Einzelbild herunterladen

Kußball - Länderlämpfe.

Das im Aachener Stadion vor 15 000 Zuschauern veranstaltete Ländertreffen Westdeutschland Luxemburg gewannen die Westdeutschen 6:0 (4:0).

In Lausanne siegten die schweizerischen Repräsentativen übtfr Frankreich 4:3 (3:0).

Im Amsterdamer Stadion trennten sich die Län üermannschaften von Holland und Belgien 1:1 unentschieden.

Ein Länderspiel der Arbeitersportver- l> ä n d e von Deutschland ui.d Frankreich im Stadion von Vincennes endete 5:1 (4:1) für Frankreich.

Handball.

Am di« süddeutsche Meisteischaft.

Gruppe Ost: D. S. V. München Sp. Dgg. Fürth 2:0.

Gruppe West: Sp. D. 98 Darmstadt V. f. R. Kaiserslautern 5:1.

Damen: Postsportverein Frankfurt V. s. R. Mannheim 2:0.

Aufstiegspiele zur DezirkSliga.

Germania Wiesbaden Polizeisportverein Butzbach 1:4.

Kickers Offenbach Rotweih Darmstadt 2:2.

O. <5. B.-Handballpokal-Endspjel in Darmstadt.

Brandenburg und Süddeutschland kämpfen, nach­dem Mittel-, West-, Nord- und Südostdeutschland und die Balten in den Vor- bzw. Zwischenrundenspielen ausgeschieden sind, am 2 5. März in Darmstadt um den HandbaUpokal der Deutschen Sportbehorde für Leichtathletik. Im Vorjahre standen sich in Halle vor einer vieltausendköpfigen, begeisterten Zuschauer­menge Süddeutschlond und Mitteldeutschland gegen­über. Die Auswahlmannschaft Mitteldelltschlands konnte damals mit 10:7 das Spiel für sich ent­scheiden. Die Leitung des Spieles liegt wieder in den Händetz Pöthmanns (Barmen).

^Het y/z schlägt Wafferfrermde"- Hannover.

Das mit Spannung erwartete Wasserballspiel des deutschen Wasserballmeisters Wasser- freunde Hannover mit dem holländischen Wasserballmeister Het (^"-Amsterdam, dos am Donnerstag im Zuiderbad in Amsterdam ousgetragen wurde, endete nach äuherst ab­wechslungsreichem Spiel mit dem Siege der Hol­länder 5:3 (3:2). Der holländische Meister spielte teiweise recht körperlich, weshalb in der zweiten Hälfte ein holländischer Spieler vom Schieds­richter herausgestellt werden muhte. Durch ihre Schuhunsicherheit vor dem Tore, sowie durch eine zweifelhafte Entscheidung des einen Linienrichters kamen die Deutschen um den Sieg. Die Wasser­freunde nahmen auch noch an zwei Staffel­schwimmen teil: in der 3-mal-50-Meter--Staffel be­legten sie einen ten zweiten Platz in 1:43 8 vor zwei anderen '....'.nnschaften hinterHet V", die 1:41,8 benötigten. Auch in der 8-mal-50°Meter- Staffel belegten die Wasserfreunde einen guten zweiten Platz mit 4:12,5 hinterHet B" mit 4:06 und vor vier anderen holländischen Mann­schaften. Großen Beifall lösten die Kunstsprünge des Deutschen Riebschläger - Zeih, des hol­ländischen Meisters Lot gering und des Amsterdamer Meisters Fritz Mette (gleichfalls ein Deutscher) bei dem z- hlceich erschienenen Pu­blikum aus.

Wafferfreuride Hannover in Brüssel geschlagen.

Der Deutsche Wasserballmeister Wa sser- freunde Hannover machte auf seiner Aus­landreise am Samstag in Brüssel Station, um dort ein Spiel gegen den Royal Swimming C l u b B r ü s s e l auszutragen. Die Brüsseler Mann­schaft, deren Spieler fast vollständig in der belgischen Nationalmannschaft vertreten sind, konnte nach span­nendem Spielverlauf die Wasserfreunde knapp 5:3 besiegen.

Zwei neue Siege der deutschen Kechtmeisterin.

Bei dem am Donnerstagabend fortgesetzten Fechtturnier im Haag konnte die deutsche Florett­meisterin Frl. Helene Maier (Offenbach) abermals Erfolge gegen einige der besten hol­ländischen Fechterinen erringen. Sie schlug in zwei Florettgängcn Frl. K o d e r i t s ch mit 8:3 Treffern und Frau Admiroal mit 6:3 Treffern.

