Ausgabe 
14.5.1928
 
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Tumen, Sport und Spiel

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Berlins Börse.

Kunst und Wissenschaft.

3ba Boy-Ld t.

Die Schriftstellerin 2da Boy Ed ist, einer ßübeder Meldung zufolge, dort im Alter von 76 Jahren nach einem schweren Leiden an Herzschwäche gestorben. Mit ihr ist eine der meistgelesenen deutschen Schriftstellerinr en au« dem Leben geschieden. 3n grober ßiebc chrer hanseatischen Heimatstadt Lübeck zugetan, war sie die Verkörperung einer norddeutschen Sckrift- siellerin, die trotz der Herbheit chres Stil« zu scs'eln wußte. Sie schrieb fast 50 Romane, von denen ..Sin königlicher Kaufmann" 50 Auflagen erreichte. Ihre letzten Werke, .Da« Martyrium der Charlotte von Stein" und ihre historisch- biographischen Studien über Charlotte von Kalb zeigen, wie tiefschürfend die geistreiche Frau den von ihr gewählten Vorwurf zu behandeln verstand. Deutschland verliert in ihr eine der fruchtbarsten Schriftstellerinnen.

Berlin. 14. Mai. 3m heutigen Vormittags- verkehr konnte man im allgemeinen noch eine recht freundliche Stimmung beobachten. Beson­ders die feste Haltung einiaer Spezialpapiere (Kunstseideaktien) hatten eine Anregung geboten. Auch lagen sonst ungünstige Momente nicht vor. Ferner waren die Betrachtungen in der Presse recht optimistisch gehalten und betonten besonders, daß die Situation an den Effektenmärkten in

und westlichen Reichsteifan weiter fortgeschritten, al« in den östlichen, wo auch sonst die Vegeta­tion noch im Rückstände ist. Die Bestellung der Sommers rächte ist in den meisten Teilen de« Reichs bereit« zu Ende geführt. Das Sommer­getreide ist. begünstigt durch da« warme "Detter zu Ende April, bisher in zufriedenstellender "Dei.se ausgelaufen. Die Bestellung der Hack­früchte ist in vollem Dange: bei den Kartoffeln sind die Destellungsarbeiten bereits größtenteils beendet. Unter Zugrundelegung der Zahlen­noten. 2 --- gut. 3 = mittel. 4 = gering, er­gibt sich im Reichs durchschnitt folgende Begut­achtung: Winterweizen 2.9 (Vormonat 3.2), "Dinterspelz 2.4 (2.6). Winterroggen 3,1 (3.3), Wintergerste 31 (3.3). Klee 3.0. Luzerne 2,7, DewätterungSwiesen 2,6, andere Wiesen 3.0. Dl« durch Auswinterungsschäden bedingten Umpflü- gungen sind zwar etwas umfangreicher als im Vorjahre, hielten sich aber zumeist noch in mäßigen Grenzen.

Lazard Speyer-Ellissen Komman- ditgesellschaft auf Aktien in Frank­furt a. M. und Berlin. Die Lazard-Speyer- Ellissen Kommanditgesellschaft auf Aktien in Frank- furt a. M. und Berlin ist nunmehr mit einem Korn- mnnbitfapital von 20 Mill. Mk. unb einer offenen Reserve von 5 Mill. Mk. konstituiert worben. Verlegung veS frankfurter VießmarkteS.

