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Wirtschaft.

Bergwerke, Salinen und Hütten in Hessen im Jahre 1927.

Nach den Mitteilungen der Zentralstelle für die Landesstatistik waren im Jahre 1927 in Hessen 18 Berg werke in Betrieb, davon eins in ©tarfenburg, alle anderen in 06er« Hessen. Es gab fünf Braunkohlenbergwerke, deren Gesamtförderung 426 453 Tonnen Braun­kohlen im Werte von 1 280 023 Mark betrug. Durchschnittlich wurden in den Braunkohlen- gruben 401 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. Die 13 Eisenerzbergwerke förderten insgesamt 696 944 Tonnen Roherz. Beschäftigung fanden 1099 Arbeiter und Angestellte. Bergwerke ohne Förderung waren acht vorhanden, und zwar ein Braunkohlenbergwerk und sieben Eisenerzgruben Brüche und Gruben unter bergbehördlicher Auf­sicht gab es in Hessen sechs, und zwar eine Bauxitgrube, eine Marmorgrube, drei Kiesel­gruben und eine Ockergrube. Die Gesamtförde­rung betrug 10 573 Tonnen im Werte von 881 242 Mark. Beschäftigt wurden 91 Arbeiter unb Angestellte. Anlagen zur Berarbeitung von Kohlen waren fünf vorhanden, und zwar zwei Braunkohlen- und Raßpreßsteinfabriken, eine Schwelerei und ein Steinpreßkohlenwerk Sa­linen besitzt Hessen zwei, die staatliche Saline zu Bad-Rauheim und Saline Ludwigshalle zu Wimpfen. Der Absatz von Salzen hat betragen 16 542.85 Tonnen im Werte von 808 939 Mark Beschäftigt wurden durchschnittlich 162 Arbeiter und Angestellte. Eisengießereien gab es 26. 3n diesen Werken wurden für Gußwaren zweiter Schmelzung insgesamt verarbeitet: 59 460 Tonnen inländisches und 5276 Tonnen ausländi­sches Roheisen und 9248 Tonnen Schrott. Be­schäftigt wurden 3675 Arbeiter und Angestellte. Der einzige Schwefelsäurebetrieb, den Hessen be­sitzt. sind die Chemischen Werte vorm. H. & C. Albert in Amöneburg, woselbst 5621 Arbeiter und Angestellte Beschäftigung finden.

Bon den Schlachiviehmärkten.

Das Geschäft an den deutschen Schlachtvieh­märkten der vorigen Woche bewegte sich un­gefähr auf der Höhe der vorhergehenden Be­richtsperiode: im allgemeinen gingen Großvieh und Schweine etwas besser. Die Auftriebs­zahlen haben sich gegen die Vorwoche für Rinder nicht unwesentlich erhöht und beliefen sich auf 18 000 (14 800). Kälber waren in 18 000 (19 100) Schafe in 12 200 (14 000), Schweine in 74 100 (78 200) Stück den Märkten zugetrieben.

Die Preisgestaltung war für Rinder nicht ein» hertlich. Der größte Teil des Vorrats wurde für Versandtzwecke aus dem Markt genommen. Eine beträchtlich« Zahl guter Bullen ging an die Wurst- und Konservenfabriken. Es überwogen kleinere Preisaufschläge von 2 bis 3 Pfennig Auf dem Kälbermarkt machte sich eine etwas ge­festigte Kaufstimmung bemerkbar. Es wurde durchweg alles abgeseht. 3n den oberen Klassen erhöhten sich die Spitzenpreise um eine Kleinig- kert. Am Schafmarkt gestaltete sich die Ge- schästslag« infolge der verringerten Zufuhr gut. RamenlUch die jungen und gangbaren Tiere wechselten frühzeitig den Besitzer. Das Schweine- gefchäft lag etwas gebessert bei überwiegenden Prersbesserungen von 1 bis 3 Pfennig. Schwere Fettschweine waren nach wie vor wenig be­gehrt. Man notierte je Pfund Lebendgewicht:

* Ausfall der S a in s t a g b ö r s e n. Rach dem Beschluß des Börsenvorstandes sind be­

Rinder

Kälber

Schafe Schweine

Berlin

20-60

48-76

25-60

60-68

Bremen

25-63

40-73

40-65

50-70

Breslau

20-56

43-68

39-62

54-65

Ehemnih

27-58

54-74

53-58

60-72

^Dortmund

28-66

45-85

35-60

62-75

^Dresden

28-62

45-75

40-67

59-68

Düsseldorf

25-64

45-80

63-77

-.Elberfeld

20-66

50-80

65-78

Essen

27-65

50-110

40-53

63-75

Frankfurt M.

