Ausgabe 
6.9.1928
 
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Leaierungsratcs verliehen. Seine Entlassung er­folgte am 1. Oktober 1918.

Beleidigungsklage gegen Thomas Mann.

Die das Berliner Tageblatt meldet, hat Pro- sessor Lohmann. Herausarber der .Lüddeut- scheu Monatshefte', gegen Thomas Wann die 'Beleidigungsklage erhoben, weil Mann im Verlaufe einer Pressefehde ir.it Lohmann vonroutinierter Niederträchtig'eit" gesprochen habe. ________________

Wirtschaft.

Oisconlo-Gesellschast zum Oawesplan.

Tie Direktion der Disconto-Gcsekl- s ch a s t weist in ihrem neuesten Monatsbe­richt aus die einschneidende Bedeutung des 1. September 1928 als des Tages des Eintritts Deutschlands in das Normaljahr des Da­wes p l a n e s für die deutsche Wirtschaft hin, mit dessen Beginn Deutschland auf eine bis heute noch völlig unbestimmte Zeit jährlich 2500 Millionen Reichsmark -- eine Summe, die dem jährlichen Produktions-Nettowert des gesamten deutschen Bergbaues entspricht ohne jede Degenleistung an die Reparationsgläubigcr entrichten soll. Die Folgen der Neparationsbe- lastung würden sich denn auch in Zukunft noch viel weitgehender bemerkbar machen als bisher. Bereits die Tariferhöhung der Reichs- bahn ergebe sich, abgesehen davon, dah die Dehalts- und Lohnerhöhungen wie auch die Preis st eigerung vieler Bedarfs- ftoffc der unmittelbare Nnlah zu dieser Maß- nahme gewesen seien, aus der Notwendigkeit, die Qlufbrinpung des Reparationsanteils der Eisen­bahn auf olle Fhllc ficherzustellcn. Weit schwerer wiege indessen natürlich die Steigerung von 7 5 0 Millionen Mk., die auf den An- teil des Reichshaushalts an der Annuität entfalle. Gegrnnber der optimistischen Auffassung Les Reparotionsagenten über die Fähigkeit des Reichshaushalts zur Aufbringung des Rormal- beiträges auf Grund des Dawesplanes müsse betont Weichen, dah dem Wirtschaft sauf schwung der letzten Fahre ganz besondere Bedingungen zugrunde gelegen haben. Das Reich habe stark erhöhte Zolleinnahmen aus der Einfuhr- steigrrung bezogen, die nicht ohne den ununter­brochenen Zustrom ausländischen Kapitols mög­lich gewesen wären. Die fremde Kapitalhilfe habe die allgemeine wirtschaftliche Erholung der letzten Fahre ausgelöft. deren Folge erst vermehrte Steuererträge gewesen feien. Die jetzigen Steuer­erträge dürften daher nicht als Ausdruck der wirtschaftlichen Kraft und Leistungsfähigkeit Deutschlands angesehen werden. 3m Gegenteil habe die gegenwärtige, sehr weitgehend durch die Reparationen bestimmte Steuerbelastung eine außerordentliche Steigerung der Gestehungskosten und eine ebenso weitgehende Erschwerung der Kapitalbildung zur Folge. An diesen beiden Gefahrenmomenten für die Zukunft könnten die Reparationsgläubiger auf die Dauer nicht vor­übergehen. sofern Ihnen an einer den wirklichen inneren Kräften entsprechenden Leistungs­fähigkeit Deutschlands gelegen fei. Steuer- und Reparationszahlungen aus der Sub­stanz seien eine wirtschaftliche Unmöglidjteit, sie widersprächen außerdem den Bestimmungen des Daweeplancs. wonach Deutschland nur aus wirtschaftlichen Lleberschüssen Zahlungen leisten solle. Auch könne nicht verschwiegen werden, daß der augenblickliche Stand der Reichsfinanzcn durchaus nicht zu übertriebenen Hoffnungen mit Bezug auf die glatte Aufbringung der Mehr- Uciftungen berechtige, um so mehr, als der Ab­schluß des ersten Quartals des lausenden Ctats- "johreS wenig günstig sei. und der monatliche ,Reparationsbeitrag aus der Reichs- 'lasse mit dem 1. September von 41.66 auf 104,16 Mill. Mk. monatlich steige.

