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Der Angeklagte D. aus W. wollte sich bei einem Sattler eine Peitsche kaufen und wurde von der Ehefrau des Sattlers durch das Wohn­zimmer in den Laden geführt. Im Wohnzimmer hatte die Ehefrau eine Geldtasche mit über 200 Mark offen auf dem Schreibtisch liegen, um das Geld demnächst auf der Post einzuzahlen. Nachdem sich der Angeklagte eine Peitsche aus­gesucht hatte, ging er allein den Weg, den er gekommen, zurück. Die Ehefrau packte zunächst die Peitschen zusammen, folgte dem Angeklagten, der bereits im Hof stand, und lieh ihm in der Werkstatt noch etwas an der Peitsche richten. Als sie wieder das Wohnzimmer betrat, war das Geld verschwunden. Dieses konnte nach Lage der Sache nur der Angeklagte wcggenommen haben, obgleich dieser den Diebstahl leugnete. Da der Angeklagte wegen ähnlicher Diebstähle schon mehrfach bestraft ist, erhielt er eine Ge­fängnisstrafe von drei Monaten.

Wirtschaft.

Bon den Schlachtviehmärkien.

In der Berichtswoche erfuhr die Geschäfts­tätigkeit an den deutschen Schlachtviehmärkten ver­einzelt eine kleine Belebung. Der Konsum in den Ladengeschäften hat sich seit Monats­beginn immerhin leicht gebessert, besonders Schweineschmalz wird williger gekauft, was sich an den Märkten in etwas vermehrter Nachfrage auswirlte. Auch der Export griff hin und wieder etwas bereitwilliger zu, doch hemmte anderer­seits der nach wie vor langsame Verlauf der Fleischgrohmärkte die Hmsahtäiigkeit. Die -Zu­fuhren genügten in allen Diehgattungen vollauf dem Bedarf. Die Ziffern zeigen nur bei Scha­fen und Schweinen gegen die Borwoche nennenswerte Abweichungen: Schafe 7000 gegen 8000, Schweine 106 000 gegen 98 000. An Grohvieh waren 16 300 Stück gegen 16 500, an Kälbern 18 000 gegen 18 500 Stück den Märkten zugeführt.

An der Rindermärkten hätte die Geschäfts­tätigkeit angeregter sein dürfen. Im allgemeinen konnten nur beste junge Kühe etwas im Preise anziehen. Bullen blieben stärker vernachlässigt. Kälber verkehrten in ziemlich flottem Zuge, doch blieben die Notierungen der Borwoche zu­meist mahgebend. Schafe fanden einen mitt­leren Marit. Gute Lämmer wurden etwas höher bewertet. Schweine verzeichneten durchweg etwas angenehmeres Geschäft, wobei kleine Auf­schläge von 1 bis 2 Pfennig in der Mehrzahl waren.

Es wurden in Pfennig per Pfund Lebendge-

wicht notiert:

Rinder

Kälber

Schale

Schweine

Berlin

19-61

46-84

28-63

46-61

Drernen

25-60

40-85

43-56

Breslau

15-55

53-80

42-60

46-56

Chemnitz

25-50

60-80

44-57

51-60

Dortmund

20-63

45-90

30-52

48-62

Dresden

24-59

58-85

40-66

48-59

Düsieldorf

20-63

45-75

50-60

Elberfeld

20-63

50-85

50-60

Esten

27-60

50-115

30-60

50-60

Frankfurt M.

