Ausgabe 
4.12.1928
 
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nach zehn Minuten unentschiedener Spieldauer ab­gebrochen werden, da der Ball nicht mehr spiel­fähig war und der schnell beschaffte Reseroeball den Anforderungen nicht genügte. Dadurch sind an Großen-Buseck zwei wichtige Punkte ohne große Mühe abgeaeben worden. Großen-Buseck hätte wohl sowieso gewonnen, denn die Mannschaft zeigte gleich zu Beginn ein besseres Spiel und mehr Durchschlagsfähigkeit.

Sportvereinigung 1926 Leihgestern.

Das spannende Spiel, Leihgester.n I gegen Steinberg I auf dem Leihgesterner Platz am Sonntag endete mit einem knappen, aber verdienten 4:3 (2,-2)°Siege der Platzmann­schaft; der vorausgesagte Sieg der Gästemann­schaft ist also nicht in Erfüllung gegangen. Leih­gestern zeigte Einheitsleistung, während bei den Gästen besonders die linke Sturmseite gefiel. Durch diesen Sieg hat Leihgestern seine Spitzen- stelle in der Tabelle erneut gesichert.

Sessen-Sannov.r und die Aeulovorschiage

In einer Aussprache haben die Fuhballführer des hes^isch-hannoverschsn Bezirks in Kassel zu dem Problem des neuen Spielst) stems und den Aeukovorfchlägen Stellung genom­men. Man faßte nach längerer Sitzung folgenden

Der Bezirk Hessen-Hannover sieht auf Grund der im Laufe der Jahre bei den Meister» schasts'pielen gemachten Er ahrungen eine un- bedingte Abänderung des seich rigen Spiel­systems nicht ein. Er ist aber bereit, einer Aenderung zuzustimmen, wenn den Verhältnissen entsprechend zum Außen des Westdeutschen Spiel­verbandes und der Sache des Sports überhaupt umgeändrrt wird. Er erkennt die Vorteile des Reukogedanlens an, glaubt aber, daß es gut sein wird, die Ausarbeitung jedem einzelnen Bezirk zu überlassen.

Handball der Sp.-Bg. 1900.

ö. Von den für die Spielvereinigung 1900 an» gesetzten Handball Pielen kamen am Sonntag nur die beiden Jugendtreffen zum Austrag. Die zweite aktive Mannschaft mußte wegen Beteiligung des größten Teils ihrer Leute am Gepäckmarsch der Studentenschaft absagmu

Die erste Iugendmannschaft (nicht zweite, wie in der Vorschau irrtümlich angegeben) hatte in dem Wetzlarer Sportverein einen gleichwertigen Gegner; der Spielausgang wäre durch ein 1:1 richtig wiedergegcben grwesen, wenn der Gießener Hüter ein" Renting im Handballtor nicht noch drei durchaus haltbare hohe Bälle hätte pafferen lassen.

Die zweite Iugendelf zog sich gegen die gleiche des D. f. L. Wetzlar weit besser aus der Affäre; sie holte in den letzten zehn Minuten den 2: 0° Vorsprung der Gäste auf und gestaltete das Spiel 2:2.

Handball im Lahn - Oünsberg - Gau.

Z. v. Kinzenbach I F. v. Garbenteich I 2:1 (1:0.)

Der Ausgang des am Sonntag in Kinzenbach ausgetragenen Derbandsspieles überrascht etwas, da man allgemein, nach den letzten Resultaten zu urteilen, mit einem Siege Garbenteichs ge­rechnet hatte. Trotz des stark aufgeweichten Platzes lieferten sich beide Mannschaften ein schönes, spannendes Spiel. Aachdem Garben­teich zu Beginn des Spieles leicht überlegen spielte, kam Kinzenbach durch einen Strafwurf des Linksaußen in der zehnten Minute zum ersten Tor, dem Garbenteich trotz größter An­strengungen bis zur Pause nichts entgegensetzen konnte. Aach der Pause war es wiederum Gar- .benteich welches anfangs leicht überlegen spielte, um den Ausgleich zu erlangen. In der 40. Mi­nute fiel nach schöner Kombination der linken Sturmseite durch den Linksaußen das zweite Tor für Kinzenbach Durch dieses Tor war der Sieg noch nicht sichergestellt, denn bereits in der 45. Minute holte' Garbenteich ein Tor auf welches auch das Ehrentor bleiben sollte. Die letzten Minuten war Kinzenbach leicht überlegen. Beim Sieger waren einige Umstellungen voc- genommen worden, die sich bewährten. Gar­benteich war stets ein gleichwertiger Gegner, der dem Sieger nicht nachstand.

