Aus Natur und Technik.
Deutschlands Radiotechnik - die beste der Welt.
Große Zimlausfiellung in Vertin.
Von Dr. Giegfried ttorkh.
Bor wenigen Tagen wurde bu hrnltt «Drohe Deutsche <'frinfau»fte(lung tn Berlin eröffnet
Hu Befriediauiia Unn bte beut’dy Funk- InbuHrlc auf die OnttoUflung der letten fünf 3abtv »utütfNlden; da» zeigt sich <d ort wenn mau bcd) d e neue Berliner .junfauP ftelluug a«bt 3m 3ahre 1924 0Wtc man in die!er läbrlüb ttneberfebttnN-n Ju* fiel hing 202 Aussteller. b.c eine Fläche von 3300 Quadro t- meter belegten. ,etzt llnb c* 350 Au »stell« mit der mehr ali dreimal !o groben Aussteklungs- släche von 11 020 Cuabratmetcr. Ader auch bi* <*ebotene de weilt, dah da* iüngftc Kind unterer Technik be:1 Ätnbed<t>uben cniwachlen ist Tn Haden den Vorsprung der ausländischen Radio- lechnik bereits eingepolt; vielleicht sind wir ihr sogar schon um ein gute* Stück voraus Da* gehen unparteiische Beobachter be die letzte Radwausstcllung in Ehikago mit kritischen Blicken gemustert bähen, unumwunden zu
Die Schau besitzt gewislermasien em Doppcl- gesicht: verheihungsvoll« Ausblicke in die 3u- fünft unb ein belriedigcnbe» Rückschauen in die Beraange.cheu Judf für bte schnellebige Technik, in der da* Bessere der Feind de* Daten ist. gibt es ein gemütvolles „mcminissc juvat". .S-s kommt, der Ttergangcnheit zu gedenken-, — Den Ausblick in die Zukunft rann man mit ein wenig Optimismus zusammenfassen in dem Aus- ruf- Auf dem Weg zum Fernseben! Die .ANg«entoart" unterer Obren nimmt uns kaum noch Wunder, ist zur Alltäglichkeit geworden Öfter nicht nur für uns« Ohr sott jede (Int- femung schwinden, auch Vid)tcinbrüdc. die in beliebig grober Entsemung entftanben sind, lallen sich llchtbar vor uns« Auge zaubern. Wenn wieder einmal eine Urkunde Vie bet Kellvgg-Pakt feierlich unterzeichnet wird, to«bcn unsere Älnber unb Enkelkinder diesem weltbistorischen Schauspiel als Augenzeugen beiwohnen können, ohne sich aus ihrem Heim zu entfernen. Roch find wir lange nicht ’o weit — aber wie sah es denn vor fünf 3abren mit dem Lundfunk auS! Frei- Iich scheitert die Durchführung manchen Problems, das für den technischen Physiker durchaus lösbar ist, an der Äoftenfrage; erzögt man sich doch, dah in 'Amerika die einmalige halbwegs geglückte — Vorführung Herbert Hoovers im Fernsehen nach dem Verfahren ron hieran berfen die Kleinigkeit von 4VOOOO Mark kostete, unb andere behaupten sogar. es seien 400 000 Dollar gewesen
Zwischen dem Bildfunk, der schon .etwas .ilttägliches" geworden ist. unb dem eigentlichen Hemleben liegt noch bas .Fernkino", die Itebcrt Tagung bewegter Biller Der Bildfunk gestattet feststehende Bild« in bestimmter Zeitdauer auf Entfernungen zu übertragen unb als •Xoplen zu ft eieren. Gelingt es acht bis zehn olcher Bilder tn einer Sekunde zu zerlegen, zu übertragen unb tnieber als Diapositivbild zu reproduzieren, so ist das Fernkino da. Professor .Carolus, der m Gemeinfchast mit der Telelunken-Gesellschaft unter Benutzung b« von ihm konstruierten lichtempfindlichen Ritrodenzol-Zelle unb einer auhervrdenttich sinnreichen Qlnorbnung von Spiegeln sein , Fernlchlystem" ausgestaltet bat, gibt Kostproben vom Fernkino b« Zukunft. Bor altem setzt den Beschauer bie BildgrShe in Erstaunen, bie zur Verwendung kommt- Bilder in Gröhe eines Quadrats von ' t Bieter Seitenlänge erstehen hell und deutlich auf der flimmernden Leinwand. Das Bild im Dender wird in zehntausend Bildpunkte zerlegt, es werden also in der Sekunde hunderttausend solcher Bild- punfte drahtlos gesandt Der ungarische Phy- lifcr Miha 1 d will mit feinem .Fernseher-, bei dem eine Wolfram-Pu.iktlainpe eine besondere Bolle spielt, ähnliche Versuche vorführen. Seine durch die Reichspoft vorgcsuhrlen Fern- spvechapparate Welfen den Weg. der vielleicht zur Erreichung des Rundfunksemsehens führen kann.
