Neue Gchulhausbauten in Gießen
210 000
1 000 000 1 470 000
B
65 632
56 000
20 000
76 000
Summa 1611632
Nachdruck verboten.
3 Fortsetzung.
war vernünftig genug.
den
er-
rächte
Dick lächelte.
(Fortsetzung folgt.)
Rücksicht auf rund 110 000
Klassenräume Zeichnen und
nicht wieder. (Er lehnte
„Kann ich Sie sprechen, Slick?" fragte er. als er feinen Atem beisammen hatte
mit es auf dem Papier steht, wenn mir etwas Menschliches begegnet!"
(Er kämpfte offenbar mit einem Gefühl tief- ster (Erregung, und Dick, der ihn stets als ruhigen, besonnenen Mann eingeschätzt hatte, kannte ihn
vorhandenen SurnSaHe wird mit die entstehenden Mehrkosten von Mark nicht empfohlen.
Die Schillerschule, die seither 19
gleichzeitig neue Räume über der Turnhalle geschaffen werden. Die derzeitige Abortanloae (17 Aborte auf 900 Schülerinnen- ist vollständig unzulänglich, sie entspricht nicht der Zahl der vorhandenen Kinder. Außerdem liegt sie mitten im 5of; bif Schulkinder find also Wind und Wetter bei dem Besuch der Anlage ausgesetzt. Rach der heutigen Auslassung kann im Interesse der Gesundheit der Kinder ein derartiger Zustand nicht mehr bestehen bleiben. Dazu kommt, daß in keiner der Schulen eine Entlausungsanla-e. die dringend notwendig ist, wenn auch die Zahl der Cn'.laulungSfälle erfreulicherweise sich vermindert hat, vorhanden ist. Auch fehlt ein Raum für den Schularzt. Das Dachwerk dn: Turnhalle ist derart schadhaft, daß es herunt-rgenommen und erneuert werden muh. Durch die Aufstockung auf die Turnhalle werden schöne Helle Räume gewonnen. Im K.'llerraum werden Milchküche mit Frühstücksraum, Entlausunnsa-''a-e. Drau'ebad. sowie Heizungsanlage mit Koksraum untergebracht. Ferner werden dort zwei Abortanlagen eingebaut, die notwendig werden, da die Schule zu einer Dezirksschule, d. h. zu einer Schule für Knaben und Mädchen eingerichtet werden soll. Die vorhandenen Schnlraume im Erdgeschoß bleiben bis auf einen bestehen, der im Rahmen des Reubaues zu einem Physiksaal erweitert wird. Die Baukosten sind von dem städtischen Hochbauamt veranschlagt auf 233 000 Mk. Da daS vorhandene Treppenhaus für die Zahl der Schulkinder zu eng erscheint und durch den Reubau die Entfernung der neuen Klassensäle von dem Treppenhaus eine größere wi'-d, wird mit Rücksicht auf die Sicherheit der K nder der Anbau eines neuen Treppenhauses, der mit 26 000 Mk. veranschlagt ist, vorgesehen. Die Ge'amtkosten würden sich dann auf 256 000 Mk. oder rund 260 000 Mk. belaufen. Eine Vergrößerung der
C. 1. Instandsetzung der jetzigen Schillerschule
2. Bauliche Umänderungen in der Pestalozzischule
„Selbstverständlich. Aber warum? Ist Ihnen etwas in die Quere gekommen?"
Lew Pheeney warf einen nervösen Blick über die Schulter.
„Jemand ist mir auf den Fersen", sagte er durch die Zähne.
„Nicht die Polizei — das kann ich beschwören".
2. Anbau an die Gewerbeschule
3. Neubau einer 24klassigen Volksschule in den Elch- gärten
Erwerb des Gcw'rbehauses des Qrtsgewerbevereins (unverbindlich, Schätzung des Stadtbauamts)
ohne die notwendigen Säle für _ . Handarbeit sowie Physik und Singen umfaßte, würde künftig 22 Klassen und 3 Säle nebst ausreichenden Mebenräumen besitzen: dazu tarnen
der geplanten Bauten ergibt Uebersicht.
A. 1. Anbau an die Schillerschule
MMMVenWkNSlWklll.
