Wirtschaft.
Staatliche Hilfsmaßnahmen für den Kohlenbergbau?
Die amttichrn Stellen verfolgen die Entwick- lung, die der Ruhrkohlenbergbau in letzter Zeit genommen hat, mit größter Aufmerksamkeit. Der Gedanke, auf grundsätzliche staatliche Unterstützung der Zechen scheint bereits feste Formen angenommen zu haben. Der Zeitpunkt und die Art der Unterstützung läßt sich noch nicht übersehen. Eine SubDentionierung, wie sie von feiten der englischen Negierung gewährt wird, kommt nicht in Frage. Di? Erwägungen gehen in erster Linie in der Richtung auf Gewährung von frachtlichen Erleichterungen, deonderS für jene Bezirke, wo die Ruhäohle mit der fremden, namentlich mit der englischen Kohle, stark zu konkurrieren hat. Bei den amtlichen Beratungen spielt auch bk Frage der Gestaltung deS Arbeitsmari t«S zum Herbst und zum Winter eine groß« Rolle. Bisher war es möglich, bei den Zechmsti-llegungen größere Prozentsätze der Beleg! chast und der Beamten auf andere Zechen zu übernehmen. Auch daS Dauhandwerk und die Landwirtichust nehmen im Bergwerk sreiwerdende Arbeitskräfte auf. Das sind aber nur faifon- mäbtoc Grschernungen, die nur vorübergehend die Verschlechterung des Arbeitsmarttes mildern die durch die Einstellung von Bergbauhüttenbe- trieben e itsteht. 3n den übrigen 3nbuftricn würde es jedoch kaum möglich sein, durch Hereinnahme von im Steinkohlenbergbau sreiwerdenden Arbeitskräfte eine Entlastung des Arbeitsmarktes zu leisten.
Besserung in der landwirtschaftlichen Maschinenindustrie.
Der auf Veranlassung deS Deichslandbundes zu Beginn des 3ahres eingetretene Käuferstreik, der die Umsätze in der Landmaschinenindustrie stark beeinträchtigt hatte, kann als beendet angesehen werden. Angesichts des günstigen ßrnte- ausfallS steht die deutsche Landmaschinenindustrie vor einer erheblichen Besserung ihres Absatzes und ihrer gesamten Geschäftslage. Da die durch den Krieg und 3nslation notwendig gewordene Verwendung von schlechterem Material au einer Bevorzugung von hauptsächlich amerikanischen Fabrikaten geführt hatte, ging die deutsche Land- maschineninduftr.e dazu über, ihre Fabrikate durch die Landwirtschaftsgcscllschaft in Berlin sowohl auf Qualität und praktische Verwendbarkeit ihrer Fabrikate prüfen zu lassen. Seit langem werden wieder nur erste Qualitätsrohstosse wie vor dem Kriege zur Herstellung der deutschen Fabrikate verprendet, so daß diesbezüglich die amerikanische Konkurrenz kaum noch ins Gewicht fällt. Qienn auch augenblicklich der Absatz in Landmaschinen noch zu wünschen übrig läßt, so verzeichnet er doch einen allgemeinen Aufstieg. Angesichts der Steigerung der Gestehungskosten wurden vor einiger Zeit die Preise für landwirtschaftliche Maschinen durch die deutsche Landmaschinenindustrie um durchweg 3—5 Prozent erhöht.
Starker Rückgang
der (LmissionSiätigkeit im Juli.
