Manichäer zum Rektor und beklagt sich: der Wirt sordevt 100 Gulden, der Krämer 111 Mark, ter Buchhändler 100 Mark, der Apotheker 18 Gulden, der Weinhändler 30 Taler, der Schneider 12 Gulden, der Chirurg für das Verbinden von Wunden 3 Taler, der Weinschenk Asmus 6 Taler, die Waschfrau 3 Taler. Cornelius wird einen Tag lang in allen Kneipen gesucht. Die schlimme Aachricht hat ihn niedergeschmettert und er zerfließt In Reue. 3n einem Winkel verborgen, hört er, wie ihn der Pedell bei Strafe der Exklusion vor den Rektor zitiert. Er wird dort auf ?sehn Jahre relegiert und muh über alle Schulden Verschreibungen ausst.llen. Wild fluchend, entfernt er sich. Auf seiner Bude erscheinen die Gläubiger, raffen alles zusammen, was sie fassen können, und als er dazwischmtritt, reihen sie ihm die Kleider vom Leibe und bläuen ihn tüchtig durch. Obendrein kommt schließlich noch Lubentia, um ihn mit einem kleinen Cornelius zu beglücken. Er verspricht, für ihn zu fragen und reist nach Hause.
Dort findet er es noch schlimmer, als er erwartet hat. Die Eltern sind tot. 3n den leeren Räumen haust ein Gespenst. Er schaut , sich nach einem Strick um. Das Gespenst macht ihn durch Brummen auf einen aufmerksam. Dieser Strick ist der einzige Hausrat. Cornelius hängt sich auf.
Aber der Dichter will ihm Gelegeicheit geben, ein neues Leben zu beginnen, und verwendet dazu ein uraltes, aus dem Orient überkommenes Märchenmotiv. Der. Haken, an dem ter Strick befestigt ist, gibt nach, und als Cornelius aus der Betäubung erwacht, findet er sich zwischen gefüllten Geldsäcken wieder, die aus der entstandenen Oesfnung nachgestürzt sind. Die Lust zum Leben kehrt wieder, ober Cornelius will nun auch einen musterhaften Lebenswandel führe'n. Er wirft sich dem alten Herzog, der m der Dähe der älniversllätsstadt des Weges konrmt, zu Fühen, erhält Verzeihung und wird wieder als Student ausgenommen. Das neue Leben kann beginnen.
Hessisch'Baieklandischer Block.
Der Hessisch-Vaterländische Block — Prooinzialverbaud Oberhessen — ver- anstallete nm Sonntagnachmittag auf der „Liebigs- höhe" eine gut besuchte amilienzusammen- fünft- Nach einigen Musikvorträgen begrüßte Ober- telegraphcninspektor Spies die Erschienenen, dabei besonders auf die Verantwortlichkeit des Volkes dem Vaterland gegenüber hinweisend. Er forderte Mitarbell zum Zwecke der inneren und äußeren Befreiung unser.'s Volkes und Zusammenfassung aller nationalen Kräfte.
Hierauf hielt Freifrau von H a d e l n (K'ottbus) einen von tiefem Verständnis für die heutige Not der Jugend zeugenden Vortrag über „Die sittliche Verantwortung der Jugend". Die Rednerin zeigte zunächst in kurzen Zügen die Eigenart der Heranwachsenden Jugend, welche mehr den Zeitkäufen ausgesetzt sei, wie Kinder und Erwachsene, bedauerte die oft falsche Erziehung, welche den Er- Werbsinn schon in frühester Jugend fördere und Berechnung sowie Profitgeist erzeuge. Die Sehnsucht nach materiellen Gütern sei größer, wie das Streben nach Ehre, Erwerbsinn sei Wertobjekt im Sinne des Staates, er dürfe aber nicht in Gewinnsucht ausarten. Die Eltern hätten die Pflicht, ihren Kindern Liebe