Schulbetrieb der Segelflieger.

Der Schulbetrieb in der Segelfliegerschule der Rhön-Rossitten-Gesellschaft auf der Wasserkuppe ist am 1. März wieder eröffnet worden. Gegen­wärtig findet dort ein Akademikerkurs statt. Das schöne Wetter der ersten Märzwoche begünstigte eifrigen Flugdienst. Der Kurs, der von etwa 20 Schülern besucht ist, dauert bis Ostern. Am Osterbienstag beginnt sodann ein dreiwöchiger Kurs für fortgeschrittene Schüler, die die eigent­liche Kunst des Segelfliegens erlernen sollen. 3m Juni Juli ist sodann ein Anfängerkursus vorgesehen, um Vereinen, die am Rhön-Wett­bewerb teilzunehmen beabsi hligen, aber noch keine ausgebildeten Führer besihen. Gelegenheit zu geben, ihre Mitglieder noch vor dem Wettbewerb zu schulen. In Rossitten beginnen die Kurse am 15. April.

Buntes

3n der Werkstatt des Augenkünstlers.

Die starren und leeren Glasaugen, die früher von solchen, die ihr Auge eingebüht hatten, ge­tragen werden muhten, waren entstellend und konnten niemanden täuschen. Die Glasaugen von heute aber sind auch für den schärfsten Beobachter gar nicht mehr als künstlich zu erkennen: sie sind in ihrer Färbung, Aederung und den feinsten Einzelheiten ganz genau auf das andere Auge abgestimmt und können sogar durch die Augen- musleln bewegt werden: ihre Pupille erweitert sich und zieht sich zusammen unter dem Einfluh des Lichtes, geradeso wie das gesunde Auge, Wunderdinge werden von diesen Meisterwerken berichtet. So passierte es kürzlich in einem Lon­doner Krankenhaus, daß eine geschulte Kranken­schwester dem Patienten ein Heilmittel in das Glasauge eintröpfeln wollte und sich gar nicht davon überzeugen ließ, daß es einfalsches" sei. Auch Aerzte haben sich schon bei der ersten Untersuchung geirrt und ein falsches Auge für ein natürliches gehalten. Die Arbeit cir.es modernenAugenkünstlers" gehört zu den schwie­rigsten Handfertigkeiten. Das künstliche Auge wird während der Herstellung niemals mit den Fingern berührt: seine Formung erfolgt durch eine überaus geschickte Behandlung geschmolzenen Glases. Der Augenmacher sitzt an einer Bank, ein Lötrohr vor sich und Dutzende von Röhrchen und Stäben verschiedensten Glases in seinem Bereich. Er nimmt eine Röhre von Milchglas in die Hand, hält das Ende in die Flamme, und wenn es in der Hitze schmilzt, dann bläst er daraus eine Kugel in der Gröhe des gewünschten Augapfels. Auf die glu^^-^dheiße Spitze der Kugel zeichnet et dann die SriT indem er winzige Ströme von blauem, braunem ober anberm Glas darauf verteilt, bis das Aussehen des andern Auges täuschend nachgeahmt ist. Während der ganzen Zeit dreht er die Glaskugel in der Flamme. Seine Hand muß mit der größten Sicherheit arbeiten, denn die Anbringung der gewünschten Farben erfordert die behutsamste Behandlung: die farbigen Glasstäbchen müssen erhitzt und zu den feinsten Fäden ausgezogen werden. Sst die Sris mit allen ihren Feinheiten geschaffen, bann wird ein klarer Kreis, die Pu-

Allerlei.

pille, hinzugefügt. Dies geschieht durch das Auf­trägen kleinster Punkte von schwarzem Glas. Dann erhätt das Auge seine Linse, einen Hebet- zug von Kristallglas, der auch in geschmolzenem Zustande datübetgelegt wird. Für die einzelnen Adern des Auges werden Glasfäden von solcher Feinheit verwendet, daß sie kaum noch sichtbar sind. Ist der Augapfel fertig, wobei alles nach dem gesunden Auge gearbeitet wird, bann folgt die Formung bes Hinteren Teils der Glaskugel, die so gestaltet wird, daß die Augenmuskeln die Kugel bewegen können. Dann wird das Meisterwerk in einem Sandbade gekühlt und ist fertig. Die Kunst der Augenanfertigung geht bis in die Zeit um 500 v. Ehr. zurück, in der die Priester die ersten bekannten künstlichen Augen aus Ton anfertigten, auf denen ein Auge gemalt war. Heute stellt man auch künstliche Augen für Hunde, Katzen, Papageien und andere Lieblingstiere her. Eine luftige Geschichte erzählt ein solcher Augenkünstler Tay'or aus feinen Er­fahrungen. Ein Kunde beklagte sich nach einem luftig verbrachten Abend" bei ihm darüber, daß fein künstliches Auge zu dem natürlichen jetzt gar nicht mehr passen wolle. Es war nämlich blutunterlaufen und trübe. Der Künstler mußte ihm daher ein zweites Auge Herstellen, das zu dem Zustand seines Raturauges paßte.

