Einzelbild herunterladen

ten sich mit den demonstrierenden Studenten die Hände. Der Aachener Herr machte seine Ersatz­ansprüche an die belgische Regierung geltend und wandte sich dieserhalb an die deutsche Gesandt­schaft in Brüssel. DasEcho der Gegenwart" in Aachen weist auf die geschäftlichen Be­ziehungen Deutschlands zu Belgien hin. Die belgischen Seebäder seien auf den deutschen Besuch geradezu angewiesen. Das Blatt fordert unter Hervorhebung zurückliegender ähnlicher Fälle, datz sich die an der Aufrecht­erhaltung der Beziehungen interessierten belgi­schen Kreise energisch für einen besseren Schütz der Person und des Eigentums der Deutschen in Belgien einsetzen, sonst würden die Deutschen nicht nur Löwen, sondern Belgien überhaupt meiden müssen.

Tschangtsolin.

Am Krankenbett des Marschalls in Mulden

Tokio, 6. Juni. (TU.) Nach Telegrammen, die im Ministerium des Aeußeren einaegangen sind, trifft es nicht zu, datz Tschangtsolin seinen Verletzun­gen erlegen ist, vielmehr liege er in schwer verletz­tem Zustande darnieder. An seinem Aufkommen wird gezweifelt, da der Kräfteverfall ständig zu­nimmt. Der japanische Ratgeoer Oberst D i h a r a stattete dem Marschall am Dienstag einen Besuch ab. Nach dem Verlassen des Krankenzimmers erklärte er, daß der Marschall sehr schwach sei, aber Hoffnung auf seine Wiederherstellung habe. Tjchang- tsolin habe ihm erklärt:Es ist alles in Ordnung mit mir. Erzählen Sie meinen Leuten, daß sie sich keine Sorge zu machen brauchen. Ich habe so oft Anschläge auf mein Leben erfahren, daß ich da- gegen gefeit bin." Die den Marschall behandelnden japanischen Aerzte sind in ihrer Hilfe dadurch stark hehindert, daß sowohl die mit zu Rate gezogenen chinesischen Aerzte der alten Schule als auch zahl­reiche Anhänger Tschangtsolins offenbar aus reli­giösen Motiven darauf dringen, daß der Marschall nach alten chinesischen Heilmethoden behandelt wird.

Oer Oonezprozeß.

Neue Aussagen Badstiebertz.

Moskau, 6. Juni. (WTB.) Während der Verhandlungen des Schachty-Prozesses hat sich der Angeklagte Kusma durchweg erfolgreich verteidigt. Bei einem Verhör zeigte sich ein abso­lutes Versagen der Arbeit der Sachverständigen des Gerichts. Das Gefängnisreglement, bei dem die anaeklagten Deutschen sich mit etwa fünf Stunden Schlaf begnügen müssen, ist bisher trotz der energischen Vorhaltungen der deutschen Botschaft nicht geändert worden. Ferner muß beanstandet wcrdim, daß die Deutschen immer noch nicht im Besitze einer Tlebersehung der Anklageschrift sind. Währeird der ance- klagte Kusma in ruhiger und bestimmter Weise die Anklage trotz eingehenden Kreuzverhörs widerlegte, macht dagegen der Monteur Bad­stieber von der Firma Knapp bei einigen Antworten in der gestrigen Mittwochsitzung einen verwirrten undüberreizten Eindrud. Seine Antworten widersprechen oft den bekannten Tatsachen. In der Angelegenheit der angeblichen Bestechung der Firma Knapp erklärte Badstieber, daß er einmal Direktor Köster in Wlasowsk gesehen habe und daß dieser ihn zweimal be­wirtet Hobe. Bei der Abfahrt nach Deutschland habe ihm dieser seine Anschrift überlassen und ihn gebeten, ihn bei einer Reise ins Ausland besuchen zu wollen.

