Ausgabe 
6.6.1928
 
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Wirtschaft.

Oie Konjunktur Ende Mai.

Das Snftihit für Konjunkturforschung schreibt in feinem neuen Dierteljahresheft zur Lag« der Konjunktur Ende Mai:

Die Beschäftigung hat sich in den letzten Monaten -war saisonmähig gehoben, im übrigen aber ihren Stand nicht allgemein behaupten können. Insbesondere sind Produktion und Be­schäftigung in den wichtigeren Derbrauchsgüter- industrien weiter gesunken: bei den Pro- duktionsmlltelindustrien konnte der verminderte Inlandabsah durch verstärkten Auslandabsah in gewissem Grade ausgeglichen werden.

Auftragseingänge und A o h st o f f ein­fuhr halten sich bei sinkender Tendenz noch auf hohem Stande. Jedoch wachsen die Lagervorräte wenn auch letzthin vielleicht nur saisonmähig weiter an. Während die Llmsatzmengen bisher stärker gestiegen sind als die Preise, verrin­gern sich jetzt die Ilmsatzmengen bei steigendem Preisniveau. Die kurz­fristigen Kredite, namentlich die Wechselziehungen, haben, bei verminderter Inanspruchnahme der Äotenbanken, in Industrie und HandÄ zuge­nommen. Eine gewisse Erleichterung ergibt sich allerdings durch den Zufluß von Auslchidkapi.al.

Im ganzen ist die gegenwärtige Konjunktur- lage dadurch gekennzeichnet, daß die jahres­zeitliche Aufwärtsbewegung der Wirtschaft eine Atempause gibt. Eine entscheidende Entspannung ist aber noch nicht eingetreten. Ohne die ausländische Kapitalzufuhr hätten die Spannungen sich wahrscheinlich ver­stärkt. Bei den in den letzten Jahren angewachse­nen Kapitalreserven dec Volkswirtschaft ist es frellich denkbar, daß sich während der saison­mähig gegebenen Atempause die Liquidität der Wirtschaft verstärkt und so ein schärferer Rückschlag hintangehalten wird.

* Der Eisenerzbergbau im Lahn- Dillgebiet und Oberhessen im Mo- n a t Mai. Der schwedische Streik hat dem Eisensteinbergbau immer noch keine merkbaren Vorteile gebracht, weil die Hütten infolge Man­gels an hochwertigen Schwedenerzen aL8 Ersah in erster Linie andere hochwertige Auslanderze bevorzugen, um das Ausbringen der Hochöfen nicht zu verschlechtern. Erst wenn eine Knappheit an Erzen überhaupt eimritt, kann der Lahn- Erzbergbau mit verstärkten Abrufen rechnen. Eine gewisse Schwierigkeit entstand für die über Oberlahnstein auf den Rhein zu versendenden Erze durch den Schifferstreik. Jedoch war es bisher möglich, durch Heranziehung fremden Kahnraumes den Erzversand aufrechtzuerhalten, wenn auch mit finanziellen Opfern für die Gru­ben. In der Berichtszeit muhte wiederum eine Grube mangels jeglicher Aussicht auf irgend­welche Erleichterungen in den Produktionsbedin­gungen stillgelegt werden.

* F ra n k für terGasgesellschaft.F rank- furta.M. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Frankfurter Gasgesellschaft wurde der Abschluß für das Jahr 1927 vorgelegt. Der Betriebsgewinn be­trägt 10,53 (im Vorjahre 10,31) Millionen Mark. Nach Deckung der Unkosten mit zusammen 5,57 (5,45) Millionen Mark, der Steuern mit 1,06 (0,98) Mill. Mark und der Konzessionsabgabe mit 1,33 (1,27) Millionen Mark, sowie nach 1,07 (1,05) Mill. Mark für Abschreibungen, bleibt einschließlich eines Vor­trages von 88 543 (74 467) Mark ein Reingewinn von 1 586 418 (1 634 789) Mark. Die Verminderung dxs Reingewinns ist aus die Belastung durch den Zinsendienst für die 1927 erworbenen Kohlenfelder ^zurückzuführen, die jedoch zum größten Teil durch günstigere Betriebsergebnissc ausgeglichen werden Fonntc. Aus dem Reingewinn sollen 79 321 Mark der Reserve überwiesen und 1 350 000 als kprozen- $tige (7 Proz.) Dividende verteilt werden, wobei die 5 Mill. Mk. neue Aktien nur für ein halbes Jahr an der Dividende teilnehmen. Tantiemen erfordern 60 710 Mark, wonach sich der Vortrag auf 96 388 (88 543) Mark erhöht. Die Gasabgabe erhöhte sich im Betriebsjahre weiter um 3,20 Millionen Kubik­meter oder 4,36 v. H. auf 76 638 200 Kubikmeter. Dje Generalversammlung findet am 30. Juni statt.

