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15 Metern.

Kreis Büdingen.

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Nachdruck verboten.

11. Fortsetzung.

Hessische besuchte am Stadt. Rach

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^Vas schon. Aber warum versteckt er sich |o.

Ich frag* ihn nicht oieL Zuviel wissen macht Kopfweh, Kindel. Weißt, unsere russischen Herren, die haben alle ihre eigenen Geheimnisse. Und es

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Möwe im Sturm

Vornan von Sophie Kloerß.

Mauern. Türmen und Wehranlagen. überwuchert vorn sattesten Grün, dann wieder das entzückendste Beraschloß, durch zierliche Giebel. Erker und prachtvolle Fensterreihen aufgelöst, am Fuße eine reizvolle Gruppe buntscheckigen Weidcviehes zwi­schen den ausdrucksvollen Farben des stimmungs­vollen Duragartens, so grüßte die Durg ihre scheidenden Gäste. 3n Dickiingen wurde noch in einem gemütlichen Plauderstündchen mit einigen Herren des hiesigen Grichichtsvereins in der .Walhalla" der echte Düdinger Apfelwein ver­sucht. worauf ine Gäste hochbelriedigt die Heim­fahrt an traten.

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Wüst (Allendorf a. d.Lda.). 4. Schütze Eberhard 1 Lotz (Allendorf a d.Lda.): 5. Schütze Karl Mut- l e r (Mendorf a. d. Lda.). Den Preisträgern wurden ' wertvolle Gebrauchsgegenstände überreicht

i 2Ius dem Lumdatal, 10. Juli. Begün­stigt durch das warme Wetter der letzten ^.age hat die Heuernte gute Fortschritte gemach«, so daß sie fetzt im großen und ganzen unter Dach und Fach ist. Man kann festflellen daß sie in diesem Jahre einer Mittelernte gleicht. Trocken gelegene Wiesengründe brachten em«r mehr als mittleren Ertrag, während feuchte W res en quantitativ und qualitativ zu wünschM übrig ließen. Dis jetzt ist wenig Rachfrage nach Wiesenheu neuer Ernte vorhanden. Da» schwere Gewitter, das am Freitag ver­gangener Woche über unsere Gegend zog. von starkem Hagelschlag begleitet, hat doch mehr Schaden angerichtet, als man anfangs annahm. Die Fruchtfelder, die vor dem Ge­witter aufrecht standen, sind vielfach von bem starken Sturm und Hagel, niedergedruckt worden. Besonders gilt dies von der Sommerfrucht, Die wenig Widerstand leisten konnte, während Die schon gehärteten Halme der Winterfrucht we­niger gelitten haben. Durch die Wucht der Hagel- lörner sind die Blätter der Hackfrüchte -er­schlagen und liegen zerfetzt am Boden. M (Stellen, wo der Sturm besonders hausen konnte, sind die Kartoffelstauden umgeknickt und abge­brochen worden. Auch an den Gartengewächsen ist der Hagelschlag nicht spurlos vorübergegangen. Hier sind es in der Hauptsache Bohnen und Gurken, deren zarte Ranken durch den Auf­schlag der Eislörner vernichtet wurden. Seiten- triebe, die die Ranken nun treiben, werden hoffentlich noch eine genügende Ernte bringen.

