Einzelbild herunterladen

MrenHrS,

Köst-

ixdist

Maparz

HordO>«n.

10 Os»

locfch.

ADtroetn-

La Conina

Donnerstag, d. 4. Okt. 1928,7naDdS.

Wien q

/sch tok ° \o °

int

Ne oon

&flr Haut

Für Hoi

.ei

Vva

rfiel igßlXll > keM Uneti Orter anb«

Qlll

ist ? ipollt E

oermfl' LcmP°

Sag1 ötünjn Stil' billig nein W' W lverdo sättig regur eure Ause unö sM Sie^ untiS euch D: Verte euch - kommt d«nh daS 5 jene dieH die je billigt nimm! zen rr nicht n Leben! rsveri chr Der rast, c' und t werdet betrog leim

Tob einer gram Seich zu S, Wens' steHen, unfern unfern Menfti gefetzt KM ob w rafen leicht großen mehrt ferne des &

r

Soi Uhr. 14.48

164 Docho

reiten unseren Angriff vor. Erfolgen wird un­ser Angriff, wenn uns die Stunde dafür günstig erscheinen wird. 3n der Oeffentlichkeit ist die Auffassung verbreitet worden, als ob der Stahl­helm bei der Vorbereitung und Durchführung sei­nes Vorhabens eine besondere Bindung mit der Deutschnottonalen Volks­pa r t e i eingegangen sei. Um allen Mistdeutun­gen zu begegnen, wird ausdrücüich festgestellk, daß der Stahlhelm das Volksbegehren unter keinen Umständen im Bunde mit einer einzigen Partei durchführen wird, sondern ohne Hilfe iraendwelcherPar- tei oder mit der Hilfe aller Par­teien, die in der Auffassung mit ihm einig gehen, dost die Grundschäden des parlamentari­schen Systems rücksichtslos beseitigt werden müssen.

Oer protesianteniag gegen ein Konkordat.

Eisenach, 4. Olt. (LU.) Die Donnerstag- sihung des Deutschen Protestantentages brachte zunächst die einmütige Annahme zweier Kund­gebungen durch die Mitgliederversammlung. Die eine nimmt Stellung zur Konkvrdatsfrage:Die aus ganz Deutschland in Eisenach auf dem Deut­schen Protestantentag versammelten Teilnehmer drs deutschen freien Protestantismus erfahren in ernstester Sorge, daß die preußischen Verhandlungen mit dem Vatikan über Ab­schluß eines Konkordats weit gediehen sind. Wir wollen konfe ssionellen Frieden I Ein Konkordat dient dem nicht. Abgesehen von der Erfahrung, daß Konkordat ost in der Auslegimg Diskordat zwischen den Vertragsschließenden wird, muß jedes Konkordat rr.varitätisch wirken. Einen dem völkerrechtlichen Vertrag mit dem Papst vollwertig entsprechenden Vertrag mit den evangelischen Landeskirchen gibt es nach der Eigenart des Protestantismus nicht. Wir wollen einen solchen Vertrag auch nicht, denn wir wollen keinerlei Klerikal-Herrschaft, irgendwo im deutschen öffentlichen Leben noch in der evangelischen Kirche. Wir lehnen jeden völkerrechtlichen Vertrag zwischen Staat und Kirche ab. Die Beziehungen zwischen Staat und Kirche sollen und müssen unter voller Wahrung der kirchlichen Interessen geregelt werden, aber nur durchkorrespondierende Staats- und Kirchengesetze. Wir richten deshalb an alle verantwortlichen Stellen in Reich und Ländern die dringende Auslorderung: Schließt kein Konkordatl

Oas Kultusministerium dementiert.

