Ausgabe 
9.1.1928
 
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Tt un» treue Pflege erfaßter Möge auch ht viesem Jafcte die selbstlo e, liebevolle und schwere Arbeit der Schwester Tina der Einwohnerschaft -um Segen gereichen.

_ Babenhausen II, 8. Jan Die von dem Fahrunternehmer Jakob- Unterieibertenrob nach (Einftelluna der Postautollnie iyelblruifenLoben HausenMuck, eröffnete P r i o a t a u t o l i n i e droh« jetzt einzuaehen. Der Besitzer hat den beteilig­ten Okmetnben den Vertrag gekündigt und oertongt einen höheren Zuschuß, ohne den das Un- ternchmen nicht rentabel wäre. Man dod Holsen, das, Im Interesse der beteiligten Gemeinden eine Einigung zustande kommt, damit die Autolinie, die für die abgelegenen Gemeinden von großer Be­deutung ist. erholten bleibt. Sollte dos aber nicht der Hall sein, so wäre zu wünschen, daß sofort mit der Po st Verwaltung Derhandlungen zwecks Beuerossnlmg der Strecke Lobenhausen IIMücke emgelettet werden. Sicherem vernehmen nach ist die Postoerwoliung zu Verhandlungen bereit.

Stornsel«. 8 3an. Ml ihrem 60 Ge­burtstage beging dieser Tage uns?r Heb­amme Elise Dö11 ihr 40jährtges Dien st- jubiläum Seitens des Krelsallundheit-- amtes und der Abteilung für Gefundß-.t-pflege beim Mf Ministedum wurde die 3uWann durch Averkennungsichrriben ausgezeichnet. Die Gemeinde bekundete ihre Dankbarkeit durch lieber» rdchung eines Eichensessels mit emgeschn tzt«r TWfmrung. währerrd die Mütter mH praktischen Geschenken auswarteten.

Ärcie Alsfeld.

-er. Homberga.d. Ohm.8. 3an. 3*n einem Aus schrei den des Vorsitzenden des Obst - und Gartenbauoereins de- Kreises Als­feld werden hie Baumbe'itzer im Kr ise gebeten, 'BJufflv nicht bewährter Obstsorten, die sie umpsropsen lassen wollen, bei den Bor- sihenden der '.tot-igDeretne alsbald anzumelden. Au« diesem Anlässe sand hier zunächst in einer Sitzung eine Vorbesprechung statt, die am folgen­den Tage in Anwesenheit des Kreisdirettor« Dr Stammler ihren Abschluß sand. Ss haben sich 86 Baumbesitzer gemeldet, die ihre Baume umpfrovfen lassen wollen. Der Kreis­direktor drückte feine Freude über die große Zahl der Anmeldungen aus. Um diesem Unternehmen die größtmögliche Verbreitung angedeihen zu lassen, haben das "Reich die Landwirt schatt«- farnnrer und der Kreisobstbauverein au den Um- Pfropfarbeiten namhafte Zuschüsse in Aussicht gestellt. AufAnordnung des Krci-lchulamt«. das vorher mit dem Kreisgriundheitsamt Ver­handlungen pflog, mußte hier die Volks­schule wegen Masern gleich am ersten Schul­tage im neuen Jahre bis auf weiteres geschlossen werden. Die höhere Bür­gerschule. deren Leitung dem Ministerium direkt unterstellt ist. schloß sich dieser Maßnahme in einsichtsvoller Weise auch an. da ihre von auswärts kommenden Schüler der Verbreidmg einer solchen Krankheit nur Vorschub leisten würden. - Die schon saft ein Vierteljahr im Gange befindliche heikle und viel Staub auf- wirbelnde Angelegenheit der Anstellung eines Gemein de schäsers hat endlich in Anwesenheit des Kreisdir^tors und durch dessen Vermittlung einen für die Mehrzahl der Schaf- bekitzer befriedigenden Abschluß ge­funden. Der seitherige Schäfer Wirthwein gilt als fest gemietet.

