Ausgabe 
13.9.1928
 
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auf feine Initiative zurück ufühven. Obwohl er vor zwei Jahren auf der Rennbahn durch einen Sturz das eine Dein unterhalb deS Knies ver­lor, gab er das Rennen nicht auf, sondern er­wies sich auch mit künstlichem Dein als toll­kühner und gefürchteter Wahrer. 2lls Mensch er­freute sich der Verstorbene allgemeiner Sym­pathie und Wertschätzung. Der schwergeprüften Familie bringt man allseits herzliche Teilnahme entgegen.

V Gedern, 12. Sept. Wie bereits gemeldet, verbrühte sich kürzlich diS dreijährige Kind des Karl Wagenbacy, hier, mit kochendem Wasser an Oberschenkeln, Leib und Rücken. Run ist das bedauernswerte Geschöpf durch den Tod von seinen entsetzlichen Qualen erlöst worden.

Äreis Alsfeld.

-er. Homberg a. d. Ohm, 12. Sept. Der heutige Schweinemarkt war mit 425 Stück Ferkeln befahren, einer Zahl, die noch selten erreicht wurde. Für 8 bis 9 Wochen alte Tiere wurden 23 bis 26 Mk. pro Kopf bezahlt. Trotz der guten Ware und trotz des prächtigen Wetters war der Marli schleppend; es hatten sich nur wenig Käufer einaefunden. Es verblieb großer Ueberstand, was sich wohl so erklärt, daß die Einlegschweine für den kommenden Winter be­reit- früher gekauft wurden.

Preußen.

Kreis Marburg.

][ Marburg, 12 Sept. Auf dem gestrigen Herbstpferdemartt waren 185 Pferde und 15 Fohlen angetrieben. Zuchtstuten kosteten 900 bis 1300, schwere Zugpferde 1200 bis 1500, Fohlen 300 bis 600 und Schlachtpferde 70 bis 150 Mark. Handel flott.

Hochschulnachrichten.

Der bekannte Internist, Universitätsprofessor Geh. Medizinalrat Dr. med. Carl v. Roorden in Frankfurt a. M., begeht am 13. September seinen 7 0. Geburtstag, v. Roordens Ar­beiten betreffen besonders Stosswechsel- und Er­nährungsstörungen, Rieren- und Herzkrankheiten. Er darf als Begründer der modernen wissen­schaftlichen Ernährungslehre in ihrer Anwendung bei Kranken gelten. Geboren zu Bonn als Sohn des in Leipzig verstorbenen Deschichtsprofessors Dr. Carl n. Noorden, studierte Carl Harko v. Noor- den in Tübingen, Freiburg und Leipzig, promovierte 1881 in Leipzig, war dann Assistent am Kieler Phy­siologischen Institut bei Hensen, später an der G l c- n e n e r Medizinischen Klinik unter Riegel und habilitierte sich 1885 an der Gießener Universität. Später trat er in den Lehrkörper der Berliner Medk- zinischcn Fakultät über, war hier Assistent an der 2. Medizinischen Klinik bei Gerhardt, erhielt den Professortitel und wurde im Herbst 1894 Chefarzt der inneren Abteilung des Städtischen Kranken­hauses in Frankfurt a. M. Bon 1906 bis 1913 wirkte v. Noorden als Ordinarius und Vorstand der 1 Me­dizinischen Klinik an der Wiener Universität als Nach­folger H. Nothnagels. Später siedelte o. Noorden nach Frankfurt über und erhielt dort die Ernennung zum ordentlichen Honorarprofessor. Der Gelehrte war Mitbegründer und Herausgeber desZentral- blatts für Stoffwechselphysiologie und Pathologie" und ist seit 1914 Mitherausgeber derTherapeuti­schen Monatshefte". Seine WerkeLehrbuch der Pathologie des Stoffwechsels",Zuckerkrankheit und ihre Bekämpfung",Die Bleichsucht",Die Fett­sucht",Beiträge zur Lehre vom Stoffwechsel", Handbuch der Pathologie des Stoffwechsels" sind in mehreren Auflagen verbreitet.

