Ausgabe 
13.9.1928
 
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Qntfpu«, öurt, ®

nctx. Sjcrmonn. Gietzen-Desellschaft; ©<W- oti, ®iefien»®ekn!®aft 3. Preis.

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100 Silben.

schoN: M.

fob.

Alwin,

2. Preis: Wolter Öreta. Friedberg Kinze- bach, SrieZsi. Friedberg: Freymrnm. Richard, 6d>otten; Margold, Stanc G letzen »Grfelll chatt. 3 Preis: dUcnbad), Bertha. ®k*fteTv4Hfeu'' schäft.

Otto. Gietzen-Desellfchasi: ©ertn-j.

Diesren-Desellschast; Buchner Hermann.

Marte. Dieften-Dekll. . . _

Friedberg: Bterwirlh Hermann. Bad-Aauheim;

Hühnermann. Eurt, SrlcDbcrg; Kratz. Mar.Dchot-

Schreiner. IRancnne, Gletzen-Gesellt chost; Aeta- bach. Richard. Schotten, ©rün, Otto. Laubach: Adolph. Heinrich. Dietzen-Gesell schäft: Bupp. Rudolf. Friedberg: Heller. Anneliese. Schotten.

5»ainent»ercln; Kratz. Heinrich. Glctzen-Berein;

*" rotzen-Linden; Schnei dnrüller, ellschast: ®r6ningcr, Heinrich.

Dietzen-Gesellschafl, Zrmmermami. OMinna, ®ie- tzen-Damenoerein: Bellen, Helma. Grehen-Damen - verein. Koller, Louis. Ulhdrftvin. May, Luise, Bab-Aauh^mi, Hofmami. Käthe Bad-Aauheim; Breidenbach. Karl. Büdingen. Kitzler. 61,riebe, Butzbach: Stein, Karl. Ulrichstein: Kreutzer. Lina. Gietzen-Gefellschast; Scholl. Heinrich. Ulrichstein: Sakobsohn Hanrri. Gietzen-Damenverein; Stein» dauer. Fritz. Bad-Nauheim: 5ifd>. Srfna, Bad- Aauheim; Kramer. Wilhelm. Butzbach. Bretter. Margarethe. Dab-Aauheim. 2. PreiS: Weitz. Hermann, Friedberg: Schäfer. Elfriede. Dietzen»

Detollfchasi Dbrsam, Valentin Buhirnch 1. Preis: Hock. Richard. D etzen-Desellschost: Loos, Deorg, Friedberg: Zelsing. Ernst. Laubach: Wagner. <?ridb. Dietzen-Gekllschafl; Schmidt. 21te- line, Oietzen-^Dament>erehi. Fuchs. Kari. Ulrich­stein: Wendel. Hedwig. Butzbach. Hanitich. Georg. Dietzen-Verein: Blum. Ludwig. Gletzen-Gesell» : Metz, Paul. Dietzen-Verein; Walter. Sa- Friedbera: Düinbel. Heinrich. Drotzen-Lin» den: Bormuth. Alfred. Dtehen-Desellschaft. Walter. ®teta. Friedberg Kinze-

Aut Verfügung gestellt ebenso hatten Fndustrrr Handel IctoW andere Dbarer und Freunde der Kurzschril; nebst einigen Vereinen Preise ge- stiftel so datz die besten Arbeiten in den einzel­nen Ablei! mgen auch roch mit Ehrenp retten bedacht werden konnte"

Am Abend gab der Verein Marburg in den StadtfSlen eine Abendunterhaltuna. an der noch viele «swarttac Si c-ogravhen neK*n den Mar­burgern Mlnafr'c''. Der fr-ihe - Norf tzende de«

. rein« "n" :rl ur.: Br Grvl) < . tvr .

