Ausgabe 
5.12.1928
 
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stellung persönlichen Erlebens, die Vermittelung menschlichen Empfindens, seelischer Eindrücke, die Zeichnung von Wirklichkettsblld^m, die jeder nachempfindet, der an den Kämpfen teilgenommen hat, als berechtigt anerkannt werden. Sie ge­stattet eigentlich erst, eine wirklich« Vorstellung von der Gröhe der vollbrachten Taten zu gewin­nen, sie gibt einem Heranwachsenden Geschlechte die Möglichkeit, di? Schwere unseres Dingens zu. erfassen, den BegriffMaterialfchlacht" jeden­falls überzeugender in sich aufzunehmen, als das eine noch so vortreffliche Aneinanderreihung der Kampsbegebenheiten vermag. Der im Aichang beigefügte klare ^leberblick über die Schlacht aus der Feder des Obersten a. D. Lange ergänzt Deumelburgs künstlerische Leistung in vorzüglicher Weise. Der Verlag hat auch diesem Bande eine ausgezeichnete Ausstattung an Bildern und Kar­ten zuteil werden lassen.

Gasi Mustafa Kemal Pascha. Die Nationale Devolution 19 2 0/27. Ver­lag K. F. Koehler in Leipzig. Ganzleinen 16 Wk. (642) Die nationale Devolution hat Kemal Pascha in der durch jahrzehntelangen Krieg völlig erschöpften Türkei praktisch verwirklicht. Sieben Jahre, von 1920 bis 1927, dauert das Dingen gegen den äußeren und inneren Feind. 1923 er­zwingt er nach erbitterten Kämpfen gegen Eng­länder, Franzosen, Griechen und Armenier im Frieden von Lausanne die nationale Selbständig­keit der Türkei. Fast schwieriger noch ist der auf­reibende Kampf gegen die eigene Regierung, der schließlich zur Absetzung des Sultans, zur Ab­schaffung des Kalifats, zum Bruch uralter Tra­ditionen führt. Kemal Paschas eisenharter Wille spricht aus jedem Kapitel seiner temperament­vollen Ausführungen, er hat das fast Llnglaub- liche fertiggebracht, seinem in Fatalismus er­starrten Volk, das um Jahrzehnte zurückgeblieben war, durch wahrhaft großzügige Deformen zu einem modernen Staatswesen zu verhelfen. Das fesselnde Werk schließt an den vor einigen Mo­naten erschienenen BandDer Weg zur Frei­heit 1919/20 an. Die beiden Werke gemeinsam enthalten die Geschichte der modernen Türkei, wie sie Kemal Pascha in seinem Rechenschafts­bericht wiedergegeben und durch zahlreiche Doku­mente belegt hat.

Alfred v. Wege rer: D ie Wider­legung der Versailler Kriegsschuld­these. Verlag Reimar Hobbing, Berlin SW 61. Preis 7 ML (608). Zn diesem Buch hat der langjährige Leiter der Zentralstelle für Erfor­schung der Kriegsursachen und Herausgeber der MonatsschriftDie Kriegsschuldfrage" alle of­fiziellen Schuldanklagen, die während der Frie- densverhandlungen und im Versailler Vertrag gegen Deutschland vorgebracht worden sind, zu- sammengesaßt und überzeugend widerlegt. Es wird auch der Nachweis gebracht, daß das gegen uns von den Alliierten abgegebene Urteil in der Kriegsschuldfrage auf Grund eines völlig un­zureichenden falschen und sogar gefälschten Doku- menten-Materials aufgebaut war. Schon damit fällt das Urteil in sich zusammen. 3m übrigen geht das Buch aber auf alle Anllagen und Be­schuldigungen Punkt für Punkt ein, und findet die Widerlegung nur an Hand von einwandfreiem Dokumenten-Ntaterial statt. Wegerer kommt zu dem Ergebnis, daß das Urteil in der Kriegs- fchuldfrage, wie es in der Versailler Kriegsschuld­these zum Ausdruck kommt, falsch ist und im 3n- teresse unseres Ansehens, sowie um die notwen­dige moralische Grundlage für eine Revision des Versailler Vertrages zu schaffen, beseitigt werden muh.

Starkenburg.