»Große Strafkammer Gießen.

f * Gießen, 11 Sept. Ein vielfach vorbestrafter Fuhrmann aus Gießen verfolgte Berufung gegen ein Urteil des Schöffengerichts, durch das er wegen Rückfalldieb ft ah ls zu lIahr Zucht- Haus verurteilt worden war. Auch die heutige Be- weisaufnahme ergab, daß er zwei alten Damen, bei denen er zur Miete wohnte und in deren Haus er sich frei bewegen konnte, Geld gestohlen hat. Seine Berufung wurde verworfen; außerdem erfolgte sofort seine Verhaftung.

Gleichfalls zurückgewiesen wurde die B e - r u f u n g eines Angeklagten, der vom hiesigen Schöffengericht wegen Urkundenfälschung zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt worden war.

Eine wettere Berufungssache wegen Derlei, tu na zum Meineid wurde vertagt. Nach dem Gutachten eines medizinischen Sachverständigen bestehen Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des vom Schöffengericht verurteilten Angeklagten. Das Gericht beschloß, über die Frage der Zurechnungs­fähigkeit einen zweiten Sachverständigen zu hören.

Wirtschaft.

Kunstseidenindustne und Konjunkturrückgang.

In den letzten Tag in wurden in der Presse mehrfach internationale Kunstseidenkonserenzen angr kündigt, die sich u. a. auch mit der Frage der Herabsetzung der Kunstseiben­preise im Anschluß an die von der British Celanese vorgcnommene Ermäßigung beschäftigen foften. Die Aachricht von der am 27. September angeblich nach Dad.n-Daden einberu'e icn Konfe­renz ist inzwischen schon dementiert worden. Dieser Tag ging nun wieder eine Meldung durch die Presse, daß eine Direktionskonferenz der zu einer Intcresscng.meinschast zusammengeschlvsse- nen Kunstseidefabrik Glanzstoff A-G., Cour- taulds und Snia Discosa für diese Woche nach Paris ein&erufen sei, die voraussichtlich zu der von der British Celanese vorgenommenen Her­absetzung der Kunst sridenpr.ise Stellung nehmen werde. Wie WTD-Handelsdienst dtzu von be­teiligter Seite mitgeteilt wird, h .ndelt es sich dabei um die übliche Derwaltungslonserenz der genannten Gesellschaften, die regelmäßig alle paar Monate stattfindtt.

Was die deutschen Kunstseidenpreise anbetreffe, so denke man bei den maßgebenden Gesellschaften g a.nwärtig an keine Herabsetzung, nachdem man erst vor kurzem drr Kundschaft mit den Treu- Rabttten entgrgengefommen sei. Man spüre allerdings auch bei der Kunstseidenindustrie den Rückg mg der Wirtschaftslage und die F'aute in der Textilindustrie, man h rite aber nach wie vor ang:sichts der Preisunterbietungen des Auslandes einen besseren Zollschuh für die deutsche Kunstseidencrzeug rng für geboten. Unter der etegnation der Wirtschaftslage hätten aber im wesentlichen nur die kleineren deutschen Kunst - feibefabriten zu leiden. Die Lage der großen und alten Werke sei durchaus gesund. Es seien bei ihnen auch keine Einschränkungen der Erzeugung beabsichtigt; in diesem Fall wüß­ten sie durch Herausbringung von neuen Spe­zialitäten immer wieder den Markt zu befruch­ten. Das sei ja der Unterschied zwischen der echten Seide, bie ein abgeschlossenes, zum Etill- stand verurteiltes Gebiet zu fein scheine, daß die Entwicklung in der Kunstseidenindustrie noch in vollem Gange sei, und daß immer noch durch Erfindung neuer und die Verbesserung alter Verfahren wesentliche Qualitätsforischritte auf dem Kunstseidengchiet zu erwarten seien.

Was schließlich die Kursentwicklung für bie Kunstseidenpapiere anbetre'fe, so sei von den Verwaltungen ja schon oft erklärt worden, daß sie darauf keinen Einfluß hätten. Ob auch das b:ut:g? Kursniveau überspannt sei oder nicht, das sei ja letzten Endes nur Der- trauenssache.

