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fre/faa, den 3 .August 7'aöends.

r o b a in den Fommenöcn Jahren. Wo tooCIen Mir die bescheidene Gegenteistung suchen, die wir k-vn D. u.icyiand oerkmigen könnten? Auf dem D<b e: das un£ am meisten interessiert: Auf dem fablet Ut L-cherheil. Die deutsche Oesienl- t'chkeit ist von Ltrefemann selbst vorbereitet wor- den, der ni Januar 1928 erklärte, dah Deutsch­lands Forderung der vorzeitigen Räumung in Poris in Aussicht genommen würde. Die Frag« d i- Heberwachung der Grenzgebiete müßte bis zu dem Augenblick der Beendigung der Besetzung, d h b!s zum Jahre 1935 geprüft sein. Ts ist wahrscheinlich, daß di? französischen und interalliierten Unterhändler diese Frist als ge­nügend betrachten und versuchen würden, di« Zustimmung Deutschlands zu einem zu verein­barenden Statut der geräumten Ge­biete und der entmilitarisierten Zo­nen zu erlanaen. Es genügt jedoch, dah di« deutsche Auffassung als Grundlage zur Einleitung öon Verhandlungen dient und dah Ernverständ- nis darüber herrscht, dah das zu schaffend« Statut unter den Schutz und die Kon­trolle deS Völkerbundes gestellt würde. Durch dies« Verhandlungen würden, so schließt das Blatt, die viel wichtigeren und heikleren Verhandlungen über die Räumung der drit­ten Zone vorbereitet, deren Zeitvunkt in hohem Wahtz von der endgültigen Regelung der durch den Krieg entstandenen Atnanzprobleme und zweifellos auch von der Organisierung der allgemeinen Sicherheit unter Berücksichtigung der besonderen Lage der an der Ostgrenze des Reiches gelegenen Länder abhänge.

Woldemaras

glaubt an keinen Krieg.

Der litauische Ministerpräsident zum Wilnakonflilt.

Berlin. 3. Aug. (XU.) DaSBerliner Tageblatt" veröffentlicht di« Unterredung eines Sonderberichterstatters mit dem litauischen Mi­nisterpräsidenten Woldemaras. Danach glaubt Woldemaras nicht an eine kriegerische Ent­wicklung des polnisch-litauischen Konfliktes. Er sieht allerdings der polnischen Legionar- t ag un a die am 12. August in Wilna statt­finden soll, mit einiger Besorgnis entgegen, aber er halt es nicht für ausgeschlossen, dah Pilsud- skiSgroßes Geheimnis", das auf dieser Tagung enthüllt werden soll, auch darin bestehen (örnie, daß es gar kein Geheimnis gebe, im­merhin sei damit zu rechnen, dah sich Pilsudski zur Wilnafrage äußern werde. Für den Fall, dah die erwartet« polnische VerfasfunaS- änderung eine Aufwärmung des föderalistischen Gedankens und die Autonomie des Wil­nagebietes bringen sollte, habe Woldemaras seine Vorbereitungen schon getroffen.

Aos bk Frage be« Berichterstatters, ob er nicht von seinem Standpunkt aue befürchte, daß ein mili­tärischer polnisch-litauischer Konflikt lokalisiert bleiben könnte, erklärte woldemaras, bet Beginn eines Krieges sei nie voraus,ufeheu, wie er sich ent­wickle. <kr glaube aber nicht, daß es zu militärischen Verwicklungen komme. Seiner Ueberzeogung noch werde Frankreich Im entscheidenden Augenblick genug Machtmittel ,or Verfügung haben, um Po- len,., rück,nhalten. Frankreich« diplomatische Lage sei heute viel komplizierter al, bei Adschluh de, französisch-polnischen Militärvertroges. Entstehe eia bewaffneter litauisch-polnischer Konflikt, so stehe Frankreich vor dem Dilemma, entweder den Milltäroertrag mit polen oder die Locarnobindungen and ähnliche Abmachun- gen zu brechen.