25-62

55-76

42-54

50-61

Hamburg

15-59

35-88

19-63

46-61

Hannover

22-60

45-86

45-58

50-59

Husum

Karlsruhe

18-61

57-82

45-62

Kastel

25-56

50-70

52-64

Kiel

20-56

32-75

31-60

42-58

Köln

20-62

55-110

50-55

50-60

Leipzig

23-59

50-75

40-62

48-60

Magdeburg

22-54

40-115

23-52

48-59

Mannheim

16-63

50-78

43-49

50-63

München

22-58

70-90

40-58

Stettin

15-55

35-78

20-52

38-56

Stuttgart

14-61

62-84

42-63

Zwickau

20-53

60-83

40-58

50-61

* Günstiges Zeichnungsergebnis der. Reichsbahn- Vorzugsaktien. Die vorläufigen Ziffern ergeben nach den Informa­tionen des WTB.-Handelsdienst, dah mit einer lehr erh.bfichen Heberzeichnung der Reichsbahn- Borzugsaktien meist in Sperrstücken zu rechnen ist. An eine vorzeitige Schließung der Zeichnung wird trotz des günstigen Ergebnisses aus grund­sätzlichen Erwägungen nicht gedacht! eine vor­zeitige Schließung ist in Deutschland nicht üblich und soll auch bei dieser Gelegenheit nicht zur Einführung gelangen. Außerdem läuft auch die Zeichnung nur noch bis zum kommenden Dienstag. Schon jetzt ist bestimmt zu erwarten, daß zur Be­friedigung der ernsthaften Zeichner auf die Option zurückzugreifen sein wird, was jedoch noch der endgültigen Entschließung des Konsortiums Vor­behalten bleibt. Jedenfalls wird die Zuteilung auf freie Stücke gering fein.

Die amtlich« Großhandelsindex- z i f f e r. Die auf den Stichtag des 8. Februar berechnete Großhandelsindexziffer des Statisti­schen Reichsamtes ist mit 138,0 gegenüber der Borwoche (137,9) nahezu unverändert. Bon den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrar­stoffe um 0,5 v. H. auf 130,4 (Vorwoche 129,7) gestiegen. Gleichzeitig hat die Indexziffer für Kolonialwaren auf 129,1 (129,4) oder um 0,2 v. H. nachgegeben. Die Indexziffer der industriellen Rohstoffe und Halbwaren stellte sich auf 134,0 (134,2) und diejenige der industriellen Fertig­waren auf 156,7 (156,5).

* Der Verein für chemische Indu­strie A.G. in Frankfurt a. M. hat, wie WTB.-Handelsdienst erfährt, die erst im Fe­bruar 1927 auf 30 Jahre geschloffene Interessen­gemeinschaft mit der Algemeene Norit Mijp. in Amsterdam gekündigt. Die Ursache für diesen Schritt liegt in Differenzen, die sich bei der Zu­sammenarbeit der beiden Gesellschaften herausge­stellt haben, insbesondere bei der Verarbeitung der Fabrikate mit aktivierter Kohle, so daß es der Verein für chemische Industrie für richtig gehalten hat, das bestehende Verhältnis zur rascheren Lösung zu bringen. Der Verein für chemische Industrie wird sich aus der erst im November 1927 gemeinsam für den Verkauf der von den damals noch in Interessengemein­schaft befindlichen Hnternehrnungen erzeugten ak­tivierten Kohle usw. errichtetenNorit Der- eeniging Derkoop Centrale" zurückziehen. Der Verein hat bei Gründung der Interessengemein­schaft sein Aktienkapital für Erweiterung der fabrikatorischen Basis, speziell auf dem Gebiete der aktivierten Kohle bzw. der Verbindung mit der Norit, von 4 auf 6,5 Millionen Mark erhöht. Die Trennung des Vereins für che­mische Industrie A.-G. von der Norit Mijp. übt auf die Dividendengestaltung bei dem Verein keinen Einfluß aus. Die Dividende wird auf das erhöhte Aktienkapital mit 7 Prozent (i. V. erhöht von 5 auf 6 Prozent) vorgeschlagen. Der Verein erflärt ferner, daß er die Fabrikation aktivierter Kohle fortsetzen wird.

Ausdehnung des Bankhauses La­zard Speher-Ellissen. In das Frankfur­ter Handelsregister ist eine neue Dank unter der FirmaMainische Bank Kommanditgesell­schaft auf Aktien" mit einem Grundkapital von 500 000 Mk., eingeteilt in fünf auf den Namen lautende Aktien über je 100 000 Mk., eingetragen worden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu 125 Prozent zuzüglich der Gründungskosten und des Stempels. Die Gründer, welche sämtliche Aktien übernommen haben, sind Prokuristen des Bankhauses Lazard Speher-Ellissen in Frankfurt. Diese Gründung hängt mit den bekannten Aus- dehnungsplänen des großen Frankfurter Bank­hauses zusammen. Es handelt sich um eine Vor­gründung für die Kommanditgesellschaft auf Aktien, in welche das Bankhaus Speher-Ellissen übergeleitet werden soll.

