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Geschichten aus aller Welt

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Hch. Schmidt XI., Lich: N 2a-Äl. 37,78 Gebr. Müller, Hungen: N 2b-Kl. 40,78

Schmidt, Laubach. Duchenstämme je Meter: A 2. Kl. 28,10 Mk N 2. Kl. 28,10 Christian Insel. Lich. Eichen stamme je Meter: F 3. Kl. 32 Mk., Karl Kambeih.

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Geschenk zur öffentlichen Aufstellung an. geeigneten Platz dafür gab er selbst die

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glänzend bewähren sollte. Es war dies des Berliner Polizeipräsidiums, mit der kunft zusammenarbeiteten.

Fest- Ml.. Fest- Lich; Lich.

steinöergwerke vormals Fernie, nördlichen Teile unserer Gemarkung

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

Painlevs und das Kragenknöpfchen.

() Paris.

Ein Pariser Matt erzählt folgendes artige Geschichtchen, das wohl der Wiedergabe wert ist selbst dann, wenn cs was nicht unmöglich ist! etwas übertrieben oder gar erfunden sein sollte.

Der französische Kriegsminister P a i n l e v s pflegt seinen ganzen Loilettenbedarf wie Hemden­leinen, Schuhe, Strümpfe, Hosenträger usw. an einem einzigen Tage im ganzen Sahre auf einmal einzukaufen. um auf diese Weise während der übrigen 364 Lage feinem vielgeplagten Haupte diese kleinlichen Sorgen zu ersparen. Kürzlich machte er wiederum, für das Sahr 1928, diesen seinen jährlichen Masseneinkauf in einem großen Boulevardgeschäft. Dabei bemerke er in einer Auslage ein Kragenknöpfchen nach dem neuesten Modell. Painleve, der ein großer Gelehrter ist, begriff sofort: dies da ist das wirklich «ideale Kragenknöpfchen! älnzerbrechlich, leicht zu knöpfen, handlich, hübsch, hält den Kragen vorn gut zusammen und den Schlipsknoten fest! Kurz­um. ein Kragenknöpschen non plus ultra.

Painleve war über diese Entdeckung erfreut wie über einen unertoarte.cn mathematischen Fund. Er kaufte sofort ein Dutzend dieser Knöpfe, ließ seine übrigen Einkäufe nach Hause schicken und begab sich unmittelbar ju dem an diesem Tage einberufenen Ministerror, wo er aber, do es noch früh war, nur einen einzigen Kollegen an* traf, Herrn Tardieu. Glücklicherweise eben­falls ein Mann der Wissenschaft. Sogleich be­gann zwischen den beiden Gelehrten eine lebhafte Debatte über* die Kragenknöpfchen, die Painleve in der Rocktasche bei sich trug. Painleve ist mehr wissenschaftlicher Theoretiker, Tardieu da­gegen ein Gelehrter dec Praxis. Seit Beginn der Welt Hegen sich bekanntlich Theorie und Praxis leidenschaftlich in den Haaren, und so konnte es auch nicht ausbleiben, daß das un­schuldige Kragentnöpfchen des Kriegsministers Painleve sehr bald im Mittelpunkt einer äußerst bewegten Kontroverse stand. Schließlich nahm Painleve zum letzten Lieberzeugungsmittel seine Zuflucht, der Anschauung, knöpfte seinen Kra­gen los, steckte das neue Knöpfchen ins Hemden- Knopfloch und demonstrierte seinem wisfenschaft- lichen Widersacher Len Wert dieser Entdeckung. Er stellte sich vor Len Spiegel, wies mit beredten Worten und beschwörenden Gesten auf die hand­lichen Eigenschaften des Knöpfchens hin, ohne damit etwas anderes zu erreichen, als daß nunmehr auch Monsieur Lardieu seinen Kragen freimachte und seinen Gegner mit einer ein­gehenden Gegendemonstration unter die Augen ging.

