im.ner ausgestellt, für ihre DerwirNichung ober nicht« getan. Dct Winfchaskspanei fei v» dagegen Crr.ft mit Liefet JoVerung.
Hierauf wies der Redner auf die Hemmungen bin. die der Entwicklung der Dinfchajtgpattei bisher in Hefs-n erwach'en feien. Insbesondere beschäftigte er sich dabei mit dem in Hessen vor der vorjährigen LandtagSwahl beschlossenen log. Sperrgesctz. durch das bekanntlich die 'Beleih- aunq der Heinen Parteien an der Dahl von der Ausbringung von 7533 lln.e.fünften abhängig gemocht wurde, die durch Cinzcichnuna bei den Bürgermei'lereten sestzustellrn waten. Der Redner wie« hierbei auf den von ihm gegen diese- Gesetz geführten Prozeß beim Sraat-gerichtshos in Leipzig hin. bei dem er ein obficgenbct- 11 rtri enteile. Obwohl der StaatSaerichtShos bei Deutschen Reicher in diesem Hrlctl erkannte, bah diese« höf ische 5*0 eo gegen die Dcr'assung verstoß« und infolgedessen nichtig fei, habe bcr hes i'che Staat«Gerichtshof, der au) S Abgeord- neten und 5 Richtern bestehe, unter dem Einflust der Ministerialdirektor« Schwarz ent* schieden, bah der hessische Landtag, der au' Grund tei ungültigen S 'errgesesteS gewählt sei. nicht aulgelöst zu werden brauche, da ja doch von einer Neuwahl keine Aenderung zu erwarten fei. die die Weimarer Koalition umstoße: von den Abaeordnetr' stimmte nur der Abgeordnete Dr. Müller lLandb.) gegen das Urteil. Der Redner tagte hierzu u. a. weitere .Diese« Schand- geletz-Urteil von Darmstadt kam zustande. Ich konnte mld) bisher nicht dagegen wenden, da ^ch mit den "Borjcreilunjcn au der bevorstehenden Wahl beschäftigt war. Ich lasse C3 dabei aber nicht bewenden. Ich werde unmittelbar nach den Reichstagrwahlen erneut gegen Hessen klaaen wegen verfassungswidriger Entscheidung be« Staol-aerich'.shoseS. In Dem acht Abgeordnete sitzen, die in eigener Sache urteilten. So hat man bisher den Mittelstand in Hessen behandelt. Sin demokratischer Staat«gerichr-Hos in Hessen macht sich lustig über den StaatSgerichtShos in Leipzig. Ich werde weiter Vorgehen wegen Rechtsbeugung und RechtSbruch. Degen die Ab» fieordneten im hessischen StaatsnerlchtShof. die a immun sind, kann ich da« nicht, aber gegen Ministeriald reltor Schwarz, den steliverlrelen- den Iustizminister, werde ich Strafanzeige erstatten wegen Anstistung zum vorsätzlichen Recht«- bruch und zur RechtSbeugunz'
Bei den bcoorstestendcn Dahlen handle es sich auch darum, der hessischen Regierung die Quittung zu geben, ihr zu zeigen, daß der Mittelstand trog jene« Urteil» nicht gewillt sei. sich niederdrücken zu lassen. Der Redner betonte dann u. a. »eiter, wir hätten heute einen Wohlfahrtsstaat, wir befänden uns im Fahrwasser de» Staatssozialismu». Man müsse sich fragen, ob dos so weiter gehen solle. Die Wirtschaft-Partei sei immer gegen die Zwangswirt- schäft gewesen, und sie verlange jetzt mit allem Nachdruck, dast endlich auch die Wohi'ungszwangs- wirtschaft aufgehoben werde. Nur die freie Wirt lchost könne vesfere Derhältnisse bringen, wie die biehcrigen Erfahrungen nach der Aushebung der verschiedenen Zwangswirtschaften bewiesen hätten. Der Redner nahm weiter Stellung gegen den Parlamentarismus in der heutigen Form. Nach der Meinung