Kein Abschluh der KonkordatSverhandlungcn in Preußen

Berlin, 4. Okt. (WB.) Der Amtliche Preu­ßische Pressedienst schreibt: 3n letzter Zeit sind von verschiedenen Seiten Rachrichten in die Presse gelangt, die von einem A b s ch l u h der zwischen dem Kultusminister und dem hiesigen apostolischen Runtius geführten Ver­handlungen und von der Fertigst ellung einer Konkordatsvorlage wissen wol­len. Dies« Rachrichten sind offenbar im Zu­sammenhang mit den parlamentarischen Erör­terungen über die Erweiterung der Preuhenkoalition entstände. Die preu­ßische Staatsregierung hat durch den Minister Dr. Decker bereits wiederholt im Landtag er­klären lassen, daß es gerade vom Standpunkt der staatlichen Interessen durchaus erwünscht sei, das Dertragsverhältnis zwischen Staat und katho­lischer Kirche gemäß den durch die Reichsver- sassung geschaffenen veränderten staatsrechtlichen Verhältnissen neu zu regeln. Die hierüber seit geraumer Zeit schwebenden Verhandlungen sind beiderseits unverbindlich geführt und keineswegs abgeschlossen. Unter die­sen Umständen hat das preußische Kabinett zu der Materie noch nicht Stellung nehmen tonnen. Gegenüber den auf dem Schulgebiet ge­äußerten besonderen Besorgnissen wird ausdrück­lich erllärt, daß eine Vereinbarung zwischen Staat und Kirche, die die Staatshoheit auf dem Schulgebiet einschranken könnte, nicht in Frage kommt.

Oie Reuenmgen bei der Reichsbahn.

Dorpmüllcrs Programm.

Berlin, 5. Oßt. (Priv.-Tel.) Heber die Sicherheit auf der Reichsbahn und die bevorstehende Einführung des Zwei» klassensystems erklärte Generaldirektor Dr. Dorpmüller einem Mitarbeiter derVoss. Ztg." u. a.: Es ist ausdrücklich festzustellen, daß die Reichsbahn prozentual viel stärkere Aus­besserungsarbeiten leistet, als vor dem Kriege. Die in der Denkschrift des Untersuchungsaus­schusses vorgeschlagenen Verbesserungen sind von uns zum großen Teil schonindieWege ge­leitet worden. Dies bezieht sich besonders auf die bayerischen Verhältnisse. Die langen Dienst- und Feierschichten sind tradi­tionell in Süddeutschland überliefert. Das Per- tonal hält mit großer Zähigkeit an dieser Ein­teilung fest, ich bin aber entschlossen, wenigstens auf stark befahrenen Strecken das normale Schichtsh st em einzuführen. An den Haupt- brennpuntten des bayerischen Verkehrs ist di« neue Diensteinteilung jetzt schon durchgeführt. Zu­gleich mit diesen Maßnahmen bemühen wir uns, die Signale auf allen deutschen Strecken zu vereinheitlichen. In der Denkschrift ist darüber Klage geführt worden, dast das Schie- nenmaterial nicht mehr so haltbar sei wie früher. Die Schienen werden den schärfsten Prü­fungsmethoden unterworfen und genau auf Zug und Druck untersucht. Von jeder Schienenliefe- ru'.eg werden Teile abgeschnitten und bis zum Zerreißen gezerrt. Außerdem wird «ine schwere Stahlkugel unter hydraulischem Druck auf den Schien.enlopf gepreßt.

Generaldirektor Dorpmüller ging dann auf die Einführung des Zweiklassensystems ein. Da wir in Deutschland rund 30C00 Wagen /. Klasse haben, können diese Wagen nicht mit einem Ruck aus dem Betriebe gezogen werden. Wir haben deshalb vom Reichsverkehrsmini- stcrium die Erlaubnis eingeholt, diese Wa­gen vorläufig weiter verwenden zu -fe-. Die neuen Typen dieser Wagen ähneln schon sehr Denen der 3. Klasse. Künftig werden wir alle 3. - K l a ss e - W a g e n in den De-

Oie Wetterlage

die charakteristischen Eigentümlich, deutschen Stämme und damit den weit deutlicher zum Ausdruck

dient und ketten der volkswillen

C a r b e, der Generalbevollmächtigte der Firma Mosfe (Berliner Tageblatt), das Wort, um die Kollegen aus dem Reiche in Berlin herzlich will­kommen zu heißen. Cs gibt in Deutschland, er- llärte er, keine dominierende, das Land mit einer Einheitsmeinung regierende Großstadtpresse.