Alles weist darauf hin, dah Frankreich sein« Friedenspolitik fortzuseyen wünsche, und darauf sei es zurückzuführen, dah in Frankreich ni«- mand die Unzufriedenheit mit der unvorsichtigen Politik PilsudskiS verberae. Daraus folge jedoch nicht, dah der Druck auf Lttaue.n im Völkerbund seitens Frankreichs kleiner wer­den würde. Zm Geaenteil, die Beilegung des polnisch-litauischen Konfliktes durch Erfül­lung der polnischen Wünsch« f«i der beste AuSweg für di« französische Regierung aus ihrer verwickelten Laa«. Frankreich werde deShall» aH«fr Wahrscheinlichkeit nach Li tauen zum Rachgeben zwingen wollen. Auf Die weiter« Frag«, ob cs wahr sei, dah li- tau^scherseitS der Austritt auS dem Völkerbund erwogen werd«, erklärt« Wolbe- maraS, diese Focme sei von der litauischen Re­gierung noch nicht ernstlich in Erwägung ge­zogen worden. Es könne jedoch der Augenblick eintreten, wo ein weiteres Verbleiben imVöller- bund nicht mit dar Würde der Ration in Ein­klang zu bringen sot.

Italien konzentriert Truppen an der serbischen Grenze?

Erregung in Velgrad

Dien, 3. August. (I1L) Die Presse gibt eine aussehenerregcndc Meldung der BelgraderPoli- Uca* au« Susak wieder, wonach die Italiener über 100 000 Zfiann Truppen an der italie­nisch-jugoslawischen Grenze zusammen­ziehen sollen. Vach der Meldung befinbet sich die 15. Dloision In der Gegend von Olana-Fiume. die 32. Triester Garnison soll sich an der Adria befin­den, die 3. alpine Brigade am Iriglav and bei lar- vl«. hierzu komme dl« 13. Division au« Udine, die ebenfall, in der Räbe von Tarvis stationiert fei. Sämtliche Divisionen sollen mit Artillerie ausge- rüstet sein. 3n Aqramer Kreisen wird diese Mel­dung al, eine V elgrader lenden,mel- düng bezeichnet, um die flowaklsck* Opposition einzuschüchtern.

3n Belgrad hoben die Nachrichten über ita­lienische Truppenbewegungen an der jugoslawischen Grenze und über da. Erscheinen der italienischen Flotte In der lläft« der adriatischen Oslküste gro- he» Aufsehen erregt. Line volle Betätigung ist bisher nicht zn erlangen gewesen. Ebensowenig aber eine Ableugnung. Krieg,minister ftad- schitsch bat e, cbgriebat, sich zu den genannten Nachrichten zu äußern. 3n der Skupschlmo sind Ile gestern abend zum Gegenstand ernster politiicher Besprechungen gemacht worden. Uns inte <rfrr Kreisen verlautet, dah zumindest rin« itali­enische Floltenbewe-nng ans der Adria Tatsache sei.

erreicht werben, bk lai

rA Oesterreichs i

-streckte Küste von ihmündungen bietet

und mehrere Matrosen deS , Krassin" haben an Bord derMonte Cervantes" begeben.

Die Suche nach derLatham".

Wie die norwegisch« Admiralität mitteilt, der Kreuzer .Lo r de n s k j o l d" , der für weitere Suche nach dem Flugzeug .Latham" hoher See nicht mehr notwendig ist. seinen

zur Bereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich.

DieMonte Cervantes" noch hammerfest abgegangen.

Um 2 Uhr nachmittag« lief der .Krassin" auS dem ©lodeirfimb aus, um den deutschen Dampfer »Monte Cervantes" nach Ham- merfeft zu begleiten. 2lls der »Krassin" die An­ker lichtete, stemmte das Orchester derMonte Cervantes" die .Internationale" unb die deut­sche Rationalhynrne an. Dir Fahrgäste und die Mannschaft der .Mimte Cervantes" begrühten die Mannschaft desKrassin" und dankten ihr Herz-

Florida mit ihren vielen _ _ gute LandungSmöglichkeiten, besonders bei Rächt. Man hat sogar einmal einen Mann auf ge­

griffen. der in einem winzigen Segelboot von Kuba herüberkam. Zuweilen treten die Schmugg­ler Verabredungen mit amerikanischen Fischern, überkiefern ihnen die Einwanderer außer Sicht- weite der Küste, und diese kommen dann al« blinde Passagiere an Land. Auch auf der Pazi­fischen Seite wird eine solche Methode geübt, vo hat dte Polizei vor einiger Zeit einen Fischkutter gestellt, der Ginwanderer aus Mepttv nach 6cm- FranziSkv bringen wollte.

