Ausgabe 
11.6.1928
 
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beä hessischen DäckerhandtverkS begriffen ist. 3m Anschtuß an ine Tagung vereinte eine gemein­same Mittagstafel die Tagungsteilnehmer im Saale deS Cafe Leib, abends fand ein Gesell­schaftsabend aus Anlaß des Derbandstages statt. Ruch über diesen Teil des Tages wird morgen noch einiges zu berichten sein.

Wirtschaft.

Kohlenverständigung?

Es war vorauszusehen, daß die Zuspitzung der Verhältnisse im rheinisch-westfälischen Kohlen­bergbau auch das ThemaKoylenverstän- d i g u n g" wieder zur Debatte stellen würde. Reu ist es nicht mehr, es ist im In- und Aus­lands schon von allen Seiten beleuchtet worden, auch maßgebende Persönlichkeiten, namentlich des englischen und deutschen Bergbaus, haben sich über dieses Thema unterhalten, ohne daß es bisher gelungen ist, auch nur einen Schritt vor­wärts zu kommen. Jetzt will die Berg­arbeiter-Internationale ihr Heil ver­suchen und den Völkerbund mobil machen, der sämtliche Regierungen zu einer Aussprache über die Produktion«- und Absahfragen der Kohlenwirtschaft einladen soll. Wir glauben nicht, daß diese Organisation, mit der die deutsche Bergärdeiterschaft eigentlich bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht hat, irgendwelche Erfolge nach Hause bringen wird. Die Gründe, die gegen eine Verständigung in absehbarer Zeit sprechen, liegen auf der Hand. Deutschland besitzt einen bedeutenden Kohlenbergbau, für den es ein entsprechendes ausländisches Absatzgebiet bean­spruchen darf. Bisher haben aber alle privaten Aussprachen gezeigt, daß gerade England gar nicht daran denkt, seinem Konkurrenten den Platz einzuräumen, den dieser mit gutem Recht für sich reklamiert. Der deutsch-englische Kohlenkampf der letzten vier Jahre hat doch vielmehr gezeigt, dah England mit allen ihm zu Gebote stehenden Mit­teln der deutschen Kohle das Wasser abzugraben versucht. Roch heute arbeiten die Engländer mit Schleuderpreisen. Ihrem Ziel, Deutschland auf dem europäischen Kohlenmarkt aktionsunfähig zu machen, sind sie durch die der Ruhrkohle vom Schlichter aufgezwungenen neuen Lasten erheblich näher gekommen, weil die rheinisch-westfälischen Gruben jetzt gezwungen sind, erhebliche Teile ihres Absatzes in den bestrit­tenen Gebieten an die Engländer abzugeben, die nicht nur im Ausland die deutsche Kohle be- kämpsen, sondern auch weite Teile des Deutschen Reiches für sich beanspruchen.

Der Tag, an dem die Engländer aufs neue an uns mit dem Angebot herantreten werden, sich mit ihnen über die Aufteilung der Märkte zu einigen, ist nicht mehr in allzu weiter Ferne. Er wird aber erst dann herangebrochen fein, wenn England wieder Frankreich, Belgien Italien, Holland und Skandinavien allein beliefert und auch weite deutsche Absatzgebiete fest in seine Hand gebracht hat. Wir brauchen nicht erst daraus hinzuweisen, dah dann im Ruhrgebiet von den 400 000 Bergarbeitern rund 200 000 Erwerbs- losenunterstühung beziehen werden. Schon einmal war der Ruhrbergbau in dieser verzweifelten Situation, aus der er sich aber durch einen ein­schneidenden Rationalifierungsprozeh noch einmal herausrettete. Die Rationalisierung hat aber ihr Ende erreicht, alle erzielten Gewinne sind längst wieder aufgezehrt, so dah heute keinerlei Kapital zur Verteidigung der bis­herigen Absatzgebiete mehr vorhanden ist, die, was ja immer wieder betont wurde, nun von der Ruhrkohle geräumt werden müssen. Viel­leicht begreift man jetzt, weswegen sich der rheinisch-westfälische Bergbau mit aller Macht den Lohnerhöhungen und der von ihm geforderten Drosselung des verlustbringenden Absatzes wider­setzt hat. Gr hat etwas weiter gedacht, hat den deutschen Kohlenexport, der doch jähr­lich rund 500 Millionen Mark an Devisen ein­bringt, auch für die Zukunft erhalten wollen. Kommt es, wie es die Bergarbeiter-Internatio­nale will, zu einer zwangsweisen Verständigung am Sih und unter Aussicht des Völkerbundes, dann wird man Deutschland nur den Absatz züerkennen, den es zur Zeit der Kohlenkonferenz haben wird. Dah dieser Absatz dann nur noch minimal sein wird, dürfte keinem Zweifel unter­liegen. Deutschland kann sich aber auf eine der­artige Regelung niemals einlassen, auch dann nicht, wenn eS zu diesem Zeitpunkt unter der Führung einer Linksregierung stehen würde. Wenn es sich auch zunächst darum dreht, einem unserer wichtigsten Wirtschaftszweige Exportmög­lichkeiten zu erhalten, so darf doch auch nicht vergessen werden, dah allein rund 400000 Bergarbeiter geschützt werden müssen, die brotlos werden, wenn der durch das neue