r. Rüddingshausen. 10. 3uli. Bei den Ausgrabungen für die Kellerräume eines Reubaues von Kaufmann Meyer hier, wurde ein sehr gut erhaltenes Steinbeil gefunden. Cs wurde von dem Besitzer für die Schul - s a m m l u n g gestiftet. Da man außer dem ge­nannten Stück keine Funde auS der Steinzeit machte, ist wohl anzunehmen, daß es von einem früheren Inhaber des Hauses im Keller auf- bewahrt wurde, wo es in Vergessenheit geriet, aber ursprünglich von einer anderen Stelle stammt. In letzter Zeit wurden in unserem Orte drei Wohnhäuser f e r ti g g e st e l l t. wovon eines zur Aufnahme zweier Familien bestimmt ist. Leider wurde die Baulust anläßlich der spärlicheren Abgabe des Staatszuschusses sehr verringert. Am Sonntag fand unter Leitung von Landwirtschastsrat Dr. Selz er (Grünberg) hier ein Feldrundgang statt. Cs wurde festgesteltt, daß die Saaten in unserer Gemarkung sich in gutem Zustande befinden, ausgenommen der Hafer. Don dem Leiter wurde dabei auf Mängel bei der Bestellung und die Wirkung der Düngernittel, hauptsächlich die Do- denverbesserung durch Kalk, die hier nottut, auf- inerifam gemacht. Abends h'' > dann Dr. Set­zer in der Wirtschaft *2Kü; noch einen lehr­reichen Dorttag über landwirtschaftliche Fragen.

a. Reiskirchen, 11. Iuli. Am 1. Iuli trat der Letter unserer Gendarmerie-Statt vn, Oberwachttneister Glaub, in den Ruhestand. 1914 wurde Herr Glaub von Grebenau hierher versetzt. Heber 14 Iahre hat er m pflichttreuer Weise den oft recht schweren Dienst versehen und sich dadurch Achtung und Wertschätzung bei der Bevölkerung erworben. DaS kam -um Ausdruck bei der Ehrung, die ihm aus dem Ort zuteil wurde. Gesangverein, Turn- und Kriegerverein brachten ihm einen Fackelzug und überreichten je eine Ehrengabe. Bei der anschließenden Feier ttn Gundrumschen Saale wurde in Ansprachen ernsten und heiteren Inhalts besonders hervor- gehoben. daß Herr Glaub neben seiner Eigen­schaft als Beamter auch stets Mensch war und daß ihm dieser 3ug feines Wesens die Hoch­achtung der Bevölkerung gesichert hat. Herr Glaub wird auch seinen Lebensabend in Reis­kirchen verbringen. Zu seinem Rachfolger wurde ; Wachtmeister Dusch aus Riederohmen ernannt.

i- Beitsberg-Saasen. 10. Iuli. Der Er­öffnungsgottesdienst der Kvnfirmanden- stunde fand in besonders feierlicher Weise am letzten Sonntag statt. Es waren sechs Konftr- manben, vier Iungen und zwei Mädchen, die i der Gemeinde vorgestellt wurden. In seiner t Predigt wieS der Pfarrer auf die besondere De- i deutung der Konfirmandenzeit für Eltern, Kinder ! und die ganze Gemeinde hin. Gottrswort als i das Fundament des ganzen Lebens soll den In-

halt der Unterweisung geben. Der Bedeutung her Feier entsprechend war eine breitere liturgische Gestaltung des Gottesdienstes gewählt. Die Ein­übung der Gesänge und des Sprechchores batte der Organist. Lehrer Herber, übernommen. Der Leitgedanke der ganten Feier war: GotteS- toort der Lebenshort. Sine gemeinsame Sitzung des Kirchenvorstands und der Kirchengemeindever­tretung beschloß die Einführung derTrau- Bibeln. Ferner wurden wichtige Fragen unserer Kirche erörtert, so die geplante innere W i e derherstellung unseres altehrwürdigen Gotteshauses und die Frage der Zuge­hörigkeit zum Kirchspiel Winnerod resp. den Wiederanschluh an die Kirche Wirberg, resp. den Wiederanschluh an die Kirche Wirberg, der allgemein gewünscht wird. Die endgülttge De- schluhfassung wurde einer bald anzuberaumenden neuen Sitzung zugewiesen.

z Wirberg, 10. Iuli. Am Sonntag fand der Gottesdienst zur Eröffnung der Konfir­mandenstunde in unserer Kirche statt. ES wurden auf genommen 23 Kinder, gegen 32 im vergangenen Iahr. Auf die einzelnen Gemeinden unseres Kirchspieles kommen in Beltershain fünf Knaben, zwei Mädchen: Göbelnrod ein Knabe sechs Mädchen: Harbach zwei Knaben, zwei Mädchen: Reinhardshain vier Knaben ein Mädchen.