IBit haben in Deutschland, gottlob, an allen Oct en und in allen Landern und Gemeinden eine baden ständige tüchtig und interessant geleitete Presse, die den Bedürfnissen und den An­schauungen des eigenen Gebietes weit besser

Ein Fest der deutschen presse.

OerJreichökanzlervordenZeitungSverlegern.-OieBedeutung derprovinzpreffe.

dem Arbeitsgebiet des Zugbegleitdienstes liegt. Bei den Fahrten von und zum Zuge, beim Ran­gierdienst und solchen Diensten, die nicht direkt vor dem fahrende Zug geleistet werden, ist nur ein Mann auf der Lokomotive. Erst kürzlich fuhr eine durch den plötzlichen Tod des Loko­motivführers führerlos gewordene Lolomockve durch den Münchener Bahnhof und wurde erst durch eine starke Mauer der Werkstättenräume aufgehalten. Di« bisher geringen Erfahrungen auf diesem Gebiet stützten sich auf eine sehr geringe Anzahl von e'ektrischen Lokomotiven. Würde die Anzahl derselben höher sein, so würde unsere Auffassung, daß die Betriebssicherhell ge­fährdet ist, stärker hervortreten.

bringt, als das jemals eine zentralisierte Groß- stadtpresse könnte.

Wir, die Großstadtpresie, die wir im allgemeinen vaterländischen Interesse, nach Weltgeltung ringen, haben ganz andere Aufgaben und wollen mit niemand im Lande konkurrieren. Mehr denn je haben unsere Zellungen in heutiger Zeit eine Kul­turmission und eine aroße politische Mission zu er­füllen. Die schweren Zeiten, die wir in unserem Be­ruf durchlebt haben, haben wir nur dadurch über­standen, daß wir einig wie ein Mann der klugen Führung des Vereins Deutscher Zeitungsverleger ge­folgt sind. Schweres haben wir durch Einig­keit vollbracht. Schwereres steht uns bevor. Voll­bringen werden wir es nur, wenn Deutschland einig ist in all seinen Stämmen, einig kann es nur sein, wenn wir, die Manner der Presie, die Führung nicht aus der Hand geben, wenn wir, mögen wir Bayern, Preußen, Württemberger, Sachsen, Hessen, Ostpreußen, Rheinländer, Mecklenburger, Pommern oder Schlesier sein, Männer von der Wasserkante oder aus Deutschlands Süden uns brüderlich, trotz Wahrung jeglicher Stammesart ohne Ueberfieifte« rung politischer Meinungsverschiedenheiten die Hand reichen.

Aus aller Wett.

Hiu Dresdner Gattenmordprozetz.