Lohnabkommen angebahnten Entwicklung nicht durch wirksame Hilfsmahnahmen schleunigst Ein­halt geboten wird. Rur wenn unter Bergbau sich ein Absatzgebiet erhallen kann, das nicht nur feine, sondern auch die Existenz seines Arbeiter- Heeres sicherstellt, wird Deutschland auf der von der Bergarbeiter-Internationale angeregten Kon­ferenz einer Verständigung feine Hand bieten können.

Oie Heichsbank Anfang Zum.

Der Ausweis der Reichsbank vom 7. I u n i zeigt einen Rückgang der gesamten Kapitalanlage in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 252,7 Millionen auf 2353,7 Millionen Mart. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 231,3 Millionen auf 2238,1 Millionen Mark, die Lombardbestände um 21,4 Millionen auf 21,6 Millionen Mart abgenommen. Die Anlage in Effekten blieb mit 94 Millionen Mark weiterhin unverändert.

An Reichsbanknoten und Rentenbank­scheinen zusammen sind 292,3 Millionen Mart in die Kassen der Dank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 268,9 Millionen auf 4218 Millionen Mart, der­jenige an Rentenbantscheinen um 23,4 Mil, Honen auf 562,8 Millionen Mark verringert. Dementsprechend fliegen die Bestände der Reichs­bank an Rentenbantfcheinen auf 47,2 Millionen Mark. Die fremden Gelder zeigen mit 532,7 Mil­lionen Mart eine Abnahme um 48,9 Millionen Mark.

Die Bestände an Gold und deckungsfähi­gen Devisen zusammen sind mit 2307,7 Millionen Mark, im einzelnen die Goldbestände mit 2040,8 Millionen Mark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 266,9 Millionen Mark ausgewiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein stieg von 45,5 Prozent am Ende der Vorwoche auf 48,4 Prozent, die Deckung durch Gold und deckungsfähige Devisen von 51,6 auf 54,7 Prozent.

* Saaten st and im Deutschen Reich Anfang Juni. Das Wintergetreide zeigt gegen­über dem Vormonat bei Weizen eine leichte Besse- rung, bei Roggen und Gerste den gleichen Stand. Das Wachstum der Sommersaaten ging langsam oonftatten, doch ist ihr Stand mit einigen Aus­nahmen befriedigend. Die Hackfrüchte lassen eine sichere Beurteilung noch nicht zu. Die Frühkartoffeln sind vielfach durch Nachtfröste geschädigt. Bon den Spätkartofseln ist erst ein kleiner Teil aufgegangen. Im Wachstum der Rüben verursachte die kühle Wit­terung eine beträchtliche Hemmung. Die Futterpflan- zen, Wiesen und Weiden sind in ihrer Entwicklung stark im Rückstand. Die Kleebestände werden häufig als lückenhaft und die Wiesen teilweise als dünn und kurz bestanden beurteilt. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 = gut, 3 - mittel und 4 = gering ergibt sich im Reichsdurchschnitt folgende Begutach­tung: Winterweizen 2,8 (im Vormonat 2,9), Winter­spelz 2,5 (2,4), Winterroggen 3,1 (3,1), Winter­gerste 3,1 (3,1), Sommerweizen 2,8, Sommerroggen 2,9, Sommergerste 2,6, Hafer 2,8, Kartoffeln 3,0, Zuckerrüben 3,1, Runkelrüben 3,1, Klee 3,1 (3,0), Luzerne 3,1 (2,7), Bewässerungswiesen 2,9 (2,6) und andere Wiesen 3,3 (3,0).

