Ausgabe 
8.10.1928
 
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Montag, 8. Vttober 1928

178. Jahrgang

Rr. 237 Erster Blaff

Gras Westarp zur LocanwpoM

Der Aufmarsch der Heimwehren.

Wiener-Reust adt, 7.Ott. (WTB.) Sn voller Ruh« begann heute früh der Aufmarsch der Heimwehren, die in siebzehn Transporten angekommen waren. Rach den Meldungen der Heimwehren füll das Aufgebot rund 1 9 400 Heimwehrleute aus den verschiedenen Tei­len Rieder-Oesterreichs und Stciermarks betragen. An allen Straßenecken stehen starke Militär- und Gendarmeriepatrouillen. An der Spitze des Heimwehrenzuges marschierte eine Kapelle in Bergmannstracht. Die ersten Gruppen gehörten dem steiermärkischen Heimwehrlreis an. Sm Zuge marschierten Dr. Steidle und Dr. Psriemer. Am Hauptploh begrüßte die Spalier bildende Be­völkerung die Borbeimarschierenden. Der Marsch des Heimwehrenzuges über den Hauptplatz ver­lief in großer Ordnung. Rach dem Vorbeimarsch vor den Führern auf dem Hauptplatz vor der Militärakademie wurde auf dem großen Turn­platz der Appell abgehalten. Hierbei hielt

Oer erste Bundesführer Or. Steidle

stürmisch begrüßt. Von den Fenstern ging überall ein Blumenregen auf die Heimwehrleute nieder, die überall st raff st e Disziplin hiel­ten. Während man im Zuge der Sozialdemo­kraten viel Frauen marschieren sah, sah man bei den Heimwehren nur Männer. Der Zug der Heimwehren hatte eine Stärke- von 1820 000 Mann. An dem Aufmarsch nahmen auch 2(6* geordnete des Deutschen Turnerbundcs von 1819 und des Frontkämpferbundes teil. Der Turner­bund führte deutsche Kriegsflaggen mit sich und die Frontkämpfer trugen den Stahlhelm. Rach dem 2lbmarsch der Demonstranten lieh der Kom­mandierende der Bundestruppen, General Schu­bert, die aufgebotenen Truppen an sich vorbeimarschieren. Dieses für Wiener-Reustadt ungewöhnliche militärische Bild erregt« viel Auf­merksamkeit. Di« am Rachmittag erschienenen Extraausgaben der Wiener Zeitungen, die viel gekauft tourben, meldeten überall ruhigen Verlauf. Der am 2lbend einsehende leichte Regen läßt die Straßen überall leerer werden.

Flurbereinigung in Südwestdeutschland.

Hessen verhandelt mit Baden über die Enklaven.

Frankfurt a. M., 6. Oft Die Landesregie­rungen in Stuttgart Karlsruhe und D a r m st a d t haben sich m den letzten Wochen über die Aufhebung der Enllaven, Exklaven und Kondominate im Wege freier Verein- b a r u n g insoweit verständigt, als die Snnen- ministerien der brei Länder mit der Aufnahme von Verhandlungen beauftragt wurden. Diese Verhandlungen werden sich mit dem Austausch von Gebietsteilen zu be­schäftigen haben. Es handelt sich u. a. um die hessische Stadt Wimpfen mit drei in Baden gelegenen Höfen, um Gebietsteile der Gemeinde Laudenbach bei Weinheim und die zu Württemberg gehörige Burgfest« Hohentwiel bei Singen, inwieweit es möglich ist, bei den demnächst beginnenden Verhandlungen von Ver­tretern der drei Länder zu einer Verständigung zu kommen, lähi. sich zur Zeit noch nicht über­sehen. Sedensalls ist die grundsätzliche Lieber­einstimmung in dieser Frage bei den Regie- rungen der drei Länder als ein wesentlicher Fortschritt auf dem Gebiete der Staats­vereinfachung anzusehen.

geduldet, daß für Demonstrationen urid Gegen­demonstrationen staatliche Mittel in derartiger Menge aufgewendet würden.

Befriedigung in Wien.

Alle Demonstrationen und Umzüge waren um etwa vier Uhr nachmittags so gut wie beendet. Um diese Zeit rollten nicht nur ein Teil der Heimwehrzüge bereits ab, sondern auch die drei ersten Eisenbahn­züge des Schutzbundes waren bereits abgefertigt. In Wiener Regierungskreisen ist man von dem ruhigen Verlauf der Heimwehrtagung sehr befriedigt. Die Staatsautorität hat sich überall Geltung ver­schafft. Nicht ein einziger blutiger Zwischenfall, nicht einmal ein Unfall, wie er bei so großen Menschen­ansammlungen selbstverständlich ist, konnte verzeich­net werden. Die militärischen und polizeilichen Vor­kehrungen waren sehr umfassend. Ganze Forma­tionen mit M ^schinengewehren standen in Bereit schäft.