Lpb. Frankfurt a. M., 12. Mai. Wegen des Hirnmelfahrts- und Pfingstfestes finden folgende Verlegungen der Vieh- und Fleisch- märtte statt: 1 von Donnerstag, 17., auf Mitt- wo ch, 1 6. M ai; 2. von Montag, 28., auf Diens­tag, 2 9. Mal.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 14. Mai. Tendenz un­einheitlich. Zu Beginn der neuen Woche blieb die Stimmung im Grundtvn zwar unverän­dert freundlich. Seitens der Speku­lation machte sich jedoch, wie schon im Ver­laufe der Samstagbörse, nach den Käufen der vorhergegangenen Tage stärkeres Reali- sationsbedürfnis bemerkbar. Das Aus­land kaufte auf den verschiedenen Marktge­bieten weiter, so daß die Kursentwicklung im Vergleiche zu den Schlußkursen von Samstag uneinheitlich war. Ungünstig ausgenommen wurde der merkliche Rückgang in der Ruhrkohlensör« derung. Anderseits verwies man auf die Zu­nahme der Spareinlagen in Deutschland. Der Geldmarkt blieb zwar relativ leicht, zumal gegen Zahltag werden, obwohl die vergrößerten Engagements stärkere Reportgeldforderungen verursachen, keine Schwierigkeiten erwartet. 3m Vordergrund des Interes'es stan­den die Zellstoffwerte, von denen Wald­hof 6 Proz. höher eröffneten. Ferner waren Reichsbank nach ihrer "Abschwächung am Sams­tag wieder 3 Proz. fester. Am Montan- markt konnten Phönix 1,75 Proz.. Rheinstahl 1,5 Proz., Stahlverein 2,25 Proz. anziehen, wäh­rend Rheinische Braunkohlen im Angebot und 4 Proz. schwächer lagen. Arn Elektromarkt herrschte großes Angebot. Gesfürel verloren 3, Siemens & Halske 3,5 Proz. Don den Chemle­rn e r t e n waren I.-G.-Farben leicht gedrückt, doch war der Kurs andauernd Schwankungen unterworfen. Scheideanstalt lagen knapp be­hauptet. Dagegen Th. Goldschmidt mit mi­nus 5 Prozent stärker angeboten. RÜtgers- werke eröffneten 2l/e Proz. höher. Banken tagen bis 3 Proz. abgeschwächt. Autowerte verloren bis 1,75 Proz. Von Dauuntemehmungen zogen Philipp Holzmann 2,75 Prozent an. Deutsche Anleihen lagen auf Realisationen etwas schwächer. Ausländische Renten still. Für Türken bestand einige« Interesse. 3m Verlause blieb aber das Geschäft, wie schon zu Beginn, sehr still. Das Fehlen von Publikums­aufträgen machte sich bemerkbar. Ein weitere« Moment der Zurückhaltung waren die heran­rückenden Wahlen. Die Kurse bröckelten daher meist etwas ab. 3.-G.-F arben verloren 1 Proz. Waldhvf büßten 2.75 Proz. ihres anfänglichen Kursgewinns ein. Der Sah für Tagesgeld wurde im Zusammenhang mit dem morgtcn Zahltag um 0,5 auf 6 Proz. erhöht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1800, gegen London 20,106. London Kabel 4.8355, Paris 124.02. Mailand 92.62, Madrid 29,06, Holland

Mark. Tendenz: matt.

Frankfurter Schlachtvietmarkt.

Frankfurt a. TL, 14. Mai. Auftrieb: Rinder 1221 Stück: darunter 268 Ochsen. 60 Bullen, 566 Kühe, 320 Färsen: Kälber 846; Schafe 46; Schwc.ne 6603. Rinder: Ochsen: vollfleischige. oiisge- mästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 61 bis 64 Mark; ältere 56 bis 60; sonstige ooUfleiscksiqe 51 bis 55. Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 58. Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 51; sonstige vollfleischige ober ausgemästete 40 bis 45; fleischige 34 bis 39. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlacküwcrts 60 bis 64; vollfleischige 54 bis 59. Kälber: beste Mast- unb Saugkälber 75 bis 80; mittlere Mast- unb Saugkälber 68 bis 74; geringe Kälber 58 bis 67. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 54 bis 56; vollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfunb Lebendgewicht 55 bi» 57; von ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 55 bis 58; von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 56 bis 58; fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 51 bis 55; Sauen 44 bis 50 Mark. Marktverkauf: Reges Geschäft in allen Diehgattungen.

Wirtschaft.

Die amtliche Großhandelsindex­ziffer. Die auf den Stichtag des 9. Mai berech­nete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichs­amtes ist mit 140,5 gegenüber der Vorwoche (140,2) um 0,2 o.f). gestiegen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe mit 134,8 (134,3) um 0,4 v. H. und diejenige für Kolonialwaren mit 137,2 (136,3) um 0,7 v. H. angezogen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,2 o. H. auf 134,9 (134,6) gestiegen. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren stellte sich auf 158,2 (158,0).