Din paar Worte müssen noch gesagt werden über dieUnited States Immigration Vorder Patrvl", die Grenzpolizei, von der weiter oben schon di« Rede war. Sie besteht zur Zeit aus 800 Mann, für die eine Zahressumrne von 1 600 000 Dollar auSgeworsen ist. Bestrebungen sind lnn Gange, die Truppe auf 1000 Marrn zu vermehren, auch wird dte Regifttierung der Ein­

Der Reichsbahnuntersuchungs­ausschuß.

Berlin, 3. Aua. (WTB.) Sn den unter dem Vorsitz des Gchrimen Oberbaurats Zirk- l e r vom Reichsvertehrsministerium gebildeten Ausschuß zur Untersuchung der Betriebssicher­heit auf der Reichsbahn sind folgende Herren berufen worden: Di« Reichstagsabgeordneten Dr. Q u a a tz und Scheffel: die Pro efsoren für Eisenbahnwesen Dr. Halter von der Techni­schen Hochschule in Dresden und Dr. P i r a t h von der Technischen Hochschule in Stuttgart,- der DerbandSgeschästsführer Groh: vomHaupt- bcamtenrat bei der Deutschen Reichsbahn der Vorsitzende. Ci enbakminspe'tor Wondorf: vom Hauptbetriebsrat bei der Deutschen Reichsbahn der Vorsitzende Hatje, beide in Berlin: von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer der Lokomotivführer Paul Seite aus Dettersbach ^Waldenburg): vom ReichSverkehrministerium der Geheime Oberbaurat Zirkle r (Betrieb) und der Oberregierungsrat Dr. Reingruber (Sisenbabnversicherlmgswe'en) und von der Deut­schen Reichsbahngesellschaft der Reichsbahndirek^ tor Dr. Fromm (Dienstdauerangelegenheiten) unb der Vizepräsident Senft (Oberbaufragen).

muh bezweifelt werden. Immerhin hat die Grenz­polizei, besonders im Rorden, gute Arbeit ge­leistet. Sie ist eine mobile Truppe und entweder beritten oder nut Motorrädern ausgerüstet. Un­geheure Entfernungen haben die Polizisten zu überwinden, und zudem ist ihr Beruf Suherst ge­fährlich, denn dte Schmuggler besinnen sich nicht lange und machen wenn sie sich ertappt sehen, unbedenklich von der Schußwaffe Gebrauch. Jin letzten Fahr hat dte Grenzpolizei 12000 illegale Einwanderer gefaßt: banrnter befanden sich 800 gewerbsmäßige Schmuggler. Rach authentischer Schätzung wird aber von acht Einwanderern, die heimlich die Grenze überqueren, nur einer er­wischt. ES bleibt also für die Behörden noch viel zu tun, um das Quotengesetz zu verwirklichen.

Waldemar Keller.

lichft für die geleistete Hilf«. Der Steuermann sich

hatte. Der Pilot war ein Amerikaner. Andere Flagzeuge, dte Chinesen von Meriko gebracht hatten, wurden in Süd-Kalifornien auf gegriffen. Auch di« mexikanisch« Grenze ist mehr oder weniger eine offene Tür. 2lll«rn im Di stritt von San Antonio wurden in den Monaten 3uli, August und September des vorigen Jahres 3000 Fremde dingtest gemacht, bcc unberechtigt die Grenz« über'chrettm wollten. Die Zahl der illegalen Grenz Übertritte im Rottten. zwischen Port Huron und De trott, schätzt man auf 100 biS 500 am Tage!

Schwieriger ist es. über die Häfen ins Land zu tommen. aber auch dieser Weg darf nutzt als verschlossen bezeichnet werden. Cs ejrifttert nämllch ein Gesetz, das den Seeleuten von einlausenden Schiffen, die auf ein anderes Fahrzeug über» wechscin wollen, die Erlaubnis gibt, sich 6 0 Tag« an Land auf-uhalten. Häufig gefällt «S diesen Matrosen in Reuyvrt. San Franztsko oder Seattie so gut, daß sie gar mcht daran benfen. sich von neuem auf einem Schiff zu verheuern: sie bleiben im Lande und sind unauffindbar, da bekanntlich dte Bereinigten Staaten keine Mewepflicht temren. Man schätzt dte 3i*ier der deserting seamen" auf 20 000 biS 30 000 mn Jahre.

Sehr im Schwung ist der Schmuggel mit Men­schen, der von Kuba aus betrieben wird. Von hier und von den nabeltegenben westindischen Inseln kann daS Festland tn kleinen Motorbooten

Aus aller Wett.