,Be»ttcrobx' al« tommill arischer Bürgermeister tätig ist. hielt die Festrede und erntete, tote alle übrigen Mitwirken den an der Abcndunter- Haltung, lebhaften Beifall Das Ergebnis des Wettschreidens ist folgende«

60 Silben 1 Preis und Ehren­preis e4>nnbmttllei. Gretel (dienen J*-cJeU- schalt: Amend. Karl, Dietzen-Verein. Vatter, Karl. Dieder-Deklllchttt: Pletz Q1I1L Dietzen- Damcnprretn. Willer-Häuser. Lrchur. Dietzen- Verein: Aeufn Paula. ®ieften£> i.r.cnt'e: ein; 1. Preis Drb. Otto. Dirfren-Verein: Wolf. Erna. Diehen-Defellscha't: Hällmaver. Walter. Dietzen-Vere-. sDied^

sch-att: Bieler Georg Friedberg. Strauch. Heins. Büdingen: Schläger. Paul. Dietzen-Verein, 2. Preis Philipp. Cma. Dietzen-GrfeMchaft: Pauly. Este. Damenoereiaa-Giesten. Dikomrft. CI» i riebe. Di etzen^Damenvereln: Horeyfeck. Äurt Dietz«,-Ver<m; Knas. Karl, Büdtng.'n: Halb- ritter. Annesirfe. Friedberg. Kieser. Lina. Da- menoer.in Dietzen. Philipp«. Friedrich. Web- berg. Frohnhäusei. Otto, Dietzen-Verein. Hof­mann. Ohfiibetb. Büdingen: 3. Preis: Odert. Marie, Sudingrn. Schrei, Eva. Gietzen-Damen- verein: Suftu», Bertha. ®n*en-Ctnb.'n; Jung. Otti. Damenverein Dabelsberger Diesren. Dlu- menauer. Dlsried.'. Damenverein C?alKl*bciacr Dietzen: Michel, Arthur Gietzen-Berein: Becker, Dilh. Ulrichstein: Rosenbaum, Irma, Dietzen» Damenverein. Ditthardt, Eharlotte. Dietzen- Damenverein: Lanio. Anni, i c fren »'Z' n m en irerv in; Aeiche. Herbert, Bad-Nauheim Stohr. Ala.

Dietzrn-Di^ellschast: Knorr, Snilf, Friedberg.

80 Silben: 1. Preis und Ehrenpreis: Siebt rt. Crnft Otto. Friedberg: Mosbach. Hein- iich. Dietzen Verein: Schöntzal«. Anion. lUrid)- flem. Beust. Helene. Laub.uch: Krehc. Herta. Dietzen-Desellschast. Vodenyeimer, Hans. Vad- Aauhtiin. Muth. Anna. Batz-^autzemi. Kröll. Lifsi. Friedberg: 1.Preis. 'Bär. Paula. Schot­ten: Hofmann, Finchen, Dietzen Damenverein. Wahren. Karl. Dietzen Verein Barth. Heinrich, Friedberg: Säger. Herta. Friedberg: Doll. Ernst. Laubach: Rathenow. Lotte. Grefrei-GefeUschast; Seniler. Wilhelm. Ulrichstein: Hübner. Emil,-

. Siinu. Christel. Dieften-Desellschaft; Ao- leiitbjl, Ferdinand. Bad-Aauheim; Rickes. Dl- friede. Butzbach; Knvtz. Mariechen, Butzbach;

1. Preis und Ehren

preis: Sack, Agnes. Dietzen-Damen verein: Wagner, Ewald. Dietzen-Verein 61: Acuter, Aennh, Diesten-Gesellschaft. 1. Preis: Thein, Aenne. Dietzen-Desc!'.schüft; Rietz. Dllv, Diesten- Damenverein. Wlrih. Frieda. Friedberg: Köhler, Heinrich. Saubach: Schäler, Otto, Büdingen: Fisch, Elfriede, Butzbach: Kollmer. Eugen. Butzbach: Wetzler. Anna. Schotten. Sack. Srwm. Dietzen- Berein: Schaaf Georg. Dietzen-Delcllfchafl: Heiberishausen, Ernst. Dietzen-Dekl.schasl, Helf­rich. Frieda. Büdingen . Keller. Dlisabe h. Wieieck: Sch<irdt. Wilhelm, Dietzen-Dcsellfchait Preutzer, Fritz. Dietzen-Gesellschaft: Hinlcl, Hellmuth, Frfedberr. Schmitz. Walter. Diesten-Dercln. 2. Preis: Seipp. Karl. Drotzen-Sinden. Bol- land, Willi. G .sten-GefeUfcha'i: Becker. August, Dreheu-Verein; Lamm. Otti, Diehen-Damenver- em: Wengandt. Marie, Friedberg: Wilhelm. Lotte. Friedberg: Kümmel. Minna. Wieleck: Herbst, 6Iib. D elien-Damenverein: Metz. Luise. Dlehen-DeseUschasl. 3. Preis: Birkenstock, Else, Friedberg. Koch. Hans. Gieften-Defellschast.