D i e amtliche Grohhandelsindex- z i f s e r. Die auf den Stichtag des 6. Juni be­rechnete GrohhandelSindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche um 0,1 v. H. auf 141,6 (141,7) gurücf gegangen. Don den Hauptqruppen haben sich die Indexziffern für Agrarstoffe um 0,4 v. H. auf 137,1 (137,6) und für Kolonialwaren um 0,1 v. H. auf 138,2 (138,3) gesenkt, während die Indexziffern der industriellen Rohstoffe und Halbwaren um 0,2 vom Hundert auf 135,3 (135,0) und diejenige der industriellen Fertigwaren um 0,1 v. H. auf 158,8 (158,7) angezogen haben.

* Zusamm enschluh der deutschen Waggonfabriken. Auf Einladung der Deutschen Wagenbau-Vereinigung fand in Ber­lin eine Zusammenkunft der deutschen Waggon­fabriken statt. Es wurde grundsätzlich und ein­stimmig beschlossen, dah der Gründung des Quo- tenverbandes eine Vereinbarung mit den 6tra- henbahnverwaltungen. den nächst der Reichs­bahn größten Kunden der Waggonrndustrie, vorausgehen müsse Daher wurde der Beschluß gefaßt, unverzüglich entsprechende Verhandlun­gen mit den Straßenbahnen aufzunehmen. Ss ist das Ziel dieser Verhandlungen, mit den Straßenbahnen in gleicher Weise, wie mit der Reichsbahn zu einer auf volles gegenseitiges Ver­trauen gegründeten Zusammenarbeit zu ge­langen.

Maschinenfabrik Moenus 21.-®.. Frankfurt a. M., Rach dem Bericht fetzte sich die Besserung der Absatzverhältnisse für Gerberei- und Schuhmaschinen, die bereits Ende

1926 bemerkbar war. im Jahre 1927 kort. Der Auftragseingang war während des ganzen Jahres befriedigend. In der zweiten Jahres­hälfte führte die Unsicherheit m der Leder- und Schuhindustrie zu einem Rachlafsen im Auftrags­eingang in Maschinen. Die Verkaufspreise seien gesunken, der LImsay habe sich jedoch gegen das Vorjahr wesentlich erhöht. Rach Abzug von (alles m Will. Mk.) 1,520 (1,273) Unkosten und 0.200 (0,152) Abschreibungen verbleibt ein Rein­gewinn von 0,195 (0,010), woraus die Divi­dendenzahlung mit 4 Prozent auf das 4.5 be­tragende Kapital wieder ausgenommen wird. Die Ge^llschaft sei in das neue Jahr mit einem erhöhten Auftragsbestand eingetreten. (G.-V 13. Juni.)

' Continental Caoutchouc und Gut­ta-Percha Compagna QL-®.. Hanno­ver. Die Verwaltung teilt dein WTD.-Handels- dienst zu verschiedenen Zeitungsnachrichten über den Zusammenschluß in der Gummiindustrie mit, dah diese Verhandlungen besonders zwischen der Marburger Phönix und der Continental zu einem vorläufigen Stillstand gekommen sind. Es ist begreiflich, dah in der Gummiindustrie genau so aut wie in anderen Industrien bei den Vorständen der verschiedenen Gesellschaften Be­strebungen nicht nur heute, sondern schon seit längerer Zeit vorhanden sind, die Gumiindustric als Ganzes rentabler zu gestalten.