Wie steht es mit der Verschmelzung von Ton unb Bild? Offenbar haben die Versuche zur Vervollkommnung des Sprech!ilmS zu gewissen Gefolgen geführt Eine Sensation ist auch das .Gleichlauskino", das Fortschritte gemacht hat Bei ihm erscheinen die Filmbilder gleichzeitig an verschiedenen Orten; von einer einzigen Steile au* wird der erläutern be Tert ober bie Begleitmusik drahtlos durch den Aetder geschickt. Durch den '»genannten SDnchron-.snrus ist dafür gesorgt. bist Wort und Bild genau ^u,ammenfallen Beim Triergonfilm. der aus ber 3ufammaiarb?it von drei deutschen (Ingenieuren entstanden ist. begleitet bas Bild die entsprechende Tvnichrist Qltemanb kann sich uusmalen. wie in Zukunft der Gefchichtsunt«richt durch solche sprechenden Filme lebendiger werden kann. Ulan kann d c Toten aus ihren Gräbern beschworen, damit he kommenden General onen »eigen, wie Ire sich bewegten und tote sie sprachen.
Wem verbauten wir aber im Grutrde all diese Wunder? Der schöpferischen Arbeit des leib« so früh dgb ingeschiedenen groben Forschers Heinrich Herh Mit wehmütig« Dankbarkeit sieht man die Erinnerungsstücke an diesen groben Mann. Man bekommt Einblick in sein gewaltig« Schaffen und ist «staunt, mit wie einfachen Mitteln er den Geheimnissen der Aeihenoellen nachgelpürt bat Heute haben die Kurzwellen, mit denen dieser grobe Sohn Hamburgs vornehmlich «perimentirrte, eine ganz andere Bedeutung gewonnen Die Liebenröhre, die ®m- richtung des ersten Zunkraumes. sic muten uns an. als ob sie aus längst vergangenen Zeiten stammten.