der Wirtfchastspartei müste das Parlament nach Standesgefichtspunkten gebildet werden. Weiter beschäftigte er sich kritisch mit dem (Brofj- kapiol, das es verstanden habe, heute schon wieder seinen Besitz hunderprozentig widerherzustellen, mährend «» dem Mittelstand immer schlechter gehe. Das Großkapital brinac es auch fertig, durch Einwirkung auf die großen politischen Parteien des Bürgertum» seine Interessen zu schützen und die dementsprechend eingestellten Abgeordneten in den Reichstag zu schicken. Auch durch die Einrichtung von Handwerklichen Betrieben und gewerblichen Derkoufsgefchästen in den Unte; ehmungen der Großindustrie werde der Mittelstand geschädigt. Die Wirtfchastspartei wolle dem heutigen Staatssozialismus den Gedanken des Individualismus, der Berechtigung der wirtschaftlichen Einzelexistenz ent- geaensetzen. Sodann forderte der Redner tue Wiedereinführung des Einkommensteuerzuschlag rechts für die Gemeinden, damit hierdurch der allzu bereitwilligen Ausgabenbewill'aung aus den
Taschen der andern ein Riegel vorgeschoben werde. Er nahm Stellung gegen die kommunalen Regiebetriebe, die In da» Gebiet des newerblichen Mittelstands eingreifen und diesen schädigen, er oertamte weiter, dost die bei der öffentlich, n fjnnb iB Reichsbahn. Reichspost usw. annefammelten efber in schnellster Weise der Wirtschaft auch für den Mittelstand, weder zur Vertun,ng gestellt würden, und dast dabei auch eine Zincpolitik betrieben werde, die dem Mittelstand die Aufnahme
solcher Gelder möglich mache.
Ueber die deutsche Außenpolitik könne man zweierlei Meinung fein. ES fei wohl nicht alle- richtig gemacht worden, für Locarno fehle heute noch die Gegenleistung an un«. Das Reichsschul- ge'eN da« schon wiederholt ergehni«Ir8 im R.i^s- taq behandelt wor>en sei, habe man gar nicht erst einbringen sollen. Den Eltern müsse aber da« Mitbestimmungsrecht in den Fragen der Erziehung ihrer Kinder gewahrt werden. Die Wirt'chastsvarfei habe gegen die neu« Beamten- beloldungsordnung gestimmt, und fie stehe auch heute noch zu dieser Haltung. Sie habe fich gegen biete Regelung gewandt, weil die unteren Teile der Beamtenschaft von der ihnen »"-Gebilligten Ausbetterung doch keinen Vorteil hätten, denn die verteuerten Breite hätten das schon vorweggenommen. d e ganz oberen Schichten aber viel zu reich bedacht worden seien: z. 03. fei es nicht nötig gewesen, dast durch e nhelligen Bc- schlust aller großen Reichstag-Parteien von rechts bi« links bei der neuen Besoldungsregelung die Ministergehälter von 33 0?0 Wk. auf 36 030 Mk. und d e D'.äten dir Re ckstagsabgeordneten (ein Diertel drr Min.stergehälterl von 7533 auf 9000 Mark erhöht worden te.cn.
Mit der Aufforderung zur wirksamen Qkr- trehng der berocht gten Mittelstands, nie reifen am 20. Mai die Reichsvartai do« deutfchen Mittelstandes (OT;rtfd)aftd*'attci) zu wählen, sch lost bei Redner feine mit lebhaftem Beifall aufgenommene Rede. Eine AuSivrache wurde nicht beliebt. In feinem kurzem Schiustwort betonte der Referent noch, die Wirttchaftsvartei fei keine einseitige Intereftenpartei. sondern sie wol'e mit ihrer Politik dem Wohl« des ganzen Bolle« dienen.
Aus dem Amtsvei-kündjqunasbiatt.
