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Handwerkerversammlung deS hessischen Handwerks- und Gewerbeverbandes. Bezirl Als- selb, unter Leitung deS Dezirksvvrsiyendcn. Ge­werbelehrer Rohrbach, statt, der den Bericht über die Tätigkeit des DezirksverbandeS er­stattete. Der "Referent wie- darauf hin, bah wäh­rend das Jahr 1927 für das Handwerk zeitweise einen etwas regeren Geschäftsbetrieb, besonders bei der Bautätigkeit, gezeigt habe, sich jetzt schon wieder eine Steigerung der Preise für Rohstoffe und der Löhne bemerkbar mache, was sich un­günstig für die Wirtschaft und das Handwerk auswirke. Zur Hebung des BauhandwcrkS fei alsbald die Wohnungszwangswirtschaft zu be­seitigen. Die Handwerker müßten sich endlich auf sich selbst besinnen und ein,eßen, daß ohne Zusammenschluß nichts zu erregen sei. eine wichtige Forderung des Handwerks sei ferner die Herabsetzung der Gewerbesteuer und der Sonbergebaudesteuer. AlSdann gab Syndikus Röhr, der Geschäftsführer der Handwerkskom- meriiebenftelle in Gießen, ein sehr ausführliches Referat über programmatische Forde­rungen und Wünsche deS Handwerks,

die der hessischen Regierung unterbreitet worden seien. Die Ausführungen des Redners wurden mit großem Beifall ausgenommen. Alsdann sprach Diplom-HandelSlehrer Müller von der DetriebswirtschaftSstelle der Handwerkstammer Darmstadt über rationelle Betriebs­wirtschaft im Handwerk. Der Redner bezeichnete eine ordnungsmäßige kaufmännische Betriebs- und Buchführung als die Grundlage der Geschäftsführung für jeden Handwerker, die auch für eine genaue und fachgemäße Kalkulation unerläßlich sei. Er empfahl dafür die Ein­führung durch Kurse und durch "Danderbuch- halter. An die Ausführungen der verschiedenen Redner schloß sich eine lebhafte Aussprache an. Der Dorsihende schloß die Versammlung mit der Aufforderung, dafür Sorge zu tragen, daß die Gleichgültigkeit, die noch bei vielen Handwerkern zu finden sei, verschwinde, damit das Handwerk endlich die ihm gebührende Machtstellung im Wirtschaftsleben wieder erringe. Der sehr inter­essanten und lehrreichen Versammlung wäre ein besserer Besuch zu wünschen gewesen.

Stirnen, Sport und Spiel.

Gauturnfest in Lollar.

Linser Rachbarort Lollar prangte am Sonn­tag in reichem Fahnen- und Girlandenschmuck. 2llle Bevölkerungskreise nahmen regen Anteil an dem vollstümlichen Vaufest des Xurn- gaueS Lahn-DünSberg, mit dem die Feier des -15jährigen Bestehens des Turnvereins Lollar verbunden war.

Der Samstagabend brachte einen würdig ver­laufenen KommerS auf dem Festplatz. Tur­nerische Vorlührungen, Pyramiden, Ge'angsvor- träae. Radreigen und Konzert durch die Ka­pelle der Freiw. Feuerwehr füllten in bester Weise den Abend auS. Der 1. Vorsitzende des sestgebcnden Vereins. Bürgermeister Schmidt, begrüßte die Turner und Zestgäste. insbesondere die Gründer des Vereins, we.ter den Gaurvrsitzenden D a u p e r i. QDiefed. den Vorsitzenden des Düdwestdeutschen Turnerver- banoe» Zöller, Hausen, und den Gauehren- turnwart Schmidt. Launsbach. und über­gab das Fest der Gauleitung. Die Lieberreichung von Ehrentafeln an 6 noch lebende Gründer und 17 Mitglieder für 25 jährige Mitgliedschaft schloß sich an. Den Wert des Turnens betonende Ansprachen des Gau- und Verbandsvorfitzenden in denen auch dem To. Cohar für die muster- flültige Vorbereitung des Festes, dann aber auch ür die 45 jährige treue und erfolgreiche Arbeit Dank gesagt wurde, folgten.

