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Vornan von Edgar Wallace.
Copyright by Wilhelm Goldmann, Verlag, Leipzig.
28. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
21.
„Tot, niA wahr?" fragte Sneed den Freund, als er mit schweren Füßen die letzten Stufen erklomm.
Dick ilitfte. Sneed beugte sich zu ihm nieder und entdeckte nun, was den Körper noch im Tode aufrecht h^elt. Die Frau kniete auf einer gepolsterten Truhe, die an dem Geländer entlang lief, und sie hatte sich so fest gegen die Brüstung gepreßt, daß die Erschlaffung ihrer Muskeln wohl ihren Kopf auf die Brust gesenkt, doch an der Haltung ihrer Glic- der nichts zu ändern vermocht hatte. Sacht legten sie die Frau auf den Boden und nahmen schonend die erste Untersuchung vor. Nirgends fand sich die Spur einer Gewalttat. Doch die letzte Wärme hatte sich bereits aus den Adern verflüchtigt.
.Herzschlag infolge von Nervenschock", sagte Sneed. ,Lch habe schon einmal einen ähnlichen Fall erlebt. Die Frau muß etwas Grauenhaftes gehört und gesehen haben!"
„Was hat sie in der Hand?" fragte Dick plötzlich und brach mühsam ihre verkrampften Finger auf.
Ein harter Gegenstand fiel mit leicht metallischem Klang auf den Fußboden. Dick bückte sich danach.
„Sncctr, schrie er auf und hielt etwas Silberglänzendes in dem matten Schein des Lichts. Sneed starrte auf seine Hand.
„Der dritte Schlüssel zur unterirdischen Tür", sagte Dick leise, und seine Stimme zitterte vor Erregung.
Wortlos tauschten die Männer eine Blick. War das die Lösung oder nur ein Knoten mehr, den das Schicksal schürzte?
Dick ließ den Schlüssel in seine Tasche gleiten. Er sah, wie Sneed die Wand nach Drähten absuchte.
„Sie wollen wissen, wo das Telephon ist?" fragte er den Inspektor. „Ich habe es gesehen, als ich das erste Mal hier war. Es befindet sich in der Bibliothek neben dem Wohnzimmer!"
Beiden verbot ein leises Grauen, den Namen Cody zu nennen.
Ms erster wollte Dick die Treppen hinabgehen. Doch feine Hand, die auf dem Geländer entlang glitt, zuckte plötzlich zurück.
„Mein Gott, sehen Sie dort —!"
Er deutete auf den dunkelgrauen Plüschläufer, mit dem die Treppe ausgeschlagen war. Im hellen Schein der Lampe leuchtete ein unheimlicher Fleck.
Was war es —?
— Ah —!
Der rote Abdruck eines nackten Fußes!
Dick bückte sich und berührte den Fleck mit dem Finger
„Blut", sagte er gepreßt. „Mein Geruchssinn hat mich also dach nicht getäuscht. Der Fuß muß mit Blut getränkt gewesen sein. Der ganze Stoff ist nah."
Sie fanden den Abdruck einige Stufen tiefer wieder und dann auf jeder zweiten Stufe, und je näher sie der Treppenbasis kamen, desto schärfer zeichnete er sich ab.
„Er nahm zwei Stufen zu gleicher Zeit, weiter oben heim Anblick der Frau sogar drei", sagte Dick. „Wenn wir acnau nachsehen, werden wir die Spuren auch auf der Diele wiederfinden."
Der Fußboden des Vestibüls bestand aus glatt votiertem Holz. Darüber lagen Perserbrücken in satter dunkelroter Tönung, auf denen Blutflecke nur sehr schwer zu erkennen waren. Aber bei genauerer Untersuchung fanden sie auch hier die unheimlichen Abdrücke. Sie führten zu einer Tür, deren Klinke sich nicht bewegen ließ.
„Ein Federschloß", erklärte Sneed. „Es schnappt automatisch ein, wenn die Tür geschlossen wird."
„Was mag in dem Zimmer gegenüber fein?"
Die Tür dorthin ließ sich öffnen. Eine glän- zende Helle empfing die Eintretenden. Argwöhnisch zog Dick die Brauen zusammen, bis ihm einfiel, daß er selber bas Licht am Schaltbrett draußen an- gedreht hatte.
Der Raum diente offenbar als Eßzimmer. Der Tisch war abgeräumt. Die Stühle standen in Reih und Glied. Ein Telephonapparat blinkte auf einem Kredenztischchen.
Man begab sich wieder an die verschlossene Tür.
Sie barg das Geheimnis.
Dick hatte in feinem Werkzeugkasten einen Wagenheber, den er dazu benützte, feinen Wagen hochzuheben, wenn er einen Luftreifen ersetzen mußte. Der Wagenheber wurde jetzt zum Retter,
nachdem ein Brecheisen versagt hatte. Er stieß ihn ins Schloß und ließ den langen Tisch, der auf der Diele stand, die Rolle der Stützfläche spielen.
