Ausgabe 
11.6.1928
 
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t h r -.wecks Bereitstellung 21rJd)iffung von 120 Meter

unb erst

Freitag

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GenchtSbiener wohnt« und die auch 'ängnis diente, drei Ölodöcrk hatte 1867 abgerissen wurde.

Mrcie Alsfeld.

Nicht mit Worten, sondern durch die Tat haben wir erneut bei den Automobilwettbewerben in Wiesbaden, Köln und zuletzt Berlin bewiesen, daß MERCEDES-BENZ für Schönheit, Zweckmäßigkeit und Preiswürdigkeit die höchste Aus-

WIR SCHEUEN UNS NIE in Wettbewerben jeder Art die hochstehende Qualität unseres Fabrikats zu zeigen. Wir liefern damit unseren Kunden den praktischen Beweis dafür, daß MERCEDES-BENZ den höchsten Gegenwert für den Anschaffungspreis zu bieten vermag.

Feststellungen ist au schlichen, datz das ®elänbt der Stadt In bedeutendem Matze im Laus« von vier Jahrhunderten erhöht wurde. Bemerkt sei noch, datz die .O be r p s v r t«". woraus der als $e-

aamaschen Hoffentlich gelingt es der Polizei, den Kerl bald dingtest zu machen, auf dellen Konto die legten (Rinbrüche m der Umgegend zweifellos zu setzen sind

) L i ch. 10. Juni. Aus dem S t a b t d o r stand Dte längste Sitzung unter dem Dorsch des neugcwahlten Bürgermeisters Geil wies ein« umfangreiche Tagcscrdnung auf. die teils in öffentlicher teils in nichtöffentlicher Sitzung be­handelt wurde. Einem Antrag der Freiwil­ligen Feuerwehr -Wecks Bereitstellung eines Kredits zur Anschaffung von 120 Meter Schlauchmaterial und 12 blauen Udtn wurde entlprvchen. An Stell« des verstorbenen Bür­germeister» Böller wurde als Dertretcr bei der Bezirkssparkasse Gietzen Bürgermeister Seil gewählt. Gin Antrag des Bürgermeisters, ein« feldpolizellichc Anordnung über die nächt­liche Sperrung der F e l d g e m a r k u n g während der Sommermonate in der gleichen Weise wie im Borjahre zu erlassen, wurde 5um Beschluh erhoben Danach ist das Betreten sämtlicher bepflanzter Grundstück« In der Ge­markung Lich vom 1. Juli bis 1. Aovember wäh­rend der Bachlzei'. allen Personen, selbst auch den Gigentümern. verboten. Die Sperrzeit für die Monate 3uli und August beschränkt sich auf die Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr. unb für die Monate September und Oktober auf dl« Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr - Auf Antrag hin wurde dem Aeichsbanner Schwarz-Rot- Gold- Ortsvcretn Lich anläßlich der am

tragende, der selbst längere Jahre Seemann war. er war auch längere Zeit der Besatzung eines U-Dooies zugeteilt meisterhaft, einen klaren Udxrblid über die historische Entwicklung un­serer Flotte zu geben. Weiter zeigte er die Ent- toidluna der Lchisfbautcchnik, wie sich aus dem Holzschiss der eiserne Oxcanriefe entwickelte, wie das früher vorherrschend« Segelschiff durch das Dampfschiss immer mehr verdrängt wurde Herr Kratz ist ein Kind des benachbarten Rup­pertenrod. Auch an ihm wie an so vielen anderen ging der Krieg nicht ohne Spuren vorüber. Schwer!riegsbeschädigt kehrte er in sein« Heimat zurück.________________________________________________

Sprechstunden der Redaktion

12 bl» 1 Uhr mittag». 5 bl» 7 Uhr nachmittag». Samstag liachmittog geschlossen.