Der Anlechemarkt zeigte im 3uli sowohl im 3nlanb als auch im Ausland eine fast völlig« Geschäftsstille. Dach der Emissionsstatistik des B. T. sind im 3uli nur zwei Inlandanleihen im Gesamtbeträge von 10 Mill. Mk. öffentlich zpr Zeichnung aufgelegt worden. Es handelt sich um die 4-Mitlionen-Anleihe der Stadt Hagen und um die 6-Millionen-Anleihe der Stadt Mainz. Der Inlandabsah von Pfandbriefen und Kommunalobligationen dürfte im Monat 3uh einen Rückgang erfahren haben. Für die ersten sieben Monate des laufenden 3ahres ergibt sich ein G«'amtvfandbriefabsah einschließlich Kom- munaloetigationen von schätzungsweise etwa 1,1 Milliarde Mk. 3m Zusammenhang mit der bereits <cit längerer Zeit anhaltenden Emisfions- müdigkeit am amerikanischen Kapitalmarkt und 'nit oer auch an europäischen Kapitalmärkten fefluiflellenben geringen Aulnahmrfähigkeit ist auch die Kavitaleinfuhr Deutschlands zuin Stillstand gekommen Im Iuli sind nur vier Aus- landanleihen im Gesamtbeträge von nur k Mill. Mark ausgenommen worden, gegen 249.3 Millionen im Ium. 430,9 im Mai und 383,7 im gleichen Dlonat des Vorjahres. Einschließlich des Monats 3u(' wurden in diesem 3 ab re bisher 'nsgelamt 1131,8 Mill. ORf. Anlechen im Aus- lando ausgenommen, das sind rund 483 Mill, mehr alS in den ersten sieben Monaten des Vor- jahros. Man sieht also, daß die Kapitalbeschaf» fung im Auslände recht schwierig geworden ist, toenng'.cü-h der geringere Bedarf Deullchlands' bern saisonmeßige Gründe bedingen, beachtet wer
den muß. Bedeutsam ist dabei auch die Tatsache, daß verschiedene Anlecheverhanblungen im Monat Iuli bekannt geworden sind, tee ledoch nicht üben das Stadium der Vorverhandlungen hinauskommen konnten, sondern in den menten Fällen im Hinblick am eine Besserung der inter- nationalen Kapitalmarktlaa«, besonders in Amerika. auf öo.i Herbst verschoben werden muhten.
Auch die Aktienemissionen haben im Rwnat Iuli gegenüber dem Ium einen erheblichen Rückgang «Nähren. während im Monat Ium 61^ Gesellschaften Kapitalerhöhungen
von rund 161,6 Drill. Mk. durchführt«, schätzt das V T d.e Gesamtsumme der Kavttolerhohun- gen im Monat Iuli auf nur 66 1 Mill. M- bei 39 Aktiengesellschaften. Kavitalzufammenlegun- g;,n wurden ;m Monat Iuli bei 9 Mtiengefell- 'chaften um c nen Gesamtbetrag von 11 Mrll. Mark fest gestellt, gegen 8,6 im Vormonat.
• Der kommunale Anleihemarkt im er st en Halbjahr 192 8. Im Lause des ersten Halbjahres 1928 hat der Deutsch« Sparkassen- und Girovcrdand bzw. die Deutsche Girozentrale Reu- cmifiionen von deut.che.i Kommunalgoldanleihen von 1928 in Höbe von insgesamt 33,3 Mill. Mark untergebracht. Mit den bereits in den früheren Fahren emittierten, in Umlauf befindlichen Anleihen beläuft sich der Bestand an umlaufenden Emissionen des genannten Verbandes auf 255,9 Mill. Mark (ohne die Auslandanleihen): dazu kommen noch die im April begebenen Schatzanweisungen (Deutsche Koinmunalgoldschätze). von denen ca. 44 Mill, untergebracht wurden An Ein.'elkommunalanleihen sind im ersten Halbjahr 1928 49 Mill. Mark aufgelegt und placiert worden, wozu noch Schahanweisungen einzelner Städte mit 95 Mill. Mark him.ukommen. Insgesamt sind also im ersten Halbjahr 1928 221,3 Mill. Mark in Form non Kommunal-, Einzel- und Gammel» anleihen begeben worden.
* D i e Konkurse im Monat Juli. Nach dem Statistischen Reichsamt wurden im Monat Iuli 1928 durch den Reichsanzeiger 655 neue Konkurse — ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge — und 342 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben, gegenüber 702 bzw. 293 im Juni.
* Der Eisenerzbergbau im Lahn - D i l l a e biet und Oberhefsen im Iuli. Mit Wirkung ab 1. Iuli 1928 erfolgte eine Erhöhung der Erzpreise um 0,30 Mk. je Tonne, so daß der Richtpreis für Roteisenstein jetzt 9,80 Mk. beträgt. Hiermit haben die Gruben immer noch nicht die früheren Preise bzw. die während der Staatshilfe erzielten Einnahmen erreicht. In Anbetracht der ständig gestiegenen Selbstkosten gewährleisten auch die um 30 Pf. erhöhten Tonnenpreise noch keine Rentabilität der Gruben. Die von den Behörden in Aussicht gestellten Hilfsmaßnahmen müßten deshalb beschleunigt werden. Trotz die.er ungünstigen Lage haben die Gewerkschaften eine Lohnforderung gestellt, die befürchten läßt, daß auch nur Bruchteile der verlangten Lohnerhöhung die mühsam aufgebauten Betriebe zum Erliegen bringen würden.