Zftoman von Edgar Wallace.
Copyright by Wilhelm Goldmann, Verlag, Leipzig
sich au • folgender Nm Nm.
260 000
Baracken, die aus Backsteinen erbaut sind, sind in einem guten Zustand: ihre Beseitigung toirt) in Frage kommen, sobald die in dem südlichen Stadtteil pro d.ierte neue Schule zur Erbauung gelangt Die übrigen Baracken sollen abgebrochen werden. Die Fortbildungsschule Hal Z. achtzehn Räume und eine Küche, die alle als behelfsmäßig anzusprechen sind Künftig werden ihr 22 Räume einschließlich sieben Räumen in den Behelfsbauten und zwei Küchen nebst ausreichenden Zubehörräumen zur Verfügung stehen.
V. Die finanzielle Auswirkung
werden. Auch auf dem Gebiet des Magens läßt sich mit weit weniger auskommen, als man denkt, und man kann dabei feiner Gesundheit und der Wider« standsfähigkeit gegen „Seekrankheit" zu Wasser und zu Land nur nützen Ucberhaupt wird die fortschrittliche Hausfrau angesichts der modernen Bitamin« und Nährwertforschung ihren Neiseprooiant etwas mehr den neuesten Ergebnissen der W ssenschaft anpaffen. M t belegtem Butterbrot, Nuhkernen, Datteln, Feigen, getrockneten spanischen Trauben und frischem Qbst ist man mit so vitaminreicher und
bis auf weiteres 4 Klaffen in 2 Baracken.
ES wird darauf hingewiesen, daß sich die seitherige Schillerschule in einem derartigen baulichen Zustand befindet, daß größere Erneuerungsarbeiten unbedingt vorgenommen werden müssen, ohne Rücksicht daraus, ob ein Anbau erfolgt oder nicht. Insbesondere sind die Böden derart abgenutzt, daß eine Erneuerung unbedingt erfolgen muß Ferner muß das Dach nach Angabe des Hochbauamts umgedeckt werden. Auch die Heizungsa lag- bedarf einer Erneuerung und Verstärkung. Die hierfür anzusehenden Kosten werden von dem Stadtbauamt auf 55 000 Mark veranschlagt. Wenn diese Arbeiten durchgeführt sind und das Gebäude neu verpuht ist, wird die Schule, ähnlich wie die Goetheschule, als neuwertig anzusehen sein.
11. Anbau an die Gewerbeschule.
Ursprünglich war vorgesehen, den Anbau an die Gewerbeschule bis zur Detzsteinstraße und von hier diese entlang bis zum Seulingschen Grundstück, Ecke Wetzsteinstraße-Wetzsteingasse zu führen. Die Ausführung dieses Projekts verursacht insofern Schwierigkeiten, als fie die Beseitigung von Gebäuden des Säuglingsheims sowie den Erwerb des Günterschen Grundstücks mit Scheuer und des Seulingschen Hausgrundstücks erforderlich macht. Ds kann keinem Zweifel unterliegen, daß dadurch die Kosten wesentlich erhöht, insbesondere auch vorauss-ichtlich eine Verzögerung hinsichtlich des Baubeginns verur-
und feine grauen Bartkoteletten gaben ihm ein grimmiges Aussehen. Dennoch gefiel er Dick: denn die Augen hinter der Intelligenzbrille hatten einen angenehmen und klugen Blick.
„Mr. Martin, nicht wahr?" (fr reichte ihm eine lange schmale Hand. „Sehen Sie sich, bitte. Tun Sie, al» ob Sie zu Hause wären. Was darf ich Ihnen anbieten? Ich selber mochte Ihnen meinen alten Porter empfehlen, ein wahrhaft prinzliche» Getränk, wie Sie gleich sehen werden. Walter, geben Sie Mr. Martin ein Glas."
Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück, zog die Sippen zusammen und betrachtete den jungen Man» mit einem durchbohrenden Blick.