Sonntag früh fand daS TBctturnen statt, das sich unter der umsichtigen Leitung der Gau- turnwarte flott abtoidcltc. Rach dem stattlichen F e st z u g am frühen Rachnrittag durch den gast­lichen Zestort hielt der Vorsitzende des Tv. Lollar, Bürgermeister Schmidt, eine markige Begrüßungsansprache, und der Verbandsoor- sihci.de Zöller. Hausen, die Festrede über den volkstümlichen Wert deS TurnenS. Die allge­meinen Freiübungen und das Schauturnen der Gaubesten (Gauwerberiege) begegneten lebhaf­tem Interesse und warben, wie bie Wettkampfe am Vormittag und die Sondervorsührungen des Tv. Lollar am Samstagabend, für die Turn- fache.

Der Derechnungsausschuß hatte zeitig seine mühevolle Arbeit beendet, unb schon um 6 -Ußr konnten den Siegern die schlichten Llrlunden und E'.chenkränze mit Worten des Dantes und der Ermahnung zu weiterer fleißiger Mitarbeit ausgehändigt werden. Ein Volksfest am Montag schloß sich noch an. Die SaaitätSkolonne Lollar hatte für die Dauer des FesteS in selbstloser Weise den Sanitätsdienst übernommen.

Rachstehend lassen wir die Romen der 10 ersten Sieger jeder Abteilung folgen:

Turner (Oberstufe): Zwölfkampf bzw Neunkampf: Ehrenpreis Wilh. Hofmann, Lollar, 221 bzw. 171 Punkte: 1. Preis Ludwig Hetiche, Lollar, 202 bzw. 163 P., 2. Heinrich Römer, Wiefeck, 192 P. (Neunkampf: 7. Preis 138 P.), Wilh. Schmidt, Waldgirmes, 192 bzw. 152 P.; 3. Wilh. Müller, Launsbach, 191 P. (Neunkampf: 6. Preis 141 P.), Wilh. Ferber, Waldgirmes, 191 P. (Neunkampf: 5 Preis 143 P). Alb. Drccher, Lollar (Neunkamps: 3. Preis 146 P.); 4. Otto Bender, Rodheim, 188 bzw. 144 P., 5. Karl Feiling, Rodheim, 178 P. (Neun- kampf: 6.Preis 141 P): 6. Hermann Rahl, Wiefeck, 176 P. (Nrunkampf: 9. Preis 132 P): 7. Ludwig Wagner, Rodheim, 170 P. (Neunkampf: 10. Preis 131 P); 8. Heinrich Größer, Steinbach, 165 P. (Neunkampf: 12 Preis 128 P); Wilh. Will, Wißmar (Neunkampf: 8, Preis 135 P.) 9. Otto Bodenbcnder, Ruttershausen, 160 P. (Neunkampf: 14. Pr. 116 P.): 10 Ludwig Ollemotz, Londorf, 158 P. (Neunkampf: 12. Preis 128 P).

Turner (Mittelstufe): 1. Wilhelm Debus, Lausbach, 212 Punkte: 2. Ludwig Lepper, Wald­girmes, 204 P.; 3. Adolf Haffelbach, Lollar, 199 P.: 4. Wilh. Rollshausen, Launsbach, 196 P., Bernhard Georg, Waldgirmes, 196 P.; 5. Wilh. Lapp, Rod­heim, 194 P.: 6. Friedrich Bcppler, Dorlar, 191 P.: 7. Otto Schlierbach, Rodheim, 190 P., Fritz Geier, Atzbach, 190 P.: 8. Karl Michel, Rodheim, 189 P.; 9. Karl Schwarz, Ruttershausen, 188 P.: 10. Walter Biernu, Lollar, 187 P., Otto Müller, Lollar, 187 P., Heinrich Zecher, Lollar, 187 P.