* Deutsche Contine nt ole Gasaesell schäft, Dessau. Der Aufsichtsrat der Deutschen Continentalen Gasgesellschaft, Dessau, hat beschlossen, aus dem Reingewinn von 6 487 625 Mark (im Vor­jahre 5 317 486 Mark) die Verteilung einer Dividende van wieder 8 v. H auf das erhöhte Aktienkapital von 75 000 000 Mark (im Vorjahre 60 000 000 Mark) vor zuschlagen.

' Genehmigung der Zellstoff- bilanz. Die G.-B. der Zellstoffabrik Wald- Hof genehmigte antragsgemäß alle Dorschloge. GS wurde also beschlossen, aus i)em nach Ab­

schreibungen in Höhe von 3153 953 Mark ver­bleibenden Reingewinn von 3 733 077 Mark eine Dividende von 7 Prozent auf die Vorzugs­aktien A., von 6 Prozent auf die Vorzugs­aktien B.. von 12 Prozent auf die Stammaktien und von 6 Prozent auf die 590 000 Mark Ge­nuß scheine zu verteilen und 330 977 Mark auf neue Rechnung vorzutragen. Auf eine Anfrage teilte der Vorstand mit, daß sich der Geschäfts­gang nicht viel geändert habe, doh das Geschäft immer noch aut sei und daß die Produktion zum größten Teil verkauft und der nichtverkaufte Rest wohl ohne Schwierigkeiten untergebracht werden könne, auch bei der vergrößerten Kapa­zität des Kehlheimer Werkes. ®tc Preise hätten sich noch nicht geändert, doch hätten die starken Unterbietungen zum Teil wegen des schwedischen Streikes nachgelassen.

Arankfurtcr Börse.

Frankfurt o. M., 6. Juni. Tendenz: fest, im Verlaufe schwächer. Die schon vorbörslich in Erschei­nung getretene Er h o l u n g konnte zu Beginn des offiziellen Verkehrs weitere Fortschritte machen. Die festere Haltung der gestrigen Neuyorker Börse, die Ablehnung des Tariferhöhungsantroges der Reichsbahn durch die Regierung gaben der Börse eine kräftige Stütze, so daß die Spekulation verschiedentlich Rückkäufe vornahm. Da ober die Beteiligung seitens des Auslandes und des privaten Publikums nicht sehr groß war, beschränkte sich die Umsatztätigkeit im wesentlichen nur auf bevorzugte Werte. Auch sonst waren im allgemeinen gegenüber der gestrigen Abendbörse Kurserholungen bis zu 3 v. Sy zu verzeichnen. Am Montanmarkt waren besonders Rheinische Braunkohle rnit> plus 9 d. Sy lebhafter gehandelt. Mannesmann waren knapp behauptet. Polyphon eher angeboten und ver- nachlässigt. Von Zellstoffwerten machte sich für Zellstoff Aschaffenburg stärkeres Interesse be­merkbar. Im Zusammenhang hiermit waren auch Zellstoff Waldhof mit 4,5 v. Sy gefragt. Am Chemie­markt konnte sich das Geschäft nur langsam ent- wickeln, doch zogen J.-G.-Farben 1,75 o. Sy an. Scheideanstalt konnten 2,5 v. Sy gewinnen. Trotz des guten Kaliabsatzes blieben Kaliwerte nur gut be­hauptet. Am Elektromarkt waren Siemens lebhaft gehandelt und mit plus 4,25 d. Sy gefragt. Auch Licht & Kraft konnten 2,5 v. Sy gewinnen. Am Bankenmarkt traten Reichsbank mit plus 5 o. Sy stärker hervor. Am Metallbankkonzern waren Metallgesellschaft 3 v. Sy erhöht. Am Rentenmarkt waren Türken bei kleineren Käufen weiter eine Klei­nigkeit fester. Deutsche Anleihen still und eher vernachlässigt. Im weiteren Verlaufe erfuhr die Ten­denz eine allgemeine Abschwächung, do sich der Or­dermangel stärker bemerkbar machte. J.-G.-Farben wurden mit minus 4,5 o. Sy, Rheinische Braunkohle mit minus 3 d.Sy, AEG. minus 3,5 d.Sy und Siemens minus 5,5 o. Sy angeboten. Auch der Geldmarkt erfuhr eine weitere Entspan­nung. Am Devisenmarkt lagen Devisen weiter sehr fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1855, gegen Pfund 20,434, London gegen Kabel 4,8825, Paris 124,18, Madrid 29,25, Mailand 92,70, Holland 12,10.