Die Heimweh von waren auf ihrem ganzen Zug von einer vieltausendköpfigen Menschenmenge

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrift 20°, , mehr.

Chefredakteur

Dr. Friedr. Wich. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr Will) Lange für Feuilleton Dr H.THyriot, für den übrigen Teil Ernst Blumschein; für den An­zeigenteil kurt Hillmann. sämtlich in Gießen.

Ruhiger Verlaus des I. Oktober in Wiener-Neustadt Die Kundgebung der österreichischen Heimwehren und die sozialdemokratische Gegendemonstration ohne Zwischenfall abgewickelt.

Berlin, 6. Ott. Der Sozialdemokratische Pressedienst' meldet: Sm Berliner Rund - funk sollte laut Programm und Vereinbarung am Sonnabend abend in der 8. Stunde der Vorwärts-Redakteur Wolfgang Schwarz einen Vortrag über Friedens- sicherung halten. Zahlreiche Berliner 27und- funkhörer waren grenzenlos erstaunt als biefer Vortrag nach wenigen einlcitenben Aborten sich als eine Propagandarede für d as kommunistische Volksbegehr en und als eine Agitationsrede gegen di« So­zialdemokratie und für So w; et- rutz land erwies. Es ist bisher unaufgeklärt, wie die mit der Lleberwachung der Vorträge beauftragten Beamten des Berliner Rundfunks, denen das Manuskript jedes Vortrages vorliegt, diesen Mißbrauch zulassen konnten.

Die Sache selbst hat erst nach Beendigung des Vortrages folgende Aufklärung gefunden: Am Sonnabend abend um 6.30 Llhr wurde Schwarz unter der Firma der Funkstelle ange- rusen. Es wurde ihm gesagt, es sei ein Auto der Funkstelle gerade in der Rähe seiner Wohnung und würde ihn abholen. Das Auto kam pünktlich; Schwarz stieg ein. Sm Auto sahen drei Männer, von denen der eine das Aussehen eines Arbeiters hatte, wäh­rend die beiden anderen Sntellektuell« zu fein schienen. Sie unterhielten sich mit Schwarz über Rundfunk usw.

Das Aulo schlug zunächst den Weg zum Pots­damer Platz, also zur Sendestation ein und fuhr alsbald in raschem Tempo weiter. Als Schwarz dies bemerkte, zogen die drei Revolver und er­klärten ihm, dah ihm nichts geschehen würde, daß sie aber bei dem geringsten Widerstand von der Waffe Gebrauch machen mühten. Sie erklärten ihm weiter, dah sie Kommunisten seien und er entführt worden fei, damit an Stelle seines Vor­trags eine kommunistische Propagandarede ge­halten werden könne. Das Auto setzte ihn dann nach dreioiertelstündiger Fahrt auf der Land­straße in der Rähe von Groß-Ziethen im Kreise Teltow ab. Schwarz ist unverletzt. Er rief abends gegen 8.30 Uhr die Vorwärls-Redaktion an und berichtete über den Vorfall.

An Stelle von Schwarz war in der Sendestelle ein Wann erschienen, der sich für Wolfgang Schwarz ausgab. Er formte ungehindert seinen Vortrag hcllten. Als man ihm nach Schluß seines Vortrages, wie üblich, die Honorar­quittung vorlegte, lehnte er die Llnterzeich- nung mit der Begründung ab, er sei nicht Wolf­gang Schwarz, sondern habe einen kommu­nistischen Vortrag halten wollen. Das sei ihm gelungen, und damit verabschiedete er sich.

Di« Polizei ist von dem Vorfall alsbald in Kenntnis gesetzt worden. Der Berliner Rundfunk, so schlieht die Meldung des Sozialdemokratischen Pressedienstes, Oerfünfcete nach erfolgtem Vor­trag:Der Vortrag des Herrn Wolf­gang Schwarz über Friedenssiche­rung ist beendet. Auf Wiederhören um 8 21hr beim S ch a u s p i e l". Sn der Genie­zeit von fast 20 Minuten hat der Berliner Rund­funk seinen Hörern über den Vorfall feine Mit­teilung gemacht. Um 8 Uhr begann planmäßig das Schauspiel. 3m Verlauf des späteren 2lbends gab di« Funkstunde Berlin ihrerseits eine Dar-

(Er|d)t<ni lägtich,außer Sonntags anb Feiertags

Beilagen;

Gießener Familiendlätter Heimat im Bild Die Scholle

monats-Bejngsprets;

2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Träger, lohn, auch bei Richter, scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112

Anschrift für Drahtnach richten Anzeiger Giefoen. Postscheckkonto:

Frankfurt am Main 11686.