Turner (Unterstufe): 1. Ernst Deibel, Lol­lar, 159 Punkt«: 2. Karl Rupp, Garbenheim, 158 P., Waldemar Grote, Lollar, 158 P.; J. Otto Speier, Wißmar, 154 P.: 4. Friedr. Geißler, Lollar, P.: 5. Otto Feiling, Atzbach, 151 P.: 6. Karl Jäger, Reis- kirchen, 148 P.; 7. Arthur Löhr, Lollar, 147 Punkte, Karl Reinsladtler, Dorlar, 147 P.: 8. Wilhelm Jost, Hausen, 146 P.: 9. Wilhelm Lepper, Waldgirmes, 145 P.-, Heinrich Karber, Lollar, 145 P., Otto Rinn, Bieber, 145 P., Rich. Schmidt, Rodheim, 145 P., Karl Sch warn, Lollar, 145 P.; 10. Wilhelm Moos. Lollar, 144 P., Otto Schardt, Hausen 144 Punkte.

Turnerinnen (Ober stufe): 1.Paula Hillde- brand. Wiesest, 165 P.: 2. Anna Bernhard, Wiesest, 164 P.: 3. Gertrud Gerlach, Wiesest, 163 Punkte: 4. Louise Dodes, Lollar, 161 P.: 5. Johanna Mül­ler, Lollar, 139 P: 6. Lina Schneider, Lollar, 147 Punkte: 7. Minna Kümmel, Wiesest, 143 P., Anny Kolb, Wiesest, 143 P.: 8. Paula Brokops, Lollar, 135 Punkte.

Turner (Unterstufe): 1. Emma Lotz, Wie- fest, 166 Punkte: 2. Ottilie Schreiner, Wiesest, 161 Punkte: 3. Lina Erb, Wiesest, 156 P>: 4. Gertrud Müller, Launsbach, 151 P ; 5 Minna Schäfer, Wie­sest, 146 P.: 6. Martha Röhl, Wiesest, 145 Punkte: 7. Tilli Hofmann, Rodheim, 144 P.: 8. Anna Reuter, Wiesest, 140 P.: 9. Minna Seibert, Wiesest, 135 Punkte: 10. Frieda Römer, Wiesest, 134 Punkte.

Dreikampf: 1. Ludwig Olcmotz, Kesselbach, 71 Punkte: 2. Reinhard Schiefcrstein, Launsbach, 67 P.: 3. Karl Heitz, Rodhcim, 63 P., 4. Karl Riehm, Großen-Busest, 60 P.: 5. Wilhelm Hofmann, Alten- Buseck, 58 P., 6. Wilhelm Peplcr, Kinzenbach, 57 P.: 7 Heinrich Scherb, Allendors, 56 P., Wilh. Frank II., Lollar, 56 P.; 8 Rich. Wissemann, Lollar, 55 P.: 9. Frib Geier II., Atzbach, 54 P.: 10. Karl Rohr­bach, Lollar, 53 P.

W ltnd Fahrfurnier in Gießen.

Zu dem am 14. und 15. Juli vom Gießener Reit- und Fahrklub gemeinsam mit dem 1. Ba­taillon Inf. Regts. 15 ausgeschriebenen Reit- und Fahrturnier find bereits über 100 Rennungen aus Dießen und benachbarten Städ­ten und Ortschaften eingebauten. Das Programm sieht neben Hummern, die speziell die Aus­bildung und Fortbildung der ländlichen Reit- und Fahrvereinigunaen zeigen sollen, Aus­schreibungen für jede Derwenüungsart des Pfer­des (Dresfurprüfungen, Vielseitigkeitsprüfungen, Fahrprüfungen und Jagdspringen) vor, so daß Gelegenheit gegeben ist, an diesem Tage nicht nur gutes Pserdematerial unserer engeren Heimat, sondern auch eine stattliche Anzahl cneswär- tiger Turnierpferde unter guten Reitern zu sehen, die sich bereits auf onberen deutschen Turnier­plätzen einen Ramen gemacht haben.