Stand der deutschen Spareinlagen Ende März. Ende Marz 1928 betrug der Be­stand der Spareinlagen bei den deutschen Spar­kassen 5486,8 Mill. Mk., gegen 5326,8 Mill. Mk. Ende Februar. Die Zunahme stellt sich mithin auf rund 160 Mill. Mk. gegen 142,7 Mill. Mk. im Fe- bruar. Die Giro, Scheck-, Kontokorrent- und De- positeneinlagen stellten sich am 31. März 1928 auf 1284,1 Mill. Mk. gegen 1291,4 Mk. am 29. Fe­bruar 1928.

Saaten st and im Deutschen Reich Anfang Mai. Heber den Stand der Futter­pflanzen und Wiesen im Reiche lauten die Be­gutachtungen noch ziemlich verschiedenartig. 3m allgemeinen ist die Entwicklung in den südlichen

9; Weizen- und Roggenstrvh. draht- gepreßt. 4,75. Weizen- und Roggens! roh. ge­bündelt, 4; Treber lgetrocknet) 19,50 bi« 19,75

Große Erfolge des Turnvereins1846 Gießen

Ausscheidungskälnpfc im Schwimmen für das Deutsche Turnfest in Köln

Mit dem Abschnelden seiner Schwimmer und Schwimmerinnen bei den gestrigen Ausschei bungstämpfen für Köln, die in Darmstadt stattfanden, kann der To. v. 1 846 Gieße n sehr zufrieden sein. Nur die Besten des großen 9. Mit telrheinkreises hatten sich einaefunden, um ihre Teil­nahme am Deutschen Turnfest zu erkämpfen Aus sieben belegten Wettkämpfen konnte 18 4 6 Tie­tz e n fünfmal als erster Sieger heroor- gchen und darunter drei neue D.-T.-Rekorde er­zielen. Die Ergebnisse:

Mehrkampf der Turner (17 Teilnehmer): 1. Sieg H. Geismar, 1846 Gießsn, mit einem Vorsprung von 20 Punkten.

Streckentauchen für Turner, 50 M e - ter: 1. Sieg H. Geismar, 1846 Gießen, 41 Se­kunden.

Streckentauchen für Turnerinnen, 4 0 Meter. 1. Sieg Frl. Hauk, 1846 Gießen, 40,4 Sekunden. D.-T -Rekord in 1927 48 Sek

100 - Meter - Brustschwimmen für Turnerinnen. 1. Sieg Tilli Arndt, 1846 Gießen, 1,36,7. D -T.-Rekord in 1927 1,40. 2. Sieg Emmy Münnich 1,42,8.

100-Meter Rücken: 2. Sieg Elly Zipp

Brust staffel für Turnerinnen 4 mal 50 Meier: 1. Sieg To. 1846 Gießen (Münnich, Reuscher, Hauk, Arndt )in 3,07,5 (D.-T.-Rekord in 1927 3,08. 2. Sieg To. Offenbach 15 Meter zurück. Darmstadt und Frankfurt a. M. belegten den 3. unb 4 Platz.

Die Siege, sowie die Erfolge des To. 1846 bet den Ausscheidungskämpfen der Turner in Mainz, wo Karl Reuter seinen Platz als 1. Kreissieger von 1927 mit einem größeren Vorsprung wieder behaupten konnte, geben Anlaß zu großen Hoff- nungen für das Abschneiden in Köln.

Deutsche Olympiamannschaft - Cowdenbeath 3:2.

Die deutsche Olympiafutzballmannschast trug am Samstag vor 15 000 Zuschauern in Leipzig ein brii- tes Uebungsspiel aegen die schottische Berufsspieler- elf Eowdenbeath-Glasgow aus. In der ersten Spiel­hälfte zeigten die Deutschen infolge des glatten Bo­dens recht schwache Le ftungen, so daß die Schotten bis zur Pause mit 1:0 in Führung gehen konnten. Nach dem Wechsel hatten die Deutschen mehr vom Spiel und siegten knapp, aber verdient 3:2.

Karlsruher Fußballverein Destham United London 4:1 (2:1).