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Dl Weinreicbs Mottenäther D

sicherer Schutz gegen Mottenfraß

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

L Wisseck. 11. 3um. Di« wir in unterer Samstags nuinmcr bereits mitteilten, ist der Voranschlag der Gemeinde dem ®e- meinberat zugeleitet wordeir ®r lieht für das Aechnungjiahr 1928 eine Gesamtausgabe von 2t 1616 Mk. vor wahrend durch di« Sin- nahmen aus dem Betrieb 145 030 Mk. gedeckt sind, so dah noch ein Fehlbetrag von 66 58b'S« vrrblelht. Der wie solgt gedeckt werden soll Die Grundsteuer auf Gebäude unb Bauplätze ergibt bei einem Steuersatz von 27 Pf für 100 Mk. Wert (1927 war der Satz 25.2 Pf.) eine Ein­nahme von 11513 Mk Die Grundsteuer auf (anb- und forstwirtschaftlich oder gärtnerisch ac- nutzte Grundstücke tSteuersatz 63 Ps. in litt? 61 Pf.) ergibt 28 750 Mk Die Gewerbesteuer auf das Anlage- und Betriebskapital (Steuersatz 85 Pf. 1927 83,3 Pf.) ergibt 2370 Mk Di« Ge- w«rbcsteuer aus dem Gewerbeertrag ergibt bei einem Steuersatz von 140 Pf. (wie 1927> 4066 Mark Di« Sondergebäudesteuer. Steuersatz 40 Psennig (1927 39.2 Bf ) auf je 100 Mk. der für 1928 festgesetzten staatlichen Sondergcbäude- steuer, soll 18 976 Mk. ergeben, so dah 1928 ins­gesamt durch Steuern aufzubringen lind 66 586 Mark, hingegen 1927 die Gesamteinnahmen an Steuern 60 577 Mk. betrugen Für den Aus­schlag der gesamten Steuern können durch un­einbringliche unb erlassene Steuern, Anteil an Zinsen für Baudarlehen, die dem Ertrag der Sondersteuer zu entnehmen sind, Ausfall an Sonderae bäud« steuer. sowie für Formulare gleich 7700 Mk. in Ausgabe gesetzt werden. 1927 waren es 11000 Mark.

r Mainzlar. 9. 3uni. Gestern nachmittag zwischen 5 und 6 Ubr wurde in der hiesiaen Wirtschaft von Fr n o ch III. Wwe. ein frecher Sinbruchdiedstahl am Hellen Tage aus­geführt Da von den Bewohnern niemand zu Hause war. konnte der Einbrecher ungestört ar­beiten. Gr mutz mit den Oertlichkeiten genau ver­traut gewesen sein, denn er hatte den im nebenan befindlichen Kuhstall ausbewahrten Haustür­schlüssel gefunden und bann feinen Weg durch den Holzschuppen und eine hintere Tür inZ Hau» genommen. 3 m unteren Stockwerk lieb der Dieb fast alles unberührt, während er Im oberen Stockwerk sämtliche Schränke unbJtäften auf btad) und auch die Betten vollständig durchwühlte. Erst als der Sohn der Witwe Koch gegen 5.45 Ubr von der Arbeit zurückkehrte, verlieh der dreiste Geselle durch die Haustür, die er von Innen ausgeschlossen hatte, mit einem freundlichen .Guten Tag' das Hau» und fuhr mit seinem Fahrrade zunächst die Richtung nach Treis a. b. Lda . schlug jedoch gleich hinter dem Dorfe einen Feldweg nach Hochborn Si­chertshausen ein. örbeulet hat der Dieb neben vier Uhren ein mar schwarze Lack­schuhe und ungefähr 220 MarkBargeld. Die Verfolgung des Einbrechers, die etwas ver­zögert wurde, da man im unteren Stockwerk auf keinen Einbruch schlotz. verlies ergebnislos. Gesehen wurde der Dieb schon am Morgen, unb zwar in Begleitung einer Frauensperson. Er trug hellen guten Anzug unb gelbe Leder -