Sehr bemerkensweit ist auch bie eigentliche ^Industrieausstellung Da fällt vor allem die zielbewutzie weitere DuräÄtildung aller Funkgeräte ins Auge, besonders aber b:c Ausgestaltung der Empfänger. Schon vor 3ähren begann man. die Bedienung d« Empfangseinrichtung zu vereinfachen; nun ist man auf d.efem Weg erfolgreich vorwärts geschritten. Man hat erkannt. dah vielleicht 99 Prozent aller Rund- funktetInehmcr den Rundfunk nicht als Sport, sondern als bäuslichen Gebrauchsgegenstand an- fehen. der in jede Wohnung gehört und jederzeit
auch ohne fachmännische Äenntniffc betriebsklar sein mut Dee Äunbfunl nnrb neben (einen zahl- reichen alten Freunden nur bann neue erwerben wenn « ebentv sicher unb einfach eingeschaltet werben kam, tote z. B bas elektrische Licht Aus bietet Erkenntnis heraus hat man sich mit Erfolg bemüht, die Bedienung des Empfängers io einfach wie nur möglich zu machen, unb die Technik ist daran gegangen, auf einfachste Wette für die noch immer recht unbequemen Batterien Ersah zu schaffen, sei es für d e Anoden!Heilung kt es für die Heizung Es gibt l«ncr einen sogenannten .Rabio-Selbstwähler". einen viereckigen Rasten, auf dem man in einer Reihe zwanz g Änöpfc «blickt. Jeder Knopf dieses Apparates v«bindet den Radiohörer mit einer anderen Sendestatio.i man brauch« also nicht mehr nach den v«fchi ebenen Wellenlängen zu suchen. sondern kann durch eine einfache Einschaltung bie Darbietungen von zwanzig verschiedenen Stationen im Lautfvrechc. ertönen laffen. Für den Lautsprecher selbst gibt es weit mehr fiDftene als bibbct. man hat einen Lautsprecher fonürui«L besten Gebrüll in einer Entfernung von einem Kilometer noch zu Mrcit ist, unb es gibt Apparate, bir ben vollen Ton langer Orgelpfeifen wiedergeben können. Wer
auch in her Wiedergabe von Grammophon- platten auf elektrischem Wege aibt es ReueS unb lehr Bemerken-wertes zu sehen, man kann Krafiverstärk« einschalten. bie unglaubliche Klang, rhödunge:. bewirken, denn man hat erkannt. bah jede elektrische Wusiktotedei gatx wesentlich .-o«i b.T Energiemenge abhängt, bie für solche ,/^ede zirn Verfügung gestellt werben kann.
3n dieser g.oi ten Radiv'chau d« Welt gibt es mehr Attraktionen, als aufgrzähtt w«oen können. Den Besuchern wirb aber Zweifellos eine Einrichtung besonders gefallen, die d« Entdeckung neuer Talente dient und die man zweckmäßig das Entbeckungs Mikrophon ber Funk stunde nennen kann Die Einrichprng ist sehr ernsach 3n einem besonderen Aufnahme.aum befindet sich ein Mikrophon jeder, bei ben Drang tn sich fühlt, im Radio nntiutrirfen. kann Zeugnis von seiner Kunst ablegen er darf vortragen, singen, musizieren. Seine Darbietung nimmt cm besonderes Grammophon still auf. um fte toenige Minuten spät« durch Lautsprecher zu verbreiten. Ein befonb«es Richterkollrgium entscheidet batü- b«. wer von diesen Debütanten der Ehre gewürdigt werden «oll. im Rahmen des Abendprogramms des Jterliner Senders feine Künste zu »eigen.
OieTrocksnlegung-esMiitesmeeres
Don Mass Zisch«.
Nachdruck verboten.
Lor einiger Zett bat Dbfringcnteui Harry Bae lesse über den *plan berichtet, eine Boden- knfung im (Bebicle der Senufft in der Wüste westlich van Unterägpplen durch einen Kanal mit dem Mittelmeer zu verlnnden unb dadurch einen grasten oec zu schassen; dies au dem Zweck, au» dem infolge der Verdunstung de» See» dauernd fkiestendcn Zuslust 170 000 bi» 300 000 Pferdestärken zu gc- winnen und stc bet ägyptischen Wirtschaft nutzbar zu machen. Do die weitere Hoffnung auf die lauer erfüllt werden wird, da» Land um den See herum fruchtbar zu machen, erscheint immerhin fraglich, weil ber See durch die Derdunstung des Walsers und da» Zurückbleiben be» Salzes bald einen Salzgehalt ausweisen wird, der ihn Aum „toten See* wandeln und zweifellos dem Pslanzenwuchs der Umgebung unzuträglich fein wird
1 Kilometer, unb am Suczkauial in der Breite des Kanals. Dann hätte bas OHlttclmeer fernen nen- i enswerten Zuslust mehr, ha nur ganz unbebeu* tenbe — jedenfalls im Verhältnis zu fein« Fläch« unbedeutende — Flüsse himimnündcn Spanien ent« wässert sich in der Hauptsache nach dem Allan- tischen Ojcan zu. ebenso Frankreich unb Deut'ch- lanb. Selbst auS ber Schweiz flieht ber Rhein der Aorbsee zu. Flüfse wie dec tSbro tn Spanien sinh bei dem warmen Klima wasserarm unb kommen für die Füllung des Mittelländischen Meeres überhaupt nicht in Betracht. Selbst Ströme wie bte Rhone in Frankreich können hierzu nur so wenig beitragen, hast das Mittelmr« fast ganz auStrocknen wurde, wenn es nicht durch bie OlTccrcnje von Gibraltar aus bem Atlantischen Ozean unb durch die Dardanellen auS dem Schwarzen M«r einen ungeheuren Zufluh «•
Meer
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I f Hasser
Der Landgewinn bei Senkung des Wasserspiegel» de» Mittelmeeres um 1000 Tiefer.
