneren Erneuerung der Kirche ist mit 2000 Mark bewilligt worben, so daß nun am 25. b. W mit den Arbeiten an der Kirche innen und außen begonnen werden soll.

»trete Schotten.

Laubach, 12. Juni. Auf bem heutigen Prämienmarkt war starker Auftrieb, beson­der» von Der hessischen Fleckvieh - Rasse. Al» Preisrichter waren tätig Dr. Helfert. Schotten. Kari Hahn, Bellersheim, unb Techniker 2 üs - l c, Gießen. Ergebnis Der Preisbewertung: 1. Kloss«: Aeltere Bullen: 2. Preis« bie Gemeinten Detter selb unb RölhgeS. - 1ÄL: Ist ngere Bullen: Ehrenpreise Ad. Hof­mann. Langsdorf, und Ioh. Hch 21.. Leihgestern; 2. Preife Bürgermeifter Krauß. Wetter eib. und Konrad Mohr 9^ Gambach: 3 Preise K. Bayer. Freienfeen; PH. Ärauttourn. GlaSbütr« b. Zroien- leen: W. Fabex. Leihgestern. Fr. DommerSdeim. Langsdorf. 3. Ä L: 3ungrmber: Ehren- vreife Fr. Frank unb Ioh Güniher, Laubach:

eine» größeren ötabttbcatcr». daS vormittags eine Motins nachmittag» eine Operette und abends vielleicht eine Oper hcrau-dringen will. Dieses Theater mutz selbstverständlich technisch so eingerichtet fein, daß mindestens ein zweite» Bild hinter der Bühne aufgzbaut unb heran- gerollt werben kann, wenn baS erste Bild be­endet ist. Selbstverständlich bildet die Dreh­bühne eine ausgezeichnete Lösung: ich halte sie aber bei Auffahrungen von Opern mit großem Chorpersonal für weniger geeignet alS eine Schiebebühne. Außerdem ist für ein grö­ßeres Theater ein Rundhorizont mit Beleuch­tungsanlagen unumgänglich notwendig, unb wenn die zwei Beleuchtungstürme unb bie vier De» leuchtungsbrücken ber Staatsoper, von benen bie erste allein 50 Scheinwerfer trägt, eine sehr kost­spielige Anschaffung bedeuten, fo kann maa doch auch mit bescheidenen Anlagen sehr schöne Effekte erzielen. Daß bie Modernisierung veralteter tech­nischer Einrichtungen erschwinglich ist. beweist übrigens ber Umbau de» Görlitzer Stabttheaters. ber ungefähr 300 000 Mark kostete. Dafür hat diese Bühne jetzt drei versenkbare Podien und eine vorzügliche Beleuchtungsanlage."

,An dem heutigen Stand der Technik gemessen, befinbet sich Die Bühnentechnik noch in ben Kinberschuhen", meint ber Schau­spieler unb Regisseur Erwin Kaiser.Wir müssen so weit kommen, batz bie Handarbeit beim Dühnenumbau vollständig durch Maschinencrrbeit ersetzt wirb. Schnell und lautloS müssen die Umbauten vor sich gehen, Damit illusionsstörende Pausen nach Möglichkeit vermieden werden. Selbstverständlich soll auch der moderne Re­gisseur die neuesten Hilfsmittel anwenden, und besonders der Film soll ihm dabei behilflich sein, dem Zuschauer starke künstlerische Eindrücke zu vermitteln. Daslaufende Band", da» P i s c a t o r in diesem Winter auf die Bühn« brachte, hatte ich für eine ideale Lösung; denn es ermöglicht ein blitzschnelles Auswechseln der Requisiten Bei der Form des modernen Büh­nenstückes, das zuweilen eine lockere Anein­anderreihung von kleinen Szenen ist, wird das laufende Band" nicht zu entbehren fein. Die konstruktive Bühne, mit der Piscatvr arbeitet, ermöglicht eS auch bem bescheibensten Theater, wirksame Aufführungen zu bringen. Alle Welt hielt bas Gerüst, das Piscator bei ber Ausfüh­rung von TollersHoppla, wir leben!" txr- wandjf. für äutzcrst verzwickt unb kostspielig, während es tatsächlich nur aus einigen Gas­rohren unb Leinwanbflächen zvsammengeziminert war. Wir haben Dieses Gerüst bei unseren Gast­spielen im Reich stets nut uns geführt. In wenigen Stunben haben wir e» auf den "Bühnen von Köln, Mannheim und Frankfurt aufgebaut und damit eine wirksame Aufführung ermöglicht. Die Verwendung deS FilmS bei einer Aufführung bedeutet eine außerordentliche Er­sparnis an Ausstattung, und eia sinnreich kon­struiertes Gerüst erspart viele Treppen und Po­deste. Gin Regisseur, der ein Stück mit beschei­denen Mitteln inszenieren muh. soll nicht ver­suchen. falschen Prunk vorzutäuschen, mit etwas Phantasie, einer Leinwandfläche unb einem Pro­jektionsapparat können durchschlagende künst­lerische Wirkungen erzielt werben."