28-64

55-78

36-47

59-75

Hamburg

15-63

38-85

20-63

52-67

Hannover

20-62

40-80

45-63

58-70

Husum

18-60

45-60

Karlsruhe

18-62

5684

53-72

Kassel

22-62

50-75

65-72

Kiel

20-59

37-66

43-66

Köln

30-67

50-115

62-76

Leipzig

25-63

48-78

40-63

60-69

Magdeburg

23-61

40-80

30-60

54-70

Mannheim

20-63

56-80

46-52

60-76

München

21-60

75-93

_

48-72

Stettin

15-58

30-72

20-58

57-69

Stuttgart

15-62

62-82

48-72

Zwickau

20-57

60-75

45-60

63-71

kanntlich an den Samstagen im Juli und Au­gust die Börsenräume für jeglichen Estekten- rerkehr geschloffen. Auch die Maklerfirmen haben eine Vereinbarung getroffen, an diesen Tagen öon einer Geschäftstätigkeit abxufeben. 3nfolgc- öeffcn waren am Samstag überhaupt keine Kurse, aus denen man eine Tendenz ersehen könnte, zu hören. Rur in Devisen wurden einige ilm- sätze getätigt. Die Mark stellte sich gegen den Dollar etwas fester und zwar auf 4,1874. Lon­don gegen Kabel hörte man mit 4.8717'« und London gegen Madrid mit 29,50'...

D i « amtliche Großhandelsindex- Ziffer. Die auf den Stichtag des 4. 3uli berechnete Großhandelsindexziffer des Statisti­schen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche um 0,3 v. H. auf 141.4 (141,0) gestiegen. Von den Hauptgruppen haben die Indexziffern für Agrarstoffe um 0,9 v. H. auf 135,8 (134,6), und für Kolonialwaren um 0,3 v. H. auf 138,8 (138,4) angezogen. Die Indexziffer für industrielle Roh­stoffe und Halbwaren hat um 0,1 v. H. auf 135,3 (135,5) nachgegeben, während die Index­ziffer für industrielle Fertigwaren sich um 0,2 v. H. auf 159,6 (159,3) erhöht hat. Die für den Monatsdurchschnitt Juni berechnete Großhandelsindexziffer ist gegenüber dem Vormonat mit 141,3 (141,2) nahezu unverändert geblieben. Unter den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe mit 133,0 (135,9) eine kaum nennenswerte Abweichung erfahren. Die Indexziffer für Kolonialwaren hat um 0.6 v. H. auf 138.7 (139,6) nachgegeben. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat sich um 0,2 v. H. auf 135.0 (135.3) gesenkt, wäh. rend die Indexziffer für industrielle Fertigwaren um 0,4 v. H. aus 159,1 (158,4) angezogen hat.

Saaten st and im Deutschen Reich Anfang Juli. Die Entwicklung der Feld- früchte ist unter der vorwiegend falten und regnerischen Witterung im Juni gegenüber nor­malen Jahren zurückgeblieben. Die letzten sonni­gen Tage konnten keinen nennenswerten Aus­gleich mehr bringen, so daß mit einer Verspätung der Getreideernte um zwei bis drei Wochen zu rechnen ist. Der Stand des Wintergetreides hat sich gegenüber dem Vormonat gebessert und ist zumeist zufriedenstellend. Die Roggenblüte hat bei dem trüben Wetter außergewöhnlich lange gedauert, ist aber fast überall gut verlaufen. Die Blüte des Winterweizens hat erst in wärme­ren Tagen begonnen. Das Sommergetreide ist vielfach mit Unkraut durchsetzt. Die Hackfrüchte sind im allgemeinen in der Entwicklung noch zu­rück. früh auf gelaufene Kartoffeln haben ver­schiedentlich unter Frost gelitten. Die Heuernte hat sich fast überall verspätet: sie ist nunmehr jedoch in vollem (Sange; während die Erträge der Menge nach nicht überall befriedigen, ist die Qualität allenthalben zufriedenstellend. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten zwei gleich gut, drei gleich mittel, vier gleich gering ergibt sich im Reichsdurchschnitt folgende Begutachtung: Winterweizen 2.7 (im Vormonat 2,8). Winter- fpelz 2.4 (2,5), Winterroggen 2,9 (3,1), Winter­gerste 2,9 (3,1), Sommerweizen 2,8 (2,8), Som­merroggen 2,9 (2,9), Sommergerste 2,6 (2,6), Hafer 2,9 (2,8), Kartoffeln 3,0 (3.0), Zuckerrüben 3,1 (3,1), Runkelrüben 3.0 (3,1). Klee 3,2 (3,1), Luzerne 3,0 (3,1), Bewässerungswiesen 2,8 (2,9), andere Wiesen 3,2 (3,3).

