Der Angeklagte D. aus W. wollte sich bei einem Sattler eine Peitsche kaufen und wurde von der Ehefrau des Sattlers durch das Wohnzimmer in den Laden geführt. Im Wohnzimmer hatte die Ehefrau eine Geldtasche mit über 200 Mark offen auf dem Schreibtisch liegen, um das Geld demnächst auf der Post einzuzahlen. Nachdem sich der Angeklagte eine Peitsche ausgesucht hatte, ging er allein den Weg, den er gekommen, zurück. Die Ehefrau packte zunächst die Peitschen zusammen, folgte dem Angeklagten, der bereits im Hof stand, und lieh ihm in der Werkstatt noch etwas an der Peitsche richten. Als sie wieder das Wohnzimmer betrat, war das Geld verschwunden. Dieses konnte nach Lage der Sache nur der Angeklagte wcggenommen haben, obgleich dieser den Diebstahl leugnete. Da der Angeklagte wegen ähnlicher Diebstähle schon mehrfach bestraft ist, erhielt er eine Gefängnisstrafe von drei Monaten.
Wirtschaft.
Bon den Schlachtviehmärkien.
In der Berichtswoche erfuhr die Geschäftstätigkeit an den deutschen Schlachtviehmärkten vereinzelt eine kleine Belebung. Der Konsum in den Ladengeschäften hat sich seit Monatsbeginn immerhin leicht gebessert, besonders Schweineschmalz wird williger gekauft, was sich an den Märkten in etwas vermehrter Nachfrage auswirlte. Auch der Export griff hin und wieder etwas bereitwilliger zu, doch hemmte andererseits der nach wie vor langsame Verlauf der Fleischgrohmärkte die Hmsahtäiigkeit. Die -Zufuhren genügten in allen Diehgattungen vollauf dem Bedarf. Die Ziffern zeigen nur bei Schafen und Schweinen gegen die Borwoche nennenswerte Abweichungen: Schafe 7000 gegen 8000, Schweine 106 000 gegen 98 000. An Grohvieh waren 16 300 Stück gegen 16 500, an Kälbern 18 000 gegen 18 500 Stück den Märkten zugeführt.
An der Rindermärkten hätte die Geschäftstätigkeit angeregter sein dürfen. Im allgemeinen konnten nur beste junge Kühe etwas im Preise anziehen. Bullen blieben stärker vernachlässigt. Kälber verkehrten in ziemlich flottem Zuge, doch blieben die Notierungen der Borwoche zumeist mahgebend. Schafe fanden einen mittleren Marit. Gute Lämmer wurden etwas höher bewertet. Schweine verzeichneten durchweg etwas angenehmeres Geschäft, wobei kleine Aufschläge von 1 bis 2 Pfennig in der Mehrzahl waren.
Es wurden in Pfennig per Pfund Lebendge-
wicht notiert:
Rinder
Kälber
Schale
Schweine
Berlin
19-61
46-84
28-63
46-61
Drernen
25-60
40-85
—
43-56
Breslau
15-55
53-80
42-60
46-56
Chemnitz
25-50
60-80
44-57
51-60
Dortmund
20-63
45-90
30-52
48-62
Dresden
24-59
58-85
40-66
48-59
Düsieldorf
20-63
45-75
—
50-60
Elberfeld
20-63
50-85
—
50-60
Esten
27-60
50-115
30-60
50-60
Frankfurt M.