120 Silben 1. Preis und Ehren­preis. Winzer. Oskar. D.eften-Drfetttchaft; Schade. Luise. Dietzeu-Damenverein: Hock. Erich. Dieften-Geiellschasl: Theikbach, Heir^. Dietzen-

1/0 Silben. I. Preis und Ehren- prsis: Dolf. Smil. Dietzen^Deselychai.: Som­mer, Köthel. Friedberg 1. Preis Dera. Karl, D.etzen-Gefell'chasr. 2. Preis: Gantz. Karl, Frick berg: Bormuth. Georg. Bad-Aau- heim: Dries. Käthe. Bad-Aauheim.

160 Silben. 1. Preis und Shren- p reis. Sommer, Äarl, Friedberg: Dreier. Mar­tin, Friedberg: Diltmatur. Georg. Friedberg. 1. Preis: Dladigow. Elisabeth. Diehen-Damen- vevein: Aietz. Wilhelm. Gietzen-Berein. - 2. Preis: Becker, Gretel, Diesten^S^eüschatt: Bau­mann, Hugo. Dietzen Gesellschaft: Lcipold. Kurt. D.ehen-Berein: Preih. Karl. Bad-Aauheim. 3. Preis: Spies. Karl, Drotzen-Vinden.

18 0 Silben. 1. Preis und Ehren­preis : Keil, Sofrann Adam, Bad-Aauheim:

3500 erwerbslose Schauspieler.

Die Gtafs verdienen Millionen. - So gibt keinen (^ängeenachwucbs! Was die Zheaferogcnfen sagen - ^Bildhauer"' Michael Bohnen chatte keine Stimme".

Don Paul Otner-Dönee.

Unirr Mlardeter hat tue matz- Jebende i Organiiatiprun und etliche ünstlcr über die bedr^ckendr Lage der deutschen Schauspieler befragt.

Unler Lebensw lle ist stärker als unter em- pdrws Kunstgetüh. und fv werben re.r zu Hottängern'. I ngen in Berlins Hbien treten m kleinen, obskuren Tingeltangels in verrauchten Lafshäu'ern aut und hotten datz end.ch itud) untere Stunde schlagen toirdf Sv sprech«! viele engagementslos« Bühnenkünstler, von ihrem Standpunkt aus mit Aecht Fragt man die motzgebend.-n Stellen r»ct den Ur­sache« dieser ürfcheinung. so erfährt man botz «4 zuviel Schauspieler git'i obwohl der richtige künstlerische Aachwuchs seh l t. Aach Angaben der . GenoNen'a a't dent- sther Bübnenangebönger' die unzrfähr 8000 Mitglieder bcÄöt. gibt cs in Deutschland etwa 21 000 Bühiienkünstiec. von denen rund 3500 iur Zeit erwerbslos sind. Das Theater at c.nen heitzen Er stenzkampf gegen Mik Be­dränger. gegen Film. Spork und Aadio durch- zukämpsen Diele Stadt- und Londesch.-ater. die vor dem Kr eg ihr eigenes EnKmble hatten, '«hon sich gezwungeii ihre Speien zu verrin­gern. und baA.i fche.nt ihnen der Künftlevausbausch das gee gnettte Mittel zu sein. Es werden von diesen Bühnen .Th« ater gerne mschatten" gebildet, und die Zkünftler der einen Stabt sind verpflichtet, nn Dedarfssall auch in der anderen Sladt zu spielen.

.Die Aot der Schauspieler und Sänger ist grvtz", erflärt die Genossenichist. .selbst die Künstler, die über einen festen Kontrakt für diese Saison verfügen, sind oft ht arger, materieller Bedrängnis Die Mindestgagc beträgt in Ber­lin monatlich 250 Mark: in kleineren Thea­tern im Aeich kommt es ober auch vor. datz nur 100 Marl Monatsgage bezahlt wird Da« Ist nattirlich zum Leben zu wenig: die Gelder aber, die der Dc-nossenschaft zur Unterstützung der not­leidenden Künstler zur Dersügung stehen, sind karg bemessen. Sn der Spielzeit 1927 2fl erhielt sie vom Aeich nur 120 000 Mark Die De- nossenschast versucht daher aus andere Weile, diesen erwerbslosen Künstlern zu heiscn. Sie stellt au« Ihren Reihen kleinere Ensembles zu­sammen und unternimmt mit diesen Trupps Gastspielreisen durch die Provinz Branden­burg."