Kreis Lauterbach.

la. Lauterbach. 8. Ion. Seit Herbst tritt in vielen Orten unseres Kreises jene leichtere Art von Typhus auf. die man al« Para­typhus bezeichnet Die Ursache dieser an­steckenden Krankheit hat noch nicht f e ft gef teilt werden können Der Genuß von schlechtem Trink- Wasser kann die Udoche nicht fein, da die Krank- beit sich bis InS S ch l i tz e r l a n d hinein ver­breitet hat und die Orte somit räumlich weit auseinanderliegen. Bis jetzt Ist die Krankheit nicht bösartig ausgetreten, immerhin ver­gehen säst zwei Monate, bis der einzelne die Krankheit Überwunden hat. Zur Beunruhigung liegt für die Bevölkerung aber kein Grund vor.

Starkenburg.

' D a r m st a d t, 8 Ian. Die nächste Schwur­gerichtstagung wird am 7. Februar be­ginnen; es wird über eine Anklage wegen Mordversuchs und eine Reihe von M e in­et d s s Ü I l e n nerbanbelt. Dieser Tage ver­unglückte in dem Steinbruch der Ge­meinde A s ch b a ch bei Waldmichelbach ein Steinbrucharbeiter tödlich durch einen her - abstürzenden Fel « block. Wie die Blatter

Die Sonne als Langschläfer.

Doti Professor Or. Rüfltrmann.

Nachdruck verboten.

©♦it es Menschen gibt, die in den gen äßig'.en ober gar falten Gegenden unterer Erde uaufen. f° lange haben sich auch schon empfängliche Ge- mäler der Freude darüber bingegeben, wenn fid) die Tages bahn der Sonne nach Uebertoin- bung he9 kürzesten Tages allmählich wieder zu vergrößern beginnt, uns längere und immer län­gere Tage veryei,'»enh. Und dies wird «ärgerlich ander« werden, lo lange Menschen auf her Erde l&r Brot essen, wie der Vater Homer zu lagen

legte. Aber wenn man das Lüngerwerden der Tage ein bißchen genauer beobachtet fo fillt Wort ein eigentümlicher Umstand auf: Im Lause her ersten Januarwoche verfrüht sich der Sonnen- ousgang nur um etwa 3 Minuten wahrend sich der Sonnenuntergang um 8 Minuten hinaus- kbiebt. Sn der ersten Hälfte des Sanuar wird der Sonnenaufgang nur etwa 7 Minuten früher.

sich der Sonnenuntergang um beinahe J»a« Drei lach, nämlich um etwa 19 Minuten ver- TWiet E« scheint allo beinahe so als ob das frühere Ausdenfedernkriech n der Sonne cben'o schwer wird wie manchen M-nschenkindern. wäh­rend sie das längere Aufbleiten des Abends um so mehr tu schätzen scheint

Woher kommt Mete merkwürdige Erscheinung? .1 5*A 61 fr um keine wirkliche Himmel«, erlcheinung handelt, ist fiar. denn in unseren obigen 'Bemerkungen haben wir sa Aus- und Untergang der Sonne nach der Uhr bestimmt während e« doch oslenbar viel vernünftiger wäre aerahe umgekehrt hie Uhr nach dem Gang der Sonne einzustellen Sn der Tat wenn wir Sonnenaus- und -Untergang nich: durch untere W 'estlegen, sondern vom tüi.ich n Höchststand Ber Sonne rechnen, den die Astronomen den wahren Mittag nennen, so geht die Sonne an jedem folgenden Tag um fast genau diese! Zeitspanne eher auf. als sie später - ,-ter.r.'

jetzt melden, soll die Fra» des Verunglückten in der vor angehenden Macht einen Traum gehabt hoben, wonach ihr Mann durch einen berabstürzenden Stein erschlagen wurde. Sie habe am Morgen ihren Wann inständig aber vergeblich gebeten, nicht zur Arbeit in den 5teinbruch zu gehen.

Bheinheffen.