Beide waren derart in ihrem Meinungskampf über das Kragenknöpfchen vertieft, daß sie daraus erst erwachten, als dröhnendes Gelächter in ihren Disput brach: die Ministerkollegen, an ihrer Spitze Poincar6, waren inzwischen von ihnen un­bemerkt eingetreten und schüttelten sich vor Lachen über dies köstliche Schauspiel, das wohl selten ein Ministerrat erlebt haben dürste.

Berner Dicktöpfe.

(d) Zürich.

Sn feine Vaterstadt Bern feßrte auS Staken vor kurzem der Bildhauer ®urig zurück, und aus Freude über das Wiedersehen mit der Hei­mat bot er der Gemeinde Bern vier von ihm in Marmor ausgeführte überlebensgroße Köpfe als

torial": er unterstand dann nicht der deutschen Ge­richtsbarkeit und konnte nach Herzenslust schnüffeln und spionieren. Er durfte nicht oerhaftei werden, und war dies einmal versehentlich geschehen, so mußte er sofort, sogar noch mit der Bitte um Ent­schuldigung, freigelasfen werden.

Gegen inländische Spione und Berräter aber konnten sich die deutschen Behörden wehren und sie unschädlich machen. Diese Taktik machten auch wir uns zu eigen: wir wollten verhindern, daß die deut­schen Hochverräter mit dem französischen Spionage­dienst zusammenkommen konnten. Es war eine selbstverständliche Pflicht für uns, daß wir mit der zuständigen deutschen Behörde, der die Abwehr der Spionage oblag, eine Ver­bindung hcrstelllen, die sich in Zukunft

Oberheffen.

Lar.r7.rLs Gießen.

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Vogelsberger Bullen, der das statt­liche Gewicht von 2 0 Zentner aufwies. Das prächtige Tier stammte aus der Zucht von Soh. Keßlar in Großen-fiinden. von dem es die hiesige Gemeinde vor zwei Sahren gekauft hatte. Käufer toutbe mit Höchstgebot von 53 Mk. für den Zentner der Händler Siegmund L ö b in Gießen, von dem das Tier nach Leipzig weiterging.

D Lich, 6. April. Bei der Rutzholz- submission der Stadt Lich wurden fol­gende Höchstgebote abgegeben, der Stadtvorstand hat den Höchstbietenden den Zuschlag erteilt: Buchen st ämme je Festmeter: A 3. Klasse 38,85 Mk. N 3. Kl. 35,10 Mk., A 4. Kl. 49,10 Mk., N 4. Kl. 45,65 Mk.. A 5. Kl. 63,10 Mk.. N 5. Kl. 56.75 Mk.. A 6. Kl. 68,70 Mk.. N 6. Kl. 59,55 Mark. Steigerer: Hermann Müller, Bellersheim. Eichen st ämme je Festmeter: N 1. Kl. 22,10 Mark, N 2. Kl. 28,10 Mk., A 3. Kl. 46 Mk. Steigeret: August Schäfer, Hungen: N 3. Kl. 41,15 Mk. Steigerer: Herrn. Müller, Bellers­heim: A 4. Kl. 65,90 Mk., N 4. Kl. 52,80 Mk. Steigerer: Ohlemutz & Sung, Lich: N 5. Kl. 53 Mk. Steigerer: Wild. Menges, Lich. Hain­buchen st ämme je Festmeter: N 1. Kl. 32,10 Mark, N 2. Kl. 32,10 Mk., N 3. Kl. 32,10 Mk. Steigerer: Herrn. Müller, Bellersheim. Fich­tenstämme je Festmeter: N la-Kl. 32,60 Mk., August Schäfer, Hungen: N Id-Kl. 35,63 Mk.,

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1 4. Kl. 42,10 Mk., Ohlemutz & Sung, Kiefern st ämme je Festmeter: N 3a-Klasse

Wegestrecke sehr steil ist und teilweise eine 30- prozentige Steigerung auszu.weifen hat. ist die Bewegung von großen Erdmassen erforderlich, so daß das Projekt immerhin beträchtliche Aus­gaben seitens der Gemeinde nötig macht. Das er- - - der Berg-

ÜI Lollar, 6. April. Die Gemeinde kaufte dieser Tage einen 3 l/s Sah re alten

stadt feit 1883 angehorte, hat sich um die Feuev- toehren des Kreises sehr große Verdienste er­worben.