Das Schauspieterelend ist aber keine rein wirt­schaftliche Erscheinung Ein flroher Teil der Er­werbslosen Ist nicht für die Bühne geschaffen, in höchstem Matz untalentiert und doch der Wahnidee verfallen, für die Bühne geboren zu sein. Aber auch die Begabten bas bezieht sich hauptsächlich aus das Opernsach machen eine viel zu kurz« Lehrzeit durch. Shre Ausbil­dung ist mangelhaft und bas rächt fich bitter: darin stimmen Dr. Kapp, der Dramaturg der Berliner Staatsoper, bk Snhober der Theater­agenturen A o t h e und Hirsch und der ®c- fangSpädagvge Lange überein. Dr. Kapp meint, datz ein SängernachwuchS überhaupt nicht vorhanden fei. Bor dem Krieg war eine sechs- bi« siebenjährige Ausbildung für den Länger etwa« Selbstverständliches: seht wollen alle gleich von Ihrer Stimmt leben und denken kaum noch an ernstes Studium. Andererseits äutzert der Theatcragent Aothe die Ansicht, datz da« wirtliche Talent heule viel leichter durch­dringe alS früher: wir leben im Zeitalter der jugendlichen Karrlsren. Früher konnte der Künstler nur ganz allmählich in die Höhe kommen, während jetzt oft ein Erfolg ge­nügt. um einen berühmten Aamen zu bekommen.

Es ist bemerfenswert, datz sehr viele bekannt« Künstler und Künstlerinnen ursprünglich «ine ganz andere Laufbahn einschlagen sollten. Micha«! Bohnen sollte zuerst Bildhauer werden, wünschte lein Vater Der kleine Michael er war damals fünfzehn Sa^re alt glaubte jedoch, ein guter Säiiaer zu fein, und lieh seine Stimme pru'en Der Gefanglchrer fällte etn ver­nichtendes Urteil. Er sagte, datz Michaels kleines Organ nicht einmal über den Souffleurkasten herausreichte Aber der junge Vobnen lieft sich nicht abschrecken Aus Anraten eine- Freunde« schrieb er an die Leitung des Konlervaioriums in Köln, behauptete, er sei achtzehn Satte alt. und wurde einige Zeit spater tatsächlich xum Vor­singen eingeladen. Etwa hundert Menschen waren un Saal anwesend, als ihn der junge Bohnen betrat. Michael hatte frfxm die Absicht, kehrt- zumachen, wurde icboch von seinem Freund zum Bleiben überredet. 'Als er an die Reihe kam, hatte et mit feinem Gesang vollen Erfolg und er-

bic<l tuw Mb« Kreistet le am Konservatorium. Dtc eiltet Schritte der .Prominenten' waren nie­mals ganz le.cht Dte bekannte Sängerin der Dayrculher Fcstfptclc. Frieda Leider. Avt- plieb der Staat so per schildert tfcr-n ersten Or- folg folgen denn atzen .Es war in Halle an der Saale: ich tonte bk Venus hn .Tannbäu'.V ttnaer Erst kurz vor Beginn der Vorstellung crftwU tch das Trikot, dos ich al« Venus tragen sollte Sch hotte nicht einmal Zeit, es onzupro- bktm, stürmte aus b.e Bühne und begamt zu singen Das Trikot saft nicht gut. Die Dvldbänber die meine Fütz« umspanntr-t. lösten tzch. Aber ich sang. sang, lieft mich von nichts beirren und hatte Erfolg

Eugen Klöpfer trw in der Holzbranche ;ng ober bald satt. Er wällte Schaulp^ler werden und ging zu emcr Wandertruppe, bei der der unbekannte Klöpter ht den verfchledensten Rollen auf treten, Heitel austragen nnd auch v^le andere nicht eben künstlerisch« Aufgaben bewältigen mutzte Er er­trug aber mit gutem Humor diele Wänderjahre. Seine erste ttste Anstellung hatte er 1910 In Evi- mar: damals verdiente et 180 Mk monatlich