Es dauerte nicht lange, da brach das Schloß, und die Tür flog auf.
Dick erblickte die Bibliothek vor sich, in die Mrs. Cody ihn bei feinem ersten Besuch geführt hatte. Auch hier brannte die Deckenbeleuchtung. Dicks erster Blick flog auf den Schreibtisch. Das Telephon hing an seiner Schnur herab, der Hörer lag auf dem Boden. Mit zwei Sätzen war er im Zimmer. Bedächtiger folgte Sneed.
Im selben Moment gingen sämtliche Lampen aus. Wieder war stockfinstere Nacht.
„Hat jemand die Schalter berührt?" schrie Sneed in die Diele hinaus.
„Nein, Herr Inspektor", erwiderte ehrerbietig Sergeant Staynes, der die Tür bewachte.
Dick drückte auf den Knopf feiner Taschenlampe und senkte den weißen Strahl auf den Boden.
In der Mitte des Raumes stand, qucrgeftellt, ein mächtiges Klubsofa. Als er cs umging, traf das Licht feiner Lampe eine zusammengekrümmte menschliche Gestalt, die sich nicht mehr bewegte.
Es war Bertram Cody, und der Tod hatte ihn auf grauenhafte Welle ereilt.
Er lag auf dem Rücken mit hochgezogenen Seinen und gebogener Wirbelsäule. Sein Kopf schwamm in einer dicken Lache geronnenen Blutes. Die Schädeldecke war durch wuchtige Hiebe vollständig zertrümmert worden. Sie suchten nach der Waffe, mit der die Schläge geführt worden waren, und fanden einen schweren, vlutbesudelten Feuerhaken neben dem Kamin.
Alle Schubfächer des Schreibtisches waren auf- gerissen und geleert. Nicht einen einzigen Fetzen Papier hatten die Mörder zurückgelassen. Die Türen des Bücherschrankes standen weit offen. Die Bücher waren auf dem Boden verstreut. Auch hier hatte man offenbar nach gefährlichen Dokumenten gefahndet.
Sneed zog ein paar weiße baumwollene Handschuhe an, die er stets bei sich trug, hob den Feuerhaken sorgfältig auf und legte ihn auf den Schreibtisch. Dann besprach er sich mit Inspektor Elbert, der daraufhin ins Eßzimmer ging und telephonierte.
„Er spricht mit Scotland Pard", klärte Sneed seinen Freund auf. „Die Fingerabdrücke auf dem Feuerhaken müssen sofort photographiert werden.
Außerdem brauchen wir die Unterstützung der piefigen Polini. Der Fall liegt viel ernster und komplizierter, als ich gedacht habe."
oie suchten mit ihren Taschenlampen alle Wände ab und fanden eine Tür, die in ein luftiges Kabinett führte. Hier wurde augenscheinlich das Frühstück eingenommen. Denn auf der zierlichen Anrichte gab es einen Speisewärmer und einen elektrischen Brotröster.
„So viel steht jedenfalls fest", faßte Dick das Ergebnis ihrer Untersuchungen zusammen. „Cody hat mit mir im Moment des Uebersalls telephoniert. Mrs. Cody hat Sybil Lansdown unter irgendeinem Vorwand hergelockt. Und Miß Lansdown ist die einzige, von der wir noch nichts wißen. Sneed, wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um sie zu finden!"
Die Angst um Snbil schnürte ihm die Kehle zusammen und unter seinem scheinbar gelassenen Ton barg sich der quälendste Zweifel. Jeder Augenblick, der seine Phantasie unbeschäftigt sand, stürzte ihn in unfaßbar grausige liefen der Vorstellung.
„Wenn wir nur erst den Täter hätten", grollte Sneed aus bedrängtem Herzen. „Er muh sich irgendwo in unserer Nähe herumschleichen: denn das elektrische Licht ging nicht aus Zufall aus."
In diesem Moment kam 3nfpeHor€lhtrt wieder.
„Meine Verbindung ist plötzlich unterbrochen worden. Jemand hat die Telephondrähte durchschnitten."
Sneed sah Dick mit bedeutungsvollem Blick an. Dann wandte er sich an den Kollegen.
„Wieso durchschnitten? Woraus schließen Sie das?"
Die Zentrale von Scotland Pard hatte sich schon gemeldet. Ich sprach gerade mit Mr. Eimer. Da geht plötzlich ein Knacken durch die Leitung. Scotland Pard meldet sich nicht mehr, das Amt auch nicht. Es läßt sich keine Verbindung mehr Herstellen."
Sergeant Staynes hatte glücklicherweise eine Fackel bei sich, und in ihrem zuckenden Licht suchte er das Haus nach der Batterie ab. Er kam bald wieder. Die Batterien waren unversehrt. Ein Kurzschluß konnte jedenfalls nicht die Ursache der Störung sein.
„Besetzen Sie alle unteren Räume, Sneed", bat ihn Dick. ,Hch suche unterbc'Jen das obere Stockwerk ab."
(Fortsetzung folgt.)
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