'Der neue Ford-Wagen. Zu den Ge­rüchten, dah der neue Fordwagen in Deutschland nicht zugelassen sei, well einige technische Einzel­heiten nicht mit den deutschen Zulassungsbedin­gungen in Heber ei nR immun g stünden, erfährt der W. T. B.-Handelsdienst von zuständiger Stelle, dah die Ausführung der Vierradbremse des neuen Fordwagens den gesetzlichen Bestim­mungen nicht entspreche, so dah die Ford-Motor- Co. zur Vornahme fleineter Aenderungen ge­zwungen ist. Der Probewagen ist bereits mit einer abgeänderten Vierradbremse versehen. Man rechnet damit, dah die Produktion durch die not­wendig werdende Umstellung nur einige Tage beeinträchtigt wird.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 13. Febr. Tendenz: freund- lich, doch still. Zu Beginn der neuen Woche er­fuhr die Börsensituation keine merkliche Berände- rung. Bei der anhaltenden Interesselosigkeit des Prioatpublikums und der teilmeife sich daraus er­gebenden Zurückhaltung der Spekulation kamen Umsätze wieder nur in bescheidenem Umfange zu­stande. Am heutigen Medio wurden einige kleine Deckungskäufe oorgenommen, da man bei der starken Verringerung der Termin-Engagements mit einer völlig reibungslosen Liquidation redjnet. Die Tendenz war gegenüber Samstagsschluß über­wiegend leicht befestigt, zumal einige an­regende Momente vorlagen. So konnte die Ueberzeichnung der Reichsbahn-Vorzugsaktien die Stimmung etwas anregen, ferner wurden Hoffnun­gen an den heutigen Beginn der Beratungen der Freigabebill im amerikanischen Senat geknüpft, und schließlich machte die englische Unterhausrede für eine deutsch-englische Industrieverständigung einen günstigen Eindruck. Der eigentliche Grund für die festere Stimmung dürfte jedoch in der leichten Verfassung des Geldmarktes zu suchen

fein. Bei den ersten Notierungen waren meist Besse­rungen von 1 bis 2 v. H. zu verzeichnen. Ilse zogen 5 v. f). an, Klöckner plus 3 o. H., ferner Zellstoff- Waldhof plus 3,75 v. H. I. - G. - Farben eröff­neten 1 v. 5). höher. Don Freigabewertsn waren Scheideanstalt mit plus 1,75 v. H. bevorzugt. H a p a g und N o r d l I o y d lagen nur geringfügig erhöht. Elektrowerte zogen durchschnittlich 1 bis 2 v. H. an. Von Autoaktien blieben Kleyer auf ihrem niedrigen Stand nur behauptet. Daimler konnten dagegen 1,5 v.H. anziehen. Deutsche Anleihen still und wenig verändert. Auslän­dische Renten fast umsatzlos. Im Verlause blieb das Geschäft still, die Kurse konnten sich jedoch gut behaupten. Teilweise setzten sich leichte Besserungen durch. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 5,5 v. H. Im D e v i s e n v e r k e h r lag die Reichs­mark etwas fester. Reichsmark gegen Kabel 4,1937, gegen London 20,447. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,04, Madrid 28,67. London gegen Kabel 4,8740.

Berliuc Börse.