und war damit zufrieden, llnb deute hat ec, wie bet Theateragent Rothe mittettt allein bei ben Berliner SiaatStheatem eine Monats­gage von 1 0 000 Mark Das ist aber nur sein Aebeneinkommen. benn durch Filmen ver­dient er jährlich etwa eine Viertelmillion, und man bars oixh die Gastspiele, an denen et für einen Abend 800 Mk erhält nicht auher Acht lallen -- Trude Liske, hie erste Soubrette des Groften Schaufpirfhauses ht Berlin, hat nronailkb 3000 Akk. Gage Vor acht Sahren war fte eine kleine, tmbekann'.e Stenoltzpiflin: ll« hat ihren schnellen Ausstieg einem ganz eigen­artigen Zufall zu verdanken Sm Sahre 1920 er­schien bei dem Direktor einer Berliner Bühn« eine Stenotypistin und erklärte, datz fte ihren erlernten Berus ousgeben und snh bei der Operette betätigen wolle. Dem Direktor gefiel das jung« Ding: er engagierte «s als Oboriftin mit lvO Papiermark Geholt. Zwei Monate oeraingen. da wurde eines Tages bie Primadonna trank. Die Direttion war In grotzer Verlegenheit Eine »weite Besetzung gab es nicht, und die Vorstellung Durfte n?cht abgesagt werden Da ging Trude Liske im letzten Augenblick zum Direktor und sagte diesem, datz sie ble Rolle bet Diva übernehmen wolle, da sie diese Rolle m ihrer freien Zeit einstudiert habe. Aotgedrungen willigte die Direktion ein. Trude spielte, erntete reichen Beifall, bekam eine Gehaltsaufbesserung von 250 Papiermark und beziehl heute selbst ein Stargehalt

Dolche Zufälle sind keineswegs selten. Vor zwei Sahnen lebte ht Mitteloer der junge Zrmmermaler Luitpold D a n s l e r. Ein Fach­mann, der sich dorchin verirrt«, entdeckte die Stimme des jungen ManneS, nahm ihn nach Saarbrücken mit und Hetz den Mann dem Inten­danten des StadttheaterS vortotgen. Derlunge Mann bekam sofort an dem Saarbrücker Theater ein Engagement und ist heute alS Tenorbuffv m elften Gesang« Partien Int Braunschweiger Landesiheater tätig. Sn diesem Winter soll er auch ht Berlin fingen.

DaS Heer der stellungslosen Bühnenkünstler kann aber von der Hoffnung auf plötzlichen Auf­stieg nicht leben. Die Schauspieler müllen um jeden Preis Geld oct bienen; greifen daher nach einem jeden Sttohhalin, und es gibt gewissen» lose Menschen, die daS ausnutzen. Kleine EafL» häufcr veranstallen zuweÜert, natürlich bei Höhe» ren Preisen für Getränke und Speisen, Kabarett- vormhrungen: die auftretendenHummern wer­den aber gar nicht ober nur gering entlohnt. Sn Dreien Fällen müssen bie bedauernswerten Künstler für bte Erlaubnis, arbeiten au dürfen, noch etwas jiwnfrfen, da fte nicht ewmal Ihre Fahrttpefen ersetzt erhöhen; bie höchste Ent­schädigung, die solche Eafshäufer gewähren, be­trägt 2 bis 4 Mk. für den Abend. ..Probeaus- tteten" nennt man diese- Verfahren, unentgelt­lich Programme zu beschallen und bk notleiden­den Künstler Hollen immer fort, datz sie bei solcher Deleaenheit einem Theateragenren oder gar einem Direktor auffollen werden was sehr selten vorkvmmt. Würde man stch daran gewöhnen, al- Filmstatisten stets Schauspieler zu verwenden, so könnte man auf diese Weise den hungernden Künsllem ernt bessere, wenn auch ebenfalls sehr karge Derdknstmöglchkeit bieten. Heule werden aber die erwerbslosen Schauspieler nur ver­einzelt auf Komparserie herangezogen, und vor» läuhg Ist auch feine Aussicht vorhanden, datz m dieser Frage etwas Sntlcheidendes geschieht.

Denzel, Winni, Bad-Aauheim, Preutzer, Hein­rich, Dietzen-Gefellfchoft; Lotz. Anna. Dtehen- Gefcllschaft: Salomon, Frieda. Bad-Aauhetm; 2. Preis: Stein. Maria. Bad-Raubeim; Flam­me. Sohanna. G:rfien-Gefellfchast; Frank, Wil­helm, Bad-Aauheim. 3. Preis Glück, Hein­rich. Bad-Aauheim. Schüler. Emmi. Dietzen-D«- sellschast.