*

* Die englische Dergbaukom Mis­sion im Ruhrgebiet. Die vor einigen Tagen im Ruhrgebiet angekommenen Mitglieder dec englischen Dergbaukommission, die die Ver­hältnisse des deutschen Bergbaus an Ort und Stelle studieren soll, besuchten staatliche Berg­werke und Zechen der Harpener Bergbau A.-G. sowie der Vereinigten Stahlwerke. In Bochum sprach Dergassessor Schulz-Höing von Har­pen die Hoffnung aus, daß der In früheren! fahren gepflogene Austausch deutscher und eng­lischer Bergbauerfindungen wieder aufgenommen werden möge und daß es auf dem internatio­nalen Kohlenmarkt äu einer Verständigung kom­men werde. Der Präsident der englischen Gruppe, German, versprach, für eine solche Verstän­digung bei den Dergherren zu wirken. Diese seien unter sich noch nicht einig, eS fehle also noch an der Voraussetzung für diese Verstän­digung

Feierschichten bei der Friedrich- Aifred-Hütte in Rheinhausen. Die Direktion der Friedrich-Alfred-Hütte gibt be­kannt, daß sie mangels Aufträgen bis auf wei­teres jede Woche einzelne Betriebe feiern läßt. Die in dreiteiliger Schicht arbeitenden Betriebe ruhen von Mittwochs 10 Uhr bis Donnerstags 2 Uhr, die in zweiteiliger Schicht arbeitenden Be­triebe von Mittwochs 6 Uhr bis Donnerstags 6 Uhr. Ausgenommen von der Stillegung sind die Eisenbauwerkstätten und vorläufig auch die Drahtstraße, die Fünfhunderter-StraA und die Dreihunderier-Dtabstraße.

Aussperrung i n der München- Gladbacher Textilindustrie. Zu der nunmehr erfolgten Aussperrung der gesamten Textilarbeiterschaft im M.-Dladbach-Rheydter Bezirk erfährt WTB.-Handelsdienst, daß die Arbeitgeber erklärt haben, ihre Betriebe nach dem 1. Oktober nur dann fortführen zu können, wenn die von ihnen gemachten Vorschläge, u. a.

die bisherigen Tarife unverändert bis Ende 1929 zu verlängern, angenommen werden Die Ge­werkschaften haben demgegenüber eine allge­meine Lohnerhöhung um 15 Prozent verlangt und außerdem noch eine Reihe von Sonder- sorderungen erhoben.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 13. Sept. Tendenz: freund­lich. An der heutigen Börse erhielt sich die Rachfrage nach S pez i a l we r t en, für die sich wieder einiges Auslandinteresse ö einer!- bar machen soll. Die Stimmung war daher freundlich, doch war die Umsatztätigkeil im allgemeinen wieder ziemlicheingeschränkt, da das private Publikum sich weiterhin vollkom­men Reserve auf erlegt. Anregend wirkten aber die festen Auslandbörsen, namentlrh die an­haltende Hausse in Reuyork. Außerdem verwies man auf_ den relativ leichten Geldmaickt und den Dericht über die Arbeitsmarktlage, nach dem die Arbeitslosigkeit in der letzten Zeit keine weitere Steigerung erfahren hat. Die ersten Kurse lagen nicht ganz einheitlich, doch traten gegen gestern abend üverttn ?genb erneut Besserungen von 1 bis 2 Prozent ein. Lebhafteres Interesse bestand wieder für einige Dankwerte. Heute übernahm Danatbank die Führung und eröffneten 2,25 Prvzcnt höher. Reichsbank ge­wannen 1,25 Prozent, Berliner Handelsgesell­schaft dagegen in Reaktion auf die gestrige starke Steigerung 1,5 Proz. schwächer. Commerz- bank, Deutsche Dank, Disconto-Gesellschaft blie­ben gut behauptet. Etwa« regere Rachfrage bestand ferner am Eleitromarkt für Schuckert mit plus 3 Proz. Gesfurel mit plus 2,5 Proz. I.-G.-Farben blieben weiter vernachlässigt und im Kurse unverändert, Scheideanstalt zogen er­neut etwas an. Montanwerte lagen tolebet- fast ohne Umsatz. Rheinstahl 0,75 Proz. gedruckt. Etwas schwächer eröffneten auch die Schifs- fahrtswerte. Deutsche Anleihen waren vernach­lässigt. Am ausländischen Rentenmarkt bestand nach Anatolier wieder Rachfrage bei anziehendem Kurse. Im Freiverkehr waren Russenwerte et­was gefragt. Im Verlaufe blieb die Stimmung freundlich. Etwas lebhaftere Rachfrage bestand jetzt für I.-G.-Farben, die 1.5 Proz. anziehen konnten. Berliner Handelsgesellschaft dagegen weiter eher ang?boten und etwa 1.5 Proz. schwä­cher. Die Kursentwicklung blieb im übrigen un­entwickelt. Der Geldmarkt war trotz des morgigen Zahltages weiter erleichtert. Tägliches Geld stand zu 5,5 Proz. so reichlich zur Ver­fügung. daß erheblicher U eberschuß ver­blieb. Rnich Monategeld zu ca. 7,75 bis 8.25 Pro§. leichter. Devisen waren angeboten und schwächer. Man nannte: Mark cegen Dollar 4.1954; gegen Pfund 20,350; London-Kabel 4,9510; Paris 124.20; Mailand 92,75; Madrid 29,25. Holland 12,10.

