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Serfoumir.fl der Diesen al? sehr doch zu bezeichnen ift. (Aftern wurde hier die o i 11 ft e Einwoh­nerin unirrer Gemeinde, die Ehefrau Marie Krombach geb Schäfer zu Grabe getragen. Die Verstorbene hatte ein Alter von 76 Jahren erreicht.

<> Obcttlecn. 8. 3wB. Die Firma ®|ner. Küchel P- Ur. zu Butzbach hat btt! in her hiesigen ®emorfung gelegenen, von btt Semcinbe Oberkleen gepachteten Äoll« fteinbruch Infolge Abfatzmangels still­

fieTcgf Durch Ne Stillegung find 30 'Arbeiter mit bcr hiesigen und her benachbarten Ge­meinde üi'jrÄgont arbeitslos geworben

Mrcis Marburg.

ÄLR. Marburg, R. 3ufi. In der Grohgaroge ch e r r m a n n in der Äoffeler Strafte entstand oer­gangene Nacht ein Brand, burd) den vier Autos vernichtet wurden. Der Feuerwehr ge­lang es. ein Umsichgreifen des Feuers zu verhindern

Freitag wledercholeis und bcr Achilles-Elul» in 43 2 Sekunden mit zwei VcrdS Bodprung auf den zweiten Platz verweilen Dritter wurde bcr Surret) A. E.

Süddeutscher Handballpskal.

In dem Entscheidungsspiel tim den Süddeurlchen chandballookal. bas am gestrigen Sonntag in Frank furt a M. M.schon dem 4. S. D. München und D. f. R Mannheim ausgetragen wurde, siegte M ü n-ch e n 4:2.

Deutsche Dasserball-Meisterschaft.

Im ersten Vorfchluftspiel um die deuljche Wasser- bollmeistcrfchast begegneten sich am gestrigen Sonn­tag in Halle der süddeutsche WalserbaUmeister Bayern 07 Nürnberg und der H a l l i f ch e Schwimmverein 0 2. Mir 11:5 (5:4) siegten die technisch und förperlid) überlegenen Ban em über bic Hallenser, bei denen einige »pieler fast gänzlich versagten.

Neuer Weltrekord im Weitsprung.

Bei den endgültigen amerikanischen Olympia- auefdjeihungen im Eambridge-Harvarh-Stadion stellte Eh. Hamm (Georgia) beim ersten Ver­such mit 7.90 Meier einen neuen Welt­rekord im Weitsprung auf. Die alte Welthöchstleistung deS Negers Hubbard wurde damit um einen Zentimeter übertroffen.

Tumen, Sport und Spiel.

Vorrunde um die deutsche Fußballmeisterschaft.

3n Hamburg schlug gestern der Hamburger Sportverein den westdeutschen Vertreter Schalle 04 mit 4 2 (2.0). Dor der Halbzeit waren hie Hamburger glatt überlegen jedoch liehen sie in der zweiten Hälfte deS Spieles merklich nach. _ ,. ...

lenn iS -Borussia Berlin siegte in Aamborn über Preuftcn. Krefeld, mit 3.1.

Dor 35 000 Zuschauern lieferten sich im Kölner Stadion der westdeutsche Weister Köln-Sülz 0 7 und Eintracht. Frankfurt ein sehr interessante« Spiel. Die Frankfurter tonnten sich infolge hcoorzugten Sinzelfpiel« nicht durchsetzen und unterlagen mit 3:1 (2:1).

3n Halle schlug der süddeutsche Weister B a »ern. München. mit 3: 0 (2:0) W a cke r. Halle Die Süddeutschen waren ständig über­legen _

Ein recht mattes Spiel lieferten sich in Stettin Holstein. Kiel, und Dreuften, Stettin. Holstein fiegte mit 4:1 (3:1).

Hertha. B S. G schlug in Berlin auf dem S.E. E.-Platz die Breslauer Sport­freunde 7:0 (3:0). Hertha war vollkommen

Dritter wurde 8 o t h a m England Wit größ­ter Spannung wurden Die über 100 Vards füh­renden Zwischenläufe erwartet, in denen der Engländer London in 9.9 Seiunden über Körnig siegreich blieb Wichmanii schlug den Holländer van den Berghe in 9.9 und Rangelet) wurde von Legg in 10 Sekunden abgefertigt. Der Endlauf endete mit einer Nie­derlage Körnig«. Der 0üöafrilancr Legg konnte den Deutschen allerdings nur Inapp in 9.9 Sekunden schlagen. 3m Sndlaus über 220 VardS siegte Wichmann in 21.7 mit einem Qfarh Dorsprung vor Körnig und Nangeleh. Die Diererstassel der Frankfurter Eintracht konnte in der 4x110 Bards-Staffel ihren Sieg

Der Sternhimmel im Juli.