2 20 Silben 1. Preis und Ehren­preis : Wahl. Georg Dretzen^esellsch.tst: Ire- ser, Ottilie, Eleftcn-DcfeHschost; Schneider. Bru­no. Gicften-Grfellfchaft 2. Preis: Rullmann, Louis. Schotten

240 Silben. 3. Preis und Ehren­preis : MooSdorf, Kurt. Dietzen-Gesellschaft.

Schön- und Richtigschreiben (Der- kehrsschrift. 1. Preis und Ehrenpreis: Flamme Seh^nna. D.etzen-De'ellschaK; von Lem» mcrs. Fr'.edrich Dieften-Gesellfchaft. Heinbach. Richard. Schotten; Schönhals. Anwn Ulrich­stein. 1. Preis: Rullmann. Louis. Schotten; Leipvld. Kurt, Dietzen-Derein: Köhler. Hein­rich. Laubach: Katz. Wa,. Schotten. Frev­mann. A.chard. Schotten. 2. Preis. Hock, Richard. Dleften^Sefeilschatt; Aeutz. Helene. Lau- bach; Döll. Ernst. Laubach; Ph lu?vs, Erna. Dietzen-Defellschatt; Baumann Hugc,. Dieften- Gc^elllchatt; Komov Arthur. Laüoach Pre--tzcr. Heittrich, Dietzen-DescLsch^ff. 3 Preis: Wolf. Emil, Dietzen-DÄeUschatt; Breidenbach. Karl, Büd'.naen; Adolph. Heinrich. Gieften-De- kllschatt: Rühl, Otto. G etzeTvDeselllchasl; Buch- ncr, Hermatrn. Dietzen-Dek lllcha: Derbig. Al­win, Dietzen-Ge^ellfchott; Felttng. Ernst, Laubach; Gümbel. Heinrich. Dretzat-Linden. Schott. Ofieguft. Gietzen-Gefellschast.

Redeschrift. 1 Preis und Ehren­preis: von Lemmers. Ftnevrich. Gietzen-Drfell- schatt. 3. Preis: Rullmann. Louis, Schotten; LeipoD, Kun. Gietzen-Verein

S ta ffe lsch re t be n. Abteilung III: 160, 140, 120. 100. 80. 1. Preis: Gietzen-Gek.'lfchast: Woll. Preutzer, Berg, Hock, Schardt. 2. Preis: Bad-Aauheim: Keil, Stein. Waiboch. Gr es. Fleischhauer. 3. Preis: Gkhen- Gesellschaft: Baumann. Vollanb, Koch. Margokd. Dörfner -- 4. PreiS: Deylor: Hvnnel. Dom- bet). Müller. Berg Häuser, Schütz. 5. Preis: Dietzen-Derein: Leipvld. Aietz. Han'cksch. Metz. Becker. 6. Preis: Friebberg Vieler Som- mer. Gantz. Walter. Hinkel.

Bei dem Wettschreiben anläfthd) der oom 8. bis 10. September in fi a i g e r stottgebabten und autzerordentlich gut besuchten Vezlrkstagung des Oberlahnbezirks des Mittel- westdeutschen Gtenograpftenbunbe» Stolze-Schrei, errangen folgend, Mituljeder des <3 i e ft r n e r Vereins Prelle: Karl Damm in bet Abteilung 280 Silben 1. und Ehrenpreis, dem auch für bie bef« Höchstleistung bie Bezirk»- meisterschoft zuettonnl wurde; Heinrich ftrausfopf in 2*) Silben 1. und Ehrenpreis; Hans Duch m 240 Silben L und Ehrenpreis; Alfred Röper in 200 Silben L und Ehrenpreis; Wilhelm vomm in 140 Silben Ehrenpreis.

Sprechstunden der Viedaktio«.

12 bl» 1 Uhr mittag», 5 Ms 7 Uhr nachmittag». Sara»lag nachmittag grfchlolleu.

Ao zeigenausträge stab ledigllch en Me Geschäftsstelle zu richten.

Oberhrffen.

