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Vorzug gegeben würbe. Aber sie werden nicht mehr ben^chteUigt. (Sonderbar eigentlich, daß wir das schon dankbar empfinden.) Eine Vor- e^igcnc>mmenheit. die im Kriege die Formen des erbitterten Boykotts angenommen hatte, scheint nun endgültig überwunden.

Cs ist rührend und schön, in der Staats- Universität von Californien ein deutsches Weih- nachtsspiel von amerikanischen Studenten auf­geführt zu sehen. Die jungen Gesichter, von den Bärten putzig entstellt, mühen sich mit den feier» '.ichen Reimen.Ci, ei, mein Jesulein!" rufen die Heiligen drei Könige mit kornischer Betonung auf der letzten Selbe, ilnb die hübsche Jungfrau Maria lächelt süß und leer zu den Huldigungen. Es war rührend und schön.Stille Rächt, heilige Rächt" von den jungen Amerikanern so andächtig und mühevoll gesungen zu hören.

Den Vorträgen der Germanisten bringt man Interesse und Respekt entgegen. Ich hörte auch in der California-Staats-Llniversität eine sehr gescheite Riehsche-Rebe unseres Freundes, des Professors Rolf Ioseph Hoffman, der einstmals einer Philosophenschule in Erlangen Vorstand.

Schulhygienische Glossen.

Von Dr. med. A. Grotjahn, Professor an der Universität Berlin.

Wenn der liebe Gott in der linken Hand die gesamte Schulhygiene hielte und in der rechten aas Verbot, mehr als zwanzig Kinder in einer Klasse zu unterrichten, und er spräche zu mir: wähle! so würde ich nach seiner rechten Hand greifen; denn die Gabe seiner linken wäre dann kaum noch nötig.

Jahrtausende sind nicht auf den absurden Ge­danken verfallen, daß der Mensch im Kindes­alter. also gerade in der Zeit feines stärksten körperliche:! Wachstums und seiner größten geisti­gen Schwäche, am fähigsten wäre, Wissensstoff aufzunehmen; erst das sechzehnte Iahrhundert, die Zeit des religiösen Fanatismus, gebar diesen un­glückseligen Gedanken, von dem wir uns an­scheinend nicht mehr frcimachen können.

Richt dos Alter von 6 bis 16, sondern von 16 bis 26 ist das zur Aufnahme von Wissensstoff geeignetste Alter; was Hänschen nicht lernte, lernt Hans immer noch sehr gut, wenn er die Anlage dazu hat und Interesse dafür bekommt.

Rur wer das unbekleidete Kind öfter ansieht, erhall eine richtige Vorstellung davon, wie schwächlich eigentlich der Körperbau des Kin­des ist; man versuch: auch die Seele des Kindes unbekleidet, d. h. ohne das Angelernte, zu sehen, und man wird sich leicht in die geistige Schwäche des Kindes einfühlen.

Vas Kind ist gelenkiger als der Erwachsene; cs kann besser lausen und Geschmeidigkeitsübungen verblüffender Art aussühren. Richts Ware jedoch verkehrter, als durch Analogieschluß diese be­sondere ileberlegenheit auf das geistige Gebiet /,u ^übertragen. Leider tun wir das jeden Augen-

Der Latcinvers der alten Schulmeister: sex septemve horas dormissc satis cst, zu deutsch. Sechs bis sieben Stunden Schlaf sind genug (wohlgernerlt: nicht für den Erwachsenen, sondern auch für das Kind!) hat nervenhygienisch geradezu werhcercnd gewirkt und tut es noch. Die Schlafzeit eines Kindes kann Überhaupt gar nicht lang genug fein.

Kc psrechnen und Rechenkunststücke sind für ein Drittel der Schulkinder ein heiteres Spiel, für '>wei Drittel eine qualvolle ileberbürbung. Womit haben sie die ungerechte, weil gleiche Leistungs­forderung verdient?