Berlin, 13. Febr. Zur heutigen Bore toai der Orderseingang wiederum nur äuherst klein und das Geschäft auf ein Minimum beichränit. doch konnte sich trotz nur kleiner Abweichungen gegen Samstagschluh ein etwas freundliche­rer Grundton durchsetzen. Der heutige Be­ginn der Freigabeverhandlungen im amerikani­schen Senat, das gute Ergebnis der Zeichnungen auf die Reichsbahn-Vorzugsaktien, eine kleine Besserung der Ruhr'ohlenför erung und der ziem­lich leichte Verlauf des heutigen Liquidations­tages regten an. Als Prämienerllärungstag dürfte der Medio Februar so gut wie gar nicht in Frage kommen. Größere Kursreränderungen hatten zu den ersten Kursen zu verzeichnen: Hamburg-Süd plus 3 Prozent, Hammersen plus 4,5 Prozent und Bemberg plus 7 Prozent. Von Montanwerten zogen Rheinbraun und Ilse 2 Prozent an. Oberkoks, Schubert & Salzer und Berger ebenfalls je 2 Prozent höher. Hei­mische Anleihen eher freundlicher. Aus­länder ruhig. Bosnier abbröckelnd. Pfand­briefe still und eher etwas schwächer. Geld war ausreichend zu haben. Tagesgeld 5 bis 7 Prozent, Monatsgeld 7 bis 8,5 Prozent, Waren­wechsel 6,5 Prozent. Im Verlause wurde es auf zunehmende Deckungskäu'e der Spekulation etwas lebhafter. Es traten, obwohl zumeist nur per Ultimo gehandelt wurde, auch für die Medio­kurse bis Iproz. Besestigungen ein. Dessauer Gas Plus 2,5 Prozent, Bemberg plus weitere 8 Pro­zent. Später wurde däs Geschäft, ohne daß nen­nenswerte Veränderungen eintraten, wieder ru­higer. Bemberg setzten ihre Steigerungen bis auf 494 Prozent fort und konnten damit gegen Samstagschluh einen Gewinn von 19 Prozent verzeichnen.

Frankfurter (Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 13. Febr. Die allgemeine Stimmung ist etwas fester geworden. Weizen und Roggen sind aber nach wie vor kaum gefragt. Dagegen ist Braugerste in guten Qualitäten et­was gesucht, ebenso Hafer. Mehl hatte Ende voriger Woche eine etwas freundlichere Tendenz, liegt aber heute wieder absolut lustlos. Weizen­kleie für prompte Lieferung, die bisher noch gut gesucht war, zeigt auch ruhiges Geschäft und gab im Preise leicht nach. Das Kartvffelgeschäft ist bei unveränderten Preisen sehr klein. Cs worden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 24,50; Weizen 2, gut, gesund, trocken, bis zu 3 Prozent Aus­wuchs 23,25 bis 23,50; Weizen 3, geringere Be­schaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit 22,75 bis 23,25; Roggen 24,50; Sommergerste für Drau- zwecke 27,50 bis 30; Hafer, inländischer 23,50 bis 24,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25 bis 22,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 23 bis 23,25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 36 bis 36,75; Roggenmehl 33 bis 35; Weizenkleie 14 bis 14,15; Roggenkleie 15 bis 15,25; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 30 bis 60; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 55 bis 105; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 8 bis 8,50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 4,50; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 3,25; Treber, getrocknet 17,50 bis 18,50.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 13. Febr. Auftrieb: 1153 Rinder (darunter 292 Ochsen, 51 Bullen, 506 Kühe, 304 Färsen), 523 Kälber, 92 Schafe, 5917 Schweine. Rinder (Ochsen): Vollflei­schige, äuägeniäfte'e, höchsten Schlachtwerts (jün­gere) 58 bis 62 Mk., (ältere) 54 bis 57; sonstige vollfleischige (jüngere) 50 bis 53, (ältere) 47 bis 49. (Dullen): Jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 55. lKühe): Jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 46 bis 49; son­stige vollfleischige oder ausgemästete 40 bis 45; fleischige 33 bis 39; gering genährte 24 bis 32.

(Färsen Kalbinnen, Iungrinber): Doll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 58 bis 63; vollfleischige 53 bis 57; fleischige 47 bis 52. Kalber: Beste Mast- und Saugkälber 73 bis 78; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 72; geringe Kälber 52 bis 64.Schafe: Mast- lämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 50 bis 54. Schweine: Fettschweine üben 300 Pfund Lebendgewicht 60 bis 62; vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebend­gewicht 60 bis 61; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 58 bis 60; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 54 bis 58; Sauen 50 bis 56 Mk. Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schafe ruhig und geräumt. Schweine ruhig, zum Schluß stark abslauend, Heberstand.

Bücheriisch.