„Also, Sie sind Detektiv?" Das klang genau so wie etwas, das er an diesem Morgen von schöneren Sippen gehört hatte, und Dick grinste verständnisvoll. „Der Kommissar hat mir erzählt, daß Sie Ihren Dienst morgen quittieren. Sie suchen eine Beschäftigung, nicht wahr — die Ihre freie Zeit ausfüllt? Nun. da kann ich Ihnen dienlich sein. Walter. Sie können verduften. Stellen Sie das Telephon ab Ich bin für niemand zu sprechen, und sei es noch so wichtig."
Als die Tür sich hinter dem Diener aefchlossen hotte, erhob sich Havelock und durchmaß das Zimmer mit langen erregten Schritten. (Er hatte eine schnelle, schroffe, brüske Art zu sprechen, al» schleuderte er Anklagen gegen einen unsichtbaren Gegner.
,^ch bin Rechtsanwalt — vielleicht ist Ähnen mein Name bekannt. Ich habe allerdings mit Gerichten wenig zu tun. Meine Tätigkeit ist hauptsächlich eine beratende. Ich bin Syndikus oerschle- dener verbände, und außerdem bin ich Kurator der Selsordschen Liegenschaften." Er sagte die» mit einer gewissen Betonung und schaltete eine Pause ein. „Ich wünschte, dieser Kelch wäre an mir vorüber- gegangen. Der alte Lord Sellord — do» heißt, alt im eigentlichen Sinne de» Wortes ist er nicht geworden, die Zahl seiner Laster und Sünden über- wog jedenfalls die seiner Jahre — der verstorbene Lord Scllord also hat mich zum alleinigen Testamentsvollstrecker seines beweglichen und unbeweglichen vermögens und xum Vormund seines bedauernswerten Sohnes bestellt. E» war ein sehr unllebenstDÜrbiger. übellauniger »Herr, halb wahnsinnig wie die meisten der Selsords seit vielen Generationen. Kennen Sie Celford Manor?"
„Ich bin jetzt in fester Stellung", brüstete sich Tommy. „Ich bin Chauffeur bei Mr Bertram Cody. Als ich da» letztemal hochging, habe ich alle krummen Wege adaeschworen. und es geht auch auf einem geraden sehr gut!"
„Wo wohnt Mr. Cody, wenn er zu House ist?" fragte Dick etwas ungläubig.
„Weald House. Es ist nur eine halbe Stunde von hier. Wenn Sie wollen, können Sie wilkommen und fragen!" -
„Kennt Mr. Cody Ihre ruhmreiche Vergangenheit?" fragte Dick zartfühlend
„Er kennt sie. Ich habe sie nicht vor ihm ae- heimgehalten. Nichts desto trotz hält er mich für den besten Chauffeur, den er je gehabt hat."
Dick maß den Mann mit einem langen Blick.
«Ist das die — hm — die Livree, die Ihr Brotgeber bevorzugt?"
„Das ist meine Zioilkluft. Ich habe heute Ausgang.". jagte Cawler „Mein Chef ist sehr freigebig mit Urlaub. Hier Ist seine Adresse!"
Er nahm einen Briefumschlag au» der Tasche, der an ihn selbst gerichtet war: Tommy Cawler bei Bertram Cody, Esq., Weald House, South Weald. Sussex.
Martin bot ihm «inen Platz in seinem Auto an, aber sein Angebot wurde abaelehnt. und er fuhr allein nach London zurück. Zu seinem geheimen Aerger traf er seine unbekannte junge Freundin nicht mehr an. Sie hatte die Bibliothek schon vor einer halben Stunde verlaßen.
Er brachte das Auto in die Garage und schlug den Weg zu seiner Wohnung ein. Plötzlich horte er Schritte hinter sich und eine keuchende Stimme, die ihn anrief. Er wandte sich um und erblickte den
Oie Wirischafispariei vor den Wählern.
In einer öffentlichen Wählervecsammlung der Reichspartei des deutschen Mittelstandes (W irtschaftSpartei). die gestern abend im Easö Leib unter dem Vorsitz deS Kaufmanns Adolf Schmidt stattfand, sprach der Gründer der Wirtschastspartei und Spitzenkandidat für den Wahlkreis Hesfen- Darmstadt
Rechtsanwalt Dr. Rohde-Krankfort a M. über die Forderungen und Ziele, für die seine Partei am 20. Mai bei der Aeichstagswahl eintritt.