Die Griechen und Römer behelligten die Er­wachsenen. die durchaus Iefen und schreiben lernen wollten, nur mit je einem Zeichen für einen Buch­staben. Wir dagegen zwingen sechsjährige Kinder für ein und denselben Buchstaben acht verschiedene Formen auf: das kleine und das große A. beide geschrieben und gedruckt, und diese vier Formen dann noch sowohl lateinisch als auch gotisch, ilnb das durch das ganze Alphabet hindurch! Welch eine ungeheure Verschwendung von Zeit, Nerven- traft und Sitzfleischi

Ieder Lehrer hat ein gutes Gedächtnis; denn sonst würde er wahrscheinlich nicht Lehrer ge­worden fein. Cs muß daher besondere Anstren­gungen machen, sich in ein Schulkind mit schlech­tem Gedächtnis einzufühlen.

Das Kind mit dem erblich überkommenen schlech­ten Gedächtnis ist immer durch lleberbürbung gefährdet, äleberhaupt kann die Frage der äleber- bürdung nicht vom Lehrplan und vom Lehrziel aus. sondern nur nach den Anlagen des Kindes beurteilt werden.

Für die Schulkinder der Großstadt sollte ein ganz anderer Schulplan, andere Schulziele, andere Lehrmethoden und eine andere Zeiteinteilung er­dacht werden als für die Schulkinder in den Dörfern und kleinen Städten.

Einmal im Iahrc möglichst lange Ferien und sonst gar keine, damit allein könnten Schüler und Lehrer etwas anfangen.

Eine wirklich gesunde Schule hat es nie ge­geben und wird cs auch so lange nicht geben, als wir nicht zum Typus der Freiluftschule übergehen.

Wirtschaft.

Oie Reichsbank Anfang Zuli.

Wie der Ausweis der Reichsbank vom 7. I u l i zeigt, hat die gesamte Kapital­anlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 284,0 Millionen auf 2426,5 Millionen Mark abgenommen, und zwar sind die Bestände an Wechseln und Schecks um 173,0 Millionen auf 2304,2 Millionen Mark, die Lombardbestände um 111,0 Millionen aus 27,3 Millionen Mark zurückgegangen; die Effekten» bestände sind mit 94,0 Millionen Mark unver­ändert geblieben.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 269,5 Millionen Mark in die Kassen der Bank zurückgeslossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 247,5 Millionen auf 4426,7 Millionen Mark verringert. Der Umlauf an Renlenbankscheinen nahm um 22,0 Millionen auf 556,3 Millionen Mark ab; dementsprechend und un'.er Berücksichti­gung, daß in der Berichtswoche Rentenbanl» scheine in Höhe von 15 Millionen Mark gemäß § 7b des Rentenbankliquidicrungsgesehes getilgt worden sind, stiegen die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen um 7,0 Millionen auf 28,3 Millionen Mark. Die fremden Gelder gingen um 101,4 Millionen auf 423,8 Millionen Mark zurück.

Die Bestände an Gold und dcckungs- fähigen Devisen insgesamt sind mit 2344.9 Millionen Mark, im einzelnen die Goldbestände mit 2105.4 Millionen Mark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 239,5 Millionen Mark ausgewiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte s i ch von 44,6 Pro­zent in der Vorwoche auf 47,6 Prozent, die» jenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 49,9 Prozent auf 53,0 Prozent.

Oie Emissionen im Mai.

Rach den Berechnungen des Statistischen Reichs­amts wurden im Mai Wertpapiere im Be­trage von 395 Millionen Mark, gegen 440 Mill. Mk. im 2(pril d. I., im Inkande ausgegeben. Der Rück­gang erklärt sich durch die verminderte Ausgabe von Kammunalschuldverschreibungen der Booen- krediiinstitule, die im Mai nur 20 Mill. Mk. gegen 111 Mill. Mk. im April betrugen. Die umfang­reiche Aufnahme öffentlicher Anlei­hen hielt weiter an und übertraf mit 106 Mill. Mk. die des Vormonats in Höhe von 90 Mill. Mk. Im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Körperschaften haben die privaten Unternehmungen keine größeren Inlandanleihen aufgenomnien.