Berliner Börse.

Berlin, 13. Sept. Im Einklang mit den festeren Aus l a n dbö r sen hatte sich im heutigen Vormittagsverkehr im Gegensatz zur letzten Zeit ein ziemlich lebhaftes Ge­schäft bei höheren Kursen entwickelt. Cs lagen Anregungen allgemeiner Art aber nicht vor, das Eintreffen neuer Orders seitens der Provinz und des Auslandes war nur spärlich, so daß zum offiziellen Beginn der Börse die erwartete Hausse ausblieb. Die ersten Kurse lagen zwar meiftenS noch immer über den gestrigen Schlußkursen, bie Kursbesserungen be­trugen aber nur selten mehr als 1 Prozent. Rur einige Spezialpapiere hatten höhere Gewinne auf- zuweisen. So konnten Bankaktien bei größeren Umsätzen 2 bis 4 Prozent gewinnen. Gesfürel waren über 5 Prozent gesteigert. Stöhr zogen um 7,75 Prozent. Polyphon um 6,5 Prozent und Evenska 13,50 Mk. an. Für letztere regte die feste Haltung an der gestrigen Londoner Börse an. Deutsche Anleihen waren ruhig. Ausländer ge­schäftslos. Rur Anatolier bei größeren Umsätzen etwas fester. Mazedonier etwa 0.75 Prozent niedriger angeboten. Der Pfandbriefmarkt war bis jetzt ohne Umsatz. Der Geldmarkt war weiter leicht. Tägliches Geld 4,5 bis 6,5 Proz. Monats­geld 8.25 bis 9 Proz. Warenwechsel etwa 67/s Prozent. Der morgige Zahltag dürfte kaum auf Schwierigkeiten stoßen und gilt schon heute als überwunden. Eine Ermäßigung des Privat­diskonts. die bereits gestern zur Diskus'ion stand, blieb auch heute durchaus im Bereich der Mög­lichkeit. Ter Verlauf schwankte, und meist traten kleine Abschwächungen ein, zumal sich das Fehlen der zweiten Hand wieder stark bemerkbar machte und die gemeldeten Millionenverluste auf der Bautzener Metall-Hütten- und Walzea-Wcrl- Ges.ll'chaft verstimmten. Lebhafter b'.icben Fe d- mühle, Charlottenburger Wasser. Danatbank, Po­lyphon und trotz eines kleinen Kursrückganges von 2 bis 3 Mk. Svenska.

K ^nksurtcr Getreidebörse.

Frankfurt a. M. 13. Sept. Bei stetigen für Mais für Futterzwecke, der 0,25 anziehen l'.gen Markte etwa behauptet. Das Geschäft ist we.terhm still, di« Rachfrage gering. Anderseits das Angebot nicht bringenö Di« Preis« bl.eben unverändert. StwaS Interesse bestand für und Futterzwecke, der 0L5 anziehen konnte. Cs wurden notiert: Weiten 1. gut. ge»

£ 6:6 1 Prozent AuSwuchS 22.60 bi$ 22X5; 21,85 b e 22; Lommärgerst«

2S:, nländi'cher 21.75 bis 22.25. Ma-.s geL für Suttcruixdc 20 25; Weizenmehl, ^deutsches Spezial 0 33 b;S 33.50; Roggenmch. 30ch0 bs 31; Weizenkletc 12,90; Rogxentte'.e 13.50. Tendenz: geschafrslvs.