Sine Kspenilkiade im berliner Rundfunk. Entführung einesVorwärts"- Redakteurs. - StattFriedenssicherung" kommunistische Propagandarede.

Das politische Programm des Stahlhelms.

M a n n h e i m, 8. Oktober. (TU.) Auf der Heidel­berger Tagung des Stahlhelm hielt der erste Bundes­führer, Franz Seldte, über das politische Pro­gramm des Bundes eine Rede. Der Stahlhelm, der jetzt das politische Gebiet beschreiten müsse, habe nun die Form des Volksbegehrens gewählt, aber er müsse feststellen, daß die Sprache des Stahl­helms in Deutschland weniger verstanden werd« als außerhalb Deutschlands. Wenn er stark sprech«, rede man von Putschabsichten, halte «r sich an die Ver­fassung, dann finde man das lächerlich. Es sei Un­sinn, zu behaupten, der Stahlhelm spiele eine ver­derbliche Rolle in der Politik. Der Stahlhelm steuere keinen extremen Kurs. Er habe die Kräfte gesammelt und sei heute stärker als anderen nationalen Verbände zusammen. Keine politische Richtung hätte die Macht des Stahlhelms einzusetzen gewußt. Wenn das andere Deutschland ihm keine Führer geben könne, so wolle er sie sich a u s den eigenen Reihen ziehen. Der Stahlhelm lehne den Vorwurf, radikal monarchistisch zu sein, scharf und energisch ab. Er kenne keine Kritik an dem früheren Fürstenhaus, keinen Streit über die Frage Republik oder Monarchie und keinen Streit über die Konfessionen. Es sei sehr fraglich, ob der Stahlhelm sich überhaupt noch einmal in der bisherigen Weise an einer Reichstagswahl beteiligen werde. Der Stahl­helm mache fein* Hehl daraus, daß er den Marsch auf d i e Macht angetreten habe. Nachdem der Stahlhelm angetreten sei, müßten zwei Welten in Deutschland aufeinanderprallen. Alle Ver­mittlungsversuche der Mitte seien zwecklos. Es gehe um die letzten Dinge in Deutschland.

stellung des Vorfalls urtf) teilte mit, daß selbst­verständlich alle Vorkehrungen getroffen würden, um einen solchen Mißbrauch für die Zukunft zu verhindern.

Der Siegesbericht derRoten Fahne".

Landtagsabgeordneter Schulz-Reurölln als Hauptmann von Köpenick.

Berlin, 6.Oktober. (TU.) Von der Redaktion derRoten Fahne" wird zu dem Vorfall in der Funkstunde u. a. folgendes mitgeteilt:Nachdem die kommunistische Partei Deutschlands im Gegensatz zu anderen Parteien von der Benutzung des Rundfunks ausgeschlossen ist und infolge­dessen keine Möglichkeit hatte, den Sender des Rundfunks zur Erläuterung des Volksbe­gehrens gegen den P a nz e rkreuzer - bau ju benutzen, beschlossen einige Kommunisten, sich auf a n d e r e W e i s e den Zutritt zum Sender zu verschaffen, indem sie einen Redner des Rund­funksentfernte n . An feiner Stelle hielt der Generalsekretär desReichskomitees für das Volks­begehren", Landtagsabgeordneter Schulz (Neu­kölln) den Vortrag. Man beschloß, Dr. Wolfgang Schwarz, einen Schüler Hilfferdings, aus der Vor­tragsreihe zu nehmen. Schwarz wurde am Tage vor seinem Vortrag von einer angeblichen Photo­agentur angerufen, die ihn aus Anlaß eines Vor­trages um Ueberlaffung seines Bildes bat. Schwarz stellte fein Bild bereitwilligst zur Ver­fügung: ebenso bereitwillig nahm er am Abend des Vortrages ein Angebot an, ihn zu seinem Vor­trag per Auto abzuholen. Das Auto fuhr Schwarz in dunkler Nacht nicht zum Funkhaus, son­dern in die nähere Umgebung Berlins, währenddem der Generalsekretär desReichskomitees für das Volksbegehren gegen den Panzerkreuzerbau", Land­tagsabgeordneter Schulz (Neukölln), an seiner Stelle ungestört seine Rede hielt.