Lpd. Darmstadt, 4.Dez. Der Besuch der Technischen Hochschule stellt sich für das laufende Wintersemester auf 2511 Studierende und 27 Hörer. Diese Zahlen verteilen sich auf: Architektur 267, Bauingenieurwesen 309, Ma­schinenbau 779, Papier-Ingenieurwesen 85, Gas­ingenieurwesen 10, Elektrotechnik 545, Chemie (einschl. Elektrochemie, Pharmazie) 145, Mathe­matik und Naturwissenschaft 160, Slaatswissen- schaften 238. Zu diesen Studierenden kommen noch 218 Gäste, so daß sich die Gesamtbesucher­zahl der Technischen Hochschule für das laufende Wintersemester auf 2756 stellt. 3m Vergleich zum letzten Wintersemester 2651 und zum Sommer­semester 2551 ist ein Zuwachs zu verzeichnen.

WSN. Pfungstadt, 4. Dez. Gegen 11 Uhr spielte sich hier vor der neuen Volksschule ein aufregender Vorfall ab. Ein Auto aus D a r m st a d t fuhr vor dem Schulhause vor, und der Insasse ließ sich ein siebenjähriges Mädchen herausrufen, das er gegen fernen Widerstand zum Auto schleppte und mit ihm davonfuhr. Durch das Schreien des Kindes war die Nachbarschaft aufmerksam geworden. Ein

Kaufmann notierte sich die Nummer des Wagens und» verständigte bh Polizei. Dieser gelang es, den Entführer festzustellen. Es war der von seiner Familie getrennt lebende Vater des Kindes.

SeuMtiatlonale Krelsvertre'er-Tagllng.

* Lauterbach, 4. Dez. Am Sonntag hielt hier dieDcutschnationaleDolkspartei eine Kreisvertretersitzung des Krei­ses Lauterbach unter der Leitung des Kreis- Vorsitzenden, Sartorius (Lauterbach), und in Anwesenheit des Provinzvorsihenden, Studien­rats Dr. Lenz (Gießen), ab.

Zunächst wurden organisatorische Fra­gen und die Aufgaben der nächsten Zeit erörtert, wobei wiederholt die Ueberzeugung zum Ausdruck kam. daß nur ein festes organisatorisches Gerippe die Grundlage für den weiteren Ausbau der Partei bilden könne. Das Abspringen von vielen bäuerlichen Wählern, welche bisher immer in der Deutschnationalen Dolkspartei eine gut«Ver­tretung für ihre 3nteressen gefunden hätten, zur neugebildeten Christlich-Na ionalen Bauernpartei wurde außerordentlich bedauert, und der Hoff­nung Ausdruck gegeben, daß diese Trennung keine dauernde sein möge.

Bei der anschließenden satzungsmäßigen Neu­wahl des Kreisvorstandes wurde mit kleinen Aenderungen der bisherige Kreisvor­stand mit Herrn Sartorius als Kreisdvr- sitzendem Wiedergewählt.

Sodann behandelte Studienrat Dr. Lenz in längeren Ausführungen, die mit größtem 3nter- esse verfolgt wurden, verschiedene akute Fragen: Zum bedauerlichen Falle des Austritts von Prof. Werner, der gerade auch im Kreise Lauterbach großen Eindruck gemacht hat. schil­derte der Redner die Ursachen, die schließlich zum Austritt führten Die Wahl Hugenbergs zum Parteivorfitzenden sei nur zu begrüßen Hugenberg, der eine allgemein, auch von den Gegnern anerkannte Führernatur fei, habe in feinem arbeits- und erfolgreichen Leben bewiesen, daß er in allen Sätteln gerecht sei. Als jahre­langer Direktor der Raiffeisen-Genossenschaften und Leiter der Posenschen Landesgenossenschafts- bank habe er besonders auch die landwirtschaft­lichen Verhältnisse und die Nöte und Sorgen des Bauernstandes kennengelernt. Wenn irgend jemand, so sei er der richtige Mann, aus der Partei einen starken nationalen Block und Sam­melpunkt für alle national Gesinnten zu bllden

Nachdem zum Schlüsse noch die Frage des Stahlhelm-Volksbegehrens und die Stellung der Partei dazu kurz erörtert worden war, wurde die Verfanrmlung geschlossen.

Wirtschaft.