25-62
55-76
42-54
50-61
Hamburg
15-59
35-88
19-63
46-61
Hannover
22-60
45-86
45-58
50-59
Husum
—
—
—
—
Karlsruhe
18-61
57-82
—
45-62
Kastel
25-56
50-70
—
52-64
Kiel
20-56
32-75
31-60
42-58
Köln
20-62
55-110
50-55
50-60
Leipzig
23-59
50-75
40-62
48-60
Magdeburg
22-54
40-115
23-52
48-59
Mannheim
16-63
50-78
43-49
50-63
München
22-58
70-90
—
40-58
Stettin
15-55
35-78
20-52
38-56
Stuttgart
14-61
62-84
—
42-63
Zwickau
20-53
60-83
40-58
50-61
* Günstiges Zeichnungsergebnis der. Reichsbahn- Vorzugsaktien. Die vorläufigen Ziffern ergeben nach den Informationen des WTB.-Handelsdienst, dah mit einer lehr erh.bfichen Heberzeichnung der Reichsbahn- Borzugsaktien meist in Sperrstücken zu rechnen ist. An eine vorzeitige Schließung der Zeichnung wird trotz des günstigen Ergebnisses aus grundsätzlichen Erwägungen nicht gedacht! eine vorzeitige Schließung ist in Deutschland nicht üblich und soll auch bei dieser Gelegenheit nicht zur Einführung gelangen. Außerdem läuft auch die Zeichnung nur noch bis zum kommenden Dienstag. Schon jetzt ist bestimmt zu erwarten, daß zur Befriedigung der ernsthaften Zeichner auf die Option zurückzugreifen sein wird, was jedoch noch der endgültigen Entschließung des Konsortiums Vorbehalten bleibt. Jedenfalls wird die Zuteilung auf freie Stücke gering fein.
• Die amtlich« Großhandelsindex- z i f f e r. Die auf den Stichtag des 8. Februar berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 138,0 gegenüber der Borwoche (137,9) nahezu unverändert. Bon den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,5 v. H. auf 130,4 (Vorwoche 129,7) gestiegen. Gleichzeitig hat die Indexziffer für Kolonialwaren auf 129,1 (129,4) oder um 0,2 v. H. nachgegeben. Die Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren stellte sich auf 134,0 (134,2) und diejenige der industriellen Fertigwaren auf 156,7 (156,5).
* Der Verein für chemische Industrie A.G. in Frankfurt a. M. hat, wie WTB.-Handelsdienst erfährt, die erst im Februar 1927 auf 30 Jahre geschloffene Interessengemeinschaft mit der Algemeene Norit Mijp. in Amsterdam gekündigt. Die Ursache für diesen Schritt liegt in Differenzen, die sich bei der Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften herausgestellt haben, insbesondere bei der Verarbeitung der Fabrikate mit aktivierter Kohle, so daß es der Verein für chemische Industrie für richtig gehalten hat, das bestehende Verhältnis zur rascheren Lösung zu bringen. Der Verein für chemische Industrie wird sich aus der erst im November 1927 gemeinsam für den Verkauf der von den damals noch in Interessengemeinschaft befindlichen Hnternehrnungen erzeugten aktivierten Kohle usw. errichteten „Norit Der- eeniging Derkoop Centrale" zurückziehen. Der Verein hat bei Gründung der Interessengemeinschaft sein Aktienkapital für Erweiterung der fabrikatorischen Basis, speziell auf dem Gebiete der aktivierten Kohle bzw. der Verbindung mit der Norit, von 4 auf 6,5 Millionen Mark erhöht. Die Trennung des Vereins für chemische Industrie A.-G. von der Norit Mijp. übt auf die Dividendengestaltung bei dem Verein keinen Einfluß aus. Die Dividende wird auf das erhöhte Aktienkapital mit 7 Prozent (i. V. erhöht von 5 auf 6 Prozent) vorgeschlagen. Der Verein erflärt ferner, daß er die Fabrikation aktivierter Kohle fortsetzen wird.
• Ausdehnung des Bankhauses Lazard Speher-Ellissen. In das Frankfurter Handelsregister ist eine neue Dank unter der Firma „Mainische Bank Kommanditgesellschaft auf Aktien" mit einem Grundkapital von 500 000 Mk., eingeteilt in fünf auf den Namen lautende Aktien über je 100 000 Mk., eingetragen worden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu 125 Prozent zuzüglich der Gründungskosten und des Stempels. Die Gründer, welche sämtliche Aktien übernommen haben, sind Prokuristen des Bankhauses Lazard Speher-Ellissen in Frankfurt. Diese Gründung hängt mit den bekannten Aus- dehnungsplänen des großen Frankfurter Bankhauses zusammen. Es handelt sich um eine Vorgründung für die Kommanditgesellschaft auf Aktien, in welche das Bankhaus Speher-Ellissen übergeleitet werden soll.