. Badstieber sagte, wie in der Voruntersuchung. Koester habe ihm erklärt, daß er Kusma, den Vorsitzenden der Abnahmekommission der K app- schen Maschinen, 2500 Rubel geben wolle, damit die Maschinen abgenommen würden. Der Staatsanwalt fragte darauf, wann dieses Ge­spräch stattgesunden habe Badstieber erwiderte: 1926 in Kutowka bei Stalinow im Bezirke Llugo- stat. (Dieser Bezirk hat mit dem Donez-Rayon nichts zu tun.) Kusma bemerkte hierzu, offenbar liege ein Mißverständnis vor. da er niemals in Kutowla gewesen fei. Wahrscheinlich verwechselte Badstieber den Ramen Kusma mit Kusnezow. Badstieber erwiderte, der Rame Kusma sei ihm gut bekannt. Allerdings habe er Kusma nie persönlich gekannt noch gesehen. Als ihm während der Voruntersuchung eine Photo­graphie gezeigt und er gefragt wurde, ob das Kusma sei, habe er geglaubt. Kusma zu erken­nen. Jetzt aber sehe er, daß er Kusma n i e - mals gekannt habe, und die Photographie habe nicht Kusma dargestellt.

Dann wurde Baschkin befragt, ob er seine Behauptung, ihm sei bekannt, daß Kusma von Koester Geld bekommen habe, aufrecht erhalte. Baschkin bejahte die Frage, indem er allerdings hcrvorhob, daß andere ihm das mitgeteilt hätten. Auch R i k i s ch i n hält die Behauptung aufrecht, er wisse, daß Koester an Kusma Geld gegeben habe. Dos fei ihm von Gawrjuschenko (der inzwischen durch Selbstmord geendet hat) gesagt worden. Größter Wahrscheinlichkeit nach verwechselt Badstieber den Ramen Kusma mit Kusnezow und den Schacht WlaSsowka im Dvngebiet mit Kutowka bei Stalinow, wo Kusma niemals ge­wesen sei.

Oer Hessische Landtag besucht den Odenwald.

D a r m st a d t. 6. Juni. Präsident Delp hatte zum Mittwoch die Mitglieder des Landtags zu einer Besichtigungsfahrt durch den Odenwald ein­geladen. Etwa 150 Personen begaben sich in drei Omnibussen und verschiedenen Limousinen auf die Reise, die in dreistündiger Fahrt über Groß- älmstadt--HöchstKönig nach Michelstadt führte, das reichen Flaggenschmuck angelegt hatte. Hier wurde die Haushaltungsschule der Hessischen Landwirtschaftskammer besichtigt. In dem herr­lich gelegenen Stadion begrüßte Bürgermeister und Lanbtagsabgeordneter Ritzel den Landtag. Er erklärte, das Stadion sei au- der Rot der Zeit entstanden, um den ausgesteuerten Erwerbslosen Verdienst und EListenzmöglichkeiten zu geben. Darauf ging die Fahrt über Erbach-Morbach nach Lindenfels, der Perle des Odenwaldes. Hier wurde im »Hessischen Hau-" ein gemein­schaftliches Mittagessen eingenommen, wo die üb­lichen Reden gehalten wurden. Besonders her­vorgehoben zu werden verdient der von dem Kreisdirektvr Reinhardt, dem Bürgermeister von Lindenfels und später auch dem Bürgermeister von BeirSheim ausgesprochene Wunsch, daß die seit Jahrzehnten gewünschte Bahnverbin­

dung Lindenfels Bensheim das Lau- I Böhringer bei Winterkasten besichtigt, die einen tertal dem Verkehr erschließen werde. Rach einem interessanten Einblick in eine der bedeutendsten Besuch der Burgruine in Lindenfels wurden die Industrien des Odenwaldes gab. Die Fahrt endete Granit- und Syenit-Werke der Firma Kreuzer & I mit einem geselligen Zusammensein in Bensheim.

Die abgelehnte Tariferhöhung der Reichsbahn.