Berliner Börse.

Berlin, 6. Juni. Die Erholung der gestrigen Neuyorker Börse hatte schon im heutigen Dormit- tagsoerkehr zu stärkeren Deckungen geführt. Die Tendenz war entschieden freundlicher, zumal verschiedene günstige Momente vorlagen. Man ver­wies auf die Ablehnung der Tarifer­höhung bei der Reichsbahngesellschaft seitens des Reichskabinetts und auf die in den leg­ten Tagen in der Presse angeschnittene Frage einer evtl. Diskontermäßigung. Man wollte fer­ner wissen, daß die gestrigen Abgaben größtenteils von der Spekulation ausgegangen waren und heute wieder zu Deckungen geschritten werden wurde, wenn neue Kaufaufträge einträfen. Die Kauflust hat aber doch unter den Schwankungen der letzten Zeit gelitten: das Geschäft, das vorbörslich an einigen Märkten noch recht lebhaft war, ließ zu den ersten Kursen wieder nach. Allerdings hielten die Käufe der Börse selbst schon aus Materialknappheit bei den Spezialwerten an, so daß hier eine recht be­trächtliche Erhöhung erzielt wurde. Im allgemei­nen uneinheitlich wurde auf gestriger Schlußbasis gehandelt. Papiere wie Berger, Wikina Zement, Beinberg, Glanzstoff, Feldmühle, Konti Kautschuck, Tietz, Rheinische Braunkohle, Schlesische 8-Gas und Polyphon 5 bis 15 u. Sy höher. Besonders schwach lagen Schubert Lc Salzer minus 6,5 v.H. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer ruhig. Mazedonier und Anatolier höher. Der Pfand­briefmarkt lag still. Farbenbonds 153 Geld. Der Geldmarkt war etwas leichter. Tägliches Geld 5,5 v. Sy bis 7,5 v. Sy, Monatsgeld 7,5 v. H. bis 8,5 o. Sy Warenwechsel 6,88 bis 7 v.H. Im Verlaufe gaben die Kurse im allgemeinen 1 bis 5 v. H. nach. Nachdem die Deckungen der Spekulation beendet waren, mochte sich das Fehlen neuer Kauf-

Oer Salzburger Zunsteniag.

Der berühmte deutsche Iuristentag, der in diesem Jahr Mitte September in Salzburg stattfindet, wird nach seinem jetzt vorliegenden Programm sich mit außerordentlich wichtigen und die deutsche Öffentlichkeit interessierenden Pro­blemen beschäftigen. Im Fragengebiet der öffent­lich-rechtlichen Abteilung werden zwei Gutachter, denen dann jeweils zwei Berichterstatter geaen- übergeftefit sind, über das Problem sprechen: Machen Interessen der Rechtspflege es not­wendig, das gesamte Iustizwesen auf das Reich zu übertragen?" Gerade auf diese Debatte, die in den Rahmen der jetzt viel erörterten und umstrittenen Probleme des Uni» tarismus und des Föderalismus sich abspielen Wird, ober die Frage selbst rein theoretisch und sachlich behandelt, darf man sehr gespannt sein. Weiter wird Ministerialdirektor Dr. Dorn aus dem Aeichsfinanzministerium über das Problem sprechen, ob es sich im Interesie einer gesunden Finanzwirtschaft empfiehlt, die bestehenden Grundsätze über die Bewilligung der Einnahmen und Ausgaben für dieHaus-

orbers bemerkbar. Trotz der Abschwächung war die Stimmung aber durchaus nicht unfreundlich. Gegen 1 Uhr trat eine allgemeine Abschwächung ein. Stork angeboten waren vor allem Polyphon mit minus 12 d. Sy gegen Anfang.