(Elefanten mit vier Stoßzähnen.

Daß es Elefanten mit vier Stoßzahnen gibt, geht aus dem Bericht eines englischen Kom- inifsars im Sudan, Major Black, hervor, der von der naturgefchichtlichen Merkwürdigkeit aus dem Zande-Gebiet berichtet, einem Land, das der belgischen, französischen und anglo-ägyptischen Regierung gehört und von der Schlafkrankheit ver pestet ist, so baß sich bisher nur wenige weiße Säger hineingewagt haben. Der Zande- Sultan Rgilima soll, wie in derTimes" mit­geteilt wird, einen solchen Elefanten mit vier Stoßzähnen erlegt haben, der auch von Weißen in Riangara besichtigt worden ist. Der Kopf eines Elefanten mit drei Stoßzähnen wurde im Sahre 1925 von dem belgischen Beamten S. van de Beide aus Dungu im Zande-Gebiet nach dem belgischen Kolonialmuseum in Ser- vueren gesandt.

Vom Austveriunqsrecht.

Eine neue wichtige Entscheidung für die Gemeinden.

Das Anleiheablösungsgeseh, unter welches die Anlechen des Reiches, der Länder und Ge­meinden fallen, kennt im Gegensatz zum Auf­wertungsgesetz keine Auswertung kraft Rückwir­kung. Demzufolge kann gemäß § 32 Absatz 1 des Anleiheablösungsgefehes eine Auswertung ge­tilgter Gemeindeschulden seitens des Gläubigers nur bann noch verlangt werden, wenn sich dieser bei der Annahme des Tilgungsbetrages seine Rechte Vorbehalten hat. Dieser Vorbehalt kann sowohl mündlich wie schriftlich erfolgt fein. Reuer- dings wird nun von feiten der Gläubiger der Begriff einesstillschweigenden Vorbehalts" kon­struiert, und zwar in allen Fällen, in denen der Gläubiger seinerzeit die Rückzahlung des Dar­lehens ohne einen ausdrücklichen Vorbehalt an­genommen hat. Man behauptet, der geringe Geldwert der geleisteten Rückzahlung könne nicht als Leistung, d. h. Erfüllung der Zahlungspflicht angesehen werden, und liege hierin auch ein stillschweigender Vorbehalt für den Gläubiger. Auch die hessische Beschwerdestelle beim Verwal­tungsgerichtshof hatte sich in einer Entscheidung auf den Standpunkt gestellt, daß z. B. eine Papiermarkzahlung, welche am 7. Februar 1923 erfüllt war, und welche einen Goldmarkwert von nicht einmal einer Goldmark hatte, von dem Gläu­biger nicht als schuldentilgende Leistung des Schuldners angesehen werden könne, selbst wenn bei der Zahlung ein Vorbehalt nicht gemacht worden ist.

Run ist von der Beschwerdestelle für Anleihe­ablösung beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof eine Entscheidung vom 30. September 1927 in Sachen der Bezirkssparkasse Erbach i. O. gegen Gemeinde Beerfelden ergangen, die einen an­deren Rechts st andpunkt in dieser Frage einnimmt unbfür d i e Gemein­den von größter Tragweite ist. Dieser Entscheidung liegt folgender Sachverhalt zu­grunde: Die Gemeinde Beerfelden schuldete aus mehreren Schuldurkunden der Sahre 1910, 1913 und 1916 der Bezirkssparkasse Erbach einen Rest­betrag von 173 632,91 Mk. Dieser Betrag wurde am 12. Suni 1923 mit ganzer Summe aber in einem Goldmarkwert von 9,10 Goldmark zurück- bezahlt. Der Gemeinderat Beerfelden hat den von der Bezirkssparkasse Erbach nachträglich gel­tend gemachten Anspruch auf Gewährung von Ablösungsanleihe in Höhe des bezahlten Rest­betrags abgelehnt mit der Begründung, bah ja die Bezirkssparkasse Erbach bei der Abnahme der Leistung einen rechtsgültigen Vorbehalt nicht ge­macht habe. Das Kreisamt Erbach hat den An­spruch der Bezirkssparkasse Erbach zurückgewiesen mit der Begründung, daß die Gläubigerin das entwertete Geld ohne jeden Vorbehalt ange­nommen habe, die 'Abtragung entsprechend ver­bucht und quittiert habe. Die Bezirkssparkasse Erbach hat diese Entscheidung angefochten unter Hinweis auf eine Entscheidung der Reichs­schuldenverwaltung, wonach das Schweigen des Gläubigers bei Empfang einer Schuld in den Zeiten des stärksten Währungsverfalls nicht als Erfüllungsannahme gedeutet werden könne. Die