Oie Dresdner Ba ck zur Wirtschaftslage

Nach den Ausführungen des Monatsberichts der Dresdner Bank hat sich die Konjunktur- l a g e kaum geändert. Die Abschwächungs- erscheinungen haben auch im November nur langsame Fortschritte gemacht, wobei saison- mäßige Einflüsse wirksam blieben, die in ver­schiedenen Derbrauchsgüterindustrieir. namentlich im Bekleidungsgewerbe und in den für das Weihnachtsgeschäft arbeitenden Geschäftszweigen zu verzeichnen waren. Da mit fortschreitender 3ahreszett eine weitere Abschwächung der Tätig­keit in den Auhenbetrieben zu erwarten ist, und um die 3ahreswende aui> die Beschäftigung In den meisten Verbrauchsgüterindustrien eine Ein­schränkung zu erfahren pflegt, ist für £:e nächsten Monate mit einem stärkeren Rückgang des indu­striellen Beschäftigungsgrades zu rechnen. Hinzu kommt, daß sich noch nicht über,etzen läßt, welche Rückwirkungen sich auZ dem Konflikt in der nordwestlichen Eisenindustrie auf die übrigen 3n- dustriezweige ergeben werden.

Auf dem A r b e i t s m a r k t hat sich im Oktober die Lage bereits leicht verschlechtert. Daß sich der Konjunkturrückgang bisher in den Preisen nicht hat durchsetzen können beruht darauf, daß in Deutschland die Preise dem allgemeinen Konjunk- turverlauf erst mit einer verhältnismäßig starken Verspätung zu folgen pflegen. Während z. B. der Index der Industrieproduktion während der Krise 1925/26 bereits im März' 1925 zu sinken begann, zeigten die Preise für Ändustrieworen erst vom September 1925 an eine Senkung. Zur Zeit desKon- junkturaufschwungs 1926'27 stieg die Produktion bereits vom Mai 1926 an, während die Industrie- Warenpreise erst im Februar 1927 zu steigen be­gonnen. Da die Industrieproduktion im Verlaufe der letzten Konjunkturabschwächung erst vom Früh­ling ab einen merklichen Rückgang aufweist, so würde es der bisherigen Erfahrung nicht wider­sprechen, wenn jetzt die Preise für Jndustriewaren

noch keine scharfe Senkung erfahren haben. Da aber die Konjunkturabschwächung bereits verhältnis­mäßig weit vorgeschritten ist, und sich auf die Wirt­schaftslage auch die saisonmäßige Entwicklung nun­mehr sichtbar auswirken dürfte, so könnte man in den kommenden Monaten mit dem Beginn einer Abschwächung der Preise rechnen, soweit sich nicht Lohn- und preispolitische Faktoren wieder störend bemerkbar machen.

Auf dein Geldmarkt ist nunmehr eine nickt unbeträchtliche Erleichterung festzustellen, die sowohl in einer starken Verminderung der Beanspruchung des zentralen 9lotenmftituts seitens der Wirtschaft, als auch in den weichenden Zinssätzen zum Aus­druck gekommen ist. Diese Tatsache ist um so be­merkenswerter, als die maßgebenden ausländischen Geldmärkte im vergangenen Monat eher Neigung au einer Versteifung aufwiesen. Die allmählich ein­setzenden Vorbereitungen für den Iahresultimo dürften allerdings eine Unterbrechung der fortschrei­tenden Entspannung auf dem Geldmärkte bringen.

Mit der Erleichterung am Geldmarkt hot der ver­floßene Monat auch der Börse eine bessere Ten­denz gebracht. Trotz des sehr ernst zu nehmenden Konfliktes in der Eisenindustrie und einiger anderer ungünstiger Momente, wie Dividendenausfälle und Sanierungen, ließ die Börse eine bemerkenswerte Widerstandskraft erkennen. Die Belastungsprobe der letzten Zeit wird in naher Zukunft durch die Reparationsverhandlungen oller Voraussicht nach von neuem erheblich verstärkt werden. Die letzt- monatige Kursbesserung und Geschäftsbelebung er­streckte sich zunächst zwar vorwiegend auf einige Spezialgebiete, wie auf den Markt der Elektrizi­tätsaktien, sowie auf chemische Werte, griff aber all­mählich auch auf andere Marktgebiete über. Be­merkenswert war auch die Kursentwicklung der Reichsbtmk-Anteile, die auf große Auslandkäufe hin mit etwa 334 v. H. ihren bisherigen Höchstkurs erreicht haben.