Dresde», 4. Okt. (WB.) 3m Prozeß gegen den Fabrikanten Treiber, der beschuldigt ist, sein« Frau von einer Felsplatte im Großglockner-GebietindieTiefege- stoßen zu haben, um eine Versicherungs­summe in Höhe von 30 000 Dollar zu er- I langen, wurden heute zunächst ein« Reihe von Personen aus dem Absturzgebiet vernommen, darunter die österreichischen Revierinspelteure und ein Bergführer. Aus der Vernehmung ging hervor, baß di« Sicherung am Unglücks­tage für eine so ungefährliche Bergtour völlig ausreichend war. Die alpine Ausrüstung des Ehepaares Treiber genügte ebenfalls voll­kommen. Der österreichische Landgerichtsrat Dr. Vorbeck, der die Exhumierung der Leiche der Frau Treiber im Juli 1928 beaufsichtigt hat, sagte aus, die Obdultivn der Leiche hätte nichts ergeben, was auf eine vor dem 'Unfall vor­handene Krankheit hätte schließen lassen. Die Wirttn des Seebichelhauses, wo das Ehepaar Treiber vor dem Absturz der Frau Treiber gerastet hatte, erzählte, beide Eheleute seien nach zweistündiger Rast gegen 14 Uhr noch einmal aufgebrochen. Treiber dage­gen behauptet, daß es 16 Uhr gewesen sei. Der österreichische Revierinspektor K ö l b l aus Althofen kam bei seinen Ermlltlungen zu dem Ergebnis, daß ein Absturz auf dem von Treiber gewählten Weg unmöglich war. Auch hülle sich nach seiner Ansicht die Leiche bei einem Absturz an einer anderen Stelle be­finden müssen. Der Revierinspektor Teng aus Althofen, der die Aettungsexpeditivn lellete, schilderte die Auffindung der Leiche. Unter großer Spannung wurde nunmehr eine Büste der Toten in den Saal gebracht, bei der der Zeuge die von ihm beobachteten blutunter­laufenen Flecke mit Blaustift einzeichnete. Auf Befragen «rflarte er, daß über das Leben des Ehepaares in Herligenblut nichts Rachteili- ges zu erfahren war. Eine Krankenschwester R o r a ck aus Gera, die sich am Absturztage in Heiligenblut aufgehalten und die Leiche der Frau Treiber zur Beerdigung zurechtgemacht hatte, sagte aus, daß der Gesichtsausdruck der Toten grauenvoll und hart gewesen sei. Diese Angabe ist insofern wichtig, als die Ver­unglückt« bei Lebzellen einen äuherst lebens- l u st i g e n Gesichtsausdruck hatte. Um 18 Uhr wurde die Verhandlung abgebrochen. Für morgen sind insgesamt 21 Zeugen geladen, darunter auch die drei Geliebten Treibers, Die er schon zu Lebzeiten seiner Frau gehabt hat. (Eine ganze Familie das Opfer eines Autounglücks.

In Oberkärnten stieß ein Auto mit dem Motorrad mit Beiwagen des Betriebsleiters Reicher zu­sammen, Der mit Frau und seinem sechs­jährigen Kinde nach Villach fuhr. Reicher, seine Frau und das Kind wurden getötet

Schweres Flugzeugunglück in den Pyrenäen.

Ein Flugzeug der Linie Barcelona Per­pignanToulouse mit Passagieren und Post aus Cassablanca an Bord ist abends infolge Nebels bei (Berona, etwa 100 Kilometer nördlich von Barcelona, im Gebirge ab gestürzt und ver­brannt. Die Drei Insassen kamen ums Leben.

Schweinepest.Skandal in Schlesien.

Aus dem niederschlefischen Städtchen S ch l a w a an der polnischen Grenze wird über ein Schweine Massensterben berichtet. Ueber 1000 Tiere sind von der Schweinepest befallen worden. Es sind schwere Verfehlungen gegen das Viehseuchen- und Rah-

rungsmittelgesetz festgestellt worden. Ott* Molkerei-Genossenschaft verheimlichte die Krankhell seit Juni mrd verkaufte eine groß« Menge der Tiere nach Berlin als Schlacht- Ware. Der tierärztliche Fleischbeschauer in Schlawa behauptet die Krankhell die bekanntlich sehr leicht erkennbar ist, nicht bemerkt zu haben. Mll der skandalösen Angelegenheit beschäftigt sich nun die Glogauer Staatsanwaltschaft.

Großer Fabrikbrand in Bart

In einem Vorort von Dan brannte eine große Wattefabrik, die zum größten Teil einer französischen Gesellschasit gchört, vollständig nieder. Der Brand dauerte 15 Stunden und war bis Freitag früh nod) nicht vollständig ge­löscht. Das Feuer entstand in einem Lum- penlager, das sich im 3. Stocüverk der Fabrik befand. Mllitär und Feuerwehr ist es gelungen, den Brand zu lokalisieren und eine benachbarte Seifenfabrik vor dem Uebergreifen des Feuers zu schützen.

