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Samstag, 7. April 1928

178. Jahrgang

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m. 85 Erstes Vlatt

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pMsche oflergebanfen. : Parker Gilberts Informationsreise

Don Gottfried Treviranus, __mu&,n»r 9fni<-in»r«e Stellt haben dürfte, von welcher Seite man ai

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ftung befähigte, die je ein Doll überstanden hat, daS loht sich noch nicht entscheiden noch voraus-

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und frischem Dlut zu erfüllen. Man kann nur etwas ändern, indem man in die Sache

gestellt haben dürste, von welcher Seite man am Vesten das Reparationsproblem anpacken kann.

Haupt bezog. Die Frage der verhafteten deut­schen Ingenieure dürfte dabei wohl berührt worden, aber praktisch wohl nicht weiterge­bracht worden sein, da Litwinofs, der sich aus der Durchreise von Genf nach Moskau befindet, hier­über nicht näher im Bilde war.

Oer Einspruch gegen Groß-Frankfurt.

5 r a n f f u r t a. 2TL, 5. April, (candespresse- dienst.) Zu der von der Rheinlandkommission ver­fügten Aufhebung der Llngemeindungspläne der Stadt Frankfurt a. IN. wird von maßgebender Seite mitgeieilt, daß der Reichskommissar für die besetzten rheinischen Gebiete, Dr. Frhr. Lang- werth von Simmern, gestern der Rhein- landkom Mission einen Besuch abge- st a t t e 1 hat, um sich näher über die Gründe die­ser Verfügung der Kommission zu unterrichten. Langwerth von Simmern ist mitgcteitt worden, daß der preußische Innenminister zunächst die Mus- sührungsbeftimmungen für die Durchfüh­rung der Eingemeindungen erlassen soll. Die Rhcin- landkommission werde e r ft dann zu den Einge- meindungsplänen endgültig Stellung nehmen, wenn sie im Besitze aller Einzelheiten über die Ansführungsbeslimmungen sei.

Aaual,«« von »nzetaen für die lagesnummer oi» zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für 'Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, ausroärt» 10 Neichopfennig- für N Klomranzeigen von 70 mm Breit« 35 Reichopsennig, Platzvorschrist 20*, mehr.

ThefredaKteur:

Dr Friede. Wilh. Lange. Derantwonlich für Pohtih Dr. Fr. Will» Lange für Feuilleton Dr H.THyriol. für den übrigen Teil Ernst Dlumschein: für den An­zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Dießen.

OerReparationsagentmRom

Zusammentreffen mit Tr Köhler.

H o m , 7. April, wie vom Finanzministerium mit­gefeilt wird, ist Parker Gilbert hier eingetroffen, um Besprechungen mit dem italienischen Finanz- Minister Grasen Volpl zu führen. Die italie- nische presse weist auf die Bedeutung dieser Zu- fammenfunfl hin, die unmittelbar nach der Bespre­chung erfolge, die Parker Gilbert mit p o i n c o r L geführt fjat 2Han nimmt an, daß die Konferenz nur der Frage der deutschen Reparations- l eist un gen dient, wahrscheinlich beabsichtige der Reparationsagent, mit der italienischen Regierung über die Fixierung der Reparalionssumme zu verhandeln.

Uebrigens wird der Reparationsagent in Rom an den Oslerseiertagen mit dem Reichssinanzminisler Dr. Köhler Zusammentreffen. Dabei handelt ee sich aber nicht um wirtschaftliche Verhandlungen, denn die könnten beide Herren in Berlin leichter führen, sondern um ein persönliches Z u - fammensein an den Feiertagen, wir fügen das als Beweis dafür an, daß die nicht besonders glücklichen Beziehungen zwischen dem Rcparalions- agentea und Dr. Köhler in der letzten Zeit eine Aenderung nach der angenehmeren Seite hin erfahren haben. Dr. Köhler, dessen bevorstehender Besuch von den ITlorgenblättem angekündigt wurde, befindet sich bereits feit mehreren Tagen in Rom, ohne daß seine Anwesenheit bekannt geworden ist. DieIrlbuna nutzt dem Besuch Dr. Köhlers insofern besondere Bedeutung bei, als sie ihn nicht nur für den besten Kenner der deutschen Finanzlage hält, sondern ihm auch als Westdeutscher und Zentrumsmann das vertrauen Warr' und Strefemanns beilegt. Man sieht den bevorstehenden Verhandlungen mit Spannung entgegen. 3m all­gemeinen hält mau den Bsden für die deutschen wünsche für nicht ungünstig und weist besonders I scharf den amerikanischen Standpunkt zurück, der gegen jede Verquickung der interalliierten Kriegs­schulden und Reparationen ist.