Etwa» Ungewöhnliche» sind solche Senkungen, deren Grund tiefer liegt alt- der Meeresspiegel, nicht. Liegt doch beispielsweise der Spiegel be» Kaspischen Meere» 26 Meter tiefer ah der be» Schwarzen Meere», unb groste Teile seiner Umgebung liegen ebenfall» tiefer al» der Meeresspiegel Das lote Meer in Palästina hat seinen Spiegel gar 394 Meter unter dem des Äitttünecm. Gebiet Der jetzigen Zuiberfee war ein ft mal» ebenfalls Land. Da» tiefer lag al» ber Äordleespiegel und durch einen natürlichen, höher liegenden Riegel gegen die Nordsee abgeschlosten war, nur an seiner tiefsten Stelle wie» e> einen Süstwassersee von 1375 Quadratkilometer Fläche auf. tim Anfang be» 13. Jahr hundert» wurde der Landriegel von ber Nordsee teilweise durchbrochen, und erst beim chauptcinbruch im Jahre 1927 nahm die Zuidersee im wesentlichen ihre jetzige Gestalt unb Gröste an Run ist man be- fanntnd) augenblicklich Dabei, den früheren Zustand der 3u iberfee wieder herzustellen, d h. sie rote Der trocken zu legen, indem man vier graste Inseln hineinbaut. Freilich schüttet man diese Inseln nicht etwa aus, sondern man baut in die Zuidersee vier Älnflbammc und pumpt das Wasser innerhalb dieser 'Jllnflf au». Man gewinnt allo Land, dessen Lberstache tiefer liegt al» ber Meeresspiegel. Die erste der Inseln wirb schon in sech» Jahren trocken fein, wahrend bie (Befamiarbeitrn voraussichtlich in 24 Jahren abaelchlossen sein werden. Holland qe- roinnt dadurch 224 000 Hektar, also eine ganze Pro- vinz. E» unterliegt keinem Zweifel, dast da» Werk ber Trockenlegung ber Zuidersee zu einem befrie- bigenben Abschlust gebracht werden wird. Denn bie Ausgabe kann eben mit den Mitteln unserer heutigen Technik bewältigt werben
So Ist es denn kein Dunbcr. dast weitblickende Märm« l;i< Küsten der ganzen Well DaraufD n absuchen, wo man etwa bem Meere wctt«e ®e- bkte abrmgen könnte; wird es doch in absehbarer Zeit nötig, für bie zunehmenbe Bevölleruny in brr. bewohnbaren Tellen ber Erde neue öieb- lungs- unb Lebensmög'.ichkeitcn zu schiffen. So hat neuerdings Regierungsbaumeister Hermann 6 ö r gel im 3uH in Delhagen unb Klafings Monatsheften bie Frage angeschnirten, ob es nicht möglich wäre, auch das Mittelmeer trocken AU Icocn wenn auch nicht gan^ Io doch teilweise. Tterfchiedcne günstige Umstände lassen Dieken Plan durchaus aus'tchtsvoll «scheinen da das MiNel- meer mit viel kürzeren Dämmen vom offenen Meere abgeschlossen werd.