Dautons Tod" unter Zensur.

In Budapest wurde di« Erstaufführung des Stückes .Dantons Tod", unseres großen hessischen Landsmanns Georg Büchner, gegen das die Polizeibehörde aus Gründen der öffentlichen Ruhe und Sittlichkeit Einwendungen erhoben hat, aufgeschoben. Es findet zunächst eine nicht­öffentliche Generalprobe vor einer be­hördlichen Kommis sion statt. Don der Entscheidung dieser Kommission wird es ab­hängen, ob die Erstaufführung stattfinden kann. Die Theaterleitung versichert, daß den behörd­lichen Bedenken gegen einige Szenen vollkommen Rechnung getragen worden sei.

Sieht so ein Adamskostüm aus?

In einer Bekanntmachung der Polizei zu Rordhausen heißt es u. a.:In den Wal­dungen zwischen Benneckenstein und Tanne treibt sich ein junger Mann im Adamskostüm herum und belästigt Frauen und Mädchen. Es wird gebeten, ihn festzunehmen. Er ist 20 bis 30 Jahre aßt und mit grauem Rock und dunkler West« bekleidet." Man mutz der Polizei von Rordhausen großen Dank zollen für die Enit- deckung. daß Adam im Paradies einen grauen Rock und dunkle Weste trug. Es ist jetzt endlich ein festumrifsener Begriff für dasAdamskostüm" gefunden.

(Ein Dauerredner startet.

An der gleichen Stelle, an Der vor Jahr und Tag einst Jolly der Hungerkünstler seine Künste dem Publikum präsentierte, wird in einigen Tagen auch ein Dauerredner versuchen, Die Weltmeisterschaft dieser neuestenSportgattung" zu erwerben. Es ist ein junger Schauspieler, Der sich Den schönen NamenParlatus zugelegt hat und sich mit Der Absicht trägt, 132 Stunden un­unterbrochen zu reden und nur nach jeder Stunde eine kurze Pause von einigen Minuten eintreten lassen wird. Konnte Jolly seinerzell mangels nöti­ger polizeilicher Vorschriften das Handwerk noch nicht gelegt werden, so sollte man bei diesem neuen Unfug doch rechtzeitig das ganze Unternehmen durch eine entsprechende Abordnung untersagen, das ohne Frage dazu angetan ist, in kurzer Zeit erneut einen Rattenschwanz von DouerreDnerretorben mit sich zu bringen.

Boxer Tuuney heiratet.

In Rom fand in einem Hotel die Vermäh­lung des Dorers Tunney mit Fräulein Lauder statt. Zu der Feier hatten sich auch Vertreter der Botschaft und des Konfulates der (Bereinig­ten Staaten eingefunden.

Berlin, 4. Oft (WTD.) Auf dem Bankett, das der Verein Deutscher Zeitungsverleger an­läßlich seiner diesjährigen Hauptversammlung beute abend gab, hielt int Anschluß an die Be­grüßungsansprache des Vorsitzenden, Kommer­zienrat Dr. Krumbhaar,

Reichskanzler Hermann Müller

eine Rede, in der er die Grüße und Wünsche der Reichsregierung sowohl als auch der preußi­schen Regierung Der Tagung des Vereins über­mittelte. Wir leben, so fuhr der Reichskanzler fort, in einer Zeit gesteigerter Intensität, und ich habe volles Verständnis dafür, daß die Presse unmer bestrebt ist, rechtzeitig die Absichten der Regierung zu wissen. Allerdings mutz die Presse der Regierung auch die notwendige Zeit zur Selbstbesinnung geben. Wer von der Bedeutung der Presse noch nicht überzeugt ist, der wird durch jene großen Ausgaben belehrt werden, die uns jetzt zur Lösung vorgelegt sind. Ich er­innere nur an Genf.