Am Schluß seiner Ausführungen erklärte der Red­ner, nach der Mitteilung derRoten Fahne":Der Vorwärtsredakteur Schwarz sollte heute an dieser Stelle sprechen. Die kommunistische Partei hat seine Rede abgesetzt, weil es wichtiger ist, die Arbeiter­massen Deutschlands über das Volksbegehren zu in­formieren. Warum ich als- kommunistischer Abge­ordneter und Beauftragter der kommunistischen Par­tei hier gesprochen habe, das, verehrte Bürgerschaft, lesen Sie in derRoten Fahne" und in derWelt am Abend". Der Redner schloß mit den Worten: M i t kräftigemR o t Front" aus Wie­derhören!" Nach Schluß seiner Rede wollte die Funkgesellschast dem Abgeordneten Schwarz das übliche Honorar, das für Schwarz bestimmt war, auszahlen. Der Landtagsabgeordnete Schulz verweigerte selbstverständlich die Annahme."

Vergebliche Suche nach den Rundfunkhelden. Anklage wegen Hausfriedensbruchs und Freiheitsberaubung.

B e r l i n. 8. Ott. (Priv.-Tel.) Die dreiste lleber- tölpelung des Berliner Rundfunks durch dis Kommunisten bildete am Sonntag in Berlin das Tagesgespräch. Di« Zeitungen berichten spalten­lang Einzelheiten des lommunisttschen Streiches. Der entführte Redakteur desVorwärts" Schwarz gab bei seiner Vernehmung eine ausführliche Schilderung der Vorgänge und beschrieb genau die Personen, die an der Autofahrt teilgenom­men haben. Auch von dem Kraftwagen konnte er eine eingehende Beschreibung geben; die Rümmer hatte er jedoch nicht lesen können, da

Gleichzeitig mit dem Abmarsch der Heimwehren aus dem Stad innern begann ordnungsmähig der Einmarsch der Sozialdemokrat«n vom Hauptbahnhof her in die Stadt. Der polizeiliche und militärische Ordnungsdienst arbeitete aus­gezeichnet. Die Zahl der sozialdemokratischen De­monstranten bleibt weit hinter den Ankündigun­gen zurück. Während in den Parteiblättern von 100 000 Mann gesprochen wurde, schätzten die Zuschauer die Zahl der aufmarschierten Sozial­demokraten auf, 35 000 bis 36 000 Mann. Der Zug. der überall von uniformierten Schutzbündlern begleitet wurde, führte zahlreiche rote Fahnen mit sich.

Auf dem Hauptplatz von Wiener-Reustadt nahmen etwa 15 000 Sozialdemokraten Aufstel­lung. Unter den Teilnehmern bemerkte man Bür­germeister Seih, ferner den Führer des Schutz­bundes. Dr. Deutsch, den Gewerkschaftsführer Toms'chik und den General Körner.

Vom Balkon des Rathauses sprachen Ratio­nalrat Deutsch, der frühere Bundeskanzler Renner und der belgische Abgeordnete Van- dermeulen. Deutsch erklärte u. a.: Wir müssen a uf dem Boden der Demokratie bleiben, denn nur so sichern wir Oesterreich das Vertrauen, das es braucht, um leben zu können. War schon der 7. Oktober ein schwerer Schaden, so würde jeder zweite Versuch, eine Diktatur von rechts oder von links aufrichten zu wollen, nicht anders enden, als im vollständigen Zu­sammenbruch. Staatskanzler a. D. Renner er­klärte in seiner Rede: Dieser Aufmarsch der Heimwehren sollte Vorspiel sein für denMarsch nach Wien, für die Heimwehren und für Steidle führe aber kein Weg nach Wien. Landes­hauptmannstellvertreter Helmer erklärte, das Land Riederösterreich habe zum letztenmal

GietzenerAMger

General-Anzeiger für Oberheffen

Vrvck vnd Verlag: vrühl'sche Universitätt-Buch- und Zleindruckeret H Lange in Sietzen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7.

eine Rede, in der es u. a. heißt: Was bedeutet uns I der Tag von Wiener-Neustadt? Er ist kein End- -cutfchnatkonale punkt, sondern nur eine erfreuliche Etappe in un-

fordcrn den >schlutzftrity. ferem Befreiungskampf, den wir, die Vertreter der

Berlin 6 Ott (TU.) Sn einemDas Ende vaterländischdenkenden Bevölkerung, fuhren für die QArntmn-<nn(iHf üSi'rfrfMriebenem Artikel be- Befreiung des Staates, für die Befreiung der em= PrfiifSf Weftarv in der Kreuzzettung" deinen Bevölkerungsschichten von der Bedrückung Lstän^EVittk eit durch eine übermütig gewordene politische Macht- Irnh i^SuU horiaen gruppe. Der Tag von Wiener-Neustadt bedeutet.