Werksverwaltung in einem ganz in der Rahe gelegenen Bruche gebrochen werden, auch wird die Herbeischasfung des Decksandes k-'..- -2 sonderen Schwierigkeiten machen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

J Wetzlar, 6.April. Zwischen der Stadt oerwallung und der Relchsfinanzver

id a 11 u n g ist feit einiger Zeit ein Streit ausge­brochen. der sich um die Platzfragc des neu zu erbauenden Finanzamtes dreht. Durch den Reichsetat für 1928 find die Baukosten für ben Neubau des Finanzamtes genehmigt worden. Nach längerem Suchen hat nun die Flnanzoerwaltung einen ihr geeignet erscheinenden Bauplatz an der großen Promenade gegenüber dem Amtsgericht er­worben. Da der Platz jedoch in der zweiten Bauzone liegt, so ist für den Bau eine 2lusnaymegenehmigung erforderlich, weil er zum Teil dreigeschossig gehallen werden soll. Diese Ausnahmegcnehmigung will die Stadt jedoch nicht befürworten, weil sie auf dem Standpunkt sicht, daß das Finanzamisgebäude nicht an diese Stelle gehört, sondern zwecknnlßig seinen Platz in einem Gebietsieil rechts der Lahn, also mehr nach der Fabrikgegend, zu finden habe. Auch in einer der letzten Stadtverordnetensitzungen ist länger darüber debattiert worden. Während auf der einen Seite Handelskammer und Handwerkskammer gegen den gewählten Platz keine Bedenken haben, hat der Verkehrsoercin in einer zwar sehr schwach besuchten Mitgliederversammlung hiergegen Stel­lung genommen. Ebenso haben sich auch weitere Verbände der Arbeitnehmer leßterem Vorgehen ab­geschlossen. Da die Entscheidung über die Ausnahme- Genehmigung bei dem Regierungspräsidenten in Koblenz liegt, so haben auch bereits Deputationen der Gegner des Projekts bei diesem mündlich vor­gesprochen. Ein Lokaltermin hat eine Lösung der Gegensätze nicht gebracht, da die Finanzverwaltung auf ihrem Plan bestehen bleibt und besonders gün­stig belegene Plätze als Ersatz anscheinend nicht in Frage kommen. Es ist daher damit zu rechnen, das; die Regierung in Koblenz die Ausnahinegenehmi- gung für den Bau an der Promenade erteilen wird.

X Dutenhofen, 6. April. Da die Bau­tätigkeit hier sehr rege ist und gute Bruch- steine stets gesucht sind, hat ein hiesiger Uniernehmer an der Abzweigung Wetzlarer Straße*21ücnborf an der Lahn einen neuen Stein brueß eröffnet. Ein in der Richtung Dorlar liegender Bruch wurde wegen Abraumschwierigkeiten vorläufig stillgelegt.