-n kann als bi: Zuldet> fee Der Abschlustbeich der Zuidersee ist von b« 3nsel Wieringen nach Weste i 2.5 Kllvmeter unb nach Rvrdosten bis Frieslanb 30 Kilometer fang. Das Mittelwo« mOfÜe man an drei Stellen ab- schliehen rrämUch bei Dibratear zwilchen Spanien unb Rordafr-cka in einer Breite von 15 KUv-nrler. an beit Dardanellen gegen das Schwarte Meer, an ber schmälsten Stelle in einer Breite ton rund
htelte 3n 3taiicn ist anher bem bescheidenen Po überhaupt kein nennenitoerter Fluh vorhanden, beim vom Tiber würde wohl ntcirumb sprechen, wenn er nicht bie Geschichte Rom» oder nach Äu- ficht von Sevenissimus dadurch bekannt geworden tväre. dah die ©parlancr ihre kranken Kinder darin ertränkten. Dem Balkan nsnmt im wesentlichen die Donau das Wass« ab unb führt es bem Schwarzen Meer zu. Kleinasien und Pa- läftina haben nur unbedeutende sich ins Mittef- meer ergiehende Flüsse, und auf der ganzen, fast 4000 Kilometer langen nordafrikanischen Mittel- meerfüftc kommt allein der Rll in Betracht, dessen Wasser aber zum großen Teil zur Bewässerung des Landes verbraucht wird und schon bort verdunstet Wenn man also das Mittelmeer bei Gibraltar an den Dardanellen und am Suezkanal abschtteht. Io braucht man es nicht einmal auäAupumpen wie bk künstlichen 3nfeln In ber Zmderfec. es trocknet vielmehr in bem warmen Erdstrich, in dem es liegt ganz von selbst aus.
Regierungsbaumeister Sörgel denkt nun nicht daran, das Mittelmeer ganz auszutrocknen, er will vielmehr seinen Spiegel nur um einen Kilometer senken, indem z. B. bet Gibraltar zehn Sperrmauern hintereinander gebaut werden, deren Ueberläufc nad) bem Mittclrne« zu jeweils um 100 Meter tiefer hegen als bei ber vorhergehenden Mauer Jede JJlIauer hätte daher nur einen Wasserdruck von fOO Meter Höhe auszuhalten; das ist durchaus möglich, denn eS gibt schon jetzt wesentlich hölxrc Staumauern an Talsperren. Zunächst würde nur Me obere Mau« gebaut, ber bann die andern im Lause ber Jahrzehnte unb 3abrbimb<rte mit dem Sinken des Mittel- meerfp:eg<ls folgen würden. Dte Schwierigkeit ist habet nur Re. dah die Verenge von Gibraltar an b« in Betracht tommenden Stelle 800 bis 900 Meter tief rst, so bah man ganze Gebirge neinschütten mühte, um Darauf die oberste eperrmau« gründen zu können.