4t Hungen, 10. Iuli. Die Oberklasse der ge - werblichen Fortbildungsschule unter­nahm dieser Tage in Stärke von 13 Schülern von hier und Umgegend eine Rheinfahrt über Rüsselsheim, Mainz, Riederwalddenkmal, Rieder­lahnstein. Die Rückfahrt erfolgte durchs, Lahntal. Dorbereitung und Leitung lag m den Händen des Gewerbelehrers Hübner von Ridda.

Kreis Friedberg.

nd. Ridda, 10. Iuli. Die hlesiae Kirchen- gemeinde hat von zwei au8 Ridda stammen­den Herren, die in Franksurtbei einer Welt­firma hervorragende Stellen bekleiden, eine Spende von 2000 Mark zu den Kosten der Wiederherstellung unserer evangelischen Kirche erhalten. Den edlen Spendern bleibt die Kirchengemeinde zu großem Dank verpflichtet. Sie haben schon mehrfach unauffällig und unge­nannt in mancher Familie hier die Rot gefav dort und dadurch ihre Liebe und Anhänglichkeit an ihre Vaterstadt und deren BewMhner in hochherziger Weis« bekundet.

]:[ Kefenrod, 10. Iuli. Der hiesige Ge­sangverein feierte am Sonntag sein 60- jährige« Bestehen, öingeleibet wurde die Feier am Samstagabend durch einen Fackelzug, aesangliche, turnerische und humoristische Dar- oietungen. Am Sonntagvormittag fand während des Gottesdienstes die Ebrung der Gefal­lenen statt, wobei auch der acht gefallenen Mitglieder durch Kranzniederlegung gedacht wurde. Don 12 älhr an wurden di« auswärtigen Cßereine, 22 an der Zahl, von den umliegende« Orten empfangen, ihn 2 Uhr betoegte sich ein Festzug durch die reich geschmückten 6traben des Dorfes, wie ihn die hiesige Gemeinde wohl noch nicht gesehen hat. Aus dem Festplatz an- - gekommen trug der festgebende Der ein den Sängergruß vor, und nach einem schön gesproche­nen Prolog hielt Lehrer Iüngling, Stefov» rod. die Festrede Rach einem kurzen Heber- blick über die Geschichte des DereinS gedacht, er besonders Der noch fünf lebenden M i t- begrünber. Im Anschluß daran fanden di« äleberteicbung der von den Dvrfiungfrauen ge* tiftaten Fahnenschleife und die üblichen Dankes­ansprachen seitens des IubelvereineS statt. Der weite« Teil des Festes wurde durch Sin«« der Gastvereine auf dem Festplatze und in den Zelten ausgefüllt, wobei die Festteilnehmer noch manches schöne Heimat-, DolkS- und beinlieb hören konnten. Für Dolksbelusttgungen und Tanz war reichlich Gelegenheit gegeben. Bei sehr gutem Wetter nahm das wohlgelungene Fest einen guten Verlauf.

Kreis Schotten.