'Der neue Ford-Wagen. Zu den Gerüchten, dah der neue Fordwagen in Deutschland nicht zugelassen sei, well einige technische Einzelheiten nicht mit den deutschen Zulassungsbedingungen in Heber ei nR immun g stünden, erfährt der W. T. B.-Handelsdienst von zuständiger Stelle, dah die Ausführung der Vierradbremse des neuen Fordwagens den gesetzlichen Bestimmungen nicht entspreche, so dah die Ford-Motor- Co. zur Vornahme fleineter Aenderungen gezwungen ist. Der Probewagen ist bereits mit einer abgeänderten Vierradbremse versehen. Man rechnet damit, dah die Produktion durch die notwendig werdende Umstellung nur einige Tage beeinträchtigt wird.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 13. Febr. Tendenz: freund- lich, doch still. — Zu Beginn der neuen Woche erfuhr die Börsensituation keine merkliche Berände- rung. Bei der anhaltenden Interesselosigkeit des Prioatpublikums und der teilmeife sich daraus ergebenden Zurückhaltung der Spekulation kamen Umsätze wieder nur in bescheidenem Umfange zustande. Am heutigen Medio wurden einige kleine Deckungskäufe oorgenommen, da man bei der starken Verringerung der Termin-Engagements mit einer völlig reibungslosen Liquidation redjnet. Die Tendenz war gegenüber Samstagsschluß überwiegend leicht befestigt, zumal einige anregende Momente vorlagen. So konnte die Ueberzeichnung der Reichsbahn-Vorzugsaktien die Stimmung etwas anregen, ferner wurden Hoffnungen an den heutigen Beginn der Beratungen der Freigabebill im amerikanischen Senat geknüpft, und schließlich machte die englische Unterhausrede für eine deutsch-englische Industrieverständigung einen günstigen Eindruck. Der eigentliche Grund für die festere Stimmung dürfte jedoch in der leichten Verfassung des Geldmarktes zu suchen
fein. Bei den ersten Notierungen waren meist Besserungen von 1 bis 2 v. H. zu verzeichnen. Ilse zogen 5 v. f). an, Klöckner plus 3 o. H., ferner Zellstoff- Waldhof plus 3,75 v. H. I. - G. - Farben eröffneten 1 v. 5). höher. Don Freigabewertsn waren Scheideanstalt mit plus 1,75 v. H. bevorzugt. H a p a g und N o r d l I o y d lagen nur geringfügig erhöht. Elektrowerte zogen durchschnittlich 1 bis 2 v. H. an. Von Autoaktien blieben Kleyer auf ihrem niedrigen Stand nur behauptet. Daimler konnten dagegen 1,5 v.H. anziehen. Deutsche Anleihen still und wenig verändert. Ausländische Renten fast umsatzlos. Im Verlause blieb das Geschäft still, die Kurse konnten sich jedoch gut behaupten. Teilweise setzten sich leichte Besserungen durch. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 5,5 v. H. Im D e v i s e n v e r k e h r lag die Reichsmark etwas fester. Reichsmark gegen Kabel 4,1937, gegen London 20,447. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,04, Madrid 28,67. London gegen Kabel 4,8740.
Berliuc Börse.