zu den Menschen beizubringen. Pastor B o - d e l s ch w i n g h müsse hier als leuchtendes Beispiel gelten. Im zweiten Teil des Vortrags behandelte die Rednerin Sport und Körperpflege der Jugend, die für viele leider als Ersatz für Religion angesehen werde. Es sei bedauerlich, daß sich das Sportleben neuerdings meist i.ur auf Rekord einstelle. Die edlen Motive dürften nicht verkannt werden, allerdings dstrfe der Sport nur Diener des Volkes, nicht Götze fein. Im letzten Teil beschäftigte sich die Vortragende mit Fragen der Erotik (Liebespoesie). Sie behandelte dabei zunächst die Frage der Kameradschaft zwischen jungen Männern und Mädchen, bei der auch Liebe nicht zu entbehren sei. Alle dings müsse diese Liebe von heiligen sittlichen Motiven durchdrungen sein. Die Jugend müsse sich dabei der großen Verantwortung gegen sich selbst und das Vaterland bewußt fein. Falsche Erotik zeuge Elend und innere Zerrissenheit. Das Vaterland verlange von der Jugend Gesundheit. Die Jugend müsse mehr Seele und Körperscheu haben, mehr Ehrfurcht. Der junge Mann müsse wieder Kraftideal fein, das junge Mädchen müsse wieder das Wesen werden, vor dessen Seele der Mann niederknie. Die heutige Jugend sei schwankend im Wollen, schwankend im Können. Es sei ein Führer notwendig, welcher die bestehende Unruhe beseitige. Dieser Führer müsse höhere Sittlichkeit verkörpern, eine Idee repräsentieren. Es gäbe nur ein Sittengesetz: das Gewissen, und dieses fei Former der Führer. Vorbild der Jugend sei nur Gott, würde die Menschheit erst das begreifen, dann hätten wir die Grundlage zur wahrhaftigen Sittlichkeit.
Nach dem mit begeistertem Beifall aufgenommenen Dortrage erfreute der Damenchor der Ortsgruppe Herborn des Königin-Lui fen- Bundes durch zwei Lieder: „Nimm deine schönsten Melodien" und „Treue Liebe bis zum Grabe!"
Als Vorsitzende der hessischen Organisation des Königin Luifen-Bundes sprach Frau v. Ulrich in kurzen Zügen über Zweck und Ziele dieses Bundes, dessen Motto: „Ich biene!" sich auswirkc in dem Bc streben, einander ?u dienen, dem Vaterland zu bienen und Gott. Die besondere Fürsorge des Bundes gelte der Jugend, an deren Wohl mitzuarbeiten die Aufgabe aller deutschen Frauen sei. Nach einigen weiteren Musikvorträgen fanden noch interessante Filmvorführungen über den 9. Reichsfront- soldatentag in Hamburg und den Empfang der Ozeanflieger in Berlin statt. Die Vorführungen wurden durch entsprechende Musikstücke begleitet.
Kunst und Wissenschaft.
Professor Echroers -f.
Der Dozent der Rheinischen Friedrich-Wil- helln-Universität in Bonn. Prof. 3ohann Heinrich E ch r o e r s . ist in der Rächt von Montag auf Dienstag, wenige Tage vor seinem 76. Geburtstag, gestorben. Nachdem er mehrere Jahre in der praktischen Seelsorge in München tätig war. habilitierte er sich 1885 ün Freiburg für Kirchengeschichte, wirkte dann von 1886 bis 1916 in Tonn. Er war lange 3ahrc Vorsitzender des Historischen Vereins für den Riederrhein, Verfasser zahlreicher Werke und nach längerer Pau^r der erste Rektor der ITniberfitat aus der katholisch-theologischen Fakultät.
Wirtschaft.
Zellstoff Waidbof in Finnland.