Erfch«tnl täglich,autzer Sonntag« und Feiertag«

Beilagen:

Lietzener FamUienblätte, Heimat >m Bild Die Schalle

»onau.vezngrpret,:

2 Reichsmark und 20 Retchspsennig für Träger» lohn, auch bei Nichter­scheinen einzelner Nummern Infolge höherer Gewalt. Fernsprechanf chtüss«: 51, 54 und 112.

Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Eietze«.

vesifcheckkoitto:

fianmtrt om Main 11686.

Oer neue Hamburger Senat.

Hamburg. 5. April iWB.) Der neuge­wählte Hamburger Senat setzt sich folgendermaßen zusammen: 1. Bürgermeister Dr. Petersen (Demokrat), 2. Bürgermeister Rotz (Sozialdemo­krat), Senatoren: Dr. Burchard, Hirsch, Dr. de Chapeaurouge, Witthoeft. (sämtlich Deutsche Bvlkspartei), Dr. Äöldele, Cohn, Dr. Mat- thaei (sämtlich Demokraten), Oleumann. Schönfcldrr. Stubbe, Mendel, Eisenbarth, Krause, Perner (alle Sozialdemokraten).

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Unter der UeberschriftDer Geist von Koblenz" äußert sich dieKAniskhe Zeitung" zu dem Einspruch der Rheinlandkoinmftsion gegen die Erweilerung des Stadtkreises Frankfurt wie folgt: Der Einspruch beweist aufs neue, wie bitter not­wendig es ist, daß endlich mit der 1925 so feierlich versprochenen Revision des Besatzungs- rechts inLiberalem" Sinne begonnen jnirb. Ob es sich bei dem neuesten Fall nur mn eine Formsache handelt, ist gänzlich belanglos. Gerade diese formalen Schikanen kennzeichnen den unge­brochenen Machtwillen der Besatzung, der, jeder oer- nünstigLn Regelung abhold, plump dazwischenfährt, ohne nach den Folgen zu fragen. Was nützen alle Besprechungen, was nützt alle Bereitwilligkeit preu- ßifcher Regierungsorgane, wenn die Rheinlandkorn- mifsion sich schließlich doch an einen verstaubten Paragraphen des Ordonnanzenrechts klammert? Recht behalten um jeden Preis, selbst wenn dieses Recht zur glatten Sinnlosigkeit wird, das ist bis zur Stunde noch ein Wahlspruch der Koblenzer Desatzungsstellen. Man könnte ihrer Lei­tung entgegenhalten, daß schon 1918, also unter ganz anderen politischen Umständen, di« Besatzung keine Schwierigkeiten gemacht hat, als es sich darum handelte, die Verhältnisse in dem halbbesetzten Regierungsbezirk Düsseldorf zu regeln. Damals hat man ohne weiteres zuge­lassen, daß aus dem freien Düsseldorf in das besetzte Oberkassel ein Beigeordneter abtommanbiert wurde, um unter Aufsicht der noch besatzungsfreien rechtsrheinischen Stadtzentrale! die einschlägigen Fragen zu bearbeiten. 2Lber es dürste zwecklos sein, derartige Präzedenzfälle anzuführen. Man wird den Eindruck nicht los, daß es der Rheinlandkommission weniger auf Logik und gegebene Tatsachen an- kommt. Es geht wohl nur um das t o ft b a r e Prestige, das unter allen Umständen gewahrt werden soll.

sagen.