Don unserer Berliner Redaktion

Berlin, 7. Juni. Wie zu erwarten war, hat das Reichskabinett die Anträge der Reichsbahnoer- wollung auf eine Erhöhung der Eisenbahntarife a b- gelehnt. Diesen Standpunkt dürfte ohne Frage auch die kommende Regierung vertreten, hat sich doch bei der eingehenden Prüfung der Denkschrift, die die Reichsb.ahnoerwaltung zur Begründung ihres An­trages eingebracht hatte, ergeben, daß einmal kei­nerlei dringliche Notwendigkeit zu einer Erhöhung oorlag, und daß andererseits eine solche Erhöhung im Interesse der Wirtschaft nicht tragbar wäre. Ursprünglich hatte ja die Reichs­bahn noch bei weitem höhere Absichten auf eine Erhöhung, und erst mit der Zeit war es gelungen, diese wenigstens auf ein Maß herabzuschrauben, das nach außen hin den Anschein einer einigermaßen akzeptablen Rechtfertigung trug.

Es ist deshalb angebracht, doch noch einmal i m Prinzip auf die ganze Affäre einzugehen. Der firiegsausgang hat aus der Reichsbahn, die ur­sprünglich einen ftaatlicben Charakter trug, ein kauf­männisch aufgezogenes Unternehmen gemacht. Trotz­dem ist die cheschästsgebarung der Reichsbahn nach wie vor bei demselben Schema geblieben, d. h. man hat es noch nicht fertig gebracht, aus ihr einen rein wirtschaftlichen Betrieb zu machen. Der gute Kaufmann wird doch immer von der Ab­sicht geleitet, möglichst gute Geschäfte zu machen, d. h. also eine recht hohe Zahl von Kun­de n zu erreichen. Um dies durchzuseßen, muß er natürlich eine Geschäftspolitik betreiben, die in erster Linie auf den Preisen basiert. Die Reichsbahn nun scheint dieser Erkenntnis nicht zuzuneigen. Sie steht auf dem Standpunkt, daß man möglich st viel von ei ne m einzelnen Kunden ver­dienen müsse, da ja ohnehin eine gewisse Zahl von Kunden durch die Notwendigkeit, zu reifen, garan­tiert wäre. Diese Ansicht aber trügt. Auch die

Tarife der Reichsbahn können und müssen einmal dahin führen, daß das Publikum wegbleibt.

Run hat die Reichsbahn allerdings ein Ar­gument. das sie immer Vorbringen kann, ilni> das ist der Dawesvertrag. Es ist richtig, daß die Reichsbahn von dem Reparationsprvblem belastet ist. Sie ist aber gerade deshalb damit belastet worden, weil man wußte, daß die Reichs­bahn einer der rentabelsten Betriebe war. Den Schluß, den jetzt die Reichsbahn in diesem Zusammenhänge zreht, muß man als Trugschluß jedoch glattweg ablehnen. Man kann nicht von der Wirtschaft über die Reichsbahn zur Dawes- zahlung kommen, man mutz vielmehr zu allererst dafür Sorge tragen, datz wir eine gesunde, in ihrer Entwicklung nicht gehemmte Wirtschaft Haden, bann wird die Reichsbahn am gestei­gerten Verkehr gerade mit niedrigen Tarifen erhöhte Einnahmen aufzuweisen haben und die Daweszahlungen können im eng be­grenzten Rahmen des Möglichen geleistet werden. Mit einem Worte also, die Reichsbahn darf auf keinen Fall zu einem Wirtschafts hemmen­den Faktor werden. Sie ist eine Dienerin der Wirtschaft und nicht umgekehrt. Unb aus diesem Grunde ist auch die konsequente Haltung der Reichsregierung zu begrüßen.

Roch ein Wort ganz allgemeinerer Art muß in diesem Zusammenhänge ausgesprochen werden. Es ist viel von volkswirtschaftlichen Gesichts­punkten die Rede. Man spricht immer wieder von Wirtschaftsenqueten. Der Kampf um die Tariferhöhung bei der Reichsbahn hat aber er­neut bewiesen, wie sehr es notwendig ist, den autoritatiren Charakter einzelner Betriebe um- zubiegen in ein organisches Zusammen­arbeiten aller Betriebe zum Zwecke einer gesunden Fortentwicklung der Gesamtwirt- schaft Deutschlands überhaupt.

Der Wüuakonflikt vor dem Völkerdundsrat.