Es fei ein großes Unglück für das Bürgertum, daß überall daS politisch Trennende In den Vordergrund gestellt werde, anstatt das wirtschaftlich Einigende zu betonen. Seine Partei wolle das Bürgertum unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sammeln. Die WirtschastSpartei, die sich bereits in Sachsen, Thüringen, Mecklenburg- Schwerin durchgesetzt habe, werde sich aud) hei den Reichstagswahlen am 20. Mai durchsetzen.
Der Redner beschäftigte sich dann polemisch mit der Demokratischen Partei und der Steuerpolitik des demokratischen Reichsfinanzministers Dr Reinhold, die er lehr abfällig beurteilte, wobei er Dr. Reinbold als den .größten Finanzdilletanten" bezettele. Demgegenüber lobte er die Finanzpolitik deS sächsischen Finanzministers Dr Weber von der Wirtschafts«' Partei. Weiter trat der Redner für eine durchgreifende Derwallungsreform ein. Die anderen Parteien hätten die Forderungen zwar auch schon
sacht würde. Man schlägt daher eine andere Lösung vor, die den Xoried b.e.et, daß sie ein einheitliches Schulgrund,tuck schockt und die — außer dem Anbau bis zur Wetzstein,« cohe — die lünitig zu erstellenden Gebäude an breite Straßen bzw. Plätze, nämlich an d e Rordanlaac und den OswaldSgarten, mit Rücksicht auf Licht und Lust bringt.
On dem Anbau, der in gleicher Höhe wie die vorhandenen Geaäude ausge ührt werden soll, würden folgende Räume außer sonstigen Reben- räumen gewonnen: zwei Lehrküchen für die Mädchenfortbildungsschule, em Speisesaal und Rebenräume. Waschküche und Bügelzimmer und eine Re he von Klassenzimmern. Cs ist daraus Hinzuwersen, daß die Lehrküchen nur in bleiern Neubau, nicht dagegen in dem vorhandenen Gebäude zweckmäßig eingerichtet werden können, weil mit Rücksicht auf die aufzustellenden Herde sie eine von den übrigen Räumen abweichende Größe haben müssen. Im übrigen sind noch einige baulich« Aenderungen vorzunehmen, insbesondere eine Verbindung mit der Turnhalle der Pestalozzischule und Schaffung eines Ausgangs der Gewerbeschule nach dem Schulhof der Pestalozzischule.
Rach dem Ausbau der Gewerbeschule würben statt der jetzigen zehn Räume künftig 15 Klaffen, 'zwei Säle und ausreichend Rebenräume zur Verfügung stehen. Dabei ist darauf hinzuweisen, daß sich In dem Geweroeschulgebäude z. Z. noch der Gießener Ortsgewerbeverein sowie die Handwerkskammernebenstelle befinden. Falls sich die anderweite Unterbringung dieser beiden Körperschaften erreichen läßt, würden nochmals drei Klassensäle gewonnen werden.
Es erscheint ferner notwendig, daß an den Erwerb des dem Ortsgewerbeveretn gehörigen Gewerbeschulgebäudes herangetreten wird. Durch den Anbau wird ein größeres einheitliches Gebäude geschaffen, das unmöglich zwei verschiedenen Eigentümern gehören kann. Verhandlungen mit dem Ortsgewerbeverein über den Erwerb sind im Gange. Cs sei bemerkt, daß der Grund und Boden Eigentum der Stadt Gießen ist, während das Gebäude im Erbbaurecht von dem Ortsgewerbeverein erstellt ist. Die Schätzungen deö Eiadtbauamts und des Dermefsungsamls haben einen Gebäudewert von 65 632 Mar! ergeben.
III. Die jetzige Pesialozzlfchule nebst aller Aliceschule wird der Gewerbe- und Maschinenbaufchule zur Verfügung gestellt. Wesentliche Umänderungen dürsten voraussichtlich nicht erforderlich werden, an Instandsetzungskosten (Beleuchtung usw.) sind 20 070 Mark vorgesehen. Die in der jetzigen Gewerbeschule vorhandenen Werkstätten werden mit Rücksicht auf die Kostenersparnis dort belassen. Schwierigkeiten in der Benutzung entstehen Wohl kaum, da ein besonderer Eingang von der Hofseite der jetzigen Pestalozzischule geschaffen wird.