Sonnenaufgang von 3,45 biS 4.20 Uhr. Sonnenuntergang von 20,25 bis 19.50 Uhr Licht gestalten des Mondes: Vollmond am 3. um 4 Uhr: 3. Diertcl am 10. um 13 Uhr: 1. Viertel am 24. um 16 Uhr

Trotzt em es an den Sommerabenden während der Zeit, in der wir den Fiffsternhimmel be-

falls auS dem Arabischen stammt und etwa .fallender Adler" bedeutet. Warum die Araber den helleren her beiden Sterne mit dein fal­lenden und den weniger Hellen mit dem fliegen­den Adler verglichen haben, ist schwer zu lagen. Auch daß ein so ungemein auffallender Stern tme die Wega, einer der hellsten des Himmels.

überlegen.

3n München siegte nach Spielverlängerung B) acker. München, gegen den Dresde­ner Sport-Elub mit 1: 0.

Sie deutschen Rudermeisterschüfien begannen am Samstag auf dem Nordhofenlanal bet Hannover. 3m Sichler und Vierer ohne Steuermann konnten bereits die Zwischenläufe aabgetragen werden. 3m Achter siegte ,Bran- de n b u r g i a" - Be r lin in 6.15.4 vor der Mainzer Nenngemeinschaft mit 6.17.4 im ersten Laus. Den zweiten Lauf brachte die Mannheimer Amtcitia in 6.19.6 vor der Nenngemeinschast Köln in 6.24 an sich. 3m Vierer ohne Steuermann schlug Hellas- Berlin in 6.52.6 den Dresdener Ruder- herein mit 6.56.8. Den zweiten Laus suhr iXT Wassersportverein Düsfeldors. der im Vor- lauf den Deutschen Ntiderverein Zürich geschlagen hatte, im Alleingang. Die Vor laufe im Einer wurden von Ludwigshafen (QL v. Hoven) und Frankfurt 65 (Waller Zlinsch) gewonnen.

Unter riesiger Anteilnahme der Waffersport- anhängcr kamen am Sonntag die Deutschen Niidermeisterschaften zur Entscheidung. Die zwei Kilometer lange Strecke war von Zuschauern dicht besetzt, die mit größtem 3ntcrcffc den span­nenden Kämpfen folgten. Die größte Heber# ralchung war die Niederlage des mehrfachen Meisters Wikina Linz (Donau) durch Hellas Berlin. Die Ergebnisse:

Zweier ohne Steuermann. 1. Hellas Berlin 7:20,4. Einer. 1. Frankfurter N. V. 1865 (W. Flinsch) 7:38,4. Vierer mit Steuermann. 1. Berliner NuderclubSturm­vogel" 7:03,8. Achter. 1. Mannheimer N. D. ..Amicitia" 6: 20,4. 2. Berliner N. E. ..Branden- burgia" 6:26,8. Doppel-Zweier ohne Steuermann. 1. Hellas Berlin 7:02. Vie­rer ohne Steuermann. 1. Hellas Berlin 6: 47,8.