* Von der Frankfurter Börse. Dom 8. Dezember ab werden die Aktien der Hirsch Kupfer- und Messingwerke, A.-G, im Verkehr au veränderlichen Kursen, statt wie bisher in Mindest­beträgen von 1200 Mark, in Mindeftbeträgen.von 1000 Mark und einem Mehrfachen hiervon gehan­delt und notiert.

Echo , se hof - Dinding - Bürger- bräu-A.-G, Frankfurt a. M. Der Auf- sichtsrat d.r Schö.f^hof - Tindi g - Dürge b.äu- A.-G., Frankfurt a. M., beschloß, der auf den 28. Dezember einzuberufenden Genevalversamm- lung die Verteilung einer Dividende von wieder 20 Prozent vorzirsHagen.

Auflegung der Ruhrgas-2l.-G.- Anleihe. Der 1,50 Millionen Dollar betragende holländische Abschnitt der 6V»pro- zenttgen Obligationen der Ruhrgas-A.-G. wird am 7. Dezember zu 94 Prozent in Amsterdam aufgelegt. Emissionsbanken sind: die Nederland- sche Handel Mj.. die Amsterdamsche Credit Mj., sowie die Banklirmen Mendelssohn & Co. und Pierson & Co., Amsterdam, und R. Mees en Zoonen, Rotterdam.

* Kammgarnspinnerei Stoehr, QL - G. Der Aufsichtsrat der Kammgarnspinnerei Stoehr in Leipzig beschloß, die Erhöhung des Qlktienkapitals um 4Vz auf 22 Mill. Mk. zu beantragen. Den Aktionären wird ein Dezugs- recht im Verhältnis von 4:1 zu pari geboten. Die verbleibenden 125 000 Mk. Aktien sollen im 3ntereffe der Gesellschaft verwertet werden. Außer der vorzufchlagenden Dividende für das Geschäftsjahr 1928 soll aus dem Freigabefonds eine Sonderzuweisung von 10 Prozent deS jetzigen Stammaktienkapitals empfohlen werden. 3n der gleichzeitig abgehaltenen Sitzung des Auf­sichtsrates der Kammgarnspinnerei Gautzsch, QL- ©., in Leipzig wurde beschlossen, der auf den 28. Dezember einzuberufenden ao. G.-V. die Fu­sion mit der Kammgarnspinnerei Stoehr mit Wirkung ab 1. 3anuar 1928 durch Austausch von 640 Mk. Gauhsch-Qlltien gegen 250 ML Stoehr-Qlltien vorzuschlagen. Der Austausch er­folgt beiderseits ohne Dividendenschein für 1928, doch übernimmt Stoehr bei Durchführung der Fusion die Vergütung des den Gautzsch-Aktien anhängenden Dividendenscheines mit 8 Proz. Die den Aktionären der Kammgarnspinnerei Gautzsch zu liefernden Aktien enthalten die Stoehr- Bezugs- und Bonusrechte.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 5. Dez. Tendenz fest. Nachdem an der gelingen Abendbörse im Grund- ton der Tendenz eine eher freund i Here Stim­mung zu bemerken war, eröffnete der heutige Markt in fester Haltung. Die Spekulation fch-ritt in verstärktem Maße zu Deckungen^ da das Ausland und die Privatkundschaft stärker am Geschäft beteiligt sind. Der unsichere Verlauf der gestrigen Neirhorker Börse wurde nur wenig