Vor 8000 Zuschauern stellten sich die englischen Berufsspieler am Samstag in Karlsruhe dem K. F V. Sie machten einen sehr ermüdeten Ein­druck, was wohl daher kam. daß sie erst am Tage vorher gegen die englische Armee in Wies- baten angetreten waren. Andererseits hatte die Karlsruher Mannschaft, die durch ihren Mittel­läufer Groke außerordentlich verstärkt war, einen ausgezeichneten Tag. Die Engländer zeigten vorzügliche Technik, aber die vier Ersatzleute machten sich doch sehr bemerkbar. K. F. V.. ging In der 10. Minute durch seinen Mittelstürmer Links nach einem Fehler des linken englischen 1 Läufers in Führung. Kastner schoß 10 Minuten darauf unhaltbar das zweite Tor, und in der 40. Minute kamen die Engländer, die dann doch , mehr aus sich heraurgingen. durch einen Kopf- bau Cox', des englischen Mittelläufers, zu ihrem ersten Tor. das auch das einzige bleiben sollte. Bereits 5 Minuten nach dem Wechsel schoß Kastner, allerdings aus Abseitsstellung, eine weite Vorlage Finneisens zum dritten Tore ein, und wiederum Kastner war es, der in der 33. Mi­nute durch einen prächtigen Schuß, der vom Pfosten in« Tor prallte, den vierten Erfolg erzielte. Die Gäste hatten insofern noch Glück, als kurz vor Schluß ein Bombenschuß Grokes vom Pfosten ins Feld zurückprallte Selbst nach Aussage der englischen Reisebegleiter war der Sieg der Karlsruher verdient.

Süddeutsche Fußballmeisterschaft.

In der Runde der Meister wurde gestern in Stuttgart da« letzte Treffen auSgetragen. und zwar zwischen dem neuen Süddeutschen Meister, den Bayern München, unb den Stutt­garter Kickers. Beinahe hätten die Bayern bei diesem letzten Tressen ihre erste Riederlage bezogen, denn die Schwaben waren ihnen jeder­

zeit gleichwertig und hätten, wenn Ne besser geschossen hätten das spannende Treffen für sich entscheiden können. Allerdings fehlten bei den Münchenern vler ihrer besten Leute, die in der deutschen Olympiamannschatt Verwendung ge­funden batten. So endete der Kampf schließlich 2:2, nacydem München kurz nach der Pause be­reit« 2:0 geführt hatte.

In der Runde der Zweiten und Drit- t e n hatte die Gruppe Rordwest nur ein Spiel. F. Sp. V. Frankfurt war gegen den F. Sp B. 05 Mainz angetreten und lieferte ihm keineswegs ein überragendes Spiel. Offenbar hatte sich Frankfurt, nachdem es Gruppenmeister ist, die Sache diesmal etwas leicht gemacht und begnügte sich mit einem 1:0. Das Spiel F. G. 03 Ludwigshafen gegen Saar 05 Mainz fiel 7iu«. Die Gruppe Südost hatte eben­falls nur ein Verbandsfpiel, daS Wacker München und Union Böckingen zufam- menführte. Beide Mannschaften boten nur Durch­schnittsleistungen. und Wacker München gewann 2:0. Wacker wird also in seinem letzten Spiel am kommenden Sonntag noch einen Punkt wenigstens erzielen müssen, um Gruppenmeister zu werden. Bei einem Spielverlust wäre ein Entscheidungs­spiel mit dem z. Z. punktgleichen 1. F. E. Rürnberg erforderlich. Das Spiel D. f. 2. Stuttgart gegen S. C Freiburg wurde vom Verbands­spielausschuh verlegt.

Tennis dorll1sn-Zugoslav!aSelgrad4:Z.

Das Samstagfußballspiel im Berliner Post- stadion hatte nur 4000 Zuschauer angelockt, die aber Zeugen eines schönen und abweckslungsreichen Spieles wurden. Die Jugoslawin hielten das, was man sich von ihnen versprochen Halle, und bedräng­ten namentlich in der zweiten Spielhälfte das Tor der Berliner stark. Zur Pause lag Tennis Borussia mit 2:1 in Führung.

Deutsche Wasserbattmeisterschast.