Frankfurter löerrcidctwrie.

Frankfurt a. M, 6. Juni. Der Frankfurter Produktenmorkt verkehrte in flauer Haltung. Die schwachen amerikanischen Notierungen wirkten ver­stimmend. Besonders Weizenmehl war mit 0,50 Mk. billiger angeboten, auch Noggenkleie gab 0,25 Mark nach. Sonst blieben die Preise im allgemeinen be­hauptet. Umsätze waren kaum zu verzeichnen. Es wurden notiert: Weizen 26,50 bis 26,75 Mark: Roggen 28; Hafer, inländischer, 28 bis 28,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 25; Mais (gelb) für andere Zwecke) 25; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0) 37,50 bis 38,50: Roggenmehl 39,50 bis 40; Weizen­kleie 14,50 bis 14,75; Roggenkleie 17 Mark. Tendenz: flau.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 5. Juni. Trotz bei Festigkeit der gestrigen nordamerikanischen Terminmärttc wiesen die 6if Offerten für nordamerikanischen Weizen keine Veränderung auf. während die argentinischen Forderungen fogar etwas nach­giebiger waren. Westernroggen war sowohl von der ersten als auch von der zweiten Hand in den Forderungen erhöht. Geschäft in Ausland­getreide kam bisher nicht zustande. Das in­ländische Brotgetveideangebot verringert sich von Tag zu Tag. Von Weizen macht sich namentlich gutes Material kncchper. Der Bedarf der Mühlen ist zwar auch keineswegs groß, das heraus­kommende An«:bot guter Qualitäten findet aber lausend, auch für den Export nach Polen, Unter­kunft. Roggen fehlt in guter Waggonware fast gänzlich, Kahnware ist nur spärlich angeboten. Infolge der Knappheit an passendem Offerten­material entwickelte sich bei leicht an^iebenben Preisen nur geringes Geschäft. Am Lieferungs­markte beeinflußte die etwas festere Meldung vom Verlaufe des Liverpooler Marktes die Stimmung in günstigem Sinne, so daß sich Wei­zen und Roggen leicht zu befestigen vermochten. Für Weizenmehl macht sich etwas bessere Be­darfsfrage geltend, nachdem die Abschlüsse lang­sam abgewickelt worben sind. Roggenmehle sind au gestrigen Preisen gefragt, von der Provinz liegt nur wenig Angebot vor, worin sich teil­weise die infolge schwieriger Materialbeschafiung vorgenommenen Betriebsstillegungen kleinerer und mittlerer Mühlen zum Ausdruck bringt. Hafer in guten Qualitäten knapper angeboten und vom Konsum reger begehrt, abfallendes Material dagegen weiter vernachlässigt. Es notierten für je 1000 kg: Weizen, märt., 262 bis 265, Juli 283,75 bis 283 Brief, Sept. 272 Vries, Oft. 271,50 Brief (still); Roggen, märk.. 278 bis 280, Juli 274 Bries. Sept. 254, Olt 254,50 (ruhig); Sommergerste 250 bis 280; Hafer, märk., 262 bis 268: Mais, zollbegünstigter Futter­mais, 237 bis 240 (stetig): für je 100 kg: Weizen­mehl 32,25 bis 36,25 (stetig); Roggenmehl 36,25 bis 39 (stetig): Weizenkleie 16,75 bis 17 (beb.); Weizen!leiemelasse 16.75 bis 17,25; Roggenkleie 18,50 (behauptet); Viktoriaerbfen 50 bis 60: kleine Erbsen 35 bi- 40; Futtererbsen 24.50 bis 26; Peluschken 24 bis 24,50; Ackerbohnen 23 bis 24; Wicken 25 bis 27; Lupinen, blau 14.25 bis 15,50; Lupinen, gelb, 16 bis 17; Serradelle, neu 23 bis 28; Rapskuchen 18.80 bis 19; Leinkuchen 23 bis 23,60; Trockenschnihel 15,20 bis 15,40; Svhaschrot 20,80 bis 21,40; Kartoffelflocken 26,20 bis 26,80 Mark