SnglischeLelchtathletikmeifierschasten

Am Freitag begannen in Stamford Bridge die internationalen englischen Leicht­athletikmeisterschaften, zu denen Frank­reich, Südafrika, Australien. Schweden, Ungarn, und Haiti gemeldet haben und zu denen auch Deutschland im Hinblick auf die Olympischen Spiele diesmal eine besonders starke Expedition entsandt hat. Leider fehlt unter den Deutschen her Allensteiner Reichswehrunteroffizier Hirsch- feld. der als Weltreiordmann im Kugelstoßen gute Ehancen gehabt hätte. Alle deutschen Teil- nefcmet tonten am ersten Tage der englischen Meisterschaften erfolgreich, bis aus Dr. Peltzer. der über eine Meile nur den sechsten Platz be­legen konnte. 3n der Meisterschaft über 220 Dards konnten sich die drei deutschen Sprinter Körnig, Houben und Dr Wichmann für bic Entscheidungslämpse qualifizieren. Körnig hef mit 21.5 Sek. die beste Zeit heraus. 3n dem Rennen über eine Hbe Weile (880 Bards) crziolle der Berliner Engelhhardt einen klaren Sieg in 2:01,6. so daß auch dieser deutsche Teilnehmer für die Entscheidung in Frage kommt. Der Marathoittauf wurde eine suhere Beute von Payne, Woodford, bet in englischer Re­kordzeit von 2:34,34 siegreich blieb. Das Rennen über 2 Meilen Holle sich Pope, Woodford, in 4:04,8. Der deutsche Weitsvrungmeister Dober­mann qualifizierte sich mit einem Sprung von 7,16 Meter ebenfalls für den Endlampf. Sehr erfreulich ist das Abschneiden der deutschen Sprinterstaffel, der Frankfurter Ein­tracht, über 4X110 Bords, die den Achilles- Club überlegen schlug und mit 42,4 Sek. hie icfte Zell des Dorlaufs erreichte. Die Staffel lief in der Zusammensetzung (? ec Hing, Dr. W ichmann. Eldracher und Salz.

3m Gegensatz zum Freitag herrschte am Samstag, dem zweiten Tage der Englischen Lcichtathletllmeisterschaften prachtvolles Wetter, fo daß die Leistungen weniger beeinträchtigt wurden als am Freitag. Die erste Entscheidung llel im Speerwerfen. Hier erzielle der Neu- Seeländer 6 2a h 67.89 Meter und kam damit dem Weltrelord nahe.

3m Diskuswerfen fonnlc Paulus (kV chlor) mit 44,80 Meter einen neuen englischen Rekord aufstellen.

Zweiter wurde der Franzose Noel mit 41,53 Stari um stellten war die Zehnkampf- ^^stErschasi. in der der Südafrikaner Hart mit 6769.825 Punkten den Sieg errang. 3n den pausen über eine halbe Welle muhte der Der« LlnCr^r^n 6clHardt eine Niederlage durch den engllscheit Weister Lowe, der in 1:56,6 Winu- ten mit 2 Bards Vorsprung siegte, hinnehmen.

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Der d>e 9V Stundcnrnklm von Mitter­nacht bis Mitternacht einet Taget ent­haltende Kreit und die dich punktierte Linie, der sogenannte Horizont, find feet- etehend ru dcni.cn Der Sternhimmel dreht eich samt dem auf Mitternacht geigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei­ger dar Himmelruhr m 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne det gelogenen Pfeile einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die ru der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatemitte sicht- hären Sterne. Untere Karte zeigt also den Zuetand um Mitternacht dar Mo­natemitte Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man eich den Sternhimmel tarnt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieeer auf die Be­obachtung! stunde zeigt. dadurch werden die au'dieser Zeit sichtbaren Sterna in den nickt mitau dreh enden Horizont hin­eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo­natsmiete ist der gerade Pfeil V3 Stunde früher, für jo 5 Tage nach der Monats­mitte '/3 Stunde später au stellen. Man vergleiche die nächate Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angedeutete Licht- gestalt zeigt.

obachken. kaum ganz dunkel wird, erfreuen unS doch die Hellen Sommersternbilder. Von den beiden Hellen ©omrnerfternen Qlrctur und Wega geht die Vorherrschaft immer mehr an die Wega über, denn sie bleibt noch hoch im Süden stehen, während der Qlrctur sich schon nach Westen abientt. Ganz in der Nähe der Wega steht noch das schöne Kreuzsternbild des Schwans, daL sich vom Hauptstern Deneb. an hem man sich die Schwanzfedern des Schwanes dachte, bis zum Albirev hin erstreckt. Aus der anderen Seite des Schwans wie Wega, befindet sich daS Sternbild des Adlers, dessen Hauptstern den Nomen Atair trägt, d. h.fliegender Ad­ler" im Gegensatz zur Wega, deren Name gleich-

feinen Namen aus dem klassischen QHtertum herüber gerettet hat. und erst von den Arabern der Namenlosigkeit entrissen wurde, ist mert- würdig.

Von Wandelsternen ist leidlich gut nur der Saturn zu sehen, der sich freilich langsam dem tiefsten Teile des Tierkreises nähert, und also auch keinen hohen Stand erreicht. Er steht llnks vom Sternbild des Storpions. Der 3upiter und der Mars treten erst um Mitternacht, gegen Ende des Monats etwa 1 Stunde früher auf. Am 3. ist der Abstand der beiden am geringsten. Gr beträgt dann weniger als eine Vollmond- breite. Küstermann.