Sine Pulverfabrik bei Lpezia ht die Luft geflogen

Aus bisher noch nicht aufgc klärst' Ursache ist in der ?la<bf vom Samstag la der Umgebung von Spezia, dem großen italienischen Kriegshafen an der ligu­rischen Küste, ein- Pulverfabrik In die Luft ge­flogen. Man befürchtet, daß zahlreiche Men­schen um« Leben gekommen sind. Einzel­heiten fehlen noch. Später wurde berichtet, daß durch die Explosion der Pulverfabrik die Stadt Spezia in Brand geraten ist. Die Bet- tungrarbeilen gestatten sich wegen der gewalttgen Ausdehnung des Feuer» sehr schwierig. Alle Tele- phonverbindungen mit Spezia unb Umgebung find unterbrochen.

Oesterreichische FericuNnder in Danzig.

3*n Danzig traten 68 östcrreichi-che Kinder mit dem Motorschiff ..Hansestadt Danzig" von Swinemünde kommend in Zvppot «in. Der öfter- re.chllche Getreralkonsu^ in Danzig, Gillhom. be­grubt o namens der österreichischen Regierung die Kind« und verwies besonders auf die Sernein-

in dem Wunsch cutfcbcn Reich.

Professor Dr. «ndl.chen Cmp- cn Co ab. Tieft nb Süd müll«

Das Ginwanbernmasproblem ist von den gesetz­gebenden Körperschaften der Verengten Staaten mit Gfniührung des Ouvtenkystcms keineswegs gelöst worden. CS existiert nach wie vor, denn bisher ift es nicht gelungen, die illegale Ginwanderung ernzudämmen. Welchen Um­fang sie hat, mag an Hand von ein paar Zahlen gezeigt werden: Dte Summe der auf normalem Weg? Smgewanderten betrug m dem Zeitraum 1911 biS 1921 rund 5 700 000. 3n den Jahren 1921 b*d 1927. also unter dem Quotenfyftem, senkte sich tnefe Ziffer auf rund 3 200 000. Man schätzt aber, datz während der sieben Jahre außerdem eine Million Mens che n auf ungesetzlichem Weg« nach Ben Ver­einigten Staaten ein gewandert sind, und rechnet man diese Million zu der letztgenannten Summe hinzu, so ergibt sich eine 2kahreseinwanderung von 600 000 Personen. Die DurchschnittSjahres- ziffer vor Einführung des Quotenfysten^ war 570 000. Mithin wird deutlich, dah die heimliche Einwanderung die ganze Quvtenzähkrmg völlig illusorisch macht.

Wie aber ist eS denkbar, dah derartige Mengen von Menschen wider den Willen der Behörden über die Grenz« gelangen können? Dte Srklärung darf nicht nur tn einem mangelhaften Schutz der ausgedehnten Aord- und Südgrenze der Ver­einigten Staaten gesucht werden: es gibt immer­hin eine Grenzpatrouül«, und obwohl eS ihr ge* wih nicht möglich ist, allgegenwärtig zu sein, würde fte doch die einfachen Leute fremder Ra­tton. dte auf gut Glück das Land der Der- heihung erreichen wallen, mit hochprozentiger Sicherheit abfangen, wenn der Schmugael nicht wäre. Sofort, nachdem für die einzelnen Länder Iahresquoten anaeseht worden waren, die nicht überschritten werden dürfen sanden sich gertffene Konjunkturjäger und eröffneten einen regelrechten Schmuggel mit Menschen. Man sagt, dah diese Art von Schrnuggel mehr einbringt, als wenn das Objekt Whisky ift, denn es werkten für die geschmuggelte Person 50 bis 1000 Dollar gezahlt. Die Tricks, die man an­wendet, sind sehr verschieden. Gnde vorigen Jahres erfuhr die Grenzpolizei, dah 3000 Rumänen aus Kanadaimportiert" werden sollten. Sie griff sofort zu, und so kamen kaum hundert der Beute ins Land hinein. Wie di« Sache in diesem Fall aufgezogen war? Furchtbar einfach. Detroit auf der amerikanischen Seite und Buffalo auf der kanadischen Seite sind durch eine Brücke verbun­den, die immer sehr belebt ift Die Schmuggler hatten nun einen amerikanischen Offizier gerauft, der es einrichten wollte, die Rumänen nach und nach über diese Drücke hereinzulassen. Dem Offi­zier erging es schlecht: er wurde auS der Armee ausgestohen und obendrein streng bestraft.

