Wirtschaft.
Oie Konjunktur Ende Mai.
Das Snftihit für Konjunkturforschung schreibt in feinem neuen Dierteljahresheft zur Lag« der Konjunktur Ende Mai:
Die Beschäftigung hat sich in den letzten Monaten -war saisonmähig gehoben, im übrigen aber ihren Stand nicht allgemein behaupten können. Insbesondere sind Produktion und Beschäftigung in den wichtigeren Derbrauchsgüter- industrien weiter gesunken: bei den Pro- duktionsmlltelindustrien konnte der verminderte Inlandabsah durch verstärkten Auslandabsah in gewissem Grade ausgeglichen werden.
Auftragseingänge und A o h st o f f einfuhr halten sich bei sinkender Tendenz noch auf hohem Stande. Jedoch wachsen die Lagervorräte — wenn auch letzthin vielleicht nur saisonmähig — weiter an. Während die Llmsatzmengen bisher stärker gestiegen sind als die Preise, verringern sich jetzt die Ilmsatzmengen bei steigendem Preisniveau. Die kurzfristigen Kredite, namentlich die Wechselziehungen, haben, bei verminderter Inanspruchnahme der Äotenbanken, in Industrie und HandÄ zugenommen. Eine gewisse Erleichterung ergibt sich allerdings durch den Zufluß von Auslchidkapi.al.
Im ganzen ist die gegenwärtige Konjunktur- lage dadurch gekennzeichnet, daß die jahreszeitliche Aufwärtsbewegung der Wirtschaft eine Atempause gibt. Eine entscheidende Entspannung ist aber noch nicht eingetreten. Ohne die ausländische Kapitalzufuhr hätten die Spannungen sich wahrscheinlich verstärkt. Bei den in den letzten Jahren angewachsenen Kapitalreserven dec Volkswirtschaft ist es frellich denkbar, daß sich während der saisonmähig gegebenen Atempause die Liquidität der Wirtschaft verstärkt und so ein schärferer Rückschlag hintangehalten wird.
* Der Eisenerzbergbau im Lahn- Dillgebiet und Oberhessen im Mo- n a t Mai. Der schwedische Streik hat dem Eisensteinbergbau immer noch keine merkbaren Vorteile gebracht, weil die Hütten infolge Mangels an hochwertigen Schwedenerzen aL8 Ersah in erster Linie andere hochwertige Auslanderze bevorzugen, um das Ausbringen der Hochöfen nicht zu verschlechtern. Erst wenn eine Knappheit an Erzen überhaupt eimritt, kann der Lahn- Erzbergbau mit verstärkten Abrufen rechnen. Eine gewisse Schwierigkeit entstand für die über Oberlahnstein auf den Rhein zu versendenden Erze durch den Schifferstreik. Jedoch war es bisher möglich, durch Heranziehung fremden Kahnraumes den Erzversand aufrechtzuerhalten, wenn auch mit finanziellen Opfern für die Gruben. In der Berichtszeit muhte wiederum eine Grube mangels jeglicher Aussicht auf irgendwelche Erleichterungen in den Produktionsbedingungen stillgelegt werden.
* F ra n k für terGasgesellschaft.F rank- furta.M. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Frankfurter Gasgesellschaft wurde der Abschluß für das Jahr 1927 vorgelegt. Der Betriebsgewinn beträgt 10,53 (im Vorjahre 10,31) Millionen Mark. Nach Deckung der Unkosten mit zusammen 5,57 (5,45) Millionen Mark, der Steuern mit 1,06 (0,98) Mill. Mark und der Konzessionsabgabe mit 1,33 (1,27) Millionen Mark, sowie nach 1,07 (1,05) Mill. Mark für Abschreibungen, bleibt einschließlich eines Vortrages von 88 543 (74 467) Mark ein Reingewinn von 1 586 418 (1 634 789) Mark. Die Verminderung dxs Reingewinns ist aus die Belastung durch den Zinsendienst für die 1927 erworbenen Kohlenfelder ^zurückzuführen, die jedoch zum größten Teil durch günstigere Betriebsergebnissc ausgeglichen werden Fonntc. Aus dem Reingewinn sollen 79 321 Mark der Reserve überwiesen und 1 350 000 als kprozen- $tige (7 Proz.) Dividende verteilt werden, wobei die 5 Mill. Mk. neue Aktien nur für ein halbes Jahr an der Dividende teilnehmen. Tantiemen erfordern 60 710 Mark, wonach sich der Vortrag auf 96 388 (88 543) Mark erhöht. Die Gasabgabe erhöhte sich im Betriebsjahre weiter um 3,20 Millionen Kubikmeter oder 4,36 v. H. auf 76 638 200 Kubikmeter. Dje Generalversammlung findet am 30. Juni statt.