Arbeiter-Turn- und Gporibund.

Praunheim I Gießen 11:2.

Gießens erste Mannschaft hatte am Sonntag ihr letztes Serienspiel der diesjährigen Kreis- Lassenspiele in Praunheim auszutragen. Auf den Ausgang dieses Spieles war man gespannt, sollte es doch darüber entscheiden, ob die Mann­schaft Weiter in der Kreisklasse verbleiben, oder dem Abstieg verfallen sollte. Gießen gelang es nach lottern Spiel, das Resultat zu seinen Gun­sten zu stellen und so zu verhüten, daß der ein­

zige Vertreter des 3. Bezirkes aus der Kreis- Lasse ausscheiden mußte.

Wieseck I Lollar l 1:3.

Aach längerer Ruhepause hatte am Sonntag der Bezirksmeister Wieseck sich Lollars erste Mannschaft verpflichtet. Lollar stellte sich ui> vollständig mit nur zehn Mann, während Wieseck m bunter Ausstellung mit unfähigem Ersah an­trat. Aach Anstoß entwickelte sich ein slottes Spiel, in dem Wieseck etwas überlegen war. In der fünften Minute brachte ihnen ein wegen unfair gegebener Elfmeter' die Führung. Im weiteren Verlaus war Wieseck sichtlich überlegen, jedoch wurden die sichersten Sachen durch Ver­legenheitspfiffe des Unparteiischen unterbunden. Lbllar war inzwischen vollständig geworden und brachte eine schärfere Rote in das Spiel. Kurz vor der Pause erzielte es den Ausgleich. Aach Seitenwechsel war Lollar etwas überlegen und konnte durch einen Fehler der Wiesecker Verteidi­gung in Führung gehen. Im weiteren Spiel­verlauf wurde nichts besonderes mehr gezeigt. Bei regulärem Spielende stand das Spiel 2:1, Ecken 5: 4, für Collar. In der übersehenen Spiel­zeit konnte Collar ein einwandfreies Abseitstor erzielen, das von dem aufgeregten Unparteii­schen anerkannt wurde.

Wetzlar I Saubtingen I 2:2.

Ium Freundschaftssptel trafen sich die Gegner am Sonntag in Wetzlar. Die Gäste traten kom­plett, Wetzlar nur mit zehn Mann an. Aach flottem Sp.el, in dem die Gäste durch großen Eifer die technische UebeLlegenheit der Einheimi­schen ausglichen, trennten sich die Mannschaften mit dem obigen unentschiedenen Resultat.

Süddeutscher

Kunstturn-Mannschastskampf.

Zum fünftenmal fam am Sonntag in Mün­chen der Kunst urnrnannschastskampf der größ­ten süddeutschen Vereine Mtv. München, Mtv. Stuttgart u ib Tv. Ulm zum Austrag. München gewann den Kampf überlegen mit 857 P. vor Hirn, 752 P., und S.n.tgart, 749 P.,- und hat damit bisher drei Siege davvngetragen drei­mal gewannen die Stuttgarter ddn Mannschafts­kampf. Durchgeführt wurde der Wettkampf in Hebungen am Barren, Lang- und Seitpferd, Reck und in einer Marmschastssreiübu ig. Beste Einzel­turner waren die Münchener Christ 141 P., Loibl 140 P., Forster 139 P.

Neue Schwimmrekorde.

Bei den am Sonntag in Stockholm oeranstal- teten internationalen © d) ro i m m ro e 11 - kämpfen stellte die Amerikanerin Martha N o - r e l i u s einen neuen Weltrekord im 200« Meter-Freistilschwimmen auf. Sie schlug mit 2:39,4 den bisher von ihr gehaltenen Weltrekord von 2:40,0.

Wie aus Aachen gemeldet wird, griff der deutsche Meister Küppers am Sonntag den von Schumburg in 2:46,6 gehaltenen deutschen Rekord im 200-Meter-Rückenschwimmen an. Der Versuch gelang; denn Küppers konnte in 2:40,7 die bis­herige Höchstleistung verbessern.

Ein neuer französischer Rekord im 200-Meter- Rückenschwimmen wurde am Sonntag bei den in­ternationalen Schwimmwettkämpfen in Straßburg aufgestellt. Der Franzose Z e i b i g verbesserte den bisherigen Rekord um 6 Sekunden auf 2:54,0.

irffchast.

Oie Reichsbank Ende November.