Aber nicht nur ben maschinellen Betrieb, auch den Zuschauerraum will bet nwDerne Techniker grunbtegcnb ändern. Doch das Theater der Zu­kunft wirb wahrscheinlich auch nicht so aus­sehen. wie eS sich Hofrat Hetterich, ber Direktor bes Wiener Burgtheaters. Vvrstellt. Et glaubt nämlich, batz man rings um eine große Bühne vier ober fünf Säle bauen wird, die ungefähr je 1000 Zuschauer fassen können. Diese 4000 Zuschauer werden bie Aufführung nur durch riesenhafte Spiegel sehen, während grobe Laut­sprecher Dem Zuschauer DaS Wort der Schau­spieler wiedergeben werden. Der Entwurf, den Professor GropiuS für ein solche» Theater der Zukunft gemacht hat, wirkt weit nüchterner. Er will den drehbaren Zuschauerraurn schaffen, während die Bühne unbeweglich sein soll. Um ba» Parkett soll sich eine Art von Korridor ziehen, ber mit weihet Leinwand bespannt fein würde, und auf den während der Vorstellung Filme projiziert werden sollen, damit sich Der Zuschauer gewissermaßen inmitten der Aufführung befindet. Statt der bemalten Lein­wand ber Prospekte werden glatte Stoffflächen den Bühnenhintergrund bilden, und vom Zu- 'ckauerraum sowie von der Rückseite der Bühne wird Man Filmlanbschaften auf diese Leinwand werfen können.

Hch. Fr. Frank, Laubach; Fr. Ehrist 2.. Rupperts­burg; 3. Preis« Ioh. W. Frank, Hck>. Jäger 2.. Hch. Kircher, K. Otto Louth, Laubach. 5. Ä L: Junge Kühe: Ehrenpreise Ernst Horst, Rup­pertsburg: W. Krämer unb W. Döll, Laubach: 2. Preise Ehr. Immelt, Freienseen: Hch. Ainc 2.. Stockhausen; Otto Paul 2. unb Otto Zimmer 1.. Dilling en; 3. Preise Goltfr. Stein, ötitn gelaufen; Hch. Part 3., Ruppertsburg, Hch. Diehl und Hch. Hertel, Laubach. 6. Kl.: Junge Kühe in Milch: Ehrenpreis Gg. Zimmer 7.» Dillinaen; l.Prci'e Ernst Horst. Ruppert-burg. und Ehr. Immelt, 5rcicnleen: 2. Preise Ioh. Schombert und Wckh. Pitz 2., Laubach. 7. Ä L: "2 eiter« Kühe: Ehrenpreise K. Lotz, Gonterskirchen: K. Göbel und Hch. Diehl 1., Laubach; 2. Preise Ehr. Stroh unb W. Part 5., Laubach: 3. Preise Otto Paul 2., Villingen, und Hch. Aug. Gunther. Lau­bach. Außerdem wurden zahlreich« Anerkennun* gen verteilt.

r. AusDcmOhmtal, 13. Juni. DieOhmtal- stratze von Ulrichstein bis Grünberg Ist fertig ge­teert unb befindet sich nunmehr in einwand­freier Verfassung. Als Straßenbelag wurde EuphaU, ein kaltasphaltähnliches Teerpräparat, ver­wandt. Die vorjährige Teerung hatte zur Folge, daß bie Automobilisten, anstatt anderer Routen Ihren Weg durchs Ohmtal nahmen und so unsere Gegend in starkem Maße oerkehrsfördernd belebten. Zur Zeit durchziehen Händler die hiesige Gegend und suchen Leute, die sich zu gegebener Zeit mit dem Sammeln von Heilkräutern und -p fka n- z e n befassen.

r. UnterScibertenrod. 13 Juni. Der im Vogelsberg sehr bekannte Kraftwagenfuhrparkbesitzer Jakob von hier hat sein Unternehmen auf- gegeben. Damit fällt manche oortetthaftc Laft- beförderungsmöglichkeit in hiesiger Gegend fort. Be­sonder» unangenehm wird sich Diese Erscheinung im benachbarten Gilgesbachtal, von Ilsdorf bl» Feld­stücken, wo Jakob eine Prioatpostautoklnie unterhält, auswirken. Da nach ooraufgegangener Vertragskündi­gung auch diese» Transportmittel fortfallen wird.