Bei vollswirtschaftlicher und nicht nur budget­mäßiger Betrachtung des Reparationsproblems sei für die Beurteilung der Repa rat ions last ent­scheidend. daß 'Deutschland noeh auf absehbare Zeit unter einem weitgehenden Mißverhält­nis zwischen Kapitalbildung und Kapitalbedarf zu leiben haben werde. Es sei ein Unterschied, ob ein derartig hoher Ka- vitaltribut von einem ausgesprochenen Kapital» bedarfsland wie 'Deutschland oder einem reichen Lande verlangt werde. Die Reporationsverpflich- lungen bedeuteten daher für Deutschland eine potenzierte Belastung, deren Höhe in der 2l/,.Milliardenziffer nicht zum Ausdruck komme. 3m übrigen werde ein Beweis dafür, ob Deutsch­land bei dem heutigen Stande seiner Wirtschaft in der Lage fein werde. 2.5 Milliarden für Re­parationen aufzubringen, wahrscheinlich über­haupt nicht zu führen sein, um lo weniger, als daS Ausland der privaten deutschen Wirtschaft

die Wittel wieder zur Verfügung gestellt habe, die diese dem Staat für Reparationszahlungen abgeliefert habe. 3n tritt Jahren (1. &cj>tembcr 1924 bis 31. August 1928; habe Deutschland an Reparationen 5470 Mil Honen Mark gezahlt Da dem Deutschen Reich hier­von 800 Millionen Mark i n Gestalt der DaweS- anleihe 1924 zur Verfügung gestellt worden seien, habe Deutschland tatsächlich bisher 4670 Millionen Mark aufgebracht. Andererseits habe Deutschland in der gleichen 3cit 5800 Millionen Mark langfristige Auslandanleihen ausgenommen. Bei Abzug von 500 Millionen Mark für Tilgung. Rückzahlung und Rückkauf verb.eibe jedoch immer noch ein Betrag von 5300 Millionen Mark. Die deutschen Zahlungen in Ausführung d.s Dawes- planes se,en also für die ersten vier Fahre um 600 Millionen Mark geringer gewesen als die deutschen Auslandanleihen. Zu diesen 600 Millionen Mark seien außerdem die Be­träge zuzurechnen, die das Ausland Deutschland kurzfristig in Gestalt von Krediten an Bankeii. Handel und Industrie zur Tersügung gestellt habe. Dabei sei die Summe der kurzfristigen Kredite nicht wesentlich geringer als die der langsristigen Auslandanlcihcn zu schätzen. Wenn man sie unter Berücksichtigung der umgekehrt auch von Deutsch land dein Ausland cingcräumten kurzfristigen Han delskredite nur mit 3,5 bis 4 Milliarden Mark an jctze, so ergebe sich für die gesamte Kapitalhilfe des Auslandes an Deutschland ein Gesamtbetrag von 8800 Millionen bis 9300 Millionen Mark, dem eine Reparationsleistung von 4700 Millionen Mark gegenüberstehe. Deutschland habe also annähernd doppelt soviel Geld vom Auslände erhalten wie cs selber für Reparationen hergegeben habe. Diese Tatsache sei auch die einzige Erklärung dafür, daß bisher nicht nur alle Zahlungen voll g c - l c i ft e t, sondern auch Transfers in einem Betrage hätten vorgenommen werden können, der den Iah* reseingöngen im wesentlichen gleichkomme. Wenn die Uebertragung der 2,5 Milliarden Mark des Rormaljahres sich reibungslos abwickeln soll, so werde eine starke Vermehrung der Sach^ leistungen, zu der von der Gegenseite alle Anstrengungen gemacht würden, daneben aber auch eine starke Bermehrung der Baruberweisungen, d. h. also der Devisenkäuse des Reparationsagenten, er­forderlich sein. Es fei möglich, daß diese stattfinden könne wenn der Devisenzustrom aus Auslandkre- diten (welche die deutsche Wirtschaft weiter dringend braucht» nicht nachlasfe. Eine echte Lösung des Transferproblems werde damit ebensowenig er­reicht fein, wie sie bisher erfolgt fei.

Stand der Zeldfrüchie in Hessen.

Anfang Lcplcmbcr.

Rach den Angaben der Berichterstatter find durch die lang andauernde Trockenheit die Feld­früchte wie auch die Wiesen in ihrer Entwicklung sehr zurückgeblieben; sic haben sich aber durch den in der letzten Zeit eingetretenen Regen wie­der etwas erholt. Der Stand im allgemeinen ist befriedigend.