-o- Lützellinden, 6. April. Die Verwal-

Heimatgeschichte und heimatlichen Naturkunde seit Sahren verdient macht, hielt dieser Tage eine sehr gut besuchte Versammlung. Der 1. Vorsitzende. Dr. Marti n, hielt einen Vortrag über Rauheim in der Zeit vor 100 Sahren'. Seine Ausführungen waren im wesentlichen eine Wie­dergabe von zwei topographischen Arbeiten, die zwei Lehrer in einem Konferenzprotokoll hinter­lassen haben. An der regen Aussprache, die dem sehr interessanten und mit lebhaftem Beifall auf­genommenen Vortragr folgten, beteiligten sich besonders die Beigeordneten Stahl, Kling und Kissel. Der 2. Vorsitzende, Lehrer- wald, sprach anschließend über Ratur- und Heimatschuhbestrebungen und wies auf die vor­bildliche Tätigkeit einiger preußischer Regierun­gen auf diesem Gebiete hin. Er regte unter all­gemeiner Zustimmung an, daß der Heimatverein mit Unterstützung der Bad* und Kurverwaltung, der Stadt, des Verkehrsvereins und der San* desuniversität eine Eingabe an die hessische Regierung und den Land­tag richten und darin um den staa11ichen Schuh der für Mitteldeutschland so seltenen Salzflora und Salzfauna von R a u h e i m und Wisselsheim bitten möge. Als Anregung wurde ein Vorschlag von Lehrer P 0 r t h auf Verschmelzung des Heimatvereins mit dem Bil­dungsverein ausgenommen.

-z- Butzbach, 6. April. Die Weidig- Oberrealschule wurde im vergangenen Jahr von 210 Schülern besucht, darunter 50 Mädchen. 176 Schüler waren evangelisch, 21 katholisch, 13 israelitisch. Die Eltern von 81 Schülern haben ihren Wohnsitz außerhalb unserer Stabt. 19 Schüler sind in den benachbarten preußischen Landesteilen beheimatet. Die Reifeprüfung be­standen 10 Abiturienten, während die Reife für Obersekunda 21 Schülern zueriannt wurde. Haupt­amtlich waren mit dem Leiter der Anstalt, Ober- studiendirektor Dr. Binzel. 15 Lehrkräfte tätig. Prof. Dr, F. Werner war als Reichs- und Land- tagsabgeordneter für die Dauer des Schuljahres beurlaubt. Als fremde Sprache wurde in zwei Klassen wahlfrei auch Spanisch unterrichtet.

Reichelsheim, 6. April. Der hiesige Vorschuß - und Kreditverein hielt dieser Tage seine diesjährige ordentliche General- Versammlung ab, die gut besucht war. Di­rektor Schäfer erstattete den Sahresbe- r ich t. der als sehr gut bezeichnet toerben muß. Die Aktiva schließt mit der Summe von 545 895,97 Mark ab. Außerordentlich gestiegen sind die Spareinlagen, die in 1927 eine Höhe von 277 650,86 Mk. erreichten. Der Reservefonds be­trägt 11 266,46 Mk.. bic D:triebsrücklage 8862,96 Mark Der Gesamtumsatz im abgelaufenen Ge­schäftsjahr beläuft lich auf 6 181 075,60 Mk. Wäh- renb die Zahl der Mitglieder im vorletzten Ge­schäftsjahr 362 betrug, ist der Mitgliederbestand m 1927 auf 393 angestiegen mit einem Geschäfts­guthaben von 27 939 Mk. und einer Haftsumme ^on 589 500 Mk. Aus dem Reingewinn von 7808.03 Mk tourt :ine Dividende von 10 ent genehmigt. Sm vergangenen Jahr

36,20 Mk., A 3b-Kl. 39,10 Mk., A 4a-Kl. 44,35 ^»Mark, Ohlemutz & Sung, Lich.

D L i ch, 6. April. Die Firma GeorgSchiefer- . st e i n, Landwirtschaftliche Maschinen und Ge­räte, in ben achtziger Sahren aus kleinen An­fängen entstanden, ist heute zu einer der größten ihrer Art in Oberhessen herangetoachsen. Um auch dem neueren Zweig der Snbustrie, der Oluto» sch10 fserei, entgegenzukommen, läßt die Firma gegenwärtig auf ihrem Grundstück in der verlän- gerten (neuen) Bahnhofstraße, gegenüber dem Hauptgeschäft, Reuanlagen errichten. Die (Bau­leitung liegt in ben Händen des Architekten Daurat Schumacher von Gießen. Die Ver­größerung des Werkes gibt sicher wieder zahl­reichen Arbeitern aus Lich und Umgegend Gele­genheit, lohnenden Verdienst zu finden.