Wie reist man in Italien? Ein Duch zum Lust- und Planmachen. Von Prof. Dr. Karl Kinzel. Führer durch Florenz. Rom, 'Neapel, Sizllien, Genua, Mailand, Venedig, die Riviera und die kleineren Städte. Mit einer Karte und 17 Plänen. Verlag Friedrich Dahn in Schwerin i. Mecklenb. Diegsam in Ganzleinwand­band 7 Mk. Diese 7. Auflage verwertet &ie erheblich veränderten und großenteils stark ge­besserten Verhältnisse des Fremdenverkehrs auf Grund einer längeren Studienreise. Das ist der besondere Vorzug dieses Neudruckes. Kinzel weist auch nach, daß es auf materielle Mittel nicht so ankommt, wie zumeist angenommen wird. Jeder, der Lust hat, wenn auch nicht viel Zeit und nur einen schmalen Geldbeutel, kommt auf seine Rech^ nung. Das Duch ist nicht ein berufsmäßiger Führer, sondern ein gebildeter Gesellschafter, der aus eigener, reicher Erfahrung in gefälligem Plaudertone erzählt und belehrt. Dabei ist den praktischen Zielen eines modernen Reisehand­buches vollkommen Rechnung getragen, wenn auch in der Dehandlung von Kunstfragen häufig recht schiefe und oberflächliche Urteile zustandekommen, was gerade bei einem Italienführer unan­genehm ist. 20

Letzte Nachrichten.

Gesamtaussperrung in der deutschen Metallindustrie.

Berlin, 13. Febr. (TU. (Eigner Drahlberichl.) Die von 2lrbeilgeberfeife mifgelcilf wird, hat der Gc- scimtverband deutscher Meiallindufirieller beschlossen, zur Unterstützung der bereits seit vier Wochen im Abwehrkampf befindlichen mitteldeutschen Metallindustrie die Gesamtaussperrung in der deutschen Metallindustrie ab 22. Februar vorzu­nehmen. von diesen Maßnahmen werden 750 000 Arbeiter betroffen, so daß von diesem Zeitpunkt unter Hinzuziehung der in Mitteldeutschland ausgr- fperrfen Arbeiter 8 0 0 0 0 0 Arbeiter ausge­sperrt sein würden, hierzu wird von Arbeitgeber- seile erklärt, daß die mitteldeutsche Metallindustrie die Unterstützung der gesamten deutschen Metallindu- strie in dem ihr aufgezwungenen Abwehrkamps ge­funden habe, weil die bisher rasch aufein- ander folgenden Lohnerhöhungen unter keinen Umständen fortgesetzt werden könnten, wenn der gegenwärtige Preisstand gehalten werden soll. Die» sei die unumgängliche Voraussetzung für die Ausrecht­erhaltung des jetzigen Beschäftigungsgrades. 3n den nächsten Monaten laufen rund 260 Lohntarife ab. Der Zustand, dah jeder larlf ablauf die Ge­werkschaft ju einer Lohnforderung veran­lasse, sei volkswirtschaftlich untragbar, da er zur dauernden Beunruhigung der Wirtschaft führe. Dar­aus ergebe sich, dah die Auseinandersetzungen in Mitteldeutschland richtunggebend für die Lohnpolitik der ganzen deutschen Industrie werden müsse.

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Bahnhotstraße 65 B 59a Fernruf 1367

-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Berlin li. tetr

Berlin

Sd)h'&-| l-Uhr- ISch uhU Dnsong Nurs I Knr, | ßMteJfiitr

Datum:

8M|

87,5

140.5

140.5 -

136.5

135.5

9.3,5

81.4

249,5

4,3

90.25

88

25 1

75,5

76.85

13,13

13,13

13,1

0

203

16.76

16,65

0

Cberfcblef KokSwrrke

0

150

151.9

98,75

156

81Uo Deutsche Crcditanft. 10

144,5

10

14

140

176

Banknoten

161

Kto

pZetallbanf «eichSdank

195,5

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7

:, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

460,25

126

195

25.13

24 65

151 9

212

179.25

139,13

)anfa Tampffdnff liorbtieutldber Woob

51.8

15,6

51,9

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52.1.9

15.8

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6

12

10

10

10

9

13.75

13.13

13.5

13,25

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246

169

138.5

100

111

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Äoli Mfdxreteben . ÄaltöeftcreqeUl . . Kaliwertaüt>etfurtb

281.75

576

430

248.75

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10

12

218,5

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260.65

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164.75

183

143,65

145

269,13 176

230

161

158

158 /, 208

Scheid, anstatt . . Goldschmidt Rntgerewerke . . Metall aetellichof»

254,75

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138

52,13

16

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137

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13.1

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72

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29

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117

117 75

140

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141.5

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84

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141 65 226,5 120.5 141.9 151.5