Lptz. Mainz, 8. San Hm Samstagabend fand bi: e rft e Herren!itzung des Mainzer starneoalverein» im Jubeljahr 1928 im gro­ßen Stadchallesaal statt, an der etwa 7HOO Personen, 6 nunter viele auswärtige (Wfte, teilnahmen. Er­schienen waren unter anderem Oberbürgermeister Dr. Ä u l b mit sämtlichen Beigeordneten, Oberbürger­meister a. D. Dr. ltzöttelmann, Provinzial- birektor Geheimerat Dr. Usinger, Bc-ichsbahn präflbent Lochte, LandgerichtsprSsident Dr. Sti« gell, Oberregieningsrat Damm vom Finanzamt, Oberregierungsrat Lanz vom Reichsoermögens, cmi, sowie zahlreiche andere Vertreter der staat­lichen und kommunalen Behörden und fonftiae Ehrengäste. Außerdem hatten Abordnunaen entsandt die 1. Dresdner kornevalgeiellschaft ..Die vom Rhein' und die Karneoalsgesell- schäft Bad-Nauheim, die eigene gekommen waren, um dem veranstaltenden Verein Grüße und Glückwünsche zu [einem 90jährigen Bestehen aus­zusprechen. 3m Zeichen dieser seltenen Geburt» tagsfeier stand denn auch das ganze reichhaltige Programm de» Abends.

Preußen.

flrciö Wetzlar.

S Wetzlar. 8. San. (Eine unangenehme Ueberrafchung trUb en die Inhaber der Hotels .Herzogliches Hau«" und »Gasthaus zum Dom" in der vergangenen Woche, indem ihnen durch die Stadtverwaltung als Besitzerin der Debaud? die Kündigung zum I. Juli d. 3. zugestellt wurde. Beide Gast­stätten liegen nebeneinander auf dem Domplatz. Ersteres ist schon vor dem Kriege, letzteres während der Nachkriegszeit von der Stadt er­worben worden. Wie verlautet, soll ein gro­ßer Um- und Ausbau in modernem Stile sttUtfinden. da die UnterkunftsverhAt- nisse in Wetzlar sehr zu wünschen übrig lassen. Man spricht von einer Aktiengesellschaft, die für dielen Zweck gegründet werden soll. - Da« frühere Vorstandsmitglied der hiesigen V o l k s b a n k, Karl Drescher, der gleich­zeitig erster Geschäftsführer der Bank war. ist verhaftet und nach Limburg überführt wor­den. Die Verhaftung hängt zusammen mit den Unstimmigkeiten bei der Kassenführung und Kreditgewährung durch die Vanlleitung während der letzten Jahre. Bekanntlich war im Sommer v. I. in einer außerordentlichen Gene­ralversammlung von den Derbandsrevisoren ein Verlust von über 80 000 Mark errechnet worden, für den die Mitglieder auszukvmmen hatten, wenn es nicht gelang, zweifelhafte For­derungen usw. wieder hereinzubringen. Hierbei wurde von feiten her Revisoren an der Ge­schäftsführung äußerst scharfe Äritif geübt. Durch das geschlossene Eintreten eines großen Teils der Mitglieder ist die Bank vor weiteren Er­schütterungen bewahrt geblieben, doch müssen die Verfehlungen de« Drescher immerhin so groß gewesen sein, daß ein Einschreiten der Staats­anwaltschaft geboten erschien.

cP Kleln-Aechtendach, 7. Jan. Gestern nachmittag sand im Beisein zahlreicher D hörden- vertreter und vieler Einwohner unseres Dorfe« die Einweihung deS neuerbauten Schulhause« unserer Gemeinde statt. Die Feier nahm einen eindrucksvollen Verlauf. In mehreren Ansprachen wurde die V.deutung diese« Werke« gewürdigt. Desangsvorträg? de« Ge­mischten Chors und ein gemeinsamer ®:fang der Festgcmeinde füllten das Ginwllhungsprogranun besten« aus. Der SchulhauSneubau toaroe im Herbst vorigen Jahre« begonnen. Die Kosten belaufen sich auf rund 40 000 Mark

Dilltrciv.

Gufternhain (b. Schönbuch), 8. Jan. Unser Gesangverein hat sich nunmehr mit einer Sängerzahl von etwa 20 Mann neu ge­bildet. Als Dirigent fungiert der frühere Chorleiter Mehrer Weber

bl. Beil stein b. Driedorf, 8. Jan. 'Die in unserer Gemarkung gelegene Tongrube ('Ber­einigte Stahlwerke) hat den Betrieb st i l l - gelegt und die Belegschaft entlassen. Wie be­kannt wird, beruht die Schließung de« Betriebe auf her schlechten Bahnverbindung, insbesondere des fehlenden Weiterbaues der Bchnlinie nach