Saures habe der Zentrumsabgeordnete Kaas daß das erstemal seit zehn Jahren in diesem Staat namens dcr damaligen Regierungsparteien er- b e m roten G lerh ut bte NfP? $ »rx-f. xnc» Xi,, Asxnruovolitik sich in einer schweren I verweigert wurde, daß dem Hochmut der Mar- "A befind Ä zum Ls«, Elften»« ein fester Wille negenüberftanb dem bimch geführt' Es stehe endgültig fest, dah diese marMlsche Wunsche nicht Befehl «a/en Und die- Politik keines ihrer Ziele erreicht habe; ses ist ein erfreuliches ^^^P ^r beginnenden selbst der französische Außenminister habe ohne Genesung gegenüber den Erscheinungen der Krank Phrasen brüsk und verletzend alle auf Locarno Heck unseres^öffentlichen Lebens, die sich dann zeigt, gestützten Ansprüche und Erwartungen abge- daß unser Marsch nach W.ener-Neustadt überhaupt lehnt. Eine vierjährige Episode deutscher Politik zum Gegenstand einer .derartigen Auseinander- sei ohne Ergebnis, ohne Fortschritt abgeschlossen, setzung werden konnte wie s.e i n e i n e m w>a r> Alle innerpolitischen Rücksichten mühten nunmehr haft demokratischen Staat nicht.denk zurücktreten. Aus den klaren Tatsachen sollte ein- bar wäre. Diese Krankheit unseres staatsburger. hellia die klare Forderung gezogen werden: Den l'chen Lebens zu heilen, hat sich> unser Verband zur Sch?uhstrichunt«rdieLocarnoPolitik Aufgabe gesetzt. Der Tag von Wiener-Neustadt soll zu machen Reue Wege und Methoden auf diesem Wege der Genesung einen ffienbe. müüfcm aefunben werden Wir ziehen diese Fol- punkt bedeuten. Man halt uns vor, das Auftreten ÄTwÄiwÄ -unb gegen die marxistische Wellordnnng in Oesterreich leiten aus ihr zunächst unsere Kritik an dem Der- bedeute den Bürgerkrieg, und man mocyte uns nur halten der deutschen Regierung und Delegation allzugern zu Friedensstörern stempeln. Wir fuhren in Gens ab Wir billigen, dah die deutsche keinen Kampf gegen die Arbeiter wir bekämpfen Regierung den Entschluh. bei der Herbsttagung auch nicht den Sozialismus als Gefellfchafts- und des Völkerbundes den deutschen Räumungs- Wirtschaftsauffasfung, wohl aber fuhren wir einen a n s p r u ch zu erheben, diplomatisch angekündigt, erbitterten Krieg mit allen uns zu Gebote stehenden und daß Rcichskan ler Müller trotz der e haltenen Mitteln gegen den k l a s se n k am p fe r i sch e n Absagen den deutschen Anspruch auf Räumung Marxismus den wir als na tonales Un- und auf allgemeine Abrüstung in Genf auf die g l ü ck unseres deutschen Volkes ansehen, well er auf Gefahr ausdrücklicher Ablehnung hin vertre- wissenschaftlichen Lugen aufgebaut ist; auf terro- ten hat Wir mißbilligen es. dah die ristische Methoden kann nur mit gleicher verletzenden Angriffe, die der franzö- Münze g e a n t w o r t e t werden.

fisch« Außenminister gegen den deutschen Reichs- Rach Dr. Steidl sprachen der zweite Bundes­kanzler um seiner Parteizugehörigkeit willen rich- sührer Dr. Pfriemer sowie die Führer der einzel­tete. nicht sofort und nicht gebührend zurück- ncn Verbände. Darauf begann in vollkommener gewiesen worden sind. Wir tonnen es nicht Ordnung der Abmarsch zum Bahnhof und der billigen, dah man nach den erhaltenen Absagen Sofortige Abtransport der auswärtigen Heim- di« Verhandlungen weitergeführt und sich wehren.

auf Abmachungen eingelassen hak. die den _ , n

Zweck unb Erfolg gehabt haben ben klaren GSgeN0eMVNslMÜ0N

Tatbestand erneut in den Rebel der Genfer a ,

Phrasenatmosphäre zu hüllen. Ssr VozmiVemotraren.

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