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F/. Dl Reichsanleihe v 1927 Di Anl Ablos Schuld mit Auslos -Rechten

DeSal. ohne Ausl f.Rechten 7°/o ftraiiti Hap.-Sl. Go dvl unkündbar bis 1932

</»% Rheinische 6ttp »Bank Lwu -Go.dvl

V E G adg PorkrtegS-Ob hgationen. rückzahlbar 1932 41', Schwelt Bundesb.-Anl. *°/e Oesteretchilche Goldrie 4,20°/, Cefterr ich Silberne *"/o Ceiterreid) ein. eilt. Rte 4% Ungarische Goldrie 4°/o Ungarische Staattzr v 1910 4*/*/. desgl von 1913 «/□ Ungarische Mronentte <0/ Turk. Hollanleihe v 1911 4% Turk Bagdavbohn.Anl

Serie I

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Kllg DeuriSr Eisenbahn 4'/, Hamburg-AmerckaDatei . 6 lönmb -Sudam Tammlch b

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Rheinische Braunkohlen io

Rheinstahl 0

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Rorwegische Roten......

Deutich-Lesterr., 5100 Jtronen Rumänische Roten......

Schwedische Roten......

Schweizer Roten.......

Spanische Roten.......

Tschechoslowakische Roten . . Ungarische Roten . .

DevifenmarU Derlm:

Telegraphische Auszahlung.

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Berlin

Frankfurt a. M |

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112. | 13 2.

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I6o

I64.2J

167

183.5

168 25

217 5

219,25

218,5

122

122.5

122

258,6

260

261

149,75

153

_

188

178.5

180

178 65

283

28u

284

128,75

159,5

160.5

96 2.5

98

97.5

130

130

HO

132

133.5

134

185.5

187.5

187.5

-

-

141,5

222

227

224.2

119

121.9

120.13

142.25

148

151.5

150,5

116

116.5

117.5

106.n

106

-

-

95 7.3

99

100

100

233,5

234

233. ü

16.5

166

165.75

148

146.5

102.0

103,25

103

43.5

44

43.75

173.75

182.5

173

183

248

>

248.5

i59.25

.60 23

260

127

199.4

203.75

111,25

96

98

97,25

176

11 Febr.

13 Febr.

Amtliche C6e(b

Roti rung Brie'

Amtliche Notierung

Äeld

tönet _

ÄMN-. Ron

168,70

169,04

168,68

I6S.02

Burn^Aires Brsi- Äntw

1,791

1,795

1,791

1,795

58,44

58,35

58,47

58,82

Edristiania

111,45

111.67

111,49

111,71

stovenbag-n

112,21

112,4.1

112,19

112.41

Stockholm

112,38

112.60

112.47

112,69

HelsingforS

10,555

10,575

10.552

10,572

Italien. .

22,19.i

23,235

22,195

22,235

London. . .

20,426

20,466

20.423

20, 46.3

Rennork . .

1.1905

4,1985

4,1900

4,1980

'BnriS. . .

16,465

60.600

16,505

80,676

16,46

80,60

71,16

16,50

80,76

Schweiz . .

Svanien -

7t 28

71,42

71 30

Iavan . .

1.964

1.968

1,961

1,965 0.505

Rio de Jan

Wien in D.»

0.5035

U.50*i5

0.503

Lest- abgest

19.01

59.1.3

J8.985

69,105

Prag . Belgrad

12.418

12,438

12,417

12,437

7,362

7.376

7.364

7,37k

Bubaöcft .

73.21

73,35

73,20

73.34

Bul arien

J.027

3,033

3,032

3,038

VifTübon

19,58

19,6 2

13,58

13,62

Danzig .

81.61

81,77

81,62

81,78

Konst.ntin

2.122

2,126

2,121

2,127

Wtben. .

5.544

6,606

5,544

5,556

Lanada

1.181

4,189

4,180

1,188

llrn uav

4,27h

4,284

4,276

4,281

tahv -

20.95

20.99

20.947

20 987

Berlin. 11 {febr.

|-CtD |

Bnet

Ämerilanliche Roten.....

4,173 I

4,193

Belgtiche 'Jioten......

58,23

58.47

97,76

Dänische Roten ......

>12,03

112,47

Englische Roten.......

20,39 |

20.47