** Der Zuckerrübenanbau im Jahre 1 9 2 8. Nach den vorläufigen Ergebnissen der Erhebung über den Zuckerrübenanbau für die deutschen Zuckerfabriken beträgt die Zahl der 1928/29 voraussichtlich in Betrieb kommenden Fabriken mit Rüben- Verarbeitung 248 gegenüber 250 die 1927'28 im Betrieb gewesen sind. Für diese Fabriken sind 1928 mit Rüben 423 264 Hektar angebaut worden gegenüber eine Erntefläch.' von 402 557 Hektar im Fahre 1927. Dies stellt also eine Vermehrung von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahre dar.
• Vom süddeu tschen Baumarkt. Di« Lage am Daumarkt bft zur Zeit durchaus uneinheitlich. Während in M>rddeutschland und Süd- deutlchland mit Bauaufträgen zurückgehalten wird, ist eine merkliche Belebung im Westen und Südwesten des Reiches eingetreten. Immer- hin kann gesagt werden, daß sich der Baumarkt in Süddeutschland günstig entwickelt. Vornehmlich sind es Industriea ul träge, die den Wohnungsbau etwas beleben werden. Vor allen Dingen handelt es sich bei den vorliegenden Projekten um Mehrfamilienhäuser. Ein- und Zweifamilienhäuser werden von Privaten bevorzugt. Im Zusammenhang mit der ruhigen Lage am Bauinartt steht auch die Geschäfts stille amGrund- stücksmarkt. Die Preise halten sich in annehmbaren Grenzen: ein Anziehen der Preise ist auch für die nächste Zeit nicht zu erwarten. Angesichts der ruhigen Bautätigkeit ist der Bau» stoffabsah flau.
* Der Norddeutsche Lloyd erwartet das Eintreffen der er st en Freigabe- r ü ct 3 a h (u n g e n. Wie der DHD. erfährt, erwartet der Norddeutsche Lloyd von Alliera Property Gustodian in der nächsten Zeit einen Teilbetrag seines Freigabeguthabens. Es dürfte sich um eine Summe
non etwa 2 Millionen Dollar handeln. Diese Zahl- lung aus den Depotgeldern der feindlichen Ser- mögensverroaltung kommt auf die Entschädigung für die Hobokcnpier des Lloyd zur Verrechnung. Die An iprüdic aus der Schiffsenteignung werden zur Zeit vom Schiedsrichter Parker behandelt. Ihre Erledigung ist vorläufig aber noch nicht abzusehen..
• tfr m ä fri g « n g des Privatdiskont». Der Prioatdiskont wurde heute auf 6% v. H. für beide Sichten ermäßigt.
* Die Fabrikation non Segeltuchen in der Fuldaer Industrie. Der Auftragseingang hat weiterhin nachgelassen, so daß eine Scherung der Lag? vorläufig noch nicht erwartet werden rann. Zwar liegt noch Beschäftigung vor, aber sofern die rückläufige Bewegung anhalten sollte, ist eine Einschränkung des Betriebes nicht ausgeschlossen.
• D i e Hanauer Schmuckwarenindu- strie im Iuli. Der Geschäftsgang in der Schmuckwarenindustrie war im Monat Iuli ruhig, wie die- in den Sommermonaten die Regel ist. Trotzdem konnte zumeist mit voller Belegschaft und unverkürzt gearbeitet werden. Der Auftrags- eingang aus Dem Inland hat sich im allgemeinen etwas gehoben, infolge der Lagerergänzungen der Grossisten für die demnächst beginnende Herbstrersetätigkeit. Aus dem Ausland gehen zur Zeit, da keine Reisetätigkeit stattfindet, nur wenige Aufträge ein, bei einer Anzahl non Firmen jedoch ist der Auftragseingang aus dem Ausland mit Rücksicht auf die Iahreszeit als recht befriedigend zu bezeichnen. Hinsichtlich der Preisverhältnisse und des Zahlungseingangs sowie hinsichtlich der andauernd sehr scharfen Wettbewerbsverhältnisse im Inland und Ausland hat sich gegenüber den Vormonaten nichts wesentliches geändert.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 3. Aua. Tendenz: fester. Trotz des schwachen Verlaufes der gestrigen Reu- yorker Börse war di« Stimmung zum heutigen Börsenbeginn weiter s e ft. Auf einzelnen Marktgebieten konnte sich wieder eine gewisse Geschäftsbelebung durchsetzen. Reue Orders von außen her dürften jedoch nur in geringem Umfang« Vorgelegen haben, und in der Hauptsache wurden die Umsätze wieder von der Kulisse vorgenommen. Der heute erschienene R« i ch s b ankau s w e i S , nach dem die Anspannung der Reichsbank zum Ultimo mäßig war, befriedigt«, ebenso der Marktbericht des Stahlwerksverbandes. Auherdem verwies man auf bi« weitere Zunahme der Spareinlagen im Iuli und auf di« Zunahm « der Konkurse. Bei der ersten Dotierung lag das Gros der Papier« 1 bis 3 Prozent eichöht. Spezialwerte erzielten stärkere Kurssteigerungen. So konnten am Elektromarkt Chade-Aktien 7 Mk. und Siemens 4 Prozent anziehen. Von den Kali werten waren Salz- detfurch weiter lebhaft gefragt und 5 Prozent höher. 