Wie der Ausweis der Reichsbank vom 3 0. November zeigt, hat sich die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 586,3 Millio­nen auf 2 474,3 Millionen Mark erhöht. Die Be­stände an Wechseln und Schecks für sich allein stie­gen um 452,4 Millionen auf 2211,5 Millionen Mk. und die Lombardbestände um 76,6 Millionen auf 113,1 Millionen Mk. An Reichsschatzwechseln wur­den 57,3 Millionen Mark aus dem Verkehr herein­genommen. Die Effektenbestände blieben mit 92,3 Millionen Mark weiterhin nahezu unverändert.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 703,9 Millionen Mark neu in den Verkehr abgeflossen, im einzelnen hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 680,8 Millionen auf 4724,0 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 23,1 Millionen auf 524,3 Millionen Mark erhöht. Dementsprechend hat sich der Bestand der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 12,9 Millionen Mark vermindert. Die fremden Gelder zeigen mit einem Bestände von 473,4 Mil­lionen Mark eine Abnahme um 115,3 Millionen Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs- sähigen Devisen insgesamt stiegen um 32,6 Millionen auf 2796,6 Millionen Mark, und zwar

sind die Goldbestände mit 2623,5 Millionen Mark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 173,1 Millionen Mark ausgewiesen. Die Deckung der Noten durch Gold allein betrug 55,5 v. H. gegen 63,6 v. H. in der Vorwoche, die durch Gold und deckungsfähige Devisen 59,2 o. H. gegen 68,4 v. H.

Oie Llmgründung der Opeiwerke.

Gestern erfolgte die Eintragung der Ada m O p e l A k t. - G e s. in das Handelsregister des Amtsgerichtes Groß-Gerau. Der Sitz der Ge­sellschaft ist Rüsselsheim. Gegenstand des Un­ternehmens ist die Uebernahme und Fortführung des bisher unter der Firma Adam Opel Komman­ditgesellschaft in Rüsselsheim betriebenen Unter­nehmens, insbesondere die Herstellung und der Ver­trieb von Automobilen, Fahrrädern und anderen Erzeugnissen der Fortbewegungsindustrie. Das Grundkapital beträgt 60 Mill, Mark und ist einge­teilt in 6000 Inhaber-Aktien zu je 10 000 Mark. Als einziges Vorstandsmitglied ist Fritz v. Opel be­stellt worden. Die Gründer der Gesellschaft sind: 1. Gebrüder Opel GmbH., Rüsselsheim, 2. Opel, Automobilzentrale GmbH, in Magdeburg, 3. Fr. Engelhardt GmbH, in Rüsselsheim, 4. Geheimer Kommerzienrat Dr. Wilhelm v. Opel in Wiesbaden, 5. Dr. Fritz Opel in Rüsselsheim. Auf das Grund­kapital werden keine Bareinlagen gemacht. Die Ge­brüder Opel GmbH, bringt das Vermögen der Kommanditgesellschaft Adam Opel in die A -G. ein und erhält hierfür 59,78 Mill. Mark in Aktien. Die Opel-Automobilzentrale GmbH, bringt ihr gesamtes Vermögen in die Aktiengesellschaft ein und erhält hierfür 160 000 Mark in Aktien, die Fr. Engelhardt erhält für die Einbringung ihres Vermögens 40 000 Mark in Aktien. Die Einlagen der Herren Geheim­rat Wilh. v. Opel und Dr. Fritz Opel werden durch das Sacheinbringen der Gebr. Opel gedeckt. Zugun­sten der Gebr. Opel GmbH, ist als Gründervorrecht ein Anspruch auf 3 o. H. des in der Bilanz ausge­wiesenen, nach der Zuweisung an die gesetzliche Re­serve verbleibenden Reingewinnes, mindestens 150 000 Mark aus dem Reingewinn, bedungen. Er erlischt mit dem Tode des bevorrechtigten Grün­ders. Der Gesellschaftsvertrag, der die vorstehenden Bestimmungen enthält, ist gestern festgestellt wor­den. Als Mitglieder des ersten Aufsichtsrates wur­den gewählt: Geheimrat Dr. Wilhelm v. Opel, Dr. Fritz Opel, Hans v. Opel in Rüsselsheim, Fritz Jay in Berlin-Wannsee. Die Eröffnungsbilanz weist auf der Aktivseite aus: Anlagekapital 37 539 394 Mark, Betriebskapital 68 875 987 Mark, auf der Passivseite neben dem A. K. von 60 Mill. Mark Kreditoren, Anzahlungen und Familienguthaben 36 072 485 Mark sowie Rücklagen und Reserven 10 342 896 Mark.