Buntes Allerlei.

Napoleons Totenmaske.

Die Wiederentdeckung des ersten Original- abgusseS der Totenmaske Napoleons in dem klei­nen holsteinischen Städtchen Preetz hat bei allen Freunden des großen Korsen Aufmerksamkeit erregt, und man ist gespannt darauf, zu hören, wie ein solch geschichtliches Dokument allerersten Ranges gerade in einen abgelegenen Winkel Deutschlands verschlagen werden konnte. Die interessante Geschichte der Totenmaske erzählt Helmuch Duve nun in Reclams Unitxrrfum. Rapolevns Arzt Dr. Antommarchi hat. wie durch seine Aufzeichnungen bezeugt ist. 24 Stunden nach dem Derscheiden des Kallers von fernem Kopf zwei Abgüsse genommen. Der eine von diesen Abgüssen zerbrach und wurde dann wieder zusammengesetzt. Er stellt dasjenige Exemplar dar, das Antommarchi der Mutter Napoleons schenkte und das sich heute im Besitze Victor Napoleons in Brüssel befindet Der erste Ori- ginalabgub aber befand sich lange Zeit im Besitz der Altenburgischen Famllie Baumbach und galt dort seltsamerweise für eine Toten­maske Schillers. Es ist das ursprüngliche Besitz­tum Dr. Antommarchis. von dem dieser in seinen Memoiren vielfach spricht. Als er in London 1822 im Haufe des Marschalls Bertram weilte, machte der andere Arzt Napoleons. Dr. Burton, Anspruch auf diesen Originalabguh. Antommarchi konnte zwar nachweifen, dah et der rechtmäßige Eigentümer fei. ging aber dann mit der Totenmaske nach Paris und nahm sie auch mit als er 1831 nach Polen reifte, um dort an der Revolution teil zu nehmen. 3n Deutsch­land blieb er bei einer befreundeten Famllie, dem Superintendenten Heinrich in Eilenburg, bei dem sich Napoleon kur?, vor der Schlacht bei Leipzig einen Tag aufgehallen hatte. Diesem gab er die Totenmaske in Verwahrung, und da er sie merkwürdigerweise nicht mehr zurückfor- derte, so blieb sie mehrere Jahrzehnte im Besitz der Tochter des Superintendenten, der Frau 3ulie Baumbach. Aus ihrer Hand ging die wertvolle Reliquie 1857 als Heiratsgut an ihre Schwieger­tochter. Frau Oberst Bmnnbach in Altenburg über, und gelangte dann 1905 auf dem Ero- schaftswege an die heutige Besitzerin in Preetz.

Die Herkunft des Abgusses ist alfo ziemlich lückenlos nachgewiesen. Die Echtheit wird aber

vor allem durch den Siegelabdruck und den Namen Antommarchis am Halsausguß erwiesen, die sich auch an dem Desihstück des Prinzen Victor Napoleon befinden. Diese Gchtheits- zeichen zeigt keiner der zahlreichen Nachgüsse, die sich an verschiÄtenen Plätzen der Welt be­finden und auS einer zweiten Form flammen, die Antommarchi über einen der beiden Original- abgüffe modellierte. Daß der Abguß so lange für eine Schillermaske gehalten wurde, erklärt sich aus einer gewissen Aehnlichkeit der Züge, vor allem aber wohl daher, daß man die kost­bare Totenmaske des Kaisers vor Nachstellungen schützen wollte. Die Verehrer des großen Mannes haben sich natürlich stets um diese einzigartige Reliquie bemüht, und man bot Antommarchi 6000 Pfund Sterling, wenn er sie verkaufen wollte. Antommarchi lelbst starb 1847 nach einem bewegten Leben auf Kuba und hat dieses kost­bare Besitztum, das ihm so teuer war, nie wieder gesehen.

Die Reichrdruckerei druckt schneller als die Chinesen.