Denn Jugend ist Frühling und Hoffnung und Richtachtung kommender Gefahr. Aber es liegen Gefahren in unserer Zukunft. Der Staat wird immer mehr zu einer Dersorgungsanstalt. Richt ist er mehr eine Zusammenfassung aller jener, die sich auf einen großen Gedanken zum Dienste an einer Idee verpflichtet fühlen. Man mißt das Leben am Lohntarif oder an der De- soldungsskala. Unsere Freiheit ist eine Schem- freihcit. unsere Wohlfahrt ein Trug. Aber lie­gen nicht in den alten deutschen Lebensformen, wovon wir den Lehnsgedanken, den Gedanken der inneren Verpflichtung des Einzelnen auf die Allgemeinheit im politischen und wirtschaft­lichen Sinne für wichtiger halten als die me­chanische Scheinfreiheit unserer gegenwärtigen Form, größere Wahrheiten verborgen?

Jenseits der politischen Pacteigruppierung. die

kommen ist? _r, , .

3n den Lüften klingt der Lenz. 21ber auf den Lölkerfrühling, Jahr um Jahr von deutschen Träumern erhofft, fiel immer wieder tötend der Reif Hur in weltfremden Schreibstuben wird er alljährlich mit Feder und Tinte auf gedul­digem Papier in zauberhafter Blütenpracht, gleichgültig, ob es in der Wirklichkeit draußen frostet oder schneit, wiederhergestellt. Aber wir fragen: sind wir denn in diesen Jahren quä­lerischer Selbsterforschung dem eigenen, dem deut­schen Frühling auch nur einen einzigen kleinen Schritt nähergekommen? Stehen wir wirklich am Vorabend der Auferstehung einer deutschen Ra- Hon? Wohl wächst die Sehnsucht nach Ersül- lung, nach all den Stürmen und Gewittern der eben durchlebten Jahre Es ist kein Zweifel, daß unter schweren Enttäuschungen und Rück- fölägen ein neues knospendes Werden zum Lichte drängt: aber es ist ein vollkommenes Wachstum, das willlürlich gehemmt, willkürlich gefördert, noch keineswegs jene Züge hat, die zu großen Hoffnungen berechtigen.

Wenn irgend, dann zeigt sich die Erkrankung des deutschen Vollstums nicht nur an dem cha-

Osierglaube.

Don Dr. Otto Boelih, ehem. preußischem Staatsminister.

Wer des Frühlings Kommen heimlich still be­obachtet. weiß, daß daS Leben immer wieder über Vergehen und Tod triumphiert, weiß, daß Ä cin- glaube und müde Resignation doch immer wieder von der Lebensfülle und dem Lebenswillen beiseite geschoben werden. Frühling ist Hoffnung: Ostern ist das Fest der Hoffnung. Das Leben triumphiert über den Tod: Kleinmut versinkt: Hoffnung wird zur Siegesstärke, die un- alle beseelt. .

So ist Ostern mehr al» cm Symbol, das uns ergreifen, das uns aber auch falt lassen kann. Ostern ist Glaube. Ostern ist Gewißheit^ Glaube und Gewißheit für jeden einzelnen, daß das Leben den Tod überdauert: .Ich lebe, und ihr sollt auch lebenI" Glaube und Gewißheit auch für unser ganzes Volk:®« wird nicht vergehen, sondern eS wird leben!"

Wir feiern heute das zehnte Osterfest nad> Krieg und Zusammenbruch. Da wollen wir cs uns doch ganz klar machen, wie hoffnungslos wir damals nach jener Passionszeit waren, durch die wir in der schweren Zeit des Krieges und der wohl noch schwereren deS Umsturzes hindurch- qemußt haben: wie wir nicht glauben wollten, baß wir jemals wieder ganz frei fein würden aus fremder Verstrickung, in der uns unbatmlxrAtgc Feinde gefangen hielten, und auS eigener Ver­strickung. in die wir uns selbst begeben hatten. Wo leuchtete uns damals ein Strahl der Öfter- sonne, der uns den Weg gewiefen hätte aus dem Dunkel zu neuem Licht? -- Trauer. Ungewißheit. Verzagtheit. Verzweiflung selbst bei denen, die immer unsere Besten gewesen waren! Die furcht­bare Erschütterung, die unS fünf Jahre lang heimgesucht hatte, war zu stark gewesen: Ne hatte schließlich den Geist gehemmt. Verven und Mus­keln gelähmt und bei Unzähligen auch das Ge­wissen verschüttet. Vernichtung. Tod. Untergang! Wo blieb Ostern? Man sah zwar, daß auch nach dem dunllen Winter des JahreS 1918 19 schwellende Knospen neues Leben verhießen, man sah leuchtende Frühlingsblumen, aber an einen Frühling unseres Volksleben- wollte man nicht glauben. Die Stimme der wenigen, bie hofften und glaubten, und die unter unser Volk traten und. trotz Willkür der Feinde, trotz Kriegsnach­blockade. trotz deS drohenden FricdenSdlktateS. das Gewissen der Qiationen auf rührten: .0. Ihr Kleingläubigen! Hosset. und ihr werdet leben, wurde nicht gehört.