* Deutsche Contine nt ole Gasaesell schäft, Dessau. Der Aufsichtsrat der Deutschen Continentalen Gasgesellschaft, Dessau, hat beschlossen, aus dem Reingewinn von 6 487 625 Mark (im Vorjahre 5 317 486 Mark) die Verteilung einer Dividende van wieder 8 v. H auf das erhöhte Aktienkapital von 75 000 000 Mark (im Vorjahre 60 000 000 Mark) vor zuschlagen.
' Genehmigung der Zellstoff- bilanz. Die G.-B. der Zellstoffabrik Wald- Hof genehmigte antragsgemäß alle Dorschloge. GS wurde also beschlossen, aus i)em nach Ab
schreibungen in Höhe von 3153 953 Mark verbleibenden Reingewinn von 3 733 077 Mark eine Dividende von 7 Prozent auf die Vorzugsaktien A., von 6 Prozent auf die Vorzugsaktien B.. von 12 Prozent auf die Stammaktien und von 6 Prozent auf die 590 000 Mark Genuß scheine zu verteilen und 330 977 Mark auf neue Rechnung vorzutragen. Auf eine Anfrage teilte der Vorstand mit, daß sich der Geschäftsgang nicht viel geändert habe, doh das Geschäft immer noch aut sei und daß die Produktion zum größten Teil verkauft und der nichtverkaufte Rest wohl ohne Schwierigkeiten untergebracht werden könne, auch bei der vergrößerten Kapazität des Kehlheimer Werkes. ®tc Preise hätten sich noch nicht geändert, doch hätten die starken Unterbietungen zum Teil wegen des schwedischen Streikes nachgelassen.
Arankfurtcr Börse.
Frankfurt o. M., 6. Juni. Tendenz: fest, im Verlaufe schwächer. Die schon vorbörslich in Erscheinung getretene Er h o l u n g konnte zu Beginn des offiziellen Verkehrs weitere Fortschritte machen. Die festere Haltung der gestrigen Neuyorker Börse, die Ablehnung des Tariferhöhungsantroges der Reichsbahn durch die Regierung gaben der Börse eine kräftige Stütze, so daß die Spekulation verschiedentlich Rückkäufe vornahm. Da ober die Beteiligung seitens des Auslandes und des privaten Publikums nicht sehr groß war, beschränkte sich die Umsatztätigkeit im wesentlichen nur auf bevorzugte Werte. Auch sonst waren im allgemeinen gegenüber der gestrigen Abendbörse Kurserholungen bis zu 3 v. Sy zu verzeichnen. Am Montanmarkt waren besonders Rheinische Braunkohle rnit> plus 9 d. Sy lebhafter gehandelt. Mannesmann waren knapp behauptet. Polyphon eher angeboten und ver- nachlässigt. Von Zellstoffwerten machte sich für Zellstoff Aschaffenburg stärkeres Interesse bemerkbar. Im Zusammenhang hiermit waren auch Zellstoff Waldhof mit 4,5 v. Sy gefragt. Am Chemiemarkt konnte sich das Geschäft nur langsam ent- wickeln, doch zogen J.-G.-Farben 1,75 o. Sy an. Scheideanstalt konnten 2,5 v. Sy gewinnen. Trotz des guten Kaliabsatzes blieben Kaliwerte nur gut behauptet. Am Elektromarkt waren Siemens lebhaft gehandelt und mit plus 4,25 d. Sy gefragt. Auch Licht & Kraft konnten 2,5 v. Sy gewinnen. Am Bankenmarkt traten Reichsbank mit plus 5 o. Sy stärker hervor. Am Metallbankkonzern waren Metallgesellschaft 3 v. Sy erhöht. Am Rentenmarkt waren Türken bei kleineren Käufen weiter eine Kleinigkeit fester. Deutsche Anleihen still und eher vernachlässigt. Im weiteren Verlaufe erfuhr die Tendenz eine allgemeine Abschwächung, do sich der Ordermangel stärker bemerkbar machte. J.-G.-Farben wurden mit minus 4,5 o. Sy, Rheinische Braunkohle mit minus 3 d.Sy, AEG. minus 3,5 d.Sy und Siemens minus 5,5 o. Sy angeboten. Auch der Geldmarkt erfuhr eine weitere Entspannung. Am Devisenmarkt lagen Devisen weiter sehr fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1855, gegen Pfund 20,434, London gegen Kabel 4,8825, Paris 124,18, Madrid 29,25, Mailand 92,70, Holland 12,10.