Die Gewerbe- und Maschinenbauschule hat zur Zeit 15 Klassen: es werden in der Pestalozzischule 17 Räume im Hauptgebäude und sechs in der alten Aliceschule für sie und unter Umständen auch für die gewerbliche Fortbildungsschule verfügbar werden.
Es ist darauf hinzuweisen, daß die Wohnung des Amtsgehilfen aus dem Hauptgebäude In die alte Aliceschule verlegt werden, könnte: dadurch würden zwei weitere Räume gewonnen. IV. Als Ersatz für die der Gewerbe- und Mo- schinenbouschule zur Verfügung gestellte Pestalozzischule soll ein
Neubau in den Lichgärlen erstellt Werdern Die Pläne des Hochbauamtsehen eine 24klassige Schule mit Zeichensaal, Handarbeitssaal und Physiksaal. Turnhalle und sonstigen Zubehörräumen vor. Die Kosten sind unverbindlich vom Hochbauamt vorläufig auf 1 000 000 Mark angegeben. Die Detailpläne, die für Vergebung der Arbeiten erforderlich sind, werden voraussichtlich bis zum Spätsommer ausgearbeitet sein, so daß alsdann mit der Vergebung der Arbeiten begonnen werden kann. Durch den Wegfall der Pestalozzischule und der alten Aliceschule verliert die Volksschule fünfundzwanzig Klafsensäle, die durch Erstellung der Schule in den Eichgärten und Öen Anbau an die Schillerschule beschafft werden.
Als Gesamtergebnis läßt sich folgendes feststellen: Die Volksschulen besitzen heute 70 Klassen- räume, davon, sind 13 behelfsmäßig. Künftig werden fie 71 Klassenräume besitzen, darunter befinden sich vier Räume in Baracken. Diese
Die Gießener Stadtverordnetenversammlung trat gestern nachmittag im Sinungssaal im Stadthaus Bergstraße zu einer öffentlichen Sitzung zusammen, um in der schon seit Jahren erörterten Schulhausbaufrage den entscheidenden Entschluß zu fassen. Zu unterem großen Bedauern war durch ein Versehen bei der Stadtverwaltung der Presse keine Einladung zu dieser außerordentlich wichtigen Sitzung zugegangen, so daß die Vertretung der Bürgerschaft in dieser bedeutsamen Angelegenheit unter Ausschluß der Oeff entlichkeit tagte. In Stadtverordnetenkreisen wurde daS Fehlen bet Pressevertreter mit Erstaunen bemerkt, allerdings wußte man bet den Stadtverordneten nicht, daß ein Versäumnis bei der Verwaltung, daS sich hoffentlich nicht wiederholt, die Schuld an dem Ausbleiben der Presse trug.
Gestern abend gegen 7 Ahr wurden wir von der Stadtverwaltung über die Sitzung und das bedauerliche Versehen gegenüber der Presse unterrichtet. Es wurde uns dabei mitgeteilt, daß in dieser Sitzung Oberbürgermeister Dr. Keller, die Bürgermeister Dr. Seid und Dc. Frey, die Beigeordneten Dr. Hamm. Iustizrat Dr. Rosenberg und Kommerzienrat Klingspor, sowie 32 Stadtverordnete zugegen waren. Die Tagesordnung betraf eine Vorlage der Verwaltung übet
die Errichtung von Gchulhausbauten.
AuS der eingehend begründeten Vorlage, in der die Dringlichkeit der Lösung der Schulhausfrage nachgewiesen wird, geben wir nachstehend Die Ausführungen wieder, die sich mit den neuen Schulhall-bauten und mit der finanziellen Auswirkung befassen. GS heißt da:
Rach längeren Verhandlungen hat die Stadt- verordneten-Versammlung in ihrer Sitzung vom 14. Juli 1927 beschlossen:
1. für Schulbauten einen Kredit von 2 Millionen Mark zu bewilligen,
2. die Pestalozzischule für die Berufsschulen zur Verfügung zu stellen, VA Volksschul- gebäubc mit 24 bzw. 12 Klassen zu errichten, sowie an die Gewerbeschule und die Schillerschule einen Anbau zu bauen.