S i chel«d o r f, 10. Iuli. Die Rhein - fahrt des Riddatal - S ängerbund«S am vorigen Sonntag war bei strahlender Iuli- fonne ungemein anregend und unterhaltend. Die Teilnehmerzahl betrug 425, wovon Ober-Schmittrn 125, ElchelSdorf und Untcr-Schmitten je 90, äHfa 56, Rainrod 37 und Eichelsachten 27 Mitfahrer stellten. Ein von Rainrod abgehender Sonder- zug brachte die Fahrgäste bereits um 8 Uhr früh an den Rhein, wo sie der Salondampfer Rheinlust" aufnahm. Man fuhr bis nach St. Goar, wo ein gestrandeter Rheindampfer die be- sandere Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Aus dein Rückwege besichttgie man daS Riederwalddenkmal. Der Sonntagsverkehr auf dem Rheine war äußerst belebt Zwischen imb neben vollbesetzten Dampfern Motorboote, Boote, Schwimmende und Baden del Rach zehnstündiger Fahitt auf dem Rheine brachte der Sonderzug gegen 23 Ühr die Teilnehmer wieder zu ihren Stationen zurück. Unter dem Ein­druck des unvergeßlichen Tage« wurde allgcnün der Wunsch laut, jährlich eine gemeinsame Sänger- fahrt zu unternehmen. ~ .

§ Ulrichstein. 10. Iuli. Auch in unserer Gegend ist die Heuernte nun In vollem Gang: feit Beginn des Monats haben die meisten Schulen Heuferien. Das Heu ist zum größten Teil bereite eingefahren und bei der außerordentlich günsti­gen Witterung der letzten Tage auch fefcr gut hereingekommen. Der Ertrag ist in diesem Iahre nach Menge tote nach Güte vollauf zufrieden­stellend. - Emc der ältesten hieiigm Per­sonen. Frau Katharina Fink. geb. Schmidt, konnte am Sonntag bei voller geistiger und i körperlicher Rüstigkeit ihren 8 3. Geburtstag L feiern. Die Sper re der Ohmstraße zwi-

Zieh dich an. Giulietta soll eilig deine Sachen packen. Wir müssen fort"

Pocken? Fort?" Sie sah hinter der Schwester Fredi Hochheim, und eine ganz irre Idee kam. Hotte der War Elena ihrem Gatten untreu ge­wesen? Was tat der Fredi hier in der Nacht in ihrem Schlafzimmer?

Schnell, schnell!" mahnte der Detter und |d)ob sie in ihr eigenes Zimmer zurück. .Laß dir helfen von der ©iulietta, wenn du es nicht allein kannst. MfU« in die Stoff er hinein, wie es kommt In einer Viertelstunde hole ich euch ab. Sie suchen fetzt noch Sergei Wladimirowitsch. In diese Zimmer werden Re hoffentlich so schnell nicht kommen. Ich hole eine Gondel an die Hintertür. Eilt euch! Eitt euch'.

Es wähtte keine $iertelftunbe,_ da war er wie­der da, packte zu wie ein Lastträger, schleppte mit Giulietta, die am verstörtesten von allen war, Koffer und Störte die Hintertreppe hinunter und jagte:Sie lasten euch hinten sott. Es liegt ihnen selber nicht daran, den Lärm noch zu vergrößern. Ader wenn morgen große Nachsuchung gehalten wird, muß das Haus leer fein."

Hinten an der engen Tür Mana hatte das Haus noch nie durch diesen Ausgang oerlaffen schaukelte das Fahrzeug in tiefem Dunkel auj dem Kanal. Ms sie sich gesetzt hatten, die Sachen ver­staut waren und die Ruder zum ersten Strich ein- tauchten, glitt ein« zweite Gondel hott an sie her­an, und ein Mann beugte sich zu ihnen hinüber.

Papiere und Geld." Eine Tasche flog Elena in den Schoß.Auf Wiedersehen. Fredi kann alles mit euch besprechen." Schon hatte die Dunkelheit Boot und Sprecher verschluckt

Sie trieben durch das Wirrnis der Kanal« dem Bahnhof zu. immer in engen Wasserläufen blei- bend, erjt kurz vor dem Ziel in den Eanale Grande

Sie war in helle Seide gekleidet und trug ein Diadem, das Maria bisher nicht bei ihr gesehen hatte. Die Steine sandten lange Strahlen durch den Raum, doch von den Spielern am Tisch blickte niemand in die Ecke hinüber.