* Eberstadt, 6. April. Dieser Tage sand auch in unserem Orte eine größere und schön ver­laufene Schulentlassungsfeier unter Leitung des Lehrer« Bell im Saale des Gast­wirts Webemann statt. Lehrer Bell wies in seiner Begrüßungsansprache auf ben Zweck der Veranstaltung hin. Die sehr reichhaltige Dor- tragsfolge, bestehend aus Liedern, Sprechchören und Theaterstücken wurde in allen Teilen gut abgctoidelt und fand mit Recht lebhaften Bei­fall. Der vor kurzem von Lehrer Bell gegründete Mädchenchor brachte einige Lieder wirkungs­voll zu Gehör und erntete dafür reiche Aner­kennung. Mit einem Geleitwort an die zur Ent­lassung kommenden Schüler schloß Lehrer Bell die schön verlaufene Feier. Für die Anschaffung eines Lichtbildapparates für Schulztoecke wurde ein Betrag von 83 Mk. gesammelt.

Kreis Friedberg.

WSR. Friedberg, 6. April. Gelegentlich der Generalversammlung des Verkehrsver- eins wies Professor Dreher darauf hin. baß nicht nur die Weiterarbeit des Geschichts- vereinS, sondern auch der Bestand ber ft ä btifdjen Sammlungen ernstlich ge- f ä b r b e t sei. Dem Geschichtsverein stehen keine hochherzigen Macene wie vor dem Kriege zur Seite, und auch die Stadt muß an allen Ecken und Enden sparen. Unzureichende Mittel wirken lähmend auch auf die Wirksamkeit Der ehrenamtlich tätigen Leiter von Museum und Archiv. Sm Sntereffe des weiteren Ausbaues dieser heimatkundlich so wichtigen Snstitute wäre Unterftüßung von Staats wegen und aus Privat- freifen dringend erwünscht.

--- Bad-Rau heim, 6. April. Die städti­sche Sagb wurde für 2550 Mk. auf 12 Jahre neu verpachtet. Pächter ist Hotelier Zorn, der Vorsitzende des ßiefigen Sport- und Schieß­klubs. Seither betrug der Pachtpreis rund 1900 Mark. Der neue Pachtvertrag enthält wichtige Schonbestiinmungm. Ganz als Schonbezirk crilärt und von der Forstbehörde in Regie übernommen wurde auf Grund einer Vereinbarung zwischen Stadt und Staat das zumeist staatliche Gelände der Reuanlagen, des Frauenwaldes und des Sohaunisbecges. Man will so die Möglichlen schassen, baß lich die Kurgäste wieder am Wild in der freien Ratur erfreuen können. Der Hei­mat v e r e i n, der sich durch die Herausgabe deS Dad-Rauheimer SahrbuchS" um die Pflege bet

N 3a-Kl. 42,58 Mk., Heinr. Schmibt XI., Lich. Kiefern st ämme (Langholz) je Festmeter: N Ib-Kl. 26,03 Mk., N 2r«Kl. 29,68 Mk.. N 2b- Klasse 34,18 Mk.. Heinr. Schmidt XI., Lich. Kiefern st ämme (Abschnitte) je Festmeter: N Ib-Äl. 21 Mk., August Schäfer. Hungen: N 2a-Kl. 38,65 Mk., N 2b-Kl. 42,30 Mk., Ohle- mutz & Sung, Lich. Fichten-Derb st angen je Festmeter: 1. Kl. 25,20 Mk., 2. Kl. 25,20 Mk., 3. Kl. 25,20 Mk., (Sehr. Schmidt, Kom.-Ees., Laubach. Fichten-Reis st angen je Fest­meter: 4. Kl. 12.50 Mk.. 5. Kl. 9,52 Mk.. Heinr. Denner, Biedenkopf. Fichten-Bohnenstan- gen: Je 100 Stück ungepuht 6 Mark, Gebrüder