3n der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Zellstoff-Fabrik Waldhof A. - G. in Mannheim wurde die Errichtung einer Zellstoffabrik in Koxholm in Finnland beschlossen unter der Voraussetzung, daß die mit einer englischen Gruppe eingeleiteten Verhandlungen zum Abschluß führen. Das Werk Koxholm soll in Form einer selbständigen finnischen Aktiengesellschaft mit einem Kapital von Finnmark 120 MilT betrieben werden. Die englische Finanzgruppe wird bei endgültigem Abschluß des Vertrages 60 Mill. FW. Vorzugsaktien mit einfachem Stimmrecht übernehmen, außerdem dem neuen Unternehmen eine Anl.ihe von etwa 500 000 Pfund Sterling gewähren. Sie hat sich das Recht des Umtausches der von ihr zu übernehmenden finnischen Titces gegen Zellstoff-Fabrik Waldhos Stammaktien bori e.;al» ten, was bei etwaiger völliger Ausübung nom. 5,72 Mill. Mk. Zellstoff-Fabrik Wa.dhos-Stammaktien erfordern würde. Als ülmtauschrelation sind vorgesehen FM. 10 020 Vorzugsaktien gegen 400 Mark Zellstoff-Fabrik Waldhos-Stamm- aktien (entsprechend einem Kurse von etwa 260 Prozent für die Waldhof-Stamma.tien), sowie 600 Pfd. Sterling Obligationen gegen nom. 4000 Mart Zellstoff-Fabrik Waldhof-Stammaktien (entsprechend einem Kurse von etwa 300 Prozent für die Waldhof-Stammaltie). Die Zellstoff-Fabrik Waldhof übernimmt das Stamm* llrpital ■ der neuen Gesellschaft in Höhe von FM. 60 Millionen. Die Sicherung der Aktienmajorität der finnischen Gesellschaft für die Zellstoff-Fabrik Waldhof erfolgt durch vertragliche Vereinbarungen mit der englischen Gruppe. Zum Erwerb der Stammaktien der anzugliedernden finnischen Gesellschaft soll der Erlös der der Zellstoff-Fabrik Waldhof aus der letzten Kapitalserhöhung vom September 1927 zur Verfügung stehenden 2 Millionen Mark Vorratsaktien verwandt werden. Ferner ist für den Fall des Abschlusses mit der englischen Gruppe eine Kapitalserhöhung der Zellstoff-Fabrik Waldhos in Aussicht genommen. Es sollen 10 Millionen Mark Stammaktien und 700 000 Mark Vorzugsaktien Lit. A neu geschaffen werden. Don den 10 Millionen Mark neuen Stammaktien sollen 3,2 Mill. Mark den alten Stammaktionären in der Weise angeboten werden, daß auf zehn alte eine junge Stammaktie mit Dividndenberechtigung ab 1.3a* mtar 1929 zum Kurse von 200 Prozent bezogen werden kann. 1,08 Mill. Mk. junge Stammaktien sollen der Mannheimer Gesellschaft als Verwertungsaktien zur etwaigen weiteren Kapital- arrsstattung des finnischen Unternehmens verbleiben. Die restlichen 5,72 Mill. Mark neu zu schaffenden Stammaktien sind für die den englischen Geldgebern zu gewährenden Umtausch- rechte zu reservieren. Die neu zu schaffenden Vorzugsaktien Lit A werden von den bisherigen 3nhabern der Vorzugsaktien Lit. A übernom
men. Die Einladung der ao. G.-V. der Zell- sto.^Fllteik Waldho,. die für den 10. Dezember in Aussicht genommen ist. wird nach Abschluß der englischen Verhandlungen er,t>Igen.
* KraußK Co., Loko motivfabrik A.--G. Wie verlautet, wird das Ergebnis des laufen* detz Geschäftsjahres nicht hinter dem des Vorjahres zurückbleiben, das mit einem Gewinn von etwa 60 000 Mk. abschloh. Die Beschäftigung des Werkes sei nicht übermäßig groß, was darauf zurückgeführt werden müsse, daß die Gesellschaft keine Aufträge hereinnehme, die keinen Ruhen ließen. Die Verwaltung hofft, auch weiterhin die Selbständigkeit des ^Internehmens erhalten zu können.
• 3- P. Be mbe r g - A. -G. Wie WTB.- Handelsdicnst erfährt, ist das am 30. September abgelaufene Geschäftsjahr der 3. P. Bemberg- A.-G. im allgemeinen günstig verlaufen. Der 2lb'ah ist wiederum gesteigert worden. Die abschließenden Arbeiten sind noch nicht soweit gediehen, daß das zahlenmäßige Ergebnis zu überblicken ist. 3m Vorjahre wurde ein Reingewinn von 3 120 977 Wk. erzielt, aus dem eine Dividende von 14 Prozent zur Verteilung gelangte.
* Hamburg-Amerikanische Paket - fahrt 2L-G. Die gestrige Aufsichtsratssitzung der Hapag tehcrndclle nur laufende Geschäfte. Es wurden leine besonderen Beschlüsse gefaßt. Ein offizieller Bericht wurde nicht ausgegeben.