Die Pläne für die beiden Anbauten sind nunmehr soweit gefördert, daß Ende übernächster Woche an eine Vergebung der Dauar- betten berangetreten werden kann. Zum 1. Juli 1928 wäre dann mit dem Baubeginn zu rechnen. Dagegen wird eS dem Bauamt erst zum Spätsommer möglich sein, die Plangestaltung für das Schulhaus In den Gichgärten so weit zu fördern, daß die Dauarbeiten in Angriff genommen werden können. Vor kurzem ist eS auch infolge gr&hercr Flüssigkeit des Geldmarktes gelungen, Den Betrag von 1 Million Mark darlehens- toete zu erhalten.
Die von dem Sladtbauamt ausgestellten näheren Berechnungen haben ergeben, daß es nicht möglich Ist, für den Betrag von 2 Millionen Mark die vorgesehenen Bauten und Anbauten durch- zusühren Bei der Ausarbeitung der Pläne haben sich auch Aenderungen im ursprünglichen Bauvorhaben als wünschenswert erwiesen, auf die im einzelnen nachher eingegangen werden soll.
Mit Rücksicht darauf, daß der s. Z. in Aussicht genommene Betrag von 2 Millionen Mark zur Zeit nicht Aut Verfügung steht, wird versucht, mit den vorhandenen Geldmitteln dem dringendsten Raumbedarf abAuhelfen. ES werden folgende Vorschläge gemacht:
I. Anbau an die Schillerfchule.
Das Hauptgebäude soll mit der Turnhalle durch einen Zwischenbau verbunden und eS sollen
keine Fragen mehr an ihn zu stellen.
„Warum bleiben Sie nicht heute nacht? Sie können Ihre Geschichte in Ruhe aufjchreiben. Niemand würde Sie stören, und vor Ihren Feinden wären Sie jedenfalls geborgen."
Der Gedanke schien Lew Pheenctz schon selber gekommen zu fein; denn er sträubte sich nicht. Doch ehe Dick mit ihm die Einzelheiten besprechen konnte, wurde er ans Telephon gerufen.
„Mr. Martin dort?"
Es war eine fremde Stimme.
„Ja", antwortete Dick.
„Hier ist Havelocks Der Kommissar hat mir von Ihnen erzählt und Ihren Besuch angekundigt, ober ich habe vergebens aus Sie gewartet. Könnten Sie noch heute Abend kommen? Die Sache ist eilig!"
Angst und Dringlichkeit waren in seinem Ton. „Gern", erwiderte Dick. „Wo wohnen Sie?" „Ganz in Ihrer Nähe. Acacio Road 907, St. Johns Wood.
,Lch bin in fünf Minuten bei Ihnen", versprach Dick, als ihm sein Gast einsiel.
Er konnte sein Versprechen nicht rückgängig machen; denn Havelock hatte bereit» an gehängt. (Es mochte indessen ganz ratsam fein, Lew Pheeney sich selbst zu überlassen. Er rief daher seine Wirt- schasterm beiseite und entließ fie für die Nacht.
Lew Pheeney ging willig auf seine Anordnunoen ein, ja, er schien sich ordentlich erleichtert zu fühlen, bei seiner Beichte ungestört zu sein
Zufrieden machte sich Dick auf den Weg, und bereits wenige Minuten später zog er die Klingel eines imposanten Hause», das in vornehmer Zu» rudflnoger.heit auf eigenem Gart.ngrundstt.ck in der besten Gegend von St Johns Wood tag (Ein älterer Diener nahm seinen Hut und leinen >-.tock ab und führte ihn in ein langes schmales Zimmer, das mit ruhigem Geschmack ausgestattet war.
Havelock war ein Mann in den Fünfzigern, groß und hager. Er hatte Stirn und Sinn eines Boxers,
ganze Zeit über hielt er seine Hand in dieser Tasche, v f" olötzlich wurde mir klar, daß mein Leben auf
, jSpiel stand, wenn es mir gelang, die Türe »u offnen. Da schützte ich ein Bedürfnis vor, und als Ich draußen war, nahm ich meine Beine in die Hand und lief davon. Ich lies und lies, und etwas trabte hinter mir drein. Was es war, weiß ich nicht, ein Wesen halbwegs zwischen Mensch und Tier. Und ich batte keine Pistole."