(») Köddingen, 12. Juni. Am Samstag. Gonirlag und Montag feierte der hiesige Män­nergesangverein daS Fest feiner Fah­nenweihe, verbunden mit dem diesjährigen Sängerfest der Schalm-Antrift-Felda-San c-- Vereinigung. Auf dem Festkvmmer» am Sams­tagabend unterhielt der Mufikverein Lauterbach auf daS beste. Der Sonntag wurde mit einem gut besuchten FestgvttesDienst Durch unseren Pfar­rer SöDler eingeleitet. Wittags um 1 Uhr be­wegte sich ein imposanter Fcstzug durch die fest­lich geschmückten Stratzen unseres Dorfes. Der Festakt wurde durch eine stimmungsvoll vor- getragene Ouvertüre de» Lauterbacher Musik- vereinS eingeleitet. Hierauf folgte ein Prolog, dem sich der DegrühungSchor de» teftgebenben Verein- anschlotz. dessen vorgeschrittenes Können man auch diesmal wieder bewundern konnte. 3m Namen dec Gemeinde htetz Bürgermeister Rühl die Festteilnehmer in schwungvollen Worten herz­lich willkommen: er begrüßte oe'virderS den Protek­tor deS Festes. Geheimen RegierungSral Döck- m a n n, Schotten. He rauf weihte Pfarrer S ö b - le r in markigen Worten bic neue Fahne alS Sinnbild der einigenben Ära,le unb ber Reinheit. Sobann begrüßte ber Iubelverein unter ber Leitung feine» Dirigenien Schwand di« neue Fahne in einem herrlichen Liede. Nachdem noch ber erste Vorsitzende der Schwalm-Antrift-Felda- Sängervereinigung, Lehrer Walter, Hopfgar­ten, in zündenden Worten dem Iubelverem treu» deutsche Eängergrütze d«S ganzen Bund«» über­mittelte unb im Damen bet hiesigen Jung­frauen eine von ihnen gestiftet« Fahn«nschleif« übergeben worden war, ergriff G<cheim«r R«- gierungSrat Böck mann, vchotien, da» Wort unb feierte in schönen und begeistert aufgenomme­nen Ausführungen bi« Gewalt unb Bedeutung deS LiedeS und di« Macht deS d«utsch«n ®e- fangeS. Zum Schluss« dankt« der «rste Vor­sitzende de» Verein» der ganzen Gemeinde und allen, di« zum guten Gelingen des Feste» bei­getragen haben, im Damen de» Verein». Dann folgte ba» Singen der Bund«»- unb ber Gast­vereine. Hierbei zeigte «s sich, datz durchweg gut gearbeitet unb das deutsche Lieb gut ge­pflegt wird.

-* Oder-Schmitten, 12. Juni. Al» gestern gegen Abend ber Bürgermeister und Steindruch»- befiher Mantel Damit beschäftigt war, am Rand« seine» Bruches die Erde abzuräumen, löste sich ein Stein, und der Daraufstehende stürzte an der etmazehnMeterhohenBruchwandher- unter. Glücklicherweise fiel er auf lockere Ad- raumerbt im Bruch, Io daß der Aufprall stark ge­mildert wurde. Reden leichteren Verletzungen am Stopfe, Hautabschürfungen, Prellungen liegen nach ärztlichem Befund weder innere Verletzungen, noch Knochenbrüche vor. Obwohl der Bajallsteinbruch schon 38 Jahre von dem Besitzer betrieben wird, ist Vieser Immerhin sehr glücklich verlaufene Unfall der erst«, ber in dieser langen Zeil zu vcrzeichnen ist.

Eiche l»do r f, 15. Juni. Die Rheinfahrt de» Riddatol-Sangerdunde» am 8. Juli übte eine solch große Anziehung»kruft au», daß di« Anmkldelisten vorzeitig geschloßen werden mutzten, um eine UcberfüUung des gemieteten Dampfers $u vermelden. Die Beteiligung in einzelnen Orten be­trägt fast 15 bis 25 o f) ber gesamten Bevölkerung, ö Sichenhausen, 15. Juni. Seit einigen Tagen tritt m unserer Gemeinde derKeuchhusten so start auf, daß er zu ernsten Befürchtungen Anlatz gibt. Besonder» haben naturgemäß die Kinder bar- unter zu leiben. Bei ihnen ist ber Keuchhusten mit

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