hatte des Reiches und der Länder zu änbernf Auch zu den Fragen der Reform des Straf­verfahrens wird Stellung genommen werden, der Senatspräsident am Reichsgericht, Dr. Lobe, und der österreichische Generalstaatsanwalt H öp- l e r. werden zu dem Thema .Mit welchen Hauptzielen wird die Reform des Strafvev- fahrens in Aussicht zu nehmen fein? sprechen. Schließlich werden auch wirtschafts- und finanz- rechtliche Probleme auf der Tagung zur Erörto rung kommen. Reaierungsral a. D. Leh nich. der kürzlich ein bedeutsames Buch über daS Kartellprvblem veröffentlicht hat. und der öster­reichische Generalsekretär Dr. Weih-Wal­lenstein werden zu dem Problem sprechen, ob sich eine Aenderung und Vereinheitlichung der deutschen und österreichischen Kartell- gesetzgebung empfiehlt? Auch nach den anderen weiteren Programmpuntten ist zu er­warten, daß die diesjährige deutsche Iuristen- tagung wiederum ebenso interessant wie letztes Jahr wird, da man sich im Gegensatz zu Wissen­schaftlern und Fachmännern anderer Gebiete hier mit solchen Problemen beschäftigt, die die All­gemeinheit und ihre Lebensinteressen in hohem Maße berühren.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei 'Beranttoortung.)

Gießen Klein-Konstant ttiopel.

Ich bewundere von Tag zu Tag mehr, wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen (Strafieiuügen in bezug aus Sauberkeit werden. Während gewisse Straßen und die Anlagen sauber und schmuck aussehen, werden andere Straßen in einer Weise vernachlässigt, daß ihr Eindruck, auf Fremde zumal, besamend für unsere Stadt fein muß. Ich spreche hier ins­besondere fürmeine" Straße, die Reustadt. Schweigen wir vom Pflaster, das längst bei so starkem Durchgangsverkehr hätte modernisiert werden dürfen. Was aber heute bereits ab­gestellt werden könnte, ist die Hundeplage. Hunde jeder Art und Größe treiben sich den ganzen Tag in der Reustadt umher. Tagsüber kann man dutzende Male die Tiere vom Haus ver­treiben. Macht man morgens sein Geschäft auf. dann kann man zunächst Ladeneingang und Schaufenster reinigen, weil die Tiere in der Rächt und am Morgen ihr Geschäft verrichtet haben. Ich habe schon alle möglichen Mittel versucht, die angeblich Hunde verscheuchen Ent­weder haben sie nichts getaugt, oder sie sehen wie z. B. Schwefelblüte am Haus nicht gut aus. Ich frage nun: 1. Kann die Polizei nicht verhindern, daß Hunde frei herumlaufen? (Lei­der habe ich auch schon beobachtet, daß ..Herr­schaften" ihre Hunde am Haus ihre Notdurft verrichten lassen, und wenn man was dagegen sagt, bekommt man noch freche Antworten, etwa, ob denn das ..arme Tier" eS einhalten solle?) 2. Kann mir jemand sagen, ob es ein unsicht­bares und wirksames Mittel gibt. Hunde vom HauS abzuhalten? SM.

Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinden.

Mittwoch, den 6. Juni.

Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.

Donnerstag, den 7.9unk Fronleichnamsfest.

Gießen. 6J0 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Korn- munlon; 9: Hochamt; 9.45: Prozession. 11: Messe; 2: Festandacht mit Segen; 8: Beichtgele­genheit. Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. Lich. 10: Hochamt mit Predigt.

Freitag, den 8. Juni.

Feier des Großen Gebets.

Gießen. 6 Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten; Beginn der Betstunden; 6, 7, 8 und 9: hl. Messe. Die Betstunden werden von morgens 6 bis abends 8 Uhr gehalten; die letzte -stunde ist um 8 Uhr, darauf Prozession in der Kirche und feier- sicher Schluß. Beichtgelegenheit ist morgens von 6 Uhr an. Die hl. Kommunion wird vor und in allen Meßen ausgeteilt.