* Da« Amt-vcrkündigunasblatt Olt. 32 vom 8. Mai enthält: Ausübung des Hufbe ch.ags. — Straßensperre — S rastens erre- Aufhebung. — Dicrhundertjährigen Todestag Ollbrcchl Dürer«. — De nc:beryrengäinnur.g für den Kreis Diesten. — Feldbereinigung in der Gemarkung Lindenstrulh. — Dienstnachrichten.
Oberheffen.
L^ndkrci- Gießen.
L Wleseck, 8. Mai. Seit einigen Tagen läßt da« Te'.egra^henbauamt Gießen die T«Ie- graphenslangen in unfetm Orte versetzen. Die Stangen standen bisher £ta>t an den Häusern, wo sie ihren Zweck sicherlich erfüllten und dabei dem Straßenverkehr auch nichi hinderlich waren. Jiun aber läfct die Ze'e- gravhenbauverwallung die Masten von ihrem Abseit«standort enlcrnen und an den Rand der Bürger st eige eingraben. Dast diele Mastnahme in keiner OBeife den Sriorbemillen der Flüsligbaltung des Straßenver- kehr« entfvrtchr, bedarf wohl weiter keiner Darlegung. Oder sollte bk Te egravhenbauver- Wallung vielleicht die Absicht haben, etwaigen schwergeladen heimtoandeln?en Nachtschwärmern Haltepunkte bieten zu wollen? '211 an darf wohl Holsen, dast die Benvaltung de« Xclc» graphenbauwcsens sich bic'e Sache noch einmal rasch überlegt und von der weiteren Durch- sühruna ihre« Plane« Abstand nimmt, die bi«- her verletzten Mafien aber an ihren alten Stand» o.. zurückbringt.
00 ftlein-flinben, 8. Mai. Ein festlicher Oot.e«bitnft in ter mit Malengrun geschmuctten Kirche vereinigte am Sonntag cir.e statt.ich« Anzahl Gemeindemilglieüer und bie Mitglieder der beiden christtcchen Iugendvereinigungcn zur gemeinschaillichen Fe.er ber ersten W.ederkehr be« ®rünbung«tagc« der Jugend- oereinlgungen. De Festpredigt hatte Pfarrer Eckardt, ODoon«. ein langjähriger Führer auf dem Gebiet ber Jugendpflege, übernommen. Der hiesige Posaunenchor und ein M ä dchenchor der Iugendvere.nigung verschönerten den Gottesdienst durch Bo.träge. In der Waldseier am Nachmittag fand zunächst die Aufnahme von rund 20 neuen Mit . ebern statt, so dast beide 2u endvcreinigungen heute mehr al« 80 Mitglieder zählen. Pfarrer Eckardt und der Ortsgeistliche hcellen Ansprachen, in denen Jtoed und Ziele ber Dereincgungen beleuchtet wurden. Run folgten in bunter Re hen- folge Lieder, Mufckvorträge. Reigen und Spiele der Mädchen und jungen Burschen. Zwischendurch ertönten die Weisen de« Posaunenchore«, der auch diesmal wieder unter seinem Führer, KrelSbaumwart Germer, viel zum guten Gelingen der Fe er beitrug. Lin geselliger Ä'e v mit Äa.fee und Rüchen beschlost die in alle c Teilen woh gelungene Feier, An Pfii^glten planen bie be ben Iugendvereinigungen eine dreitägige Fahrt nach Worms und bet Tcrgftrahe.