Im ersten Vorrundenspiel um die Deutsche Wasserballmeisterschast 1928 standen sich am gestrigen Sonntag im Magdeburger Wilhelmsbad Spandau 04 und Magdeburg 96 gegen­über. Die Spandauer, die im vorigen Jahre die Magdeburger glatt hatten schlagen können, muß­ten diesmal mit Ersah antreten und verloren nach flottem und spannendem Kamps mit 6:3 Toren, nachdem bas Spiel beim Seitenwechsel schon 3:1 für Magdeburg gestanden hatte.

$rl Außem schlägt $r(. Lily de Alvarez

Am Sonntcg konnte der Lawn-Tennis Turnier- elub Rotweih Berlin das internationale Damen- tennisturnier beginnen. Den einleitenden Kampf bestritten Fräulein Ruth Kohnert und Frau v. Reznicek. Stark verbessert errang Fräu­lein Kohnert einen 6:3, 6:3-Sieg.

Rach dem Kreuzfeuer der Photographen be­gann das aufregende Spiel de Alvarez gegen die deutsche Meisterin Fräulein Cilly Außem. Die Deutsche spielte klar auf Punkte und buchte damit gegen die wunderschön, aber leichtsinnig spielend Spanierin den ersten Satz mit 6:3. Auch der zweite Sah zeigte dasselbe Bild. Mit 6:3, 7:5 blieb die K ö Ine rin Eillh Au'hem Sieger über die Europameisterin und zweit­beste Spielerin der Welt.

diesem Jahre wesentlich gesünder wäre. Die ft arte Zunahme der Spareinlagen im Marz und die Besserung der Arbeitsmartt* läge wurden ebenfalls beroorgehoben. Für die ersten Kurse kam es plötzlich an einigen Märkten zu starkem Angebot, das die Notierungen um meh­rere Prozent unter die Dormillagstaxe drückten. In erster Linie waren die Realisationen der Börse, die durch die Abgabeneigung unsicher gemacht wurde, die Ursache, daß das Geschäft nur wenig umfangreich war und sich auf Spezialwerte de­ck; ränkte. Die Abweichungen gegen die Sonntags­chlußbörse waren im allgemeinen nicht groß und singen selten über 3 o. H. hinaus. Fest lagen Dem- >erg und Glanzftofi (plus 11 refp. 12 o. H). So- rotti mit plus 5 o. H. Chade mit plus 4,50 Mark, auch Olavi konnten weiter anziehen. Schwach lagen dagegen Danatbank mit minus 4 v. H. Berger minus 5 v. H, Sprit werte minus 2 bis 4 o. H., Deutsche Atlanten minus 6 o. H. Auch Polyphon verloren nach Bekanntwerden des Dioidendenab- schlusses 5 v. H. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer uneinheitlich. Mazedonier bis 1 v. H. fester. Pfandbriefe still. Der Geld­markt war unverändert. Für beruunorgigen Zahltag erwartet man keine Schwierigkeiten. Im Verlaufe der Börse überwog die Abgabeneigung weiter. Man suchte nach Gründen und fand, daß einige Wirtschaftsbetrachtungen, besonders der Rechtspresse, doch mehr zur Vorsicht stimmten. Mai» verwies auch auf die gestrigen Ausschreitungen bei der Wahlpropaganda.

Frankfurt.r Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 14. Mai. Zu Beginn der neuen Woche zeigte der Frankfurter Produkten­markt eine lustlose Haltung. Da« Geschäft be­wegte sich in sehr engen Grenzen, bei bis -J 0,50 Mk. nachgebenden Preisen. So lag Roggen 0,50 Mk. und Weizen 0,25 Mk. niebriacr. 3m Einklang damit waren Weizen- und Roggen - mehle tn dem gleichen Maße gedrückt. Rur Hafer konnte sich behaupten. Es wurden notiert: Weizen 26,50 Mk.; Roggen 28,50; Hafer (InL) 27,75 bis 28,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 24,75 bis 25; Mais (gelb) für andere Zwecke 24,75 bis 25; Weizenmehl (süddeutsches, Spe­zial 0) 38 bis 39,75; Aoggcnmehl 39,50 bis 40,50; Weizcnlleie 15,75; Roggenkleie 17,50 bis 17,75; Erbsen (je nach Qualität sür Speisezwecke) 32 bis 60; Linsen (je nach Qualität für Spcisezwecke) 55 bis 105; Heu (süddeutsche Z, gut, gesund, trocken)

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent

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