Trotz des Wissens der Grenzpolizei kommen aber nach wie vor die meisten illegalen Einwanderer aus Kanada, und das wird wohl auch noch eine Wette so bleiben. Die ameri­kanischen Grenzanwohner Pflegen nämlich zu Tausenden ihre Einkäufe tn Kanada zu besorgen: eS ist jedoch sehr schwer für die überwachenden Organe, zu verhindern, dah mehr Leute wieder hereinkommen als hinausgegangen sind, da bei diesem , kleinen" Grenz verkehr keineDaßkon- troll« auSgeübt wird. Dor nicht langer Zeit wurde auf dem Packard-Feld bei Detroit ein Flugzeug beschlagnahmt, das ganz bergnügt zwi­schen den Vereinigten Staaten und Kanada hin- und hergeflogen war und Menschen geschmuggelt

hat die auf

. ge­

wöhnlichen Dienst wieder aufgenommen. Der Regierungsdampfer .M i ch a e l S a r S" wird sich mit französischen Schiffen zusam­men an der weiteren Suche beteiligen. Die

Schmuggel mit Menschen.

Oie illegale Einwandening nach den Vereinigten Staaten. Jmkleinen" Grenzverkehr mit Kanada. Oie offene Tür im Süden.

Rachforschungen bei dem Cisrond an der grön­ländischen Küste werden nächstens beendet wer­den. Die anderen in Frage kommenden Gewässer um Spihttergen, die Bären-^>nfel und in der Rähe der norwegischen Küste werden forgfältig abgefucht.

Hitzewelle in Italien.

Seit einigen Tagen hat die große Hitze wie­der von neuem ^genommen. AuS Pavia und Mantua worden 39 Grad gemeldet, eine Hche, dte seit 1 902 n,i ch t mehrerreicht wurde. 3nBergamo hat Me Hitze in der Sonn« foaar 47 Grad erreicht. Aus mehreren Städten weroen Falle von Sonnenstich unb Hitzschlag gemeldet.

Schwerer Zyklon über der Tschechoslowakei.

Rach der schrecklichen Hitze der letzten Tage wütete Freitagnachmittag über Karpathen- ruhland «in heftiger Zvklon. der zunächst in der Gegend von 11 n g ü a r einfegte. Hierbei wurden mehrer« Personen schwer ver­letzt. Viele BüuTne wurden umgebrochen und entwurzelt. Zahlreiche Fuhrwerke wurden um- gewvrfen, viele Häuser abgedeckt und beschädigt. Der Zyklon setzte sich dann in norb.oestlicheu Richtung fort. Die Ztzkkonsänl« von 20 Meter Durchmesier bewegte sich mit aller Kraft im Tale des Turja-Flusses weiter und vernichtete alles, rvas ihr in den Weg kam Am meisten geschädigt wurde di« Gemeinde Turja-Ramete im Bezirk Peretschin. Von dem staatlichen Sägewerk wurde das Dach a bgehoben wobei ein zwölf­jähriger Knabe getötet wurde Gine Reihe von Personen trugen Verletzungen davon Die Telephon- und Teiegrapherrleitungen frnb zerrissen und unterbrochen Während des Stur­mes fielen in der ®emembe Turja-Ramete and}

nuhgrohe Schloßen, bte url t Steinen ver­mischt waren.

Zwei jungt Mädchen im Mai» ertrunken.

Beim Baden rm Main ertranken in VteveH bei Bamberg ein ITjährizes K^oftcrmädchen aus Viereth unb eine bri chr zu Besuch roeilenbe Stu­dierende aus Nürnberg. Obwohl des Schwim­mens kundig, geriet das junge Mädchen i n einen Strubel und rih bte ihr zu Hilfe eilende Freunbin eben'alls mit in die Tiefe. 6m Lehrerseminar ist sprang den Mädchen sofort nach und konnte beide ans liier bringen. Di« ange- stcltten Wieder beleb ungsoerfuchc waren jedoch erfolglos.

Uebler Trick eines Artisten.