Zwei Diener, wohl gemietete Leute Maria kannte sie nicht, gingen um den Tisch und boten Champagner an, hin und wieder griff einer nach einem Glas und stürzte den Wein hastig hin­unter.

Daß doch Sergei das Spielen nicht lasten kann! Und mit solcher Gesellschaft, dachte Maria und ging in das eigene Zirnnter zurück. Und daß er Elena zwingt, zwischen diesen Leuten zu sitzen! Und sie Aber sie ist Wachs in seiner Hand. Sie legte sich wieder nieder. Es war doch auch hier viel zu sorgen, und sie fragte sich, was eigentlich aus ihrer Zukunft werden sollte. Es gab hochgestellte Damen, bic sich ihr Brot verdienten. Das mar solch ein weiter, unheimlicher Begriff.

Andere hatten Heiraten gemacht, tief unter ihrem Stande. Die Prinzeß Margarete Elisabeth, die kleine Thüringerin, die schon etwas sehr in bie lebi­gen Jahre gekommen war, hatte einen Herrn Schulze aus Berlin geheiratet Lederhändler im großen. Sie hatte es bester als früher und ver- langte, daß alle Post an sie aufgegeben wurde un- ter der Adresse: Ihrer Hoheit Frau Schulze Sie war eine Stu fine von Marias Mutter gewesen.

Es lochte in ihr, als sie sich oorfagte: Meine fürstliche Tante, Frau Schulze.

Und mit dem Lochen kam Behagen, und nnt dem Behagen kam Schlaf .

Ein jäher Schlag an ihrer Tür, sie flog in die Hohe.

Lärm war im House. Don unten her kam Ge­schrei von Weiberstimmen, im Stanal riefen Män­ner, da schienen Gondeln zu halten. Der Schein von Mognefiumfockeln flog hell und flackernd über die Zimmerdecke. Morict saß, vom Schlag erschreckt aufrecht im Bett und lauschte. Do wurde zum zweitenmal an die Tür geschlagen. Jetzt Elenas Stimme:Maria, um Gottes willen, wach' doch auf! Schnell doch, schnell!"

Herousspringen und ein Morgenkleid überwerfen mar eins Sie war schon an der Tür. Da flog die auf, Elena stand im Rohmen.List du wach?

WGR. Dilbel. 10. Iuli. In letzter Zeit wurden in der Gemarkung Dilbel auf Grund erfolgreicher Wünschelrutenfeststellungen an nicht weniger als sechs Stellen neu« Brun­nen zur Gewinnung von kohlen- fäurehaltigern Mineralwasser, dem bekanntenDilbeler Sprudel" gebohrt von denen einer bereits seinen Betrieb eröffnet hat Dadurch erfährt die Zahl der Dilbeler Mineralwasser- Werke. die bisher schon 1618 betrug, eine ziem­liche Vermehrung. Welche Bedeutung die Mine­ralwassergewinnung für Dilbel hat geht barcnis hervor, daß über ein halbes Hundert in Dilbel ansässige Handelsunternehmungen sich mit dem Der trieb befassen. Die überschüssige natürliche Kohlensäure versorgt außerdem noch zwei Kohlen­säurewerke, die sogar exportieren. Der für den Bereich des größten Teils der Gemarkung Dil­bel bestehende Quellschutz verbietet die ^Tiefer- führung von Bohrungen als bis zu 15 Mit

etnbiegenb.

Wohin wollt ihr gehen. Elena?" fragte Fredi Hochheim. .Himmel, bat die Moria ein verstörtes Gssichrel! Arm? Kindel. Mitten aus dem Schlaf unb hinaus in die bunQe Rocht Also wohin. Elena? Dresben, Berlin, München? Irgend ein Ziel müht ihr schon haben, wenn ich die Karten los«» soll.- t

Ich weiß nicht In Berlin ich hob r me

uns forg^h wirb

erziehung und des praktischen Roturschuhes stellen können. , , _. ..