Berlin, 13. Febr. Zur heutigen Bore toai der Orderseingang wiederum nur äuherst klein und das Geschäft auf ein Minimum beichränit. doch konnte sich trotz nur kleiner Abweichungen gegen Samstagschluh ein etwas freundlicherer Grundton durchsetzen. Der heutige Beginn der Freigabeverhandlungen im amerikanischen Senat, das gute Ergebnis der Zeichnungen auf die Reichsbahn-Vorzugsaktien, eine kleine Besserung der Ruhr'ohlenför erung und der ziemlich leichte Verlauf des heutigen Liquidationstages regten an. Als Prämienerllärungstag dürfte der Medio Februar so gut wie gar nicht in Frage kommen. Größere Kursreränderungen hatten zu den ersten Kursen zu verzeichnen: Hamburg-Süd plus 3 Prozent, Hammersen plus 4,5 Prozent und Bemberg plus 7 Prozent. Von Montanwerten zogen Rheinbraun und Ilse 2 Prozent an. Oberkoks, Schubert & Salzer und Berger ebenfalls je 2 Prozent höher. Heimische Anleihen eher freundlicher. Ausländer ruhig. Bosnier abbröckelnd. Pfandbriefe still und eher etwas schwächer. Geld war ausreichend zu haben. Tagesgeld 5 bis 7 Prozent, Monatsgeld 7 bis 8,5 Prozent, Warenwechsel 6,5 Prozent. Im Verlause wurde es auf zunehmende Deckungskäu'e der Spekulation etwas lebhafter. Es traten, obwohl zumeist nur per Ultimo gehandelt wurde, auch für die Mediokurse bis Iproz. Besestigungen ein. Dessauer Gas Plus 2,5 Prozent, Bemberg plus weitere 8 Prozent. Später wurde däs Geschäft, ohne daß nennenswerte Veränderungen eintraten, wieder ruhiger. Bemberg setzten ihre Steigerungen bis auf 494 Prozent fort und konnten damit gegen Samstagschluh einen Gewinn von 19 Prozent verzeichnen.
Frankfurter (Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 13. Febr. Die allgemeine Stimmung ist etwas fester geworden. Weizen und Roggen sind aber nach wie vor kaum gefragt. Dagegen ist Braugerste in guten Qualitäten etwas gesucht, ebenso Hafer. Mehl hatte Ende voriger Woche eine etwas freundlichere Tendenz, liegt aber heute wieder absolut lustlos. Weizenkleie für prompte Lieferung, die bisher noch gut gesucht war, zeigt auch ruhiges Geschäft und gab im Preise leicht nach. Das Kartvffelgeschäft ist bei unveränderten Preisen sehr klein. Cs worden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 24,50; Weizen 2, gut, gesund, trocken, bis zu 3 Prozent Auswuchs 23,25 bis 23,50; Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit 22,75 bis 23,25; Roggen 24,50; Sommergerste für Drau- zwecke 27,50 bis 30; Hafer, inländischer 23,50 bis 24,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25 bis 22,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 23 bis 23,25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 36 bis 36,75; Roggenmehl 33 bis 35; Weizenkleie 14 bis 14,15; Roggenkleie 15 bis 15,25; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 30 bis 60; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 55 bis 105; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 8 bis 8,50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 4,50; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 3,25; Treber, getrocknet 17,50 bis 18,50.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 13. Febr. Auftrieb: 1153 Rinder (darunter 292 Ochsen, 51 Bullen, 506 Kühe, 304 Färsen), 523 Kälber, 92 Schafe, 5917 Schweine. — Rinder (Ochsen): Vollfleischige, äuägeniäfte'e, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 58 bis 62 Mk., (ältere) 54 bis 57; sonstige vollfleischige (jüngere) 50 bis 53, (ältere) 47 bis 49. (Dullen): Jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 55. lKühe): Jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 49; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 40 bis 45; fleischige 33 bis 39; gering genährte 24 bis 32.
(Färsen — Kalbinnen, Iungrinber —): Doll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 58 bis 63; vollfleischige 53 bis 57; fleischige 47 bis 52. — Kalber: Beste Mast- und Saugkälber 73 bis 78; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 72; geringe Kälber 52 bis 64. —Schafe: Mast- lämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 50 bis 54. — Schweine: Fettschweine üben 300 Pfund Lebendgewicht 60 bis 62; vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 60 bis 61; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 58 bis 60; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 54 bis 58; Sauen 50 bis 56 Mk. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schafe ruhig und geräumt. Schweine ruhig, zum Schluß stark abslauend, Heberstand.
Bücheriisch.