Der Io erztelbare Landgewino wär« ganz ungeheuer. Spanien würde in ein« Breite von 250 KLometer mit Akrika zufammenwachsen unh an ferner Westküste einen Landstreisen von ettoa 75 Kckometer Brette gewinnen. Die Onteln 3biza, Maiorca unb Mmorca würden ein« 400 Kilometer von der jetzigen Küste ms Mittelmeer vor- sprtngende Holbmsei vrm bet Form eines Kakadus bilden und in bietet au^gehen. 2n der Süd- füfte von Frankreich wüchse ber Goif von Lyon m einer Breite von 120 Kilometer zu, unb bei Toulon und östlich davon träte der Streiten durchschnittlich 25 Kilometer beeil. Korsika und Sardinien würden ju emer mit Rordttalien Der« bunbenen Halbinsel, di« bii auf SO Kllometer an die jetzige nordateikani'che Küste heranreichte. 3ralicr. gewän-c an <rmcr Westküste einen ©freiten von durchschnittlich 30 Kilometer Breite, unb
es heilte mit ber Intel Sizilien «dämmer dessen nach West« periängen« RordkÜste bk Sübkuste des westlich« Mittelmeeres bildete D.« nach Süden oenängerte Qstküst« Stzi^en» würde m Verbindung mit der Hust'ohte des ikaltenischen Stiesels xur Westküste des dstllch«. MtWelmeerrs. während bas gesamte Adriatische Meer, als» bas Meer zwischen 3talten unb den, Balkan ebenso I roden gelegt würde tote bas Aegärsche Meer, also das Meer »wischen Kleinasien und Grtech«lanb einschliestuch der südlich Dorgclagerten Intel Kreta Die 3nfel Svvern atnge m einer In ber Rorbostecke des jetzta« Mcktelländtlchen Meeres an Kleinasien anschlte- stenden 5Salbml<I auf An b« Rordküfte von Afrika käme ein jchmaler. an ber Rllmündurig und in bft groften Corte ein etwas breiterer Landstr.ch hinzu. Den gröstten Landgewinn hätte allo Italien das sich allein durch bie Ver- iandung des Adria tischen Meeres an Fläche verdoppelte, ganz abgesehen von dem Land- aerrnnn bei Sardinien und dem ungeheuren Gc- viel südlich unb westlich von Sizilien, das auch bte 3nM Matta einschlösse
Dieter Trockenlegung des Mittelländischen Meeres scheinen kein« unübettotnbbaren technischen Schtoletigkeiten entgegenzustehen Die gröstte Schtoterigteit scheint vielmehr darin zu Hegen ttne man bas Wasser .rus bem Schtoatzen Meer mit leinen ungeheuren Zuflüssen, der D Dnjestr. dem Dniepr unb dem Don abfuhren sott H«gwnmg3t>auTnetHer S 6 r ge l benh baran. das Wasser In bas Kaspische Meer abzuleiten, beffen Sp.egei zu erhöhen unb so viel von ben unter bem Meeresspiegel liegenden Vanbgebidri zu überschwemmen, dast bet so vetgtdsterte Spiegel zur Verdunstung be» lleberschus'es aus dem Schwarzen Meer ausreicht. Vlan möchte aber boch fast glauben, bafi c» zweckmästig« wenn auch ungeheuer schwierig wäre, bas Lleberschust- wasser be» Schwarzen Meeres bem Roten Meer ob« bem Persischen Golf zuzusühten Einen Teil d7s äledetschusttoass«» des Schwatzen Meeres würde man natürlich wett« durch bie Dardanellen adfltesten lassen, schon um das neue Land zu bewässern, dann aber auch, um das Mtttettneer nidrt ganz austrocknen zu taHen. sondern feinen Spteget eben 1000 Bieter unter dem jetzigen zu halten, endlich aber, um Energie zu gewinnen Denn gewaltige Energiemengen wetten verfügbar, wenn man das aus bem Schwarzen Meer unb au» dem Atlantischen Ozean bei Gibraltar zu- fUeftenbe Waffet sowie bas Wasser der in da» Wrttelme« fliestenden Flüsse 1000 Meter weiter fallen lassen kann
lliiübertehbar sink» neben den Üimattfchen bi< pvi.lifchen folgen ein« solchen Hingest all ung de» Wittelmeercs. ®nglaixb wird sich bie Erschwerung des Schiffsverkehrs durch daS Mittelmeet übei Schleusentreppen oder SchiNshebewerke von 1000 Blei« Höhe bet Gibraltar unb Suez unb zur Ueb«14>reituna der jetzigen Meerenge von Wes- ftna taum ohne weiteres gefallen lassen Aber darüber brauchen tote uns vorläufig bie Köpf, iricht zu zerbrechen — weder unsere eigenen not, bie der Engländer —, denn bis da« erste Schiss voll Steine und Erde In die Meerenge von Gibraltar geschüttet wird, wirb noch mancher Tropfen Wasser nun dem Atkantischeii Ozean in da« Mittelmeer fliesten
Aus einer fernen Welt.