Rach der Tagung wohnte em großer Teil der Teilnehmer Dem Konzert auf der Kurhaus­terrasse bei, dessen von Oencralmufilbireltor SSeinx Bvngarh dirigierte Dortragsfolge der Bedeutung der Tagung in anerfennenätocxler Weise Rechnung trug, indem sie das Thema Die Tiere in der Musik- gewählt hatte.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 11.Iuli. In der vierten Sitzung fomrte der Gemeinderat gestern abend die Beratungen über den H a u S ha l tun g s p l a n für 1 928 zu Ende führen. Die Rubrik 29 (Kirch e), die in der vorigen Sitzung zwecks Rücksprache mit dem Kirchenvorstand zuruckge­stellt worden war, fand insofern ihre Erledigung, daß der Gemeinderat auf Antrag hin gegen zwei Stimmen die ihm nicht berechtigt erscheinenden Forderungen des Kirchenvorstandes ab lehnte und nur die Beträge bewilligte, zu denen er sich gesetzlich und moralisch ver­pflichtet fühlte. Es waren dies der Zuschuß zum Glöcknergehalt (150 Ml.), 1462 Wk. zur Tilgung und Zinsen vom Daudarlehen und wei­tere 750 Mk. für ein weiteres Darlehen von 3000 Mk. von der Landeskirchenkasse. In Ru­brik 42 wurde die Svzi a l r e n t ner un t e r- st ü h u n g von 2000 auf 4000 Mk. erhöht Ferner war der Gemeinderat einstimmig der Meinung, daß es auf die Dauer nicht möglich ist die Kosten für Versicherung unb Umlage jur 3er* sicherungsanstalt für Gemeindebe­amte, die 1928 5000 Mk. ausmachen, zu tragen. Gs soll in einer der nächsten Sitzungm eina Entschließung zur Weitergabe an den Landtag vorgÄegt werden, die eine Derminderung btefer Kosten anstrebt, da nicht einzusehen ist. daß diese Anstalten dermaßen starke Kapitalien an- häufen, wie eS z. D. bei der Angestelltenver­sicherung der Fall ist Auch Bürgenneister Schornber wurde beauftragt in der Burger­meisterversammlung in diesem Sinne zu wirrem Die Rubriken Wohnungsfürsorge, Steuern und Abgaben, Sondersteuer, Anteile an Reichssteuern und Reservefonds, wurden voranschlagsgemäß anerkannt. Zur Rubrik 58 wurde vom Vorsitzen­den des Zweckverbandes erläuternd mit­geteilt, daß in den Jahren 1926 und 1927 im Dor anschlag nichts zur Tilgung und für Zinsen für das Autounternehmen eingesetzt gewesen sei. Auch ist in der jetzt angeforderten Summe die Autohalle mitenthalten. Die Schuldentilgung, Ru­brik 59, wurde wie vorgesehen genehmigt Die Erhebung der Gemeindesteuern, die für ®nmbftcuer auf Gebäude 27 Pf. statt 1927 = 25 2 Pf., für Grundsteuer auf landwirtschaftlich genutztes Gelände 63 Pf. statt 1927 = 61 Pf. für Gewerbesteuer auf das Anlage- und Be­triebskapital 85 Pf. statt 1927 = 83,3 $f.. 140 Pfennig wie 1927 auf je 100 Mk. des staatlichen Gewerbesteuersvlls, und 40 Ps. statt 1927 39 2 Pf. auf je 100 Mk. der für das Rechnungs­jahr 1928 festgesetzten staatlichen Sondergebäude­steuer vorsieht, konnte nicht endgültig beschlossen werden, da dies noch durch die Auflichtsbehörde (Kreisamt) genau errechnet und geprüft werden muß. Eine Anftage wegen Beginn der Ar­beiten zur Gasversorgung wurde bähen b^emttoortet, daß jedenfalls bereits nächste Woche die Arbeiten vergeben und auch dann sofort ^begonnen werden.

y. Ruttershausen, 10. Iuli. Gestern nach- Hnittag zog ein Trupp auswärtiger 21 r» beiter, die z.Z. in Lollar beschäftigt sind, in ''unser Dorf rin. Rachdem sie gehörig gezecht hatten, verübten sie groben Unfug. Laternen und Fensterscheiben wurden eingeschlagen, Frauen, die auf der Straße standen oder zum Fenster herauSschauten, brutal blutig geschlagen, Latten von den Zäunen geritten ufto. Die De^rde wird den Rohlingen sicherlich den richtigen Denkzettel geben.