Warum besteht nun aber ein Unterschied zwi- M>en der Uhr und dem Sonnengang? Er rührt daher, daß die Bewegung der 'Sonnt, so un­geheuer groß ihre Bedeutung für da« mensch­liche Leben auch sein mag, doch nicht einfach genug ist, als daß wir so ohne weiteres unsere Uhren nach ihr stellen konnten Die Bewegung der Soime ist nämlich au« zwei Bewegungen zu- iammengefetz«: aus ihrer täglichen Bewegung, die da« Widerspiel her Drehung her Erde um ihre eigene Achte ist, und her Bewegung her Sonne durch den Sternhimmel hindurch, hie den Um­lauf der Erde um die Sonne widerspiegelt. Diele beiden Bewegungen, von he ten her Umlauf bet Othe iun bk Sonne an sich nicht ganz gleich- müfng ist. setzen sich nicht immer in der gleichen Weise zusammen.

Ss ist. um ein anschauliches Beispiel zu ge­brauchen. ähnlich tote bei einem Wanderer, her jtoar immer gleich schnell gebt, aber nicht genau gleich aufenh mit her Straße sondern dauernd von einem Straßenrand auf den andern hinüder- venhelt. und zwar in versch eben schräger Aich- tuna. Ein solcher Wanderer wird, auch wenn er an f'ch gleich schnell geht, in gleichen Zeiten nicht die gleiche Zahl von Äilometcrftemen lewältigen sondern barm, wenn er hüd ch gleich'.aufenb mit der Straße gebt, mehr und wenn er «ch äg von einem zum andern Straßenrand hinüver.eht we- nt'er Ganz ähnlich steht die Sach.- auch beim Sonnenlauf, und e« wäre daher t.cher zu viel verlangt, trenn die Uhrmacher Mek m.-ritntirhi- gen Eigentü, ,lich>i:en her Mutter Sonne nach- abmen sollten Pte Astronomen denken sch ello neben der wahren Sonne eine In Wirll.chkeit Car nich: bestehende mittlere Sonne die unt- den Gdallen tut. 'ich ganz hubfch regelmäßig zu bewegen Aach ihr richten wir untere Uhren und nur trenn wir auf biec ettoa* künstlich: unsere >eit bet immer komm' es uns o Por. ale »ei die Sonne em '^rn 'H aler. jn Wtr5ch eit ist das gar n.cht der Fa und wit leisten tbr us die'em Grunde fc erlich Abbitte

Driedorf Aussicht auf Wirderaufnohme des Be­triebes bestehe noch nicht.

Mreie Marburg.

3C Marburg^ 8. Jan. Gestern stürzte im nahen Dvde Marbach der 64 Jahre alte Landwirt Jakob Seibert so unglücklich vom Scheunenboden aus die Tenne, daß er das Genick brach und sofort verschied.

C berweiterroa Ihfrcie.

L Hohn, 7. Jan. Tie Geistesgegenwart eine» Lokomotivführer, verhinderte gestern auf der Strecke Westerburg Her­born ein Eisenbahnunglück, das schwer- wiegende Folgen hätte haben können. Infolge de» starken sturme», der gestern orkanartig hier wütete, waren auf der Eifenbahnbrücke, di, bei Westerburg da» Elbtal überführt, einige Planken losgerissen und quer über d i e Schienen st ränge der Lrücke gewoden worden. Der Lokomotivführer de» Zuge» ob 20.03 Westerburg bemerkte im letzten Augenblicke, als schon eine Bohle sich in den Rädern der Maschine verfangen batte, da» Hindernt». und e» gelang ihm. den Zug zum Stehen zu bringen. Naturgemäß bemächtigte sich der Mitfahrenden, al» sie auf der Mitte der langen Brücke von dem Unfälle horten, ein nicht geringer Schrecken. Nachdem die Oinder- ntffe entfernt und ein großer Teil der Neisenden zu Fuß an da» ander, Ende der Drücke gelangt war. konnte der Zug mit einiger Verspätung wieder wei- tcrfahren. Zum Glück mar weder Perlon- noch Sachschaden zu beklagen.

Stirnen, Spc

Oie Wettkämpfe

beim Deutschen Turnfest in Köln.