1. 3 ul; stattfindenden Bannerwcihe zwecks Deckung eines evtl, entftehenben Defizits ein DorantiefondS von 200 Mk gezeichnet, der aber nur im Falle eines ungünstigen Ver­lauf» des Festes in Anspruch genommen werben kann Der Minister bes Innern hat bas Wappen der Stabt Lich neu bestätigt unb vorgeschlagen. Siegel. Druckst öcke unb Wappendrucke hiervon Herstellen au lassen Der Gemeinderat beschlotz die Anschaffung von zwei Druckftöcken unb 25 Wappenbrucken. Don wei­teren Anschaffungen soll vorerst Abstand genom­men werben. Don einer Beteiligung ber Stabt an einem Lammelinserat ober- hessischer Orte unter der gemeinsamen Ueberschrift3m schönen Oberhessen", da- einen Kostenaufwand von 257 Ml. erfordert, soll Ab­stand genommen werd.n Die Lel r unb Kunst- filmgefcllschaft Wiesbaden beabsichtigt, einen Heimatfilm Hessen anzufertigen unb er- sucht bei dem Abschnitt Oberhessen um Beteili­gung ber Stadt. Die Vorführung befl FilmS in Hessen geschieht durch die KrelSwandcrkinoS unb die örtlichen Lichtspieltheater als Beipro- gramm. An auherhefsifche Lichtipieltheater wirb ber Film als Beiprogramm unentgeltlich abgegeben. Der Film soll zu einer Vertiefung ber Heimatkunde unb zur Verlehrswerbung bei­tragen. Zur Aufnahme vorgesehen sind 120 bis 130 Meter, die ein Panoramabild der Stadt und etwa 20 Sinzelszenen bringen. Da­von soll die Stadt 60 Meter zum Preise von 180 Mk. übernehmen. Dem Antrag wurde zu- flcftimmt. Weiter gab der Bürgermeister Kenntnis davon, datz nach einer Mitteilung deS Kreisamt Gietzen der Beigeordnete Lud­wig Dörmer sein Amt niedergelegt hat. Er führt dazu auS: .Herr Beigeordneter

Dörmer hat am 23 Februar d 3. bereits das hohe Alter von 76 3ahren erreicht Er hat lange Zeit im öffentlichen Leben der Stadt ge­standen, war von 1894 1906 Beigeordneter, von da an bis 1919 Bürgermeister unserer Stadt 3m 3ahre 1919 lehnte er eine Wiederwahl zum Bürgermeister mit Aücksichi auf fein Lebens­alter ab Zu Ende de« 3ahres 1922 wurde er wiederum zum Beigeordneten der Stadt gewählt unb versah dieses Amt vom 4 3anuar 1923 bis jetzt Herr Beigeordneter Dörmer hat In diesen Aemtcrn lange 3obre (eine Arbeitskraft der Stadt Lich gewidmet und insbesondere wäh­rend der schweren Kriegsfahre an der Spitze de« Gemeinwesens unter erschwerten Umständen erfolgreich gewirkt. Seine letzte Tätigkeit als Beigeordneter war um so mehr anzuerkennen als er dieses Amt noch einmal im Alter von 71 3abren auf seine Schultern nahm Ich spreche dem scheidenden Herrn Beigeordneten im Aamen deS Gemeinderats und im Flamen der ganzen Stadt Lich hiermit den wärmsten Dank aus und geb« ber Hoffnung Ausdruck, datz ihm noch ein langer, schöner Lebensabend befchieden fein möge Der Bürgermeister wird ermächtigt, dem Beigeordneten diesen Dank namens des ctabt- Vorstandes schriftlich Aum Ausdruck zu bringen. Durch den "Rücktritt deS Beigeordneten Dörmer ist die Neuwahl eines Beigeordneten notwendig geworden. Der Stadtvorstand be­schlotz. den Wahltag auf Sonntag. 29. Juli, feit- zufetzen. AIS. stellv. Beigeordneter bis zur Heu- wähl eine« Beigeordneten wurde baS Gemeinde- raismitgtted Heinrich Heller IV. in Vorschlag gebracht. - Der Vorsitzenbe gab noch Kenntnis davon, datz die Verwaltung beabsichtige, den verstorbenen Bürgermeister Völker für sein verdienstvolle» Wirken für die Stadt dadurch zu ehren, datz sie sein Bild im Sitzungssaal a uf ngeu lätzt. Weitere Vorlagen wur­den in nichtöffentlicher Sitzung behandelt.