• Gründung einer deutsch-französ. Handelsgesellschaft. Unter dem Rainen Deutsch-Französische Handelsgesellschaft wurde in Köln eine Gesellschaft gegründet, die sich die Vermittelung von Jndustrielieferrmgen, von Bauaufträgen namentlich auf Reparationskonto zur Aufgabe gestellt hat. Den Aufsichtsrat bilden Bankier Dr. Sy Wirtz-Köbr, Generaldirektor Welge vom Lloyd Royl Beige, und Senator Stuhl, Vorsitzender der Kommission für Landwirtschaft im französischen Senat. Zwei wettere Aufsichtsratsposten sollen je einem Vertreter der beiden Länder angeboten werden.
Aranlfurter Börse
Frankfurt a. M., 7. Rov. Tendenz: fester. — Trotz 6er Fortdauer des Konfliktes in der Eisenindustrie und der plötzlich cingetretenen Regierungskrise in Frankreich eröffnete die Börse in überwiegend festerer Haltung, angeregt durch die ziemlich lebhafte Rachfrage nach Spezialwerten, vor allem wieder nach Elektri- zitätsattien. Die Ämsatztätigkeit war jedoch im allgemeinen weiterhin nicht groß, da das private Publikum in seiner 3ntei^sselosigkeit verharrte. Die hohen Vorbörsenkurfe konnten sich daher meist nicht behaupten, doch waren gegen die gestrige Abendbörse auf den meisten Marktgebieten noch 1- bis 2prozentige Kursgewinne zu verzeichnen. Am Slectromarkte waren die Kursbesserungen etwas größer. Siemens mit plus 3 Prozent und Schuckert mit plus 2,75 Proz. waren bevorzugt. AEG., Verger, Gessürel gewannen 1 bis 2 Proz. 3.-G.° Farben eröffneten 1 Proz. höher, Scheideanstalt wenig verändert. Holzverkohlung weitere 1,5 Proz. anziehend. Deutschs Linoleum 2 Proz. höher. Don den Bauuntemehmungen lagen Philipp Holzmann 1,13 Proz. höher. Zellstoffwerie lagen eher angeboten unb etwa 1,5 Proz. schwächer, da das Dezugsrecht bei Waldhof (10:1:200) enttäuschte. Montanwerke lagen still und meist knapp behauptet, nur Buderus 1,40 Proz. fester. Auch Danken- und Schiffahrtswerte waren vernachlässigt. bei wenig veränderten Kursen. Kaliaktien konnten weiter etwas anziehen. Autowerte leicht erhöht. Rur ASLL auf dem niedrigen Kursstand behauptet. Deutsche Anleihen waren kaum verändert. Von Ausland- ronten Türken weiter abbröckelnd. 3m Verlaufe wurde das Geschäft noch stiller. Verschiedentlich bröckelten die Kurse auf Realisationen leicht ab. Siemens waren weiter gefragt und erneut 1 Prozent fcjter. Tagesgeld war zu 6 Prozent weiter ziemlich flüssig. Am Devisenmarkt nannte man: lilarf gegen Dollar 4.1973, gegen Pfund 20.353. .London gegen Kabel 4.8484, gegen Paris 124.15, gegen Mailand 92.60, gegen Holland 12.0875.
DL re irrer Börse.