Wie reist man in Italien? Ein Duch zum Lust- und Planmachen. Von Prof. Dr. Karl Kinzel. Führer durch Florenz. Rom, 'Neapel, Sizllien, Genua, Mailand, Venedig, die Riviera und die kleineren Städte. Mit einer Karte und 17 Plänen. Verlag Friedrich Dahn in Schwerin i. Mecklenb. Diegsam in Ganzleinwandband 7 Mk. Diese 7. Auflage verwertet &ie erheblich veränderten und großenteils stark gebesserten Verhältnisse des Fremdenverkehrs auf Grund einer längeren Studienreise. Das ist der besondere Vorzug dieses Neudruckes. Kinzel weist auch nach, daß es auf materielle Mittel nicht so ankommt, wie zumeist angenommen wird. Jeder, der Lust hat, wenn auch nicht viel Zeit und nur einen schmalen Geldbeutel, kommt auf seine Rech^ nung. Das Duch ist nicht ein berufsmäßiger Führer, sondern ein gebildeter Gesellschafter, der aus eigener, reicher Erfahrung in gefälligem Plaudertone erzählt und belehrt. Dabei ist den praktischen Zielen eines modernen Reisehandbuches vollkommen Rechnung getragen, wenn auch in der Dehandlung von Kunstfragen häufig recht schiefe und oberflächliche Urteile zustandekommen, was gerade bei einem Italienführer unangenehm ist. 20
Letzte Nachrichten.
Gesamtaussperrung in der deutschen Metallindustrie.
Berlin, 13. Febr. (TU. (Eigner Drahlberichl.) Die von 2lrbeilgeberfeife mifgelcilf wird, hat der Gc- scimtverband deutscher Meiallindufirieller beschlossen, zur Unterstützung der bereits seit vier Wochen im Abwehrkampf befindlichen mitteldeutschen Metallindustrie die Gesamtaussperrung in der deutschen Metallindustrie ab 22. Februar vorzunehmen. von diesen Maßnahmen werden 750 000 Arbeiter betroffen, so daß von diesem Zeitpunkt unter Hinzuziehung der in Mitteldeutschland ausgr- fperrfen Arbeiter 8 0 0 0 0 0 Arbeiter ausgesperrt sein würden, hierzu wird von Arbeitgeber- seile erklärt, daß die mitteldeutsche Metallindustrie die Unterstützung der gesamten deutschen Metallindu- strie in dem ihr aufgezwungenen Abwehrkamps gefunden habe, weil die bisher rasch aufein- ander folgenden Lohnerhöhungen unter keinen Umständen fortgesetzt werden könnten, wenn der gegenwärtige Preisstand gehalten werden soll. Die» sei die unumgängliche Voraussetzung für die Ausrechterhaltung des jetzigen Beschäftigungsgrades. 3n den nächsten Monaten laufen rund 260 Lohntarife ab. Der Zustand, dah jeder larlf ablauf die Gewerkschaft ju einer Lohnforderung veranlasse, sei volkswirtschaftlich untragbar, da er zur dauernden Beunruhigung der Wirtschaft führe. Daraus ergebe sich, dah die Auseinandersetzungen in Mitteldeutschland richtunggebend für die Lohnpolitik der ganzen deutschen Industrie werden müsse.
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-
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Berlin li. tetr
Berlin
Sd)h'&-| l-Uhr- ISch uhU Dnsong Nurs I Knr, | ßMteJfiitr
Datum:
8M|
87,5
140.5
140.5 -
136.5
135.5
9.3,5
81.4
249,5
4,3
90.25
88
25 1
75,5
76.85
13,13
13,13
13,1
0
203
16.76
16,65
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Cberfcblef KokSwrrke
0
150
151.9
98,75
156
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144,5
10
14
140
176
Banknoten
161
Kto
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195,5
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7
:, Lombardzinsfuh 8 Prozent.