Es werden in der nächsten Zeit außer- or dentlich wichtige Verhandlungen eröffnet werden, die für das deutsche Schick­sal entscheidend sind. Die deutsche Preise hat nun die Aufgabe, in der nächsten Zeit das Beste zu leisten, damit die notwendige Auf­klärung über das Deutschland, wie es ist, geschaffen wird. Es handelt sich jetzt nicht nur darum, die deutsche Wirtschaft für alle Zeit durch die Lösung der Repara­tiv n s f r a g e sicherzustellen, sondern auch darum, die gesamte 'S o uve r ä n i t ä t am Rhein und an der Saar wiederzucrlangen. Ich unter­schätz« die Schwierigkeiten nicht, die der Lösung dieser Probleme entgegenstehen, sie müssen aber überwunden werden, und dazu muß sich das deutsche Volk in den Teilen zusammenfin­den. die positiv zum Staate eingestellt sind. Rach dem Reichskanzler nahm der Vorsitzende der Ver­einigung großstädttscher Zeitungsverleger, Dr. M.

trieb einsehen, so daß also ein großer Teil der 4.-Klasse°Wagen entbehrlich und für die Re­serve frei wird. Wir werden dafür sorgen, daß mit größtmöglicher Schnelligkeit ein ein­heitlicher Typ für die Holzllasse geschaffen wird. Die neuen Wagen sollen, was die Bequem­lichkeit, Innenausstattung und Form der Sitze anbetrifft, den v-Zugwagen der 3. Kl. gleichen, allerdings mit Einzelabteilen und ohne die langen Durchgangskorridore. Wir erwarten, daß besonders in den dicht besiedelten Gebieten, hauptsächlich in den Industriezentren, eine Aus­wanderung in die 2. Klasse stattfindet, die sich ja im Preis nun nicht mehr so viel von der 3. Klasse unterscheidet wie früher. Wir haben deshalb schon jetzt bedeutend mehr 2.-Klasse-Wagen al« bisher in diesen Gebieten eingesetzt

Lokomotivführer und Reichsbahn

Die Gewerkschaft Deutscher Loko­motivführer, Bezirk Frankfurt a. M., sendet uns folgende Mitteilung:

Die Reichsbahn-Gesellschaft hat über ihren Personalbestand selbst Auskunft ge­geben. und zwar zunächst in einer Denkschrift über die wirtschaftliche Auswirkung der Reu- orbnung des Werkstättenwesens vom Mai 1928. Sie sagt hierbei über die Veränderung des Loko- rnotivpersonals folgendes: Bestand im Jahre 1913 63 839. 1926 65 779. Dann heißt es ferner: Für den Vergleich 1926 zu 1913 müssen dem tat­sächlichen Aufwand für 1913 Zuschläge für ver­längerten Urlaub um 4 v. H. und für Erleichte­rung aus den DDV. 5 v. H., insgesamt also 9 v. H. hinzugerechnet werden. Daraus ergeben sich folgende Dergleichswerte: 1913 69 585, 1926 65779. Das sind für das Jahr 1926 3806 Köpfe weniger, und nicht, wie die Haupt­verwaltung sagt. 5000 Köpfe mehr. Diese Zahlen haben sich auch für das Jahr 1927, welches zum Vergleich angezogen wird, nicht wesenllich geändert, sondern in bezug auf die Leistung des Personals erhöht Für das Jahr 1913 waren auf 1 Million Bruttotonnenkilomeler 0,333 Köpfe, für das Jahr 1926 0,294 Köpfe erforderlich. Daraus geht die Steigern ngderLei st un - gen des Personals hervor. Wenn die Reichs- bahn-Gefellschaft weiter ansührt, daß die L o k o - motivkilometer von 1913 bis 192k um 7,4 Prozent zurückgegangen sind, so sei demgegen­über bemerkt, daß die Betriebsbruttotonnen­kilometer von 1913 von 208 547 003 auf 245 410 000 im Jahre 1927 gesteigert worden sind, das ist eine Steigerung von 8.6 Proz.