Berliner Börse.
Berlin, 6. Juni. Die Erholung der gestrigen Neuyorker Börse hatte schon im heutigen Dormit- tagsoerkehr zu stärkeren Deckungen geführt. Die Tendenz war entschieden freundlicher, zumal verschiedene günstige Momente vorlagen. Man verwies auf die Ablehnung der Tariferhöhung bei der Reichsbahngesellschaft seitens des Reichskabinetts und auf die in den legten Tagen in der Presse angeschnittene Frage einer evtl. Diskontermäßigung. Man wollte ferner wissen, daß die gestrigen Abgaben größtenteils von der Spekulation ausgegangen waren und heute wieder zu Deckungen geschritten werden wurde, wenn neue Kaufaufträge einträfen. Die Kauflust hat aber doch unter den Schwankungen der letzten Zeit gelitten: das Geschäft, das vorbörslich an einigen Märkten noch recht lebhaft war, ließ zu den ersten Kursen wieder nach. Allerdings hielten die Käufe der Börse selbst schon aus Materialknappheit bei den Spezialwerten an, so daß hier eine recht beträchtliche Erhöhung erzielt wurde. Im allgemeinen uneinheitlich wurde auf gestriger Schlußbasis gehandelt. Papiere wie Berger, Wikina Zement, Beinberg, Glanzstoff, Feldmühle, Konti Kautschuck, Tietz, Rheinische Braunkohle, Schlesische 8-Gas und Polyphon 5 bis 15 u. Sy höher. Besonders schwach lagen Schubert Lc Salzer minus 6,5 v.H. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer ruhig. Mazedonier und Anatolier höher. Der Pfandbriefmarkt lag still. Farbenbonds 153 Geld. Der Geldmarkt war etwas leichter. Tägliches Geld 5,5 v. Sy bis 7,5 v. Sy, Monatsgeld 7,5 v. H. bis 8,5 o. Sy Warenwechsel 6,88 bis 7 v.H. Im Verlaufe gaben die Kurse im allgemeinen 1 bis 5 v. H. nach. Nachdem die Deckungen der Spekulation beendet waren, mochte sich das Fehlen neuer Kauf-
Oer Salzburger Zunsteniag.
Der berühmte deutsche Iuristentag, der in diesem Jahr Mitte September in Salzburg stattfindet, wird nach seinem jetzt vorliegenden Programm sich mit außerordentlich wichtigen und die deutsche Öffentlichkeit interessierenden Problemen beschäftigen. Im Fragengebiet der öffentlich-rechtlichen Abteilung werden zwei Gutachter, denen dann jeweils zwei Berichterstatter geaen- übergeftefit sind, über das Problem sprechen: „Machen Interessen der Rechtspflege es notwendig, das gesamte Iustizwesen auf das Reich zu übertragen?" Gerade auf diese Debatte, die in den Rahmen der jetzt viel erörterten und umstrittenen Probleme des Uni» tarismus und des Föderalismus sich abspielen Wird, ober die Frage selbst rein theoretisch und sachlich behandelt, darf man sehr gespannt sein. Weiter wird Ministerialdirektor Dr. Dorn aus dem Aeichsfinanzministerium über das Problem sprechen, ob es sich im Interesie einer gesunden Finanzwirtschaft empfiehlt, die bestehenden Grundsätze über die Bewilligung der Einnahmen und Ausgaben für dieHaus-
orbers bemerkbar. Trotz der Abschwächung war die Stimmung aber durchaus nicht unfreundlich. Gegen 1 Uhr trat eine allgemeine Abschwächung ein. Stork angeboten waren vor allem Polyphon mit minus 12 d. Sy gegen Anfang.
Frankfurter löerrcidctwrie.