Münster. 10. Juni. Am gestrigen Sams­tagabend verstarb unser langjähriger Seel­sorger. ber evangelische Pfarrer Peter A Hi­tz «i m. Der Verewigte war in Schwanheim. Kreis DenSheim. am 5. Februar 1861 geboten. 3n BenSheim besuchte er baS Gymnasium unb von ba aus bie Landesuniversitäi in Gietzen. wo er Theologie studierte Nachdem er seiner Militärpflicht genügt und da» Predigerseminar in Friedberg absolviert hatte, wurde er am 26. August 1888 Verwalter ber Pfarrei Wir- berg, bie ihm am 15. März 1891 definitiv übertra­gen wurde. Am 1. 3uni 1896 wurde er von dem Fürsten von Solms-Lich für die Pfarrstelle i>t Münster präsentiert, wo er Nachfolger deS nach Lich versetzten Pfarrers Weber wurde. Pfarrer Ahl heim war verheiratet mit der Tochter deS Pfarrer» Koch von Schwanheim, mit ber er lange 3ahre in glücklichster Ehe lebte. Aus btefer Ehe stammen vier Töchter unb ein Sohn, ber im Weltkrieg den Tob für baS Vater­land fand. Der Verstorbene war seinen Gemein­den ein treuer Seelsorger, dessen Andenken bet allen ©emeinbemitglicbcm lebendig bleiben wird. Seinen Kollegen war er ein treuer Freund und der Kirche ein gewissenhafter Diener.

Äreiö Schotten.

Laubach. 10. 3uni. Die Arbeiten an ber Kanalisation unter der Leitung von Re-

Zeichnung verdient.

In Wiesbaden wurden von 35 teilnehmenden Mercedes-Benz-Wagen mit Serienkarosserien 30, In Köln von 19 Wagen 12, in Berlin von 25 Wagen 20 mit Preisen ausgezeichnet. Bei diesen Veranstaltungen erhielt Mercedes-Benz die weitaus höchste Zahl der auf eine Marke entfallenden Auszeichnungen.

An der Gebrauchs- Und Wirtschaftlichkeitsfahrt des A. D. A. C. vom 30. April bis 10. Mai haben von ca. 250 Marken der Welt nur acht, von 30 deutschen Marken nur sechs teilgenommen. Wir

gierungS-Baurat Steinbach vom Kulturbau­amt in Gietzen finb so stack gefördert worden, datz man bis etwa flnbe August mit ihrer Vollendung rechnen darf. Vorerst soll der nörd­liche Stähltet!. .Grünes Meer und .Blanke", tanalihcrt werden. Die Arbeiten tki ben an her . Watchbach" begonnen. Diele wird in einen Beton- Kanal von 1.10 Meter »öhe und 1.60 Meier Breite gelabt und wird überdeckt werden. Die Grenze ber jetzigen Artviten bilden die Batzn- hofsstratze unb ber Marktplatz, bis zu dem die .Untere Langgafte" aufgeriHen worden ist. Sie runden Kan al röhren, de Ichon im unteren Delle ber .Canggale" g legt find, haben einen Durch» mefter von 80 <tentimeter. Am Kreickerichen Haufe stietz man auf die Fundament« der 1S08 abge- rillenen .Unterpforie , die aud g fälligen6t«tn- blöden (vom Tiamsberger Stetnbruch' errichtet und durch reichlich verwandten Mörtel befestigt war. Sie batte zwei Stockwerke und einen Dach­stock ; in ihr wohnte der Flurschütz. 3n einer Tiefe von gegen 2* . Meter stietz man auf eine roh hergestellte ^bauflttrung. die unregel­mäßig .gestückt' und leicht beschottert war 3m Schlotzhof. neben dem Hauptportal, (netz man erst in einer Tiese von 4 Meter (vor 2 3abnetmten) auf die alte Pflasterung 2lue bi den deiben

t Ober-Ohmen, 8. Juni Am _ hielt Herr K Kratz auS Freienfeen einen lebt- reichen Vortrag in unterer Schule Über .Untere Flotte Im Frieden' AIS Sinkt tuns be­antwortete der Redner die Frag«. Warum brau­chen wir eine Flotte? Schutz unterer Handels­beziehungen und Stärkung und Festigung de» AuSlanbt<utichtumS waren ihre Gründe. Bei dem Lichtbildervortrag verstand eS ber Dor-

haben uns an dieser Prüfung nicht beteiligt.

Daimler-Benz A.-G.

Verkaufstelle Frankfurt a. M., Abteilung Personenwagen, Rathenauplatz 14.

Vertretung: Faber&SchreinerG.m.b.H.,Gießen,

Südanlage 7, Fernruf 1341 3239