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Uhr mittags. 5 bl» 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.

Für unverlangt eingefandte Dlanuffriplc ohne beigefügte» Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die binter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. ReichSbankdiSkont 7 Prozent. LombardzinSfuh 8 Prozent.

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116 117,25

51.5 54.5

98 97,25

Cubro.Loewe ..... 9?al. Automodü .... Ctmftebt 4 Äopyrf . . Leonbarb Dieb .... Bamafl-TOeauln .... tiunlf. Maichinea . . . Vritzner ....... Cwgligenftaebt . . . . ^ungbani. ...... Lechwerke.....

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Nelarfulmer ..... Peter» Union.....

«ebr. Roeder.....

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Hollaiidrfchc Noten......

Atalienifche Noten......

Norwegische Noten......

Telllfch-Qefterr-, i 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schmetter Noten.......

epaniftht Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten ...

SeDifcnmartl Berlin

IT7T3 168.38

22.01 111.78

M,71

2,58 111,88

80,43

69.46

12.355 73 85

-Frankfurt

16,475

169.06

22.09

112.22

58,96

2,60

112.82

80.75

69.74

11.415

73.15

a. a. 4

Telegraphische Auszahlung.

5 9oni

Juni

Smtltche Seid

Notierung vrie

Amtliche Notternna

-»eld

1 Brut

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168,71

169,05

168,71

169,0a

Buen-Älres

1,783 58.3«

L7b7

1.783

1. <67

vrss.' .Inno

58.44

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J8.45

KbrifHania

111,95

112,70

111,27

(12,19

.flovendagen

112,14

113,46

112,17

112.39

t(xfbolm

112,09

1U.JI

112.15

112,37

ßelfinarorl.

10.518

10.538

10.52

10.54

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42,02

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21.02

22,06

jfonbon. . .

40,402

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30.114

20,454

Wen nett . .

4.1790

4,1870

1.1850

4,1895

Bari». . . .

Schwett - .

16,425

16..65

16,435

16,475

50.56

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60,72

Svaliten . .

69.72

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69.75

69.89

Jovan . . . *to de Fan

1.958

1.963

1,958

1.962

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9.5032

0.502

1.504

Vien in D - Ceft adgett

-8.81

58.93

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Prag . . . velirad . .

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12.401

13,889

12.409

7.35«

7,371

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7,378

Vndaoest. . Bul arten

72,97

73,11

71.97

73,11

3,01?

3.023

4,022

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Viflabon

18.03

18.07

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18.12

TanUo

51.54

»1,70

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81,69

Äonft.ntin.

4.150

2,1.4

2.151

2,155

Alden . . Tanada

7.415

5,425

5,415

5,415

1.281

4,289

4,174

4.180

Urn non .

4.171

4,179

4.276

4.284

Tatro . . .

30 525

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30.935

40.975

llk. 026

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Derlin, find, smd die ( Einigung de (anb wieder g" ja auch nahero, hat zumal m o Gründung in schlaggebe.^e veil er sich vm lefiungen nw Acre Trupp« selbständig uiW den nächsten M stets auf Äofl ralenSedan die Kriegsjahrc Richters fanden einigimg und Die sammen, aber de liberalen Partei macht vorden; c Demokraten imir Dasein.

Test bei dem zeigte, bah Deu machen muhte, waren die $oi gegeben, man ü gräflich nahe, a kräftig auftreten traten die Derst das liberale D Teile auseinc Unterschied, dah gewaltigen Aus Deutsche Avllspc war, in der Ac tioniftärfe erreid len die großen wurden, nicht er, nur ein Drittel d> tiiwn. Den gi bit Deutsche Tt unerheblicher gangen, hat sii den Lplitterpar

Gerade das aber hat gezeig liberale Bürg« lofigkeit pvlitisr fchlofsene Fron: der zusammen^ auch eine getr Stritt zu hm, sich nur noch ei

Deutschen D bat vor Jahr u o'JLL9Un9 M aroeö, um ein ge stondigung zu lv gar nichts errei xfuhrt, das de ^.soll jetzt ^mgung nim Ptwnben der 5 Demokraten zu Äum JJjtabau zu sch< Me fortgesetzt

&°Wreb I ft® ch^chen'El. bÄa^er<

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