In her ..Deutschen Turnzeitung" werden jetzt auch die Geräteübungen für die MchrkätTwfc beim 14. Deutschen Turnfest in Köln veröffentlicht, nachdem die vollstümlichen Uebungen für die Mehrkämpfe bereits vor einiger Zeit bekannt- gegeben worden sind. S« finden für^Männer ein Zwölfkampf (Sieger wird, wer rnindesken« 160 Punkte erreicht), ein Zehnkampf (mindestens 150 P.), ein Fünfkampf in volkstümlichen Hebun­gen «mindestens 75 P.) statt, ferner für Aelterc (in zwei Klassen) ein Acunkamps (mindesten« 120 P.) und ein Fünfkampf in volkstümlichen Uebungen (mindestens 75 P.). Die Frauen be­streiten einen Siedenkamps (mindestens 93 P.) und einen Dierkamps in volkstümlichen Uebun- aen (mindestens 60 P ). Außerdem gibt es noch folgende Sinzel- und Mannschafts- kämpfe alS Meisterschaft-kämpfe:

Für Männer: 100-m-, 200-m-, 400-m-, 800-m-, 1500-m-, 5000-m-Laus, l 10-m-Hürdenlauf, Hoch- sprung. Weillprung. Stabhochsprung. Äugel ft oft. Steinstoh, Schleuderballwurf. Sveerwuri. Diskus­wurf: «y'lOO-m-Ctaffel. 4>400-m-Staffel. 3x1000- m-Staffel. 10' Zweirundenstaffel al« Kreisstaffel. In jeder Uebungsart werden 2025 Bewerber zugelassen, die die Windestleistung. wie fic für die Meisterschaften 1927 geworden war, erfüllt haben müllen.

Für Frauen: 100-m-Lauf. Hochsprung. Wett- sprung. Kugrlstoß. Speerwurf (600 Gramm). Schlagballwurf. Diskuswurf (1 kg). 4X100-m- ötaffri. Gleiche Vorbedingung wie bei den Män­nern

!?ußbattOlympia-Elf gegen Kombinierte Elf 4:3 (1:0). Aach durchweg interessantem Spielverlauf vor rund 23 000 Zuschauern blieb gestern beim zwei­ten AuSwahllpiel in Nürnberg die Fußball- Olympia-Llf über die Kombinierte Elf mit 4:3 (1:0) siegreich. Die Olympiaelf stand wie am Freilag beim ersten Spiel in München, doch hatte sie durch Einstellung Kutterers und Schmidt II eine gewichtige Verstärkung er­fahren. Tie Kombinierte Elf in Hurnberg wurde durch Panzer- Hof angeführt, der eine gute Partie fieferte. Die erste Halbzeit verlies bet prächtigen Leistungen auf beiden Seiten bis knapp vor Halbzeit torlos. Beide Stürmerreihen kamen immer wieder vör das gegnerische Tor. und beide Hintermannschaften hatten harte Arbeit zu ver­richten. In der 44. "Minute ging die Olyvipiaels durch Schmidt II überraschend mit 1:0 in Führung. Die kombinierte Elf lieferte dem Geg- ncr ein durchaus eoenbürtiges Spiel. Auch nach dem Wiederanstoß hielt sie der Olympiaelf stand und konnte sogar in der 52. Minute au-gleichen. Panzer hatte einen .Fehler der gegnerischen

Geschichten von Wilhelm Busch.