Landtreid

Voller, 12 Sept. Gestern verunglückt« der St^iobrucharbe rei W i ft N c r aus Allerts- Haus«, in dem am Loitorer Kvp' gelegen«n Lemm,^rfch<-> S-.e ivbruch. Din Stc nlreecher in den höchsten Sch.chten des Bruches lieft die gelösten S:< ne abwärts g elten, während noch in der Sohle des Beuche« Oeirtv arbeiteten iXibei wurde der Irberter Wttzner von einem doppelt faustgroßen, heranlerroilenden Öte>n in bie Imfe bnrei: Hüfte derart schwer getroffen, datz er sofort unter grotzen Sch-ierAcn ablran«pornert werden mutzte Er begab sch in ärztliche Hilfe nach Ailendorf d. d w' Ob innere Verletzun­gen i'ocliegen werden, wird tue äc#Mi4>e Unter- udjung ergeben.

Grünb« rg. 12. Sept Auf dem Turn­plätze bei der hirfigen Turnhalle wurden heute die R e l ch s j u g e n d w «t t k 8 m p I e auogo» tragen. 9« beteiligten sich Daran bie Dolts» schulen pvn Grünberg Laurer. Gdbelnrvd. Rein- h^irdsbain. Vetterspain, -diangenroh und Ukif- kartshain Vor 3Sgmn Der Wettkämpfe gilb Lehrer Wenze l-Grünberg in einer Ansprache ein Lebensbild des Turnvaters Sahn, MRn 150 Geburtstag in diesem Sahr« begangen wurde, den er als Erfinder der Turnttmst und al- echten deutschen Vaterlandssieund pries. An- fchlieftend führten sie beiden oberen iAädchen- klassen der Drün^'ig.r Volksschule Freiübungen und Keulenübungen mit Klavierbegleitung vor. die allgemeinen Beifall fanden. Alsdann zeigten ine Knaben sämtlicher Schuten unter Der Lei­tung von Lehrer Wenzel Freiübungen. Die Hebungen waren zu Anfang des Schuljahres be­kanntgegeben m,d seither in ben einzelnen Schu­len f[einig geübt worden, so das, »hre Aussüd» rung, die mit Klavierbegleitung erfolgte, vor­züglich klappte Hieraus wuiden bk Wettlämpse ausg.-trägen Für die Knaben der Gruppe I (» imd 8 Schuljahr) tour ein Fünfkampf he» stimmt, der mit Rücksicht auf bk Landschusin aus lauter vokslttlmlichen Hebung n: 75-Metei-Laus. Weitsprung. Ballwurf. StuaylRoben und Weit- hochsprung bestand, bie Vorklasse vom 6. Schul- iabre abwäi t« trug einen volk-tümlichrn Drei- kamps aus. b.'stedeiid aus 75-Meter-Lauf. Welt­sprung unb Ballwurf. Für bie Mädchen Der DrupPc I war ein Vierkampf bestimmt: 75-Dieter- Lauf. Weillpruna. Ballwurf und Hochsprung, für Die Dorklasse dug gcn ein Drelkoml>f 75-Me- tcr-Laus, Deltsptung und Hochsprung. Lchntsich« teilnebmcntren Mädchen waren au« Drünendeig. Es Aeigtv sich datz Die In diesem Sabre In dem AuSschreib-n gNorberten Leistungen. Me gegen da- Vorjahr stark hinausgesctzt sind, bie Er­ringung eines Sieges bcbcutenb erschwert haben. So tonnten von 119 Vewerberl innen), obwohl in einzelnen Hebungen ble günstigeren vorjäh­rigen Wcriungen al» Motzstad angenommen wur­den, nur 43 bie zum Siege nötige Pun t ahl cnIn­gen. Die Wettkämpfe zeigten folgende Eiuebnill«; A. Knaben-G ruppc I. Fünfkampf. 50 Tell- nebnrer, 19 Sieger 1. Willi Büttel (®rfrnberg) unb Wilh Rtnk« r (Lauter) 96 Puntte; 2. Karl Theist 'Lauter) 95; 3 Karl Weber (Grün- berg) 94; 4. Aua Gehringer (Drünberg, und Otto Gerha rd (Gobelnrod, 9S, 5 All red He re­kel (Gründerg, 91; 6. vudw.Schn «lder (Grün» berg) 89; 7. Helnr Schma u« (Weickartshain) 87; 8. Karl Rieb (Lauter) 86, 9. Heim. Reitz (Lauter) 82; 10. Karl Klös (Bellershn in), Wilh. Kämmer (Stangenrod) und Otto Melchior «Weickartshain) 81. II. Emil Hau (Stangenrod) 80; 12 Heinr. Ritter tDrünberg) 78; 13. Wllh. Müller tDrünberg) 74; 14. Karl Weber (Stangenrod) 73- 15 Heinr Queckbörner tDrünberg) 71. B. Mäochen aus Dründerg. Gruppe I. Vierkampf. 10 Bewerberinnen. 5 Siege: 1. Solxuma Diehl <0 P; 2. Tilll Fornosf 67; 3. Hedwig Pfeffer 65; 4 Martha Lang 63; 5. Kätha Frank 58. Vvrklalse. Dreikampf. 16 Bewerberinnen, 6 Siege: 1 Mal^lde Krumm 49 Punkte. 2. Anni Kreuder 46; 3. Sana Heu- b Inger und Elifabeth Schönhals 45; 4. Dina Michel 43; 5. Frf«bi Frank 40. Dvrklaffe, Dreikampf, 43 Teilnehmer, 18 Sieger 1. Georg Wieftner tLaukr) 64 Punkte. 2. Rud. Schmidt (ßautrr) 53, 3 Herm. Wolf tDrünberg- 52, 4 Erich Port tDrünberg) 51; 5. Wilh O ueckbörner 'Stangenrod) 49; 6. Walter Mar golf tDrünberg) 48, 7. Karl Müller <Stangenrod) 46; 8. Fritz DeIch - meher tDränberg) 45; 9. Karl Heer» (Laute«) und Walter Theist tWeickartshain) 44; 10. Otto Frank tDrünberg» 43. 11 Ludw Rin­ker tLauter) 41; 12. Erwin Rohn (Drfckartg- hain- 40 Punkte