Beschwerdestelle hat die Beschwerde er Bezirkssparkasse ab gewiesen. Der Verwaltungsgerichtshof stellt sich in dieser Entscheidung auf folgenden Standpunkt: Die An­nahme eines stillschweigenden Vorbehalts er­scheint angesichts der Ausstellung einet vor­behaltlosen Quittung unangängig, zumal ja auch die von der Gläubigerin zitierte Aeußerung der Reichsschuldenverwaltung nicht verwendbar sei. Es fehlt nach Auffassung der Beschwerdestelle an jedem Anhalt dafür, daß über die etwa vorhan­dene Mißstimmung der entwerteten Zahlen ge­genüber hinaus der Entschluß eines rechtlichen Vorbehalts gefaßt worden sei. Der Hinweis auf die besonderen wirtschaftlichen Beziehungen für die vorliegende Entscheidung kann ebenfalls nicht von rechtlicher Bedeutung sein. Ebenso ist zwei­felsfrei, daß alle als Schuldscheindarlehen der Gemeinden anzusprechenden Forderungen nicht nach dem Aufwertungsgesetz, sondern nach dem Sondergesetz über die Ablösung öffentlicher An­leihen und der auf ihm beruhenden Ausfüh­rungsvorschriften zu behandeln sind, einerlei, ob sie werbenden Zwecken dienen, oder zu anderen Zwecken ausgenommen worden sind. Die Be­schwerde muhte deshalb als unbegründet zurück­gewiesen werden.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 8. März. Fühlt sich jemand durch Aeußerungen eines Dritten gekränkt, so soll er vorsichtig fein und nur dann Privatllage gegen ihn wegen Beleidigung erheben, wenn er sich selbst feiner Beleidigung seines Gegners schuldig gemacht hat. Sonst läuft er leicht Gefahr, dah der andere Widerklage erhebt, und daß dann beide bestraft werden. Dies muhte heute ein Fräulein L. erfahren, das einen unter ihm wohnenden Herrn R. verklagt hatte. Dieser wurde kurz vor Weihnachten gegen 11 älhr abends, als er schon im Bette lag, durch Klavierspielen in feiner Rachtruhe gestört. Sn der Annahme, es werde in der Wohnung des Fräulein L. gespielt, klopfte er mit dem Besen wiederholt an die Decke. Als er sie und ihre Schwester am nächsten Morgen im Keller traf, machte er den beiden, mit denen er nicht gut steht, Vorhalt und sagte zu ihnen, wenn sie wieder Klavier spielen wollten, sollten sie es am Tage tun und nicht nachts um 3/Jl Uhr. Die beiden Damen ließen sich einen derartigen Vor- wurs um so weniger gefallen, als sie völlig un­schuldig waren. Denn nicht bei ihnen, sondern in dem Rebenhaus war gespielt worden, und es Hang nur infolge der dünnen Wände so, als ob es in der Wohnung der beiden Fräulein L. ge­schehen wäre. Ein Wort gab das andere, R. be­leidigte Fräulein L., und diese erwiderte mit einer Beleidigung. Es wäre nun das Klügste ge­wesen, wenn beide Teile sich dabei beruhigt hätten. Statt dessen erhob Fräulein L. Klage wegen Beleidigung, woraus R. mit einer Wider­klage antwortete. Das Ende vom Lied war, daß die Streitteile sich verglichen, sonst wären sie beide gestraft worden. Jeder nahm seine beleidigenden Aeußerungen mit Bedauern zurück und zahlte die auf feiner Seite erwachsenen Kosten, R. außerdem die Gerichtskosten, weil die von ihm geäußerten Beleidigungen schwerer waren.

Wirtschaft.

Oie Reichsbank Anfang März.