D Großen-Linden, 8 Mai. Nach mehr als ZOiätjriger Tätig kett schieb mit dem neuen Schuljahr Lehrer Blaß aus unserer Volksschule, um eine Stelle als Musiklehrer an den höheren Schulen in Gießen zu übernehmen. 3n Lehrer Blaß, der sich in unserer Gemeinde allgemeiner Beliebtheit erfreute, verliert unsere Schule eine tüchtige Lehrkraft, ganz besonders auf dem Gebiete des Schul- gefangs und der Schulmusik. Was Lehrer Blaß auf diesem Gebiete in unserer Schule leistete, fleht einzig da in weitem Umkreise. Die fjebung des Volks- gefangs, ber Volksmusik in unserem unb auch In den Nachbarorten ist namentlich fein Verdienst. Daß er auch als Musikkritiker unb Chormeister über unsere Grenzen hinaus geschätzt und geachtet war, beweist der Umstand, daß er bei vielen Wer- tungs- und Preissingen als Kritiker zu Rate gezogen wurde. Seinen Wohnsitz behält Herr Blaß in unserer Gemeinde, da er sich vor einigen Jahren ein Wohnhaus in ber Bahnhofstraße errichtet hat. Al» sein vorläufiger Nachfolger würbe Schuloer- walter Becker (Staufenberg) ernannt.
d Lich. 8.Mai. Der Berein für 2olks- bilduna veranstaltete am Conntaaabenb in Stein« Saalbeu einen Volksbildung«- abend Aut führende waren Mitglieder ber Bvltehochtchule unb der Iugendbünde Gießen. Ihre Darbietungen. Ge'ä-ge. Tanze, Dichtungen unb ber Einakter .Der Fremde" fanden reichen Beifall. — Der Cidjer Pling st markt, einer der beliebtesten unb besuchtesten Märkte unserer Stabt, ber all'ährUch am dritten Pttr.g^'ciertag stattfindet, wirb in bleiern Jahre wieder in hergebrachter W.i'e begangen. Auster dem üblichen Ferkelmarkt wirb Ziegen- unb Lämmcrmarkt veranstaltet. verbunden mit Siegenfdbau unb Prämiierung unter Mi Wirkung be* jtrci«-3legen-
st en Für b.c Vramiierung flehen reichliche Geldmittel zur Berfügi'ng Zug«lass«n sinb Tiere au« unverseuchten Gemeinden ber Kreise Gießen. Friebberg. Schotten unb Büdingen.
.1 Obbornhofen. 8 Mai. Die Preise sür Speisekartolfeln sind in letzter 3eit im Steigen begriffen und betragen nun je 3entner 3.80 Mark für gelvsle.fchige Ware. Wirtfchafts- kartofieln kommen auf 3.33 Mark. Wenig Rachfrage besteht nach Fettschweinen. Mehr al« 100 ausgemästete Tiere sinb last unverkäuflich.
M tte ^rieüterfl.
WSR. Dad-Rauheim, 8 Stil Dorgestern nachmittag stürzte hier das Auto einet Frankfurter Fahrerin, al« e« in ber Stein- furlher Straße wenden wollte, rückwärts über die etwa 2L Meter hohe Ufermauer in bie Ufa hinab, wobei sich ber Wagen über- schlug. Don Passanten konnte die Drrun- glüdtc, die bei d.m Sturz Schnittwunden im Gesicht erhalten hatte, au« ihrer gefährlichen Loge befreit werden. Sie wurde später in das hie.ige Krankenhaus verbracht. Die Mit'ahrerin rettete sich durch rechtzeitige« Abspringen.
Mrei# Vüdtngcn.
Ridda, 8. Mal. Die ehemaligen Schüler der hiesigen Realschule planen eine Stiftung, bie zur inneren Ausschmückung des Realschul-Reubaus Derwendung finden soll. Seilens der S.adt unb der Schule wird diele Anregung um so lebha'ter begrüß', al« Dank'- barfett, Anerkennung unb Wertschätzung durch sie zum Ausdruck gebracht we den.