2lm Montanmarkt machte sich für Ilse Bergbau lebhaftes Interesse bemerkbar. Der KurS, der schließlich zustande kam, lag 13 Prozent fester. Qün Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben 3,25 Prozent erhöht. Scheide- anstcüt plus 4 Prozent. Danken waren wieder vernachlässigt und nur gut behauptet. Dur Reichsbank weiter verlangt und 2,75 Prozent gebessert. Schiff ahrtswerie waren weiter beachtet und recht fest. Deutsche Anleihen lagen still. Von Auslandrenten bestand für Türken und besonders für Anatolier einiges Interesse. Im Verlaufe konnten die Kurse auf den meisten Marktgebieten weiter etwas anziehen, wenn auch das Geschäft stiller wurde. Interesse bestand vor allem für färben mit erneut 1,5 Prozent und für Scheideanstalt, die 2,5 Prozent gewannen. Am Montanmarkt waren Ilse ‘Bergbau und Rheinstahl weiter gefragt. Der Geldmarkt war weiter entspannt. Tagesgeld 6,5 Prozent. Am Devisenmarkt waren Devisen weiter etwas verlangt. Man nannte Reichsmark gegen Dollar 4,1920, gegen Pfund 20.356. Lvndom- Kabel 4,8550. Paris 124.13. Malland 92,82, Madrid 29,52. Holland 12,0950/
Berliner Börse.
Berlin, 3. Muguft. Im Gegensatz zu dem gestrigen schwächeren Nachmiltagsoerkehr und dem schwachen Verlaus der Neuyorker Börse, konnte man schon im heutigen Vormittagsverkehr eine weiter zuversichtliche Stimmung feststellen. Anregungen lagen zwar nicht allzuviel vor: ein im Widerspruch z» den Handelskammern stehender günstiger Stahlwerksbericht, der von keinem Nachlassen des Geschäftes am Inlandmarkt und von einem besseren Export spricht, die Hcrriot- rede in Köln und ein nicht als normal zu bezeichnender Reichsbankausweis: der Hauptgrund war aber, daß die Börse selbst nach oben eingestellt ist und die Banken diese Bewegung unterstützen.
Schon vorbörslich etwas bester, entwickelte sich w den Anfanqskurlcn besonders in Spezial- roerten rege Umsatztätigkeit. Die Spekulation ichriU zu weiteren Deckungen und nahm vereinzelt auch Meinungskäufe vor. Luch außenstehende Krey'c zeigten wieder Kaufneigung. Es letzten sich auf fast allen Marktgebieten 1- bis 3-0.5). Kurserholungen durch. Einige Papiere erzielten Gewinne bi» 311 5 0.H. Soenjka plus 10,50 Mark, Polyphon plus 15 v. H. und G l a n z st 0 f f und B e m b e r g etnn 20 v. H. höher. S a r ft,a b t und Sa rott i notierten beute einschließlich Bevorrecht. Deutsche Anleihen freundlich: A u s l 0 n b e r behauptet. Anatolier bis 0.5 0. H. fester. Pfandbrief- markt ebenfalls eher freundlicher, aber sehr still. Der Reichsbankausweis mit Inner Ultimo- anspannung und Dechlelzunahme um 4X3 Millionen, zuzüglich 42 Millionen Lombard und eine* Notenumlaufs, der lich um 580 Millionen vergrößert hat (die Golddeckung ift aber durch Zuflüsse von (tzold von ctma 50 Millionen relativ gunHig geblieben und mir etwa Ö v. A. e-ecljhledtteni. hinterließ keinen allzustarken Eindruck, zumal der Geldmarkt «ine weitere Entspannung erfuhren hat und Tagesgeld mit 5 bis 7,75 v. H. zu haben war. Monatsgeld 8 bis 9 v. H. Warenwechsel etwa 7 0. H. (tzant entziehen konnte sich die Börte diesem Reichsbankaiiswcise im Verlaufe aber nicht Die Tendenz wurde uneinheitlich und die Kurse gaben zum Teil 1 bis 2 v. H. nach. Besonder» lebhaft gefragt waren Rutgerswerk«, Mannesmann und Ilse Bergbau. Letztere lagen etwa 6 v. H. über Villang. Später wurde diese Schwächewelle an einigen Märkten wieder überrannten, und auf allen Marktgebieten entwickelte sich eine recht lebhafte Umsatztätigkeit und eine weiter« Aufwärtsbewegung.