Die Aufnahme von A u s l a n d a n l c i h c ii zeigt eine außerordentliche Zunahme von 73.70 im April auf 414,05 Mill. Mk im Mai. Hieran ist sowohl die öffentliche, als auch die pri­vate Wirtschaft in gleichem Maße beteiligt. Von Kommunalanleihen sind die in den Vereinigten Staaten aufgelegten Anleihen des Deutschen Spar­kassen und Giroverbandes (17,5 Mill. Dollar), der Stadt Berlin (15) und der Stadt Frankfurt a. M. (6,25) zu nennen, ferner wurden 3 Millionen Mark Schiildverfchreibungszertifikate der Stadt Köln in Holland aufgelegt. Die Anleihen der öffentlichen Unternehmungen im Auslande fliegen von 21 Mill. Mark im April auf 65,70 Mill. Mk. Einen beträcht­lichen Rückgang weifen die Auslandanlei- hen von Kirchen ufro. auf, sie betrugen im Mai 2,02 Mill. Mk. gegen 13,83 Mill. Mk. im April. Der Betrag der von privaten Unternehmungen aufgenommenen Auslandanleihen erhöhte sich von 26,27 Millionen Mk. im April auf 180,58 Millionen Mark tm Mai.

* Beantragte Stillegung der Zeche Genera l". Die Verwaltung der zum Klöckner- Konzern gehörigen ZecheGeneral" in Weitmar bei Bochum hat beim zuständigen Oberbergamt die Still­legung beantragt. Der Betrieb wurde bereits in den legten Jahren stark eingeschränkt. Rach Genehmigung der Stillegung sollen die vorhandenen Anlagen ab­gebrochen werden. Auf der Zeche sind zur Zeit noch 150 Mann beschäftigt.

SranfTurtcr Börse.

Frankfurt a. M.. 11 Juli. Tendenz:

schwach. Die Börse eröffnete heute in ausgespro­chener schwächerer Haltung. Der schwache Verlauf der gestrigen Reuyorker Vörie verfehlte seine ungünstige Wirkung nicht. Dann drückte die überraschende Diskonterhöhung der Chikagoer Federal Reserve Bank von 4.5 auf 5 Pro',ent stark auf die Stimmung, da man nachteilige Einwirkungen auf die Entwicklung der internationalen Geidverhältnilse befürchtet Besonders aber wurden die Hoffnungen auf eine baldige Diskontsenkung der Reichsbank zer­stört. Allerdings zeigte der Reichsbank-Status bereits eine stärkere Entlastung nach Medio au. Äm allgemeinen übte die Diskonterhöhung auf das ganze Riveau einen derartigen Druck aus. daß bei den ersten Rotierungen meist etwa 1- bis 4pro^entige Rückgänge eintraten. Einige Spezialwerte waren stärker abgefchwächt. Die Baiste-S Peilstation versuchte die Abwärtsbewe­gung der Kurse durch Blancoabgabe zu beschleu­nigen. Schwach eröffneten von den Kaliwerten Westeregeln mit minus 9 Proz. Außerdem waren vor allem die Elekkrowerie Angeboten, von denen AiA9. und Lahmcycr um 4 Proz., Licht, und Kraft um 41/. Proz., Chade-Aktien 5 Mk.. Siemens 6,5 Proz. cinbühten. Auch I.-G.-Farben lagen mit minus 4 Proz. im Angebot. Zellstoff verloren etwa 3 Proz.. Schiffahrtswerte minus 2,/z Proz. Von den Banken lagen Commerzbank und Dis- contogesellschaft um l/4 Proz., Reichsbank 2' . und Danstbanl 31/. Proz. schwächer Von den Anleihen gaben Ablösung ohne Auslosung etwas nach. Alkbesih lagen gut behauptet. Ausländische Renten geschäftslos. Im Verlause wurden na­mentlich am Cleltromarkt einige Deckungen vor­genommen, so daß sich eine kleine Erholung bis etwa 2 Proz. durchsetzen konnte. Das Geschäft war auf ein Minimum beschränkt. Am Geldmarkt waren einige Rückflüsse zu verzeichnen. Tagesgeld 7'/., Proz. Am Devisenmarkt erfuhr der Dollar eine stärkere Kurssteigerung. Es lagen Mark gegen Dollar 4,1939, Pfund 20,402, London Kabel 4,8640, Paris 124,29. Mailand 92.85. Madrid 29 50. Holland 12.07V«.