nd. R i d d a. 8 Mai Hier feierten am Sonntag die Fünfzigjährigen aus dem Kirchspiel Ridda ein Wiedersehen. 9« hatten sich saft alle noch lebenden ehemaligen Schulkameraden und Jugendfreunde, auch au« der Ferne, einge'unden. Sie nahmen geschlossen an dem Dormittagsgottesdienst teil, in dem Pfarrer Laut auf bie feiernbe Versammlung Bezug nahm und Über ben Spruch: _6cib dankbar in allen Dingen" eine erbaulich? Predigt hielt. Später fand ein gemeinsames Mittagessen unb eine längere Rachfeier im DasthauS .Zur Krone" statt, die einen gemütlichen und fröhlichen Derlaus nahm und fl Personen vereinigte. ®« ist eine schöne Sitte, baß sich LllterSgcnvssen nach einer längeren Reihe von Jahren wieder einmal zusammenslnden. Wenn dies aber schon bei Fünfundzwanzig jährigen geplant wird, so muh man es als eine Neuerung bezeichnen. die noch ber Würde und be« Ernste« ber vorgerückten, erfahrungsreichen Lebensführung entbehrt.
# Echzell, 8. Mai. Dieser Tage feierten Landwirt Wilhelm Stoll und Ehefrau Elisa- bethe geb. Wolf daS Fest der goldenen Hochzeit. Beide Iubilare gehen noch ihrer täglichen Arbeit nach und erfreuen fich einer verhältnismäßig guten geistigen unb körperlichen Rüstigkeit.
Turnen, Gpori und Spiel.
5. Bezirk im Turnqau Hessen (D. T.) bpw. Butzbach. 8. Mai. Hier fand am Sonntag eine Dezirksvorturner stunde beS 5. Bezirks im Turngau Hessen statt, an ber 32 Turnwarte und Dvrturner teilnahmen. Durchgeturnt und besprochen wurden die Freiübungen und b.c GerätepfNchtübungen für das Gauturnfest, bad in b?n Tagen vom 30. Juni bis 2. Juli in Butzbach statt.indet unb bef'en endgültiger Derlauf in einer gemeinsamen Sitzung des Gau- vorstanbe« mit den FestauSschüs en ö'c er Tage feftgelc-t wurde.
In ber der Turnstunde folgenden Besprechung fonrt; Be irkSturnwarl Hartmann mittci'en. daß der Tv. Hausen bei Butzbach dem Gau Hessen beigrtreten und dem 5. Bezirk zugetcilt worden ist.
Das volkstümliche BezirkSturn'est firbet am 17. 3uni in Garnbach statt. Es soll eine einbruckSvel'e Dorfchau für ba« Gaubarn est in Butzbach werden. Der Fünflampf d r Turner, Öugenbtumer unb Schüler besteht au« Hochsprung. Lausen, K -gelstohen, Weifprung unb Freiübung, währmd die Turnerinnen die in einer Stufe zum Wettkampf anireten, mit Hochsprung, Lausen. Ku'ellto'en und Weitsprung einen Diertampf zu bestreiten haben.
Oie Meisserschastsspiele des Gau'S Hessen der O.T. im Faustca!!.
Das herrliche Detter de« vergangenen Sonntag« war das denkbar günstigste für die Faustballspiele.
Ilm 8.30 Uhr begann das erste Spiel Schlitz gegen Tv. 1 8 4 6 Gießen. Man merkte hierbei sofort, daß eine alte erprobte Mannschaft gegen eine im Kampfspiel unerfahrene f.iclte. Da« Resultat war auch enttercd;cnb 48:17 Fehler. Dasselbe Bild bot das Spiel Schlitz Zried- berg (45:12\ Entschieden bad schönste Spiel be« Tage« entstand zwischen Frankenau und Tv. 1 34 6 das mit 31:13 Fehlern für Dießen endete. Frankenau gegen Friedberg endete mit 34:18 für letzteren Derein.
Um 12 Uhr stieg da« Entscheidungsspiel zwischen den alten Meisterrivalen Friedberg unb Tv. 1 8 4 6. Wenn man nach den vorhergehenden Spielen geglaubt hatte, daß dieser Kampf in feinem Auiganp, zweifelhaft sei so konnte man schon nach wenigen Minuten erkennen, daß die Friedberger Mann'chast überlegen spielte. Die Gießener Hintermannschaft war dem scharfen Spiel des Friedberger Anschlägers nicht gewachsen, unb so würbe Friedberg zum vierten Wale Gaumeister.