Lieber Schaden durch Schädlinge wird nur in einigen Gemeinden Klage geführt. Der Stand der Reben ist gut bis mittel, soweit sie nicht durch Frühjahrsfrost und Hagel gelitten haben.

Die Saaten st andsnoten betragen für Hafer 2.6; Kartoffeln 2,9; Zuckerrüben 2.9; Klee 3,4; Futterrüben 2,9; Luzerne 3,1; De-(Ent-) wässerungswiesen 3,3; andere Wiesen 3,7 und für Reben 2,6. Hierbei bedeutet 2 gut, 3 mittel und 4 gering.

Dom süddeutschen Ledermarkt. In der vergangenen Berichtsperiode war die Ge­schäftstätigkeit gegenüber der Borwoche wohl etwas lebhafter, und die Umsätze nahmen einen größeren Umfang an, doch machte sich das Fehlen Der Schuhindustrie weiterhin bemerfbar. Es scheint, daß die Beschäftigung in der Schuhindustrie trotz der vorgeschrittenen Saison nicht sehr befrie­digend ist. Der Lederhandel selbst trug den Hauptanteil an der ilmfahfteigerunq. In der Preislage hat sich nur wenig geändert.

Angebot der Frankfurter Gasgc- sellschaft an die Stadt Köln. Wie WTB.- Handelsdienst erfahrt, hat die Stadtverwaltung Köln vor einigen Tagen die Direktion der Frank­furter Gasgesellschaft ersucht, ihr für das Angebot für den Ausbau der Kölner Gasversorgung eine Verlängerung der Zuschlagsfrist zu gewahren. Die Leitung der Frankfurter Gnsgesellschaft hat diesem Wunsche entsprochen und sich mit einer Fristver- längerung bis zum 30. September d. I. einverstan­den erklärt.

Wormser Lederwerke. Der flaue Ge­schäftsgang in den Wormfer Lederwerken hält an. Cs wird in einer Reihe von 'Betrieben für« gearbeitet. Das erwartete Herdstgefchäft hat noch nicht eingesetzt, so daß man vorerst noch

feine Aussicht auf baldig: Besserung des De- schäftigungsgradcs hat.

' Mc t a t l gc sc l l f cha f t A.-G.. Frank­furt a. M. Die auf dem Namen der neuen Firma ..Metallgesellschaft 2HtungefclH<fcaft be­reits abgcstempelten Aktien der Metallbank und Metallurgischen Gesellschaft, sürd. laut Mitteilung des Frankfurter Börsenvorstandes, lieferbar.

Kein Erwerb von Siemens Bros. Ltd. durch Siemens & Halske Zu den umlaufenden Gerüchten über einen Erwerb der früheren englischen Zweiggefcllfchaft der Siemens L Halske A.-G., der Siemens Bros. Ltd. in Lon­don, erfahrt WTö. Handelsdienst. daß vo» einem Erwerb nicht gesprochen werden kann, da vorläufig nur ein Meinungsaustausch über gemeinsame ge­schäftliche Interessen frattfinbet, von dem noch nicht abzusehen ist, zu welchem Ergebnis er führen wird.

* 2 5 Jahre A E G D a m p s t u r b i n e n.

Anläßlich des 25jährigen Jubiläums des Baus von Dampfturbinen der AEG. ist eine Festschrift er­schienen, die einen Ueberblirf über die Entwicklung und den gegenwärtigen Stand des Turbinenbaues der AEG. gibt. Ein umfassendes Zahlenmaterial zeigt, welchen Einfluß diese Entwicklung ans die Elektrizitötswirtschast ausgeübt hat. Die Festschrift gibt ferner ein vollständiges Bild über den gegen­wärtigen hochentwickelten Turbinenbau mit feinen vielseitigen Anwendungsgebieten. Diese Veröffent­lichung nut ihrem durch neuartige Darstellungs­mittel übersichtlich gegliederten reichen Bildmaterial ist ein Dokument neuzeitlicher industrieller Arbeit.

efranffurtcr Börse.