Die Reichsdruckerei, also daS 3nftitut. das unsere deutschen Banknoten herstellt, beschäftigt sich auch mit dem Schneiden fremdländischer vor allem ostasiatischer und arabischer Schriftzmchen und druckt auch selbst, was wenig bekannt sein dürste, umfangreiche Werke in den Sprachen deS Orients. Bei der Herstellung dieser Schriften ist man sogar schon so weit getommen. schneller clls die Chinesen in China frfber zu fein. Sv werden z.B. beim Auftauchen neuer, meist tech­nischer Begriffe etwa Rccketenautv. Blld- funktelegraphie vom sinologischen Seminar der Mniterfität und anderen Fachwi f f enf chas tlem entsprechend den Gesetzen her chinesischen Sprache chinesische Dortbilder für die betreffenden Be­griffe ausgearbeitet und gezeichnet, die dann von der Reichsdruckerei in Typen geschnitten nach Ostasien gehen, oftmals bevor die Chinesen selber entsprechende Zeichen in ihrer Schrift­sprache hergestellt Habern Lieberhaupt ist die Herstellung fremdsprachiger, namentlich orienta­lischer Druckwerke ein ausgedehntes und wissen­schaftliches bedeutungsvolles Arbeitsgebiet der Reichsdruckerei. Es gibt für diesen Zweck eine besondere, sogenannte akademische Setzerei, die sogar über Zeichen der Keilschrift, der Hierv-

| glhbbcn. M Köpfchen uitfr M SanKri! Nr» fügt. 3a. im Zusammenhang mit der berühmten Turfan-Erpedition Prof von Le So q 6 find Schriften in Manichäifch geschnitten worden Da­neben werden aber auch in letzter 3eit in steigen­dem Maße die l ersch.ebenen Sprachen des fernen üftene gesetzt, die zu Werbedrucksachen für 3n- dustrie und Handel Verwendung finden. 3n der akademUchen Setzere tfi ein chinesisch-deutsches Wörterbuch bergefidlt worden, während unter BclcillguNt! bekannter Belehrter eine ganze Schnflenre.be unter dem Titel .Alphaste und Schrll Zeichen des Morgen- und Abendlandes" herau»gebrächt wurde 3n dieser 'Abteilung. die Ich auch noch mit anderen 2üifgalxm beschäftigt, find rund 40) Hand- und 10ö Mafchinenfetzer angestellt. So durfte die Reichsdruckerei wohl die größte Druckerei für orientalilche Sprachen in Deutschland sein.

Die Vlattlaus ate honigsabrikant.

Der Mensch hat gegen die Blatttaus ein Vor­urteil, das manche Insekten nicht teilen, da hc den süßen Saft, den die Läufe ausfcheiden. außer­ordentlich lieben. ES gibt sogar Ameifenarten. die sich in besonderen Gehegen Blattläuse al» Haustiere halten, um sie stets .melken" zu können. Daß die Blattlaus aber auch an der Honigbereitung einen überaus wichtigen Anteil bat. ift eine neue Entdeckung, hie manchen viel­leicht unberechttgterweise daS S>onige1fen ver­leiden könnte. Wie Hermann R a d e st o ck m der .Umschau" ausführt, hat man erst in neuester Zeit die Rolle festgestellt, die der von den Blatt­läusen auSgefchiedene .Honigtau" der Lärchen­bäume für Die Bienen mancher Gegenden besitzt. 3n den südösterreichischen Ollpenländern ist die ganze Imkerei von diesen Ausscheidungen der Blattläuse abhängig. Daß diese Insekten gerade auf den Lärchenbäumen den heften und reich­lichsten Honigtau ablegen, ist daraus zu erklären, daß die europäische Lärche Standorte bevorzugt, die ihr einen uneingeschränkten Lichtgenuß ge­statten und dah dieser Baum al» das einzige Nadelholz, das im Herbst seine Nadeln abwtrft. die Blattknospen den Sonnenstrahlen besonders stark aussetzt. Der Zuckervorrat in den Knospen mehrt sich also überaus rasch, und die Blatt­läuse beginnen pünktlich um die Zeit der Reise, um den 20. Juli, ihre Ernte. Der von den Tieren aufgefogene und als Honigtau ausge­schiedene Saft enthält nach genauen Unter» suchungen neben 7.2 Prozent Wasser emeTrocken- maffc von 92,8 Prozent, die an Invertzucker 12,9, an Rohrzucker 43,5. an einer dem Lärchenfast eigentümlichen Zuckerart, der Welezitose. 6,1. an Eiweiß 2.6 und an Dextrin 27,8 Prozent aufweist. Dieses Erzeugnis der Blattlaus wird dann im Leibe der Biene weiter umgewandelt, und der fertige Honig zeigt bei einer Trocken­masse von 86,4 Prozent an Invertzucker 38,2, an Rohrzucker 11 und an Dextrin 10,5 Prozent, wahrend Eiweiß und Welezitose unverändert bleiben. Daraus ergibt sich, daß die Blattlaus bei der Fabrikatton des Honigs die Haupt­arbeit leistet. Dieser Zusammenhang war früher völlig unbekannt und ist erst jetzt durch die Beobachtung der besonderen Blattlausart erkannt worden, die auf den Lärchen deS oberen Wur- taleS haust und sich von anderen BlattlauS- arten wesentlich unterscheidet. Diese honigsabri- zierende Blattlaus, die den Namen Lachnus muravensis erhalten hat. besitzt eine Länge von 3,6 bis 4 und eine Breite von 2,2 biS 2,5 Milli­meter. Sie vermehrt sich trockenem Wetter ungeheuer rasch, da sie lebendig und völlig faugfräftig Aur Welt kommt, in 10 bis 12 Tagen erwachsen ist und jedes Tier etwa 40 Junge gebiert. Die Blattlaus hat nur wenige Feinde, unter denen der wichtigste der Blattlauslöwe. die Larve der gemeinen Flors liege, ist. Die Bienen, die nur flüssigen Saft gebrauchen können, warten ab, bis der Saft von den Käufen auS- geschieden wird und ftonen dann, oft zwei oder drei zu gleicher Zeit, auf dieselbe Honigguelle. Das sog. Manna, der kristallisierte Saft, der die Lärchenbäume bedeckt und früher für eine Ausscheidung des Baumes selbst galt, während er ieht als Produkt der LauS erkannt ist. hat bisher keine prakttsche Verwendung gesunden, da seine Ernte auf den hohen Bäumen zu schwie­rig und nicht lohneird ist. Wir genießen also diese Süßigkeit der Blattlaus nur in der Weiter­verarbeitung, die sie durch die Dienen zum Honig erfährt.