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Unö nun sehe man, wie in den neun Jahren, die seitdem vergangen sind, von Tag zu Tag mehr die alte Lebenskraft im deutschen Volke wiederkehrte. Wiedas zehnte Osterfest doch für die meisten unter uns wieder ein Fest sieghaften Glaubens und unerfchütterlicher Gewißheit ge­worden ist: man kann unS fchlagen. aber man kann uns nicht vernichten: man kann uns ver­wunden, aber wir leben! Dann sieht man erst, wie wir Grund haben, dankbar zu fein.

Gewiß ist die ganze Zeit, die neun langen Jahre, die hinter uns liegen, eine Leidenszeit gewesen, einevia crucis. Aber wir haben doch in diesen langen Jahren gelernt, uns wieder auf die Kräfte der Innerlichkeit zu besinnen und wieder Glauben an uns selbst zu gewinnen. Deutschland hat noch stets in den Zeiten der Rot seine besten Kräfte entfaltet, und was groß und stark am deutschen Volkstum ist. hat iroch immer seinen echtesten Ausdruck gesunden, wenn eS sich aus der Zeit der Trübsal emporkämpfte zu neuer Hoffnung. Eo müssen wir trotz allen Tiebergang serschelnungen, trotz manchem, was uns auch heute noch in der Seele weh tut. die hinter uns liegenden Jahre der Leidenszeit unseres Volkes ansehen. Spreu scheidet sich von dem Weizen. Falsches vom Echten: wir schrei- tetvoran. ,

Wir haben auch erleben dürfen, wie der Haß der Welt gegen uns allmählich verstummt, seit­dem man langsam einseheii lernt, daß der große Krieg nicht Deutschlands Schuld gewesen ist, sondern europäische Schicksalsverkettung. Dank fei denen, die ihre Lebenskraft an das mühselige Werk dieser letzten Jahre gewandt haben, die Fesseln z.u »ockern, die uns binden, und den Haß zu dämpfen, der uns den Atem nehmen sollte! Gewiß stehen wir erst in den Anfängen des großen Befreiungswerkes: noch harren schwierige Ausgaben der Lösung: noch gilt es für unser Volk, steile Pfade über Geröll und Schutt und durch wilde Dornen hindurch zu wandern. Aber Der Leidensweg, den unser Volk gehen muh. dievia crucis, wird uns zum Heils­weg werden, zurvia salutis. Doch nur, wenn wirglauben. Die Kleinmütigen und Derzagten unter uns sind zu schwach, diesen Wag zu gehen. Sie straucheln und fallen und reißen andere mit fich. Wir glauben an die Osterbotschast.

Glaube gibt Kraft: Glaube gibt Hoff­nung: Glaube gibt Gewißheit.

Südtirol.

Störung des deutschen Aadiodienftes.

R o m, 5. April. (Priv.-Tel.) .Popolo d'Jtaliä' bringt eine Zuschrift aus Meran, in der daraus aufmerksam gemacht wird, daß die deutschen Rundfunkstationen mit ihrem Programm starken Einfluß auf das Deutschtum in S ü d t i r ol ausübten, was auch deswegen sehr toitifam sei, weil sehr viele Südtiroler kleine Empfangsapparate besitzssn. Das_ beste Mittel, diese deutsche Propaganda zu betämpfen. bestehe darin, in Bozen selbst eine radio tele­phonische Station von einer bestimmten Wellenlänge zu bauen, so dah Südtirol gezwun­gen fei, solange diese Bozener Station Dienst tue, ihre Darbietungen anzuhören, und damit zu ver­hindern, die deutschen Rundfuntstationen zu hören. Durch eine derartige Störung der deut­schen Rundfunkpropaganda werde der italienischen Sache sehr gedient.