Berliner Börse.

Berlin, ll.Iuli. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Die Tendenz, die sich in den letzten Tagen von der Löwenstein-Angelegen­heit langsam wieder erholen tonnte, belam heute vormittag erneut einen empfindlichen Stoß. Vor allem war es die überraschend gekommene Dis­konterhöhung der Chikagoer Federal Re­serve Dank von 4.5 Prozent auf 5 Prozent, die zu einer erheblichen Abschwächung führte. Hier­durch waren die Fragen der internationalen Geldverhältnisse wieder in den Vordergrund ge­rückt und besonders die immer noch im stillen gehegte Hoffnung auf eine baldige Dislont- fenfung bei uns so gut wie vernichtet. Der heute erschienene Reichsbankausweis trat hiergegen stärker in den Hintergrund, seine Entlastung um 248 Millionen wird als nicht besonders groß angesehen, auch die letzten Rückflüsse von etwa V« Milliarde und die Deckung, die eine Besse­rung um etwa 3 Prozent aufwcisen konnte, boten keine Anregung zu den ersten Kursen. Die älm- satztätigleit war nicht groß, die Aufnahmefähig­keit zu klein, so daß schon geringes Angebot ge­nügte. um 1- dis 3prozcntige Verluste hcrvor- zurufcn. Die bekannten Spczialpapierc waren bis zu 10 Prozent gedrückt. Deutsche Linoleum hatten 15 Prozent, Bcinberg und Glanzstoff 14 Prozent und Salzdetfurth hatten sogar um 16 Prozent verloren. Anleihen ebenfalls schwacher. Aus­länder geschäftslos. Anatolier, Türken und Bos­nier bis zu i/2 Prozent gedrückt. Pfandbrief­markt still. Liguidationspfarchbriefe noch unüber­sichtlich und eher wieder angeboten. Geldmarkt wenig verändert. Tagesgeld steifer, 6 bis 8 Proz. Monatsgeld 7% bis 8'? Prozent. Warenwechsel bis etwa 66/r Prozent. Im Verlaufe blieb die Stimmung ohne Einfluß. Die Kurse waren star­ken Schwankungen unterworfen. Am Kali- und Elettromarkt war das Geschäft lebhafter. Salz­detfurth holten wieder etwa 4 Prozent ihres Anfangsverlustes ein.

frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 11. Iuli Der heutige Produktenmarkt verkehrte auf Grund der schwa­chen Auslandmeldungen in schwacher und flauer

Haltung. Die Geschäftstätigkeit bewegte sich in lehr engen ©rennen und Umsätze mürben kaum

getätigt. Die Preisgestaltung erfuhr fast durch­weg eine Abschwächung, so fielen Weizen und Roggen um 0,25 Mk ebenso Weizenmehl um 0,25 Mark. Roggcnineh' gab sogar 0.50 Mk nach, unt» Roggen kl eie hat 0.25 Mk eingebüßt. Haler und Mais behauptet. Es wurden notiert: Wei­ten 1. gut. gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Aus- mud)$ 26,25, Roggen 28,25. Hafer, inländischer. «Int Aois (gelb) für Futterzwecke

^Deizenmehl, süddeutsches Spe- °' 36.25 bis 36.75; Roggenmehl 37.50 bis 38.30; Vöeizenkkme 13,50; Roggenkleie 16 Ten­denz: ruhig.