Genf, 6. Juni. (WTB.) Mit erheblicher Ver­spätung ist der Völkerbundsrat heute vormittag zu seiner "6. öffentlichen Sitzung zusammengetreten. Die Verspätung war darauf zurückzuführen, daß der Be- richt des holländischen Außenministers Beelaerts über den Stand der polnisch litauischen Beziehungen auf Wunsch Polens und anderer Ratsmitglieder heute vormittag in letzter Stunde noch umgearbeitet werden mußte. Der Bericht besagt im wesentlichen, daß trotz der erfreulichen Aufnahme direkter Verhandlungen leider feftgcstellt werden müsse, daß diese Verhandlungen noch z u keinem Ergebnis geführt haben und scyließt mit folgendem Satz: In der Erkenntnis der prak­tischen Schwierigkeiten bei der Durchführung der Befriedung ist der Rat der Meinung, daß er nicht der Meinung Ausdruck geben wollte, daß eine der Parteien die Freiheit habe, irgendeine Maß­nahme zu ergreifen, die geeignet wäre, den Fortgang der Verhandlungen zu präjudizie» r e n, da die Partei, die derartige Maßnahmen er­greift, sich nicht nur am Ratstisch, sondern auch vor der Wettmeinung in Unrecht setzt.

Zaleski verzichtete auf eine Stellungnahme zu dem Bericht Beelaerts, während Woldemaras erklärte, das von der polnischen Regierung oor- aelegte Protokoll über die Königsberger Verhand­lungen sei korrekturbedürftig, und deswegen von Litauen noch nicht unterzeichnet worden. Wosdema- ras wies dann auf die Verhaftung verschiedener Mitglieder der sogenannten litauischen Ar- m e e auf den von der polnischen Regierung ver­walteten Gebieten hin. Das Ziel dieser Banden sei der Sturz der litauischen Regierung und die Einsetzung einer Gegenregierung. Wolde­maras schlug vor, daß bei einer Gerichtsverhand­lung gegen diese Banden sich das Dölkerbundssekre- tariat vertreten lasse. Zaleski erklärte, daß derartige Banden an der polnisch-litauischen Grenze nicht bestehen. Eine ähnliche Meldung der Litauischen Telegraphenagentur während der Königsberger Verhandlungen habe von ihm als Phantasie nachgewiesen werden können. Zur Entgegnung zeigte Woldemaras Photographien vor mit dem Bemerken, daß Phantasien nicht photographiert werden könnten.

Chamberlain

bedauerte die Verzögerung in der Unterzeich- nung des Protokolls der Königsberger Ver­handlungen durch die litauische Delegation. Zu den Angaben über das Bestehen non Banden an der litauisch-polnischen Grenze könne der Rat heute nicht Stellung nehmen. Wenn man sie als wahr hinnehme, so wäre das nur ein doppelter Grund, die direkten Verhandlungen zu be­schleunigen. Es fei tief bedauerlich, daß trotz des feierlichen polnischen Versprechens, die Un- abhangigkcit und Gebietshoheit Litauens zu wah­ren, die direkten Verhandlungen nach sechs Mo^ naten noch zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt hätten. Der Berichterstatter gehe im letzten Absatz seine- Berichtes auf einen pro­vozierenden Akt ein, der dem im De­zember v. I. vom Rat geäußerten Wunsch zü­rn i d e r l a u s e. (Litauen hat in seiner neuen Ver sassung das strittige Wilna als litauische Hauptstadt seslgelegt. D. Red.) Chamberlain richtete schließlich die dringende Aufforderung an Litauen, nicht auf dem Wege der Provokation fortzuschreiten. Es wäre äußerst enttäuschend, wenn der Rot nach drei Monaten abermals feftfteUen müßte, daß keine wesentlichen Fortschritte in den direkten Verhand­lungen erzielt wurden. Der Friede in diesem Ge biet Europas sei unerläßlich.