Am Samstag, 14. Juli, findet zunächst ein ® eiä n be ti 11 statt, während Die übrigen reiterlichen Darbietungen am Sonntag, 15. Juli, auf der Hardt bet Gießen ihren Anfang nehmen.

Danz abgesehen von den zu erwartenden Lei­stungen unO dem Genuß, wieder einmal schöne und edle Pferde jeden Schlages zu sehen, ist schon mit Rücksicht auf die auswärtigen Gäste

zu hoffen, daß die Veranstaltung gebührendes Interesse unserer Einwohnerschaft findet Der hoffentlich gute Eindruck, den die zu erwarten- den auswärtigen Tumierreiter von der Ver- anftalhmg mitnehmen sollen, wird in der Lage sein, Gießen, das bereits über ein fachmännisch geleitetet, mit gutem Pfcrdematcrial versehenes Reitinstitut Derfügt. auch auf dem Gebiet des edlen Pferdesportes, dessen Pflege nach dem Kriege wieder in allen deutschen Gauen mit Liebe unb Begeisterung autgeübt wird einen würdigen Platz zu sichern.

Gießener Schwimmverein.

IHcßborn süddeutscher Meister im Turmspringen.

Bei den Süddeutschen Schwimmeister­schaf t e n die am Samstag und Sonntag im Frankfurter Stadion zum Austrag tarnen, war der ®. S. D durch die Mitglieder R e h b o r n, Schaum und Roth mann vertreten, die ihre Teilnahme zu einem febenen Erfolge gestalten konnten.

Vor allem zeigte sich Julius Rehborn im Turmfpringen von feiner besten Seite. Obgleich er in Gießen keine Gelegenheit hatte, die Sprünge vom 10-Meter-Turm zu üben, war er in großer Form und bewies durch seinen ein­drucksvollen Sieg über den bekannten Turm­springer Dr. S ch r a m I. München, daß er zur ersten deutschen Klas'r gehört. Er erreichte 99,58 Punkte. Dr. Schram! 92,65 Punkte. Denn Reh­born bei den deutschen Meisterschaften und Olympiaausscheidungswettlämplen am 15. Juli in Berlin ebenso gut springt, wie am Sonntag, dann wird er auch dort eine gute Rolle spielen, wenn er auch gegen die Europameister Lu­der und Riebschläger nicht ganz wird an* kommen können.

Schaum konnte im Iuniorrückenschwirnrnen (100 Meter) einen schonen zweiten Platz be­legen. Daß er gegen den Olympiakandidaten Schulz, Nürnberg, der 1: 20.6 und am nächsten Tage 1: 18 schwamm, nichts würde ausrichten können, war von vornherein sicher. Rach seinem vor kurzem beim Gaufest in Ojfenbach errunge­nen ersten Platz im Rückenfchwimmen mußte man auf ein gutes Schwimmen gefaßt fein, und man wurde nicht enttäuscht. Die Zeiten lauten: 1. Schulz, Nürnberg. 1:20.6 2. Schaum 1:26,4; 3. Weigel. Moenus Offenbach, 1:27.

Das Iuniorbrustfchwimmen (200 Meter) sah 16 Teilnehmer am Start, von denen Roth­man n den dritten Platz belegte. Er zeigte außerordentlich gute Veranlagung zum Brust­schwimmen, aber noch wenig Wellkamp'ctfahrung über die 200-Meter-Slrecke. Sein Endspurt er- folgte reichlich spät. Bei früherem Spurt formte er glatt Zweiter werden, und zwar in erheblich besserer Zeit. Zeiten: 1. Schwarz, 1. Frank­furter S. E., 3:10: 2. Heinzmann, Rikar Heidelberg, 3:20: 3. Rothman n, G S. V., 3: 20,4.

Leichtathletik der Gp.-Vg. 1900.