Manganeisenerzbergwerke betreibt, ist vor kurzem an die Gemeinde zwecks gemeinfamen Aus­baues bzw. Ehaussierung des Weges am "Alten Holzburg' herargetreten. Di^er Weg ift für die hiesige Ge^eir de insofern von besonderem Sntereffe, als er einen wichtigen Holzabfuhrweg aus dem Mantoald barstellt, ferner ist er die kürzeste Verbindung mit der Gemeindesandgrube und wird auch täglich von zahlreichen Arbeitern von hier, wie auch aus der Rachbargemeinde Allendorf (Lahn) begangen. Die Bergwerksver­waltung ift dagegen lediglich an der Herstellung eines festen Verbindungsweges mit der am Fuße des Weges vorbeiführ enden Straße nach Klein- Linden interessiert. Der gemeinsame Ausbau deS Weges wird in der Weise durchgeführt, daß die Gemeinde Lützellinden die Kosten der Her­stellung des Wegbettcs übernehmen muß. wäh­rend die VergwercSverwaltung die Ehcrussieru >.g bomeßmen läßt Da die in Betracht kommende

Kreis Bievenkops.

V Crumbach, 6. April. Es hätte nicht viel gefehlt, so wäre unser altes, trautes Kirch­lein ein Raub der Flammen geworden. Bor allem wäre daS schöne Gewölbe über dem Schiff, das von EichcnHolzrippen getragen wird und der ganzen Kirche einen traulichen Charakter verleiht, verloren gewesen. Zwei ineinandergesteckte Guß­rohre zur Ableitung des Rauches (im Dachstuhl miteinander verbunden) hatten sich durch die Eigenführung des außenstehenden Schornsteins im Verlauf mehrerer Jahrzehnte gelockert, und der herunterfallende Ruß brachte nächtlicherweile mehrere Balken zum Verkohlen, bis die Schul­kinder morgens beim Läuten den starken Rauch und die eben züngelnd umsichgreifenden Flammen bemetiten und im letzten Augenblick größeren Schaden durch Hilferufen vereitelten. Unsere Kirche gehört zu den 64 ältesten Mutter- k i r ch c n der Diözefe Dietkirchen an der Lahn und hat im Verlauf der Jahrhunderte verschie­dene bauliche Veränderungen erfahren. Durch bafl Wegnehmen bet Außentünche und Ausfügen deS Mauerwerks mit Zementmörtel lassen sich schon für den Laien verschiedene Bauzeiten feststellen: so an der Rordseite ein Stück Mauer im Fischgräten­muster und am Turm bic offenbar ursprünglichen, romanischen Fenster (älteste Stücke). Auf der Ostseite b»s Turmes wurde später unter Zumaue- rung der beiden anderen romanischen Fenster ein spätgotisches Fenster eingesetzt, von dem aber nur der Rahmen den Zeiten zu trotzen ver­mochte. Sm Sahre 1744 erfolgte eine große Ver­änderung durch Um- und Anbau, der sich deut­lich abhevt durch sein neuzeitliches Mauerwerk. Vermutlich stammt aus dieser Bauzeit das er­wähnte Deckengewölbe. sicherlich aber der Haupt- etngang. der in diesem Sahre durch einen Vorbau zweckdienlicher und würdiger gestaltet werden soll. Eine weitere notwendige Verbesserung im Snnern der Kirche ist die Erstellung einer neuen Orgel, die von der Gemeinde in einer kirchlichen Gemeindeversammlung einmütig ge­wünscht unb nachgehends von den bereinigten kirchlichen Gemcindcorganen einstimmig beschlossen wurde. An Stelle der fast hundertjährigen, mehr alS ausgedienten Orgel soll eine solche mit zwei Manualen und 13 Registern eingebaut werden. Die Kosten sind zu/io von der Kirchen- und zu e/in von der zuschußpflichtigen Zivilgemeinde auf­zubringen. Wir erhoffen von der neuen Orgel unb von dem kürzlich gegründeten 16 Hörner starken Posaunenchor eine Bereicherung unserer Gottesdienste in musikalischer und gesang­licher Beziehung, sowie eine weitgehende Förde­rung deS Verständnisses für das reiche und köst­liche musikalische und gesangliche Gut unsere« evangelischen Kirche in unterer Gemeinde.