Während er sprach, hatten sie das Vestibül durch« quert und die Treppen zu Slicks Wohnuna erstiegen. Ohne eine Einladung abzuwarten, folgte ihm der Einbrecher durch die Tür.
Der Detektiv führte ihn in sein Arbeitszimmer.
„Lew — jetzt lassen Sie mich die ganze Wahrheit wissen. Was haben Sie am Dienstag nachts zu öffnen versucht?^
Lews Blick irrte durch» Zimmer und Hämmerte sich am Fenster fest.
„Eine Totengruft", sagte er leise.
4.
Einen Augenblick herrschte tiefes Schweigen. Dick starrte den Mann aus weit geöffneten Augen an. Er traute seinen Ohren nicht.
„Eine Totengruft?" fragte er. „Jetzt setzen Sie sich bitte, und erzählen Sie mir alles der Reihe nach!"
..Ich kann nicht. Ich fürchte mich", weigerte sich Lew Pheeney hartnäckig. „Dieser Mann ist die Hölle selbst, und ich mochte lieber dem Teufel begegnen als ihm."
„Wer ist er?"
„Sagen kann ich es auch nicht", trotzte Lew Pheeney. „Vielleicht schreibe ich es Ihnen aus, da-
hochwertiger Nahrung versehen, daß man gar nicht Vegetarier zu sein braucht, um mit dieser konzentrierten und überraschend wohlschmeckenden Nahrung einige Reisetage sich zufrieden geben zu können Am praktischsten packt man die Sachen in kleine Söckchen aus ganz Dünnem Nesselstoff, schnürt sie in ein Päckchen zusammen und hängt dieses an den Handkoffer So nimmt der Proviant keinen Platz weg und ist stets zur Hand.
llnb nur Glück auf zur Reife! Möge Kopf und Herz so leicht fein wie unser Koffer!
Mann, den er gestern verhaftet und heute früh in Freiheit gesetzt hotte. Als Lew Pheeney ibn reicht halle, flog er am ganzen Körper und br nur unartikulierte Laute hervor.
Die Beschaffung von Inventar in nennenswertem Umfang ist nicht vorgesehen, da die vorhandenen Schulräume Damit ausgestattet sind Tine planmäßige Ergänzung und Erneuerung wirb in Den kommenden Jahren entsprechend dem notwendigen Bedarf In Aussicht zu nehmen sein.
VI. Anträge.
Es wird beantragt:
1. die Anbauten an die Schiller« und Die Gewerbeschule gemäß vorstehenden Vorschlägen und Den anliegenden Plänen zu genehmigen
2. da» Dauamt zur sofortigen Ausschreibung der erforderlichen Bauarbeiten und Lieferungen zu ermächtigen
3. von Den bewilligten 1% Volksschulgebäuden zunächst die Schule in Den Elchgärten zu bauen.
Rach Eröffnung der Sitzung referierte Stadtv. Fischer (Dem.) zunächst im Hamen des Schul- und des Bauausfchusses über deren Beratungen. Da daS Wort von keinem Stadtverordneten weiter gewünscht wurde, folgte so'ort die Abstimmung, bei d r die Vorschläg « der Verwaltung einstimmig angenommen wurden. Schluß der Sitzung.
beruhigte ihn Dick.
„Die Polizei? Wenn es die nur wäre! Es ist Der unheimliche Mensch, von Dem ich Ihnen erzählt habe, mein Auftraggeber von Dienstagabend. Ich habe Ihnen nicht alles gesagt, Slick. Als ich an Schlössern arbeitete, sah ich mit halbem Auge, wie der Mensch eine Pistole aus seiner Hüsttasche zog und in Die Tasche seines Ueberziehers versenkte. Die
Er lehnte das E sen ab, das die Wirtschafterin auftrug, und begnügte sich mit einem ©los Whisky und Soda. Dick Martin