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immer mehr zu einer Interessenvertretung zu werden droht, Liegen die weltanschaulichen Kate­gorien, liegt die Scheidung der Geister in eine geistige Rechte und eine geistige Linke. Aber die Aufgabe der Ration als Ganzes verträgt nicht die Absonderung der geistigen Kräfte vom politischen Leben. Das könnte nur zur Grün­dung einer Partei der geistigen Arbeit führen. Wir haben genug an Zersplltterung. Es gilt, gerade den umgekehrten Weg zu be­schreiten. Die Form der politischen Gruppierung ist eine Form des gemeinschaftlichen Lebens. Par­teien und Parteiung sind die natürlichen Wege zur Verbindung. Wohl aber kommt es darauf an. diese alten Formen mit neuem Sinn

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General-Anzeiger für Oderhesfen

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hineingeht, sich mit anderen für etwas einsetzt.

-n -tu.--------- . Wir sind allesamt nur ein Glied einer

Aschen, unausgeglichenen Wesen des politischen ewigen Kette. Wenn unsere Jugend und unsere Lebens viel deutlicher tritt sie an jenen Stellen geistig tätige Mitwelt in diesem Frühling und Autaac too wir frisch sprudelnd die Quellen des in diesen Ostertugen erkennen lernt, daß sie nur L-istLn L^ns di- Gliche Sunil ,u als Sli-d-r di-,-- K-tt- -was sind und -Uvas llnden hoffen. Was nutzen uns Dürerseiern, bedeuten, und daß, toenn fie sich absondern. festliche Reden, wenn das deutsche künstlerische im Für-sich-sein sie nichts sind und mch^ wer- Leben völlig schematisiert wird. Die Derar- den können, dann Ware für unsere Zukunft mehr muna der Ration bringt die Ausgabe der Be- gewonnen, als es der einzelne ahnt. Die Mauern treuung der Kunst in allen ihren Formen immer der Knechtschaft und ^n^eiheit werden rncht mehr in die Hände der öffentlichen Gewalt. Lang- mit einem Posaunenstoß von Jericho, sondern fam aber unaufhaltsam wird der ursprüngliche nur n Saher Pf 1 i ch t e r f u 11 u n g im Kunstsinn und Geschmack verdorben. Die Der- Sinne des nationalen Kampfes für alles Gute, städterung des Volles verschlingt weitere Opfer. Schöne und Wertvolle mebergenffen werden.

An den kommenden Kämpfen wird zum ersten- --------

mal die inzwischen in Hunger, Rot und Enge f, , . / -

früh gereifte R a ch k r i e g s z u g e n d teilneh- ^NWM0ff dkl VtreieMÜNN. ek"iü6felbftft^OTaffc ^worden.^ Sie ist^ge- Ter Vottskommissar oift nicht im Bilde", nährt von Skepsis und Kritik. Sie ist reif Berlin,?. April. (IDIB.) Reichsauhenminiftcr und unreif zugleich. Sie hat viele Erfahrungen 5frcfcmann empfing am Donnerstag den hinter fich, und dennoch fehlt ihr d.,1 c Er- stellvertretenden vollskomrniffar für auswärtige An- ^^unflVn%^Tob7' ^^(en »er Sowjetunion, Cilwinoff der in sich das Wissen und das Pflichtbewuhtsein von dem Botschafter der Sorojetumon In Berlin, hegt das die Aelteren zu der größten Lei- I Krestinski, begleitet war. Es fand eine längere " ." 1 Aussprache statt, an der auch der Leiter der Ostab-

teilung im Auswärtigen Amt, Dr. 0. D i r k s e n , teilnahm. In polUischen Kreisen verlautet, dah die Unterhaltung sich auf die aktuellen Fragen d« deutsch-russischen Politik und des Ostens über-

Mitglied des Reichstags. ' Eigene Drahtmeldung desTtehener Anzeigers-.