leeren Statuensockel an beiden Enden der Deiner Kornhausbrücke an. Aber die schweizerische Bundeshauptstadt lehnte das großherzige Aner­bieten kurzerhand ab.

So machte sich denn Dürig eines Rachts mit einigen seiner Freunde auf unb setzte die vier Köpfe selbst auf die genannten lebigen Umerftüde. Am folgenden Abend jedoch erhielt er eine An­ordnung der Polizei, die von der Stadtverwal­tung nicht gewünschten Skulpiuren noch vor Mitternacht persönlich zu entfernen, ..ansonsten" Dürig warf ben Wisch in den Ofen unb ließ seelenruhig ben Termin verstreichen. Am nächsten Morgen fand er fc :ie vier Kopfe zerschmettert an der KornhauSbrücte am Boden liegen: die Polizei hatte sie während der Rächt einfach unv werfen lassen. Was ein Berner Dickschädel eben einmal nicht will, das will er nicht!

Dürig fegte die Trümmern fernes Werkes zu­sammen, lud sie auf eine Schiebkarre und fuhr mit ihr zum Protest durch die Hauptstraßen Berns. Dann ging er zum Kadi unb verklagte die undankbare Gemeinde seiner Vaterstadt auf 75 000 Franken Schadenersatz, älnd nun soll sich zeigen, wessen Dickkopf wegen dieser zerbrochener. Köpfe Recht behalten wird!

Zweikampf zwischen Hundertjährigen.

(n) M 0 ska u.

So ganz ist die bolschewistische Theorie doch noch nicht im weiten Rußland verbreitet, wie dies gewisse Statistiken unb deren Verfasser so gern wahr haben möchten. Sn vielen Gegenden des ehemaligen Zarenreiches hat man noch recht viel Sinne für ganz unkornmunistische Romantik übrig. An der Svitze steht hierbei wohl die Stadt Rikolsk im Gouvernement Wologda. Es ist bi nach der jüngsten Volkszählung die Stadt der Hundertjährigen". Unb in der Tat enthält sie eine ungewöhnlich große Zahl von Menschen, die längst das biblische Alter über­schritten haben und sogar längst ihren hundert­sten Geburtstag zu feiern Gelegenheit hatten. Unb das Seltsamste ist, daß alle diese Men­schen noch ziemlich srisch und rüstig, ja sogar noch richtiggehend verliebt sind. Alnb die Sowjet­behörden in Rikolsk drücken angesichts des fieberns dieser Greise beide Augen zu unb lassen sic- schalten unb walten, wie sie wollen. Das Ori­ginellste ist, daß vor kurzer Zeit zwei der er­wähnten Hundertjährigen ein wirkliches Duell miteinander aussochten, unb zwar aus Eifer­sucht. Es handelte sich um zwei alte Kämpen, die noch Pletona erlebt, nämlich um ben hundert- einjöhrigen Knjas Sobc-tow. der'.ig zurück­gezogen in Gesellschaft seiner Hausdame auf seiner Besitzung lebte, sowie um den achtund- neunzigjährigen Edelmann Garvn, einem Rach- bam Sobototos. Garyn war Der einzige, der bei Sobotow verkehrte, dem es in letzter Zeit ausgefallen war, daß seine Hausdame Garyn vor ihm zu bevorzugen schien. Die Folge war eine heftige Auseinandersetzung zwischen den bei­den Greisen, die sich gegenseitig chr hohes Alter vorwarfen und schließlich nach alter Sitte zu ben Säbeln griffen, um die Sache auf her­gebrachtem ehrenhaften Wege auszutragen, tote cs unter ©entfernen üblich ist. Aber die alten Säbel waren für die gichtigen Hände der Greise zu schwer, und so griffen sie denn zum Re­volver unb schossen auch aufeinander, bis der eine, nämlich Garyn. leicht verwundet war. Dann aber erfolgte die Versöhnung, und Friede herrscht wieder in Rikolsk.