Rödgen, 12. Sept. Der Delegierte n- t a g zu Dem am 16 Sunt 1929 ftaltftnDenDen Defangs Wettstreit DeS Gesangvereins .EvnkorDia", Rödgen, findet am 13. San. 1929 statt

fk. Leihgestern, 12. Sept. Sm Verfolg der von der Botlshochschulc Dietzen geplanten Ober» hes fif chen Volks Hochs chulkurle fand am Dren Stag abend hier eine Besprechung Des Herrn Rektor Lotz Lehner März und Staube und Herrn Funk mH Herrn Hegar. Dem Leiter der Volkshochschule Dietzen statt. Schon zweimal bestanden hier ähnliche Dinrichtongen, die jet«Smi[ infolge w bng r Umftäibe «l gingen, trotzdem aber einen sehr guten Eindruck auf Me Hörer hmterttetzen tote auch ein erfolgreicher cltcrruibenb vor zwei Sahren noch in sehr guter Erinnerung steht Deshalb soll nun auch rn diesem Sa hoc wieder cm solcher Elternabend ftaitflnben. an Den anknüpsend zunächst ein Zusammen werfen mit der Dollsschule Kurie Über Erzichungs- unb Gesundheitssvapen für Dlrern und Sugrnb ab» gehalten werden fallen Hoffentlich tolgen andere Gemeinden diesem Deifp.el

Mrei* Lchotten.

Schotten. 12 Sepi. Eine in Sportkreisin wett bekannte Persönluchle«,, Der Renn'abrer unb frühere Kampssleger Fr. Engler, fand gestern einen unertoartvi raschen Tob. Am Sonntag beteiligte er sich noch an Dem Motorradrennen aus der Opelbahn und fronte in seiner Klalle den zweiten Play bekam. Bald Daraus stellt« IN) «in Unwohls«ln «in, das man auf einen Hitzfchlag zurück ührk Am Dienstag nnttDe er in bk Klinik nach Drehen übergeführt, wo er ball» nach btt Einlieferung starb Heber bk eigentliche Todesursache liegt noch keine »utreo- lällige Tie.6ang vor. Sn das sportliche Leben unseres Städtchens und des ganzen Vogels berge- ist durch bas rasche Ableben Engler« ehre heft Lücke geritten. An bet Gründung des Vogels­berger Automobil- unb Mowrrabklubs hatte et hervorragenden Anteil- Das Mstorrab^Aenreev 2unb um Schotten", das schon yu ehret stehenden Einrichtung sich entwickem tonnte, ist