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M.. 11. Juni. Tendenz: freundlich. Rachdem an der Dorbörse die Tendenz ziemlich unsicher war. konnte sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs eine allgemeine Erholung durchsetzen, die hauptsächlich auf die weiter leichte Geldmarktlage trotz des be­vorstehenden Medios und die nach dem Reichs­bankausweis eingetretene Entspannung des Reichsbantinstituts zurückzuführen ist. Auch übten die Bankbeschlüsse der Brüsseler Börse, dah das Reportgeld im alten Umfange belassen wird, einen günstigen Eindruck aus. Anderseits mahnte die schwache Reuhorker Samstagbörse und der Umstand, dah von einer Beteiligung der Dan- keickundschaft und des Auslandes am Börsen­geschäft nicht viel zu merken war, zur Zu­rückhaltung, so dah das Geschäft im allgemeinen sehr klein blieb. Rur Spezialwerte waren stärker bevor­zugt und hierin konnte sich zeitweise ein recht lebhaftes Geschäft entwickeln, bei Kursbesserun­gen gegenüber der Samstagsbörse bis zu 3 Proz. An der Spitze der bevorzugten Werte standen am Elektromarkt Licht & Kraft mit plus 4,5 Prozent und Schuckert mit plus 3 Prozent. Von Zellstosswerten toaren Zellstoff Waldhof mit pluS 7 Prozent lebhafter be­gehrt. Oluch Aschaffenburg konnten darauf­hin 2,5 Proz. gewinnen. Am Montan markt blieb das Geschäft Nein, jedoch überwogen auch hier die Kursbesserungen. Rur Rhein stahl angeboten und vernachlässigt. Am Chemie - markt konnten I. G. Farben nur zögernd einiges Geschäft entwickeln, bei knapp behaup­teten Kursen. Gebessert waren am Danken- markt Barmer Bank mit plus 2 Pro­zent. Dem Bauunternehmungsmarkt wurde etwa» lebhafteres Interesse zugewandt. Hauptsächlich ZementHeidelberg mit plus 2,5 und Wayh & Frehtag mit 2,25 Proz. hatten größere Umsätze. Im Verlaufe machte sich starke Rachfrage für K a l i w e r t e bemerkbar. Am Rentenmarkt bestand für Anleiheablö- fung ohne Option große Rachsrage. Auch Aus­länder waren gefragt und gebessert. 2m weiteren Verlaufe kirnten sich zumeist erneut KurS beste- tun gen bis zu 4 Proz. durchsetzen. Die Speku­lation nahm verschiedentlich Deckungen vor, und die Tendenz wurde unter Bevorzugung von Siemens um erneut plus 4,5 Proz. fest. Tagesgeld blieb zum Satze von 5 Proz. un­verändert. Am Devifenmarkt war die Mark wenig verändert. Man nannte: Reichsmart gegen Dollar 4.1849, gegen Pfund 20.434, London Kabel 4,8820, Paris 124.13, Mailand 92.75, Madrid 29.33, Holland 12.0975.

Berliner Börse.

Berlin, 11.Juni. Obwohl die Samstagbörse in Neuyork wider Erwarten einen schwachen Verlauf genommen hatte, blieb die Tendenz im heutigen Vormittagsverkebr zumindest behauptet. Io erster Linie verhinderte die gute positionstechnische Haltung der Börse ein neues Abflauen der Kurse. Die Spekulation neigte eher nach unten und mußte, da keine neuen Auslandoerkäuse vorgenommen wur­den. zu Deckungen schreiten. Die Nähe des Medio trug Das Nötige dazu bei, zumal Reportgeld reich­lich vorhanden ist und der Geldmarkt weiter leicht blieb. Diel besprochen wurde die Aus recht - erhaltung des Tariferhöhungsantrags der Reichsbahngesellschaft, die Regie­

rungsbildung und der heute erscheinende Reichsbankausweis, der günstig beurteilt wurde, obwohl er mit einer Entlastung für Wechsel und Lombard von 250 Millionen und mit einer Notenabnahme von rund 270 Millionen nicht über das normale Maß hinausgeht. Man hörte auch, daß Ende des Monats eine Sitzung der Privatbankiers ftattfinben soll, die sich wieder mit der Abschaffung des Medio befassen werde. Bei allgemein geringem Geschäft und kleinem Orderseingang brachte'die erste Notierung kein einheitliches Bild. 1- bis 3prozentige Kurserhöhungen waren in der lieberzahl. Nur Spezialwerte wurden von der Börse selbst ge­handelt. so daß 3um Beispiel Wakdhos, Glanz- st off, Bemberg 7 bzw. 14 v. H. anziehen konn­ten. Deutsche Anleihen behauptet. Auslän­der geschäftslos. 9m Berkau sc wurde die Tendenz auf weitere Deckungen zumeist fester. Lebhafter waren Schiffahrtsaktien, DessouerGas, Schlesische Elektrizität, Lit. 6., Sie­mens, Tietz und Kun ft seidewerte. Har- burger Gummi gaben um 3 o.H. nach, da der gemeldete Zustand in den Zusammenschlußverhand­lungen verstimmte.

tyranffurtcr Getreidebörse.