Wenn einerseits der technische Fortschritt an den Lokomotiven zur Erhöhung der Leistungen beige tragen hat, so muß andererseits in Rechnung gestellt werden, daß die größeren Lokomottven in den Dorbereitungs- und Abschluh- dienstzetten eine ze itlich Here In­anspruchnahme des Personals mit sich bringen, die in der Fahrleistung, d. h. den gefahrenen Bruttotonneulilometern, nicht zum Ausdruck kommt. Hierin liegt im wesentlichen die stärkere Belastung des Loko- mottvpersonals und die daraus gezogene Schluß­folgerung der Generalversammlung der Gewerk­schaft Deutscher Lokomottvsührer in Frankfurt. Es sei aber ferner erwähnt, daß der Kernpunkt der Verhandlungen in Frankfurt a. W. di« größere Einstellung von weniger er­fahrenen Hilfs- und Aushilfskräf­ten betrat und daß in den von der Verwal­tung bekanntgegebenen Kopfzifsern sich eine große Menge Zeitarbriter befinden, die im Lokomotiv- dienst beschäfttgt werden müssen, um den erforder­lichen Personalbestand sicherzustellen.

Heber die Darstellung der Rcichsbahn-Gesell- schaft. daß sie bei der Einmannbesetzung Der Loko­motiven die Betriebssicherheit als durch­aus gewahrt ansieht, bemerken wir folgendes: Der sogenannte T o t m a n n s k n o P f der elek­trischen Lokomotiven bielet keine unbedingte Sicherheit gegen das Versagen des Lokomotiv­führers. Dieser kann mit seinem Kttper, je nach­dem von welchem Unfall er betroffen wird, auf den Totmannsknopf fallen, und Der Zug läuft nach wie vor weiter. Wir haben Beispiele in Der Praxis, die diese Möglichkeit bestätigen. Die Darstellung Der Reichsbahngesellschaft, daß sich stets zwei Mann auf der Lokomotive befinden, ist irreführend, da der zweite Mann Dem Zugbegleitpersonal entnom­men wird und dessen Tättgkeit vorwiegend auf

Gwontenroi ® neuer, »nare oedeett» woMo, e eedem «neae^ * Schnee ^Graupeln e HeDel "KOewll-^r,^Windstille.Senf leichte« Os» nisstoe« 5Qd$udWe»i Q MOrmschr nordwesi vie Piene fliegen mit dem winde. Oie oeiaen Stationen itcneooen Zah­len geben die Temperatur an. Oie Limen verbinde» Orte oM.gleichet» a«t neeresmvea» omaereetweten utUdmc»

Wettervo i Aussage.

Das westlich« Hochdruckgebiet hat sich ncuer- dings gekräftigt und auch über Skandinavien ausgebreitet. Wir liegen an der Westseite des Hochs und trockenes, vielfach nebeliges Wetter herrscht vor. Auch während der vergangenen Rächt kam es wieder zu verbreiteten leichten Bodenfrösten. Durch die Stauungen des hohen Druckes gewinnt das westliche Fallgebiet nur langsam Einfluß auf die Wetterlage.

Voraussage für Samstag. Zunächst wenig Aenderung der Wetterlage, dann Be­wölkungszunahme, wärmer, einzelne Äiederschläge nicht ausgeschlossen.

Aussichten für Sonntag. Wolliges Wetter, T«nperaturen wenig verändert, wettev- hin einzelne Riederschläg«.

Lufttemperaturen am 4. Oktober: mittags 12,1 Grad Celsius, abenDs 5,7 GraD Celsius; am 5. Ott: morgens 1,6 Grad Celsius. Maximum 12,1 Grad Celsius, Minimum1,1 Grad Celsius. ErDtempe- rnturen am 4. Oktober: abenDs 8,9 Grad (Ccljius; am 5. Oktober: morgens 5,6 Grad Celsius. Sonnen- scheinDauer \XA StunDen.