Frankfurt a. M.. 6. Sept. Tendenz; überwiegend etwas schwächer. An der heutigen Börse war die Haltung sehr still und zu­rückhaltend. da außenpolitische Betrachtun­gen. namentlich über die Genfer Verhandlungen, geschäftshemmcnd wirk en. Die Amsotztättgkett war denkbar gering, und der weiterhin starke Orders­mangel machte sich unangenehm fühlbar. Die Ku­lisse nahm infolgedessen weiter kleine Entlastungs- terfäufe vor. so daß sich überwiegend neue, wenn auch meist nur geringe Kursrückgänge ergaben. T':i der .herrschenden Unlust wurden günstige Meinente, wie die zufriedenstellende Halbjahres­bilanz der Dresdner Bank, nicht beachtet. Die ersten Kurse lagen 0,5 bis 2 Prozent niedriger. So eröffneten Farben 1.25 Prozent und Gold' schmidt 2 Prozent schwächer, während Scheide­anstalt auf dem ermäßigten Stand der gestrigen Abcndbörse behauptet blieben. Am Elektromarlt waren Bergmann und Licht & Kraft je 2,5 Pro­zent ermäßigt, Felten lagen 1.5 Pro.zeiE und Gcssürcl 2 Prozent abgeschwächt. Siemens und AEG. nur leicht gedrückt Montanwerte lagen geschästslos und um Bruchteile ei,»es Prozentes niedriger. Schiffahrtswerte waren ebenfalls etwas niedriger. Etwas reger und gefragt waren Reichs­bank, die 4,5 Prozent anziehen konnten. Deutsche Anleihen lagen still. Bon Auslandrenten Ana­tolier wieder etwas lebhafter und fester. Im Verlaufe komrte sich die Tendenz etwas erholen. I.-G.-Farben und Siemens zogen bis zu 1 Pro­zent an. Reichsbank waren weiter lebhaft ge­fragt und erneut 3 Prozent fester. Am Ana­toliermarkt blieb das Geschäft ebenfalls recht leb­haft. Am Tagesgeldmarkt machte sich eine weitere Entspannung bemertbar, (6,5 Prozent). Am De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1972, gegen Pfund 20.364, London Kabel 4.852250, Paris 124.25. Mailand 92,70, Madrid 29,26, Holland 12.0975.

Berliner Börse.

Berlin. 6. Sept. Nach dem freundlicheren Bormittagsverkehr, den man mit der festeren Neuyorker Börse begründete, neigte zu Beginn des offiziellen Berkehrs infolge des herrschen­den Ordersmangels die Tendenz zur Schwäche. Die Bestrebungen, die Mediovorbereitungen mög­lichst früh zu treffen, riefen Abgabenei­gung hervor, und abgesehen von einigen Spe­zialpapieren, für die gut behauptete Kurse feft- zustellen waren, gingen die Tlbschläge bis zu 2 Proz. und darüber. Nur für Bankaktien bestand einiges Interesse, da die Halbjahresabschlüsse der Banken allgemein gut zu sein scheinen. Die Führung hatten hierb'i auch aus den bekannten Gründen. Berliner Handelsgesellfchast und bei anhaltenden A u s l a n d s a n k ä u f e n Reichsbankanteile. Durch schwache Hal­tung fielen Dessauer Gas und Deutsche Lino­leum sowie einige Speuaiwerte aul. «Kaliindustrie mit 265 Pro,, weiter fest.) Bemerkenswert höher eröffneten Polyphon und Transradio. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer gehalten. «Sehr lebhaft und höher Anatolier. Pfandbriefmarkt lustlos und zumeist unverändert. Der Tagesgeld­marli erfuhr eine weitere Erleichterung auf 5,5 bis 7.5 Prozent. tZermingelb blieb unverändert und z'.emlich knapp, so daß die Befürchtungen für den Geldmarkt auch im Berlaufe keine bessere

St.mmung aufkommen ließen Die Kurse schwank­ten hin und her. gaben aber eher nach. Eure Ausnahme machten Reichsbank, bk 3,5 Prozent über Anfang umgingen, und wie schon in den letzten Tagen, b-.e irnnotkrtcn Kattwerte. die wieder sehr lebhaftes Geschäft auf zuweilen hatten. Bemerkenswert ist auch ein gcwiftcs Interesse für Schantungbahn und Otaviminen.

frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M. 6. Sept. Infolge der schwachen Auslandmeldungcn vettehrt- der heu­tige Frankfurter Produktenmarkt in schwacher Haltung. Das Angebot hatte eine Vermehrung zu verzeichnen, so dah auch von dieser Seite aus auf die Preisgestaltung gedruckt wurde Jy. Futtermitteln bestand für Weizen- und Roggen- flcic einiges Interesse. Nach Roggen bl-.eb ein.g Nachfrage bestehen. Gute Qualitäten buchen be­hauptet. während geringe Sorten etwas schwächer waren. Es wurden notiert Weizen 23.75 bis 23.50; Roggen 22.50 bis 22.75; Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 26; ml Hafer 21.75 bi» 22; Mais (gelb) für Futterzwecke 20,57. We.zen. mehl, süddeutsches Spezial 0. 33.25_ «ns 33.75. Roggenmehl 31.25 bis 31.75; Wetzet tief? 13,25, Roggenkleie 14 Mark. Tendenz; geschäftSlcs.

Aranksurtcr Lchlachtvichmarkt.

Frankfurt a M. 6. Sept. Austrieb 89 Rinder, 921 Kälber. 268 Schafe, 506 Schweine Es wurden notiert; Kälber; Beste Mast- und Saugkälber 76 btd 79 Mk, mittlere Mast- imb Saugkälber 71 bis 75, geringe Kälber 64 bis 70. Schafe Mast kämmet unb jüngere Mast- Hümmel (Weibemast) 50 bis 53. (Stallmaft) 40 bis 49 Schweine Bollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 75 bis 78, von etwa 160 bis 200 Pfund 74 bis 77, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 70 bis 74 Mk Marktverkauf Schweine schleppend, geringer llcbcrftanb. Kälber unb Schafe lebhaft, geräumt.

Buntes Allerlei.

Unfall eines französischen lUilifacauto».

«Sin französischer Kraftwagen stürzte bei K y l b u r q in einer Kurve von 30 Meter tief in die Kyll. Ein Soldat versuchte sich durch 'Abspringen zu retten unb wurde dabc> schwerverletzt. Der Fahrer ertrank. Seine Leiche ist geborgen. Drei weitere Soldaten, die im Wagen saßen, erlitten erhebliche Berlehu n gen. Zwei schweben in Lebensgefahr.

Levines Flugzeug freigegeben.

Das wegen Richterfüllung gewisser Formalitäten von den Behörden zurückgelialtene F l u q ; e u n L e o i n e s , der Junkers-Apparat .Königin bei Lüfte", ist jetzt freigegeben worden. Der Flieger Bert Acosta und feine Passagiere W i n ck h a in und M e n k e n können gegen eine Sicherheitsleistung von je 1000 Franken wieder frei über bas Flugzeug verfügen.

Einbruch bei der Polizei.

In der Nacht zum Dienstag wurde, wie erst jetzt bekannt wird, ein Einbruch in derPolizei- wache im Gelsenkirchener Stadtteil schalte Nord verübt. Ein Mann, der dringend Polizei lichen Schutz erbat, erschien auf dem Revier, in dem nur ein Beamter anwesend war. Der Schupo ging mit dem Manne weg. um nach dem Rechten zu sehen. Als er dann auf die Wache zurückkchrtc, erschrak er nicht wenig, denn inzwischen war die Geld kaffe erbrochen worden unb der In halt fehlte. Bis zur Stunde fehlt jede Spur von dem Gauner unb seinen Helfershelfern.

Letzte Nachrichten.

Kein deutsches Memorandum zur Häumungsfrage.

Genf. 6. Sept. (WTB. Funkspruch.) In einem Genfer Morgenblatt, das den Kreisen der französischen Delegation sehr nah: steht, mirb von der Möglichkeit gesprochen, baß demnächst von der deutschen Delegation den hie- ligen Hauptdelegierten Frankreichs. Englands. Belgiens und Italiens ein Memorandum über den deutschen Standpunkt in der RäumnngSsrage mit konkreten B o r s ch I ä- gen überreicht werd?. In unterrichteten deut­schen Kreisen wird erklärt, daß ein solches Bor­gehen nicht in Frage fonime. Gleichzeitig wird der weitere Versuch des erwähnten Blattes zur Derknüpfung des Räumungsprvbtems mit einer teilwellen Mobilisierung der Bonds aus dem DaweSplan zurückgewielen. da es sich hier um einen reinen Rechtsanspruch handelt, für den Deutschland alle Doraus­setzungen erfüllt hat.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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