* Die deutschen Genossenschaften im Juni. Der Juni als Schlußmonat des ersten Halbjahres brachte 134 Reugründungen und 134 Auflösungen. Dazu kommen 5 Konkurse, und die in den Auflösungen enthaltenen Richtig­keitserklärungen stellen sich auf 22. Der Zuwachs an Genossenschaften vom Januar bis Juli belauft sich auf 157. Den wesentlichsten Anteil hieran haben die landwirtschaftlichen Genossenschaften Bisher haben im Verlauf des ersten Halbjahres 1928 die Richtigkeitserklärungen sowie die Kon­kurse erheblich nachgelassen. Der Gesamtbestand der deutschen Genossenschaften stellt sich am 1. Juli auf 52 357.

'Bayerische Motoren-WerkeA. -G.. München. Die außerordentliche General­versammlung der Bayerische Motoren-Werke A. G., München, beschloß einstimmig die Er­höhung des Aktienkapitals um 6 Mill. Mk. auf 16 Mill. Mk. durch Ausgabe von 6000 Stück Inhaberaktien zu je 1000 Mk. mit Dividenden­berechtigung ab 1. 1. 28. Die neuen Aktien wer­den entgegen dem bisherigen Antrag sämtlich den alten Aktionären zum Kurse von 130 Pro­zent im Verhältnis von 5:3 angeboten. Wie sei­tens der Verwaltung mitgeteilt wurde, ist der Verlaus des neuen Geschäftsjahres bisher be­friedigend. so daß auch die nächst« Zeit weiterhin günstig beurteilt werden kann. Die Zahl der Arbeiter hab« sich auf 2000 erhöht.

' Heinrich Lanz QI.-®.. Mannheim. Die G.-D. unter dem Vorsitz von Kommerzien­rat Hermann Röchlin genehmigte einstimmig

ohne Diskussion den bekannten Abschluß und beschloß, den verbleibenden Reingewinn von 89 318 Mk. vorzutragen. Begründet durch di« übliche saisonmähige Geschäftslage ist das Werk zur Zeit stark beschäftigt. Der Olbruf von Dresch. Maschinen und Dulldoggs ist aut Zeit sehr stark. 2«i einem günstigen Ausfall der Ernte wird mit einem Anhalten der günstigen Geschäfts­lage gerechnet.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 9. Juli. Tendenz: still. Nach der zweitägigen Unterbrechung kam da- Bör. sengeschäft zum Wochenbeginn nur sehr zö­gernd in (bang. Es machte sich eine starke Zurückhaltung und eine gewisse Unsicher­heit bemerkbar, da hinsichtlich der weiteren Ent­wicklung des Geldmarktes Besorgnisse bestanden. Vielfach glaubte man nicht, daß wir in eine stärkere Entspannung eintreten werden, zumal jetzt die Einkommensteuerzahlungen, die Industrie- belaftungszinsen und die letzte Nate der Eisenlmhn- Emission sehr beschwerten. Außerdem tritt bereits die frrage der E r n t e f i n a n z i e r u n g in den Vordergrund. Die Börse liegt jedoch vor allem un­ter den Nachwirkungen der Löwcnstein-Angelegen- heit, wenn auch die Befürchtungen hinsichtlich deren Weiterentwicklung immer mehr verschwinden. Andererseits bietet die feste Haltung der Neuyorker Börse vom vamstag dem Markte eine Stimmung, und für verschiedene Spezialwerte bestand einiges Interesse. Demgegenüber nahm die Spekulation auf einigen Marktgebieten kleinere Abgaben vor, so daß die Kursentwicklung uneinheitlich war. Elektroaktien waren etwas gefragt, Bergmann waren 2 o. H., Licht & Straft, Siemens 1,5 o. H. In­teresse bestand ferner für Süddeutsche Zucker, auf die Termineinführung (plus 3 v. H.). Aschaffen­burger und Zellstoff waren 3,25 o.H. erhöht, wäh­rend Waldhof etwas nachgaben. Am Chemiemarlt waren J.-G.-Farben knapp behauptet, Scheidean« statt 1,5 v. H. gebessert. Montanwerte blieben stark vernachlässigt: es überwogen die kleinen Kursab­bröckelungen bis etwa 1 v. H. Banken und Schiff« fahrtsaktien lagen ebenfalls sehr still und wenig verändert. Deutsche Anleihen lagen geschästslos. Von Auslandrenten waren Türken etwas gefragt, besonders Anatolier. Im Verlaufe war das Inter­esse für Elektro reger. AEG. zogen erneut 2 v.H. an, Siemens sogar 6,5 v. H. Auch Schiffahrtswerte wurden stärker beachtet. Hapag gewannen 3 o. H. Davon angeregt wurde die Stimmung allgemein etwas freundlicher, zumal am Tagesgeldmarkt erst« mal eine fühlbare Erleichterung eintrat und der Satz für Tagesgeld auf 7 o. H. ermäßigt wurde. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 14,8085, Pfund 20,403, Paris 124,20, London gegen Kabel 4,8713, Mailand 92,78, Madrid 29,48, Hol­land 12,09.