460,25
126
195
25.13
24 65
151 9
212
179.25
139,13
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51.8
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10
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138.5
100
111
tf.auMurtn.Bl |
Äoli Mfdxreteben ■ . ÄaltöeftcreqeUl . . Kaliwert €aüt>etfurtb
281.75
576
430
248.75
Gelsenkirchener fcoröener Voesch Eilen . tfUe Bergbau Stlöitnrrroerte Küln-Reuessen "ihonneßmann
1 sh
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10
12
218,5
123
260.65
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164.75
183
143,65
145
269,13 176
230
161
158
158 /, 208
Scheid, anstatt . . Goldschmidt Rntgerewerke . . Metall aetellichof»
254,75
95
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52,13
16
139
137
180
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116.75 105,9
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F/. Dl Reichsanleihe v 1927 Di Anl Ablos Schuld mit Auslos -Rechten
DeSal. ohne Ausl f.Rechten 7°/o ftraiiti Hap.-Sl. Go dvl unkündbar bis 1932
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Serie I
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Kllg DeuriSr Eisenbahn 4'/, Hamburg-Amercka ‘Datei . 6 lönmb -Sudam Tammlch b
Phonir Beraoau f */• 9 8
Rheinische Braunkohlen io
Rheinstahl 0
Riedeck Montan .....6
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volländische Roten .... rrialienische Roten......
Rorwegische Roten......
Deutich-Lesterr., 5100 Jtronen Rumänische Roten......
Schwedische Roten......
Schweizer Roten.......
Spanische Roten.......
Tschechoslowakische Roten . . Ungarische Roten . .
DevifenmarU Derlm—:
Telegraphische Auszahlung.
Jrauhfurt a. M
Berlin
Frankfurt a. M |
Berlin
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122.5
122
258,6
260
261
—
—
149,75
153
_
188
178.5
180
178 65
283
28u
284
—
—
128,75
159,5
160.5
96 2.5
98
97.5
130
—
130
—
—
HO
132
133.5
134
185.5
187.5
187.5
-
-
141,5
222
227
224.2
119
121.9
120.13
—
—
142.25
148
151.5
150,5
116
116.5
117.5
106.n
106
-
-
95 7.3
99
100
100
233,5
234
233. ü
16.5
166
165.75
148
—
146.5
102.0
103,25
103
43.5
44
43.75
173.75
182.5
173
183
248
—>
248.5
i59.25
.60 23
260
—
127
199.4
203.75
—
111,25
96
98
97,25
176
—
11 Febr.
13 Febr.
Amtliche C6e(b
Roti rung Brie'
Amtliche Notierung
Äeld
tönet _
ÄMN-. Ron
168,70
169,04
168,68
I6S.02
Burn^Aires Brsi- Äntw
1,791
1,795
1,791
1,795
58,44
58,35
58,47
58,82
Edristiania
111,45
111.67
111,49
111,71
stovenbag-n
112,21
112,4.1
112,19
112.41
Stockholm
112,38
112.60
112.47
112,69
HelsingforS
10,555
10,575
10.552
10,572
Italien. .
22,19.i
23,235
22,195
22,235
London. . .
20,426
20,466
20.423
20, 46.3
Rennork . .
1.1905
4,1985
4,1900
4,1980
'BnriS. . .
16,465
60.600
16,505
80,676
16,46
80,60
71,16
16,50
80,76
Schweiz . .
Svanien -
7t 28
71,42
71 30
Iavan . .
1.964
1.968
1,961
1,965 0.505
Rio de Jan
Wien in D.»
0.5035
U.50*i5
0.503
Lest- abgest
19.01
59.1.3
J8.985
69,105
Prag . Belgrad
12.418
12,438
12,417
12,437
7,362
7.376
7.364
7,37k
Bubaöcft .
73.21
73,35
73,20
73.34
Bul arien
J.027
3,033
3,032
3,038
VifTübon
19,58
19,6 2
13,58
13,62
Danzig .
81.61
81,77
81,62
81,78
Konst.ntin
2.122
2,126
2,121
2,127
Wtben. .
5.544
6,606
5,544
5,556
Lanada
1.181
4,189
4,180
1,188
llrn uav
4,27h
4,284
4,276
4,281
tahv - ■
20.95
20.99
20.947
20 987
—
Berlin. 11 {febr.
| ’-CtD |
Bnet
—
Ämerilanliche Roten.....
4,173 I
4,193
—
Belgtiche 'Jioten......
58,23
58.47
97,76
Dänische Roten ......
>12,03
112,47
—
Englische Roten.......
20,39 |
20.47