0 81H e n b o rf a. b- Lbo.. 9. Juli. Begünstigt oon prächtigem Wetter führte gestern ber hiesige Kleinkaliber-Schützenverein bei guter Beteiligung sein diesjähriges Preisschi eßen zu Ende. Um die ersten Preise stritten vier Schutzen mit je 35 Ringen. Das Endergebnis lautete: 1. Preis Schütze Ludwig Schwarz (Gießen): 2. Schutze Jakob Heil (Allendorf a. d.Lda.): 3. Schütze Ernst

München," sagte Maria rote erwachend. Hatte ber schlanke Dunkle, dem sie Den ersten schonen Morgen in Venedig verdankte, eigentlich den ein­zigen ganz frohen und sorglosen, hatte ber nicht gesagt, wenn fte in Rot sei, sei er immer bereit zn Rat unb Hilfe? Obgleich er wohl kaum zum Hel- fen in ber Lage war. Aber er wckr boch ein Mens» an den man sich vielleicht wenden könnte.

Laß uns erst nach München fahren, Etena.' Damit verlieh Maria diesen Gedanken 2Lf«bruzr.

Mir ist es recht. Nimm Starten erster nad) München, Frebi.*

Unb obgleich roeber sie noch der kelchtsinnig« Prinz mufjte, was die Tasche barg unb wie lang« bas reichen müßte, fuhren bie 4®ei Schwestern mit dem Rachtexpreß erster Klaste aber bie Grenze zu- rück in bas deutsche Land. PAe fanben fte bet bem Geld in ber Tasche. Sergei «ladimirow sich mußte geahnt haben, baß einmal em so beschleunigter Aufbruch stattfinden könnte. Gr hatte bie Pässe auch für Maria gleich nach ihrer Ankunft nchtig aus- stellen lassen. Es hotte keine Rot mit diesen 'Tiaria wartete die erste Stunde ber Fahrt ab, Ohne ,u fragen, mas die Schwester von selber sagen würbe Die schwieg. Und als sie sich Verona nabet* ten unb Elena aus leichtern Schlaf erwachte, sah sie die großen Auzen ber Schwester ernst fragenb an ihren Zügen hängen.

Wie schaust mich denn an, Herzel! Hast gar nicht ^schlafen? Gelt, du Armes, bu bist es nicht gewöhnt, bas Herumgeworfenwerben? Bei der Tante Innozenz ist alles noch ber Etikette ge­gangen." ,

Elena, was hat btes alles bedeutet? Wenn ich mit dir zusammenleben soll, muß ich Bescheid wissen. Heute in einer schönen Dilla, morgen Flucht bei Rocht unb Rebel! Do ist Sergei geblieben? Darum läßt er uns so allein reifen?

Wo wird er sein, ber Hollodri? Hast ihn nicht erkannt, als er uns bie Tasche in bie Gondel