Poul-Boncour fragte den Berichterstatter, ob er es nicht für zweckmäßig halte, für die Feststellung des Ergebnisses der wetteren Der- handlungen einen Termin zu bestimmen, nach dessen 'Ablauf der Rat sich eventuell über wei­tere Maßnahmen schlüssig werden müßte. Auch das deutsche Ratsmitglied

Staatssekretär v. Schubert

stellte mit Bedauern fest, daß die Derhandlungen bisher zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis ge­führt haben. Persönlich sei er jedoch noch nicht so pessimistisch wie seine Vorredner, und er hvsfe. bah es in absehbarer Zeit gelingen werde, daß wenigstens ein Teil der Schwierigkeiten über­wunden werde nnb vor allem, daß praktische

Arbeit geleistet werde. Deutschland als Rach- bar Polens und Litauens habe em ganz beson­deres Interesse an der Sicherstellung des Frie­dens in diesen Gebieten und hoffe, daß bis zur nächsten Ratstagung erfreulich« Arbett geleistet werden könne.

Rach Ablehnung zweier EntschließungsanträHe des Ratspräsidenten unb des litauischen Mi­nisterpräsidenten. die nicht die nötige Einstimmig­keit erhielten, wurde mit der litauischen Stimme ein Antrag des englischen Außenministers rein geschäftsmäßiger Art einstimmig angenommen, wonach die Frage der polnisch-litauischen Ve- ziehungen auf die Tagesordnung der nächsten Ratstagung gesetzt wird und der holländische Autzenminister Beelaert beauftragt wird, über den Stand der polnisch-litauischen Beziehungen für kommenden September dem Rat einen Bericht vorzulegen.

In den Wandelgängen des Völkerbundes herrscht vielfach der Eindruck, daß durch die gesLästsordnungSmätzige Entschließung die Mög­lichkeit einer Wiederaufrollung der ge­samten polnisch-litauischen Fragen geschaffen wor­den ist, während nach dem abgelehnten Antrag des Ratspräsidenten der Rat nächsten September im Falle der Feststellungveraeblicher Gryeb- nisse" der polnisch-litauischen Verhandlungen einen unmittelbaren Anlaß zu weiterem Eingreifen nicht gehabt hätte.

Oer Waffenschmuggel von St. Gotthard.

Heftige Auseinandersetzungen in geheimer Ratssitzung.

Genf, 6. Juni. (WTB.) Rach Schluß der öffentlichen Sitzung trat der Döllerbundsrat zu einer streng geheimen Sitzung zusammen, in der über die Berichte des Dreierlomilees zum Zwi­schenfall von Szt. Gotthard und über eine Er­weiterung der Befugnisse des Ratspräsidenlen beraten wurde. DasJournal de Genöve" hat auszugsweise den Bericht des Dreierkomitees verösfentlicht. Danach ergaben die Erhebungen der Rüstungssachverständigen, daß die Maschinen- gewehrbestanbteile der an der ungarischen Grenze beschlagnahmten Sendung von Maschinengewehren der Firma Schwarzlose herrühren, daß jedoch Wesenti ich e Bestandteile, wie Lause, Kühler usw. für di« vollständige Zusammensetzung fehlen. Es handelt sich um Material, das be­reits vor oder während des Krieges hergesteklt wurde. Der Bericht stellt fest, daß die Zerstörung in ausreichendem Maße erfolgt und jedes praktische Risiko der Verwendung zu Kriegszwecken a u s ge­schaltet sei. Die ungarische Regierung hat sich bei ihrem Vorgehen streng nach den Vor­schriften des Bahnverkehrs und der Verzollung gerichtet, jedoch anscheinend die Feststellung des wirklichen Empfängers des Mate­rials nicht für notwendig gehalten. Die Erhebun­gen hätten nicht den Beweis dafür ergeben, daß das Material dazu bestimmt gewesen wäre, das ungarische Gebiet nicht wieder zu verlassen.