Zwei Jahrzehnte ist her Einsiedler von Wiehen- sahl und Mechtshausen, her Meister des nieder- deutschen Humor«. Wilhelm Busch, der irht- Icben Lust und Trübsal entrückt, aber feine einzig­artige Kunst her Bilder und Heime ist lebendiger denn je. und er gehört zu den größten Lieblingen seine- Volkes. Immer tle'er ist die Erkenntnis in da« Publlkum gedrungen, daß man c« hier nicht mit einem harmlo'en Spaßmacher ..für hie Jugend" Su tun hat sondern mit einem jener großen Dellen, deren Humor die Träne im Wappen führt, und seine ha« Leid durch den Witz über- windende Persönlichkeit, wie sie uns au« seinen philosophischen Brie en und seinem Leden enl- ?egenlritt, ist un« immer teurer r.etoorhen. Aus em luftigen Treiben her Münchener Künstler- gesellfchaft um die Mitte de« vorigen Jahr- hundert», her Busch angehörte. ist sein Humor bervorgewach'en. Aus Kneip-Ze.tungen und Karlkaturen-Men entfaltete et sich zu seinen unsterblichen Werken. Schon damal- saß er still beieitc im Künft'.erverein -Jung-München", und nur ein lustiges Zwinkern her hellen Augen per riet, wie tchirs er beobachtete. Ein Stuck vom Eulentpiegel steckte in ihm. und einen dieser Streiche hat uns Theodor Piri« erzählt ..Wrr Jung-Münchner hat:en die Gepflogenheit daß. wenn einer von un« auf längere öeit verreiste, wir un« vollzählig beim Ablch ed auf hem Bahn­hof einsanden So trafen wir auch einmal an einem rauben Frühlingsmorge" nach bur4>- kneipter Aach Lort zusammen, um un e.m Billch ka« Gelett zu geben E« wi nmel t von hunfit» übernäch igen Gestalten unh alle, suchte nach Bu'ch Die Lokoniotive p'isf zur Ab'ahrt. ober er war niroendS iu erblick.-n. Da ries plbtzl ch einer Ja ist nich: tc.tr der l 21;rdr und de ging uns allen ein L ch: auf. 21!« Busch *L feinen ersten Bilderge'ch chre« hervortrot 'ank er nut ichoer einte 'S« c »c r und e'om: s.-tne Sache i ie bijfcm Ta..' nbe und Aberta :>nd- einbrach.en nur geringe Honorare Auch Ijäter

Mainaaii.

Lpd. Frankfurt a. TL. 8. Jan. Sm grobe» Schadenfeuer entstand in der vergangenen Aacht in der Korkfabrik in her Hanauer Landstraße. Aus bisher noch unbekannter Ur­sache war im Kvrfiager dn Brand aungebrochen der sich schnell ausdehnte. Die Arbeit der Feuerwehr war durch starke Aauchfchwaden be­hindert. so daß sie nur mit Aauchapparaten i1 arbeiten formte. Aach mehrstündiger Tätigkeit war die Hauptoesahr beseitigt.

WSA. Höchst a M 7 Jan. Vorgestern abend hat das Stadtverordnetenkollegium von Hdchsi in namentlldber 7:bstimmung mit 24 gegen 10 Stimmen be chlollen dnEngemein- dungsantrag zwischen Frankfurt a M und Höchst anzunebmen und damit der Ein­gemeindung von Höchst nach Frankfurt zuzu- stimmen. Aachdem der 5tabtve.-orhnetcntx>t- Heber über den Bertroa referiert hatte kam Bür­germeister Dr. Müller noch näher ans die Bedeutung der Eingemeindung <u sprechen. Die Wortführer der einzelnen Fralt-onen ergriffen ebenfalls das Wort. Die Demokraten u.ib die Sozialdemokraten sprachen sich ewfttmmig für die Eingemeindung au«, während vom Zentrum >'echS dafür und einer dagegen und von her Bürgerlichen Bereinigung der größte Teil dafür und ein geringerer teil dangen war Die Kom­munisten stimmten gegen die E.ngemelndung. Zum Schluß wurde noch eine Entschllehung angenom­men. in der um beschleunigte Durch­führung der Einaemeindung ersucht wirb

rf und Spiel.

Verteidigung ausgenutzt unh über den heraus- laufenden Stuhlsauth hinweg zu 1:1 dn- gelenkt. Zwei Minuten später holte die Olympia- cls durch H o f s m a n n-München auf 21 au* und wenige Minuten hierauf durch Schmidt II auf 3:1. Durch eine prächtige Leistung stellte Schmidt II sodann ha« SracbnÜ auf 4:1 Vun wurde der Kampf scharfer. Bei her Olympiaelf mußten Heger und Leinberger durch Verletzungen ausscheiden. während bei der Kombinierten «f Hagen vom Platz getrager wurde. Der Kampfgeist bd her Kombinierten ließ nicht nach. Don Pan-er ange'ührt, kam dann der Sturm immer wieder vors Olymptatoe. In der 68. Minute holte Panzer auf 4:2 aij unh zehn Minuten später stellte Sorg das Aesultat auf 4:3. Der Kampf flaute nunmehr stark ab. Die Olympiamannschaft kam stark auf und ihr Sturm setzte sich in der gegnerischen Hälfte f.ft, wo er aber an hem prachtvoll arbeitenden Kut t e r e r einen schwer zu überwindenden Gegner t>otf anb.