ö. Auf dem Svilburg-Stadion in Wetzstar kamen am Sonntag die Meisterschaften des Gaues Gießen-Wetzlar zum Aus­trag. Es entspannen sich durchweg recht span­nende Kämpfe um die Gaumeistertitel bzw. die Plätze. Die Gießener 1900er. die. wie be­reits angekündigt, in stark geschwächter Auf­stellung antraten, ließen sich den Ersah in keiner Weise anmerken und waren mit 8 Meister­schaften, 7 zweiten und 6 drittenPlät- z e n der weitaus beste Verein. Als beste Leute erwiesen sich O. M u l l e r. der die 100 Meter und 200 Meter gewann, und vor allem Weber­meier, ein neues Talent, mit seiner Weit­sprungleistung von 6,35 Meter. Webermeior dürfte auch bei weiterem Sprintertraining in einigen Wochen für 11,2 bis 11,3 Sekunden für die 100 Meter gut sein. Wenn die eine oder andere Leistung nicht ganz mit dem sonstigen Schritt hält, so liegt das hauptsächlich daran, daß eine etwaS ungewohnte Disziplin von dem betreffenden Teilnehmer bestritten wurde.

Don den 18 ausgetragenen Konkurrenzen be­richten wir über diejenigen, in denen die Spiel- vereinigungSleute Gaumeister bzw. zweiter und dritter Sieger wurden:

100 Meter: 1. Oskar Müller (1900) 11,9 S.; 2. Webermeier (1900) handbreit zurück, 3. Zerndt (Sportv. Wetzlar) 12,1 S.

200 Meter: 1. Oskar Müller (1900) 23 S.: 2. Zerndt (Sportv. Wehlar) 24 ©.; 3. Schwab (1900) 24,8 Sek.

400 Meter: 1. Philipp (V. f. L. Wetzlar) 54,9 ©.; 2. Seifert (1900) bruftbreit zurück, 3. Hcrtftein (Sportv Wetzlar) 56 Sek

800 Meter: 1. Delbert (1900) 2:22,1 Min.: 2. Wolf (Sportv. Wetzlar) 2:24 Min.; 3. Dir­ken stock (1900) 2:26 Min.

4xl00-Meter-Staffel: 1. Dießen 1900 (Schwab, Webermeier, Seipp, Müller) 46 6.; 2. Wetzlarer Sportv. 46,5 S.; 3. 1900 II. Mann­schaft 46,8 S.

4" 400-Mcter Staffel 1 Dießen 1900 (Gel­ben ©eifert. Birkenstock. De Sperling) 3:50.2©.; - Wetzlarer Sportverein 3:57,2 ©er.

Deitfprung: 1. Webermeier (1900) 6,35 Meter; 2. Seipp (1900) 6.10 Meter; 3 Wolf (Wetzlarer Sportv) 5.85 Meter.

Hochtprung: 1. Eape11o (V. f. L Wetzlar) 1.65 Meter; 2. Seipp (1900) 1.65 (durch Stechen entschieden); 3. Hopfenmüller (1900) 1.43 Meter.

Kugelstoßen 1. Motz! (D. s. B. Gießen) 12 Meter; 2 Koch (V. f. L Wetzlar) 11.43 Meter; 3. Frey (1900) 10,61 Meter

Speerwerien 1 Koch (D. f. L. Wetzlar) 40,06 Bieter. 2. Ho.'femnülle: (1900) 39,92 Meter: 3. Blank (Weilburger Fußballpst 38.33 Meter. Der der ©p. Dg 1900 angehörige taubstumme Erich Müller tour. 31.20 Meter und stellt« damit einen neuen deutschen Rekord f ü r Taubstumme auf.

Hammerwerfen 1 Dirkenstock (1900) 24.30 Meter; 2 Mobl iD. f.B. Gienen) 23.20 Meter; 3. Marthaler (Sportv. Wetzlar) 23.05 Meter

Dreikamps (100 Meter. Deitfprung unb Speer­werfen: 1. Koch (V. f L. Wetzlar) 138 Punkte: 2. O. Müller (1900) 129 Punkte: 3. Hopfenmüller (1900) 120 Punkte; 3. Eapcllo <D f. L.) 120 P.