*

* Ermäßigung der Kunstseiden- preise. Die belgische Kunstseidenfabrrk Tubize wird sämtliche Kunstseidrirpreise ermäßigen, um der durch die englischen Preisrabatte hrrvorge- rufeneu Wirkung auf die Marktlage entgegen­zuarbeiten.

Rindermarkt in Gießen.

Der Auftrieb auf dem heutigen Gießener Rindermarkt bezifferte sich auf 751 Stück Großvieh und 302 Kälber. Der Handel war schleppend, so daß sich der Markt bis zum Mittag hinzvg. Bezahlt wurden für Kühe 1. Qualität 500600 Mk., 2. Qualität 300400 Mk.. 3. Qua­lität 100250 Mk. Rinder, 1° bis 2jährig, 100 bis 200 Mk., Kälber je Pftmd Lebendgewicht 55 bis 65 Pfennig.

Frankfurter Börse.

F rankfur t a.M., 4.Dez. Tendenz: zurückhal­tend. Die sich schon an der gestrigen Abendbörse bemerkbar machende Unsicherheit nahm zu Be­ginn des heutigen Marktes eher noch zu, da die Börse von vorliegenden ungünstigen Momenten stark beeinflußt wurde. Es bestand größere Zurück­haltung bei der Spekulation, da von dem unsicheren Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse, den stark gesteigerten Tagesgeldsätzen am dortigen Platze und dem Standpunkt der englischen Regierung, der in der Rede Chamberlains über die Rheinlandfrage, wonach Deutschland kein Recht besitzt, die sofortige Räumung zu verlangen, zum Ausdruck kommt, eine ungünstige Wirkung ausging. Es wurden größere Abgaben vorgenommen. Das herauskommende Material fand nur mit Verlusten bis zu 2,5 v. H. Aufnahme. Auf der anderen Seite machte sich jedoch für einzelne Werte weiter Deckungsbegehr bemerkbar, da der flüssige Geldmarkt eine Stütze bot. Die Tendenz zeigte im Grundton eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Starke Realisationsneigung bestand hauptsächlich am Elektromarkt. Siemens waren bis 5 o. H., Schuckert bis 3,25 v. H., ©effürel bis 3 v. H. und Bergmann bis 2,25 v. H. schwacher. Verstärktes Interesse bestand dagegen aus den schon erwähnten Gründen für AEG-, die 2 v. H. gewan­nen, für Lahmeyer plus 1 v. H. und Rheag mit

plu? 1,25 v. H. Am Chemiemarkt hatten I.-G.» Farben bei gut behauptetem Kurse lebhafteres Ge­schäft. Scheideanstalt 0,75 v. H. niedriger. Am Montanmarkt waren Rheinische Braunkohlen mit minus 2,25 v. H. und Mannesmann im selben Aus­maße angeboten. Arn Bankenmarkt waren eben­falls bis 2L-v. H.-Kursrückgänge zu verzeichnen. Von Bauunternehmungen waren Holzmann ge­fragt. Am Automarkt büßten Adlerwerke 2 v. H. ein. Daimler konnten im Kurse weitere 0,75 v. H. höher eröffnen. Süddeutsche Zucker und Schiffahrts­werte vernachlässigt und schwächer. Renten still. Ausländer eher angeboten und etwas niedriger. Im Verlaufe wurde das Geschäft klein, die Abgaben verstärkten sich eher noch, so daß in den meisten Werten erneut Kursrückgänge eintraten. Im gro­ßen und ganzen war die Kursentwicklung unein­heitlich, da sich für die anfangs- bevorzugten Werte das Interesse erhielt und diese teilweise wei­ter etwas anziehen konnten. AEG. weiter plus 1 o. H., Siemens konnten 2 v. H. zurückgewinnen, Schuckert und I.-G.-Farben erneut je 1 o. H. schwä­cher. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 6 v. H. un­verändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1965, gegen Pfund 20,357, London gegen Kabel 4,8505, gegen Paris 124,10, gegen Madrid 30,03, gegen Holland 12,0760.

Bc»ner Börse.