Berliner Börse.

Berlin, 9. Juli. Hatte man geglaubt, daß von dem Ausfall der Samstagsbörse sich heute ein star­ker Orderseingang bemerkbar machen würde, so ist man enttäuscht worden. Es haben sich bei den Ban­ken einig« Aufträge angesammelt, die aber keinen Einfluß auf das Geschäft hatten; dieses war nach wie vor sehr klein. Die (Brunbftimrniing blieb durchaus freundlich, ohne daß besondere An­regungen Vorgelegen hätten. Beeinflußt wurde etwas die Stimmung durch die feste Haltung der Neuyorker Börse am Samstag. Das Interesse kon­zentrierte sich wieder auf einige Spezialwerte, wo­bei an erster Stelle Polyphon plus 18,5 v. H. stan­den, sonst waren die Kurse behauptet. Einige Elek- tropapiere und Kaliaktlen, Berliner Handelsgesell­schaft, Berger, Kammgarn, Deutsche Linoleum usw. plus 5 v. H. Eisenbahnverkehrsaktien hatten 4,75 v- H. verloren. Anleihen waren etwas fester. Aus­länder waren uneinheitlich, teilweise etwas lebhaf­ter, besonders Anatolier und Bosnier-Eisenbahn etwas höher. Am Pfandbriefmarkt scheint durch Li­quidationspfandbriefe wieder etwas'Ware heraus­zukommen. Geldmarkt weiter leicht entspannt, Tagesgeld 6,5 bis 8,5 v.H., Monatsgeld 7,5 bis 8,75 v. H. Im Verlaufe blieb das Geschäft sehr rubig, und die Kursentwicklung war nicht einheit­lich. Lebhafter blieben die Spezialwerte; Schiff­fahrtsaktien und Elektropapiere standen hierbei im Vordergrund. Schwach lagen die Kunstseidenwerle, von denen Zellstoff 7,5 v.H. und Hemberg 3 v.H. einbüßten.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 9. Juli. Cs wurden notiert: Weizen 26,50 Mk.; Roggen 28 50; Hafer, inländischer 27,75 -28.25; Mais (gell») für Fut­terzwecke 24,2524,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 36,50-37; Roggenmehl 38-39; Weizenkleve 13,50; Roggenkleie 16,25; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 3260; Lin­sen, je nach Qualität für Speisezwecke 5095; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 99,50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 5;

Weizen- unb Roggen st roh. gebünbelt 44,25: Treber, getrocknet 17.50-17.75. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Lchlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 9. Juli. Auftrieb: 1648 2"t t: darunter 409 Ochsen. 95 Bullen. 712 ?uh« 392 Färsen. 601 Kälber, 55 Schale, 6194 rrcr^tXi'- notierten Rinder. A. Ochsen: volifletschig«, ausgeinäftete. höchsten Schlacht- werts. 1 lungere 59 bis 62 Mk.: 2. ältere 54 r rrTt ,gc. vvllfleischigc jüngere 48 bis 53.