Dereinsfünfkampf: 1. Dießen 1900

V. f. B. (Leichtathletik).

Dei den am Sonntag auf der Wetzlarer ©pil- burg ausgetragenen Gau-Athletik-Mei- sterschaften errang die Leicdtathlettk-Abtei- tung des D. f. D. einige sehr fchöne Erfolge, die umso beachtenswerter sind, als die noch im Entstehen bcpriffcnc Abteilung fast ausschließ­lich aus Anfängern bestehl. Dem talentierten Werfer Mo hl gelang es. fick gleich zwei Mei­sterschaften und einen zweiten Platz zu erkämpfen. Im 'Diskuswerfen wurde er Meister mit einem 34.66 Meter-Wurf, vor Frey 1900 (32,78), ebenso im Kugelstoßen, In dem er genau 12 Meter, vor Koch D. s. L. Wehlar (11.43). er­zielte. 3m Hammerwerfen, das er als krasser Anfänger bestritt, wurde er mit 23.20 Meter hinter Biltenstock 1900 (24.30) Zweiter. Bei der 3x1000 Meter Staffel gelang es den D. f. D.-Dertretern Adam, Müller und Schä­fer sich hinter Sportverein Wehlar (9:15,4) in 9:22,2 zu plazieren. Bon den übrigen Teil­nehmern des V. s. D., die sich als Anfänger sehr gut anließen, verdient Mauke! besondere Er­wähnung, der im 1500 Meier-Lauf trotz starker und vor allem zahlreicher Konkurrenz vor einer ganzen Anzahl erfahrener Läufer an fünfter Stelle einlief. Im 400 Mster-Lauf tarn Schä - fer durch einen Fehlstart um einen sicheren Erfolg. Alles in allem darf dle junge, unter Leitung von Sportlehrer Fischer stehende Ab­teilung aus ihr Abschneiden stolz sein.

Doppel-Erfolg des Oberhessischen Automobil-Clubs.

Einen besonders beachtlichen und b nech doppelten Erfolg hat der bekanntlich »ortlich sehr rege Oberheffische Automobll- Club e. D. (A. v. D.) in Gießen, der sich schon im Frühjahr d. I. bei der Sternfahrt zur Prefsa den ersten Klubpreis fiebern konnte, neuerdings wieder gelegentlich der Zielfahrt ui dem vom 27. 6. bis 1. 7. statdgehabten Baden-Badener Automobil-Tur- n i e r errungen. Bei einer Beteiligung von fünf­zehn Wagen erzielte er mit einer Wertung«* zifser von 71 197 den zweiten Klub-Team* preis, außerdem wurde feinem Mitglied, Dr. A. Roll in Gießen, für eine ©tteckenleistung von 1044 Kilometer unter 113 Bewerbern der zweite Preis für größte Entfernung zuerkannt.

Arbeiter ^ußballänderkamps.

In Nürnberg standen sich am Sonntag die Fußballmannschaften dec Arbeitersportkartelle von Deutschland und Oesterreich gegen - über. Oest erreich siegte verdient mit 5.2 (2:2).

Stutzlversiopsmig im Sommer

Störungen der Derdauung sind im Sommer außer" ordentlich häufig. Man muß daher in diefer Jahre«' zeit mit besonderer Sorgfalt daraus achten, daß der Stuhlgang immer regelmäßig und ausreichend er­folgt. Hierfür ist namentlich auch auf Reifen zu forgen, da bekanntlich bei den meisten Menfchen durch Klimawechlel ©luhlverstopsung eintritt. Lin- genügende Stuhlentleerung verursacht jedoch häustg höchst lästige Bc chwcrden. Deshalb ist es zweckmäßig, rechtzeitig ein pflanzliches Abführmittel zu gebrau­chen. Ein solches Mittel sind Apotheker Richard Brandt'« Schweizerpillen, die infolge ihrer rein pflanzlichen Zufammenfetzung mild und doch un­bedingt zuverläfltg wirken, ohne Gewöhnung herbei- zuführen. Der Preis von einer Mark und fünfzig Pfennigen für die Schachtel bedeutet nur eine geringe Ausgabe Dr. Th. 4115s»

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