In der Berliner Wannseebatzn bot sich den Fahrgästen ein schrecklicher Anblick. In einem Ab­teil dritter ftlaffe fand man einen jungen Hann an einem Holzkreuz festgenagelt. Durch beide Hande und Füße waren gewöhnliche, schmiedeeiserne 'Jläacl, sogenannte Bierzoller, y schlagen. Ms dte Bahnbenmien sich anschicktgr, bes Kreuz zu zersägen, um den Gekreuzigten zu be­freien, stieg er zur größten Verwunderung aller selbst vom Kreuz herunter. Die Untersuchung er­gab, brft er sich um einen Artisten handelt, der diesen Trick schon öfter ausgc'uhn hau«. Seine Hönde wieien von früheren Experimenten noch dte alten Löcher aus. Das Kreuz war zusammen- klappbar. Der stellungslose Artist, über deffen üblen Trick Bte Reifenden mit Recht entsetzt und empört waren, wurde in Haft genommen.

Tödlicher Absturz eine» Seiltänzer».

3n 3 m ft (Tirol) stürzte wahrend der Bvr- führuna einer Seiltänzer trupp« der Artist Si­kora, Der mit dem neunjährigen Sohn feinest Kompagnons das hohe Drahtfetl bestiegen hatte, mit dem Kinde in di« Tiefe. Währeick» das Kind von dem Vater aufgefangen wurde unb leichtere Verletzungen erlitt, war Sikora auf Bef Stelle tot

Straßenränder in Marseille.

3n Marseille wurde der Kassierer einer Eisenbahngesellschaft von einer Gruppe von fünf Hennern, die ihm In einem Straßenbahnwagen gefolgt war. in bem sich sonst keine Fahrgäste befanden, in einer be­lebten Straß« der Stadt überfallen. D« Angreifer nahmen bem Äaffieret den Betrag von etwa 8000 Franks ab unb verletzten ihn, als er sich zur Wehr seht«, durch einen Revolver- schuß in die Schulter. Ss gelang den Tätern, z» eatttommen.

Das Räubernnrocfen in den Pyrenäen.

Trotz schärfster Ueberwnchung der spanisch-fran­zösischen Grenzbezirke nimmt dort das 'Jtänberun- roejen eher zu als ab. Se wurde jetzt wieder ein mit fünf Personen besetzter Kraft wagen in der Nähe eines französischen Grenzdorfcs von Räu­bern an geha I ten, die mit erhobenen Gewehr ren die Auslieferung der Wertsachen der Reisenden verlangten. Ms ihnen dreitausend Franken Bar- getd zugeworfen wurden, sießen sie die Weitersahrt zu und verschwanden. Nachforschungen der kurz daraus alarmierten Grenzwache blieben ergebnislos. Einer von den Derbrechern scheint der übel berüch­tigte Gimenez zu fein, der feine Raubzüge im­mer auf französischem Boden unternimmt unb dann sofort nach Spanien entweicht.

Heberschwemmungen In Sibirien.

Zufolge der wochenlang en Regengüsse sind in den Provinzen Wladiwostok unb Priamur groß« Verheerungen angerichtet worden. Di« Kohlen­bergwerke von Lut schon sind überschwemmt, eben­so die Cisenbahnstrecke Sutschon-Wladiwvftock. Alle telephonischen und telegraphischen Verbin­dungen sind unterbrochen. Hunderte von Dörfern stehen unter Wasser. Zahlreich« Personen sind ums Leben gekommen.

Oie Wetterlage.____

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Von Südwosten her ist ein l efbmdgehtet schnell nach Tttittelenropa üDtcrbrundtn. Daher hat da» Hochdruckgeb'et feinen Cmsinh auf untere Witterung verloren. An der Vorderseite Lest Tiefs sind beritt RiederschlLge aufgetreten. Da wir nrorgen auf sein« Rückseite zu liegen kom­men. wird wieder kalte ozeanische Luft bei unst erbringen, die die Temperaturen zum Linken bringt unb noch Regenschauer verursacht..

Wettervoraussage für Sonntaa. Vorwiegend bebctfi. später wieder aufCaren», etwas kühler, vereinzelt Ricderfchläo«.

Ditterungseusfichten für Mon - t a g. Vielfach aufCarenb, nur noch garrz ver- engelt Riederfchläge

Lufttemperatur, n am 3. August: mittags 21 Grad Tefsiu»: abenbs 17,7 Grad Celsius: am 4. August: mordens 13,3 Grad (Teffttis. Macimum 21 Grad (Telfnis, Minimum 13,6 Grad Celsiür Erdtempe­raturen in 10 Zentimeter liefe am 3. August: abends 23,5 Grad Celsius, am 4. August: morgens 18,7 Grad Celfius. Riederschlag 1 Millimeter. wonnen- scheindaner Stunöen.

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