In der A-ÄIaffe täuschte die 2. Mannschaft d e s Tv. 1 846 die in fie gesetzten Erwartungen nicht. Denn auch hier die Hintermannschaft nicht auf der Höhe war, so holte doch der Anschläger
die Fehler wieder herau«. Stark überlegen wurde fie gegen Wetter und Holzhausen Meister der A-ÄIafle.
Die Jugendklasse wieS noch drei Bewerber auf hiervon wurde die Jugend des Tv. Holzheim erster.
So zeigen bie bie«iäbrigcn Gauspiele dieselben Mannschaften an der Spitze. Die Mannschaft der Turngcmctnbe Friedberg wird am kommenden Sonntag den Dau in Frankfurt bei den Gau- verbandspielen vertreten
.Handball in (^roßen-Bu^eck.
To. Großen-Bufeck I — Io. Heuchelheim I 4:0(2:0).
Am Sonntag hatte die erste Mannschekt Großen- Busccks bie gleiche des Tiirno. Heua,.jheim zu Gast. Großen-Buscck spielte mit vier Mann Ersatz und konnte es nur durch aufopferndes Spiel zu obigem Halbzeit-Refultat bringen. Nach Halbzeit fpiette Heuchelheim manchmal sehr schön durch, all« Angriffe scheiterten aber an der energischen Suferfer Hintermannschaft. Zum Lob der Gaste aus heuchel- heim muß gesagt werden, daß sie einen äußerst feinen und ruhigen Handball spielen. Der für das Spiel gewonnene Schiedsrichter war gut.
D. f. D.
Liga — F. 2. Spr?ndlingen 2:8. Ligarcserve — Büd.ngen I. 2:3. .Dritte" — Laubach I. 6:0.
1. Igd. — Grünberg 1. Izh 3:0.
2. Igd. — Laubach 1. Igd 0:2.
1. Schüler — 2. f. B. Karh. Marburg 3. Igd. 1:4.
2 6ch. — 2. f. D. Kurh Marburg 1. Sch 0:4.
Da« Spiel der L i g a m a n n l ch a f te n zrr tel dem Sp.el^erlauf nach in zwei Häl ten. die sich zeitlich mit den beid.n Ha bzeiten ungefähr decken Dor der Pause enttäuschte die D. f. B-Elf stark, indem f e sich durch dir UeberraschungStore de« au^crerdenliich schn llen Sprend'.ir>g r S.ürmers gär8 ij) aus dem Konzept bringm lieh und ein Deliq er'ahrenes, unprodukli.-es 3;iel vor- lührte. dem gegenüber dir Gäste sich mindestens um eine ganj« K asse besser zeiztrn Während man bei der Platzmannschaft fast feglicheS Zu- fammensp el txermi't?, überzeugte dir Gästeelf. bcsordrrs ihr Sturm, durch präzi es Zuspiel, da« fich jewe ls den ver'chiedenen Situationen an- ratzte. Auch in Stellunzsspi'l und ii d r körperlichen Der af'uni waren de -33fte ast jedem 2pte'e d s P atzv rein« um eilige« überlegen Einen nicht uncr>blichen Teil Sch D an der bofen Riederlage trug auch die gegen ei.ige K i'ik deS Mtttelläu'erS und des Mittelstürmers, die die Kamvskraft bet Mannschaft schwächte unb ben Ausgang be« Spiels entscheibenb beeinflußte. Dast das Halb e trru'tai 6:0 für Sprendlingen lautete, kann unter diesen Um ständen nicht wun
dernehmen Rach der Pause ein völlig vev- änderte« Bild. Während Sprendlingen fein Pulver 1» jicmlidb verschollen halte, kam Gießen mehr and mehr auf und vermochte dem Gegner nicht nur eine gleichwertige Partie zu liefern. Iandern zriiw.-i e fogar Überlegen zu spie'en. Bei bdterer Ausnutzung b.*t hrraus^eur' etteten Dor- gtleicnbc:ten bitte fie noch mehr a!« btc beiden erzielten Erfolge «ringen können Di? ;wei von den Gästen in d der Zeit noch gebuchten (Erfolge entfpeachm nicht ganz dem Spielverlau> ber letzten Halbzeit. b?r bewies, baß die 2. f. 2.- Tiannf(fca1t auch einem bef eren Gegner ein gutes Spiel liefern kann wenn jeder einzelne von ihr den Willen dazu h?t Dast bie EI' tr^ be« bef.i- mierenb.m albvi refu tat« von 0 6 die en Wil en noch aulbracht? und ganz geitn ihre bisherige Gewohnheit mit al er Sn nie unb anzuerkenncn- dem Ci er versuchte daS Der"or ne Terrain wi der aufzuholen, darf als eine brr wenigen erfreulichen Tat achen d?S Treffen« rrgiftriert werben