Frankfurt a. M, 6. Juni. Der Frankfurter Produktenmorkt verkehrte in flauer Haltung. Die schwachen amerikanischen Notierungen wirkten verstimmend. Besonders Weizenmehl war mit 0,50 Mk. billiger angeboten, auch Noggenkleie gab 0,25 Mark nach. Sonst blieben die Preise im allgemeinen behauptet. Umsätze waren kaum zu verzeichnen. Es wurden notiert: Weizen 26,50 bis 26,75 Mark: Roggen 28; Hafer, inländischer, 28 bis 28,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 25; Mais (gelb) für andere Zwecke) 25; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0) 37,50 bis 38,50: Roggenmehl 39,50 bis 40; Weizenkleie 14,50 bis 14,75; Roggenkleie 17 Mark. Tendenz: flau.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 5. Juni. Trotz bei Festigkeit der gestrigen nordamerikanischen Terminmärttc wiesen die 6if Offerten für nordamerikanischen Weizen keine Veränderung auf. während die argentinischen Forderungen fogar etwas nachgiebiger waren. Westernroggen war sowohl von der ersten als auch von der zweiten Hand in den Forderungen erhöht. Geschäft in Auslandgetreide kam bisher nicht zustande. Das inländische Brotgetveideangebot verringert sich von Tag zu Tag. Von Weizen macht sich namentlich gutes Material kncchper. Der Bedarf der Mühlen ist zwar auch keineswegs groß, das herauskommende An«:bot guter Qualitäten findet aber lausend, auch für den Export nach Polen, Unterkunft. Roggen fehlt in guter Waggonware fast gänzlich, Kahnware ist nur spärlich angeboten. Infolge der Knappheit an passendem Offertenmaterial entwickelte sich bei leicht an^iebenben Preisen nur geringes Geschäft. Am Lieferungsmarkte beeinflußte die etwas festere Meldung vom Verlaufe des Liverpooler Marktes die Stimmung in günstigem Sinne, so daß sich Weizen und Roggen leicht zu befestigen vermochten. Für Weizenmehl macht sich etwas bessere Bedarfsfrage geltend, nachdem die Abschlüsse langsam abgewickelt worben sind. Roggenmehle sind au gestrigen Preisen gefragt, von der Provinz liegt nur wenig Angebot vor, worin sich teilweise die infolge schwieriger Materialbeschafiung vorgenommenen Betriebsstillegungen kleinerer und mittlerer Mühlen zum Ausdruck bringt. Hafer in guten Qualitäten knapper angeboten und vom Konsum reger begehrt, abfallendes Material dagegen weiter vernachlässigt. Es notierten für je 1000 kg: Weizen, märt., 262 bis 265, Juli 283,75 bis 283 Brief, Sept. 272 Vries, Oft. 271,50 Brief (still); Roggen, märk.. 278 bis 280, Juli 274 Bries. Sept. 254, Olt 254,50 (ruhig); Sommergerste 250 bis 280; Hafer, märk., 262 bis 268: Mais, zollbegünstigter Futtermais, 237 bis 240 (stetig): für je 100 kg: Weizenmehl 32,25 bis 36,25 (stetig); Roggenmehl 36,25 bis 39 (stetig): Weizenkleie 16,75 bis 17 (beb.); Weizen!leiemelasse 16.75 bis 17,25; Roggenkleie 18,50 (behauptet); Viktoriaerbfen 50 bis 60: kleine Erbsen 35 bi- 40; Futtererbsen 24.50 bis 26; Peluschken 24 bis 24,50; Ackerbohnen 23 bis 24; Wicken 25 bis 27; Lupinen, blau 14.25 bis 15,50; Lupinen, gelb, 16 bis 17; Serradelle, neu 23 bis 28; Rapskuchen 18.80 bis 19; Leinkuchen 23 bis 23,60; Trockenschnihel 15,20 bis 15,40; Svhaschrot 20,80 bis 21,40; Kartoffelflocken 26,20 bis 26,80 Mark
hatte des Reiches und der Länder zu änbernf Auch zu den Fragen der Reform des Strafverfahrens wird Stellung genommen werden, der Senatspräsident am Reichsgericht, Dr. Lobe, und der österreichische Generalstaatsanwalt H öp- l e r. werden zu dem Thema .Mit welchen Hauptzielen wird die Reform des Strafvev- fahrens in Aussicht zu nehmen fein?“ sprechen. Schließlich werden auch wirtschafts- und finanz- rechtliche Probleme auf der Tagung zur Erörto rung kommen. Reaierungsral a. D. Leh nich. der kürzlich ein bedeutsames Buch über daS Kartellprvblem veröffentlicht hat. und der österreichische Generalsekretär Dr. Weih-Wallenstein werden zu dem Problem sprechen, ob sich eine Aenderung und Vereinheitlichung der deutschen und österreichischen Kartell- gesetzgebung empfiehlt? Auch nach den anderen weiteren Programmpuntten ist zu erwarten, daß die diesjährige deutsche Iuristen- tagung wiederum ebenso interessant wie letztes Jahr wird, da man sich im Gegensatz zu Wissenschaftlern und Fachmännern anderer Gebiete hier mit solchen Problemen beschäftigt, die die Allgemeinheit und ihre Lebensinteressen in hohem Maße berühren.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei 'Beranttoortung.)