Srantfurter Lchlachrvichmartt.

Frankfurt a M, 13. Sept. Auftrieb- 104 Rinder, 1264 Kälber. 436 Schafe. 782 Schweine Cs wurden notiert: Kälber Beste Mast, und Saugkälber 73 bis 77 Mk.. mittler« Mast, und Saugkälber 68 bis 72. geringe Kälber 60 bis 67. Schafe: Mastlärnmer und jüngere Mast- Hammel (Wecdemast) 46 bis 52, mittlere Mast, lamm er, älter« Masthämmel und' gei genährt« Schafr 40 bis 47. Schweine: BoÜsleckchig« Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebend­gewicht 75 bis 77, von etwa 200 bis 240 Pfund 76 bis 78, von etwa 160 dis 200 Pfund 74 bis 77, fleischige Schtveine von ettoa 120 bis 163 Pfund 70 bis 74 Mk. M arktverlauf: Schweine ruhig, geringer Ueberstand. Kälber und Schaf« ruhig, ausverkauft.

Buntes Allerlei.

Eine große BetrugsafsSre bi Dre««».

Der Bremer Kaufmann Ido Behrens hat sich umfangreicher Betrügereien schuMg gemacht, indem er, angeblich für eine Schiffahrts» gesellschaft, einer Anzahl von Fabriken groß« QUifttägc zur Lieferung von Wäschestücken er­teilte Er trat, wie von amtlicher Stell« mit­geteilt wird, in der Hauptsache als Bcaichtragter von Werken. Hotels und Pensionen auf. Die Aufträge, die er erteilt hat, belaufen sich auf eine Million Reichsmark. Bis jetzt sind etwa 300 Wechsel im Gesamtbeträge von 600 000 bte 700 000 Mk. zu Protest gegangen, so daß lich nach Ansicht der Bremer Staatsanwaltschaft die Angelegenheit zu einem der größten bis­her vorgekmmnenen DetrugSlkandale enhDi<fdtt dürste.

Verhaftungen von Reformfeinden in Afghanistan.

Aach Meldungen aus Peschaoar sind infolge Widerstandes gegen die Reformverord- nun gen König Aman Ullah« bezüglich der Beseitigung der Schleier für 5 r a uen u. a. der Moslem Saint Hazrat Sahib unb mehrere seiner Anhänger ver­haftet worden. Der Moslem war ein Glinst- ling des letzten Emirs und verfügte tn Afghani­stan über großen Einfluß. Dte Verhafteten sind von einer Truppenabteilung nach Kabul gebracht worden.

Lehle Nachrichten.

Oie zweite RäumungSbesprechring.

Genf, 13. Sept. (WD. Fmrkspr.) Die zweite Besprechung zur Klärung der Frage der R h e i u- lanbräumung hat heute vormittag wiede­rum am Sih der englischen Delegation begonnen. Deutschland ist wieder durch Reichskanzler Muller und Starttssekretär d. Schubert vertreten, die kurz nach D r i a a d, der als erster im HotelBeau Rlvage" eingetroffen war, ankamen. Driand begibt sich heute mittag 1 Uhr zur Teilnahme an einem für Freitag fest- gesetzten Ministerrat nach Paris, von wo er voraussichtlich am Sonntag nach Gens zurückreisen wird.

Schiffszusammenstoß auf der Unterelbe

Hamburg, 13. Sept. (WTD. Funkspruch.j Der nach Ofta-fien ausgehende Dampfer Klaus R i ck m e r s" hatte gestern abend auf der Unterelbe beim Pagensand einen Zu­sammenstoß mit dem von Montreal kommen­den italienischen DampferClara 6a- b out. Der Dampfer ..Klaus RickmerS" wurde dabei so schwer beschädigt, daß er in sinken - d e m Z u st a n d auf den Sttand geschoben werden mufote.- Der italienische Dampfer ist mit ein- gebfüdtem Dug in den Hamburger Hafen em gelaufen. Die Besatzung des Hamburger Dampfers wurde gerettet.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die binter den Papieren angesührten Zistern geben die Hohe der zuletzt beschlostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombarbzinSfuh 8 Prozent.

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