Die Ligareserve bette l >re Reise nach Bübingen mit nur 9 Spielern angetreten. In Anbetracht b eie« Umstandes und der Spielstärle des zur A Ä'affe gehörenden Deiner« ist die knappe 2:3-Niederlage a'S ein recht gute« Ergebnis anzusehen.
Einen gfän enben Gr'o'g errang bie.®ritte", indem sie LaubachS Erste nach spannerz- bem Sviel llar mit 6:0 zu schliqrn vermochte. Laubach kam trotz seiner barten Sptelwei e geicn da« bef ere Zu amrnen Piel b?r 2. f. B.-Leute nicht auf und konnte sich meisten« auf die Derteidi- gung beschränken
Die erste 3 ugenbmannf ch a f t mußte sich auf dc n gänzlich unzulänglichen Platz in Drün- berg nach einem durchweg überlegenen Spiel mit einem verhältnismäßig knappen Sieg (3:0) Beanüflee.
Die zweite Jugend kam gegen die körperlich stärkere und auch Ivieleri'ch bessere erste Jugend Laubach« nicht recht auf unb verlor mit 0:2. Auch bie erste unb zw.ite Schüler» Mannschaft mußten in 2t a r b u t g von ber brit:en Iugenb- bxto. ersten Schülermannschaft der Marburger .2ereinigten" eine 1:4» bzw. 0: 4-Ricderlage hinn?hmen.
(Spietvereinigung 1900 Gießen.
6. Sie Ligamannschaft trat am Sonntag auf dem 1900-Sportvlatz an der LiebigShöhe gegen bie Pfungstäbter Germanen an Der Spielbeginn brachte schon Enttäuschung. Für ben auszebliebenen Wetzlarer Schiedsrichter sprang in letzter Minute Herr Grünewald vom 2. s. B. Gießen ein. Seine Leitung war einwandfrei. 1030 erfd) en mit einer stark er'atz» geschwächten Mannschaft und vergab damit von vomh«e:n die Chance de- TewinnenS. Die durch den Ersatz bedingte Umstellung der Mannschaft war von großem Rachteil, denn nunmehr versagte die gesamte Mannschast. mit Ausnahme von zwei ober brei Leuten. SS mangelte jegliches 2erstänbnis. unb auch bie Schnelligkeit ließ viel zu wünschen übrig. Wenn auch Psung- ftabt nicht bie Gesamtleistung aufbrachte, tote bie ddt vierzehn Tagen hier galtierenbtn Germanen aus Bieber, so zeigten ste doch ein gutes Siel- lungsspiel unb vorzügliches Ballstovven. Ihre Abwehr war zeitwei'e hart. Die Gäste gaben in ber ersten Sptelhälft« größtenteils ben Ton an unb kamen auch in beten Mitte rasch binter- einanber zu zwei Treffern. Rach dem Wechsek schien sich bas Blatt zu toenben. 1900 holte burch Weitschuß beS linken Läufers ein Tor aus unb hatte sogar mehrfache Gelegenheiten zu Ausgleich unb Sieg. RlchtS jedoch wollte gelingen. Gin Snbipurt Der Gäste, fünfzehn Minuten vor Schluß, brachte diesen In knapp fünf Minuten drei wettere Erfolge, fast alle durch Einleitung des hervorragenden Rechtsaußen, somit einen 5:1-©.eg für Pfungstadt sicherstellend, der dem Spielverlauf nach viel zu hoch ausgefallen war. Gießen hatte den 2littelftürmer. Halbrechts und Rechtsaußen, also den schnellen, gefährlichen Angriffsflügel er'eht. Die Ersatzleute genügten in keiner Wei'e den Anforderungen.