Eingesandt

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung,

Der ausgefallene Sonderzug nach Köln zur Presse-Ausstellung veranlaßt mich, zu folgenden 'Ausführungen: Seit dem Jahre 1925 ift mir be­kannt, daß von der Reichsbahnverwaltung zur Hc bung des Reiseverkehrs im Sommer Sonntags- Sonderzüge nach landschaftlich fchön gelegenen Stätten unseres Vaterlandes eingelegt werden. Die Bekanntgabe der geplanten Sonderzüge erfolgt durch Plakate und kleine Lokolnotizen in der lugespreffe. Die Plakate werden leider nicht an den Anschlagsäulen und tafeln angebracht, sondern hängen im Bahnhofsgebäude, sowie hier und da in den Schaufenstern einiger Firmen. Aus diesem Grunde ist es mir auch erklärlich, wenn öfter im lokalen Teil der Tagespresse eine kurze Notiz besagt, daßder am nächsten Sonntag geplante Sonderzug nach ... wegen ungenügender Beteiligung aus fällt". So war es auch mit dem für den 8.Juli- vorgesehenen Sonderzug zur Presse-Ausstellung nach Köln. Und warum? Am Donnerstagabend erschien die kleine Notiz im lokalen Teil desGießener An­zeigers" und am Freitagabend wurde mir am Fahr­kartenschalter, als ich fünf Fahrkarten wünschte (ein Erfolg meiner Werbetätigkeit in einem kleinen Kreise), das Ausfallen des Zuges mitgeteilt. An- scheinend war der Sonderzug nach Köln dem größten Teil des Publikums nicht bekannt. Meines Er­achtens müßte sich auch die Reichsbahnverwaltung des Werbemittels der R e 11 a m e durch 21 n ' Zeigen ufro. bedienen. Und hier bietet wohl die Presto" in Köln Vorzügliches. Möchte doch die Reichsbahnverwaltun g möglichst insgesamt diePresto" besuchen und dort Anregungen für eine bessere Propogondo für ihre Reiseoergiinsti. gungen empfangen. Was nützen dem Publikum alle Sonderzüge, wenn sie ihm nicht bekannt werden > Ferner wäre für das Publikum von großem Vorteil, wenn es schon mit dem Sommerfohrplan Kenntnis erhielte von allen geplanten Sommer-Sonderzügen. Dann könnte jeder Interessent für einen Sommer- ausflug sich auch mit dem Geldbeutel danach r-chten und au gegebener Zeit den von ihm gewünschten Zug benutzen.

Den von dem Einsender dt. in Nr. 160 des Gießener Anzeigers" gemachten Vorschlag holte ich auch für annehmbar, und wenn die Reichsbahn- Verwaltung in Zukunft etwas mehr als seither hie Reklame-Werbetrommel" rührt, so dürsten sich"r beide Teile Reichsbahn und Publikum -- zu­friedengestellt sein Dz.

Letzte Nachrichten.

Oer Schicksalsflug der

Oslo, ll.Iuli. (WTB. Funstpruch.) Der Ra­diotelegraphist, der auf der Bäreninsel Dienst hatte, als Amundsen den Flug an trat, von dem er bisher nicht zurückgetchrt ist, ist in Tromsoe eingetrosten. Seinen Schilderungen wäre zu ent­nehmen, daß das Flugzeug .Latham". das man lange Zeit in den Gewässern um die Bäreirinsel gesucht hat, sie gar nicht erreichte. Am 18. Iuni hat der Telegraphist von 5,30 älhr bis 12 Ühr nachts dauernd versucht, die Sendearbeit derLotham" zu hören. Seine Bemühungen. dis nur einigemal unterbrochen werden mußten, um die Wetternachrichten aufzunchmen. blieben je­doch vergeblich. Der Telegraphist versuchte dann seinerseits, die ,Latham" anzurufen, erhielt aber keine Antwort. Die bei ihm ein» gehenden Rachrichten über die Gisverhältnisse in der Umgebung der Däreninscl wurden von ihm an dieLatham" wcitergeaeben. Er versuchte auch das Motorgeränsch zu hören, formte aber nichts wahrnehmen. An dem fraglichen Tage war das Wetter klar und der Gesichtskreis infolgedessen ganz ungewöhnlich groß. Es wäre an sich also möglich gewesen, das Flugzeug zu beobachten, besonders da das Maddalenas-Flug- zeug später von der Flugstation aus gesehen un­gehört werden konnte.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

__Die hinter den Papieren angesührten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. Reichsöankdiskont 7 Prozent, LoinbardzinSfuß 8 Prozent.

Frankfurt o. M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Berlin. 10.

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168,36

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111,75

59,03

111,90

80,62

68,76

12,38

72,78

-Franks«

16,49a

169.04

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112,19

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69,04

12,44

73,08

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l-Uhr- kur»

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