beachtet, doch übte die Kulisse zeitweise noch Zurückhaltung. Das Geschäft konnte sich im all- gemeiren nicht sehr lebhaft gestatten und be­schränkte sich i.i der Hauptsache nur auf Spezial- werte. 3m Vordergrund standen am Elektromarkt Licht und Kraft mit plus 6,25 Proz., Schuckert mit plus 3,5 Proz. Auch am Farbenmarkt be­stand bei lebhafterem Geschä t für 3. G. Farben mit plus 4,5 Proz. größeres 3ntrres,e. Scheide- anstalt etwas gefragt und 2 25 Proz. fester. Am Montanmarlt blieben de Umsätze Bei mftst nur knapp behaupteten Kerfen minima'. Etwas bevor- $ugt und 1,5 Proz. höher eröf.n-trn Rheinische Braunkohlen. Trotz gestelgerten Ka.iabsatzes im Monat November waren Kaliwerte nur wenig verlangt. Weste.egeln tonn en 1,5 Prozent an» ziehm. Nachfrage bestand noch für Zellstoff Waldhof mit plus 3,25 Prozent und Deutsche Linoleum mit plus 3,5 Prozent. Bon Baa- unternehnrungen waren Holzmann mit plus 2 Prozent verlangt. Hoch- und Tiefbau dagegen eher angeboren und bis 1,5 Prozent niedriger. Olm Au.omarkt unle.lagen Adlerwerke weiteren Schwankungen, sie waren eher angebo.en und et­was schwächer. Schisfahr.swerte lagen etwas erhohL Olm Elektrornarkt waren die Umsätze klein. Deutsche Anleihen waren behauptet. Von Ausländern Türken auf angeblich erneut ein­getretene Schwierigkeiten in der Schuldrnregelung stark vernachlässigt und schwächer. Rach der elften Kursfestsetzung schränkte sich das Geschäft ejn. Don den schon zu Anfang bevorzugten Pa­pieren waren vereinzelte Werte weiter gefragt Die Tendenz blieb freundlich Olm Geldmarkt war Lagesgeld zu 6 Prozent unverändert. Olm De­visenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1960, gegen Pfund 20.358, London gegen Kabel 4.8503. gegen Paris 124.16, gegen Mailand 92.68, ge­gen Madrid 30.02, gegen Holland 12.0813.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 5. Dez. Der Frankfurter Prvduktenmarkt verkehrte zum heutigen Haupt­tage in ruhiger Haltung. Das Qlngebvt tu Aus- landware, hauptsächlich für Weiten, ist reich­licher geworden, aber Olbsatz ist kaum vorhanden. Stärker angeboten war Weizenmehl und etwas schwächer. Sonst sind die Umsätze bescheiden. Es wurden notiert: Weizen 22,75 ML: Roggen 21,75 bis 22; Sommergerste (für Brauzwecke) 23,75 bis 24: Hafer (inL) 22,75 bis 23,25: Mais (gelb, für Futterzwecke) 22,75; Weizenmehl süddeutsches. Spezial 0) 32,75 bis 33,25; Roggenmehl 29,25 bis 30; Weizenkleie 13,75 bis 13,85; Roggen- kleie 14,25 ML Tendenz: ruhig.

Kunst und Wissenschaft.

Zum Fall hafenclever.

Auf eine Anzeige hin hatte die Staatsanwalt­schaft gegen den Dich er Walter Hasenclever Ermittlungsverfahren toejen Gotteslästerung ein­geleitet. Anlaß zu diesem Verfahren gab dis Ausführung der KomödieEhen werden im Him­mel geschlossen". Nach Prüfung des Sachvevhal s ist jetzt dieses Ermittlungsverfahren eingestellt worden, dabeschimpfende Äeuhe- rungen", die nach dem Wortlaut des 8 166 SLG.B. die Voraussetzung der Strafbarkeit der Gotteslästerung sind, als nicht vorliegend erkannt wurden.

Letzte Nachrichten.

Von einem Leitungsmaft des Lleberlandwerkes abgestürzt.

Ein schwerer Llnglücksfall ereignete sich heute vormittag zwischen 11 und 12 ttlhr in Alten-Buseck. Dort war der 28 3ahre alte, verheiratete Elektromonteur Willy Gelse- b a ch aus Gießen bei dem Sehen neuer Lei­tungsmasten für das Lleberlandwerk der Stadt Gießen beichästigt. Als der Mann an einem der neugesetzten Maste in etwa 10 Meter Höhe arbeitete, brachen ihm die Steigeisen und gleich­zeitig riß auch der Sicherungsgurt, mtt dem er sich an dem Mast befestigt hatte. Der Be­dauernswerte stürzte, sich überschlagend, aus der großen Hohe ab und blieb mit schweren in­neren Verletzungen und einem Bruch des linken Unterarms und des rechten Schullerblattes besinnungslos am Boden liegen. Ein rasch her­beigerufener Arzt leistete dem Verunglückten die erste Hilfe und lieh ihn dann durch die Freiw. Sanitäts-Kolonne vom Boten Kreuz in Gießen mit dem städtischen Sanitätsauto der Chirur­gischen Klinik in Gießen zuführen.

BT Einem Teil der beuiinen ShiHane Hent eine EnwfehlnniS-Beilaae der Firma Brüder Sckmidt. (Ließen. LelterSwea 83, bet [IU653D

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der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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