Trotz des streng vertraulichen Charakters der geheimen Ratssitzung sickerten im Lause des Abend- doch einige Einzelheiten durch. Danach kam eS während der Sitzung zu recht lebhaf­ten Auseinandersetzungen über die beiden Berichte. Unterstützt von Paul-Don- c o u r verlangte der rumänische Delegierte die moralische Verurteilung Un­garns in der Szt. Gotthard-Angelegenheit. Der rumänische Vertreter soll weiter mit der Wei­gerung gedroht baben. daß die Kleine Griten te nicht zur Herab'cyung der Rüstungen fchreiten könne, solange nicht die Anwendung de- Jn- vestigationsverfahrens durch Erweiterung der Desugnisse de- Rat-Präsiden­ten erleichtert würde. Der Holländer Bee- laerks, der vor der Beschreitung eines solchen Wepes war nte wurde von dem Italiener S c i a l o j a kräftig sekundiert, während Cham­berlain. der grundsätzlich auf dem gleichen Standpunkt steht nah einem Ausgleich suchte. Daß Deutschland dieser von der ÄTet-

nen Entente und Frankreich propagierten« nicht beitreten kann, ist selbstverständlich. Die Auffindung einer Kornpromißformel erscheint recht schwierig, so daß die Vertagung der Angelegenheit zur Völkerbund-Versammlung im September bereits als sicher angenommen wer­den kann. Paul-Boncour versuchte noch, in diesen VertogungSbeschluh eine Formel auinehmen zu lassen, durch bk eine Derq uickung dieserFrage mit dem gesamten von der Völkerbund-Versamm­lung zu behandelnden Adt^üstungS- und Sicherheit-Problem ermöglicht würde.

Aus aller Wett.

Ergebnislose Nachforschungen nach der »Ltalia".

Oslo, 5. Juni. (WTB.) Das Verteidigungs- miniftcrium tritt mit, daß Leutnant Lüyow - Holm im Flugzeug die Küste und die ihr benach­barten Abhänge zwischen der Norwcgen-Jnjcl und Gray Hook durchforscht hat, ohne irgend etwas von der .Italia" zu bemerken. Auch die Jäger und Bewohner dieftr Gegend haben nichts von derItalia" gesehen. Dir Nachforschun­gen werden weiter östtich fortgesetzt. Di« ,^) o b b q" ist in der Liesde-Bay angekommcn. Sie hat bei ihren Erkundungen zwischen der Amsterdam-Insel und der Vijde-Boy keine Spuren von der .Ltalia" ent­deckt. Das Schift'Braganza" ist an der Nord­küste von Spitzbergen vor Anker gegangen. Die italienischen Skiläufer, die an der Amsterdam-Insel an Land gegangen waren, sind in der Moßel-Bay angekommen. Die schwedische Hilssexpe- b i t i o n zur Suche derItalia" hot heute den Auf­trag zum Antritt ihrer Reise erhalten. Die Expedi­tion besteht aus drei Flugzeugen mit drei Piloten, drei Beobachtern, einem Arzt, einem Me­teorologen, Bordfunker, Mechaniker und Monteur. Der Befehlshaber ist der Kapitän zur See I o r n berg. Die Flugzeuge werden nach Gotenburg ge­flogen, von wo aus sie an Bord derTanja" nach Narvik gebracht werden, während der Dampfer Dueft" di« Expeditionsteilvehmer und die Aus­rüstung, soweit sie nicht nach Gotenburg mitgenom­men werden, an Bord führt. Von Narvik werden die beiden Dampfer baldmöglichst nach Spitzber­gen auslaufen.

Reue Pläne des Polflleger» Dilkins.

Die Polflieg«r Milkins und Cielfon lind, von Amsterdam kommend, im Flugzeug in London eingetroffen. Milkins erklärte, er beabsichtige, im November dieses Jahres einen Flug über den Südpol zu unternehmen, bei dem etwa vier­tausend Kilometer des Fluges über bisher uner­forschtes Gebiet führen werden.

Starke Schneefälle in Ostpreußen.

Starke Schneefälle sind im ganzen Revier der Romintener Heide zu verzeichnen. Die Miesen, Bäume und Sträucher erwecken den Eindruck einer winterlichen Landschaft. Es ist ein eigenartige» Schauspielim Sommermonat" Juni die im Lenzes- schmuck prangende Natur unter einer Schneedecke lagern zu sehen. Aus den verschiedensten Orten Ost- preußens werden Schneefälle berichtet.