Berlin, 4. Dez. Entgegen den Erwartungen der Vorbörse hatte die heutige Börse zu Beginn ziem­lich lebhaftes Geschäft. Die Tendenz war zwar nicht einheitlich schwächer, aber doch rechtun­regelmäßig. Eine Stütze für den Markt boten einige neue Auslandkäufe in Spezialwerten. Das Gros der Papiere litt aber unter Realisationen sei­tens der Spekulation, die auch Tauschoperationen gegen zurückgebliebene Werte vorzunehmen schien. Hiervon profitierten besonders AEG., die man für billig hielt, und J.-G.-Färben. Außerdem fielen noch Rheag. Fahlberg List, Elektrische Lieferungen, Trans­radio, Schlesische Zink, Hohenlohe, ferner Herz Kupfer durch 2- bis 6-v. H.-Steigerungen auf. Der Montanmarkt eröffnete schwach. Besonders Essener Steinkohle, Mannesmann, Ilse Bergbau, ferner Sie­mens und Schuckert auf das Dementi eines Zusam­mengehens. Im Verlaufe wirkten sich die ungünstigen Nachrichten mehr aus. Die Schwierigkeiten, die der englische Außenminister Chamberlain in seiner gestrigen Erklärung betreffs der Rheinland­frage machte, wurden Gegenstand lebhafter Erörte­rungen, die Kursrückgänge in Neuyork wurden plötzlich beachtet, und der heute erschienene Reichsbankausweis fand ebenfalls eher ungünstige Beurteilung. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer ruhig. Bosnier bis 0,5 v. H. schwächer, auch Anatolier rückgängig. Der Pfandbriefmarkt war unverändert. Liquidationspfandbriefe und Anteile gesucht und fester. Im Verlaufe blieb es uneinheitlich, überwie­gend wurde es etwas schwächer. Rückgänge bis zu 3 v. H. waren keine Seltenheit. Nur die anfänglich gebückten Elektrowerte Siemens und Schuckert konnten sich etwa 2 v. H. erholen. Auch Elektrische Lieferungen gingen 1 bis 1,5 über Anfang um. Schwache Haltung hatten im Zusammenhang mit dem unsicheren Gesundheitszustand des Königs von Eng­land alle Auslandwerte. Polyphon gaben auf stärkere Abgaben von London 4,5 v. H. nach.

Frankfurter Getreidebörse

Frankfurt a. M., 4. Dez. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung. Die schwächeren Auslandnotierungen drückten auf die Stimmung, so daß Umsätze kaum zustande, kamen. Weizen war angeboten und billiger von feiten der Provinz zu haben. Rur für Roggen bestand einige Rachfrage, bei etwas erhöhtem Preise. Am Futtermittelmarkt bestand für Roggenklcre einige Rachfrage. Es wurden notiert: Wci-en 22.75, Roggen 21,75 bis 22, Sommergerste für Brauzwecke 23,75 bis 24, .Hafer, inländ. 22,75 bis 23,25, Mais (gelb) für Futterzweck. 2', 5. W i ,n- mehl, südd. Spezial 0 33 bis 33.53, Roggenmrhl 29,25 bis 30, Wci'enLeie 13,75 bis 13,85, Roggen- kleie 14,75. Tendenz ruhig.

Letzte Nachrichten.

Oer Reichspräsident an das Kreuz

Berlin, 4. Dez. (WTB. Funkspruch.) Reichs- Präsident von Hindenburg hat, wie die Wohlfahrtskorrespondenz erfährt, an den Vize­präsidenten im Deutschen Roten Kreuz, Draudt, der gleichfalls Vizepräsident der Liga derRotekreuzgeseUschaften in Paris ist, ein Schreiben gerichtet, in dem er seiner Ge­nugtuung über die auf der dreizehnten internatio­nalen Rote-Kreuz-Konferenz in Paris erzielte Einigung des internationalen Roten Kreuzes Ausdruck gibt und VizepräsidentDraudt Dank und Anerkennung für seine hierbei geleistete Arbeit ausspricht. Gleichzeitig ließ der Reichspräsi­dent dem Vizepräsidenten sein Bild zugehen.

Brief

Fraudsurt a. M |Berlin

Devisenmarkt BerlinFranks >rt

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Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

Hranzömche Noten . . . - Holländtsche Noten...... Italienische Noten......

Norwegische Noten.....

Deutsch Lester? . ä100 Strtmtn Rumänische Noten......

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1,1915

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16,375

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Schweiz ..

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1,921

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Wien in D-- Cert- abflcft. Prag

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12,42

59, 12,44

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Belgrad . .

7,301

7,378

7,364

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Bnbavest.

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Vnleariro Lissabon

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18.75

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Danrig

51,27

4.43

61,28

61.41

Konüamüt.

2,101

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4.096

2.110

Athen

5.425

5.435

j.42j

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Lanada

4,1945

4,2025

4,190

4.198

Lira nao

4,296

10.855

4.304

4,286

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