Der Ausweis der Reichsbank vom 7. März zeigt einen Rückgang der ge­samten Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 141,8 Mill, auf 2 405,8 Mill. Mk. Sm einzelnen haben abgenommen die Bestände an Wechseln und Schecks um 75,3 Mill, auf 2 260,9 Millioren Mark, diejenigen an Lombards um 66,5 Mill. Mk. auf 50,6 Mill. Mk. Die Anlage in Effekten ist mit 94,2 Mill. Mk. weiterhin unverändert geblieben.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 225,4 Mill. Mark in die Kassen der Bank zurückgeflossen; und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbank­noten um 200,6 Mill, auf 4 067,7 Mill. Mff. verringert, derjenige an Rentenbankscheinen um 24,8 Mitt, auf 605,6 Mitt. Mk. Dementspre­chend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 43,1 Mitt. Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 526,5 Mill. Mk. eine Zunahme um 35,5 Mill. Mk.

Die Bestände an Gold und bedünge- fähigen Devisen sind mit 2185,6 Mitt. Mark, im einzelnen die Goldbestände mit 1 883,3 Millionen Mark, die Bestände an deckungsfähi­gen Devisen mit 297,3 Mitt. Mk. ausgewiesen.

Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 44,2 Proz. in der Vorwoche auf 46,4 Proz., die durch Gold und deckungS- fähige Devisen von 50,8 auf 53,7 Proz.

Oie Beschäftigung der deutschen Wersten.

Die Hamburger Werften treten soeben in einer Erklärung an die Öffentlichkeit der Be­hauptung entgegen, daß sie jetzt voll beschäftigt seien. Rach ihren Angaben ist die ArbeiterzaAl gegenüber der Vorkriegszeit auf ungefähr/, gesunken: die hamburgischen Werften müßten heute 32 000 bis 34 000 Arbeiter beschäftigen, statt nur 16 000. Die Beschäftigungslag« der deutschen Werften hat in der Rach­kriegszeit außerordentlich heftigen Schwankungen unterlegen, auch die deutsche Werftindustrie hat unter dem Zwang der Verhältnisse eine scharfe Rationalisierung durchgemacht, wenn auch die Krönung, nämlich die Gründung eines deutschen Werftentrusts, an dem Widerstände der im Familienbe'itz be'indlichen Werftunternehmungen gescheitert ist. Mitte des Vorjahres brachen die großen Reubauaufträge der großen deutschen Reedereien (Hapag, Norddeutscher Lloyd, Hanfa- Damps usw.) einen ve.hältnismäßig günstigen Be­schäftigungsgrad, der allerdings die Leistungs­kapazität der Wersten nicht voll in Anspruch nimmt. Snzwischen sind, wie die zahlreichen Stapelläuse der letzten Zeit zeigen, Fertigstellun­gen in erheblichem Umfange vorgenommen wor­den, so dah die deutsche Werftindustrie ins­gesamt betrachtet mit einem nur wenig über dem Ende 1926 liegenden Auftragsbestand in das Sahr 1928 hineingegangen ist. Allerdings befinden sich einzelne große Werften in günstiger Lage. Wie sich die weitere Entwicklung ergeben wird, ist zunächst schwer zu sagen, da trotz der Freigabe deutschen Eigentums in Amerika, welche besonders den Großreedereien zugute kommt, mit besonderen Reubauaufträgen nicht zu rechnen sein dürfttz, weil diese Unternehmungen die ihnen zuflleßenden Mittel bereits im voraus bei ihren im Vorjahr erteilten Reubauausträgen veranlagt haben. Eine Besserung könnte nur durch Zu­nahme ausländischer Aufträge eintreten.

Von den Gchlachtviehrnärkien.

Da nach dem Monatsbeginn der erhvfste Mehr­verbrauch in Fleisch» und Wurstwaren nicht hin­reichend eingesetzt hat, hielt sich der vorliegende Bedarf wesentlich unter der Beschickung in Groß­vieh und Schweinen. Eine weitere Verschlechterung der Marktlage wurde lediglich durch das einiger­maßen befriedigende Abschneiden der Frischfleisch- Märkte und die etwas stärkere Beteiligung des Exports vermieden. Den Kilbermärkten kam der demnächstige Beginn der Konfirmatton zustatten, der gewöhnlich einen vermehrten Kalbfleisch­konsum bringt.

Für Rinder, die etwas zu reichlich aus bett Markt gestellt waren, belief sich der Auftrieb auf 16 500 gegen 14 900 Stück in der Vorwoche; Schweine waren in 106 000 Stück (99 800) an-

1 A/J U____

LASTKRAFTWAGEN OMNIBUSSE

Generalvertreter Gießen: Georg Karl Reit, Ostanlage 7, Telephon 298.