Tte Olympiaelf zeigte diesmal ganz an her v I ßeiftunaen, als beim ersten Spiel in Münchei' Tie besten Leute waren Kutterer und SajnritH II und hie ganze Läuferreihe. Auch alle übrigen I Spieler führten sich gut ein unh besten bereif? | tigte Hoffnungen cxiftommen.

Fußball Bunöespokal Zwischenrunde

3n Aamburg konnte gestern Im Spiele 1 Aorhbeutschland gegen Weftheutsch- land tröst zweimaliger Verlänqcrung kein I

Entscheidung «Zielt werden. Das Spi. stand bd diesem Zeitpunkte 4. 4. als sich her # -3chlcd«richter Müller Karlsruhe, aenf-tigt lab I da« Spiel abzubrechen. Die westdeutsche E'.> war * im ganzen Spiel ldcht überlegen unh fand sich . mit hen schlechten Bodenverhältnissen bedeutend besser ab. Die Mannschaft des Aordens fand ? nie den richtigen Zusammenhang Westdeutsch­land ging kurz nach Beginn durch Schlösser 1 in Führung. Durch einen Elsmetcr. den Florn | verwandelte, konnte her Vörden noch vor her i Pause ausaleichen Der westdeutsche Torwächter - Pesch mußte wegen einer Daumenverletzung ge­raume Zeit aussetzen. Harder brachte nach j dem Wechsel Vorddeutschland erneut in Führung j aber Sackenheim konnte kurz vor der regi­eren Spielzeit das Aus^lcichstor für West- deutschland schießen. Mit 2: 2 endete die regulär. Spielzeit In her ersten Verlängerung war West- | deutschland fiar überlegen und erzielte im An­schluß an einen Eckball da« hrttte Tor. Aord- heutschlanh konnte aber durch Wiedmann abermals ausgleichen In her zweiten Verlänge­rung führte llLr. heutschlanh d «HHarher4:3. bis Sackenheim durch einen Kopfball ha« 4; 4-4:ubeTgebni« Herstellen fonme.

j3or 8000 Zuschauern standen sich am gestrigen Sonntag die Pokalmannschatten von Mittel- hat sein Verleger mit ihm da« beste Geschäft gemacht, und als er einmal mit ihm wieder emJw recht unc.fmftlgen Vertrag geschlossen und weick^V herzig meinte:Du darfst dich aber nun nichj ärgern, wenn ich mit deinen Sachen viel Der4 hient, da erwiderte Busch überlegen .Wewck ick»'« tue. werde ich dir « nicht sagen". WütenkGM aber konnte er werden, trenn man den Sinn feint Afl Kunst verkannte. Ms sein Verleger die ..Fromm.- Helene" als ein Buchmit 180 Illustrationen* 11 ankündlgte. schrieb ihm Busch Da« kommt mir R vor. tote toerm man In« Blättchen einrückte -Cin Hausschlüssel ist zu verlauten mit einem R Auufe daran." Es ist doch wahrhattlg ein Unter- 1 'chied zwischen einem Buch, da« tn BUdern g<- schrieben, und einem solchen, da« in Worten I geschrieben ist " Die Bilder waren ihm die W unh Me K J. .: er nur blreux. W -weil die meisten Menschen otn. bae r cht richtig lefen können Böse tonnte er auch werden 8 trenn rin Bewunderer meinte, hie Ge'chich:en 1

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' nb rr.t: ir^f. - , . , rb.-ch: und sorg'am 1

^und in einem Briefe fügte er rinmal. 1 -Di-fr Dtnge muf en in ihrer Weise Schliss und Form haben. ttirnU sie geläufig in« Gedächtnis ll" , vr 1 .. '.h i

I otn. Unermüdlich zeichnete und beobach <!e er.

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^rift her Sprache Das letzte Buch, in dem 1 * ttxrr da« Klu . . rbuch. War J

dann wollte er nichts I r ' ri Im Ji ch . tr-jr ch :i fa.altr al« I

?r m r n .- rem Kicher: lr:cd). Ton eurer 1 e-babr'cl, : h ieb er einmal Ja Kre ' meint Abenteuer eines Oung- : et:en" aus her Losch i.nb las fit laut her Be >.efe!l'chaft vor bis A^rSste. me r 8« war r',xx t ptinl ch unh ekelhatt ich m* w nn ich

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