jyrnnffurtcr Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 3. Aug. Der hiesige Prv- duktenmarkt verkehrt« zum Wochenschluh be ruhiger Tendenz und behaupteten Kursen in stiller Haltung. Di« Preis« blieben ganz unverändert. Es ttnirteu notiert: Weizen 1. gut. gesund, trocken. biS zu 1 Prozent Auswuchs 25; Roggen 23.50 bis 23,75; Hafer, inländischer 26,75 bis 27; Mais lgelb) für Futterzwecke 24.75 bis 25. Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 34.25 bis 34,50; Roggenmehl 34,50 biS 35; Weizenklei« 14,25; Roggen- kleie 14,75. Tendenz: ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin. 2. Aug. Die Cif Offerten für Aus- landweizen waren trotz der schwächeren Haltung der überseeischen Terminbörsen kaum verändert. Roggen wesentlich im Preise erhöht. Bei lebhaften Umsätzen in Manitolwei»en eröffnete bie Börse in fester Haltung. Auch West Hern-Roggen wurde wieder vereinzelt abgefetzt. Vom Inland« war dos Angebot angesichts des regnerischen Wetters sehr klein, die Forderungen lauteten für Roggen neuer Ernte etwa 1 biS 2 Mark höher, Geschäft hielt sich in engen Grenzen. Für Roggenmehl zeigt sich etwa- bessere Frage für sofortige Lieferung, auch per Herbst sind die Käufer eher zu Anschaffungen zu bewegen. Hafer hat weiter kleine- Angebot und liegt fester. Wintergerste weiter noch ruhig. Am Lieferung-markt wurde zu morgen noch ein gröbere* Quantum Roggen zur Besichtigung an gekündigt, für den ein« Rachfrist zur Erfüllung der Iulwerflich- tungen beantragt und zugestanden worden war. Weizen lag etwa 0.75 Mark fester, auch Roggen war durchschnittlich 1 biS 2 Mark Im Prelle erhöht. GS notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer. 238 biS 241. Sept. 255,75 bis 255, Oft 255,75 bis 255, Dez. 258 biS 257 (abgeschwächt); Roggen, märkischer. 243 bi» 246, Sept. 250 bis 249, Ott 250.50 bi» 250, Dez. 251 bi» 250.25 (fester); neue Wintergerste 205 biS 215 (ruhig); Hafer, märkischer, 247 bis 258. Sept. 223,50 biS 223. Dez. 228,50 bis 228 (ruhig); MaiS i zollte - günstigter FuttermaiS) 243 oi» 245 (willig); Rap» 320 bis 325 (stetig): (100 Kilo): Welzen- mehl 29,25 bis 32,75 (behauptet): Roggenmehl 32.50 bis 35,50 (behauptet): Weizenklei« 15; Weizenkleiemelasse 15,90 bi» 16.10 (behauptet); Roggenkleie 17,25 (behauptet); Viktoriaerbsen 44 dis 53; kleine Erbsen 35 bis 40; Futbererbsen 25 bis 27; Peluschken 28 biS 32.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schrift leitung.)
ITT. C. in G. Wenn zwischen Mieter und Vermieter Differenzen irgendwelcher Art über die Festsetzung des Mietbetrags bestehen, fo ist für die Entscheidung ausschließlich das Mieteinigungsamt zuständta'. hier können sowohl Mieter wie Vermieter die Festsetzung der Mietsumme beantragen. Sollte sich also in Ihrem Fall keine vertraglich' Regelung ermöglichen lassen, so durfte es sich empfehlen, die Angelegenheit dem Mieteinigungsamt zu unterbreiten.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
D,e bin ter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. — ReichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh S Prozent.
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