Gießen — Klein-Konstant ttiopel.
Ich bewundere von Tag zu Tag mehr, wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen (Strafieiuügen in bezug aus Sauberkeit werden. Während gewisse Straßen und die Anlagen sauber und schmuck aussehen, werden andere Straßen in einer Weise vernachlässigt, daß ihr Eindruck, auf Fremde zumal, besamend für unsere Stadt fein muß. Ich spreche hier insbesondere für „meine" Straße, die Reustadt. Schweigen wir vom Pflaster, das längst bei so starkem Durchgangsverkehr hätte modernisiert werden dürfen. Was aber heute bereits abgestellt werden könnte, ist die Hundeplage. Hunde jeder Art und Größe treiben sich den ganzen Tag in der Reustadt umher. Tagsüber kann man dutzende Male die Tiere vom Haus vertreiben. Macht man morgens sein Geschäft auf. dann kann man zunächst Ladeneingang und Schaufenster reinigen, weil die Tiere in der Rächt und am Morgen ihr Geschäft verrichtet haben. Ich habe schon alle möglichen Mittel versucht, die angeblich Hunde verscheuchen Entweder haben sie nichts getaugt, oder sie sehen — wie z. B. Schwefelblüte — am Haus nicht gut aus. Ich frage nun: 1. Kann die Polizei nicht verhindern, daß Hunde frei herumlaufen? (Leider habe ich auch schon beobachtet, daß ..Herrschaften" ihre Hunde am Haus ihre Notdurft verrichten lassen, und wenn man was dagegen sagt, bekommt man noch freche Antworten, etwa, ob denn das ..arme Tier" eS einhalten solle?) 2. Kann mir jemand sagen, ob es ein unsichtbares und wirksames Mittel gibt. Hunde vom HauS abzuhalten? SM.
Kirchliche Nachrichten.
Katholische Gemeinden.
Mittwoch, den 6. Juni.
Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.
Donnerstag, den 7.9unk Fronleichnamsfest.
Gießen. 6J0 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Korn- munlon; 9: Hochamt; 9.45: Prozession. 11: Messe; 2: Festandacht mit Segen; 8: Beichtgelegenheit. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt.
Freitag, den 8. Juni.
Feier des Großen Gebets.
Gießen. 6 Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten; Beginn der Betstunden; 6, 7, 8 und 9: hl. Messe. Die Betstunden werden von morgens 6 bis abends 8 Uhr gehalten; die letzte -stunde ist um 8 Uhr, darauf Prozession in der Kirche und feier- sicher Schluß. Beichtgelegenheit ist morgens von 6 Uhr an. Die hl. Kommunion wird vor und in allen Meßen ausgeteilt.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags. 5 bl» 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.
Für unverlangt eingefandte Dlanuffriplc ohne beigefügte» Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die binter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. — ReichSbankdiSkont 7 Prozent. LombardzinSfuh 8 Prozent.
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Test bei dem zeigte, bah Deu machen muhte, waren die $oi gegeben, man ü gräflich nahe, a kräftig auftreten traten die Derst das liberale D Teile auseinc Unterschied, dah gewaltigen Aus Deutsche Avllspc war, in der Ac tioniftärfe erreid len die großen wurden, nicht er, nur ein Drittel d> tiiwn. Den gi bit Deutsche Tt unerheblicher gangen, hat sii den Lplitterpar
Gerade das aber hat gezeig liberale Bürg« lofigkeit pvlitisr fchlofsene Fron: der zusammen^ auch eine getr Stritt zu hm, sich nur noch ei
Deutschen D bat vor Jahr u o'JLL9Un9 M aroeö, um ein ge stondigung zu lv gar nichts errei xfuhrt, das de ^.soll jetzt ^mgung nim Ptwnben der 5 Demokraten zu Äum JJjtabau zu sch< Me fortgesetzt
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