konnte die Genossmrschaft ein neues Ge­schäftshaus errichten, dessen Innenausbau soweit fortgeschritten ist. daß es im Sommer dieses Söhres bezugsfertig dafteht. Sn den Auf­sichtsrat wurden wiedergewählt Gustav Spren­gel, Otto Scheibel und Adolf Keller.

Kret Schotten.

[Jß a ubach. 6. April. Mit dem diesjährigen dreitägigen Ausschußfest, Dem Laubacher Rationalfest, soll auch in diesem Sahre wieder ein Bullenmarkt verbunden werden, wie er im vorigen Sahr zum erstenmal in unserer Stadt veranstaltet wurde und nach jeder Seite befriedigt hat. Gleichzeitig soll eine Prä­miierung von Vogelsberger- und Simmen­taler Zuchtvieh, sowie von Ziegen ftattfinben. Außerdem wird eine große Verlos ung von Haus- und landwirtschaftlichen ©cgenßänben hier­bei veranstaltet werden. Am dritten Ostertag wird, wie seit Sahrhunderten, imSchützeuhof" der Ausschuß-Ha uvtmann von der Lau­bacher Ausschuß-Geiettschaft gewählt werden. Hierzu gehören alle Laubacher vorn 17. Lebens­jahr an.

Rudingshain, 6. April. Die Staate* medailledesVolksstaatesHesscn wurde dem Altbürgermeister Deubel hier in Anerkennung seiner hervorragenden Erfolge auf dem Gebiete der R 0 t 0 i e h z ii ch t u n g verstehen. Deubel erkannte vor Jahren schon, daß nur eine rationell betriebene Viehzucht im Vogelsberg Aussicht auf fanbrnirt- schaftliche Rentabilität habe und stellte sich in diesem Sinne um. Die großen Erfolge, die er seither auf den Ausstellungen mit seinem Rotmeh erzielen konnte, bestätigen nur, daß die Umstellung lohnend unb ein Akt weitschauender Klugheit war.

Y Gedern, 6. April. Sm vergangenen Sahre wurden in derSeife" ettoa 15 Morgen Ge­lände melioriert. Diese Fläche soll jetzt eingezäunt werden. Man will den Versuch mit einer Sungbieljtoeibe machen. Die Melio­rationsarbeiten für weitere 25 Morgen sollen im Lause dieses Sahres burchgeführt werden. Die Kosten für diese Arbeiten werden vom Staate vorgelegt unb die Hälfte später als Ersah von der Gemeinde angefordert. Man hofft, durch diese Maßnahme nicht mir Gelände nutzbar zu machen, sondern vor allem bic Viehzucht zu heben. An der diesjährigen Gesellen- prüfung des hiesigen Ortsgetoerbever- eins nahmen insgesamt 37 Lehrlinge teil. Hier­von hatten vier die theoretische Prüfung nach Ver­lassen der gewerblichen Fortbildungsschule im Sahre 1927 abgelegt Don 33 Prüflingen haben 32 die Prüfung bestanden: infolge guter schrist- sicher Leistungen konnten 20 Schüler von der mündlichen Prüfung befreit werden.

Starkenburg.

LPD. Darmstadt. 6. April. Hier starb der Kreisfeuerwehrinspektor Wilhelm Schnell, der dieses Amt im Kreise Darmstadt feit dem Sahre 1922 innehatte, im Alter von 66 Sahren. Schnell, der der Freiwilligen Feuerwehr Darm

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