Rundfunkprogramm

bei Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschou".)

Donnerstag, 12. 3u(i.

13.30 bis 14,30: Von Staffel: MittagSkonzert. 15,30 bis 16: Die Stunde her Jugend 16.30 bis 17,45: Konzert des Rundfunkorchesters. 17,45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18,30 biS 19: Von Kassell 3um 60. Geburtstag Stefan GeorgeS". Vortrag von Schrll tfteller Will Scheller. 19 bis 19,30: »Die rnhuftriellc Verwertung der Kartoffel", Vor­trag von Dr. Fritz Seidler. 20: Vom großen Saal des WiesbadeTrer Kurhauses: ©inftmie-Konzert. Anschließend: Anläßlich seines 60 Geburtstages: Dichtungen von Stefan George.

Freitag, 13. 3eU.

13 bis 14: Schallplatten-Konzert. 15,30 bis 16: Die Stunde der 3ugent>. 16,30 bis 17,45: Haus- srauennachmittag. 17.45 biS 18,05: Die Lese- stunde. 18,30 bis 18,45: Don Kassel: Sttmde Haus und Garten .Deutsches Obst". Vortrag von ©arteningenieur Karl Hinze. 18,45 bis 19.15: Stunde des Südwestbeutschen Radio-Elubs 19,15 bis 19,45 .Der Sinn heutiger Musikfeste". Vor­trag von Dr. Paul Stefan. 19,45 bis 20.05: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik 20,05 bis 20,15; Film^Wochenscyau. 20,15: Der Zigarettenkasten. Drama von Jahn Galswvrthh. Anschließend: Preisausschreiben für die Rundfunkhörer: Was höre ich? (Bestimmung im Rundfunk wahrgenommeTrer Laute. Tone und Geräusche-.

Samstag, 14. 3elk

13 bis 14 Schallplatten-Kon-ert. 0,30 dis 16: Die Stunde der 3ugenb. 1630 biS 17.45: Konzerr des Rundfunkorchesters: Schubert <Wunschkonzert,. 17,45 bis 18,05: Die Lesestunde. 18,30 bis 19 Der Brieflasten 19 bis 19,30: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfän­ger und Fortgeschrittene. 19^0 bis 20: Stunde des Frankfurter DutcheS für Volksbildung: .Don Kakteen. SuSulenten und anderen interefjanten Pflanzen". Vortrag von DalmengartendttektoL O. Kraus. 20: Dom deutschen KammernrufikfeK Baden-Baden: Konzert. ATrfchließenb biS 0^0: Von Bersin: Tanzmusik