oollfleischige. höchsten ^.chlachtwerts 51 vis 55; sonstige voNfleischige ober ausgemastete 48 vis 50 C Kübe iünacrc voNfleischrge höchsten Schlacktwerts 47 bis 51 ;' vollflelschig« ober ausgemästetc 42 bis 46, fleischig« 35 bis 41; genug genährte 25 bis c^ -cl " Jar Simgrinberi. voll­

ste lschige ausgemastete. höchsten Schlachtwerts 58 bis 62; vollfleischige 54 bis 57. fÄT 48 bis 53. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 72 bis 75; mittlere Mast- und Saugkälber 65 vis 71; geringe Kälber 55 bis 64. Schweine Fettschweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 65 bis 68; voNfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 66 bis 69; von etwa 200 bis 240 Pfd. 67 bis 70; von 'eiM 160 bis 200 Pf. 67 bis 70; fleischige von etwa 120 bis 160 Pfd. 62 bis 66; Sauen 56 bis 62 Mark. Marktverkauf: Am Rindermarkt verblieb bei ruhigem Handel etwas Uebcrftanb. Schweine schleppend, Heberftanb. Kälber unb Schafe aus­verkauft. Schafe wegen des geringen Auftriebs nicht notiert.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 6. Juli. Im Rorember vorigen Jahres fuhr ein Kraftwagenführer die Straf)« von Gießen nach Steinbach mit dem CHuto. Er sah zwei Lichter entgegenkommen, die anscheinend von einem Motorrad herrührten. Das. eine Licht davon schwankte. Er wurde zwar stutzig, blendete aber nicht ab. Der Motorrad­fahrer wurde von dem starken Lichtkegel des Autos geblendet und kcm mit seinem Bei­fahrer zu FaN. Der Beifahrer erlitt dabei Ver­letzungen. Der Angeklagte wurde wegen Ver­stoßes gegen die Krastfahrzeugvorschristen und wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 30 Mark und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt.

Gießener Jugendgericht.

Als Jugendschöffen wirkten mit Lehrer Hein­rich Krausch unb Eilenbahnkassenoberinspektor Krautwurft, beibe von Gießen.

. Ein fünfzehn Jahre alter Ausläufer hat in einem Geschäft, in dem er beschäftigt war. ein Fläschchen Parfüm und einen Schminkstift an sich genommen, um sie an Fastnacht zu verwenden. Ebenso nahm er widerrechtlich ein Paar alte Gummistrümpfe mit, die einem Lehrling der Firma gehörten. Der Junge, der sonst ein ordent­licher, fleißiger Mensch ist, bereut seine Tat. Mit Rücksicht auf die Geringfügigkeit der Qbjekte sah das Gericht von Strafe ab und sprach eine V« r - warnuna aus. Die Kosten des Verfahrens muß er allerdings tragen.

3n der Rächt vom 1 auf den 2. Weihnachts­feiertag 1927 beteiligte sich ein Siebenzehn­jähriger in besonderer Weise an einer Schlägerei in der Rahe der Möbsschen Sei­fenfabrik an der Heuchelheimer Straße. Urteil; 35 Mark Geldstrafe, entsprechend dem Wochenverbienst als Maurergehilfe, eventuell sieben Tage Gefängnis, und Anordnung von Er­ziehungsmaßregeln. Gegen zwei weitere Ange­klagte, die bereits das 18. Lebensjahr vollendet haben, wurde vor dem Einzelrichter verhandelt.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten Jinb ohne Verbindlichkeit der ischriftleitung.)

Stornfels. Ihr Gegner kann nicht ins Blaue hin­ein fordern. Er muß mindestens ungefähr den Tag angeben, an dem er für Sie geackert unb ge­fahren hat. Die von ihm behauptet« Leistung muß er beweisen. 3n der Leistung einer 2lb- schlagszahlung kann ein Anerkenntnis der Schuld liegen. Die fragliche Schuld ist nach dem Gesetz noch nicht verjährt; Ihr Gegner mußte fein« Forderung nicht innerhalb em«s Jahres gel­tend machen, und ebensowenig bedurfte er eines Patentes". Welche Einnahme Ihr Gegner ver­steuert hat, ist für Sie ohne Belang.

Aus dem Amisverkündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 49 vom 6. Juli enthält: Einreichung der Belege über den Steuerabzug vorn Arbeitslohn. Die Serien des Krcisausschusses. Der Geschäftsgang beim Kreis« amt Gießen. Flugoeranftaltung in Gießen. Dienstnachrichten.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die bmter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlofsenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombarbzinSfuß 8 Prozent.

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß. Kurs

l-Uhr-

Schluss

Anfang

Kur.

Kur»

Kur,

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_

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4% lütt. ßoUantcUic ö. 1911 . .

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4% bergt. Serie 11 . .....

11,18

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206.5

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165,76

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155,5

153.13

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Ulg. Deutsche Eredttonft. . . 10

139

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167

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167

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