Vandilenübersall

auf ein Aeltungsgedände In Detroit

Lechs Banditen, die mit Jagdgewehren, deren Lauf abgesägt war, ausgerüstet waren, über­sielen ein Zcitungsqebäude. Sie hielten 150 Per­sonen, meist Angestellte der Zeitung, in Schach und raubten 65 000 Dollar, woraus sie entslohen. Einen Teil des Geldes verloren sie auf der Flucht au- dem Gebäude und später während des FeuergefechteS mit der Polizei in der Straße. Bei bet Schießerei wurde ein Poli^eibeamter verletzt. Den Ban­diten gelang eS. m dem lebhaften Straßenverkehr AU verschwinden, ohne daß die von der Polizei chnen nachgeseuerten Schüsse sie erreicht hätten.

Oie Wetterlage.

/*# «

ird IW \ * Ulf

f- T»- o ump-

nmri

4l1 E

1

y- -x»

1J DA H

\ re ne

_ ->2a__XztvT'Xx

-a:

09 Mitt«, o HK» Kfttn eototm eKtetw

» 3<6n<c a *»<' X yW

eichtcr O$i «Uvjr SWMvtli

»k *f<n< *rt otn «A*dc Ok oeetn luueec» ittee-w» i* kn 6<txn d>« t' 0>« li»k« «tfVMce Qrw *M «ukk»

*b« netitsomae eMtrecweeue u,func»

»H-ettervo rausjage.

Ein Ausläufer des westlichen Tief» ist bereits nach Deutschland vorgedrungen, von dem sich ein Regen- fl-biet non Karlsruhe in nordwestlicher Richtung über Gießen nach dem Kanal erstreckt. Im Bereich be» Drucksallgebiete» dauert das wolkige Welter fort, wobei es noch gelegentlich zu oereinzetten Nie- derjchlagen kommt.

Voraussage für Freitag. Wolkig, Tem­peraturen wenig verändert, vereinzelt Niederschläge.

Voraussage für Samstag: Teils wol­kiges, teils aufheilcrndes Wetter, Temperaturen schwankend, noch strichweise etwas Niederschlag.

Lufttemperaturen am 6. Juni, mittag» 21,2 Grad Celsius, abends 14 Arad Celsius: am 7. Juni: mor- fiens 13,3 Grad Celsius. Marimum 21,5 Grad Cel- ius, Minimum 7,8 Grad Celsius. Erdtempera- turen am S. Juni abends 20,6 Grad Celsius: am 7 Juni morgens 16,1 Grad Celsius Sonnen- scheindauer Sri Stunden.

gefallen unt> Nj J --Wnd I«1 ft, pffcft immer vird » Ser AM?

flt doch gch İli un« Kommenden -en. die vor ans eine Srau wtrd aus sie n'edersch sagen, wns mell S zu^nd Dewch vervtt den dcnnmrie von dem siuchnS ,-mippe leuchtet Äff IWO -ie die Lose fufr lEseAitl 2" mükagSM lchn chcn. der mit in morgen? Man lol Wenn das Heute sein, wenn man man sicher sein t schauende Aachp' ntn nut lang, den Dust verstc Lang nur dehne hangen sind. D AüGchcu, die r tiefen Horizonte

rate»

Sonnenaufgang Uhr. Mondausganj

632: Mohamme um 570); 176 Joachim üßinrfelm 1717); -1794: de in ©üttingen geftoi Komponist Rodert (gestorben 1856).

Äon der Ar

Tach dem Des alle Intoarl zember 1925 < sicht daraus, of oder kein Cöeit Oahre 1926 m schrillen Wh, 2. biS 11. Kc jährlich mindeste jährlich mindest, Haltung der 3n Ri Schlüsse te berusSsähige Der 1 Deitrogsmonat pslicht zurückgele Weber aufI< 1826 und 1927 erf nachentrichtet.

Aach dem glei< ^Urage für m der dem jewei

ä(<

Tersicher, wnlonunen sind "atden Detrlg

Durch dies^z a vM 1. April K