Frankfurt a. M. 11. Juni. 3u13ÄQmn her neuen Woche war die Tendenz des Frankfurter Produktenmarktcs etwas erholt, da von den höheren Auslandnotierungen eine stärkere An­regung ausging, das Geschäft blieb jedoch klein und die Händler bekundeten wenig Kauflust und der Export und die Mühlen schrillen nur tn den dringendsten Fällen zu Deckungen. Rur Weizen und Roggen waren teilweise etwas lebhafter gehandelt, da hier wenig Ware vorhcmden war. Der etwas höhere Preis wurde hier glatt be­willigt. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, ge­sund. trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs. 26,75 bis 27; Roggen 28,50; inl. Hafer, 28 bis 28,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 25; MaiS (gelb) für andere Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0. 37,50 bis 38,25; Roggenmehl 39,50 bis 40; Weizenkleie 14,40 bis 14,50; Roggenlleie 16,75 bis 17; Erbsen, je nach Qualität für Speise- zwecke, 32 bis 60; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke, 50 bis 95; Heu, süddeutsches, gut gesund, trocken. 8.50 biS 9; Weizen- und Roggen­stroh, drahtgepreht. 5 bis 5,50; Weizen- und Roggenstroh, gebünbelt, 4,25 bis 4,50; Treber, getrocknet. 18.50 bis 18,75 Mk. Tendenz ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. TL, 11. Juni. Auf dem heutigen Schlachtviehmarkt waren aufgetrieben: Rinder 1469 Stück; darunter 375 Ochsen, 90 Bullen, 618 Kühe, 386 Färsen; Kälber 680, Schafe 73, Schweine 5768. Rinder. Ochsen: oollfleischige, ausgemäftete, Höch, ften Schlachtwerts, jüngere 58 bis 62, ältere 53 bis 57, sonstige vollfleischige, jüngere, 49 bis 52, ältere 43 bis 48; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtweris, 53 bis 56, sonstige vollfleischige oder ausgemäftete 48 bis 52; Kühe: jüngere, oollfleischige, höchsten Schlachtwerts, 48 bis 52, sonstige voll- fleischige oder ausgemäftete 42 bis 47, fleischige 37 bis 41, gering genährte 25 bis 36; Färsen (Kalbin­nen, Iungrinder): oollfleischige, ausgemäftete, höch­sten Schlachtwerts 60 bis 62, oollfleischige 55 bis 50, fleischige 50 bis 54. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 77 bis 82, mittlere Mast- und Saug­kälber 72 bis 76 geringe Kalber 60 bis 71. Schweine : Fettschweine über 300 Pfund Lebend- gewicht 66 bis 68, oollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 67 bis 69, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 68 bis 71, von etwa 160 bis 2Ö0 Pfund 68 bis 70, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 64 bis 66. Marktverkauf: Rinder ruhiges Geschäft. Käl­ber lebhaft, ausverkauft. Schweine schleppend, lieber- stand.

Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinde.

Gießen. Montag, Dienstag, Mittwoch und Don­nerstag, 20 Uhr: Segensandacht; Donnerstag, 17.30 und 19.30 Uhr: Beichte. Freitag, 6 Uhr: Segens­amt.

Letzte Nachrichten.

23 Tote bei dem Giegelsdorfer Eisenbahnunglück.

Nürnberg, 11. Juni. (1BIB. Funkspruch.) Heute nacht starb der als schwerverletzt gemeldete Lokomotivführer Johann Schlater aus Aschaffen­burg; die Zahl der Toten erhöht sich somit auf 23. lieber den Beslattungslermin. der im Fürther Leichenhause ausgebahllen Toten, ist noch nichts be­stimmt worden. (Eine Anzahl der Leichen wird in ihre Heimat abtransportiert werden.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

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Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

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218.5

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11

218

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416

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Hallwert SaübetfurtS . .

15

Deutsche Bank......10

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11. Juni

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Amtliche Notierung

Geld

«riet

wlb

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149,08 1,786

168.65

1.781

168,99

1,785

Nrti.-Änkw

58,40

58,52

58,375

58.495

iriiristianio

112,01

112,23

111.97

112,19

Qopentxiatn

112,20

112, 42

11z.17

112,89

112,39

o tcxfboün

112.24

112,46

112,17

HelstngforS.

10.521

IU.5-11

10,52

10,54

grollen - -

22,02

22, Ui,

21,993

22,035

öondoa. . .

20,416

20,456

20.405

20,445

Nerwork . .

4.1815

4,1895

4,1800

4,1880

.

16,445 80,56

16,485 80,72

16,43 »0.50

16,47

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Spanien . .

69,62

69.75

69,48

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1.5015

1.957 0.6035

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48.95

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W.91

12,392

12,412

12,38«

12,408

Belgrad . .

7,355

7,369

7,358

7,373

SnbaDeft . .

72,96

73,10

72.VZ

73.06

PaMcnen .

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3,028

J.032

3,018

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IM. 33

18,37

18.43

18,47

Taniig. . . Äonftinrin-

81,55

81,71

81.55

81,71

2,148

2,152

2.148

2,153

flitxn. . .

5,405

5,415

5.425

5,435

ttinibo .

4,170

4.178

4,170

6,178

üaiyucro . .

4.261

4/269

4,281

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W 937

20.977

20.13

26.97

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Belgische Noten ....... Dänriche Sota ....... Englische Steten ........

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