Don Professor Or. Nüfiermann.
Nachbntck verboten.
Unter ber grasten Zahl der Httnniclslichter erscheinen uns bie Wandelsterne wie hervor- roflenbe Einzelpersönlichketten. Wir kennen ihre Rainen, und von alters her schreibt man jedem von ihnen ein besonderes Wesen zu. Wir brauchen nicht gleich astronomischem Aberglauben zu huldig.m wenn wir für bie Venus Da* Sinnbild einer schönen Frau, für den Merkur da» eines Jünglings, für den Jupiter bas des Herrschers ufto. an nehm en. Ab« bie Fitsterne sind wie da» namenlose Volk, nur ab und zu ragt unter ihren ungezählten Millionen ein besonder* bemerkenswerter hervor. So flub kürzlich bet einem Stern in ber Cassiopeia der freilich bem bl osten Auae nur unter u gungeii wahnrcyinbar ist. recht m«kwütstigc Eigenschaften festgestellt worben. Der scheinbar einfache Stern besteht In Wahrheit aus zwei Riesensonnen, von denen jede einzeln« untere Sonne um das 30- bis 40sach: an Masse unb bas 15- bis 24fache an Gröste üb«raat Diese beiden Sonnen laufen umeinander um. jcd r Umlauf beansprucht 3*/r Tage Dabei ist bie Entfernung ber beiden Körper so gering, dast sich ihre Ob«flächen fast berühren. Sin ähnliches Verhalten ist bisher noch bei keinem anderen Stern testgestellt worben. AH«dings sind beide Giente lehr lock«« Gasbälte. Der Hauptft«n weist nur ungefähr ’/*». ber Dichte unterer Sonne auf. ber anbete etwa 9 Tausendstel, also nicht ganz ein Hundertstel Sonnendichte Diese letzteren Angaben zählen übrigens nicht zu den besonderen Tterhrürbigfeiten unseres Doppel Ilerns, ba Sterne berannt sinb. d«en Ausdehnung noch gröber unb deren Dichte noch gering« ist. Sehr merkwürdig toieb«um sinb bie Angaben über bie Temperatur b« Sterne Sie wird auf ungefähr 28 000 Grad Celsius geschäht, so dast beide Sterne zu ben heisteften zählen Dürften Zum D«gleich lei erwähnt, dast die Temperatur b« Sonne etwa 5000 Grab beträgt. Selbstverständlich ist nur Die Temperatur an ihr« Ober* fläche gemeint; denn bte Temperatur im 3nnem ist nicht einmal bei der Erde mit Sicherheit bekannt.
Sterne von lo hoher Temperatur unb so gewaltig« Ausdeh-nrng müssen natürlich gewaltige Lichtmengen in den Weltenraum hinauSsenden 3n der Tat zählen die Sterne zu den an unb für sich hellsten, die wir kennen 3hre fogenannten Absolutheiliakeiten werden zu rund —6 und — 5 angegeben, das heistt folgende-; Denken tou uns die Sterne in einer gerollten Itätmalcnt- femung. bte ungefähr Dizrmal Io groß ist. to’c bie des hellsten Sternes Sirius, so strahlen fic um 5 ob« 6 Gröstenklal en Heller al- Sterne erster Gröste. Sie würben allo, wenn sie aus dies« Ontfemung betrachtet werden, einen Stern wie etwa bie Wega um cdensovicf an Heiligten übertreffen, wie des« die all«lchwachsten mit biostem Auge noch eben sichtbaren Sterne.
Wenn es sich nun trotzdem nur um rin ganz schwaches, dem Auge kaum noch sichtbares Stern-