Kurze Tage festtägli^ St^ung lie^ mxh ^^^g' lin^ReiA" ^r^pätjcher ^..ptstäd^.

Massen, die sonst stumm zur Seite Heben,t i 0 n i e r e n des Dawesplanes, dann aber den auS der p°^"s^ ^gefch'edenh^t m^ Reoisionsmöglichkeiten zu unterhalten. Bisher 'N da« Gedränge M Äamjfc* °IS Richter über * a unwidersprochen geblieben, dah er an

Leben und Tod dec einzeliien Pa g v Gesamtlösuna des Reparattonsproblems

aber traut^der Un^fa «Enhe^^id G^ arbcikt Aufgabe besteht eigentlich nur dann, d^^ ^ren^^steickünsten^der lleberredung. der die Aussühnung des Dawesplanes zu überwachen, Werbung ^derDernebelung. Der Zufall entscheidet dafür zu sorgen, daß wir regelmahig unser« 3ahlun- vo?itifche Willensbiwung. Die Laune der aen leisten und nur die Gläubigerstaaten aus Mih-

Mass en^^ da SP 0 llti sche Wetten ja. vielleicht gibt stände oder auf eine etwaige Leistungsunfah.gkeit ein wtrllicher Regentag den AuSschlag, der em Deutschlands aufmerksam zu machen. Herr Parker paar hundert ober tausend Wähler von dem Gilbert, der sich allmählich zu einem auherordent ich Dana an die Wahlurne fernhält. Es ist wahr- guten Kenner unserer ymary- und Wirftchafts- haft Aschwer in diesem Blitz und Donner der Verhältnisse entwickell hat und der genau roeifc, bis Dahlpropaganda und der Wahlentscheidung einen zu welchem Grade wir zahlen können, ohne daß einen Funken göttlicher Vorsehung zu erkennen, darunter unsere Zahlungssähigkeit leidet, hat schon

Die Frage ist. ob es uns diesmal besser ge- in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, daß er zu lingen wird, vor der Entscheidung dieses Volles, feinem Ausgabenkomplex die Behandlung des Re- dem sein Frühling immer noch versagt ist, dem parationsproblems von der hohen Warte des un- unvergängliche n Etaatsgedanken der überpersön- parteii[d)en Schiedsrichters herab betrachtet. Wie es lichen Verpflichtung zum Dienst am Ganzen f^cim, hat man auch in London, Paris, Rom, größere Scharen von Mitkämpfern zu gewinnen. Brüssel und auch in Washington ihm stillschweigend Liegt in den Zuckungen des Landvolks mehr y^cht ein geräumt, Vorarbeiten für Ausräumung als eine vorübergehende Auflehnung gegen &er internationalen Schulden im Zusammenhang Steuerdruck und Wirtschaftsnot, der mit dem mit Umwandlung der Reparationen in eine feste Mittel der Rothilfe bei aller Anerkennung ihrer Kriegsschuld zu leisten. Er ist schließlich auch der ein­fachlichen Bedeutung nicht grundlegend beizu- | ^ann der imstande ist, Vorschlä« zu machen, die Erfolg versprechen. Ehe er jedoch so weit ist, wird er noch mehr als einmal mit den verschiedenen Regierungen gesprochen haben, da schließlich das in­ternationale Schuldenproblem noch eine poli­tische Seite hat. Verfrüht ist es dagegen, heute schon irgend einen festen Zeftpunkt für Ver­handlungen über die Reparationssumme und die da­mit zusammenhängenden Fragen zu nennen. Ein­mal müssen die Wahlen in Deutschland erst vor­übergegangen fein, zum anderen wird man so lange warten müßen, bis der neue amerikanische Präsident sein Amt angetreten hat, weil er ein gewichtiges Wort mitsprechen wird. Die Wahlen in Nordamerika fnrden im Herbst statt and e r st im März nach st en Jahres zieht der neue Prösi- bent in das Weiße Haus in Washington ein. Von diesem Augenblick an kann man sich mit einem Ter­min beschäftigen, zumal fich bis dahin auch heraus-