I! Büdingen, 10. Iuli. Der Geschichtsverein Warburg Sonntag mit 34 Teilnehmern unsere einer vom herrlichsten Wetter begünstigten Fahrt, wobei Frohnhausen und Badenburg a. d. Lahn, ferner Staufenberg, Gleiberg, Vetzberg, Gießen, Schiffenberg, Lich, Langsdorf, Hungen, Salzhausen und Ridda besucht, oder während der Fahrt vom Auto auS bewundert wurden, trafen die Gäste am Vormittag gegen 10 älhr hx Büdingen ein. Rach einer kurzen Pause wurden dann unter Führung des Reg.-Baurats F r e h - Büdingen die zahlreichen Sehenswürdigkeiten unsere« mittel­alterlichen Städtchens besichtigt. Ramhafte Kenner und aufmerksame Beobachter verlebten hier unter sachkundiger Führung einige oenuhreiche, leider allzukurze Stunden. Im Gasthof .Zum Stern ah man *u Mittag, worauf um 3 Uhr mit dem schonen ,34-Sitzer" di« Fahitt zur Ronneburg angetreten wurde. Die Führung her Marburger Gäste durch die Burg hatte Gewerbelebrer R i e h- Büdingen übernommen, welcher nach einem kurzen geschichllichen Abriß bie Merkwürdigkeiten der Burg erläuterte. Ohne Ausnahme waren die Gäste entzückt von den einzigartigen Reizen dieses romantisch schön gelegenen und an architektoni­schen Kunstwerken so reichen Bergschlofles. Eine prachtvolle Fernsicht lohnte den anstrengenden QUfftieg Aum gewaltigen Bergfried. Rach ein­gehender Besichtigung wurde dann hochbefrieoigt der Abstieg und die Rückfahrt nach Büdingen an getreten. Prachtvoll schon zeigte sich nun noch­mals die massige und doch so zierliche Burg im wundervollen Sonnenschein. Wit jeder Wegebi^ gung wechselte das malerische Bild. Eben nodi die trotzige Burg mit finsteren, altersgrauen

Also stören wir sic nicht mehr.

Wer in bem kleinen, wochenlang nicht gelüfteten Zimmer mar die Lust zum Ersticken. Maria ging hinaus auf bic Loggia unb manberte langsam über die ausgetretenen Steine bis zur Ecke. Dort konnte man schräg hinübersehen zum Großen Ka­nal, dorther kam vielleicht etn kühleres Lüftchen.

Sic hörte Stimmen unb bemerkte, baß in bem Speisezimmer es stieß an bas ihr«, aber bie Tür war versetzt hinter zugezogenen Dorhan- gen Licht war. Also Halle Sergei Besuch Unb nun aus den drei letzten Fenstern, bie Aum großen Saal gehörten, ber burch die ganze Tiefe des Hau^ les ging, ganz in ber fernsten Ecke, sah sie ebenfalls Lichtschein bringen. Ohne Absicht blickte sie hinein in den Raum, wo zwischen zwei Vorhängen etn handbreiter Spalt klaffte. Sah in ber Mitte bes Saales, den sie nie betretenes ist ba nichts zu holen als Moder und Spinnroeben," hatte Sergei gesagt, einen langen, ziemlich breiten Tiscb unb rings um ben Tisch tzereiht eine Anzahl Manner unb Frauen beim Glücksspiel. Hatte sie auch nie an solcher Tafel gesessen, so war sie sich doch sofort klar, was das bedeutete.

Oben am Tischende hielt der Schwager die Dank. Straft aufgerichtet, mit bem kühlen Gesicht, bas immer am unbewealichsten erschien, wenn er inner- sich auf bas äußerste angespannt war, saß er unb zog von bem vor ihm liegenden Kartenspiel die Blätter ab.

Es waren mehr Männer als Frauen, etwa sie­ben Männer unb vier Frauen, unb wenn die Männer immer noch .Herren" genannt werden konnten, die Frauen waren keine Damen Oder doch nur sogenannte.

Unb zwischen biefer gemischten Gesellschaft saß Elena. Richt am Tisch, sondern m der Hintern Saalecke, lehnte auf einem Ecksofa unb hatte rechts Fredi Hochheim unb links einen sehr östlich aus- icbenben Herrn, einen von jenen, beren dicke siändc und kurzen Finger sie in Rumänien verabscheuen gelernt hatte.