1 9006 Ligareserve und 3. Mannschaft kombiniert weilten bei ber 1. Elf des Sportverein« Rieber-Ohmen. Obwohl bi« Gießener nut zehn, späterhin sogar nur n«un Spieler Im F«lb hakten, konnten ste ein iln- enttchieben 2:2 erzielen.
Da« Spiel ber b r i 11« n Mannschaft gegen Srohen-Buseck« 1. Cif kam au« un* bekannten Gründen nicht zmn Au«trag.
Di« 1. Jugend kehrte au« Marburg mit einer unerhofst hohen Riederlag-? heim. Da bi« einheimi^ch-.m Blauweißen ihren besten Mann als Erfah üt die Ligarlf abgeben m-chten konnten sie der 1. Jugend vom Berein für Bewegungsspiele Kurhessen Marburg keinen großen Widerstand «ntgegenlehen unb unterlagen mit 0:3 Toren.
DaS Tressen 19 00 2. Jugend gegen Sau« doch 1. Jugend sand nicht statt, da die Gäste nicht entraten.
Die 1. Schülerelf spielte gegen Heuchek- heirnS 1. Schüler 0:0. Bei öVern Stande wurde daS Spiel von dem noch jugendlichen Schiedsrichter einige Minuten vor Schluß ab- gebrochen. SchtedSrichkerbeleidigang und Platzverweise waren der Anlaß dazu.
Arbeiier-Turm und (Sporfbunfr
®hb:n I (KrciLl ga —Lollar l 0:0.
Lollar trat am Sonntag gegen Gietzrn f zum Pflickk' iel an. Dem Schieber ch!er stellte sich Lollar komplett. O.eßrn nur mit 9 Monn. Rach wech^elvollem Spiel, in bem es feiner Partei gelang, einen Erfolg zu buchen, fanb das spannende Treffen fein End«.
Wetzlar l-Alsf-ld I 0:3.
Alsfeld weilte in TSehlar, um fein vorletzte« Spiel der Borrund« ouszutragen. Wetzlar konnte trotz aller Anstreizgung nicht« erreichen. Bi« Schluß erhöhte Affeld fe.ne Tor;ahl auf 3 und konnte mit diesem Re'ultat zwei wertvolle Punkte mit nach Haufe nehmen.
Heuchelheim I—Tieseck I 12.
Heuchelheim hakte auf eigenem Platze T3ie* fed« I »um Gegner. Dem Schiedsrichter stellten sich beim Anlliff Heuchelheim komplett. Wie- feck mit Ersatz für zwei I? ner Stürmer. Bei Holbzc t lag Wie'eck m t 2:1 in Führ ng. Dach dem Se tmwechfel brachte H?:-chelh.im e ne schärfere Rote ms S iel. doch die technisch« Ueber- legenheit der Gäste drückte llch mehr und mehr durch. Mit dem 2:1-Resvltat konnten die Die- secker als verdiente Sieger daS Feld verlassen.
Graßen-Linden l — Gießen Ib 5:1 (4:1).
Am Sonntag trafen sich dies« Mannschaften in Leihgestern zu emem Propaganda [pieL Großen-