Berlin,?. Nov. Nach der sichr ruhigen unb eher schwächeren Abendbörse hatte sich heute morgen etwas Abgabeneigung gezeigt, doch würbe es im Laufe des Vormittags wieder überwiegend fester, da Käufe in Elektrowerten allgemein an- regten. An der Vorbörse wurde es fest. Es ergaben sich Kurssteigerungen von mehreren Prozent, doch war trotz dieses festen Grunbtons eine gewisse Nervosität unverkennbar. Die sichere Wahl Hoovers wurte hier mit Befriedigung aufgenommen unb hatte die Spekulation befonbers am Elektromarkt zu
Deckungen veranlaßt. Der Beginn des offiziellen Verkehrs zeigte nicht immer ein so festes Aussehen, da auf Grund der höheren Kurse wieder Abgaben vorgenommen wurden. Die französische Negierungskrise wurde stark erörtert. Man hegte Befürchtungen, baß die Erörterung des Reparationsproblems dadurch verzögert würde. Sie Kursgeftaltung war infolgedessen nicht einheillich, doch lagen die ersten Notierungen über der Frank- furter Abendbörse, zum größten Teil auf der Basis der gestrigen Schlußkurse. Es zeigte sich wieder für Spezialwerte stärkeres Interesse, und nur in diesen war das Geschäft etwas lebhaft. Elektrowerte, Kali- und Spritaklien .,atten stärkere Nachfrage zu verzeichnen. Die angeblichen Auslandskäufe am Elektro- markt sollen noch immer anholten, doch scheinen die anfänglichen Käufe heute eher wohl Deckungen gewesen zu sein. Schuckert unb Siemens konnten bis 2 d. H. anziehen, dagegen Pöge wieber schwächer. Von den Kaliwerten beanspruchten das stärkste Inter- esse die unnotierten, von denen Krügershall etwa 8 v. H. unb Kaliinbustrie etwa 4 v. H. gewannen. Spritwerte konnten bis 3,5 v. H. anziehend ebenfalls Kunstseibeaktien, Svenska unb vor allem Tietz. Deutsche Anleihen waren gehallen. Ausländer ziemlich uneinheitlich. Der Pfandbriefmarkt mar ge- fchäftslos. Nach den ersten Kursen mürbe es über- miegenb fester. Tietz konnten erneut 2 v. H., vorübergehend sogar 3,5 v. H. anziehen. Allgemein mar en 1 bis 2 v.-H. Besserungen gegen Anfang festzustel len. Im späteren Verlaufe schritt die Börse jedoch wieder zu Realisationen, so daß das Anfangsniveau zum Tell unterschrillen wurde. Der Geldmarkt zeigte ein etwas leichteres Aussehen. Tagesgeld 6 bis 8 v. H., Monatsgelb 8 bis 9 o. H., Warenwechsel etwa 7 v. H.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a.M., 7. Nov. Der Frankfurter Probuktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung. Die Tendenz war ziemlich lustlos, da die schwächeren Auslandnotierungen zur Zurückhaltung mahnten. Angeboten und stärker vernachlässigt waren Weizen, Sommergerste unb am Fullermillelmarkt Mais für Futterzwecke, wahrend - seizen- und Roggenkleie gut behauptet blieben. Auch für Roggen und Hafer (inländischer), sowie für Weizenmehl bestand bei gut behaupteten Kursen einiges Interesse. Die Umsätze waren minimal. Es wurden notiert: Weizen 23,40; Roggen 22,25 bis 22,50; Sommergerste für Brau- zwecke 24 bis 24,25; Hafer, inländischer, 23 bis 23,25; Mais (gelb) für andere Zwecke 22; Weizen- mehl, süddeutsches Spezial 0, 33,75 bis 34,50; Roggenmehl 29,75 bis 30,50; Weizenkleie 13,75; Roggenkleie 14,25 Mark. — Tendenz: matt.
Der Gießener Beirugsprozeß.
9. Verhandlungstag.
* Gießen 6. Rov. Die heutige Sitzung des Erweiterten Schöffengerichts war im Vergleich zu der Verhandlungsdauer der bisherigen Sitzungen verhältnismäßig kurz. Auch war heute einer der Düchersachverständigen am Erscheinen verhindert. 3n der Hauptsache war die Sitzung mit der Erörterung einiger Punkte des in der letzten Sitzung erstatteten Gutachtens der Düchersachverständigen ausgefüllt. Darauf erstattete der Sachverständige ein Rach - tragsgutachten Sellens der VerteDigung tourten noch einige Betoeisanträge gestellt insbesondere auch di« Beiziehung der Grunoakten über ten Grundbesitz des Angeklagten H. beantragt. Diesem Antrag wurde stattgegeben. Darauf tourte die Verhandlung auf morgen vormittag vertagt, an dem voraussichtlich gleich die Plädoyer beginnen werden.
Lehie Nachrichten.
Oer Strafantrag im Frankfurter Bühnenprozeß.
Frankfurt a. IN., 7. Roo. (MTV. Drahimel- bung.) 3n dem Prozeß gegen ten früheren Verwaltungsdirektor ter frankfurter Bühnen- A. - G., Müller-wieland, beantragte ter Staatsanwalt neun Monate Gefängnis und taufend Mark Geldstrafe.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloffen.
Anzeigenaufträge sind lediglich an die Gefchäftsstelle zu richten.
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Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe ter zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reicbsbankdiskont 7 Prozent, Lvmbarbainssuß 8 Prozent.
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Berlin. 6. Novemdcr
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